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Marine Bremen Seeschlacht Falklandinsel SMS Leipzig ´14 Auction number: 0006950058 
End of auction: 12/16/25  at  12:37 PM a o clock    6 d. 18 h. 36 min. 53 sec.  
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DESCRIPTION

S.M. kleiner Kreuzer „Leipzig“.

 

Originaldruck von 1914.

 

Randillustration: Stadtwappen von Leipzig mit Anker und Schiffstau.

 

Journalausschnitt in der Größe 175 x 105 mm.

 

Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.

 

Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% guarantee of authenticity - not a reproduction, not a reprint!

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Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft  - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!!

 

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Bücher und Alben sind, wenn nicht ausdrücklich erwähnt, nicht auf Vollständigkeit geprüft. Normale Alters- und Gebrauchsspuren, Unterstreichungen usw. werden nicht erwähnt, sind aber im Preis berücksichtigt.

 

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Historische Informationen zum Artikel:

 

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Die SMS Leipzig war ein Kleiner Kreuzer der deutschen Kaiserlichen Marine.

Der Stapellauf erfolgte am 31. März 1905 auf der Werft AG Weser in Bremen. Die Indienststellung bei der Kaiserlichen Marine erfolgte 20. April 1906.

Lebenslauf und Verbleib

Am 20. April 1906 wurde die Leipzig zu den Abnahmefahrten unter dem späteren Flottenchef Fregattenkapitän Franz Hipper in Dienst gestellt. Mitte Juni wurde der neue Kreuzer als Begleitschiff für die Sommerreise des Kaisers eingeteilt, die dieser in diesem Jahr auf dem gecharterten HAPAG-Dampfer Hamburg durchführte.

Beim Kreuzergeschwader in Ostasien

Ab dem 19. August 1906 wurde das Schiff für einen Einsatz in Ostasien ausgerüstet, wo die Leipzig den Großen Kreuzer Hansa ersetzen sollte, der bereits im Juli die Rückreise angetreten hatte und im Oktober in der Heimat eintraf. Die Leipzig lief am 8. September aus Wilhelmshaven aus und erreichte am 19. November das Stationsgebiet des Ostasiatischen Kreuzergeschwaders. Bereits auf der Ausreise bereiste der Kreuzer einige Häfen Niederländisch-Indiens und erreichte am 6. Januar 1907 in Hongkong sein Haupteinsatzgebiet. Vom 25. bis zum 10. März diente die Leipzig als Wachtschiff in Tsingtau. Das Geschwader verfügte als Flaggschiff über den Panzerkreuzer Fürst Bismarck, der Indonesien bereiste, den Kleinen Kreuzer Niobe und vier Kanonenboote, drei Flusskanonenboote und zwei Torpedoboote. Im Juni 1907 führte der neue Geschwaderchef, Konteradmiral Carl von Coerper auf der Leipzig und teilweise auf dem Kanonenboot Tiger eine Fahrt den Jangtse aufwärts durch, um sich über die dortigen deutschen Wirtschaftsinteressen zu informieren. An der Reise beteiligte sich als drittes Schiff noch das Torpedoboot S 90. Im Juni lief sie dann teilweise im Geschwaderverband erstmals durch das nördliche Stationsgebiet. 1908 erfolgte dann eine ähnliche Reise im Frühjahr, im August eine Bereisung der Häfen am Gelben Meer und im Herbst ein Besuch von Shanghai und eine erneute Reise auf dem Jangtse. Am 17. November war die Leipzig dann Vertreterin des Deutschen Reiches auf einer japanischen Flottenparade vor Kōbe.

Seit Januar 1909 befand sich die Leipzig zu Reparaturarbeiten in Hongkong, als sie den Befehl erhielt, zu den deutschen Samoa-Inseln zu laufen, da dort Unruhen ausgebrochen waren. In Manila nahm sie den Geschwaderchef am 26. Februar an Bord und erreichte am 19. März Apia. In den nächsten Tagen trafen auch noch der Kleine Kreuzer Arcona, das Kanonenboot Jaguar und das Hilfsschiff Titania mit 100 einheimischen Polizeisoldaten aus Matupi ein. Dem Admiral und dem Gouverneur Wilhelm Solf, gelang es eine Einigung mit den Aufständischen auszuhandeln. Ein Häuptling wurde mit einem Teil seiner Anhänger von der Jaguar ab dem 19. April nach Saipan in die Verbannung gebracht. Die Leipzig lief vom 14. bis 17. Mai nach Suva. Der bis dahin an Bord befindliche Geschwaderchef trat von dort die Heimreise an, während der Kreuzer nach Apia zurückkehrte, das Arcona und Titania schon am 6. Mai verlassen hatten. Sie wartete dort das Eintreffen der Condor ab, um am 22. Mai erst nach Pago Pago, dann nochmals nach Apia und schließlich über Ponape und Manila nach Tsingtau zurückzulaufen, wo sie am 29. Juni eintraf. 1909 folgte dann noch im Juli und August eine Fahrt mit dem neuen Flaggschiff Scharnhorst durch das nördliche Stationsgebiet und im September zu den Häfen am Gelben Meer. Zu Weihnachten traf sie dann mit dem Flaggschiff in Hongkong zusammen und lief dann im Januar 1910 mit diesem und teilweise dem Kanonenboot Luchs in das südliche Stationsgebiet, wo Bangkok, Sumatra, Nord-Borneo und Manila besucht wurden, ehe die beiden Kreuzer am 22. März nach Tsingtau zurückkehrten. Vom 18. April bis zum 31. Mai erfolgte dann noch eine gemeinsame Bereisung Japans. Im Juli ging die Leipzig für eine längere Zeit den Jangtse aufwärts bis Hankau, da dort Unruhen ausgebrochen waren.

Anfang 1911 sollte die Leipzig den deutschen Kronprinzen Wilhelm auf einer Ostasienreise auf der Gneisenau ab Kalkutta begleiten. Als sie am 31. Januar dort eintraf, war die Reise auf Grund von Pestfällen in einigen der zu besuchenden Häfen durch den Kaiser abgesagt worden. Am 17. Februar traten beide Kreuzer die Weiterreise nach Ostasien an und trafen über Singapur, Hongkong und Amoy am 14. März in Tsingtau ein. Während der Marokkokrise befand sich das Geschwader in der Wladimir-Bucht nördlich von Wladiwostok und hatte nur einen verstümmelten Funkspruch aus Berlin empfangen, der auf einen Einsatz im Indischen Ozean deutete. Die Leipzig wurde trotz der unklaren Lage und der offensichtlichen Behinderungen durch die Russen im Telegrafenverkehr nach Wladiwostok geschickt und konnte dort vom 15. bis 18. August genügend Informationen aus Berlin erhalten, die die Lage klärten. Das Geschwader lief wieder nach Süden, besuchte dabei Häfen am Gelben Meer und traf am 15. September in Tsingtau ein.

Nach dem Ausbruch des Chinesischen Bürgerkriegs im Oktober 1911 wurde die Leipzig erneut nach Hankau am Jangtse zur Unterstützung der dort stationierten Kanonenboote Vaterland und Tiger beordert. Die Lage für die Ausländer war sehr angespannt. Es wurden internationale Truppen an Land eingesetzt, deren deutschen Anteil der Erste Offizier der Leipzig, Kapitänleutnant Rebensburg, kommandierte. Während des Einsatzes wurden Frauen und Kinder vorsorglich nach Shanghai evakuiert. Der deutsche Geschwaderchef, Konteradmiral Günther von Krosigk traf auf der Iltis ein. Ebenso wurde auch das Torpedoboot S 90 zur Unterstützung herangezogen. Da ein japanischer Admiral vor Ort die Maßnahmen leitete, fuhr von Krosigk auch wegen des fallenden Wasserstandes im November auf der Leipzig nach Shanghai zurück, wo man mit der Gneisenau zusammentraf. Bis August 1912 pendelte die Leipzig mehrfach zwischen Tsingtau und den Unruheherden am Jangtse, ehe wieder normale Besuchsreisen aufgenommen werden konnten. Sie war an den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen japanischen Kaiser Mutsuhito beteiligt und im Juli und August 1913 Zeuge schwerer Kämpfe der kaiserlichen und republikanischen Truppen im Raum Nanking. Im September und Oktober erfolgte eine Grundreparatur des seit sechs Jahren in Ostasien eingesetzten Kreuzers in Tsingtau.

Nach einer Bereisung des südlichen Stationsgebietes Anfang 1914, erhielt die Leipzig im Mai 1914 den Befehl, den Kleinen Kreuzer Nürnberg an der Westküste Mexikos abzulösen, wo man während der Revolution deutsche Bewohner schützen wollte. Über Honolulu erreichte sie am 7. Juli 1914 Mazatlán und löste die Nürnberg ab.

Kriegseinsatz

Gemäß ihrem Mobilmachungsplan sollte die Leipzig im Kriegsfall mit den übrigen Schiffen des Ostasiengeschwaders zusammentreffen. Am 2. August 1914 ging sie aus dem Hafen und gab 40 beherbergte Flüchtlinge an den amerikanischen Panzerkreuzer California ab. Die Leipzig ging in die abgelegene Magdalenen-Bucht an die Westküste von Niederkalifornien, wo die Nachricht vom Kriegsausbruch auch mit Großbritannien empfangen werden konnte. Der Kommandant suchte ohne Erfolg nach britischen Schiffen und lief am 17. August San Francisco an, um sich zu versorgen. Allerdings erhielt er wegen sehr enger Auslegung der Neutralitätsvorschriften nur 500 t Kohlen und entschied sich daher wieder an die mexikanische Küste zu gehen. Am 10. September gelang in Guaymas eine zufriedenstellende Versorgung u. a. mit 930 t Kohlen, die einen Marsch nach Süden sicherte. Vor den Galapagosinseln traf sie auf deutsche Schiffe (Amasis und Abessinia), die die Versorgung sicherten. Am 14. Oktober traf sie vor der Osterinsel auf das von Vizeadmiral Maximilian von Spee befehligte Kreuzergeschwader. Mit ihr stießen die Anubis, Amasis und Karnak der DDG Kosmos zum Geschwader.

Am 1. November nahm das Schiff an dem für die Kaiserliche Marine erfolgreichen Seegefecht bei Coronel teil. Die Leipzig beschoss die Glasgow, die je einmal am Heck und am Vorschiff und durch einen Blindgänger getroffen wurde. Die Treffer der deutschen 10,5-cm-Geschütze hinterließen jedoch nur unbedeutende Schäden. Als auch die Dresden und auch noch die Gneisenau die Glasgow unter Feuer nahmen, drehte John Luce, der Kapitän der Glasgow, ab, um sein Schiff zu erhalten. Erschwerend kam für ihn hinzu, dass die Dunkelheit ein Gefecht kaum zuließ, da die Deutschen seine Abschüsse zum Zielen nutzten. Die Glasgow hatte keinen Treffer auf den Kleinen Kreuzern erzielt.

Nach dem Gefecht versorgten sich die deutschen Schiffe für je 24 Stunden in Valparaíso. Scharnhorst, Gneisenau und Nürnberg liefen am 3./4. November den chilenischen Hafen an, die Leipzig dann noch am 13. November zusammen mit der Dresden, um Gerüchte über ihre Versenkungen zu widerlegen. Der Geschwaderchef versuchte in der günstigen Versorgungslage vor Chile möglichst viel Vorräte zu sammeln. Dadurch verzögerte sich der Weitermarsch in den Atlantik. Darüber hinaus entschloss sich Graf Spee den britischen Stützpunkt Port Stanley auf den Falklandinseln anzugreifen. Der Kommandant der Leipzig gehörte wie seine Kollegen von der Gneisenau und der Dresden zu den Gegnern dieses Angriffs. Er hätte gern selbstständig Kreuzerkrieg geführt.

Beim Angriff am 8. Dezember 1914 kam es zum Seegefecht bei den Falklandinseln mit dem am Vortag eingetroffenen weit überlegenen Verband des Admirals Frederik Doveton Sturdee mit zwei Schlachtkreuzern, drei Panzerkreuzern und zwei Leichten Kreuzern, in dessen Verlauf beinahe das gesamte Ostasiengeschwader vernichtet wurde. Der Kleine Kreuzer Leipzig sank um 21.23 Uhr nach schweren Angriffen der weit überlegenen bewaffneten britischen Kreuzer Cornwall und der Glasgow, dem Gegner von Coronel. Nur 18 Besatzungsmitglieder überlebten das Gefecht, 315 kamen um, darunter auch der Kommandant, Fregattenkapitän Haun. Von den deutschen Kreuzern entging nur die Dresden der Vernichtung.

Ein Augenzeuge des Untergangs berichtete 1917: »„Leipzig“ wird nach Abdrehung von „Glasgow“ und von „Cornwall“ zerschossen, erst Achter- dann Vorderdeck unter Feuer. 7 Uhr abends keinen Schuss Munition mehr. Von 320 Bes. kamen auf Befehl nur 100 zusammen zum Kaiserhoch und Nationalhymne - absingen. Viele über Bord gesprungen, erfroren, ertrunken. 9 Uhr geht das Schiff mit Kommandant unter.«

Kommandanten

April 1906 bis August 1906 Fregattenkapitän Franz Hipper

August 1906 bis August 1907 Korvettenkapitän Jaroslaw von Rothkirch und Panthen

3. August 1907 bis 23. November 1908 Korvettenkapitän / Fregattenkapitän Richard Engel

November 1908 bis Februar 1910 Korvettenkapitän / Fregattenkapitän Karl Heuser

Februar 1910 bis Mai 1911 Fregattenkapitän / Kapitän zur See Hermann Schröder

Mai 1911 bis März 1913 Fregattenkapitän / Kapitän zur See Friedrich Behncke

März 1913 bis 8. Dezember 1914 Fregattenkapitän Johannes Haun

Kulturelle Bedeutung

Neben einer Reihe von Postkarten, welche die Leipzig zum Motiv haben, existierte auch das seit 1916 als verschollen geltende Gemälde von Hans Bohrdt mit dem Titel Der letzte Mann, das den Untergang dieses Schiffes zum Thema haben soll. Es zeigt einen Seemann, der auf dem kaum noch aus dem Wasser ragenden Kiel des untergehenden Kreuzers kniet und dabei die Kriegsflagge der Kaiserlichen Marine nach oben hält. Das Motiv gilt – ebenso wie die Legende, es handele sich bei dem dargestellten Seemann um Fregattenkapitän Haun selbst – als für die damalige Zeit typische, heroische Verklärung. Es gibt jedoch Berichte, die den Sachverhalt als solchen stützen.

 

Das Seegefecht bei den Falklandinseln war eine Seeschlacht zwischen britischen und deutschen Kriegsschiffen während des Ersten Weltkrieges. Sie fand am 8. Dezember 1914 statt und endete mit einer vernichtenden Niederlage des deutschen Kreuzergeschwaders.

Der britische Flottenverband

Nach der Niederlage im Seegefecht bei Coronel am 1. November 1914 vor der chilenischen Küste war die Aufregung über die erste Niederlage eines britischen Geschwaders seit über 100 Jahren in der britischen Öffentlichkeit derart groß, dass der Marineminister und Erste Lord der Admiralität Winston Churchill und der neue Erste Seelord Admiral John Fisher die geeignetsten verfügbaren Schiffe zur Wiederherstellung des britischen Prestiges und zur Beruhigung der öffentlichen Meinung entsandten. Ein moderner Schlachtkreuzer (Princess Royal) wurde in die Karibik geschickt, um den im August 1914 eröffneten Panamakanal abzusichern. Ein weiterer Verband zweier etwas älterer, aber kohlensparender Schlachtkreuzer wurde in den Südatlantik entsandt, um das deutsche Kreuzergeschwader zu vernichten. Die Aussicht, die deutschen Schiffe aufzufinden, war an der Einfahrt in den Atlantik am größten, zumal die britischen Nachrichtendienste hier in allen Häfen sehr gut vertreten waren. Die britische Admiralität wusste allerdings nicht, wo sich die Schiffe des deutschen Kreuzergeschwaders befanden, nachdem sie Valparaíso am 13. November 1914 verlassen hatten.

Admiral Frederik Doveton Sturdee erreichte am 7. Dezember 1914 nur deswegen gerade noch rechtzeitig mit seinen Schlachtkreuzern HMS Inflexible und HMS Invincible (Hauptbewaffnung: je 8 Kanonen Kaliber 305 mm) Port Stanley auf den Falklandinseln, weil Graf Spee beim Kohlen aus dem Segler Drummuir vier Tage verloren hatte. Dort traf Sturdee sich mit einem Kreuzergeschwader unter Konteradmiral Stoddart. Dieses bestand aus den Panzerkreuzern HMS Carnarvon, HMS Cornwall und HMS Kent, den Leichten Kreuzern HMS Glasgow und HMS Bristol und dem Hilfskreuzer Macedonia.

Im Hafen von Port Stanley befand sich seit November 1914 das alte Linienschiff HMS Canopus, das mit seinen veralteten, an Feuerkraft im Einzelschuss überlegenen, an Anzahl, Reichweite und vor allem Feuergeschwindigkeit den 21 cm Geschützen des Grafen Spee aber unterlegenen, weiterhin feuerbereiten vier 30,5 cm Geschützen zur Sicherung des Hafens gegen einen feindlichen Angriff dienen sollte. Es war auf Grund gesetzt worden, weil sich die Briten der Gefahr, die vom Kreuzergeschwader ausging, nach der verlorenen Schlacht sehr wohl bewusst waren.

Das deutsche Geschwader

Admiral Spees Schiffe, die Panzerkreuzer Scharnhorst und Gneisenau sowie die Kleinen Kreuzer Nürnberg, Leipzig und Dresden, waren im Seegefecht bei Coronel am 1. November 1914 zwar fast unbeschädigt geblieben, seine Panzerkreuzer hatten allerdings 42 % ihrer 21-cm-Munition verschossen und keinen Ersatz.

Am 3. November trafen Scharnhorst, Gneisenau und Nürnberg zur Übernahme von Kohlen und Proviant in Valparaíso (Chile) ein. Die drei Kreuzer erhielten in dieser Zeit zahlreichen Besuch an Bord. Am 4. November verließen sie den Hafen, und der Hilfskreuzer Prinz Eitel Friedrich konnte einlaufen. Am 13. November bunkerten Dresden und Leipzig bei erneut großem Bevölkerungsauflauf in Valparaíso.

Am 21. November lief das Geschwader in die Bucht von St. Quentin im südlichen Chile auf etwa 47 Grad südlicher Breite ein zur Übernahme von Kohlen und Vorrat der Versorgungsschiffe. Mit 17.000 Tonnen Kohle verließen die fünf Kreuzer sowie die Trossschiffe Baden, Santa Isabell und Seydlitz am 26. November den Treffpunkt.

Bei stürmischem Wetter umfuhr man am 2. Dezember Kap Hoorn, wobei ein Teil der Kohle wieder über Bord geworfen werden musste und der hohe Kohleverbrauch aufgrund der schweren See Sorgen um das Ausreichen der Kohlevorräte aufkommen ließ. Da erbeutete die Leipzig das kanadische Vollschiff Drummuir. Im Laufe von drei Tagen übernahm man von der Prise 2.500 Tonnen Cardiff-Kohle und lud sie auf die deutschen Versorgungsschiffe um, bevor man das Schiff versenkte. Gerade dieser Zeitverlust sollte kurz danach verhängnisvolle Folgen haben.

Am 6. Dezember kam es zur vorentscheidenden Kommandantensitzung. Gegen die Bedenken mehrerer Kommandanten setzte Admiral Graf von Spee seinen Plan durch, in einem handstreichartigen Landeunternehmen auf das britische Port Stanley die dortige Telegrafenstation zu zerstören, die Kohlenvorräte zu übernehmen bzw. zu vernichten und den britischen Gouverneur gefangen zu nehmen.

Die Schlacht

Die gegenseitige Entdeckung

Am 8. Dezember morgens näherte sich das deutsche Geschwader Port Stanley, wo gerade am Vorabend die britischen Schlachtkreuzer eingelaufen waren und sofort mit der Kohleübernahme begonnen hatten. Gneisenau und Nürnberg bildeten mit den vorbereiteten Landungskorps an Bord die Spitze der deutschen Flotte. Dabei erkannte der Ausguck der Gneisenau nicht nur zahlreiche Kriegsschiffe im Hafen, sondern auch die charakteristischen Dreibeinmasten der britischen Schlachtkreuzer.

Ein Angriff auf die nahezu manövrierunfähigen – weil nicht unter ausreichend Dampf stehenden – britischen Schiffe wäre allerdings wohl nicht von vornherein aussichtslos gewesen. Als die beiden deutschen Kreuzer gegen 07:50 Uhr gemeldet wurden, waren die beiden Schlachtkreuzer noch immer mit der Kohlenübernahme beschäftigt. Die problematische Situation der Briten wurde von den Deutschen jedoch nicht erkannt. Sturdee ließ die Kohlenübernahme abbrechen und zum Ablegen klarmachen.

Die auf Bereitschaftswache liegende Kent lief um 08:45 Uhr aus dem Hafen aus, und die Canopus schoss um 09:20 Uhr mit maximaler Rohrerhöhung (Elevation) eine 30,5-cm-Salve gegen die deutschen Schiffe, doch ihre Schüsse lagen zu kurz. Gneisenau und Nürnberg machten sich zum Kampf gegen die auslaufende Kent bereit, doch da kam von der Scharnhorst der Befehl: „Gefecht abbrechen, mit voller Kraft Kurs Osten laufen.“

Die Verfolgung

Um 09:40 Uhr verließ die Glasgow den Hafen, und erst gegen zehn Uhr folgten die Schlachtkreuzer. Das deutsche Geschwader hatte zwar bis zum Auslaufen des britischen Verbandes rund 15 Seemeilen Vorsprung erreicht, doch um 10:30 Uhr entdeckte die vorpreschende Glasgow die Mastspitzen der deutschen Kreuzer. Die britischen Schiffe machten mehr Fahrt, die guten Sichtverhältnisse und die ruhige See an diesem Tag erlaubten es ihnen, die nach Osten laufenden deutschen Schiffe problemlos am Horizont zu erkennen und langsam einzuholen.

Gegen 11 Uhr konnte Sturdee, der anfangs mit der Höchstgeschwindigkeit der Schlachtkreuzer von 26,5 Knoten gelaufen war, auf 20 Knoten heruntergehen, so dass auch die langsameren Panzerkreuzer Kent, Cornwall und Carnarvon in etwa mithalten konnten. An der Spitze der in Kiellinie marschierenden Deutschen standen die beiden Panzerkreuzer, dann die Kleinen Kreuzer.

Als die Briten auf östlichem Parallelkurs immer näher kamen, drehte Spee nach Südosten und hatte den britischen Verband nun im Rücken. Um 12:55 Uhr ließ Sturdee bei einer Entfernung von etwa 5,5 Kilometern das Feuer auf das letzte deutsche Schiff, die Leipzig, eröffnen. Etwa 20 Minuten wurde das deutsche Schlussschiff durch die schwere Artillerie der beiden führenden britischen Schlachtkreuzer beschossen, ohne dass Treffer erzielt wurden.

Nachdem Graf Spee erkannt hatte, dass er im geschlossenen Verband nicht entkommen konnte, entließ er um 13:15 Uhr die Leipzig, und um 13:20 Uhr signalisierte er: „Kleine Kreuzer entlassen. Zu Entkommen versuchen!“ Damit teilte er sein Geschwader auf und stellte sich mit seinen Großen Kreuzern (Panzerkreuzern) Scharnhorst und Gneisenau (Hauptbewaffnung: je 8 21-cm-Geschütze) dem ungleichen Kampf, um so zumindest seinen Kleinen Kreuzern zur Flucht zu verhelfen. Sturdee reagierte jedoch sofort: Noch in Port Stanley hatte er bei einer Kommandantensitzung während des Hochfahrens der Kessel dieses Manöver einkalkuliert. Auf ein vereinbartes Signal begannen nun die Panzerkreuzer Kent und Cornwall und bald darauf auch die Glasgow mit der Verfolgung der Kleinen Kreuzer.

Britische Schlachtkreuzer und Panzerkreuzer Carnarvon gegen deutsche Panzerkreuzer

Dann drehte Spee mit seinen verbliebenen beiden Panzerkreuzern nach Nordosten, setzte sich damit quer zu den britischen Schiffen und eröffnete um 13:30 Uhr mit Breitseiten seinerseits das Feuer. Die deutschen Panzerkreuzer drängten so dicht an die britischen Schlachtkreuzer heran, dass sie auch ihre 15-cm-Geschütze einsetzen konnten. Schon mit der dritten 21-cm-Salve erzielte die Gneisenau einen Treffer auf der Invincible. Die beiden deutschen Kreuzer konzentrierten ihr Feuer auf die Invincible, die insgesamt 23 Treffer erhielt. Allerdings erwies sich vor allem die Mittelartillerie als wirkungslos gegen die starken Seitenpanzer.

Sturdees Schlachtkreuzer wichen wegen dieses Drucks nach Nordosten aus, bis sie außer Reichweite der deutschen Geschütze waren. Gegen 14 Uhr drehten daraufhin Spees Panzerkreuzer scharf nach Südwesten ab. Die britischen Schlachtkreuzer sowie die bei ihnen verbliebene Carnarvon holten sie ein und eröffneten gegen 14:50 Uhr erneut das Feuer auf die deutschen Schiffe. Spee drehte nach Osten, um in eine günstigere Position zu kommen, und erwiderte ab 14:55 Uhr das Feuer. Erneut musste Sturdee nach Nordosten drehen, um aus der Reichweite der deutschen Artillerie zu kommen.

Gegen 15 Uhr gelang es den Briten, entscheidende Treffer auf der Backbordseite der deutschen Panzerkreuzer zu erzielen, wodurch die Kasematten und die Geschütze zerstört wurden sowie hohe Verluste in der Besatzung eintraten. Um etwa 16 Uhr gab Spee von der brennenden Scharnhorst einen Winkspruch an die Gneisenau ab, in dem er sie entließ. Kurz zuvor hatte er noch einen weiteren Winkspruch an die Gneisenau abgegeben: „Admiral an Kommandant: Sie haben doch recht gehabt.“ Damit bezog er sich auf die Bedenken des Kommandanten Maerker, der sich gegen den Angriff auf Port Stanley ausgesprochen hatte.

Dann drehte die Scharnhorst mit starker Schlagseite nach Steuerbord per Notruder zu einem Torpedoangriff noch einmal auf den Gegner zu. Die Scharnhorst wurde um 16:17 Uhr mit der gesamten Besatzung, darunter Admiral Graf Spee, versenkt.

Die Gneisenau lief zu dieser Zeit noch 16 Knoten, und einer der beiden Geschütztürme war bereits zerstört. Um 16:45 Uhr erhielt sie einen schweren Treffer, der die Steuerbordseite des Vorschiffs zerstörte. Mit Notsteuerung hielt sie für einen möglichen Torpedoangriff auf die drei britischen Kriegsschiffe zu, aber um 17:15 Uhr detonierten drei weitere Granaten, die den Kreuzer völlig verwüsteten. Gegen 17:30 Uhr war die Geschwindigkeit auf 5 Knoten gesunken. Die Gneisenau wurde um 17:30 Uhr, nachdem die Munition verschossen war, von der eigenen Besatzung aufgegeben und durch Öffnen der Flutventile selbst versenkt. Ein großer Teil der Seeleute auf der Gneisenau war bereits im Gefecht getötet worden, und viele der Schiffbrüchigen verließen im kalten Wasser schnell die Kräfte, und sie ertranken. Nur 187 Mann konnten durch die britischen Schiffe gerettet werden.

Britische Panzerkreuzer und Leichter Kreuzer Glasgow gegen deutsche Kleine Kreuzer

Während der Kampf der schweren Schiffe aufgrund der großen britischen Überlegenheit an Geschwindigkeit und Artillerie von vornherein ungleich war, schienen die deutschen Kleinen Kreuzer durchaus Aussicht auf ein Entkommen zu haben. Sie hatten etwa ein Dutzend Seemeilen Vorsprung vor den britischen Panzerkreuzern, und die Höchstgeschwindigkeit war ungefähr dieselbe.

Doch die schnelle Glasgow kam an das deutsche Schlussschiff Leipzig heran, worauf sich die beiden Kleinen Kreuzer ein Artillerieduell lieferten. Daraufhin trennten sich die drei deutschen Kreuzer um etwa 14:30 Uhr.

Nürnberg gegen Kent

Die Nürnberg lief nach Südosten, gefolgt von der Kent. Da sie in ihrer Geschwindigkeit durch den schlechten Zustand der Maschinenanlage und Kessel behindert war, konnte die Kent nach dreieinhalb Stunden herankommen. Nach vierzig Minuten Beschuss wendete Kapitän Karl von Schönberg den Kreuzer nach Backbord, um das schwer beschädigte Achterschiff zu entlasten und eigene Breitseiten abzuschießen.

In dem folgenden Kampf erhielt die Kent 40 wirkungslose Treffer durch die 10,5-cm-Geschütze der Nürnberg. Die Kent drehte ab und schoss mit ihren 6-Zoll-Geschützen die Nürnberg zusammen, bis alle Geschütze ausgefallen waren. Um 18:30 Uhr gab Kapitän von Schönberg den Befehl zur Sprengung, worauf noch mit den entsprechenden Vorbereitungen begonnen wurde. Nachdem er um 18:35 Uhr schwer beschädigt stoppen musste, jedoch nicht die Flagge strich, wurde der Kleine Kreuzer Nürnberg vom Panzerkreuzer Kent aus kurzer Distanz beschossen, bis er um 19:27 Uhr schließlich unterging. Beim Untergang der Nürnberg beobachteten die britischen Seeleute einige deutsche Matrosen, die an einem Bootshaken, auf dem Achterdeck ihres sinkenden Kreuzers stehend, eine Seekriegsflagge schwenkten. 18 Mann der Nürnberg-Besatzung wurden nach britischen Angaben aus dem Wasser gezogen, jedoch erlagen fünf dieser Männer kurz darauf ihren schweren Verletzungen.

Leipzig gegen Cornwall und Glasgow

Die Leipzig steuerte nach Süden und wurde zunächst von der Glasgow eingeholt, die aber nach heftigem Abwehrfeuer von ihr vorläufig abließ. Kurz vor 14:40 Uhr war dann der Panzerkreuzer Cornwall herangekommen und geriet vorübergehend auch unter den Beschuss der Leipzig. Obwohl die Leipzig immer mehr Treffer erhielt, brannte und immer langsamer wurde, feuerte sie unentwegt zurück und konnte mit ihren 10,5-cm-Geschützen allein auf der Cornwall achtzehn, allerdings wirkungslose, Treffer erzielen.

Der Kampf zog sich bis gegen 19 Uhr hin. Nachdem die gesamte Munition der Leipzig verschossen war, wurden erfolglos Torpedos auf die Gegner abgeschossen. Um 19:17 Uhr gab Kommandant Haun den Befehl zur Sprengung, um 19:20 Uhr zum Verlassen des Schiffes. Gegen 19:50 Uhr wurde die Leipzig noch einmal beschossen. Um 21:23 Uhr sank schließlich der Kleine Kreuzer Leipzig durch Beschuss der Kreuzer Cornwall und Glasgow. Lediglich 18 Seeleute der Leipzig wurden gerettet.

Folgen

Der Leichte Kreuzer HMS Bristol und der Hilfskreuzer Macedonia fingen derweil die Kohlendampfer Baden und Santa Isabell ab und versenkten sie, nachdem die Besatzungen die Schiffe verlassen hatten. Lediglich das Lazarettschiff Seydlitz entkam in die Internierung nach Argentinien.

Der Kleine Kreuzer Dresden konnte zwar entkommen, wurde jedoch drei Monate später bei den Juan-Fernández-Inseln von den Briten gestellt. Die Dresden hatte sich in eine Bucht der Robinson-Crusoe-Insel geflüchtet und befand sich damit in neutralen chilenischen Gewässern. Wegen ihrer beschädigten Maschinen und der immer schwieriger gewordenen Versorgungslage, insbesondere mit Kohle, wollte der Kommandant das Schiff in Chile internieren lassen. Britische Kriegsschiffe drangen unter Verletzung des Seekriegsrechts in das chilenische Hoheitsgebiet ein und eröffneten das Feuer. Eine Verhandlungspause nutzte der Kommandant, um das Schiff zur Selbstversenkung vorzubereiten und die Besatzung an Land zu retten. Das Schiff wurde versenkt und die Besatzung in Chile interniert. Aus der Gefangenschaft entkam der deutsche Verhandlungsführer bei den Briten Wilhelm Canaris und gelangte nach einer abenteuerlichen Flucht über Argentinien nach Hamburg. Ein Teil der Besatzung blieb nach dem Krieg auf der chilenischen Insel, einige Gräber sind heute noch zu sehen. Die übrigen kehrten 1919 nach Deutschland zurück.

Die Briten verloren kein Schiff und hatten nur geringfügige Beschädigungen zu verzeichnen. Es wurden zehn britische Seeleute während der Schlacht getötet und 19 weitere verwundet. Während des Gefechts verschossen die beiden britischen Schlachtkreuzer die erhebliche Menge von knapp 1200 305-mm-Granaten auf die deutschen Panzerkreuzer, was Rückschlüsse auf die Ausbildung der Bedienungen und die Qualität der Granaten zulässt. Konsequenzen zog die Royal Navy aus diesem Umstand aber erst nach der Skagerrakschlacht anderthalb Jahre später.

Wegen dieser erheblichen Verluste endete ein wesentlicher Teil des deutschen Kreuzerkriegs in Übersee.

 

Die Kaiserliche Marine entstand nach der Reichsgründung 1871 aus der Marine des Norddeutschen Bundes. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bezeichnet die Marine des Reichs meist als Kriegsmarine, an einer Stelle aber auch als Kaiserliche Marine. Für den Marinegebrauch wurde letztere Bezeichnung am 1. Februar 1872 eingeführt. Sie bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918.

Den Schiffsnamen der Kaiserlichen Marine wurde – vergleichbar der Tradition in der britischen Marine (HMS = His/Her Majesty's Ship) – das Kürzel S.M.S. (für "Seiner Majestät Schiff") vorangestellt.

1871 bis 1890

1. Februar 1872 wurden deren bisherige Marinebehörden zur Kaiserlichen Admiralität zusammengefasst, deren erster Chef General der Infanterie Albrecht von Stosch wurde. Den Oberbefehl hatte der Kaiser inne.

Anfangs bestand die Hauptaufgabe im Küstenschutz und im Schutz der deutschen Seehandelswege, obwohl schon bald erste Auslandsstationen gegründet wurden. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts beteiligte sich die Kaiserliche Marine an der Gewinnung von Kolonien in Afrika, Asien und Ozeanien. Kiel an der Ostsee und Wilhelmshaven an der Nordsee waren gemäß der Reichsverfassung Reichskriegshäfen.

Zu den Aufgaben der Marine gehörte auch die allgemeine Repräsentanz des Reichs im Ausland und vor allem in Übersee. Bereits die Preußische Marine hatte, wie in der damaligen Zeit üblich, Auslandskreuzer eingesetzt, die die diplomatische Interessenvertretung Preußens und später des Reichs insbesondere gegenüber kleineren Staaten zu unterstützen hatten. Ein besonderes Beispiel für diese Form der Zusammenarbeit von Diplomatie und Marine, der klassischen Kanonenbootdiplomatie, war die sogenannte Eisenstuck-Affäre in Nicaragua 1876-1878.

1890 bis 1914

Unter dem flottenbegeisterten Kaiser Wilhelm II. (1888 - 1918) gewann die Marine an Bedeutung, und eine große maritime Rüstungsindustrie entstand. Der Kaiser-Wilhelm-Kanal wurde 1895 fertiggestellt und erlaubte eine schnelle Verlegung der Seestreitkräfte zwischen Nord- und Ostsee.

Ab 1889 änderte sich die Führungsstruktur. Marinekabinett, Oberkommando der Marine und Reichsmarineamt (von 1897-1916 war Großadmiral (seit 1911) Alfred von Tirpitz dessen Staatssekretär) entstanden. 1898 beschloss der Reichstag ein neues Flottengesetz, welches den weiteren Ausbau festlegte. Das Oberkommando wurde 1899 durch den Generalstab abgelöst, und der Kaiser übernahm erneut den Oberbefehl. Tirpitz gelang es mit Hilfe seines "Nachrichtenbüros" und des Deutschen Flottenvereins, durch geschickte Propaganda im Deutschen Reich eine große Begeisterung für die Flotte zu erzeugen.

Die Flottenrüstung war, wie auch in den anderen Marinen der damaligen Zeit, von einer schnellen technischen Entwicklung gekennzeichnet. Nacheinander wurden neue Waffensysteme eingeführt, wie die Seemine, der Torpedo, das U-Boot und die Marineflieger mit Flugzeugen und Luftschiffen. Obwohl alle diese Entwicklungen bereits mit einfachen Modellen im amerikanischen Bürgerkrieg zum Einsatz gekommen waren, war ihre Bedeutung für künftige Seekriege zunächst kaum erkannt worden.

Eine Veränderung der Doktrin zu Verteidigungskrieg und Seeschlacht mündete mit dem Aufbau der Hochseeflotte in einem Wettrüsten mit England. Die aus dem deutsch-englischen Gegensatz entstandene Isolierung des Deutschen Reichs hatte entscheidenden Einfluss auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Eines der wesentlichen Probleme der Kaiserlichen Marine war bis gegen Ende des Ersten Weltkriegs die mangelhafte interne Koordination. Da der Kaiser selber den Oberbefehl ausübte, fehlte es an der Koordination zwischen den diversen direkt unterstellten Marinedienststellen mit direktem Vorspracherecht beim Kaiser, den sogenannten Immediatstellen, von denen es zeitweise bis zu acht gab. Dazu gehörten der Staatssekretär des Reichsmarineamts, der Chef der Hochseeflotte, die Chefs der Marinestationen.

Organisatorisch bildete die Hochseeflotte ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts den Kern der Kaiserlichen Marine. Daneben gab es das Ostasiengeschwader, die Mittelmeer-Division und diverse Landdienststellen, wie etwa die Marinestationen der Nordsee und der Ostsee.

Hochseeflotte

Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es allgemein üblich, Flotten nur in den Sommermonaten aktiv zu halten, während im Winter die meisten Schiffe aufgelegt wurden. Nach der Aktivierung im Frühjahr bedurfte es großer Übungen, um die Schiffe einsatzfähig zu machen. Zu diesem Zweck wurde in der Kaiserlichen Marine alljährlich die so genannte Übungsflotte zusammengezogen, an deren Spitze ein Admiral als Flottenchef stand. Um 1900 wurde die Übungsflotte zunächst in Schlachtflotte und 1906 in Hochseeflotte umbenannt. Ihr erster Chef war der Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich. Die Hochseeflotte bildete den Kern der Kaiserlichen Marine.

Bei Kriegsausbruch im August 1914 betrug ihre Stärke:

14 Schlachtschiffe

22 Linienschiffe

8 Küstenpanzerschiffe

5 Große Kreuzer (Schlachtkreuzer)

7 Große Kreuzer (Panzerkreuzer)

12 Kleine Kreuzer

89 Torpedoboote (im Flottendienst)

19 U-Boote

Die Schlachtschiffe, Linienschiffe und Küstenpanzerschiffe bildeten zu dieser Zeit sechs Geschwader, die Kreuzer bildeten fünf Aufklärungsgruppen, die Flottentorpedoboote waren in acht, die U-Boote in zwei Flottillen eingeteilt.

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Einheiten gehörten zur Hochseeflotte vier Hafenflottillen mit Kleinen Kreuzern und Torpedobooten.

Die Chefs der Hochseeflotte im Ersten Weltkrieg waren:

1914 - 1915 Admiral Friedrich von Ingenohl

1915 - 1916 Admiral Hugo von Pohl

1916 - 1917 Admiral Reinhard Scheer

1917 - 1918 Admiral Franz Ritter von Hipper

Ostasiengeschwader

Das Ostasiengeschwader ging 1897 aus dem vormaligen Kreuzergeschwader hervor. Es war ein selbständiger Verband, der die Aufgabe hatte, deutsche Interessen im asiatisch-pazifischen Raum zu unterstützen. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs versuchte das Geschwader, unter Vizeadmiral Graf Spee, rund um Südamerika nach Deutschland durchzubrechen, wurde aber bei den Falklandinseln durch überlegene britische Kräfte gestellt und vernichtet.

Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg offenbarte schnell die konzeptionellen Fehler der deutschen Flottenrüstung. Großbritannien verhängte eine Fernblockade gegen das Deutsche Reich und hielt seine Schlachtflotte außerhalb der Reichweite der Hochseeflotte. Die Seeschlachten des Ersten Weltkriegs (u.a. Gefecht auf der Doggerbank, Skagerrakschlacht) hatten deshalb für den Gesamtverlauf keine entscheidende Bedeutung.

Zum Kriegsende sollte die Kaiserliche Marine gemäß einem Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918 zu einer letzten großen Schlacht ("ehrenvoller Untergang") gegen die Royal Navy antreten. Das wurde durch den Matrosenaufstand verhindert. Dieser mündete in die Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs bedeutete.

Die Verluste an Menschenleben im Seekrieg werden für das Deutsche Reich mit 1.569 Offizieren, 8.067 Deck- und Unteroffizieren und 25.197 Mannschaften angegeben. An sie erinnert das 1936 am 20. Jahrestag der Skagerrakschlacht eingeweihte Marineehrenmal in Laboe bei Kiel.

Selbstversenkung der Hochseeflotte

Nach Ende der Kampfhandlungen wurde die Hochseeflotte gemäß den Waffenstillstandsbestimmungen im schottischen Scapa Flow interniert. Die Schiffe waren entwaffnet worden und nur mit Notbesatzungen besetzt. Als im Sommer 1919 die Bedingungen des Versailler Vertrages und die damit verbundene Ablieferung großer Teile der Flotte an die Siegermächte bekannt wurde, ließ Konteradmiral Ludwig von Reuter die unter seinem Kommando befindliche Hochseeflotte am 21. Juni 1919 versenken. Damit war der Kern der Kaiserlichen Marine zerstört.

Mit der Selbstversenkung hatte die Marine zwar einen Teil des im Krieg und insbesondere während der Revolution verlorenen Ansehens zurückgewonnen, jedoch waren harte Konsequenzen zu tragen. Die Alliierten verlangten nicht nur die Übergabe anderer, zum Teil recht moderner Schiffe, die für die neue Reichsmarine hätten den Grundstock bilden sollen, sondern auch den größten Teil der noch bestehenden deutschen Handelsflotte.

Die durch die Versenkung unbrauchbar gewordenen Schiffe hatten noch einen großen Schrottwert. Außerdem blockierten sie die besten Ankerplätze in der Bucht von Scapa Flow. Deshalb wurden sie bis zum Zweiten Weltkrieg zum größten Teil gehoben und verschrottet. Bis heute wird jedoch gelegentlich hochwertiger Stahl aus den Wracks für medizinische Geräte geborgen. Dieser Stahl ist deswegen wertvoll, weil er nicht atmosphärischer Strahlung während der Zeit der oberirdischen Nukleartests ausgesetzt war und sich deshalb gut zum Bau von derartigen Messgeräten eignet.

Bilanz

Hatte die Marine in den Einigungskriegen von 1866 und 1871 noch keine praktische Rolle gespielt, so wurde sie in den Folgejahren mit Augenmaß und den Bedürfnissen des Reichs entsprechend aufgebaut. Nach Bismarcks Entlassung 1890 begann unter Kaiser Wilhelm II. und Tirpitz das große Flottenwettrüsten, das eine der wesentlichen, jedoch nicht die einzige Ursache des Ersten Weltkriegs war. Es war ein Element einer verfehlten Bündnis- und Rüstungspolitik.

Im Ersten Weltkrieg zeigte sich, dass die Hochseeflotte falsch konzipiert und schlecht geführt war. Sie konnte nicht entscheidend zum Kriegsausgang beitragen, und der Unmut ihrer Soldaten entlud sich in Meutereien, die wesentlich zum Ende der Monarchie beigetragen haben.

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