Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage.
Eine ständige Verbindung zur Stadt der Reichsparteitage vermittelt die Zeitschrift „Nürnberger Schau“.
Großformatiger, originaler Reklamedruck von 1940.
Auf braunem Karton montiert.
Abgebildet oben die Kaiserburg, darunter der Reichsadler von Kurt Schmidt-Ehmen, unten die Haupttribüne des Zeppelinfeldes.
Größe 280 x 395 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.
Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!
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Kurt Schmid-Ehmen (* 23. Oktober 1901 in Torgau; † 14. Juli 1968 in Starnberg) war ein deutscher Bildhauer.
Er gilt als Schöpfer des Reichsadlers und NS-Hoheitszeichens. Er studierte an der Leipziger Akademie bei Adolf Lehnert und Münchner Akademie, war Meisterschüler Bernhard Bleekers und machte zunächst mit zahlreichen Büsten, darunter eine des berühmten Pianisten Josef Pembaur, dem Lehrer der Konzertpianistin Hetty Haelssig (spätere Schmid-Ehmen), auf sich aufmerksam. Sein Eintritt in die NSDAP Anfang der 1930er Jahre und seine Bekanntschaft zu dem Architekten Paul Ludwig Troost verschafften ihm erste Aufträge und die persönliche Bekanntschaft mit Adolf Hitler. So gestaltete er das Ehrenmal für die Gefallenen des 9. Novembers 1923 in der Feldherrnhalle oder die Adler an den Parteibauten in München, auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder das Adlerrelief für das Rauchzimmer in der Neuen Reichskanzlei. Den mit neun Metern Höhe größten Bronzeadler fertigte Schmid-Ehmen für den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1937 in Paris und erhielt hierfür den Grand Prix de la Republique Française. Seit 1936 gehörte er dem Präsidialrat der Reichskammer der bildenden Künste an, am 30. Januar 1937 ernannte ihn Adolf Hitler zum Professor. 1938 kaufte Hitler seine Speerträgerin. 1939 war Schmid-Ehmen auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst mit der Bronzeskulptur Weibliche Figur vertreten.[1] Bei der Ausstellung Deutsche Künstler und die SS 1944 in Salzburg wurde von ihm das Werk „Mädchen mit Zweig“ ausgestellt.
Schmid-Ehmen war seit 1948 an seinem neuen Wohnsitz Starnberg wieder künstlerisch tätig und schuf Porträts, Grabmäler und figürliche Werke. Zu seinen Spätwerken zählen eine Trauernde 1961, ein Mutterbrunnen als Auftragswerk für ein Altersheim in Schweinfurt, sowie ein monumentaler Phönix mit 3,50 m Flügelspannweite und einer Höhe von 2,10 m, den er als gussfertiges Gipsmodell zwei Monate vor seinem Tod im Jahr 1968 vollendete. Der Bronzeguss erfolgte 1990 unter Aufsicht seiner Witwe.
Der Begriff Reichsparteitag wird heute allgemein auf die Reichsparteitage der NSDAP bezogen, die von 1923 bis 1938 in Deutschland stattfanden und besonders ab 1933, in der Zeit des Nationalsozialismus, große Propagandaveranstaltungen der Staatsführung um Adolf Hitler bildeten.
Geschichte
Die ersten Reichsparteitage der NSDAP fanden 1923 (27. bis 29. Januar) in München und 1926 (3. bis 4. Juli) in Weimar statt. 1928 wurde der Reichsparteitag aus Mangel an finanziellen Mitteln abgesagt. Zwei weitere wurden 1927 (19. bis 21. August) und 1929 (1. bis 4. August) in Nürnberg abgehalten. Nürnberg wurde zunächst aus pragmatischen Gründen als Veranstaltungsort gewählt. Nürnberg lag zentral im Deutschen Reich und besaß mit dem Luitpoldhain eine für Großveranstaltungen geeignete Versammlungsstätte. Auch konnte die NSDAP bei der Organisation auf die in Franken gut organisierte Partei unter Gauleiter Julius Streicher zurückgreifen. Die Nürnberger Polizei stand der Veranstaltung wohlwollend gegenüber. Später wurde der Veranstaltungsort gerechtfertigt, indem die Reichsparteitage in die Tradition der Nürnberger Reichstage des mittelalterlich-kaiserlichen Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gestellt wurden.
Nach 1933 wurden sie als Reichsparteitage des Deutschen Volkes jeweils in der ersten Septemberhälfte in Nürnberg durchgeführt und dauerten in der Regel acht Tage lang. Nach der NSDAP-Ideologie sollte dabei die Verbundenheit von Führung und Volk bekundet werden. Das wurde zum Ausdruck gebracht durch eine jährlich wachsende Zahl von zuletzt mehr als einer halben Million Teilnehmern und Besuchern aus allen Gliederungen der Partei, der Wehrmacht und des Staatsapparates. Seit 1933 wurde jeder Parteitag unter einen programmatischen Titel gestellt, der sich auf bestimmte Ereignisse bezog:
30. August – 3. September 1933: Der Titel Reichsparteitag des Sieges nimmt Bezug auf die Machtergreifung und den Sieg über die Weimarer Republik (eigentlich: Kongreß des Sieges).
5. – 10. September 1934: Dieser Parteitag hatte zunächst kein Motto. Nachträglich wurde er Reichsparteitag der Einheit und Stärke, Reichsparteitag der Macht oder, unter Bezugnahme auf den Riefenstahl-Film Triumph des Willens, Reichsparteitag des Willens genannt (es gab auch die gleiche Bezeichnung für den Reichsparteitag, also Triumph des Willens).
10. – 16. September 1935: Reichsparteitag der Freiheit: Mit Freiheit war die wiedereingeführte allgemeine Wehrpflicht und damit einhergehende 'Befreiung' vom Versailler Vertrag gemeint.
8. – 14. September 1936: Reichsparteitag der Ehre: Durch die Rheinlandbesetzung wurde in den Augen der NSDAP-Führung die deutsche Ehre wiederhergestellt.
6. – 13. September 1937: Beim Reichsparteitag der Arbeit wurde Bezug genommen auf die Verringerung der Arbeitslosigkeit seit der Machtübernahme.
5. – 12. September 1938: Wegen des Anschlusses Österreichs an Deutschland wurde diese Veranstaltung Reichsparteitag Großdeutschland genannt.
2. – 11. September 1939: Der Name Reichsparteitag des Friedens sollte der Bevölkerung und dem Ausland den Friedenswillen Deutschlands dokumentieren. Er sollte am 2. September starten, wurde aber ohne Angabe von Gründen schon Ende August abgesagt. Am 1. September begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg.
Ablauf
Wichtigster Inhalt der Reichsparteitage war die fast religiös anmutende Ausrichtung auf Adolf Hitler. Er stand als von der Vorsehung gesandter nationaler Erlöser und Führer großen Menschenmengen gegenüber, die seine Reden hörten, ihm Eide schworen und an ihm vorbei marschierten. Als Sinnbild für die Volksgemeinschaft sollten sie die Stärke des deutschen Volkes demonstrieren. Die Besucher der Reichsparteitage ordneten sich freiwillig der Disziplin und Ordnung unter und sollten unter einem gemeinsamen Willen als "neues Volk" wieder auferstehen.
Wichtiger Bestandteil der Reichsparteitage waren auch zahlreiche Aufmärsche und Paraden aller Organisationen des NSDAP-Staates (Wehrmacht, SA, SS, Hitler-Jugend, Reichsarbeitsdienst, Bund Deutscher Mädel, u. a.) und die Verkündung von wichtigen Eckpunkten der nationalsozialistischen Ideologie. So wurden während des Reichsparteitages 1935 die Nürnberger Rassengesetze „zum Schutz des deutschen Blutes“ verkündet. Aber die Machtdemonstration der NSDAP-Verbände sollte sich nicht nur auf das Reichsparteitagsgelände abseits der Innenstadt beschränken. Die Vorbeimärsche der verschiedenen Formationen vor dem "Führer" auf dem im Herzen der Altstadt gelegenen Hauptmarkt - seit April 1933: Adolf-Hitler-Platz - verbanden das Parteitagsgeschehen eng mit der Stadt. Zahlreiche, nicht selten begeisterte Zuschauer säumten die Strecke der Marschierenden quer durch die Innenstadt. Auf dem Paradeplatz selbst wurden eigens Holztribünen aufgebaut. Die langen Züge der Massen durch die fahnengeschmückte historische Kulisse Nürnbergs stellten die gewünschte Verbindung her zwischen der ehemaligen "Stadt der Reichstage" und der "Stadt der Reichsparteitage". Die Partei ohne lange Geschichte bemächtigte sich der Vergangenheit des traditionsreichen Gemeinwesens.
Bei jedem Parteitag kam es auch zu nicht geplanten Ausartungen in der Nürnberger Innenstadt, da sich die hunderttausende Parteimitglieder nicht an den strengen, von der Parteiführung geplanten Ablauf binden ließen.
Zwischen 1935 und 1938 gehörte auch eine Festaufführung von Richard Wagners Meistersingern am Abend des Eröffnungstages mit zum Programm. Hitler war ein großer Bewunderer Richard Wagners und die Oper galt als Ausdruck der heroisch-deutschen Weltanschauung.
Reichsparteitagsgelände
Mit dem Ausbau des Parteitagsgeländes 1935 erhielt Nürnberg den Beinamen Stadt der Reichsparteitage, mit dem auch symbolhaft der Machtanspruch der Partei dargestellt werden sollte. Der Titel wurde zwar bereits zum Auftakt des Parteitages 1933 von Hitler proklamiert, jedoch mit einem ministeriellen Erlass erst 1936 offiziell. Das Gesamtkonzept für das 11 km2 große Reichsparteitagsgelände entwickelte Albert Speer von 1934 bis 1936, und ab 1935 wurde unter großem Zeitdruck begonnen, die Pläne zu verwirklichen, aber das Gelände wurde niemals ganz fertiggestellt. Mit der Luitpoldarena entstand der damals größte Aufmarschplatz der Welt für die SA und SS für 150.000 Teilnehmer, die Kongresshalle für 50.000 Besucher (nicht fertiggestellt), die seit 2001 das Dokumentationszentrum der Stadt Nürnberg beherbergt, das Zeppelinfeld – für 250.000 Teilnehmer und 70.000 Zuschauer gedacht – sowie eine große Fläche als Teilnehmerlager wurden fertiggestellt. Das Märzfeld mit Tribünen für 500.000 Zuschauer wurde nur zur Hälfte fertiggestellt. Das Deutsche Stadion für 400.000 Zuschauer geplant als größtes Sportstadion der Welt verblieb weitestgehend im Planungsstadium, lediglich ein Grundstein wurde gelegt und der Aushub wurde fertiggestellt. Der heutige Silbersee und Silberbuck (eine Halde aus Müll und Kriegstrümmern der ganzen Stadt) liegen auf dem Gelände und füllen die Baugrube. Die Steinausbauten der Luitpoldarena – wie Sie z. B. im Film Triumph des Willens von Leni Riefenstahl zu sehen sind – wurden bis auf die Ehrenhalle nach dem Krieg wieder abgerissen und renaturiert um die Umnutzung als städtische Grünfläche zu Naherholungszwecken zu ermöglichen. Die Flächen des Reichsparteitagsgeländes dienen auch heute verschiedensten Veranstaltungen.
Die Anlage sollte nach innen und nach außen den Machtanspruch des Regimes demonstrieren. Die Bauten sollten den Besuchern das Gefühl geben, an etwas sehr Großem teilzuhaben, aber gleichzeitig klein und unbedeutend zu sein. Sie unterstützten den Führermythos und sollten durch das Gemeinschaftsgefühl die Volksgemeinschaft stärken. Mit dem nächtlichen Einsatz von Flakscheinwerfern als Lichtdom (Erläuterungen mit zahlreichen Abbildungen (PDF) sollte die sakrale Atmosphäre der Veranstaltungen unterstrichen werden. Albert Speer war auch größtenteils für die Choreographie und den Lichtdom verantwortlich.
Propagandafilme
Über die Reichsparteitage von 1933 und 1934 drehte Leni Riefenstahl jeweils einen Propaganda-Dokumentarfilm. In Anlehnung an das Motto des Parteitages nannte sie den ersten Film Der Sieg des Glaubens. Dieser wurde jedoch nach dem Röhm-Putsch wieder aus dem Verkehr gezogen.
Die Propagandaveranstaltung von 1934 wurde von ihr mit 16 Kamerateams und über 100 Mitarbeitern zum Film Triumph des Willens verarbeitet. Für die wirkungs- und kraftvollen Bilder erhielt sie den Deutschen Filmpreis und die Goldmedaille in Venedig. Nach dem Krieg wurde die Aufführung des Films wegen Verherrlichung des Nazi-Regimes in Deutschland verboten. Die Ausstrahlung ist nur in staatlichen Museen mit einem Hintergrundkommentar erlaubt. Der Film wird unter anderem gelegentlich im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände kommentiert vorgeführt.
Ein weiterer Propagandafilm, der die Reichsparteitags-Thematik behandelt, ist Der Marsch zum Führer aus dem Jahr 1940.