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Foto Lettow-Vorbeck Deutsch-Ostafrika Schutztruppe 1917 Auction number: 0006929814 
End of auction: 07/24/26  at  10:13 AM a o clock    2 d. 2 h. 44 min. 25 sec.  
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DESCRIPTION

Oberst v. Lettow-Vorbeck.

Kommandeur der heldenmütigen Verteidiger von Deutsch-Ostafrika.

 

Originaler Fotodruck von 1917.

Nach einer Originalaufnahme von Hofphotograph Hermann Noack, Berlin.

 

Auf grünem Karton montiert.

Mit eingeprägtem Adelswappen am unteren Rand.

 

Größe 190 x 280 mm.

 

Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sehr guter Zustand.

 

Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% guarantee of authenticity - not a reproduction, not a reprint!

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Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft  - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!!

 

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Verkaufs- und Lieferungsbedingungen
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100% Originalitätsgarantie auf alle angebotenen Gegenstände. Reproduktionen, sofern angeboten, werden von mir als solche unmißverständlich benannt.

Bücher und Alben sind, wenn nicht ausdrücklich erwähnt, nicht auf Vollständigkeit geprüft. Normale Alters- und Gebrauchsspuren, Unterstreichungen usw. werden nicht erwähnt, sind aber im Preis berücksichtigt.

 

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Hermann Noack, deutscher Fotograf der Kaiserzeit.

Er war Hofphotograph Ihrer Majestät der Königin von Preußen und betrieb von 1870 bis ca. 1907 in Berlin ein Fotoatelier (Unter den Linden 45).

 

Paul Emil von Lettow-Vorbeck (* 20. März 1870 in Saarlouis; † 9. März 1964 in Hamburg) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie sowie Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika im Ersten Weltkrieg und Schriftsteller. Er stammt aus dem pommerschen Adelsgeschlecht von Lettow-Vorbeck.

Leben

Militärische Laufbahn

Lettow-Vorbeck trat am 7. Februar 1888 als Portepee-Fähnrich in das 4. Garde-Regiment zu Fuß ein, wurde 1889 Sekondeleutnant, 1895 Premierleutnant und 1901 Hauptmann. 1900/01 nahm er an der Zerschlagung der Boxerbewegung in China teil. In der Kolonie Deutsch-Südwestafrika nahm er zwischen 1904 und 1906 als Adjutant bei Generalstabschef Martin Chales de Beaulieu und als Kompaniechef an der Niederschlagung des Aufstands der Herero teil. Bereits im Herbst 1906 kehrte er allerdings wieder nach Deutschland zurück und wurde zum Großen Generalstab kommandiert. 1907 wurde er unter Beförderung zum überzähligen Major zum Adjutanten des Generalkommandos des 11. Armeekorps ernannt. Im März 1909 wurde er Kommandeur des II. Seebataillons in Wilhelmshaven. Als Oberstleutnant wurde er unter dem 18. Oktober 1913 zum Kommandeur der kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun ernannt. Ehe er sein Kommando dort antreten konnte, erfolgte bereits die Kommandierung zur Vertretung des Kommandeurs der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, der er seit 13. April 1914 auch formell als Kommandeur vorstand.

Kriegseinsatz in Deutsch-Ostafrika

Im Ersten Weltkrieg gelang es ihm mit der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, dieses bis 1916 erfolgreich gegen die Briten zu behaupten, wobei er in der Schlacht bei Tanga einen Landungsversuch zahlenmäßig überlegener Kräfte der Angloindischen Armee zurückschlug. Nachdem sowohl die Briten in Kenia wie auch Belgier im Kongo ihre Kräfte verstärkt hatten und ab Januar 1916 zur Großoffensive übergingen, musste sich die Schutztruppe schrittweise zurückziehen und war ab Ende 1916 in den Süden der Kolonie abgedrängt.

Lettow ging zu Guerilla-Taktiken über und manövrierte die alliierten Verbände durch Schnelligkeit und enorme Marschleistungen immer wieder aus. Im November 1917 zogen sich die Reste der deutschen Kolonialtruppen aus Deutsch-Ostafrika nach Mosambik (damals Portugiesisch-Ostafrika) zurück und führten dort ihren Buschkrieg fort. Dabei banden sie weiterhin erhebliche britische und vor allem südafrikanische Truppen, denen es nie gelang, die Schutztruppe entscheidend zu stellen. Sein Hauptgegner war lange Zeit der südafrikanische General Jan Christiaan Smuts, später ein lebenslanger Freund. Mitte 1918 kehrte Lettow-Vorbeck angesichts britischer Verstärkungen in Mosambik wieder nach Norden um und marschierte überraschend zurück nach Deutsch-Ostafrika. Er gelangte durch den Süden des Landes bis nach Nordrhodesien. Dort erfuhr er bei Kasama vom Waffenstillstand in Europa; hier wurde später ein Denkmal errichtet.

Bei seinen weißen Offizieren und Unteroffizieren sowie bei der deutschen Zivilverwaltung erzeugte er oft durch kriegsbedingte Befehle, die Einschränkungen des kolonialen Luxuslebens mit sich brachten, Unwillen. Mit dem Gouverneur Heinrich Schnee bestanden von Beginn an erhebliche Differenzen über die Kriegsziele: Während Schnee vor allem auf den Erhalt des Schutzgebietes in seinem Bestand Wert legte und dazu auch zu Konzessionen an die Briten bereit war, versuchte Lettow-Vorbeck, zur Entlastung der Front am Kriegsschauplatz in Europa möglichst viele alliierte Truppen auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz zu binden. Trotz einer vielfachen zahlenmäßigen Unterlegenheit kämpfte er mit seiner Truppe vom deutschen Mutterland isoliert weiter und war der einzige deutsche Kommandeur des Ersten Weltkrieges, der in britisches Gebiet eindrang.

Die „humanen Kosten“ (menschlichen Verluste) seiner und der alliierten Kriegsführung hatte vor allem die afrikanische Bevölkerung der Kolonie und der von ihm invadierten Kolonien Mosambik und Nordrhodesien zu tragen. Beide Seiten mieden direkte Gefechte und versuchten, einander den Nachschub abzuschneiden. So wurden umkämpfte Gebiete verwüstet, arbeitsfähige Männer und Lebensmittel weggenommen. Viele starben so an Hunger und Krankheiten. Die Rekrutierung von Trägern für Nachschub und Materialtransport im wegarmen Land durch alle kriegführenden Seiten kostete nach sachkundigen Schätzungen mindestens 100.000 Trägern das Leben.

Die Truppen Lettow-Vorbecks bestanden zum größten Teil aus einheimischen Askari. Nur einige hundert Deutsche kämpften in seiner Truppe und bildeten vor allem das Offizierskorps. Mitte 1915 wurden auch die Überlebenden des Kleinen Kreuzers Königsberg mit der geborgenen Schiffsartillerie und die Besatzung des Hilfsschiff Somali in seine Truppe eingegliedert.

Ende des Ersten Weltkriegs

Am 13. November 1918, also zwei Tage nach dem Waffenstillstand in Europa, erfuhr der inzwischen zum Generalmajor ernannte Lettow-Vorbeck aus den Papieren eines gefangengenommenen britischen Motorradfahrers, der die Meldung den britischen Truppen überbringen sollte, vom Waffenstillstand und der angeordneten Übergabe der Schutzgebiete binnen eines Monats. Lettow-Vorbeck misstraute der Meldung, da er mangels Kommunikationsmöglichkeiten die Nachricht nicht vom deutschen Oberkommando bestätigen lassen konnte.

Schließlich traf aus Salisbury in Südrhodesien eine Bestätigung des Waffenstillstands ein, an der nicht zu zweifeln war. Am 18. November 1918 erfuhren dann die letzten kämpfenden Einheiten beider Seiten von der Waffenruhe in Europa. Man vereinbarte mit den Briten den gemeinsamen Abmarsch nach Abercorn südlich des Tanganjika-Sees, wo Lettow-Vorbeck am 25. November 1918 offiziell die Waffen niederlegte.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde ihm und den überlebenden 143 deutschen Soldaten am 12. März 1919 in Berlin ein triumphaler Empfang bereitet.

Im April 1919 übernahm er die Führung der dem Garde-Kavallerie-Schützen-Korps unterstehenden Marine-Division, zu dem auch das Schutztruppen-Regiment 1 gehörte. Am 30. Januar 1920 wurde ihm das Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens ausgehändigt. Den höchsten preußischen Militärorden, den Pour le Mérite, hatte er bereits am 4. November 1916 erhalten, das Eichenlaub dazu am 10. Oktober 1917.

Freikorps und Kapp-Putsch

In Hamburg begannen am 23. Juni 1919 Aufstände wegen verdorbener Lebensmittel (die sogenannten Sülzeunruhen). Vier Tage nach Ende der Unruhen marschierte Lettow-Vorbeck mit dem „Korps Lettow“ am 1. Juli 1919 in Hamburg ein, obwohl bereits wieder die Ordnung hergestellt worden war. Von Lettow-Vorbeck trat mit seinem Korps der von Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt geführten Marine-Brigade Ehrhardt als Divisionskommandeur bei. Entgegen falschen Behauptungen wurde Lettow-Vorbeck 1920 nicht wegen seiner Teilnahme am Kapp-Putsch vor ein Kriegsgericht gestellt, er wurde lediglich bis zur Klärung der Vorfälle beurlaubt. Aus dem Militärdienst wurde er mit einer Beförderung zum Generalleutnant unter Beibehaltung seiner Pensionsansprüche und mit dem ehrenden Recht, weiterhin seine Uniform tragen zu dürfen, erst im August 1920 aus der Reichswehr entlassen.

Ein Prozeß vor dem Reichsgericht wegen angeblichen Hochverrats fand nicht statt; nach Voruntersuchung durch das Reichsgericht hinsichtlich der ihm vorgeworfenen Beteiligung an diesem Vorgang durch gutgläubige Unterstellung der von ihm befehligten Reichswehrbrigade 9 an General v. Lüttwitz als direkten Dienstvorgesetzten erging vom Reichsgericht Einstellungsbeschluss vom 20. Sept. 1920 (Quelle: Bundesarchiv N 103/55).

Weimarer Republik und Zeit des N.

Bereits kurz nach Ende des Krieges veröffentlichte er zwei Bücher, die sich mit seiner Zeit in Ostafrika beschäftigten (s. u.) und heute kontrovers diskutiert werden. Darin forderte er die Rückgabe der Kolonien mit der Begründung, die Siegermächte hätten sie sich zur Erweiterung eigener Kolonialbestände einverleibt, von „Befreiung“ könne keine Rede sein. 1923 zog er nach Bremen, wo er als Großhandelskaufmann in der Firma Konrad Keller & Cie arbeitete.

Lettow-Vorbeck wohnte seit 1923 mehr als 20 Jahre bis 1945 in Bremen, Colmarer Straße. Er war Mittelpunkt der konservativen Kreise. Zudem war er Mitglied in der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).

1926 konnte er durchsetzen, dass die ehemaligen Askari der deutsch-ostafrikanischen „Schutztruppe“ den seit 1917 noch ausstehenden Sold erhielten und außerdem eine kleine Rente, die auch später durch die Bundesrepublik Deutschland weitergezahlt wurde.

Von 1928 bis 1930 war er Abgeordneter der rechtskonservativen DNVP im Reichstag; im Juli 1930 wechselte er zur gemäßigten Volkskonservativen Vereinigung, dies ein Hinweis darauf, dass er nicht bereit war, den Rechtsruck der Partei unter ihrem seit 1928 amtierenden Vorsitzenden Alfred Hugenberg mitzutragen.

Er förderte den Bau des auch von ihm 1932 eingeweihten Reichskolonialehrendenkmals (heute Antikolonialdenkmal) in Bremen. Bei dem Einweihungsfestakt hielt er eine der Reden, die vor allem die Rückforderung der deutschen Kolonien zum Inhalt hatten.

Lettow-Vorbeck wurde 1933 von H. umworben und erfolglos zum Eintritt in die N. aufgefordert. Die Leitung des ihm angebotenen Reichskolonialministeriums lehnte er ab. Gegen die Entlassung des Bremer Polizeioberst Caspari durch die N. protestierte er im April 1933 erfolglos bei Reichspräsident Hindenburg. Trotzdem wurde er am 1. August 1933 zum Staatsrat in Bremen berufen, einer der höchsten Positionen der Stadt.

Im Juni 1934 sprengte ein S.-Rollkommando einen Vortrag von Lettow-Vorbeck vor ehemaligen Angehörigen der „Schutztruppe“, Mitgliedern des „S.“ und Freunden, und verprügelte die Anwesenden einschließlich Lettow-Vorbeck. Sein Protest bei H. hatte keine größeren Folgen.

P.minister G., J. notierte am 21. Januar 1938 über Lettow-Vorbeck in seinem Tagebuch: „Auch so ein Reaktionär!“ Und wenig später: „Lettow-Vorbeck stänkert gegen den Staat und gegen die Partei. Ich lasse ihm das öffentliche Reden verbieten.“ So passte beispielsweise Lettow-Vorbecks öffentlich geäußerte Hochachtung vor den Askaris nicht ins r. Weltbild der N. Nachdem er wieder öffentlich reden durfte, vermied Lettow-Vorbeck verbale Attacken auf Staat und Partei und befasste sich ausschließlich mit Kolonialfragen und Kriegserinnerungen.

1938 wurde auch die Leeraner Kaserne und 1939 das Bremer Realgymnasium ( heute Hermann-Böse-Gymnasium) nach ihm benannt. Lettow-Vorbeck erhielt am 27. August 1939, dem sogenannten Tannenbergtag, den Charakter als General der Infanterie verliehen.

Am 5. Juni 1940 fiel sein Sohn, Rüdiger von Lettow-Vorbeck, am 19. Oktober 1941 dessen Bruder Arnd. 1945 wurde das Haus Lettow-Vorbecks in Bremen durch einen Luftangriff zerstört. Er zog in den Kreis Eutin und dann nach Hamburg um.

Lettow-Vorbecks Verhältnis zum N. scheint widersprüchlich. Einerseits begrüßte er H.s M. und trat auch auf Veranstaltungen, insbesondere in der Kolonialfrage, bis 1938 als Redner auf, andererseits stießen seine regimekritischen Äußerungen bei den N. auf Missfallen. So protestierte er in den Jahren 1933/34 gegen die Absetzung des Bremer Polizeikommandeurs Walter Caspari bzw. gegen die Eingliederung des „S.“ in die S.

Die N. versuchten, Lettow-Vorbecks Popularität für ihre Zwecke zu nutzen, dieser blieb seiner konservativ-reaktionären Haltung jedoch treu und setzte sich lediglich für die Rückgabe der Kolonien ein. Als die N. ab 1943 dem Kolonialrevisionismus zugunsten der Eroberung des „Lebensraumes Ost“ dann endgültig die Absage erteilten, wurde Lettow-Vorbeck für sie uninteressant.

Letzte Jahre

Im Auftrage einer Illustrierten bereiste er 1953 nochmals seine ehemaligen Wirkungsstätten in Afrika. Sein kurz danach veröffentlichtes Buch „Afrika, wie ich es wiedersah“ ist eine Rechtfertigung der Kolonialherrschaft. Zwar sollten „einmal die Eingeborenen sich auch ganz selbständig regieren“, räumte er ein, dies könne aber nur ein Fernziel sein: „Bis es soweit ist, ist europäische Führung notwendig; das sehen auch die verständigen Schwarzen ein.“ Er begrüßte auch das südafrikanische Apartheidsregime. 1956 wurde von Lettow-Vorbeck zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Saarlouis ernannt. 1957 erschienen seine Memoiren mit dem Titel „Mein Leben“. Da die Bundesregierung eine Rente nicht vorsah, sammelte sein Gegner aus dem Ersten Weltkrieg, Jan Christiaan Smuts, unter seinen Offizieren finanzielle Unterstützung für ihn. Als von Lettow-Vorbeck 1964 in Hamburg starb, ließ die Bundesregierung mit Hilfe der Bundeswehr zwei ehemalige „Askari“ als Staatsgäste einfliegen, damit diese „ihrem“ General die letzte Ehre erweisen konnten. Einige Offiziere der Bundeswehr wurden für die Ehrenwache abkommandiert, und Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel hielt die Trauerrede mit dem Kernsatz, der Tote sei wahrlich im Felde unbesiegt gewesen. Paul von Lettow-Vorbeck wurde in Pronstorf, Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein auf dem Friedhof der Vicelinkirche beigesetzt.

Gedenken

In mehreren deutschen Städten sind Straßen nach Paul von Lettow-Vorbeck benannt. Fünf Bundeswehrkasernen in Leer, Hamburg-Jenfeld, Bremen, Bad Segeberg und Wentorf bei Hamburg tragen bzw. trugen den Namen des Generals.

Der Stadtrat von Saarlouis hat im Frühjahr 2010 die „Von-Lettow-Vorbeck-Straße“ in „Walter-Bloch-Straße“ bzw. „Hubert-Schreiner-Straße“ umbenannt. In Hannover wurde die Umbenennung der „Lettow-Vorbeck-Allee“ in „Namibia-Allee“ erst nach einer verwaltungsgerichtlichen Auseinandersetzung vorläufig beendet; Urteil jedoch noch nicht rechtskräftig; Berufung kann vor dem OVG beantragt werden. In Wuppertal, Cuxhaven, Mönchengladbach, Radolfzell, Bünde und Halle (Westf.) gibt es noch nach Lettow-Vorbeck benannte Straßen.

Ebenfalls den Namen des Offiziers trug die Kaserne im ostfriesischen Leer, bis sie im Herbst 2010 in „Evenburg-Kaserne“ umbenannt wurde.

Die Lettow-Vorbeck Kaserne in Bad Segeberg schloss am 31. Dezember 2008 endgültig ihre Tore, seither ist das Gelände ungenutzt. Die ehemalige Lettow-Vorbeck Kaserne in Hamburg-Jenfeld wird nicht mehr als Kaserne geführt. Kleinere Bereiche der Liegenschaft werden noch durch die Bundespolizei und die Universität der Bundeswehr Hamburg genutzt. Sie wird zur "New Jenfeld City" umgebaut. Die Bundeswehr führt die restlichen Gebäude unter der Bezeichnung "Jenfelder Bereich". Die historischen Gebäude mit Fassadenmotiven mit Bezügen zu den Kolonialtruppen sollen erhalten bleiben.

Ein Dinosaurier trägt den Namen Dysalotosaurus lettow-vorbecki. Er wurde bei Ausgrabungen im damaligen Deutsch-Ostafrika zusammen mit weiteren Sauriern gefunden und steht im Berliner Museum für Naturkunde

 

Deutsch-Ostafrika ist die Bezeichnung einer ehemaligen deutschen Kolonie in der Zeit von 1885 bis 1918. Das Gebiet umfasste die heutigen Länder Tansania (ohne Sansibar), Burundi und Ruanda. Sie war die größte und bevölkerungsreichste Kolonie des Deutschen Reiches.

Inbesitznahme des Landes und Entwicklung bis 1904

In den 1880er Jahren wurden in Deutschland Stimmen laut, die eine verstärkte Kolonialpolitik forderten. Reichskanzler Otto von Bismarck lehnte dies am Anfang ab, da er sich außenpolitisch zum größten Teil auf Europa konzentrierte. Doch die zunehmenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme zwangen das Deutsche Reich zum Handeln. So fehlten der Wirtschaft angeblich neue Absatzmärkte, die den anderen europäischen Kolonialmächten bereits großen Reichtum einbrächten. Herrschende Wirtschaftskreise erhofften sich eine Schwächung der erstarkenden Arbeiterbewegung durch eine Auswanderungskampagne mit Ziel der Besiedlung eines „deutschen Indiens“ in Übersee, wo es angeblich glänzende Entwicklungsmöglichkeiten gäbe. Diese Idee fiel auf fruchtbaren Boden in nationalistisch gesinnten Kreisen des Bürgertums und des Adels.

Die treibende Kraft bei der Kolonialisierung Afrikas war der Pastorensohn Carl Peters, welcher in der von ihm gegründeten Gesellschaft für deutsche Kolonisation die Aufgabe erhielt, Gebiete in Afrika in Besitz zu nehmen. Am 10. November 1884 kam Peters in Sansibar an. Er reiste getarnt, da sein Vorhaben gegenüber den Briten unentdeckt bleiben sollte.

Wenig später wurden die ersten „Schutzverträge“ auf dem Festland abgeschlossen, die den Anspruch der Kolonisationsgesellschaft auf das Land bekräftigten, deren eigentlicher Sinn von den unterzeichnenden Häuptlingen jedoch zumeist nicht verstanden wurde. Am 27. Februar 1885 gab Kaiser Wilhelm I. einen Schutzbrief heraus, der die Besetzung ostafrikanischer Gebiete legitimierte. Die inzwischen umbenannte Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft unter der Leitung von Carl Peters hatte nun auch den Rückhalt des Deutschen Reiches sicher und konnte die Annexionen weiter vorantreiben. Im gleichen Jahr geriet das Sultanat Witu in deutschen Besitz. Peters gelang es in der Folgezeit, große Territorien für Deutschland hinzugewinnen. So konnte er 1887 das Küstengebiet zwischen den beiden Flüssen Umba und Rovuma erwerben.

1888 kam es zum Aufstand eines Großteils der arabisch geprägten Küstenbevölkerung unter dem Sklavenhändler Buschiri bin Salim von Tanga im Norden bis Lindi im Süden gegen die deutsche Inbesitznahme und das von diesen verhängte Verbot des Sklavenhandels (der sogenannte Araberaufstand). Die schwarzafrikanische Bevölkerung stand in diesem Konflikt mehrheitlich auf Seite der Deutschen, da sie bis zum Erscheinen der Europäer sehr unter dem arabischen Sklavenhandel zu leiden hatte. Dem am 3. Februar 1889 zum Reichskommissar ernannten und an Spitze einer neu formierten „Schutztruppe“ stehenden Hermann von Wissmann gelang es, die Revolte niederzuschlagen. Die unter Führung deutscher Offiziere stehende Truppe bestand zunächst hauptsächlich aus landfremden afrikanischen Söldnern (Askari), meist Sudanesen. Der Aufstandsführer Buschiri bin Salim wurde am 15. Dezember 1889 hingerichtet. Der arabische Sklavenhandel, dessen Zentrum in Ostafrika das Sultanat Sansibar war, hörte auf.

Am 1. Juli 1890 wurde der Helgoland-Sansibar-Vertrag zwischen Deutschland und Großbritannien abgeschlossen. Der Vertrag regelte die Übergabe der Nordseeinsel Helgoland und des Caprivi-Zipfels (heute Namibia) an das Deutsche Reich, während Witu-Land (heute Teil Kenias) und die Ansprüche auf Sansibar an Großbritannien abgetreten wurden. 1891 wurde Deutsch-Ostafrika als „Schutzgebiet“ offiziell der Verwaltung durch das Deutsche Reich unterstellt, und die Soldaten von Wissmann erhielten die offizielle Bezeichnung Schutztruppe. Erster Zivilgouverneur war 1891-93 Julius Freiherr von Soden. Ihm folgte 1893-95 Friedrich von Schele, der nach Auseinandersetzungen mit den Massai 1894 eine Strafexpedition gegen die Wahehe anführte und die Festung Kuironga von Häuptling Mkwawa erobern konnte. Carl Peters war 1891 zum Reichskommissar ernannt, aber auf Grund von Grausamkeits-Vorwürfen 1897 wieder entlassen worden. Es kam zu weiteren Erhebungen gegen die Kolonialverwaltung, der von 1897 bis 1901 Eduard von Liebert als Gouverneur vorstand. Der Aufstand des mächtigen Wahehe-Volkes im Süden des Schutzgebiets wurde bis 1898 niedergeschlagen.

Im 20. Jahrhundert verstärkte man die landwirtschaftliche Entwicklung, indem man den Kautschuk- und Baumwolleanbau einführte. Viele einheimische Arbeitskräfte wurden dafür zur Zwangsarbeit eingezogen und zusätzlich noch durch hohe Steuerabgaben belastet.

Kolonialgesellschaften

Folgende Kolonialgesellschaften haben sich Deutsch-Ostafrika als Wirkungsfeld gewählt:

die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft

die Deutsch-Ostafrikanische Plantagengesellschaft

die L. & O. Hansing, Mrima Land- und Plantagengesellschaft in Hamburg

die Usambara-Kaffeebaugesellschaft in Berlin, gegründet 1893

die Pangani-Gesellschaft

die Rheinische Handel-Plantagengesellschaft in Köln, gegründet 1895

die Westdeutsche Handels- und Plantagengesellschaft Düsseldorf, gegründet 1895

Sigi-Pflanzungsgesellschaft m.b.H. in Essen an der Ruhr, gegründet 1897

Montangesellschaft m.b.H. in Berlin, gegründet 1895

die Irangi-Gesellschaft

Usindja-Gold-Syndikat, später Victoria-Njansa-Gold-Syndikat, Berlin, gegründet 1896

Kilimandjarao-Handels- und Landwirtschaftsgesellschaft, vormals Kilimandjaro-Straußenzuchtgesellschaft in Berlin, gegründet 1895

Kaffeeplantage Sakarre AG in Berlin, gegründet 1898

Lindi-Hinterland-Gesellschaft m.b.H. in Koblenz, vormals Karl Perrot & Co., Deutsche Lindi-, Handels- und Plantagengesellschaft in Wiesbaden, gegründet 1900

Deutsche Agaven-Gesellschaft in Berlin, gegründet 1902

Bergbaufeld Luisenfelde G.m.b.H. in Berlin, gegründet 1902

Der Maji-Maji-Aufstand

Wegen zunehmender repressiver Maßnahmen, der Erhöhung der Steuern und besonders der Einführung der so genannten Dorfschamben (Baumwollfelder, auf denen die Einwohner eines Dorfes zur Arbeit gezwungen wurden) brach 1905 der Maji-Maji-Aufstand aus. Die ersten Unruhen ereigneten sich in der zweiten Julihälfte in den Matumbi-Bergen, westlich der Küstenstadt Kilwa. Die deutsche Kolonialverwaltung in Daressalam hoffte zu diesem Zeitpunkt noch, dass es sich dabei um ein lokal begrenztes Ereignis handelte. Diese Einschätzung des Gouverneurs Gustav Adolf Graf von Götzen sollte sich jedoch spätestens am 15. August als völlig verfehlt erweisen, als Aufständische den Militärposten von Liwale erstürmten. Der Widerstand gegen die Kolonialherrschaft nahm damit für die Deutschen endgültig bedrohliche Ausmaße an.

Die besondere Gefahr für die Kolonialverwaltung lag in der Struktur des Widerstandes, der sich schnell über ethnische und politische Grenzen hinweg ausbreitete. Binnen weniger Wochen und Monate schlossen sich unterschiedliche Volksgruppen der Aufstandsbewegung an. Dies wurde vor allem durch den Maji-Kult ermöglicht, der traditionelle Mythen aufgreifend in verschiedenen Gebieten auf Resonanz stieß. Der Prophet Kinjikitile Ngwale predigte den Widerstand gegen die Deutschen und verbreitete seine Botschaft mit Hilfe „heiligen Wassers“ (Wasser = Maji) als eine Art Medizin. Das Maji sollte die Aufständischen im Kampf schützen, indem es die feindlichen Gewehrkugeln zu Wassertropfen verwandeln sollte. Die integrative Kraft des Maji-Kultes fand ihren Höhepunkt im Sturm auf die Boma (befestigte Station) von Mahenge am 30. August 1905, als knapp 4000 Afrikaner den deutschen Posten angriffen, der von etwa 80 Mann Schutztruppe und 200 Mann loyalen Einheimischen verteidigt wurde. Im Maschinengewehrfeuer versagte das Maji allerdings seine Wirkung, und die Angreifer erlitten verheerende Verluste.

Der Rückschlag von Mahenge bedeutete aber noch nicht das Ende der Aufstandsausweitung. Weitere Gruppen schlossen sich der Bewegung an, und so kontrollierten die Aufständischen im Oktober etwa die Hälfte der Kolonie. In der Folge der verlustreichen offenen Feldschlachten verlegten sich die Aufständischen dennoch bald auf die Führung eines Kleinkrieges gegen die Deutschen, der sich, wenn auch ohne die bisherige übergreifende Kooperation, bis 1907 fortsetzte.

Ab 1906 wehrten sich die Deutschen gegen die Guerilla-Taktik der Aufständischen mit einer „Strategie der verbrannten Erde“. Dörfer wurden zerstört, Ernten und Vorräte verbrannt, Brunnen zugeschüttet und Angehörige der Rädelsführer in „Sippenhaft“ genommen, um den Aufständischen die Grundlage zur Kriegführung zu entziehen. Die Folge war aber auch eine verheerende Hungerkatastrophe, die ganze Landstriche entvölkerte und die die sozialen Strukturen der afrikanischen Gesellschaft nachhaltig veränderte. Die Verluste auf Seiten der Aufständischen werden heute auf 100.000 bis 300.000 Personen geschätzt. Auf der Gegenseite kamen 15 Europäer und 389 afrikanische Soldaten ums Leben. Die Anzahl deutscher Soldaten in der Kolonie (ohne afrikanische Askari) lag während des gesamten Aufstandes niemals über 1000 Mann (neben der Schutztruppe kamen noch Besatzungsmitglieder deutscher Kriegsschiffe als „Landsoldaten“ zum Einsatz sowie kriegfreiwillige Zivilisten, darunter eine Anzahl nichtdeutscher Weißer, zumeist Briten und Südafrikaner). Der Reichstag in Berlin wollte keine zusätzlichen Mittel zur Niederwerfung des Aufstandes bewilligen, da die Kolonie sich im Unterschied zum als „Siedlungskolonie“ vorgesehenen Deutsch-Südwestafrika „selbst tragen“ müsse.

Die Vorgänge in Ostafrika wurden aus verschiedenen Gründen im Deutschen Reich kaum wahrgenommen und standen bzw. stehen bis heute im Schatten des Krieges in Deutsch-Südwestafrika. Um die Stabilität der Kolonie zu sichern, wurde das Herrschaftssystem nach dem Ende des Krieges unter dem neuen Gouverneur Rechenberg entschärft. Die Reformmaßnahmen scheiterten jedoch weitgehend am Widerstand der weißen Siedler. Dennoch gab es bis zum Ende der deutschen Herrschaft in Ostafrika keinen nennenswerten Widerstand mehr.

Der Erste Weltkrieg

In Deutsch-Ostafrika waren zu Beginn des Ersten Weltkriegs knapp 300 deutsche Soldaten sowie über 4.500 einheimische Askaris stationiert. Im Gegensatz zu den anderen Einheimischen waren die Askaris der deutschen Schutztruppe treu ergeben und stellten somit für jeden Feind einen ernsthaften Gegner dar. Im Laufe des Krieges wurde das Heer auf 3.500 deutsche Soldaten und 13.000 Askaris aufgestockt. Die Schutztruppe stand unter dem Befehl von Oberstleutnant (später General) Paul von Lettow-Vorbeck.

Am 2. August 1914 erhielt der Gouverneur Dr. Heinrich Albert Schnee die Nachricht von der deutschen Mobilmachung in Europa. Den Kriegszustand erklärte er erst am Morgen des 5. August, als die Kriegserklärung Großbritanniens an das Deutsche Reich erfolgte und dies die Küstenfunkstation Daressalam aus Togo erfuhr. Die Kolonie war fast ausschließlich von übermächtigen Gegnern umschlossen; allein die Briten hatten über 130.000 Soldaten aufgeboten. Die ersten Angriffe erfolgten vom britischen Kreuzer Pegasus, der am 8. August die Funkstation der Stadt Daressalam unter Beschuss nahm. Am 23. August gelang ihm die Zerstörung der Station. Kurze Zeit später wurde das britische Schiff vom Kreuzer Königsberg versenkt. Daraufhin kappten am 15. August 1914 deutsche Truppen die Telegraphenleitungen, die den Tanganyika-See entlangführten, und beschossen die angrenzenden Städte. Am 22. August öffnete ein deutsches Schiff das Feuer auf den Hafen Lukugas (Belgisch-Kongo).

Am 2. November begann die Schlacht bei Tanga mit der Landung eines 8.000 Mann starken britischen Korps unter dem Befehl von General Arthur Aitken, der die sofortige Übergabe der Stadt forderte. Paul von Lettow-Vorbeck hatte seine Hauptstreitmacht am Kilimandscharo konzentriert und brach sofort in Richtung Tanga auf. In den frühen Morgenstunden des 4. November begann Lettow-Vorbecks Streitmacht mit dem Entsatzangriff auf die Hafenstadt, wobei die Briten eine empfindliche Niederlage hinnehmen mussten und am Tag darauf, von einer unfähigen Führung und deutschen Scharfschützen malträtiert, in nackter Panik flohen. Sie erlitten über 1000 Mann Verluste, die Deutschen weniger als 100. Die britischen Schiffe dampften mit den Überlebenden wieder ab und hinterließen eine beträchtliche Menge an Kriegsmaterial und Kommunikationsausrüstung, mit der nun die Schutztruppe ausgestattet werden konnte. Weitere Angriffe der Briten und Belgier, unter anderem am Kilimandscharo, wurden erfolgreich abgewehrt. Am Kiwa-See erlitten auch die Belgier eine herbe Niederlage.

Anfang des Jahres 1915 versuchten die Briten zum zweiten Mal, Tanga einzunehmen, was jedoch erneut am heftigen Widerstand der Verteidiger scheiterte. Am 10. April traf das deutsche Versorgungsschiff Rubens mit einer großen Anzahl von Material und Soldaten ein. Am 11. Juli wurde die Königsberg bei einem Seegefecht so stark beschädigt, dass man sich entschloss, sie zu sprengen.

Alle nachfolgenden Angriffe der Alliierten wurden von der Schutztruppe zurückgeschlagen. Das Kräftegleichgewicht bei den Kämpfen am Viktoriasee blieb das ganze Jahr über ausgeglichen.

1916 kippte die Situation in der Kolonie, als der britische General Smuts mit fast 100.000 Mann eine Großoffensive einleitete und die Deutschen sich aus der Gegend des Kilimandscharo zurückziehen mussten. Ebenfalls in diesem Kriegsjahr traf ein zweites Versorgungsschiff ein, das unbemerkt die alliierte Blockade durchbrechen konnte.

Bis zum 17. September konnte sich die Stadt Tabora halten, bis sie schließlich von den Belgiern unter General Tombeur überrannt wurde. Zwei Tage später marschierten portugiesische Truppen in Deutsch-Ostafrika ein. Die Portugiesen waren jedoch weniger erfolgreich und wurden zurückgeschlagen.

Am 21. November 1917 startete das deutsche Luftschiff LZ 104/L 59 von Bulgarien aus in Richtung Ostafrika. Der Kommandant des Luftschiffs, Kapitänleutnant Bockholdt, hatte Munition und Medikamente geladen. Durch einen gefälschten Funkspruch der Briten kehrte der Kommandant kurz vor dem Ziel wieder um, sodass von diesem abenteuerlichen Unternehmen der frühen Luftfahrt nur ein Langstreckenrekord (6757 Kilometer in 95 Stunden) blieb. Die Schutztruppe musste sich also weiterhin mit erbeuteten Material begnügen. Die Übermacht des Feindes war inzwischen so stark, dass sie durch Mut und Strategie nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Lettow-Vorbeck musste in den portugiesischen Teil Ostafrikas ausweichen.

Im September 1918 marschierte die Schutztruppe wieder auf eigenes Gebiet. Sie hatte einen Weg von über 2500 km zurückgelegt, und konnte sich durch alliiertes Kriegsmaterial über Wasser halten. Im November kam es dann zu einigen letzten Gefechten. Noch im Oktober 1918 griff Lettow-Vorbeck das britische Nordrhodesien (heute Sambia) an, wo er am 13. November (4 Tage nach dem Waffenstillstand in Europa) von der Kapitulation des Deutschen Reiches erfuhr. Am 25. November 1918, zwei Wochen nach Kaiser Wilhelms Abdankung, streckten seine letzten Soldaten die Waffen.

Die verbliebenen deutschen Offiziere wurden daraufhin in Daressalam interniert. 1919 durften sie nach Deutschland zurückkehren.

Der Versailler Vertrag

Der Versailler Vertrag bestimmte, dass Deutschland alle Kolonien abzugeben hatte. Deutsch-Ostafrika wurde am 20. Januar 1920 der Verwaltung des Völkerbundes unterstellt. Die Mandate über das Land wurden Belgien (Kontrolle über Burundi und Ruanda) und Großbritannien (Tanganjika) zugesprochen. Im Süden fiel das Kionga-Dreieck an Portugiesisch-Ostafrika (Mosambik).

Liste der Gouverneure von Deutsch-Ostafrika

1885 - 1888 Carl Peters (Reichskommissar)

1888 - 1891 Herrmann von Wissmann (Reichskommissar)

1891 - 1893 Julius Freiherr von Soden

1893 - 1895 Friedrich Radbod Freiherr von Scheele

1895 - 1896 Hermann von Wissmann

1896 - 1901 Eduard von Liebert

1901 - 1906 Gustav Adolf Graf von Götzen

1906 - 1912 Georg Albrecht Freiherr von Rechenberg

1912 - 1918 Heinrich Albert Schnee

 

Erster Weltkrieg in Ostafrika

Datum: 3. August 1914 bis 25. November 1918

Ort: Burundi, Kenia, Mosambik, Ruanda, Sambia, Tansania

Ausgang: Kapitulation auf deutscher Seite

Folgen: Ende der deutschen Kolonialherrschaft

Friedensschluss: Friedensvertrag von Versailles

Befehlshaber:

Jan Christiaan Smuts
Jacob van Deventer
Charles Tombeur Paul von Lettow-Vorbeck

Die Kämpfe in Ostafrika während des Ersten Weltkrieges hielten über die gesamte Dauer des Krieges an. Diese Kämpfe wurden hauptsächlich auf dem Boden der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika, aber auch im britischen Kenia, dem portugiesischen Mosambik und anderen Nachbarländern ausgetragen.

Es standen sich dabei einerseits die deutsche Schutztruppe und andererseits verbündete Streitkräfte des Britischen Weltreichs sowie Portugals und Belgiens gegenüber. Die Mehrzahl der Beteiligten auf beiden Seiten waren Afrikaner, die als Kolonialsoldaten unter dem Befehl europäischer Offiziere gegeneinander kämpften oder als Träger für den Nachschub eingesetzt waren. Es kamen vorübergehend auch zahlreiche weiße Südafrikaner sowie Soldaten der britisch-indischen Armee zum Einsatz.

Ausgangssituation

Die Streitkräfte in Ostafrika waren bei Beginn des Krieges auf allen Seiten nur schwach ausgebaut. Die Vereinbarungen der Kongokonferenz als internationales Recht sah im Kriegsfall eine Neutralität der Kolonialgebiete vor. Sinn der kolonialen Armeen war die Sicherung der Herrschaft über die unterworfene Bevölkerung, nicht die Kriegsführung gegen andere Kolonialarmeen.

Bei Beginn des Krieges gab es in Deutsch-Ostafrika die Schutztruppe mit rund 2.500 einheimischen Askaris und 200 weißen Offizieren und Unteroffizieren, die in 14 Feldkompanien über das Land verteilt waren. Zusätzlich gab es noch eine Polizeitruppe mit 2.100 Askaris und 45 weißen Polizeioffizieren. Die Bewaffnung war leicht – drei Kompanien verfügten über moderne Karabiner vom Typ K98, die restlichen 11 Kompanien waren mit veralteten Mausergewehren ausgerüstet. Alle Kompanien waren mit Maschinengewehren ausgerüstet, die Artillerie bestand aus wenigen Feldgeschützen.

Die Briten verfügten im Wesentlichen über die auf Kenia, Uganda, Sansibar und Nyassland verteilten Bataillone der King’s African Rifles mit 2.300 Afrikanern und 70 britischen Offizieren.

Die Force Publique im Belgisch-Kongo zählte zwar an die 16.000 Askaris, war aber überwiegend als Polizei über das gesamte riesige Gebiet stationiert.

Portugal und seine Kolonie Mosambik waren bis 1916 neutral.

Zu Beginn des Krieges spielten auch Marinestreitkräfte eine eigenständige Rolle. Die Briten konnten auf eine in Südafrika stationierte Kreuzergruppe zurückgreifen, die vor Kriegsbeginn nach Ostafrika verlegt wurde. Auf deutscher Seite gab es den in Daressalaam stationierten kleinen Kreuzer SMS Königsberg sowie das leicht bewaffnete Vermessungsschiff SMS Möwe.

Die europäischen Kriegsparteien griffen während des Krieges auf einheimische Hilfstruppen (Rugaruga) zurück sowie auf bis zu 1.000.000 afrikanische Lastenträger.

Kriegsverlauf

August 1914 bis März 1916 – Kriegsbeginn bis zur alliierten Offensive

Am 2. August 1914 erhielt der Gouverneur Heinrich Schnee die Nachricht von der deutschen Mobilmachung in Europa. Die 1884 von den Kolonialmächten in Berlin verabschiedete Kongo-Akte verpflichtete die Kriegsparteien im Falle eines europäischen Konfliktes zur Neutralität in Afrika. Doch das War Office in London fürchtete, deutsch-ostafrikanische Häfen könnten von der kaiserlichen Marine als Basen genutzt werden, um im Indischen Ozean Jagd auf britische Fracht- und Versorgungsschiffe zu machen. Schnee versuchte, die Kolonie aus dem Krieg herauszuhalten und erklärte die Küstenorte zu „offenen Städten“. Der Kommandeur der Schutztruppe, Paul von Lettow-Vorbeck, plante jedoch, mit der Schutztruppe einen eigenen Beitrag zur Kriegsführung zu leisten und durch Angriffe auf die Uganda-Bahn möglichst viele britische Kräfte auf dem ostafrikanischen Schauplatz zu binden. Zunächst folgte er aber dem Befehl des Gouverneurs und zog seine Truppen aus der Stadt ab.

Die kriegerischen Handlungen selbst wurden schließlich durch die Kriegsschiffe beider Seiten begonnen. Der Kreuzer Königsberg erhielt im Juli den Befehl, im Kriegsfalle britische Handelsschiffe im Indischen Ozean anzugreifen. Die Königsberg verließ am 31. Juli 1914 den Hafen von Daressalaam und konnte die älteren und langsameren britischen Kreuzer abschütteln, die hier bereits zu ihrer Bewachung auf Position gegangen waren. Nach der britischen Kriegserklärung (5. August) versenkte die Königsberg am 6. August den britischen Dampfer City of Winchester vor der Küste des Oman. Am folgenden Tag tauchte der britische Kreuzer HMS Pegasus vor Daressalaam auf und nahm den Funkmast unter Beschuss, woraufhin der Gouverneur die weiße Flagge aufziehen ließ und einen Zug nach Morogoro nahm. Als Lettow-Vorbeck mit seinen Soldaten in Abwesenheit des Gouverneurs am 8. August wieder nach Daressalaam zurückkehrte, sah er nur noch die britischen Schiffe aufs offene Meer hinausfahren.

In den folgenden Monaten beschränkten sich die Kampfhandlungen auf kleinere Gefechte, da die Truppenstärken auf allen Seiten gering waren. Anfängliche Kämpfe fanden gegen britische Einheiten entlang der kenianischen Grenze und gegen belgische Truppen an der kongolesischen Grenze statt. Es gab einzelne Streifzüge der deutschen Seite auf die anfangs nur von britischen Polizeikräften gehaltenen Gebiete von Nordrhodesien, die aber zu keiner Besetzung führten. Gegenüber dem britischen Kenia war das Ziel von Patrouillen immer wieder die Unterbrechung der Uganda-Bahn, die parallel zur Grenze vom Nachschubhafen Mombasa nach Nairobi verläuft.

Die Schutztruppe setzte im August bewaffnete Schiffe auf dem Viktoriasee und dem Tanganjikasee ein und legte damit die britische und belgische Schifffahrt zunächst lahm. Ihr Vorstoß auf den wichtigen Bahnhof und Hafen Kisumu wurde bei Kisii von den Briten zurückgeschlagen. Schnell über den Indischen Ozean herbeigeschaffte Boote wurden per Bahn nach Kisumu transportiert und schalteten die deutschen Boote auf dem Viktoriasee bald aus. Auf dem Tanganjikasee hingegen schuf sich die Schutztruppe mit Hilfe zweier Frachtdampfer und der Marinesoldaten von der SMS Möwe eine kleine Kriegsflotte, die bis 1916 die Vormacht auf dem See innehatte. Mit Ankunft der von Kapstadt über Land transportierten Schnellboote Mimi und Toutou wendete sich das Blatt allerdings auch hier zugunsten der Briten und Belgier.

Am 15. August besetzte die Schutztruppe gegen geringen Widerstand die in Britisch-Ostafrika gelegene Grenzstadt Taveta. Im September kehrte die Königsberg in die Kolonie zurück, versenkte am 14. September die in Sansibar für Reparaturen liegende Pegasus und versteckte sich für eine Maschinenreparatur anschließend im Delta des Rufijiflusses, für das die Briten keine Karten hatten. Die Royal Navy leitete die Besetzung der Insel Mafia und eine Seeblockade des Deltas ein.

Auf britischer Seite führte die Besetzung Tavetas zur Entscheidung, 4.000 indische Soldaten nach Mombasa zu bringen, die ab September eintrafen. Im Oktober wurde weitere 8.000 Mann aus Indien eingeschifft, um mit vereinten Kräften Lettow-Vorbecks Verbände zu zerschlagen. Die Landung bei Tanga am 2. November 1914 wurde ein Desaster für die britische Seite. Lettow-Vorbeck hatte durch Spione von der Landung Kenntnis erhalten und es gelang in der Schlacht bei Tanga, die schlecht geführten britisch-indischen Truppen zum Rückzug auf ihre Schiffe zu zwingen. Am Folgetag, dem 3. November, wurde der andere Teil der britischen Offensive bei Longido am Kilimandscharo-Massiv abgewehrt. Als weitere britische Niederlage folgte eine Kapitulation indischer Einheiten in der Schlacht um Jassini, die den Grenzort Jassini unmittelbar an der Küste besetzt hatten und von Lettow-Vorbeck mit starken Kräften angegriffen wurden, bevor sie Verstärkung erhalten konnten.

Kleinere Erfolge erzielte die britische Seite mit der Einnahme von Bukoba am 21. Juni 1915. Außerdem gelang es, die Vormacht auf dem Viktoriasee zu erringen, nachdem bewaffnete Motorboote mit der Bahn nach Port Florence (heute: Kisumu) gebracht worden waren.

Das einzige Flugzeug auf deutscher Seite war ein Otto-Doppeldecker der Firma Pfalz mit Druckpropeller. Der Pilot Bruno Büchner traf samt Flugzeug am 5. August 1914 in Deutsch-Ostafrika ein. Die Maschine wurde sofort von der Schutztruppe requiriert. Büchner und sein Monteur meldeten sich zum Dienst. In der Nähe des Funkturms von Daressalam wurde ein provisorisches Flugfeld angelegt. Büchner wurde bei einem Aufklärungsflug nach Sansibar von feindlichen Kanonenbooten beschossen und verletzt. Ihm gelang eine Notlandung am Strand nahe Daressalam. Nach der Reparatur des Flugzeugs sollte Oberleutnant Ernst Ludwig Henneberger die Maschine fliegen, um damit ins Kampfgebiet am Kilimandscharo zu starten. Doch schon bei einem Probeflug am 15. November 1914 verunglückte er tödlich. Das Flugzeug wurde daraufhin in einer Schmiede bei Daressalam abermals neu zusammengebaut, diesmal als Wasserflugzeug mit Schwimmern. Es absolvierte noch Flüge am Rufiji-Delta. Aufgrund von Benzinmangel wurde der Motor aber kurz danach ausgebaut. Er diente noch kurze Zeit als Antrieb für eine Bahn-Draisine auf der Strecke Daressalam-Morogoro.

Am 11. Juli 1915 gelang der britischen Marine nach Einsatz von ca. 20 Schiffseinheiten, Flugzeugen und für flache Gewässer geeigneten Monitoren eine schwere Beschädigung der im Delta des Rufiji eingeschlossenen Königsberg. Ihre Besatzung sprengte das Schiff und schloss sich der Schutztruppe an. Sie brachte ihre 10,5-cm-Schiffsgeschütze mit, die auf Lafetten gesetzt wurden und der deutschen Seite zur schwersten Artillerie des ostafrikanischen Feldzugs verhalfen.

Leichte Entlastung auf deutscher Seite brachten ferner die Blockadebrecher A (Rubens) und 15 (Marie), die der bedrängten Schutztruppe dringend benötigtes Material, vor allem Munition, brachten. Die Rubens, ein 6000 BRT-Frachtschiff, stach am 18. Februar 1915 von Wilhelmshaven aus in See. Das Kommando führte Oberleutnant Carl F. Christiansen. Das Schiff erreichte Deutsch-Ostafrika im April 1915, wurde aber in Küstennähe vom britischen Kreuzer Hyacinth so schwer beschädigt, dass es in der Mansabucht nahe Tanga auf Grund gesetzt wurde und schließlich in Flammen aufging. Ein großer Teil der Ladung konnte jedoch geborgen werden und die vernässte Munition durch mühevolle Trocknung von der Schutztruppe genutzt werden. Ein zweiter Versuch, die Schutztruppe über See zu stärken, erfolgte im März 1916 mit dem Hilfsschiff Marie, das Hilfsleutnant zur See Conrad Sörensen führte. Das Schiff erreichte unbeschädigt die Sudi-Bucht im Süden von Deutsch-Ostafrika. Die Ladung konnte gelöscht und das Schiff Richtung Südostasien wieder auslaufen.

Bis in das Jahr 1916 konnte die Schutztruppe das Gebiet Deutsch-Ostafrikas im Wesentlichen halten, da die britische Seite beschlossen hatte, nach dem Debakel bei Tanga erst einmal größere Verbände zusammenzuziehen. Auch die Belgier im Kongo benötigten Zeit, um aus den verstreuten Polizeitruppen ihrer Force Publique militärische Einheiten aufzubauen. Portugal stockte nach der deutschen Kriegserklärung am 9. März 1916 seine Truppen in Portugiesisch-Ostafrika auf und verabredete eine Beteiligung an der bevorstehenden alliierten Offensive.

März bis September 1916 – Alliierte Offensive

Mit dem Eingreifen einer großen Streitmacht unter südafrikanischer Führung im Januar 1916 begann dann der Rückzug der deutschen Einheiten.

Die vereinten britisch-indisch-südafrikanischen Kräfte gingen von Kenia her vor.

Eine Kolonne unter General Edward Northey mit 5.000 afrikanischen, britischen und südafrikanischen Soldaten drang von Nyassaland her in den Südwesten der Kolonie ein.

Die belgischen Truppen rückten vom Kongo aus in Ruanda und Burundi ein und gingen dann entlang der Bahn gegen Tabora vor.

Die Portugiesen besetzten zunächst erfolgreich das Kionga-Dreieck an der Küste. Ihr weitergehender Angriff auf den Süden wurde 1916 verlustreich zurückgeschlagen und auch die Besetzung des Makonde-Plateaus im Jahr 1917 endete mit einer Niederlage.

Die alliierten Streitkräfte waren zahlenmäßig weit überlegen, sie konnten insgesamt an die 100.000 Soldaten ins Feld führen, zu denen noch ein Vielfaches an nichtkämpfenden Einheiten kam. Lettow-Vorbeck hatte sich auf diese Situation gut vorbereitet und verstrickte den zahlenmäßig überlegenen Gegner in eine Mischung aus Bewegungs- und Partisanenkrieg (Hit and Run). Der Vormarsch der alliierten Seite war damit nicht aufzuhalten, aber die Beweglichkeit der deutschen Truppen ermöglichte es ihnen, dem Gegner Verluste zuzufügen und sich meistens rechtzeitig zurückzuziehen. Stärkere Verluste als durch Kämpfe erlitten die alliierten Truppen durch Tropenkrankheiten, denen Tausende zum Opfer fielen. Hier war die deutsche Seite viel weniger betroffen, da die Mehrzahl ihrer Kämpfer Afrikaner waren, die das Klima gewohnt und gegen viele Krankheiten immun waren. Auf alliierter Seite standen ihnen überwiegend südafrikanische und indische Soldaten gegenüber, die weder Klima noch Krankheiten gewohnt waren.

Im August 1916 hatten die alliierten Kräfte die meisten wichtigen Orte der Kolonie bis auf Daressalaam eingenommen. Moshi am Kilimandscharo war bereits im März gefallen. Von Kigoma über Tabora, Dodoma bis nach Morogoro war die Mittellandbahn unter Kontrolle der Alliierten. Daressalaam wurde erst im September besetzt, da die Briten hier Kräfte vermuteten, die Lettow-Vorbeck längst weiterbewegt hatte. Die Schutztruppe zog sich in den Bereich südlich der Linie Daressalaam-Morogoro-Iringa zurück

September 1916 bis November 1917 – Buschkrieg im Süden

Der Vormarsch der Alliierten drängte die Schutztruppe allmählich in den unwegsamen Südosten der Kolonie zurück. Entscheidend dafür war ein Wechsel in der Strategie der Briten. Anfangs hatten sie ausschließlich auf indische und britische sowie südafrikanische Truppen gesetzt. Afrikaner wurden gering geschätzt und nur als Träger eingesetzt, freilich in sehr großer Zahl, da den europäischen Soldaten und in geringerem Umfang auch den indischen Soldaten ein umfangreiches Gepäck zugebilligt wurde. Die Schutztruppe bestand von Anfang an zum größten Teil aus Afrikanern, die an das Klima gewöhnt waren und keine persönlichen Träger brauchten, wenn auch viele von ihnen Frauen und Kinder mitführten. Erst im Jahr 1916 begann der Ausbau afrikanischer Einheiten wie der King’s African Rifles aus Kenia und Uganda, die zuvor eher für den Schutz der Bahnlinie in Kenia abgestellt waren. 1917 bestand bereits die Hälfte der britischen Truppen aus Afrikanern, die einen schwierigeren Gegner für Lettow-Vorbeck abgaben als die weißen und indischen Einheiten mit ihrem riesigen Tross.

Die Verluste der Schutztruppe stiegen an. Ein großer Verband unter Hauptmann Tafel mit 2000 Soldaten musste sich im Oktober 1917 ergeben. Ein Verband unter dem Kommando von Max Wintgens löste sich im Februar 1917 von Lettow-Vorbecks Hauptteil und begann autonome Guerillaoperationen im Westen und Norden der deutschen Kolonie. Die Reste dieses Verbandes kapitulierten am 1. Oktober 1917 bei Luitaberg südöstlich von Kondoa. Die verbleibenden Kräfte Lettow-Vorbecks wurden zunehmend in der Nähe der mosambikanischen Grenze zusammengedrängt. Das letzte Funkgerät der Schutztruppe wurde zerstört, sodass es forthin keine Kommunikation mit Deutschland mehr gab.

Im November 1917 gab es noch einen Versuch, die Schutztruppe durch das Luftschiff LZ 104/L 59 von Bulgarien aus mit Nachschub zu versorgen. Nachdem britische Berichte über den Rückzug der Schutztruppe in Deutschland abgehört wurden, entschloss man sich zum Abbruch des Unternehmens, da es keine sicheren Landegebiete in Ostafrika mehr gab. LZ 104 kehrte über dem Sudan wieder um und stellte lediglich einen Langstreckenrekord (6757 Kilometer in 95 Stunden) der frühen Luftfahrt auf.

Übergang nach Mosambik bis zur Kapitulation

Der Durchbruch der Schutztruppe Deutsch-Ostafrika über den Rowuma Mitte November 1917. Darstellung von Carl Arriens

Im November 1917 fasste Lettow-Vorbeck den Entschluss, unter Zurücklassung von Verwundeten und Kampfunfähigen den Grenzfluss Rovuma mit 280 deutschen und 1600 afrikanischen Soldaten sowie einem Tross von 5000 Trägern und Frauen zu überschreiten und sich nach Portugiesisch-Ostafrika zu begeben. Am 25. November besiegte er in der Schlacht von Ngomano portugiesische Truppen und sicherte den Übergang über den Grenzfluss.

Seine Rechnung ging insofern auf, als die britischen Kräfte Schwierigkeiten hatten, ihn im unwegsamen Nordmosambik aufzuspüren und die portugiesischen Kolonialtruppen kein kampfstarker Gegner waren. In Nordmosambik konnte Lettow-Vorbecks Truppe mehrere Stützpunkte und Depots einnehmen, aus denen er Verpflegung, Waffen und Munition auffüllen konnte, die aber knapp blieben. Die Briten verlegten indes ihr regionales Hauptquartier nach Porto Amelia (heute: Pemba) und begaben sich auf die Suche nach der Schutztruppe.

In den nächsten Monaten zog die Schutztruppe ständig umher, auf der Suche nach Verpflegung und um größeren Kämpfen auszuweichen. Sie gelangte bis in die Nähe von Quelimane. Hier erreichten ihn Nachrichten, dass in der Gegend starke britische Verbände zusammengeführt wurden. Lettow-Vorbeck beschloss, wieder nach Norden zu ziehen. Ständig von britischen Einheiten verfolgt, die ihn aber nie stellen konnten, überquerte die Schutztruppe am 28. September wieder den Rovuma und kehrte auf das Gebiet von Deutsch-Ostafrika zurück.

Hier zog sie nach Norden, entlang des Nyassa-Sees über Songea und Mbozi. Hier entschloss sich Lettow-Vorbeck, den Marsch nach Nordrhodesien fortzusetzen, das nach seinen Informationen weithin frei von britischen Truppen war, die ihn in anderen Teilen der Kolonie vermuteten. Hier erhielt er durch britische Parlamentäre am 13. November 1918 die Nachricht vom Waffenstillstand in Europa. Am 25. November 1918 wurde in Abercorn (heute Mbala) südlich des Tanganjika-Sees die Kapitulation unterzeichnet und der nur noch 1.300 Mann starke Verband offiziell aufgelöst.

Die menschlichen Kosten des Krieges

Die Alliierten hatten 210.000–240.000 Soldaten eingesetzt, die Hälfte von ihnen Afrikaner. Die Briten verloren 3.443 an Gefallenen und 6.558 Verstorbene aufgrund von Krankheiten. Die entsprechenden Verluste der Belgier betrugen 683 Gefallene und 1300 Tote durch Krankheit. Auf portugiesischer Seite starben 1734 Europäer und eine unbekannte Zahl von Afrikanern. Die Verluste der Schutztruppe betrugen 734 Europäer und 1798 Afrikaner.

Im Rahmen des Ersten Weltkrieges waren diese militärischen Verluste durchaus überschaubar, kostete doch allein der erste Tag der Schlacht an der Somme im Kriegsjahr 1916 20.000 britischen Soldaten das Leben. Weitaus schwerwiegender waren die Folgen der Kriegsführung für die afrikanische Zivilbevölkerung, die sehr viel höhere Verluste an Menschenleben ertragen musste. Bei einer Bevölkerungszahl von nur 7,6 Millionen hatte die afrikanische Bevölkerung Deutsch-Ostafrikas Hunderttausende von Toten zu beklagen.

Aus den Dörfern kamen die Träger, die von allen Kriegsparteien für Nachschub und Materialtransport im wegarmen Land eingesetzt wurden. Das britische Kolonialministerium schätzte, dass insgesamt etwa 750.000 Träger auf alliierter Seite im Einsatz waren, wozu 100.000–200.000 auf deutscher Seite kamen. 1917 zählte der britische Oberbefehlshaber 125.000 Träger, davon 80.000 aus DOA. Das britische Carrier Corps hatte über insgesamt 400.000 „offizielle“ Träger im Dienst, je zur Hälfte aus Kenia und DOA (diese Zahlen ergeben sich durch Addieren der im Laufe des Krieges verpflichteten Träger). Hinzu kamen große Zahlen örtlich verpflichteter Träger. General Northey setzte für seine von Nyassaland her operierende Nyasa-Rhodesia Field Force etwa 200.000 Träger für den Nachschub ein. Die Force Publique der Belgier hatte 260.000 Träger verpflichtet. Zusammen mit den Trägern der Deutschen (in der Spitze ca. 45.000 einschließlich der Hilfskräfte) wird geschätzt, dass etwa eine Million Träger während des Krieges zum Einsatz kamen. Sie wurden zu Beginn des Feldzuges noch angeworben und dienstverpflichtet, im späteren Verlauf dann unter Gewaltandrohung in den Transportdienst gepresst. Hunger, Krankheiten und die Strapazen ihrer Zwangsarbeit kosteten 100.000–300.000 Trägern aller Seiten das Leben. Die Träger waren zugleich die jüngeren Männer, deren Arbeitskraft auf den Feldern dann fehlte. Die Züge der kämpfenden Heere verwüsteten seit 1916 das Land, Lebensmittel und Vieh wurden requiriert. Die Schutztruppe brannte oft die Felder hinter sich ab, um dem nachrückenden Gegner keine Vorräte zu hinterlassen.

Als die Schutztruppe im November 1917 den Rovuma überschritt, ließ sie im Süden der Kolonie eine große Hungersnot zurück. Im Jahre 1918 nahmen die Folgen der Verwüstung zusammen mit einer Dürreperiode katastrophale Ausmaße an. Es gibt keine Übersicht, wie viele Menschen damals in Ostafrika verhungerten. Aus dem Bezirk Dodoma wurde für 1917/1918 ein Bevölkerungsverlust von 20 % gemeldet. Nach Schätzungen kostete der Krieg der Kolonie rund 650.000 Menschenleben, fast ein Zehntel der damaligen Bevölkerung. Ab 1918 breitete sich unter der geschwächten Bevölkerung die internationale Epidemie der Spanischen Grippe aus und forderte weitere 50.000–80.000 Opfer.

Die Kosten für den Krieg der Europäer mussten letztlich von den Afrikanern getragen werden.

 

Schutztruppe war die offizielle Bezeichnung der militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien in Afrika von 1891 bis 1918.

In den sogenannten Schutzgebieten Deutsch-Ostafrika, Kamerun und Deutsch-Südwestafrika befanden sich Schutztruppen, die die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Inneren zur Aufgabe hatten. Sie wurden zum Beispiel zur Niederschlagung von Aufständen, Grenzsicherung oder zur Sicherung von Expeditionen eingesetzt. Für eine Landesverteidigung gegen äußere Angreifer waren sie nicht konzipiert.

Die Schutztruppen bildeten einen vom Reichsheer und der Kaiserlichen Marine unabhängigen Teil der Armee des Deutschen Reiches unter dem Befehl des deutschen Kaisers.

Ostafrika

Die Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika wurde durch das Reichsgesetz vom 22. März 1891, die Schutztruppen für Kamerun und Deutsch-Südwestafrika durch das Reichsgesetz vom 9. Juni 1895 errichtet. Der Stiftungstag der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika wurde der 8. Februar 1889, um das Andenken der Wissmann-Truppe zu ehren und zu verkünden, dass die Schutztruppe aus der Wissmann-Truppe hervorgegangen ist. Der Stiftungstag für die Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika wurde durch die Allgemeine Kabinettsorder vom 16. September 1911 auf den 16. April 1889 festgelegt.

Die zusammenfassende Regelung der Rechtsverhältnisse der Schutztruppen in den afrikanischen Kolonien erfolgte durch das Reichsgesetz vom 7./18. Juli 1896 (Schutztruppengesetz). 1907 wurde die Verwaltung der Schutztruppe in das neu geschaffene Reichskolonialamt eingegliedert. Das Oberkommando der Schutztruppe war in der Mauerstraße 45/46 (Berlin-Mitte) untergebracht, in unmittelbarer Nähe des Reichskolonialamtes.

Die Truppen setzten sich aus Offizieren, Sanitäts- und Veterinäroffizieren, Unteroffizieren, Mannschaften und Beamten sowie angeworbenen Einheimischen zusammen, die in der deutschen Armee als spezielle Truppe (Askari) Dienst taten. In Deutsch-Südwestafrika gab es keine Askari. Dafür warb man eingeborene Hilfstruppen an.

Südwestafrika

Die Mannschaften Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika bestanden aus Soldaten des Heeres und der Marine (und auch Österreichern), die sich freiwillig aus ihren Regimentern für die Truppe gemeldet hatten. Vor der Verschiffung nach Afrika wurden die Freiwilligen auf deutschen Ausbildungsstützpunkten für ihre speziellen Aufgaben vorbereitet. Solch ein Stützpunkt befand sich beispielsweise in Karlsruhe. Wegen der oft feucht-heißen Bedingungen am Oberrhein sorgte man hier für eine frühe Akklimatisierung.

Stärke

1913 bestanden die Schutztruppen in Deutsch-Ostafrika aus 410 Deutschen und 2.682 Askari, in Deutsch-Südwestafrika aus 1.967 Deutschen und in Kamerun aus 185 Deutschen und 1.560 Einheimischen.

Strafrecht

Für die Schutztruppen galten die deutschen Militärgesetze und die deutsche Militärdisziplinarstrafordnung. Die Militärstrafgerichtsbarkeit über sie wurde nach der Verordnung vom 26. Juli 1896 durch das Gericht des Oberkommandos der Schutztruppen (Reichskanzler und ein vortragender Rat) und Abteilungsgerichte (Befehlshaber der Abteilung und ein untersuchungsführender Offizier) verwaltet. Das Verfahren war das der deutschen Militärstrafgerichtsordnung vom 1. Dezember 1908.

Aufstellung der Schutztruppen

Oberkommando der Schutztruppen (ab 1897): Berlin - Reichskolonialamt

Deutsch-Ostafrika Kommando Daressalam

1. Kompagnie: Aruscha

2. Kompagnie: Iringa und Unbena

3. Kompagnie: Lindi

4. Kompagnie: Kilimatinde und Ssingidda

5. Kompagnie: Massoko

6. Kompagnie: Udjidiji und Kassulo

7. Kompagnie: Bukoba, Ussuwi und Kifumbiro

8. Kompagnie: Tabora

9. Kompagnie: Usumbura

10. Kompagnie: Daressalam

11. Kompagnie: Kissenji und Mruhengeri

12. Kompagnie: Mahenge

13. Kompagnie: Kondoa-Irangi

14. Kompagnie: Muansa und Ikoma

Zusätzlich in Daressalam: ein Rekrutendepot, eine Signalabteilung und Intendatur.

Stärke: 68 Offiziere, 42 Ärzte, 150 weiße Beamte, Feuerwerker und Unteroffiziere, 2472 farbige Soldaten

Deutsch-Südwestafrika Kommando Windhuk

Gericht des Kommandos, Intendantur, Sanitätsamt u. Vermessungstrupp

Nordbezirk Kommando Windhuk

1. Kompagnie: Regenstein, Seeis

4. Kompagnie (MG): Okanjande

6. Kompagnie: Outjo und Otavi

2. Batterie: Johann-Albrechts-Höhe

Verkehrszug 1: Karibib

Proviantamt: Karibib

Pferdedepot: Okawayo

Artillerie- und Train Depot: Windhuk

Lazarett: Windhuk

Hauptsanitätsdepot: Windhuk

Bekleidungsdepot: Windhuk

Ortskommandantur: Windhuk

Ortskommandantur u. Proviantamt: Swakopmund

Südbezirk Kommando: Keetmanshoop

2. Kompagnie: Ukamas

3. Kompagnie: Kanus

5. Kompagnie (MG): Chamis und Churutabis

7. und 8 Kompagnie: Gochas und Arahoab (Kamelreiter und MG), Lazarett.

1. Batterie: Narubis

3. Batterie: Kranzplatz bei Gibeon

Verkehrszug 2: Keetmanshoop

Artillerie- und Train-Depot: Keetmanshoop

Lazarett - und Sanitätsdepot: Keetmanshoop

Bekleidungsdepot: Keetmanshoop

Proviantamt: Keetmanshoop

Garnisonverwaltung: Keetmanshoop

Pferdedepot: Aus

Kamelgestüt: Kalkfontain

Ortskommandantur u. Proviantamt: Lüderitzbucht

Stärke: 90 Offiziere, 22 Ärzte, 9 Veterinäre, 59 Beamte, Feuerwerker, 342 Unteroffiziere, 1444 weiße Soldaten

Kamerun (Stand: 1914) Kommando Soppo

1. Kompagnie (Stammkompanie) und Artilleriedetachement: Duala

2. Kompagnie: Bamenda, Wum und Kentu

3. Kompagnie: Mora und Kusseri

4. Kompagnie (Expeditionskompanie): Soppo

5. Kompagnie: Buar und Karnot (Carnot)

6. Kompagnie: Mbaiki, Nola und Nguku

7. Kompagnie: Garua, Nassarau (Nassarao), Mubi, Marua, Lere

8. Kompagnie: Ngaundere

9. Kompagnie: Dume und Baturi

10. Kompagnie: Ojem und Mimwoul

11. Kompagnie: Akoasim (Akoafim), Ngarabinsam und Minkebe

12. Kompagnie: Bumo, Fiange (Fianga), Gore und Schoa

Stärke: 61 Offiziere, 17 Ärzte, 23 Beamte, Feuerwerker, 98 weiße Unteroffiziere, 1550 afrikanische Soldaten

Polizeitruppen

In Afrika und in der Südsee waren diese den Zvilbehörden, in Kiautschou dem Gouvernement unterstellt. Sie waren jedoch in keinem Fall Teil einer militärischen Verwaltung (Bei den Zahlenangaben über Polizeitruppen handelt es sich häufig um Sollstärken.)

Deutsch-Ostafrika

4 Offiziere, 61 weiße Wachtmeister, 147 farbige Unteroffiziere, 1.863 Askari (ohne so genannte Knüppel-Askaris)

Kamerun

4 Offiziere, 37 Köpfe sonstiges weißes Personal, 1.255 Mann (ausschl. Zoll)

Deutsch-Südwestafrika

7 Offiziere, 9 Köpfe Verwaltung, 68 Polizeiwachtmeister, 432 Polizeiserganten, 50 Vertragspolizisten, außerdem farbige Polizeidiener

Togoland

2 Offiziere, ? Polizeimeister, 530 farbige Soldaten

Deutsch-Neuguinea

19 weiße Polizeimeister, 670 farbige Polizisten in Neuguinea und auf den Inseln

1 farbiger Polizeimeister, 30 Fita - Fita, 20-25 Landespolizisten auf Samoa. Die Fitafita bestand aus Häuptlingssöhnen und war hauptsächlich für den Ordonnanzdienst, den Dienst als Bootsmannschaft, Hilfspolizist, Ehrenwache und Postbote vorgesehen. Die Landespolizisten waren dagegen für den üblichen Polizeidienst vorgesehen.

Kiautschou

sog. chinesische Polizei (war Teil der Zivilverwaltung und bestand ausschließlich aus Chinesen)

Europäischer Stab und 60 Chinesen

Die berittene Landespolizei von Deutsch-Südwestafrika bestand im Gegensatz zu den berittenen Polizeien der anderen Kolonien ausschließlich aus Deutschen.

Moderne Schutztruppen

Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet der aus der Kolonialzeit stammende Begriff Schutztruppe (meist internationale) Truppen, die in anderen Ländern nach einem Krieg oder Ähnlichem die öffentliche Ordnung und Sicherheit bzw. den Herrschaftsanspruch der Großmächte gewährleisten sollen. Ein Beispiel für eine solche Schutztruppe ist ISAF in Afghanistan

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Beschreibung

Colonel von Lettow-Vorbeck.

Commander of the heroic defenders of German East Africa.

 

Original photographic print from 1917.

Based on an original photograph by court photographer Hermann Noack, Berlin.

 

Mounted on green cardboard.

With an embossed coat of arms of nobility at the bottom edge.

 

Size 190 x 280 mm.

 

With minimal signs of age and use, in very good condition.

 

Excellent image quality on art print paper – extremely rare!!!

 

100% authenticity guaranteed – no reproduction, no reprint!!!

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Hermann Noack, German photographer of the Imperial era.

He was court photographer to Her Majesty the Queen of Prussia and ran a photo studio in Berlin (Unter den Linden 45) from 1870 to about 1907.

 

Paul Emil von Lettow-Vorbeck (born March 20, 1870 in Saarlouis; died March 9, 1964 in Hamburg) was a German officer, ultimately a General of the Infantry and commander of the German East Africa protection force during the First World War, as well as a writer. He came from the Pomeranian noble family of Lettow-Vorbeck.

Life

Military career

Lettow-Vorbeck joined the 4th Foot Guards Regiment as a warrant officer on February 7, 1888, became a second lieutenant in 1889, a first lieutenant in 1895, and a captain in 1901. In 1900/01, he participated in the suppression of the Boxer Rebellion in China. Between 1904 and 1906, he served in the colony of German South-West Africa as adjutant to Chief of the General Staff Martin Chales de Beaulieu and as a company commander in the suppression of the Herero uprising. However, he returned to Germany in the autumn of 1906 and was seconded to the General Staff. In 1907, he was promoted to supernumerary major and appointed adjutant to the General Command of the 11th Army Corps. In March 1909, he became commander of the II Naval Battalion in Wilhelmshaven. As a lieutenant colonel, he was appointed commander of the Imperial Protection Force for Cameroon on October 18, 1913. Before he could take up his command there, he was already seconded to represent the commander of the Protection Force for German East Africa, which he formally commanded from April 13, 1914.

Military deployment in German East Africa

During the First World War, he and the German East Africa Schutztruppe (colonial protection force) successfully defended the colony against the British until 1916, repelling a landing attempt by numerically superior Anglo-Indian forces at the Battle of Tanga. After both the British in Kenya and the Belgians in the Congo reinforced their forces and launched a major offensive in January 1916, the Schutztruppe was forced to gradually withdraw and was pushed back to the south of the colony by the end of 1916.

Lettow resorted to guerrilla tactics, repeatedly outmaneuvering the Allied forces through speed and tremendous marching efforts. In November 1917, the remnants of the German colonial troops withdrew from German East Africa to Mozambique (then Portuguese East Africa) and continued their bush war there. In doing so, they continued to tie down considerable British and, above all, South African troops, who never managed to decisively engage the German colonial troops. His main adversary for a long time was the South African General Jan Christiaan Smuts, later a lifelong friend. In mid-1918, faced with British reinforcements in Mozambique, Lettow-Vorbeck turned north again and marched unexpectedly back into German East Africa. He advanced through the south of the country to Northern Rhodesia. There, near Kasama, he learned of the armistice in Europe; a monument was later erected at this site.

He often provoked resentment among his white officers and non-commissioned officers, as well as within the German civil administration, through wartime orders that imposed restrictions on the colonial lifestyle. From the outset, he had significant differences with Governor Heinrich Schnee regarding war aims: while Schnee primarily valued preserving the protectorate and was prepared to make concessions to the British, Lettow-Vorbeck sought to tie down as many Allied troops as possible in Africa to relieve pressure on the European front. Despite being vastly outnumbered, he continued fighting with his troops, isolated from mainland Germany, and was the only German commander of the First World War to penetrate British territory.

The "human cost" (human losses) of his and the Allied war was borne primarily by the African population of the colony and the colonies he invaded, Mozambique and Northern Rhodesia. Both sides avoided direct combat and attempted to cut off each other's supplies. As a result, contested areas were devastated, able-bodied men and food supplies were confiscated, and many died of hunger and disease. The recruitment of porters for supplies and material transport in the sparsely populated country by all belligerent sides, according to expert estimates, cost the lives of at least 100,000 porters.

Lettow-Vorbeck's troops consisted mostly of local Askari. Only a few hundred Germans fought in his force, primarily forming the officer corps. In mid-1915, the survivors of the light cruiser Königsberg, along with its salvaged naval artillery, and the crew of the auxiliary ship Somali were also incorporated into his troops.

End of the First World War

On November 13, 1918, two days after the armistice in Europe, Lettow-Vorbeck, by then promoted to major general, learned from the papers of a captured British motorcyclist who was supposed to deliver the message to the British troops about the armistice and the ordered surrender of the protectorates within a month. Lettow-Vorbeck distrusted the report because, lacking communication means, he could not have the news confirmed by the German High Command.

Finally, confirmation of the armistice arrived from Salisbury in Southern Rhodesia, and there was no doubt about its validity. On November 18, 1918, the last fighting units of both sides learned of the ceasefire in Europe. They agreed with the British to march together to Abercorn, south of Lake Tanganyika, where Lettow-Vorbeck officially laid down his arms on November 25, 1918.

Upon his return to Germany, he and the 143 surviving German soldiers were given a triumphant welcome in Berlin on March 12, 1919.

In April 1919, he assumed command of the Marine Division subordinate to the Guard Cavalry Rifle Corps, which also included the 1st Protection Troops Regiment. On January 30, 1920, he was awarded the Knight's Cross of the Military Order of St. Henry. He had already received the highest Prussian military order, the Pour le Mérite, on November 4, 1916, and the Oak Leaves to it on October 10, 1917.

Freikorps and Kapp Putsch

In Hamburg, riots began on June 23, 1919, due to spoiled food (the so-called "head cheese riots"). Four days after the unrest ended, Lettow-Vorbeck marched into Hamburg with the "Lettow Corps" on July 1, 1919, even though order had already been restored. Lettow-Vorbeck and his corps joined the Ehrhardt Naval Brigade, commanded by Lieutenant Commander Hermann Ehrhardt, as a division commander. Contrary to false claims, Lettow-Vorbeck was not court-martialed in 1920 for his participation in the Kapp Putsch; he was merely placed on leave pending the investigation. He was finally discharged from the Reichswehr in August 1920 with a promotion to lieutenant general, retaining his pension entitlements and the honorable right to continue wearing his uniform.

No trial took place before the Supreme Court of the German Reich for alleged high treason; after a preliminary investigation by the Supreme Court regarding his alleged involvement in this event through the bona fide subordination of the Reichswehr Brigade 9, which he commanded, to General von Lüttwitz as his direct superior, the Supreme Court issued a dismissal order on September 20, 1920 (source: Federal Archives N 103/55).

Weimar Republic and the time of N.

Shortly after the end of the war, he published two books dealing with his time in East Africa (su), which are still the subject of controversial debate today. In them, he demanded the return of the colonies, arguing that the victorious powers had annexed them to expand their own colonial holdings; there could be no talk of "liberation." In 1923, he moved to Bremen, where he worked as a wholesale merchant for the company Konrad Keller & Cie.

Lettow-Vorbeck lived in Bremen, on Colmarer Straße, for more than 20 years from 1923 until 1945. He was a central figure in conservative circles and a member of the German National People's Party (DNVP).

In 1926 he was able to ensure that the former Askari of the German East African "protection force" received the wages that had been outstanding since 1917 and also a small pension, which was later continued to be paid by the Federal Republic of Germany.

From 1928 to 1930 he was a member of parliament for the right-wing conservative DNVP in the Reichstag; in July 1930 he switched to the moderate People's Conservative Association, an indication that he was not prepared to support the rightward shift of the party under its chairman Alfred Hugenberg, who had been in office since 1928.

He promoted the construction of the Reich Colonial Memorial (now the Anti-Colonial Memorial) in Bremen, which he also inaugurated in 1932. At the inauguration ceremony, he gave one of the speeches, which primarily focused on demanding the return of the German colonies.

In 1933, Lettow-Vorbeck was courted by Hindenburg and unsuccessfully urged to join the Nazi Party. He declined the offered position of head of the Reich Colonial Ministry. In April 1933, he unsuccessfully protested to Reich President Hindenburg against the Nazi Party's dismissal of Bremen Police Colonel Caspari. Nevertheless, on August 1, 1933, he was appointed State Councillor in Bremen, one of the city's highest positions.

In June 1934, a special police unit disrupted a lecture by Lettow-Vorbeck to former members of the Schutztruppe (colonial protection force), members of the SS, and friends, beating those present, including Lettow-Vorbeck. His protest to H. had no major consequences.

Minister G., J. noted in his diary on January 21, 1938, about Lettow-Vorbeck: "Another reactionary!" And shortly afterward: "Lettow-Vorbeck is railing against the state and the party. I'm having him banned from public speaking." For example, Lettow-Vorbeck's publicly expressed respect for the Askaris didn't fit into the Nazi worldview of the Nazis. After he was allowed to speak publicly again, Lettow-Vorbeck avoided verbal attacks on the state and the party and dealt exclusively with colonial issues and war reminiscences.

In 1938, the Leer barracks and in 1939 the Bremen Realgymnasium (today the Hermann-Böse-Gymnasium) were also named after him. Lettow-Vorbeck was granted the honorary rank of General of the Infantry on August 27, 1939, the so-called Tannenberg Day.

His son, Rüdiger von Lettow-Vorbeck, was killed on June 5, 1940, and his brother Arnd on October 19, 1941. In 1945, Lettow-Vorbeck's house in Bremen was destroyed in an air raid. He moved to the district of Eutin and then to Hamburg.

Lettow-Vorbeck's relationship with the N. appears contradictory. On the one hand, he welcomed Hs M. and even appeared as a speaker at events, particularly on the colonial question, until 1938; on the other hand, his regime-critical remarks met with disapproval from the N. For example, in 1933/34 he protested against the dismissal of the Bremen police commander Walter Caspari and against the integration of the "S." into the S.

The Nazis attempted to exploit Lettow-Vorbeck's popularity for their own purposes, but he remained true to his conservative-reactionary stance and advocated only for the return of the colonies. When, from 1943 onward, the Nazis definitively rejected colonial revisionism in favor of conquering "living space in the East," Lettow-Vorbeck became irrelevant to them.

Last years

Commissioned by a magazine, he revisited his former places of work in Africa in 1953. His book, "Africa, as I Saw It Again," published shortly thereafter, is a justification of colonial rule. While he conceded that "one day the natives should govern themselves entirely independently," he maintained that this could only be a long-term goal: "Until then, European leadership is necessary; even the more reasonable Black people understand this." He also welcomed the South African apartheid regime. In 1956, von Lettow-Vorbeck was made an honorary citizen of his birthplace, Saarlouis. His memoirs, "My Life," were published in 1957. Since the West German government did not provide him with a pension, his adversary from the First World War, Jan Christiaan Smuts, collected financial support for him among his officers. When von Lettow-Vorbeck died in Hamburg in 1964, the Federal Government, with the assistance of the Bundeswehr (German Federal Armed Forces), flew in two former "Askari" (members of the German Army's special forces) as state guests so that they could pay their last respects to "their" general. Several Bundeswehr officers were assigned to the honor guard, and Defense Minister Kai-Uwe von Hassel delivered the eulogy, emphasizing that the deceased had truly been undefeated in the field. Paul von Lettow-Vorbeck was buried in Pronstorf, Segeberg district, Schleswig-Holstein, in the cemetery of St. Vicelin's Church.

Remembrance

Several streets in German cities are named after Paul von Lettow-Vorbeck. Five Bundeswehr barracks in Leer, Hamburg-Jenfeld, Bremen, Bad Segeberg and Wentorf near Hamburg bear or bore the general's name.

In the spring of 2010, the Saarlouis city council renamed "Von-Lettow-Vorbeck-Straße" to "Walter-Bloch-Straße" and "Hubert-Schreiner-Straße," respectively. In Hanover, the renaming of "Lettow-Vorbeck-Allee" to "Namibia-Allee" was only provisionally halted after an administrative court dispute; however, the ruling is not yet legally binding, and an appeal can be filed with the Higher Administrative Court. Streets named after Lettow-Vorbeck still exist in Wuppertal, Cuxhaven, Mönchengladbach, Radolfzell, Bünde, and Halle (Westphalia).

The barracks in Leer, East Frisia, also bore the officer's name until it was renamed "Evenburg Barracks" in the autumn of 2010.

The Lettow-Vorbeck Barracks in Bad Segeberg closed its gates for good on December 31, 2008, and the site has been unused ever since. The former Lettow-Vorbeck Barracks in Hamburg-Jenfeld is no longer operated as a barracks. Smaller sections of the property are still used by the Federal Police and the Bundeswehr University Hamburg. It is being redeveloped into "New Jenfeld City." The Bundeswehr refers to the remaining buildings as the "Jenfeld Area." The historic buildings with facade motifs referencing the colonial troops are to be preserved.

A dinosaur named Dysalotosaurus lettow-vorbecki was discovered during excavations in what was then German East Africa, along with other dinosaurs, and is on display at the Berlin Museum of Natural History.

 

German East Africa is the name of a former German colony from 1885 to 1918. The territory comprised the present-day countries of Tanzania (excluding Zanzibar), Burundi, and Rwanda. It was the largest and most populous colony of the German Empire.

Possession of the land and development until 1904

In the 1880s, voices in Germany began calling for a more intensive colonial policy. Chancellor Otto von Bismarck initially rejected this, as his foreign policy focused primarily on Europe. However, mounting social and economic problems forced the German Empire to act. The economy supposedly lacked new markets, which were already generating considerable wealth for other European colonial powers. Dominant economic circles hoped to weaken the burgeoning labor movement through an emigration campaign aimed at establishing a "German India" overseas, where they believed there were brilliant opportunities for development. This idea resonated with nationalist-minded members of the bourgeoisie and the aristocracy.

The driving force behind the colonization of Africa was Carl Peters, the pastor's son, who, in the Society for German Colonization he founded, was tasked with acquiring territories in Africa. Peters arrived in Zanzibar on November 10, 1884. He traveled in disguise, as his plans were to remain undetected by the British.

Shortly thereafter, the first "protection treaties" were concluded on the mainland, reaffirming the colonizing company's claim to the land, though their true meaning was mostly misunderstood by the signing chiefs. On February 27, 1885, Kaiser Wilhelm I issued a letter of protection legitimizing the occupation of East African territories. The German East Africa Company, by then renamed and headed by Carl Peters, now also had the backing of the German Empire and could continue its annexations. In the same year, the Sultanate of Witu came under German control. Peters subsequently succeeded in acquiring large territories for Germany. For example, in 1887 he was able to purchase the coastal region between the Umba and Rovuma rivers.

In 1888, a large part of the predominantly Arab coastal population rose up under the leadership of slave trader Bushiri bin Salim, from Tanga in the north to Lindi in the south, against the German occupation and the ban on the slave trade imposed by the Germans (the so-called Arab Revolt). The Black African population largely sided with the Germans in this conflict, as they had suffered greatly under the Arab slave trade before the arrival of the Europeans. Hermann von Wissmann, appointed Imperial Commissioner on February 3, 1889, and leading a newly formed "protection force," succeeded in suppressing the revolt. This force, commanded by German officers, initially consisted mainly of foreign African mercenaries (Askari), mostly Sudanese. The rebel leader, Bushiri bin Salim, was executed on December 15, 1889. The Arab slave trade, centered in East Africa by the Sultanate of Zanzibar, came to an end.

On July 1, 1890, the Heligoland-Zanzibar Treaty was concluded between Germany and Great Britain. The treaty stipulated the transfer of the North Sea island of Heligoland and the Caprivi Strip (present-day Namibia) to the German Empire, while Witu Land (present-day Kenya) and claims to Zanzibar were ceded to Great Britain. In 1891, German East Africa was officially placed under the administration of the German Empire as a "protectorate," and Wissmann's soldiers were officially designated as the Schutztruppe (protection force). The first civil governor was Julius Freiherr von Soden, serving from 1891 to 1893. He was succeeded by Friedrich von Schele, who, following conflicts with the Maasai, led a punitive expedition against the Wahehe in 1894 and captured the fortress of Kuironga from Chief Mkwawa. Carl Peters was appointed Imperial Commissioner in 1891, but dismissed again in 1897 due to allegations of cruelty. Further uprisings against the colonial administration, headed by Governor Eduard von Liebert from 1897 to 1901, ensued. The rebellion of the powerful Wahehe people in the south of the protectorate was suppressed by 1898.

In the 20th century, agricultural development was intensified through the introduction of rubber and cotton cultivation. Many local workers were conscripted for forced labor and further burdened by high taxes.

Colonial societies

The following colonial societies chose German East Africa as their field of activity:

the German East Africa Society

the German East African Plantation Company

L. & O. Hansing, Mrima Land- und Plantagengesellschaft in Hamburg

the Usambara Coffee Growing Company in Berlin, founded in 1893

the Pangani company

the Rhenish Trade and Plantation Company in Cologne, founded in 1895

the West German Trading and Plantation Company Düsseldorf, founded in 1895

Sigi-Pflanzungsgesellschaft mbH in Essen on the Ruhr, founded in 1897

Montangesellschaft mbH in Berlin, founded in 1895

the Irangi Society

Usindja Gold Syndicate, later Victoria-Njansa Gold Syndicate, Berlin, founded 1896

Kilimandjarao Trading and Agricultural Company, formerly Kilimandjaro Ostrich Breeding Company in Berlin, founded in 1895

Sakarre AG coffee plantation in Berlin, founded in 1898

Lindi-Hinterland-Gesellschaft mbH in Koblenz, formerly Karl Perrot & Co., Deutsche Lindi-, Handels- und Plantagengesellschaft in Wiesbaden, founded in 1900

German Agave Society in Berlin, founded in 1902

Bergbaufeld Luisenfelde GmbH in Berlin, founded in 1902

The Maji Maji Rebellion

Due to increasingly repressive measures, tax increases, and especially the introduction of so-called village shambas (cotton fields where villagers were forced to work), the Maji Maji Rebellion broke out in 1905. The first disturbances occurred in the second half of July in the Matumbi Mountains, west of the coastal town of Kilwa. At that time, the German colonial administration in Dar es Salaam still hoped that it was a localized event. However, this assessment by Governor Gustav Adolf Count von Götzen proved to be completely wrong by August 15th at the latest, when insurgents stormed the military post at Liwale. The resistance against colonial rule had thus taken on a definitively threatening dimension for the Germans.

The particular danger for the colonial administration lay in the structure of the resistance, which spread rapidly across ethnic and political boundaries. Within a few weeks and months, various ethnic groups joined the uprising. This was made possible primarily by the Maji cult, which, drawing on traditional myths, resonated in different regions. The prophet Kinjikitile Ngwale preached resistance against the Germans and spread his message using "holy water" (water = Maji) as a kind of medicine. The Maji was supposed to protect the insurgents in battle by transforming enemy bullets into water droplets. The integrative power of the Maji cult reached its climax in the storming of the Mahenge boma (fortified station) on August 30, 1905, when nearly 4,000 Africans attacked the German outpost, which was defended by approximately 80 German troops and 200 loyal locals. However, the Maji proved ineffective against machine gun fire, and the attackers suffered devastating losses.

The setback at Mahenge did not, however, mark the end of the uprising's expansion. Further groups joined the movement, and by October the insurgents controlled roughly half the colony. Following the costly open field battles, the insurgents soon shifted to waging a guerrilla war against the Germans, which, albeit without the previous overarching cooperation, continued until 1907.

From 1906 onward, the Germans countered the insurgents' guerrilla tactics with a "scorched earth" strategy. Villages were destroyed, crops and supplies burned, wells filled in, and family members of the ringleaders were held collectively responsible for their actions, in order to deprive the insurgents of the means to wage war. However, this also resulted in a devastating famine that depopulated entire regions and permanently altered the social structures of African society. Insurgent losses are currently estimated at between 100,000 and 300,000 people. On the opposing side, 15 Europeans and 389 African soldiers lost their lives. The number of German soldiers in the colony (excluding African Askari) never exceeded 1,000 men during the entire uprising (in addition to the Schutztruppe, crew members of German warships were deployed as "land soldiers," as well as civilian volunteers, including a number of non-German whites, mostly British and South Africans). The Reichstag in Berlin refused to approve any additional funds to suppress the uprising, arguing that, unlike German South West Africa, which was intended as a "settlement colony," the colony had to be "self-sustaining."

For various reasons, the events in East Africa received little attention in the German Reich and remained, and to this day remain, overshadowed by the war in German Southwest Africa. To ensure the stability of the colony, the system of governance was softened after the war under the new governor, Rechenberg. However, these reforms largely failed due to resistance from the white settlers. Nevertheless, no significant resistance emerged in East Africa until the end of German rule.

World War I

At the beginning of the First World War, nearly 300 German soldiers and over 4,500 local Askaris were stationed in German East Africa. Unlike the other local populations, the Askaris were fiercely loyal to the German colonial troops and thus posed a formidable opponent for any enemy. As the war progressed, the army was increased to 3,500 German soldiers and 13,000 Askaris. The colonial troops were under the command of Lieutenant Colonel (later General) Paul von Lettow-Vorbeck.

On August 2, 1914, Governor Dr. Heinrich Albert Schnee received news of the German mobilization in Europe. He did not declare a state of war until the morning of August 5, when Great Britain declared war on the German Empire, a fact relayed to the Dar es Salaam coastal radio station in Togo. The colony was almost entirely surrounded by overwhelming enemy forces; the British alone had mustered over 130,000 soldiers. The first attacks were launched by the British cruiser Pegasus, which shelled the Dar es Salaam radio station on August 8. On August 23, it succeeded in destroying the station. Shortly afterward, the British ship was sunk by the cruiser Königsberg. Subsequently, on August 15, 1914, German troops cut the telegraph lines running along Lake Tanganyika and shelled the surrounding towns. On August 22, a German ship opened fire on the port of Lukuga (Belgian Congo).

On November 2nd, the Battle of Tanga began with the landing of an 8,000-strong British corps under the command of General Arthur Aitken, who demanded the immediate surrender of the city. Paul von Lettow-Vorbeck had concentrated his main force on Kilimanjaro and immediately marched towards Tanga. In the early morning hours of November 4th, Lettow-Vorbeck's force launched a relief attack on the port city, resulting in a significant British defeat. The following day, battered by incompetent leadership and German snipers, the British fled in sheer panic. They suffered over 1,000 casualties, while the Germans lost fewer than 100. The British ships steamed away with the survivors, leaving behind a considerable amount of war materiel and communications equipment, which was then used to equip the German colonial troops. Further attacks by the British and Belgians, including one on Kilimanjaro, were successfully repelled. The Belgians also suffered a heavy defeat at Lake Kiwa.

At the beginning of 1915, the British made a second attempt to capture Tanga, but this again failed due to the fierce resistance of the defenders. On April 10, the German supply ship Rubens arrived with a large number of supplies and soldiers. On July 11, the Königsberg was so badly damaged in a naval battle that it was decided to scuttle her.

All subsequent Allied attacks were repelled by the German colonial troops. The balance of power in the fighting around Lake Victoria remained even throughout the year.

In 1916, the situation in the colony changed dramatically when British General Smuts launched a major offensive with almost 100,000 men, forcing the Germans to withdraw from the Kilimanjaro region. Also in that year of the war, a second supply ship arrived, managing to break the Allied blockade undetected.

The city of Tabora held out until September 17th, when it was finally overrun by the Belgians under General Tombeur. Two days later, Portuguese troops invaded German East Africa. However, the Portuguese were less successful and were repulsed.

On November 21, 1917, the German airship LZ 104/L 59 took off from Bulgaria bound for East Africa. The airship's commander, Lieutenant Commander Bockholdt, had loaded ammunition and medical supplies. Due to a forged radio message from the British, the commander turned back shortly before reaching his destination, so that all that remained of this adventurous early aviation undertaking was a long-distance record (6,757 kilometers in 95 hours). The German colonial troops thus had to continue making do with captured supplies. The enemy's superior numbers were by then so overwhelming that they could no longer be countered by courage and strategy. Lettow-Vorbeck was forced to divert to the Portuguese part of East Africa.

In September 1918, the colonial troops marched back onto their own territory. They had covered a distance of over 2,500 km and were able to sustain themselves with Allied war materiel. In November, some final skirmishes took place. As early as October 1918, Lettow-Vorbeck attacked British Northern Rhodesia (now Zambia), where on November 13 (four days after the armistice in Europe) he learned of the German Empire's capitulation. On November 25, 1918, two weeks after Kaiser Wilhelm's abdication, his last soldiers laid down their arms.

The remaining German officers were subsequently interned in Dar es Salaam. In 1919 they were allowed to return to Germany.

The Treaty of Versailles

The Treaty of Versailles stipulated that Germany had to relinquish all its colonies. German East Africa was placed under the administration of the League of Nations on January 20, 1920. Mandates over the territory were granted to Belgium (control over Burundi and Rwanda) and Great Britain (Tanganyika). In the south, the Kionga Triangle was ceded to Portuguese East Africa (Mozambique).

List of governors of German East Africa

1885 - 1888 Carl Peters (Reich Commissioner)

1888 - 1891 Herrmann von Wissmann (Imperial Commissioner)

1891 - 1893 Julius Freiherr von Soden

1893 - 1895 Friedrich Radbod Baron von Scheele

1895 - 1896 Hermann von Wissmann

1896 - 1901 Eduard von Liebert

1901 - 1906 Gustav Adolf Count von Götzen

1906 - 1912 Georg Albrecht Freiherr von Rechenberg

1912 - 1918 Heinrich Albert Schnee

 

World War I in East Africa

Date: August 3, 1914 to November 25, 1918

Location: Burundi, Kenya, Mozambique, Rwanda, Zambia, Tanzania

Outcome: German surrender

Consequences: End of German colonial rule

Peace treaty: Treaty of Versailles

Commander:

Jan Christiaan Smuts
Jacob van Deventer
Charles Tombeur Paul von Lettow-Vorbeck

The fighting in East Africa during the First World War continued throughout the entire duration of the war. This fighting took place mainly on the territory of the then colony of German East Africa, but also in British Kenya, Portuguese Mozambique, and other neighboring countries.

The conflict pitted the German colonial troops against allied forces of the British Empire, Portugal, and Belgium. The majority of those involved on both sides were Africans, fighting as colonial soldiers under the command of European officers or serving as supply porters. Numerous white South Africans and soldiers of the British Indian Army also saw temporary service.

Initial situation

At the start of the war, the armed forces in East Africa were weak on all sides. The agreements of the Congo Conference, as international law, stipulated the neutrality of the colonial territories in the event of war. The purpose of the colonial armies was to secure control over the subjugated population, not to wage war against other colonial armies.

At the start of the war, German East Africa had a colonial force (Schutztruppe) consisting of approximately 2,500 local Askaris and 200 white officers and non-commissioned officers, organized into 14 field companies spread across the country. There was also a police force with 2,100 Askaris and 45 white police officers. Their armament was light – three companies had modern K98 carbines, while the remaining 11 companies were equipped with outdated Mauser rifles. All companies were equipped with machine guns, and the artillery consisted of a few field guns.

The British essentially had at their disposal the battalions of the King's African Rifles, distributed across Kenya, Uganda, Zanzibar and Nyassland, comprising 2,300 Africans and 70 British officers.

Although the Force Publique in the Belgian Congo numbered around 16,000 Askaris, it was primarily stationed as a police force across the entire vast territory.

Portugal and its colony of Mozambique were neutral until 1916.

At the beginning of the war, naval forces also played an independent role. The British could rely on a cruiser group stationed in South Africa, which was transferred to East Africa before the outbreak of war. On the German side, there was the light cruiser SMS Königsberg, stationed in Dar es Salaam, as well as the lightly armed survey vessel SMS Möwe.

During the war, the European belligerents relied on local auxiliary troops (Rugaruga) as well as up to 1,000,000 African porters.

Course of the war

August 1914 to March 1916 – beginning of the war until the Allied offensive

On August 2, 1914, Governor Heinrich Schnee received news of German mobilization in Europe. The Congo Act, passed by the colonial powers in Berlin in 1884, obligated the warring parties to neutrality in Africa in the event of a European conflict. However, the War Office in London feared that German East African ports could be used by the Imperial Navy as bases to hunt British cargo and supply ships in the Indian Ocean. Schnee attempted to keep the colony out of the war and declared the coastal towns "open cities." The commander of the Schutztruppe (colonial protection force), Paul von Lettow-Vorbeck, however, planned to use the Schutztruppe to contribute to the war effort and tie down as many British forces as possible in the East African theater by attacking the Uganda Railway. Initially, though, he followed the governor's orders and withdrew his troops from the city.

The hostilities themselves were ultimately initiated by the warships of both sides. In July, the cruiser Königsberg received orders to attack British merchant ships in the Indian Ocean in the event of war. The Königsberg left the port of Dar es Salaam on July 31, 1914, and managed to shake off the older and slower British cruisers that had already taken up positions there to guard her. After the British declaration of war (August 5), the Königsberg sank the British steamer City of Winchester off the coast of Oman on August 6. The following day, the British cruiser HMS Pegasus appeared off Dar es Salaam and shelled the radio mast, whereupon the governor raised a white flag and took a train to Morogoro. When Lettow-Vorbeck returned to Dar es Salaam with his soldiers on August 8 in the governor's absence, he saw only the British ships sailing out to sea.

In the following months, the fighting was limited to minor skirmishes, as troop strengths on all sides were small. Initial engagements took place against British units along the Kenyan border and against Belgian troops on the Congolese border. There were isolated raids by the German side into the areas of Northern Rhodesia initially held only by British police forces, but these did not result in any occupation. Patrols repeatedly targeted British Kenya to disrupt the Uganda Railway, which runs parallel to the border from the supply port of Mombasa to Nairobi.

In August, the German colonial troops deployed armed ships on Lake Victoria and Lake Tanganyika, initially crippling British and Belgian shipping. Their advance on the important railway station and port of Kisumu was repulsed by the British at Kisii. Boats quickly brought across the Indian Ocean were transported by rail to Kisumu and soon neutralized the German vessels on Lake Victoria. On Lake Tanganyika, however, the colonial troops, with the help of two cargo steamers and the marines from the SMS Möwe, created a small naval fleet that held supremacy on the lake until 1916. With the arrival of the speedboats Mimi and Toutou, transported overland from Cape Town, the tide turned in favor of the British and Belgians.

On August 15, the German colonial troops occupied the border town of Taveta in British East Africa against little resistance. In September, the Königsberg returned to the colony, sank the Pegasus, which was undergoing repairs in Zanzibar, on September 14, and then hid in the Rufiji River delta for engine repairs, as the British had no maps of the delta. The Royal Navy initiated the occupation of Mafia Island and a naval blockade of the delta.

On the British side, the occupation of Taveta led to the decision to bring 4,000 Indian soldiers to Mombasa, who arrived from September onwards. In October, another 8,000 men were embarked from India to combine forces and crush Lettow-Vorbeck's forces. The landing at Tanga on November 2, 1914, was a disaster for the British. Lettow-Vorbeck had learned of the landing through spies and, in the Battle of Tanga, succeeded in forcing the poorly led British-Indian troops to retreat to their ships. The following day, November 3, the other part of the British offensive was repulsed at Longido on the Kilimanjaro massif. A further British defeat followed with the surrender of Indian units in the Battle of Jassini, who had occupied the border town of Jassini, located directly on the coast, and were attacked by Lettow-Vorbeck with a strong force before they could receive reinforcements.

The British achieved minor successes with the capture of Bukoba on June 21, 1915. They also managed to gain supremacy on Lake Victoria after armed motorboats were transported by rail to Port Florence (now Kisumu).

The only aircraft on the German side was an Otto biplane from the Pfalz company with a pusher propeller. Pilot Bruno Büchner arrived in German East Africa with his aircraft on August 5, 1914. The plane was immediately requisitioned by the colonial troops. Büchner and his mechanic reported for duty. A temporary airfield was set up near the radio tower in Dar es Salaam. During a reconnaissance flight to Zanzibar, Büchner was fired upon and wounded by enemy gunboats. He managed to make an emergency landing on the beach near Dar es Salaam. After the aircraft was repaired, First Lieutenant Ernst Ludwig Henneberger was supposed to fly it to the combat zone at Kilimanjaro. However, he was killed in a crash during a test flight on November 15, 1914. The aircraft was then rebuilt in a forge near Dar es Salaam, this time as a floatplane. It completed further flights in the Rufiji Delta. Due to a lack of gasoline, the engine was removed shortly afterwards. It served briefly as the power source for a railcar on the Dar es Salaam-Morogoro line.

On July 11, 1915, the British Navy, after deploying approximately 20 ships, aircraft, and shallow-water monitors, severely damaged the Königsberg, which was besieged in the Rufiji Delta. Its crew scuttled the ship and joined the German colonial troops. They brought their 10.5 cm naval guns with them, which were mounted on gun carriages, giving the Germans their heaviest artillery of the East African campaign.

Further relief for the German side came from the blockade runners A (Rubens) and 15 (Marie), which brought urgently needed supplies, especially ammunition, to the beleaguered German colonial troops. The Rubens, a 6,000 GRT cargo ship, set sail from Wilhelmshaven on February 18, 1915. It was commanded by Lieutenant Carl F. Christiansen. The ship reached German East Africa in April 1915, but was so badly damaged near the coast by the British cruiser Hyacinth that it was grounded in Mansa Bay near Tanga and eventually burned. A large part of the cargo was salvaged, however, and the waterlogged ammunition was painstakingly dried and used by the colonial troops. A second attempt to reinforce the colonial troops by sea was made in March 1916 with the auxiliary ship Marie, commanded by Lieutenant Conrad Sörensen. The ship reached Sudi Bay in southern German East Africa undamaged. The cargo was unloaded and the ship set sail again for Southeast Asia.

Until 1916, the German colonial troops were able to largely hold German East Africa, as the British had decided to concentrate larger forces after the debacle at Tanga. The Belgians in the Congo also needed time to build military units from the scattered police forces of their Force Publique. Following Germany's declaration of war on March 9, 1916, Portugal increased its troops in Portuguese East Africa and agreed to participate in the impending Allied offensive.

March to September 1916 – Allied Offensive

The retreat of the German units then began with the intervention of a large force under South African leadership in January 1916.

The combined British-Indian-South African forces advanced from Kenya.

A column under General Edward Northey, consisting of 5,000 African, British and South African soldiers, invaded the southwest of the colony from Nyasaland.

The Belgian troops advanced from the Congo into Rwanda and Burundi and then along the railway towards Tabora.

The Portuguese initially successfully occupied the Kionga Triangle on the coast. Their further attack to the south was repulsed with heavy losses in 1916, and the occupation of the Makonde Plateau in 1917 also ended in defeat.

The Allied forces were vastly superior in numbers, fielding a total of around 100,000 soldiers, in addition to many more in non-combatant units. Lettow-Vorbeck had prepared well for this situation and engaged the numerically superior enemy in a mixture of mobile and guerrilla warfare (hit and run). The Allied advance could not be stopped, but the mobility of the German troops allowed them to inflict losses on the enemy and usually withdraw in time. The Allied troops suffered greater losses from tropical diseases than from combat, with thousands succumbing to them. The German side was much less affected by this, as the majority of their soldiers were Africans, accustomed to the climate and immune to many diseases. On the Allied side, they faced predominantly South African and Indian soldiers, who were neither accustomed to the climate nor to the diseases.

By August 1916, Allied forces had captured most of the colony's key locations, with the exception of Dar es Salaam. Moshi on Kilimanjaro had already fallen in March. The Central Railway, from Kigoma via Tabora and Dodoma to Morogoro, was under Allied control. Dar es Salaam was not occupied until September, as the British suspected that Lettow-Vorbeck had already moved on to other forces. The German colonial troops withdrew to the area south of the Dar es Salaam-Morogoro-Iringa line.

September 1916 to November 1917 – Bush War in the South

The Allied advance gradually pushed the Schutztruppe (colonial protection force) back into the rugged southeast of the colony. A decisive factor was a shift in British strategy. Initially, they had relied exclusively on Indian, British, and South African troops. Africans were held in low esteem and used only as porters, albeit in very large numbers, since European soldiers, and to a lesser extent Indian soldiers, were allowed substantial baggage allowances. From the outset, the Schutztruppe consisted largely of Africans, who were accustomed to the climate and did not require personal porters, although many of them brought wives and children with them. It was only in 1916 that the expansion of African units, such as the King's African Rifles from Kenya and Uganda, began; these units had previously been primarily assigned to protect the railway line in Kenya. By 1917, half of the British troops were Africans, who posed a more difficult opponent for Lettow-Vorbeck than the white and Indian units with their enormous baggage trains.

The losses of the German colonial troops mounted. A large contingent of 2,000 soldiers under Captain Tafel was forced to surrender in October 1917. A contingent under the command of Max Wintgens broke away from Lettow-Vorbeck's main force in February 1917 and began independent guerrilla operations in the west and north of the German colony. The remnants of this contingent capitulated on October 1, 1917, near Luitaberg, southeast of Kondoa. Lettow-Vorbeck's remaining forces were increasingly concentrated near the Mozambican border. The last radio of the colonial troops was destroyed, so that there was no further communication with Germany.

In November 1917, another attempt was made to supply the German colonial troops (Schutztruppe) from Bulgaria using the airship LZ 104/L 59. After British reports of the Schutztruppe's retreat from Germany were intercepted, the operation was abandoned, as there were no longer any safe landing sites in East Africa. LZ 104 turned back over Sudan, setting only a long-distance record (6,757 kilometers in 95 hours) for early aviation.

Crossing into Mozambique until the surrender

The breakthrough of the German East Africa colonial troops across the Rowuma River in mid-November 1917. Depiction by Carl Arriens

In November 1917, Lettow-Vorbeck decided to cross the Rovuma River, leaving behind the wounded and those unfit for combat, with 280 German and 1,600 African soldiers, as well as a baggage train of 5,000 porters and women, and head for Portuguese East Africa. On November 25, he defeated Portuguese troops at the Battle of Ngomano and secured the crossing of the border river.

His plan worked insofar as the British forces had difficulty locating him in the rugged terrain of northern Mozambique, and the Portuguese colonial troops were not a formidable opponent. In northern Mozambique, Lettow-Vorbeck's troops were able to capture several strongholds and depots from which they could replenish their supplies of provisions, weapons, and ammunition, though these remained scarce. Meanwhile, the British relocated their regional headquarters to Porto Amelia (now Pemba) and began searching for the German colonial troops.

Over the next few months, the Schutztruppe (colonial protection force) constantly moved about, searching for supplies and avoiding major battles. They reached the vicinity of Quelimane. Here, news reached them that strong British forces were massing in the area. Lettow-Vorbeck decided to move north again. Constantly pursued by British units, who were never able to capture them, the Schutztruppe crossed the Rovuma River again on September 28th and returned to the territory of German East Africa.

From here, they marched north along Lake Nyasa, passing through Songea and Mbozi. Here, Lettow-Vorbeck decided to continue the march to Northern Rhodesia, which, according to his information, was largely free of British troops, who suspected him to be in other parts of the colony. Here, on November 13, 1918, he received news of the armistice in Europe from British parliamentarians. On November 25, 1918, the surrender was signed in Abercorn (now Mbala), south of Lake Tanganyika, and the force, now only 1,300 strong, was officially disbanded.

The human cost of war

The Allies deployed 210,000–240,000 soldiers, half of them Africans. The British lost 3,443 killed and 6,558 from disease. Belgian losses amounted to 683 killed and 1,300 from disease. On the Portuguese side, 1,734 Europeans and an unknown number of Africans died. The losses of the German colonial troops were 734 Europeans and 1,798 Africans.

Within the context of the First World War, these military losses were relatively manageable, as the first day of the Battle of the Somme in 1916 alone cost the lives of 20,000 British soldiers. Far more devastating were the consequences of the war for the African civilian population, who suffered much higher losses of life. With a population of only 7.6 million, the African population of German East Africa mourned hundreds of thousands of dead.

The porters, employed by all warring parties for supply and material transport in the country's poorly traversed roads, came from the villages. The British Colonial Office estimated that approximately 750,000 porters were in service on the Allied side, in addition to 100,000–200,000 on the German side. In 1917, the British Commander-in-Chief counted 125,000 porters, 80,000 of whom were from East Asia. The British Carrier Corps had over 400,000 "official" porters in service, roughly half from Kenya and half from East Asia (these figures are derived by adding up the porters enlisted during the course of the war). Large numbers of locally enlisted porters were also present. General Northey employed approximately 200,000 porters for supplies for his Nyasa-Rhodesia Field Force, operating from Nyasaland. The Belgian Force Publique had enlisted 260,000 porters. Together with the German porters (at its peak around 45,000, including auxiliaries), it is estimated that approximately one million porters were deployed during the war. At the beginning of the campaign, they were recruited and conscripted, but later forced into transport service under threat of violence. Hunger, disease, and the hardships of their forced labor cost the lives of 100,000 to 300,000 porters from all sides. These porters were also the younger men whose labor was then sorely missed in the fields. From 1916 onward, the trains of the fighting armies ravaged the countryside, requisitioning food and livestock. The German colonial troops often burned the fields behind them to prevent the advancing enemy from finding supplies.

When the colonial troops crossed the Rovuma River in November 1917, they left behind a widespread famine in the south of the colony. In 1918, the devastation, compounded by a period of drought, reached catastrophic proportions. There is no record of how many people starved to death in East Africa at that time. A population loss of 20% was reported for the Dodoma district in 1917/18. It is estimated that the war cost the colony around 650,000 lives, almost a tenth of its population at the time. From 1918 onward, the international Spanish flu epidemic spread among the weakened population, claiming a further 50,000–80,000 lives.

The costs of the Europeans' war ultimately had to be borne by the Africans.

 

Schutztruppe was the official name for the military units in the German colonies in Africa from 1891 to 1918.

In the so-called protectorates of German East Africa, Cameroon, and German Southwest Africa, there were protection troops whose task was to maintain public order and security internally. They were deployed, for example, to suppress uprisings, secure borders, or provide security for expeditions. They were not designed for national defense against external aggressors.

The Schutztruppe (protection troops) formed a part of the army of the German Empire, independent of the Reichswehr (Imperial Army) and the Imperial Navy, under the command of the German Emperor.

East Africa

The German East Africa Protection Force was established by the Imperial Law of March 22, 1891, and the German Southwest Africa Protection Forces by the Imperial Law of June 9, 1895. The founding day of the German East Africa Protection Force was set for February 8, 1889, to honor the memory of the Wissmann Force and to announce that the Protection Force had originated from it. The founding day for the German Southwest Africa Protection Force was set for April 16, 1889, by the General Cabinet Order of September 16, 1911.

The legal status of the colonial troops in the African colonies was comprehensively regulated by the Imperial Law of July 7/18, 1896 (Colonial Troops Law). In 1907, the administration of the colonial troops was integrated into the newly created Imperial Colonial Office. The Supreme Command of the colonial troops was located at Mauerstraße 45/46 (Berlin-Mitte), in the immediate vicinity of the Imperial Colonial Office.

The troops consisted of officers, medical and veterinary officers, non-commissioned officers, enlisted men, and officials, as well as recruited locals who served in the German army as a special unit (Askari). There were no Askari in German South West Africa; instead, native auxiliary troops were recruited.

Southwest Africa

The German South West Africa protection force consisted of soldiers from the army and navy (and also Austrians) who had volunteered from their regiments. Before being shipped to Africa, the volunteers were prepared for their specific tasks at German training bases. One such base was located in Karlsruhe. Due to the often hot and humid conditions of the Upper Rhine region, early acclimatization was ensured there.

Strength

In 1913, the protection troops in German East Africa consisted of 410 Germans and 2,682 Askari, in German South West Africa of 1,967 Germans, and in Cameroon of 185 Germans and 1,560 locals.

Criminal law

The German military laws and the German military disciplinary code applied to the colonial troops. Military criminal jurisdiction over them was administered, according to the decree of July 26, 1896, by the court of the Supreme Command of the Colonial Troops (the Reich Chancellor and a reporting councilor) and divisional courts (the division commander and an investigating officer). The procedure was that of the German Military Criminal Code of December 1, 1908.

Deployment of the protection troops

High Command of the Protection Forces (from 1897): Berlin - Imperial Colonial Office

German East Africa Command Dar es Salaam

1st Company: Arusha

2nd Company: Iringa and Unbena

3rd Company: Lindi

4th Company: Kilimatinde and Ssingidda

5th Company: Massoko

6th Company: Udjidiji and Kassulo

7th Company: Bukoba, Ussuwi and Kifumbiro

8th Company: Tabora

9th Company: Usumbura

10th Company: Dar es Salaam

11th Company: Kissenji and Mruhengeri

12th Company: Mahenge

13th Company: Kondoa-Irangi

14th Company: Muansa and Ikoma

Additionally in Dar es Salaam: a recruit depot, a signal department and quartermaster's office.

Strength: 68 officers, 42 doctors, 150 white officials, pyrotechnicians and non-commissioned officers, 2472 colored soldiers

German South West Africa Command Windhoek

Command Court, Quartermaster's Office, Medical Office and Surveying Troop

Northern District Command Windhoek

1st Company: Regenstein, Seeis

4th Company (MG): Okanjande

6th Company: Outjo and Otavi

2nd Battery: Johann-Albrechts-Höhe

Train 1: Karibib

Provisions Office: Karibib

Horse depot: Okawayo

Artillery and Train Depot: Windhoek

Field hospital: Windhoek

Main medical depot: Windhoek

Clothing depot: Windhoek

Local Command: Windhoek

Local Command and Provisions Office: Swakopmund

Southern District Command: Keetmanshoop

2nd Company: Ukamas

3rd Company: Canoes

5th Company (MG): Chamis and Churutabis

7th and 8th Companies: Gochas and Arahoab (camel riders and machine gun), field hospital.

1st Battery: Narubis

3rd Battery: Wreath Square near Gibeon

Train 2: Keetmanshoop

Artillery and Train Depot: Keetmanshoop

Hospital and medical depot: Keetmanshoop

Clothing Depot: Keetmanshoop

Provisions Office: Keetmanshoop

Garrison administration: Keetmanshoop

Horse depot: From

Camel stud farm: Kalkfontein

Local command and provisions office: Lüderitzbucht

Strength: 90 officers, 22 doctors, 9 veterinarians, 59 officials, pyrotechnicians, 342 non-commissioned officers, 1444 white soldiers

Cameroon (as of 1914) Soppo Command

1st Company (Core Company) and Artillery Detachment: Duala

2nd Company: Bamenda, Wum and Kentu

3rd Company: Mora and Kusseri

4th Company (Expedition Company): Soppo

5th Company: Buar and Karnot (Carnot)

6th Company: Mbaiki, Nola and Nguku

7th Company: Garua, Nassarau (Nassarao), Mubi, Marua, Lere

8th Company: Ngaundere

9th Company: Dume and Baturi

10th Company: Ojem and Mimwoul

11th Company: Akoasim (Akoafim), Ngarabinsam and Minkebe

12th Company: Bumo, Fianga, Gore and Schoa

Strength: 61 officers, 17 doctors, 23 officials, pyrotechnicians, 98 white non-commissioned officers, 1550 African soldiers

police forces

In Africa and the South Pacific, these forces were subordinate to the civilian authorities; in Kiautschou, they were under the government. However, they were in no case part of a military administration. (The figures given for police forces often refer to authorized strengths.)

German East Africa

4 officers, 61 white sergeants, 147 colored non-commissioned officers, 1,863 Askari (excluding so-called club-wielding Askaris)

Cameroon

4 officers, 37 other white personnel, 1,255 men (excluding customs)

German South West Africa

7 officers, 9 administrative staff, 68 police sergeants, 432 police inductees, 50 contract police officers, plus police officers of color

Togoland

2 officers, ? police chief, 530 Black soldiers

German New Guinea

19 white police officers, 670 colored police officers in New Guinea and the islands

1 Black police sergeant, 30 Fitafita - Fitafita, 20-25 state police officers in Samoa. The Fitafita consisted of chief's sons and were primarily intended for orderly duties, boat crew, auxiliary police, honor guard, and postman. The state police officers, on the other hand, were intended for regular police duties.

Kiautschou

so-called Chinese police (was part of the civil administration and consisted exclusively of Chinese people)

European staff and 60 Chinese

Unlike the mounted police forces of the other colonies, the mounted state police of German South West Africa consisted exclusively of Germans.

Modern protection forces

In modern usage, the term "protection force," originating from the colonial era, refers to (usually international) troops sent to other countries after a war or similar event to maintain public order and security, or to uphold the sovereignty of the major powers. An example of such a protection force is ISAF in Afghanistan.

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