Deutsches
U-Boot im Kampf mit bewaffnetem englischem Handelsdampfer.
Farbiger
Originaldruck von 1940.
Nach
dem Originalgemälde von Adolf Bock, Berlin.
Journalausschnitt in der Größe 205 x 125
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Historische
Informationen zum Artikel:
Adolf Bock (*
5. August 1890 in Berlin; † 13. Januar 1968 in Helsingborg, Schweden) war ein
deutscher Marinemaler.
Leben
Adolf Bock war
wie andere bekannte deutsche Marinemaler, z. B. Hans Bohrdt, Willy Stöwer
oder Robert Schmidt-Hamburg, ein Autodidakt.
Sein Großvater
war ein Landschaftsmaler, sein Vater von Beruf Landwirt und ein Hobbymaler. Von
dem Vater gefördert, fertigte er schon früh Zeichnungen an. Drei Ausbildungen
zum Maler brach er immer wieder schnell ab. 1910 meldete er sich freiwillig für
4 Jahre bei der kaiserlichen Marine. 1912 begleitete er Kaiser Wilhelm II. als
Matrose auf einer Mittelmeerreise und wurde von diesem entdeckt und
gefördert.
Er lebte und
malte in Deutschland, Finnland und Schweden. Im Jahre 1919 zog er nach Finnland,
um hier die noch zahlreich vorhandenen Windjammer besser studieren und malen zu
können. Zwischen den beiden Weltkriegen arbeitete er auch öfters für Reedereien,
Verlage und Zeitschriften. So arbeitete er insgesamt 17 Jahre als Maler,
Illustrator und Texter für die dänisch-schwedische Wochenzeitschrift Familie
Journal, für die er sogar eine Weltreise unternahm.
Am 30. Januar
1944 verlieh ihm Adolf Hitler den Professortitel, die einzige Ernennung
überhaupt während des gesamten Zweiten Weltkriegs. Außerdem wird er in den
Tischgesprächen namentlich von Adolf Hitler erwähnt und
gelobt.
Am 30. Januar
1945 überlebte er als Passagier den Untergang des Passagierdampfers Wilhelm
Gustloff. Über seine Rettung wird ausführlich in dem Buch Die Versenkung der
Wilhelm Gustloff berichtet. Im Jahre 1950 fertigte Adolf Bock drei
Federzeichnungen zu dem Unglück an, setzte sich später mit dieser Thematik aber
nicht mehr auseinander.
Werke
(Auswahl)
Warschau,
Paris, London: Eine Bildmappe vom Einsatz unserer Luftwaffe Berlin
1940.
Kampf unter
der Kriegsflagge: Eine Bildmappe von Einsatz unserer Kriegsmarine Berlin
1943.
Berömda
segelfartyg = Famous Sailing Ships Malmö 1964.
(Aus
wikipedia).
Zu Beginn des
Zweiten Weltkrieges verfügte die Kriegsmarine über 57 U-Boote (auch als „Graue
Wölfe“ bezeichnet), allerdings waren davon nur 39 für den Einsatz im Atlantik
geeignet. Nach der Drittelregel (ein Drittel im Kampf, ein Drittel auf dem
An-/Abmarsch, ein Drittel in der Überholung und Ausrüstung) waren demnach nur
etwa 20 Boote um England herum im Einsatz.
Der Führer der
U-Boote Dönitz versprach sich von der Wolfsrudeltaktik zusammen mit
Funkmethoden, die im Ersten Weltkrieg nicht zur Verfügung standen, eine neue Art
und Form des U-Boot-Krieges, der vorwiegend gegen Geleitzüge zu führen war. Die
Grundkonzeption sah vor, auf Schiffsansammlungen mit zahlreicher, konzentrierter
Sicherung (Geleitzüge) ein ebenso massiertes Rudel von U-Booten einzusetzen. In
Front stehende U-Boote sollten durch verschlüsselte Funkmeldung an die Zentrale
Fühlung an Geleitzügen halten und durch Rückmeldung beziehungsweise Mithören den
anderen Booten des Rudels ermöglichen, dem Geleitzug zu folgen und ihn zu
bekämpfen. Hierfür forderte er das 'Atlantikboot’ mit großen Reichweiten. Der
Typ VII erfüllte diese Erwartungen und wurde zum „Arbeitspferd“ des deutschen
U-Boot-Krieges.
Ein ähnliches
Konzept verfolgten die USA. Ohne zentrale Führung operierten die amerikanischen
Boote in kleinen Gruppen mit zumeist drei Booten, die „Wolfpacks“ genannt
wurden.
An allen
Kriegsschauplätzen der Welt erwiesen sich U-Boote als wirksame Waffe. Sowohl die
Kriegsmarine wie auch später die US-Navy setzten U-Boote vorrangig im
Handelskrieg ein, um die Logistik des Gegners zum Erliegen zu bringen. Nach
Kriegseintritt der USA änderte die deutsche U-Boot-Führung das Kriegsziel von
der Blockade Englands weg hin zu einer Strategie, mehr Schiffsraum zu versenken
als der Gegner produzieren konnte. Damit waren die Einsatzorte zweitrangig und
deutsche U-Boote kämpften in allen Weltmeeren, nur begrenzt durch technische und
Versorgungsmöglichkeiten. Durch technische Fortschritte der Alliierten wie
Radar, HF/DF-Funkpeilung, die Entzifferung der Enigma-Verschlüsselung, Bildung
von Escortgroups (Geleitzug) sowie materieller Überlegenheit bei gleichzeitiger
Überforderung der Ressourcen der Achsenmächte war der deutsche U-Boot-Krieg ab
Mai 1943 aus historischer Sicht als verloren anzusehen. Durch Bekanntwerden
alliierter Entwicklungen setzte bei den Achsenmächten ein Entwicklungsschub ein,
der zwar zu spät kam, um den Krieg zu wenden, aber doch in allen Marinen,
Luftwaffen und Heeren zu strategischen Änderungen
führte.
Der
Kriegsbeginn und die Prisenordnung
Die
kriegführenden Mächte Großbritannien, Frankreich und Deutschland begannen bei
Kriegsbeginn dort, wo sie im Ersten Weltkrieg aufgehört hatten. Die deutschen
U-Boote hatten Befehl, sich im Handelskrieg an die Prisenordnung zu halten, nach
der nur Handelsschiffe kriegführender Nationen oder mit Ladung aus oder für
kriegführende Nationen versenkt werden durften und auch nur dann, wenn für die
Sicherheit der Besatzung des Handelsschiffes gesorgt war. Ausnahmen galten für
bewaffnete Handelsschiffe und solche unter Geleit von Kriegsschiffen. Durch
diesen Befehl sollte insbesondere vermieden werden, die Vereinigten Staaten in
den Krieg zu ziehen, was im Ersten Weltkrieg durch den uneingeschränkten
U-Boot-Krieg geschah. Die alliierten Mächte begannen, ihre Handelsschiffe zu
bewaffnen und Konvois zu organisieren.
Beim Einsatz
gegen Kriegsschiffe bestand für die U-Boote keine Einschränkung durch Befehle.
Günther Prien drang mit U 47 im Oktober 1939 in die Britische Flottenbasis von
Scapa Flow ein und versenkte dort das Schlachtschiff HMS Royal Oak. Der
britische Flugzeugträger HMS Courageous wurde durch U 29 im September 1939
versenkt. Diese Erfolge gegen britische Großkampfschiffe in der Frühzeit des
Zweiten Weltkrieges überzeugten auch die Skeptiker in der Führung der
Kriegsmarine vom militärischen Wert der U-Boote. In der Folge wurde der Z-Plan
zugunsten eines U-Boot-Bauprogramms revidiert, allerdings mit Bauzeiten von
einundzwanzig Monaten und einer Rate von zwanzig bis fünfundzwanzig Booten im
Monat ab August 1941.
April bis Juni
1940 – Schlacht um Norwegen
Zu Beginn des
Jahres 1940 zeichnete sich unter anderem durch den Altmark-Zwischenfall ab, dass
die Neutralität Norwegens von Großbritannien nicht respektiert wurde. Vom OKM
wurde deshalb Dönitz, dem Führer der Unterseeboote befohlen, alle verfügbaren
Boote, sogar die Schulboote der Ausbildungsflottillen, zum Flankenschutz der
deutschen Flottenverbände des Unternehmens Weserübung zu beordern und auf die
Anmarschwege der britischen Flotte zwischen Schottland und Norwegen anzusetzen.
Gleichzeitig beorderte die Royal Navy ihre U-Boote vor die norwegische Küste, um
die deutschen Einheiten zwischen ihren Basen und Norwegen abzufangen. Während
das Unternehmen Weserübung im Ergebnis ein deutscher Erfolg war, da Norwegen
erobert wurde und bis zum Kriegsende besetzt blieb, war das Ergebnis zur See
vorteilhafter für die Alliierten. Neben dem Verlust des Schweren Kreuzers
Blücher durch norwegische Küstenbatterien, des Leichten Kreuzers Königsberg
durch britische Flieger und zehn Zerstörern in Narvik durch die britische Flotte
erlitt die Kriegsmarine auch Verluste durch alliierte U-Boote. Die Kreuzer
Lützow und Karlsruhe wurden durch Torpedos der britischen U-Boote Spearfish und
Truant schwer beschädigt, das Artillerieschulschiff Brummer durch die Sterlet
versenkt. Außerdem wurden mehrere Nachschubfrachter vernichtet. Im gleichen
Zeitraum hatten die deutschen U-Boote bei zahlreichen Gelegenheiten optimale
Schusspositionen gegen britische Schiffe, konnten jedoch kaum Erfolge erzielen.
Allein U 48 kam bei drei Gelegenheiten in optimale Position für Torpedoangriffe
gegen britische Kriegsschiffe, ohne mit den abgeschossenen Torpedos Schäden zu
verursachen. Ursache dieser Misserfolge waren Probleme mit den Magnetzündern der
deutschen Torpedos, deren Tiefensteuerung durch Schleichluft (Zunahme des Drucks
in den Torpedos während der Tauchphasen) gestört wurde und daher die
Magnetzünder nicht mehr sicher auslösten
(Torpedokrise).
Die Schlacht
im Atlantik
Erste Phase:
Juni 1940 bis Dezember 1940
Nach dem
erfolgreichen Westfeldzug begann man 1940, an der Biskaya in Brest, Lorient,
St-Nazaire und La Rochelle provisorische U-Boot-Stützpunkte zu errichten. Mit
Hilfe von Zwangsarbeitern wurden diese Anlagen ausgebaut, es sollten Bunker für
jeweils mehrere U-Boote entstehen, die auch Luftangriffen trotzen
konnten.
Die U-Boote
konnten dank dieser neuen Häfen an der Biskaya wesentlich schneller die
Operationsgebiete auf den westlichen Zufahrtswegen zur britischen Insel
erreichen. Die alliierten Konvois waren nur schwach gesichert aus Mangel an
Geleitschiffen, die aufgrund der gescheiterten britischen Norwegeninvasion in
den Reparaturwerften lagen. Dieser Zeitraum wurde von der Kriegsmarine als
„erste glückliche Zeit“ der U-Boote bezeichnet, in der bei relativ wenigen
eigenen Verlusten zahlreiche alliierte Schiffe versenkt werden konnten. Am
erfolgreichsten waren dabei die Kommandanten Otto Kretschmer (U 99), Günther
Prien (U 47) und Joachim Schepke (U 100), die von der deutschen Propaganda als
Helden gefeiert wurden.
Am 17. August
1940 beantwortete Deutschland die britische Blockade mit der Erklärung der
Gegenblockade. Das Blockadegebiet deckte sich ziemlich genau mit der Zone, deren
Befahren der US-Präsident Roosevelt den amerikanischen Schiffen seit dem 4.
November 1939 verboten hatte. Die U-Boote erhielten damit das Recht, innerhalb
dieses Gebietes warnungslos zu versenken mit Ausnahme von Lazarettschiffen und
Neutralen, die bestimmte, vertraglich vereinbarte Routen wie den „Schwedenweg“
benutzen mussten.
In dieser Zeit
wurden ungefähr 4,5 Millionen BRT alliierten Schiffraums
versenkt.
Zweite Phase:
Januar 1941 bis Dezember 1941
Im Winter
1940/41 erschwerte schlechtes Wetter die Überwasserangriffe der U-Boote. Die
Briten begannen, Radargeräte und Kurzwellenpeilung auf ihren Geleitschiffen
einzusetzen und die Anzahl der verfügbaren Eskorten war durch ein gesteigertes
Bauprogramm stark gestiegen.
Im März 1941
verlor die Kriegsmarine in nur einem Monat die drei „Asse“ Kretschmer, Prien und
Schepke durch Tod oder Gefangennahme. Ab dem Sommer 1941 wurde verstärkt auf die
Rudeltaktik gesetzt, wobei U-Boote als „Wolfsrudel“ Konvois orteten und
koordiniert angriffen. Die oft zahlenmäßig unterlegenen Eskorten versuchten
gewöhnlich, das erste geortete U-Boot vom Geleit abzudrängen, was den übrigen
Rudelmitgliedern Gelegenheit zum Angriff auf die Handelsschiffe
gab.
Gegen den
Willen des Befehlshabers der U-Boote Karl Dönitz wurden U-Boote auch ins
Mittelmeer entsandt, um den alliierten Nachschub nach Nordafrika zu
unterbrechen.
Am 20. Juni
1941 meldete U 203 unter Kommandant Rolf Mützelburg die Sichtung des
US-Schlachtschiffes USS Texas im Blockadegebiet. In dieser Situation erließ die
deutsche Führung den Befehl an die U-Boote, Sicherungsfahrzeuge nicht mehr
anzugreifen. Im Juli erteilte der US-Präsident Roosevelt der US-Navy den Befehl,
deutsche U-Boote anzugreifen und wiederholte diesen Befehl im September 1941. Am
4. September 1941 wurde U 652 (Kommandant: Fraatz) 180 Seemeilen südwestlich von
Reykjavík vom US-Zerstörer USS Greer mit Wasserbomben angegriffen und schoss in
Abwehr zwei Torpedos. Die Abwehrmaßnahme wurde ausdrücklich durch die deutsche
Führung gebilligt. Ähnliche Angriffe wiederholten sich zunehmend. Die USA gingen
ohne erklärten Kriegszustand zu offenen Feindseligkeiten gegen deutsche U-Boote
über.
In dieser Zeit
versenkten die U-Boote etwa 3 Millionen BRT gegnerischen
Schiffsraums.
Fortschritte
in der U-Boot-Abwehr
Die
Entzifferung der Marinecodes durch englische Mathematiker unter Leitung von Alan
Turing führte eine Wende im Atlantikkrieg herbei. Bereits 1934 hatten polnische
Mathematiker durch Zusammenschalten von sechs Enigma-Verschlüsselungsmaschinen
Teilergebnisse erreicht, die später der britischen Funkaufklärungsbehörde
(GC&CS) zur Verfügung gestellt wurden. Unter Anleitung des britischen
Mathematikers Alan Turing wurde eine elektromechanische Entzifferungsmaschine,
die Turing-Bombe, gebaut. Die Entzifferung des deutschen Marineschlüssels gelang
schließlich im Juni 1941. Ermöglicht wurde dieses dadurch, dass die für die
Entzifferung des Marineschlüssels notwendigen, im praktischen Betrieb
befindlichen Walzen der Enigma-Maschine und Codebücher beschafft werden konnten.
Den größten Fortschritt für die GC&CS brachte dabei die Aufbringung von U
110 am 9. Mai 1941 durch den britischen Zerstörer HMS Bulldog. Der britischen
Admiralität fiel der gesamte „Schlüssel M“ einschließlich der beiden nur von der
Kriegsmarine eingesetzten Walzen „VI“ und „VII“, das „Handbuch für Funk in
heimischen Gewässern“, die entscheidend wichtigen
„Doppelbuchstabentauschtafeln“, der Sonderschlüssel für Offiziere und die Karte
mit den Marinequadraten für den Nordatlantik und das Mittelmeer in die Hände.
Von nun an konnten die Briten den gesamten Funkverkehr zwischen Dönitz und den
U-Booten mitlesen. Allerdings war für die Entzifferung der Funksprüche immer
noch eine Zeit von 40 Stunden notwendig. Ab November 1941 wurde der Funkverkehr
täglich durch die Briten mitgelesen. Eine längere Unterbrechung trat ein, als
die deutsche Marineführung einen neuen komplexen Schlüssel, genannt Triton,
einführte und die Enigma-Maschine um eine vierte Walze zur ENIGMA-M4 erweiterte.
Triton konnte ab Ende 1942 aufgrund von Codebüchern, wie dem Kurzsignalheft und
dem Wetterkurzschlüssel, die am 30. Oktober 1942 von britischen Seeleuten der
HMS Petard vor dem Sinken aus U 559 geborgen wurden, entziffert
werden.
Durch die
Entzifferung des deutschen Funkverkehrs war es möglich, Geleitzüge um die
Positionen deutscher U-Boote herumzudirigieren sowie durch Hunter-Killer-Groups
(Einsatzverbände von Zerstörern und Geleitflugzeugträgern) Seegebiete gezielt
nach U-Booten abzusuchen.
Ab 1943
verfügten die Alliierten zudem über „HF/DF“ genannte Kurzwellenpeilgeräte, die
erstmals das Einpeilen funkender U-Boote von einem einzelnen Schiff aus
ermöglichten. Hunter-Killer-Groups steuerten dann das gepeilte Boot an,
versuchten es durch Wasserbomben zu zerstören oder wegen Sauerstoffmangels oder
erschöpfter Batterien zum Auftauchen zu zwingen, so dass es an der Oberfläche
zerstört werden konnte.
Eine weitere
Abwehrmaßnahme gegen U-Boote war der Einsatz von Geleitflugzeugträgern als
Eskorten von Handelsschiffskonvois. Dabei wurden zunächst eher provisorische
Maßnahmen in Form der CAM- (Schiffe mit Flugzeugkatapulten) und MAC-Schiffe
(Handelsschiffe mit einem behelfsmäßigen Flugdeck über den Ladeflächen)
ergriffen, ehe 1942 mit der amerikanischen Bogue-Klasse kleinere Flugzeugträger
speziell für die U-Jagd in Serie gebaut wurden. Die von den
Geleitflugzeugträgern aus operierenden Flugzeuge dienten den Konvoikommodores
zur Aufklärung wie auch zur Bekämpfung gesichteter U-Boote. Flugzeuge verfügten
ab 1940 über Luft-Oberflächenradar, das im Laufe des Krieges fortlaufend
verbessert wurde.
Ab Mitte 1942
verfügten alliierte Flugzeuge für Nachtangriffe über starke Scheinwerfer („Leigh
Light“), die wirksame Nachtangriffe auf U-Boote ermöglichte, welche bis dahin
nachts vor Luftangriffen sicher gewesen waren. Ein mit Radar entdecktes und von
einem Leigh Light angeleuchtetes U-Boot hatte gewöhnlich keine Zeit mehr, vor
dem Angriff abzutauchen. Als weiteres Ortungsmittel verfügten alliierte
Flugzeuge zur U-Boot-Bekämpfung ab Kriegsmitte über Magnet-Anomalie-Detektoren
(MAD), die eine Ortung untergetauchter U-Boote ermöglichten, allerdings noch
häufig fehlerhaft waren. Als Verbesserung wurden Sonarbojen entwickelt, die die
Fehlerquote von MAD-Ortungen verringerten. MAD und Sonarbojen werden in
verbesserter Form auch heute noch in der U-Boot-Bekämpfung verwendet. Auf die
erhöhte Gefahr für die U-Boote aus der Luft wurde die Flak-Bewaffnung der Boote
verstärkt sowie Radardetektoren wie etwa das Metox-Gerät nachgerüstet, deren
Entwicklung allerdings nicht mit den Verbesserungen des alliierten Radars
mithalten konnte. Der von der deutschen Kriegsmarine entwickelte
akustisch-zielsuchende Torpedo "Zaunkönig" war unzuverlässig und konnte leicht
mit dem daraufhin auf alliierter Seite entwickelten Störsystem "Foxer" abgelenkt
werden.
Dritte Phase:
Januar 1942 bis Dezember 1942
Am 11.
Dezember 1941, vier Tage nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, erklärte
Hitler den USA den Krieg. Daraufhin änderte Admiral Dönitz sein Kriegsziel:
Nicht mehr die Blockade Englands, sondern die Versenkung gegnerischen
Schiffraums (Tonnagekrieg) und der Ort mit den größten Versenkungschancen
bekamen Priorität. Langstrecken-U-Boote des Typs IX wurden zum Unternehmen
Paukenschlag nach Amerika in Marsch gesetzt, wo sie in den ersten Januartagen
1942 eintrafen. Die zunächst schlecht organisierte US-Küstenverteidigung stand
den Angriffen auf die Handelsschifffahrt hilflos gegenüber („zweite glückliche
Zeit“). In dieser Zeit wurden mehr Schiffe mit den U-Boot-Kanonen versenkt als
je zuvor. Als die Verteidigung im Frühjahr verstärkt wurde, weiteten die
deutschen U-Boote ihr Einsatzgebiet in die Karibik und den Südatlantik aus. Die
kürzer reichenden Typ-VII-Boote operierten zur gleichen Zeit im Nordatlantik in
Rudeln und konnten so den Druck auf die Konvois aufrecht erhalten. Es kam im
Laufe des Jahres zu mehreren großen
Geleitzugschlachten.
Durch den
Einsatz von Versorgungs-U-Booten (sogenannte Milchkühe), die Treiböl und andere
Betriebsstoffe lieferten, waren bald auch die kleineren Typ-VII-Boote imstande,
vor der amerikanischen Küste zu operieren.
Die Zahl der
einsatzfähigen deutschen U-Boote war nunmehr weiter gestiegen, sie betrug Ende
1942 etwa 210. Insgesamt wurden 1942 über 8 Millionen BRT Schiffsraum versenkt,
womit dieses Jahr das erfolgreichste im Tonnagekrieg der U-Boote
war.
Vierte Phase:
Januar bis Mai 1943
Das Jahr 1943
war der Wendepunkt im U-Boot-Krieg. Zu Beginn des Jahres errangen die deutschen
U-Boote den letzten großen Erfolg, als Mitte März 1943 drei Wolfsrudel mit
insgesamt 43 U-Booten südlich von Grönland 22 Schiffe mit 142.000 Tonnen aus den
Konvois SC-122 und HX-229 versenkten und weitere 9 Schiffe mit 45.000 Tonnen
torpedierten. Dabei profitierten sie auch davon, dass in dem Gebiet noch immer
eine Lücke in der alliierten Luftüberwachung
bestand.
Nachdem die
Alliierten die Lücke südlich Grönlands in der Luftüberwachung des Atlantiks
durch Stationierung von Langstreckenbombern auf Grönland und Island geschlossen
hatten, war der gesamte Nordatlantik unter alliierter Lufthoheit. Hinzu kam die
verstärkte Sicherung der Konvois. Der seit November 1942 amtierende britische
Oberbefehlshaber der sogenannten Western Approaches, Admiral Max Horton, im
Ersten Weltkrieg selbst ein erfolgreicher U-Boot-Kommandant, führte eine Reihe
taktischer Änderungen in der Geleitzugsicherung ein, die die deutschen U-Boote
immer mehr von Jägern zu Gejagten machten. Allein im Mai 1943 wurden 43 deutsche
U-Boote versenkt. Dönitz stellte daraufhin den U-Boot-Krieg gegen Konvois
vorübergehend ein und ließ die meisten U-Boote von den Rudeloperationen
zurückrufen.
Fünfte Phase:
Juni 1943 bis Mai 1945
Trotz der
Erkenntnis, dass der U-Boot-Krieg im Atlantik für die deutschen U-Boote kaum
noch Erfolgsaussichten bot, wurden bis zum Kriegsende weitere Boote
losgeschickt, um große Mengen an Schiffen, Flugzeugen und Soldaten der
Alliierten an die U-Boot-Bekämpfung zu binden. Als nach der Invasion in
Nordfrankreich die Basen in Frankreich verloren gingen, wurden die U-Boote nach
Norwegen verlegt. Auf die verbesserten Jagdtechniken der Alliierten reagierte
die Kriegsmarine mit eigenen technischen
Verbesserungen:
Der
Schnorchel, eine niederländische Vorkriegsentwicklung, welche die Kriegsmarine
zunächst nicht überzeugt hatte, wurde auf zahlreichen Booten nachgerüstet oder
noch vor Fertigstellung des Bootes eingebaut. Bei den Typen XXI und XXIII war er
als einziehbarer Teleskopmast in den Turm integriert. Bei den älteren Typen war
der Schnorchelmast an der Steuerbordseite des Turms und wurde auf das Deck
niedergelegt, wenn er nicht in Betrieb war. Er ermöglichte eine Unterwasserfahrt
mit den Dieselmotoren, um die Batterien zu laden und das Boot zu
durchlüften.
Weitere
deutsche Neuerungen waren zielsuchende Torpedos, aus den Torpedorohren
ausstoßbare Sonarstörkörper (Bold), sonarabsorbierende Rumpf- und
Schnorchelbeschichtungen, aktive und passive Unter- und Überwasserortungsgeräte.
Auch die Entwicklung neuer Bootstypen, wie des Typs XXI, und des Typs XXIII
wurden forciert. Alternative Antriebskonzepte wurden erprobt (Typ XVII mit
Walter-Turbine). Von diesen neuentwickelten Bootsklassen kamen jedoch nur noch
wenige Typ-XXIII-Boote zu Erfolgen, die meisten neuen Boote waren bei Kriegsende
noch in der Ausbildung.
Der
Tonnagekrieg war jedoch wegen der zu späten deutschen Rüstungsbemühungen aus dem
Rückblick entschieden: 1943 gingen insgesamt 287 deutsche U-Boote verloren, fast
doppelt so viele wie zusammengerechnet in den drei Jahren davor, während die
versenkte Tonnage abnahm: 1943 wurden nur noch 3,5 Millionen BRT versenkt,
weniger, als die Alliierten durch Bauprogramme für standardisierte Schiffe
(Liberty-Frachter) neu in Dienst stellten. Diese Entwicklung setzte sich bis zum
Kriegsende fort: 1944 und 1945 wurden nur noch 1,5 Millionen BRT versenkt. Dem
gegenüber standen 241 verlorene U-Boote im Jahre 1944 und weitere 153 U-Boote
von Januar bis Mai 1945.
(Aus
wikipedia).