Admiral
Hermann Densch (1887-1963), der Kommandierende Admiral der Marinestation der
Nordsee (seit 1870 in Wilhelmshaven).
Originale,
farbige Offset-Lithographie von 1941.
Nach
dem Originalgemälde von Rudolf Hausknecht.
Größe 163 x 233 mm.
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Historische
Informationen zum Artikel:
Hermann Densch
(* 15. Juni 1887 in Königsberg; † 24. August 1963 in Garmisch-Partenkirchen) war
ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Admiral im Zweiten
Weltkrieg.
Leben
Frühe
Jahre
Densch trat am
1. April 1905 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Nach seiner
Grundausbildung besuchte er ab April 1906 die Marineschule Mürwik, wo am 7.
April des gleichen Jahres seine Beförderung zum Fähnrich zur See erfolgte. Nach
weiteren Fähnrichskursen erfolgte bis September 1910 seine praktischen
Bordausbildungen auf den Linienschiffen SMS Kaiser Barbarossa und SMS Hessen.
Während dieser Zeit wurde Densch am 28. September 1908 zum Leutnant zur See
befördert. Mitte September 1910 erfolgte seine Versetzung zur I. Torpedodivision
nach Kiel, wo er als Kompanieoffizier am 5. September 1911 zum Oberleutnant zur
See befördert wurde; sein weiterer Einsatz in dieser Flottille erfolgte bis
Oktober 1913. Zugleich fungierte er in dieser Funktion ab Januar 1911 als
Wachoffizier auf dem Torpedoboot G 136. Anschließend war er vom 11. Oktober 1913
bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges Gerichtsoffizier in seiner
Division.
Erster
Weltkrieg
Mit der
Mobilmachung wurde Densch kurzfristig der Hafenflottille Helgoland versetzt, wo
er zugleich Kommandant des Torpedodivisionsbootes D 7 war. Noch im August 1914
erfolgte seine Kommandierung zur 15. Torpedoboots-Halbflottille, wo er bis März
1917, sei 24. April 1916 nunmehr im Rang eines Kapitänleutnants, Kommandant des
Torpedobootes V 181 war. Am 27. März 1917 erfolgte seine Ernennung zum Chef der
1. Torpedoboots-Halbflottille, die er anschließend bis Ende Oktober 1918
kommandierte. Für seine Verdienste während des Krieges wurde Densch mit dem
Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, dem
Eisernen Kreuz II. und I. Klasse, den Hanseatenkreuzen der Hansestädte Hamburg
und Lübeck sowie mit dem Friedrich-August-Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Ab
November 1918 stand Densch bei der Inspektion des Torpedowesens zur Verfügung.
Während dieser Zeit war er bis September 1920 Chef der 1.
Ostsee-Minensuchhalbflottille.
Reichsmarine
Am 10.
September 1920 wurde Densch zum Chef der 1. Halbflottille ernannt, die er
Oktober 1922 kommandierte. Am 5. Oktober 1922 wurde Densch in die Marineleitung
berufen. Dort war er als Dezernent in der Haushaltsabteilung eingesetzt. Am 1.
Februar 1925 wurde er zum Korvettenkapitän befördert. Als solcher wurde Densch
im September des gleichen Jahres wieder mit einem Bordkommando betraut, als er
als Erster Offizier auf den Kleinen Kreuzer Hamburg versetzt wurde. Dieses
Kommando hielt Densch bis Frühjahr 1927 inne. Während dieser Zeit war er von
September 1925 bis Januar 1926 mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Kommandant
dieses Schiffes beauftragt.
Am 5. April
1927 wurde Densch in die Marinestation der Ostsee kommandiert, wo er ab Mai 1.
Admiralstabsoffizier beim Stab der Marinestation der Ostsee wurde. Ab Juli 1927
war er zugleich beauftragt mit der Führung als Chefs des Stabes. Am 27.
September 1930, mittlerweile seit Februar 1930 Fregattenkapitän, wurde Densch
zum Kommandanten der Königsberg die er bis 25. September 1932 befehligte. Danach
wurde Densch erneut in die Marineleitung (ab 11. Januar 1936 Oberkommando der
Marine) berufen.
Kriegsmarine
und Zweiter Weltkrieg
Dort war er
bis Ende Oktober 1936 Chef des Stabes. Hier erfolgten auch seine Beförderung zum
Kapitän zur See (1. Oktober 1932) und die zum Konteradmiral am 1. April 1935. Im
Oktober 1936 wurde Densch zum Vorsitzenden des Erprobungsausschusses für Schiffe
bestimmt; eine Position die Densch bis Ende Januar 1937 ausfüllte. Im Folgemonat
stieg er zum Chef des Erprobungskommandos für Kriegsschiffneubauten auf. Am 2.
Oktober 1937 wurde Densch Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte (B.d.A.) wo
am 1. April 1938 die Beförderung zum Vizeadmiral erfolgte. Dessen Funktion gab
er am 20. Oktober 1939 an Günther Lütjens ab. Am Folgetag, dem 21. Oktober 1939
wurde Densch bis Ende November 1939 beim Oberbefehlshaber der Kriegsmarine zur
Verfügung gehalten. Am 29. November 1939 stieg Densch zum Kommandierenden
Admiral der Marinestation der Ostsee auf, wo am Neujahrstag 1940 seine
Beförderung zum Admiral erfolgte. Diese Stellung füllte Densch bis Ende Februar
1943 aus; danach trat er erneut in die Verfügung ein. Am 19. Februar 1943 war
ihm das Deutsche Kreuz in Silber verliehen worden. Am 31. Mai 1943 wurde er aus
dem Dienst verabschiedet und am Folgetag „zur Verfügung“
gestellt.
Von Juli 1943
bis 21. April 1945 war Densch als Nachfolger von Walter Gladisch Reichskommissar
am Oberprisenhof Berlin.
Marinestation
der Nordsee
Von der Marine
des Norddeutschen Bundes wurde die Marinestation der Nordsee am 19. Mai 1870 in
Wilhelmshaven eingerichtet. Ihr unterstanden die II. Marineinspektion, ab 1883
die Inspektion der Marineartillerie (Wilhelmshaven), ab 1904 die Inspektion der
Schiffsartillerie (Sonderburg) und die Inspektion der Küstenartillerie und des
Minenwesens (Cuxhaven), ab 1913 zusätzlich die Luftschiff- und die
Fliegerabteilung. Im Juni 1935 wurde die Dienstbezeichnung geändert in
Kommandierender Admiral der Marinestation der Nordsee und am 1. Februar 1943 in
Marineoberkommando Nord.
Kriegsmarine
war die offizielle Bezeichnung der Seestreitkräfte der deutschen Wehrmacht,
nachdem die Reichsmarine des Deutschen Reiches am 1. Juni 1935 demgemäß
umbenannt worden war. Gleichzeitig wurde aus der bisherigen Marineleitung das
Oberkommando der Marine.Geschichte
Vorkriegszeit
Deutschland
durfte nach dem Ersten Weltkrieg gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages
nur eine kleine Flotte unterhalten, die gerade für den Küstenschutz ausreichte.
Sie bekam den Namen Reichsmarine. Am 15. November 1932 nahm die Reichsregierung
einen Flottenaufbauplan an, der auch Flugzeuge, einen Flugzeugträger und U-Boote
vorsah, also Waffensysteme, die laut Versailler Vertrag für die deutschen
Streitkräfte verboten waren. Nach der Machtübernahme der NSDAP im Januar 1933
änderte sich am Marinerüstungsprogramm zunächst wenig, da Hitler Großbritannien
mit einer Flottenrüstung nicht provozieren wollte. Mit dem Flottenabkommen vom
18. Juni 1935 erlaubte die Siegermacht des Ersten Weltkrieges, im Gegensatz zu
den Bestimmungen des Versailler Vertrages, den Aufbau einer deutschen Flotte von
35 Prozent in jeder Schiffsklasse der britischen Überwassertonnage und 45
Prozent der Tonnage bei den U-Booten. Sah sich die Kriegsmarine in ihrem eigenen
Verständnis zuständig für die Kontrolle der Ostsee und für einen Seekrieg gegen
Frankreich, so verlangte Hitler 1938 eine Flottenstärke, die auch einen Seekrieg
gegen Großbritannien bestehen konnte. So entstanden die Pläne X, Y und Z, wovon
Hitler am 27. Januar 1939 den Plan Z genehmigte. Dafür sollten bis 1947, von
Hitler auf 1945 vorverlegt, eine große Zahl neuer Kriegsschiffe aller Klassen
gebaut werden.
1935 wurde die
Reichsmarine in Kriegsmarine umbenannt und als neue Kriegsflagge der Wehrmacht,
und damit auch zur See, die Hakenkreuzflagge mit dem Eisernen Kreuz im linken
Obereck sowie einem schwarzen, weiß unterlegten Deutschordenskreuz
eingeführt:
Erstmals kam
die Kriegsmarine im Spanischen Bürgerkrieg zum Einsatz. Sie beteiligte sich
zusammen mit Seestreitkräften Großbritanniens, Italiens und Frankreichs an der
internationalen Seeblockade zur Durchsetzung eines Waffenembargos gegen Spanien,
wobei ihr ein Küstenbereich im Mittelmeer etwa zwischen Almería und Valencia
zugewiesen war. Faktisch diente dieser Einsatz der Unterstützung der putschenden
spanischen Nationalisten unter Franco. Am 29. Mai 1937 wurde das Panzerschiff
Deutschland vor Ibiza bombardiert und beschädigt.
Vergrößerung
des Offizierskorps
Im Zuge der
Aufrüstung der Wehrmacht wuchs das Offizierskorps der Kriegsmarine.
Zweiter
Weltkrieg
Zwar wuchs die
Personalstärke bis Kriegsbeginn 1939 von 15.000 auf über 78.000 Mann an. Jedoch
war von den umfangreichen materiellen Plänen bei Kriegsbeginn noch zu wenig
umgesetzt, als dass die Kriegsmarine für den Zweiten Weltkrieg vorbereitet
gewesen wäre. Ihr Oberbefehlshaber, Großadmiral Erich Raeder notierte am 3.
September 1939 im Kriegstagebuch der
Seekriegsleitung:
„Die
Überwasserstreitkräfte sind aber noch so gering an Zahl und Stärke gegenüber der
englischen Flotte, daß sie – vollen Einsatz vorausgesetzt – nur zeigen können,
daß sie mit Anstand zu sterben verstehen und damit die Grundlage für einen
späteren Wiederaufbau zu schaffen gewillt sind.“
– Erich
Raeder
Die
Kriegsmarine war dennoch von Beginn an am Krieg beteiligt. Das Linienschiff
Schleswig-Holstein eröffnete am 1. September 1939 um 4.45 Uhr in Danzig das
Feuer auf die Westerplatte. Damit begann der Polenfeldzug als Auftakt des
Zweiten Weltkrieges. Schon lange vor dem Angriffstermin waren U-Boote, die
Panzerschiffe Admiral Graf Spee und Deutschland und Trossschiffe ausgelaufen und
hatten Wartepositionen auf See eingenommen.
Von Beginn des
Krieges an begann die Marine einen Handelskrieg im Atlantik (siehe
Atlantikschlacht), dessen Ziel es war, die britische Handelsschifffahrt zum
Erliegen zu bringen. Trotz der Beschränkungen durch die Prisenordnung führte
dies bald zu Versorgungsengpässen in Großbritannien. Die Panzerschiffe der
Deutschland-Klasse, U-Boote sowie Hilfskreuzer konnten schnelle Erfolge
erzielen. Allerdings ging die Admiral Graf Spee bereits im Dezember 1939 im Río
de la Plata verloren. Vor allem im ersten Kriegsjahr wurde noch nach der
Prisenordnung gekämpft, spätestens nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in
den Zweiten Weltkrieg im Dezember 1941 fielen aber alle Beschränkungen im
Seekrieg weg.
Die Marine war
maßgeblich am Unternehmen Weserübung, der Besetzung Dänemarks und Norwegens im
April 1940, beteiligt. Während der Besetzung Norwegens verlor die Kriegsmarine
neben dem Schweren Kreuzer Blücher, den beiden Leichten Kreuzern Königsberg und
Karlsruhe und dem Artillerieschulschiff Brummer neun U-Boote. Zehn Zerstörer
gingen in der Schlacht um Narvik verloren. Aufgrund dieser hohen Verluste musste
die Marine trotz der erfolgreichen Besetzung Norwegens diese Operation als
strategische Niederlage hinnehmen.
Im Juli 1940
gab Hitler den Befehl zur Planung des Unternehmens Seelöwe, der Landung in
England, der Raeder aufgrund der Schwäche der Kriegsmarine im Vergleich zur
Royal Navy von Anfang an ablehnend gegenüberstand. Der Oberbefehlshaber der
Marine hatte bereits in der Planungsphase des Unternehmens eine vollkommene
Luftherrschaft über den Landungsgebieten eingefordert, da die Kriegsmarine
allein nicht in der Lage gewesen wäre, die britische Flotte von den vorgesehenen
Landungszonen fernzuhalten. Das Scheitern der Luftwaffe in der Luftschlacht um
England bewog Hitler wohl, den Befehl zur Ausführung der detailliert geplanten
Landung in England nicht zu geben.
Auf Grund der
deutlichen zahlenmäßigen Unterlegenheit, vor allem bei den größeren
Kampfschiffen, die durch frühe Verluste noch verstärkt wurde (Admiral Graf Spee
(1939), Blücher (1940), Bismarck (1941)), verlegte sich die Kriegsmarine mehr
und mehr auf den Krieg mit U-Booten, maßgeblich forciert durch deren
Befehlshaber, Admiral Karl Dönitz. Daneben machte die Küstenkriegführung mit
kleinen Fahrzeugen wie Minensuchbooten und Schnellbooten einen Großteil der
deutschen Marineaktivitäten im Zweiten Weltkrieg
aus.
Trotz
anfänglicher Erfolge im Nordatlantik, die Großbritannien zeitweise in eine
Versorgungskrise brachten, gelang es nicht, den Gegner mit U-Booten in die Knie
zu zwingen. Nur von Februar bis Dezember 1942 operierte die Kriegsmarine unter
einem nicht entschlüsselten Code; in der übrigen Zeit entschlüsselten die Briten
diesen Code.
Wie im Ersten
Weltkrieg hatten die Alliierten die Seeherrschaft. Sie schnitten Deutschland vom
Seehandel und von der überseeischen Versorgung ab. Großadmiral Erich Raeder trat
Anfang Januar 1943, nach dem Scheitern der Schlacht in der Barentssee und einem
darauffolgenden Wutanfall Hitlers, in dem dieser Raeder und die gesamte Marine
beleidigte, von seinem Posten als Oberbefehlshaber zurück. Hitler versuchte ihn
zum Bleiben zu bewegen, aber diesmal hatte er keinen Erfolg. Der Befehlshaber
der U-Boote Admiral Dönitz wurde am 30. Januar 1943 zu seinem Nachfolger
berufen. Raeder selbst wurde zum Admiralinspekteur der Kriegsmarine ernannt, ein
Posten ohne Befehlsgewalt und ohne Befugnisse.
In den Jahren
1943 bis 1945 verfolgte Dönitz weiterhin seine Strategie des U-Boot-Krieges;
fast alle Überwasseroperationen wurden eingestellt. Ein großangelegtes
U-Boot-Bauprogramm wurde gestartet. Durch die überlegene Technik der Alliierten,
insbesondere durch ASDIC und später Radar, konnten die deutschen U-Boote aber
nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen. Allein im Jahr 1943 gingen 237 U-Boote
verloren, wobei die versenkte Tonnage von 8 Millionen BRT im Jahr 1942 auf 3,5
Millionen Tonnen im Folgejahr zurückging. Diese Entwicklung setzte sich bis zum
Kriegsende fort: 1944 und 1945 wurden nur noch 1,5 Millionen BRT versenkt.
Demgegenüber standen 241 verlorene U-Boote im Jahre 1944 und weitere 153 U-Boote
von Januar bis Mai 1945. Gleichzeitig konnten die Alliierten durch das
Liberty-Frachter-Bauprogramm sogar ihre Frachtkapazität erhöhen. Trotz der hohen
Verluste wurde der U-Boot-Krieg bis zum Kriegsende fortgesetzt. Dönitz hoffte,
dadurch zumindest Material und Personal der Alliierten zu binden und somit das
Heer zu entlasten. 1944 begann der Aufbau einer Flotte moderner U-Boote der
Typen XXI und XXIII, die den Krieg im Atlantik hätten wenden sollen. Die ersten
dieser Boote kamen kurz vor Kriegsende zum Einsatz.
Von Anfang
1945 bis zum Teil über das Kriegsende im Mai 1945 hinaus beteiligten sich
Schiffe von Kriegs- und Handelsmarine maßgeblich an der Rückführung deutscher
Wehrmachtsangehöriger und ziviler Flüchtlinge über die Ostsee. Trotz einer hohen
Zahl umgekommener Menschen (u. A. bei der Versenkung der Wilhelm Gustloff,
der Cap Arcona, der Goya und der Steuben) gelang es, über zwei Millionen
Menschen aus den von der Eroberung durch die Rote Armee bedrohten Küstengebieten
der südlichen Ostsee zu retten – die größte Evakuierung in der Geschichte der
Menschheit. Etwa ein Prozent der transportierten Personen starb bei dem
Transport. Gleichwohl sind die einzelnen Schiffsverluste als traumatische
Ereignisse in die jüngere deutsche Geschichte eingegangen. Die Durchführung der
Operation Regenbogen wurde von Dönitz zwar verboten; trotzdem versenkten viele
Besatzungen ihre U-Boote selbst.
Nach
Kriegsende[
Nach
Kriegsende wurden Teile der Kriegsmarine unter alliierter Kontrolle weiterhin
eingesetzt, um die Seeminen an den deutschen Küsten räumen zu lassen. Dieser
Deutsche Minenräumdienst bestand bis Ende 1947 und hatte mit bis zu 300
Fahrzeugen mit 27.000 Mann zeitweise einen größeren Umfang als die Reichsmarine
vor 1935. Neben sowjetischen Protesten war es vor allem der Zusammenhalt und
Korpsgeist dieser ehemaligen Kriegsmarineteile, die die Alliierten 1947 zur
Auflösung dieser Organisation veranlassten, jedoch auch weiterhin für
verschiedene Aufgaben Minensuchverbände und Dienstgruppen mit Personal und
Material der Kriegsmarine unterhielten.
Die
Hakenkreuzflagge durfte vom Zeitpunkt der Kapitulation an nicht mehr geführt
werden. Die Alliierten wiesen an, stattdessen eine als Doppelstander
abgewandelte internationale Signalflagge „C“ zu setzen, die von deutschen
Schiffen bis 1951 geführt wurde. Am 16. Mai 1945 ordnete die Reichsregierung in
Flensburg-Mürwik an, dass die im britischen Auftrag im Minenräumdienst
eingesetzten deutschen Kriegsschiffe an der Gaffel den nationalen Signalwimpel
„8“ zu führen haben.
Die
Marinekriegsgerichte blieben bis zum 22. Juni 1945 weiterhin aktiv, auch in den
von deutschen Marinestreitkräften noch besetzten Gebieten in den Niederlanden,
Dänemark und Norwegen. Gemäß alliiertem Militärgesetz Nr. 153 vom 4. Mai 1945
waren deutsche Todesurteile vor der Vollstreckung alliierten Instanzen zur
Prüfung vorzulegen; die Verfügung wurde aber wegen angeblicher Unkenntnis
mehrfach missachtet. Dies betraf nicht nur Urteile kurz vor oder nach der
Kapitulation, sondern auch Altfälle z. B. von Deserteuren, die nach der
Kapitulation als Kriegsgefangene in alliierten Gewahrsam geraten und von dort an
deutsche Kriegsgerichte überstellt worden waren.
Über die
Aufteilung der den Alliierten bei Kriegsende in die Hände gefallenen Kriegs- und
Handelsschiffe entschied die Potsdamer Konferenz bei ihrer dritten Sitzung am
19. Juli 1945. Man einigte sich über die Aufteilung der Handelsschiffe und
darauf, den Großteil der U-Boote mit Ausnahme weniger Erprobungsexemplare zu
versenken. Für die übrigen Kriegs- und Hilfsschiffe wurde nach längerer Debatte
eine Kommission aus Flaggoffizieren der an der Konferenz beteiligten
Siegermächte gebildet. Sie bildete drei als gleichwertig eingeschätzte Gruppen
mit jeweils einer Anzahl verwendungsfähiger und reparaturbedürftiger Schiffen.
Anschließend wurden die Gruppen den drei Siegermächten durch Losentscheid
zugeteilt. Dabei wurden etwa 500 Kriegsschiffe, 30 U-Boote und 1329 Hilfsschiffe
verlost.
Verluste
Die
Kriegsmarine verlor vom 1. September 1939 bis zum 31. Januar 1945 insgesamt
48.904 Soldaten (davon 2.475 Offiziere) als Gefallene, 25.259 (554) Soldaten als
Verwundete und 100.256 (2.174) Soldaten als Vermisste.
An Schiffen
und Booten gingen verloren: 4 Schlachtschiffe und -kreuzer, 5 Schwere Kreuzer, 4
Leichte Kreuzer, 2 alte Linienschiffe, 27 Zerstörer, 68 Torpedoboote, 27
Geleitboote, 106 Minensuchboote, 185 Räumboote, 152 Schnellboote, 968 U-Boote,
525 Marinefährprähmen, 9 Hilfskreuzer, 35 Minenschiffe, 66 Sperrbrecher, 3
Minenräumschiffe, 132 Hilfsminensuchboote, 137 U-Bootjäger, 189 Vorpostenboote,
278 Küsten- und Hafenschutzboote, 86 Sicherungsboote, 21 Hilfsgeleitboote und
ca. 200 sonstige Schiffe und Boote.
Schiffsnamen
Die Schiffe
der Kriegsmarine trugen – wie bereits die Einheiten der Reichsmarine – keine
Schiffsnamenpräfixe, wie es noch in der Kaiserlichen Marine üblich gewesen war
(SMS).
Organisation
Das
Oberkommando der Marine war ab 1934 im Shell-Haus am Tirpitzufer (heute
Reichpietschufer) in Berlin untergebracht. Bei Kriegsbeginn wurde in Lobetal bei
Berlin für die Seekriegsleitung ein verbunkertes Hauptquartier mit dem Decknamen
Koralle auf einem Areal eingerichtet, das ursprünglich zu den Hoffnungstaler
Anstalten Lobetal gehörte.
Oberbefehlshaber
Erich Raeder,
1928 bis 30. Januar 1943
Karl Dönitz,
30. Januar 1943 bis 30. April 1945
Hans-Georg von
Friedeburg, 1.–23. Mai 1945
Walter
Warzecha, 23. Mai bis 22. Juli 1945, von den Alliierten mit der Wahrnehmung der
Geschäfte beauftragt