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9. Armee Ostfront Przasnysz Feldtopograph Köhlitz 1915 Auction number: 0006826495 
End of auction: 12/16/25  at  12:37 PM a o clock    2 d. 10 h. 39 min. 35 sec.  
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Article Place: 83454 Anger (Deutschland)
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Start of auction: 12/02/25  at  12:37 PM a o clock
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      City: 83454 Anger
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DESCRIPTION

100% Originale Echtfoto-Postkarte von 1915.

 

Die Karte stammt von Ernst Köhlitz aus Göritz, Landkreis Uckermark, Amt Brüssow (Uckermark) in Brandenburg. Ernst Köhlitz war Feldtopograph (Geometer) in der Festungs-Vermessungs-Abteilung No. 5. Ernst Köhlitz ist auf dem Foto links.

 

Auf der Rückseite handschriftlich bezeichnet und datiert:

Bild No. 23 (aufgenommen: 28.III.15). Aufnahme von meinem Mannschafts-Unterstand mit Besetzung. Meine Leute sind beim Abkochen (1 Unteroffizier (Loof), 1 Gefreiter, 3 Kanoniere. (Aufnahme vor Przasnych nach der 1. Schlacht um Przasnysz, in der russischen Literatur als Prasnyschskaja Operazija bezeichnet, die vom 18. Februar bis 26. März 1915 stattfand).

 

Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 229 der 9. Armee zugeteilt in Vorbereitung der Narew-Offensive (13. Juli bis 24. August 1915).

 

Karte nicht gelaufen.

Karte handschriftlich adressiert an: Offizier-Stellvertreter Wilhelm Köhlitz, 1. Batterie I. Landsturm-Fußartillerie Bataillon III. A. L., Reitwein (Oderbruch) bei Küstrin.

 

Größe 139 x 89 mm.

 

Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.

 

 

EXTREM SELTEN!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% guarantee of authenticity - not a reproduction, not a reprint!

Visit any time.

 

Versand nur per Einwurf-Einschreiben (auf Wunsch auch Übergabe-Einschreiben und/oder auch versichert).

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Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft  - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!!

 

This offer is sold as a collector's item only and no copyrights are being sold here.

 

 

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Verkaufs- und Lieferungsbedingungen
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100% Originalitätsgarantie auf alle angebotenen Gegenstände. Reproduktionen, sofern angeboten, werden von mir als solche unmißverständlich benannt.

Bücher und Alben sind, wenn nicht ausdrücklich erwähnt, nicht auf Vollständigkeit geprüft. Normale Alters- und Gebrauchsspuren, Unterstreichungen usw. werden nicht erwähnt, sind aber im Preis berücksichtigt.

 

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Przasnysz (deutsch 1939–1945 Praschnitz) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Masowien. Sie liegt etwa 100 km nördlich von Warschau an der Węgierka und ist Verwaltungssitz des Powiat Przasnyski. Die Stadt nimmt eine Fläche von 2516 ha ein. 2004 hatte die Stadt 18.093 Einwohner.

Geschichte

Die Stadtrechte erhielt Przasnysz 1427. Nach der Aufteilung Polens gehörte die Stadt offiziell zum Russischen Kaiserreich. Im Ersten Weltkrieg fanden hier von Mitte bis Ende Februar 1915 die 1. Schlacht von Przasnysz und am 13. und 14. Juli 1915 die 2. Schlacht von Przasnysz statt. Mit der Wiedererrichtung des unabhängigen polnischen Staates 1919 kam auch Przasnysz wieder an Polen. 1939 wurde die Stadt dem Großdeutschen Reich angegliedert, in Praschnitz umbenannt und Kreissitz des gleichnamigen Landkreises in der Provinz Ostpreußen. Danach wurden Deutschstämmige aus dem Baltikum und aus Rumänien hier angesiedelt. 1945 wurde Praschnitz von der Roten Armee eingenommen und fiel wieder an Polen.

Gemeinde

Stadtgemeinde

Die Stadt Przasnysz bildet eine eigenständige Stadtgemeinde (gmina miejska).

Landgemeinde

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Przasnysz hat eine Fläche von 183,91 km² mit 7.221 Einwohnern (30. Juni 2010). Zur Landgemeinde gehören folgende Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Bartniki, Bogate, Cierpigórz, Dębiny, Dobrzankowo, Emowo, Fijałkowo, Golany, Gostkowo, Góry Karwackie, Grabowo, Karwacz, Kijewice, Klewki, Leszno, Lisiogóra, Mchowo, Mchówko, Mirów, Helenowo Nowe, Obrąb, Oględa, Osówiec Kmiecy, Osówiec Szlachecki, Sątrzaska, Sierakowo, Stara Krępa, Helenowo Stare, Szla, Trzcianka, Wielodróż, Wyrąb Karwacki, Zakocie, Zawadki

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

Annopol, Brzezice, Cegielnia, Frankowo, Helenowo-Gadomiec, Janin, Józefowo, Karbówko, Księstwo, Kuskowo, Mirów, Nowa Krępa, Patołęka, Polny Młyn, Święte Miejsce, Wandolin, Wygoda

 

Die Erste Schlacht um Przasnysz (in der russischen Literatur als Prasnyschskaja Operazija bezeichnet) wurde während des Ersten Weltkrieges vom 18. Februar bis 26. März 1915 an der Ostfront ausgetragen. Die deutsche Oberste Heeresleitung versuchte dabei durch ein Vorgehen zum Narew, eine bessere Verteidigungsstellung zum Schutz der südlichen Reichsgrenze in Ostpreußen aufzubauen. Beim Ringen um den Besitz der Stadt Przasnysz mit etwa 10.000 Einwohner waren vom 24. bis 27. Februar 1915 auf beiden Seiten über 100.000 Soldaten an Verlusten zu beklagen. Sie endete mit dem Rückzug auf die Ausgangsstellung und bedeutete eine taktische Niederlage für das Deutsche Reich.

Vorgeschichte

Nach der Schlacht bei Tannenberg und der Schlacht an den Masurischen Seen waren beide Gegner Ende September 1914 an der Grenze Ostpreußens zum Stellungskrieg übergegangen. Der erste deutsche Vorstoß in Richtung auf Warschau scheiterte Ende Oktober in der Schlacht an der Weichsel.

Nach der Schlacht um Łódź beschloss die deutsche Oberste Heeresleitung (OHL) den Angriff in Richtung auf Warschau zu erneuern, um einen erwarteten russischen Angriff auf Thorn zuvorzukommen. Schon am 20. Februar stand eine russische Streitmacht östlich von Łomża bereit zwischen der 8. und 10. Armee nach Thorn durchzubrechen: Bei Przasnysz stand das turkestanische Korps, bei Ciechanów das 19. sibirische Korps, bei Pułtusk das 1. sibirische Korps, bei Ostrołęka das 2. sibirische Korps. Am 15. Februar 1915 erhielt das I. Reserve-Korps den Befehl seine Stellung bei Mława aufzugeben und wurde der Armeegruppe Gallwitz in der Nähe von Willenberg unterstellt. Zeitgleich mit der Ersten Schlacht von Przasnysz wurde an der Ostgrenze Ostpreußens von der deutschen 8. und 10. Armee die Winterschlacht in Masuren ausgekämpft, die Armeegruppe Gallwitz hatte daher zur Bindung der russischen Kräfte am Narew in Richtung Przasnysz vorzugehen.

Die Schlacht

Am 18. Februar überschritt der Kommandierende General Curt von Morgen bei Chorzele erneut die Reichsgrenze. Ursprünglich war vorgesehen Przasnysz östlich zu umgehen, den Ort dann einzuschließen um dann südlich auf die anstürmenden russischen Verbände zu wirken. Dennoch entschloss sich General von Morgen, den Ort frühzeitig zu nehmen, um sich zur Verbesserung seines Nachschubs in den Besitz des Straßenknotenpunktes zu bringen. Für diese Aufgabe war die 1. Reserve-Division unter Generalleutnant Sigismund von Förster vorgesehen, während die 36. Reserve-Division unter Generalleutnant Kruge das Vorgehen nach außen hin deckte. Den deutschen Linien standen entgegen: im Südwesten die russische 1. Armee unter General der Kavallerie Alexander Litwinow mit dem I. Turkestansichen Korps, dem XIX. Armeekorps (General der Infanterie Gorbatowski), vom Süden von Makow her, das I. Sibirische Armeekorps (Generalleutnant Pleschkow) und vom Osten her, das II. Sibirische Armeekorps (Generalleutnant Sytschewski) der russischen 12. Armee unter General der Kavallerie Pawel Plehwe.

Das am rechten Flügel der Armeegruppe Gallwitz angesetzte Korps Zastrow stand schnell in schweren Kämpfen mit der 11. sibirischen Division und dem I. Turkestansichen Korps. Die Masse der 1. Reserve-Division umschloss inzwischen die Stadt, wobei die 72. Reserve-Infanterie-Brigade von Norden und Osten, die 1. Reserve-Infanterie-Brigade ihren Hauptangriff von Südosten führte. Am 23. Februar schickte General Morgen einen Bewohner einer Hütte in Szla, die er zum Hauptquartier bestimmt hatte, zum Kommandanten von Przasnysz, mit der Aufforderung zur Übergabe, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Die bald darauf erteilte Antwort war negativ, da sich dieser zu einem solchen Schritt nicht ermächtigt sah. Am Folgetag, dem 24. Februar meldete ein Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 21 einen vom Osten her anrückenden starken Feind; es handelte sich um das II. Sibirische Korps. Daraufhin befahl der bereits zur Eile gedrängte General von Morgen der 1. Reserve-Division Przasnysz unter Feuer zu nehmen. Dabei wurde besonders der Kirchhof und die am Südostausgang gelegene Kaserne beschossen. Am 24. Februar, gegen 16 Uhr befahl der Kommandeur der Division, Generalleutnant von Förster, die Stadt zu stürmen und zu erobern. Als Beute fielen etwa 10000 unversehrte Gefangene, 36 Geschütze, 14 Maschinengewehre, eine Fahne, 500 Pferde und Feldküchen sowie anderes Kriegsmaterial in die Hände der 1. Reserve-Division. Die Stadt hätte keinen Tag später mehr erobert werden können, denn bereits am Folgetag begann der russische Entsatzangriff aus Südwesten, Südosten und Osten. Dem Kommandanten der Stadt, der vergeblich auf diesen Entsatz gewartet hatte, ließ man als Zeichen der militärischen Anerkennung, seinen Säbel.

Am 25. Februar erfolgte der russische Gegenangriff, der bewirkte, dass die Stadt, die vom Süden her erobert wurde, auch gleich von Süden her gesichert werden musste. Doch dieser traf vor allem die östliche Flanke, die von der 9. Landwehr-Brigade und der frisch eingetroffenen halben 3. Division gehalten wurde. Diese Einheiten waren jetzt der Armeegruppe Gallwitz unterstellt und marschierten nach südöstlicher Richtung auf Bartniki und ließen die Landwehreinheit in der Gegend um Karwacz zurück. Die freigeworden Lücke sollte nun von dem Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 59 gestopft werden; doch am Dorfrand wurden diese Verbände bereits mit scharfen Feuer der anstürmenden russischen Verbände belegt. Ein Regimentskommandeur der Division Wernitz, der selbst den Aufmarsch der russischen Verbände in Karwacz gesehen haben muss, wurde zweimal vergeblich aufgefordert über eine Behelfsbrücke von Dobrshankowo zurückzugehen und sich dem linken Flügel der 36. Reserve-Division anzuschließen. General von Morgen erwirkte daraufhin vom AOK dass die beiden Divisionen des Korps Zastrow (Division Breugel und Division von Wernitz) unter sein Kommando gestellt wurden. Dennoch konnten die Befehlsübermittler das abgeschnittene Regiment in Bartniki nicht mehr erreichen, worauf eine Bataillonsfahne des Füsilier-Regiment „Königin Viktoria von Schweden“ (Pommersches) Nr. 34 und zwei Geschützen verloren gingen. Dennoch wurde der Ort wurde gehalten. Obgleich der Feind sich nördlich von Bratniki bedrohlich nahe zwischen der 3 Inf. Div. und der 1. Res. Div. geschoben hatte und drohte nun den linken Flügel der 1. Res. Div. zu umfassen, erfolge am 27. Februar um 11 Uhr der Befehl an die 9. Landwehr-Brigade von Bratniki (Nordost) zum Südwesteingang von Przasnysz. Obwohl sie dort kaum vom Feind belästig wurden – das Sammeln der Regimenter wurde nicht von der russischen Artillerie gestört – zogen sie sich bald wieder auf den Höhen Richtung Smoleń-Poluby zurück.

Da die in Willenberg zum Abtransport befindliche Verstärkung den Kampfplatz nicht rechtzeitig erreichen konnte entschloss sich General von Morgen das zum Teil in enger Verstrickung liegende 1. Res. Korps sofort vom Feind zu lösen und den Rückzug einzuleiten. Eine falsche Entscheidung, denn dadurch musste Przasnysz noch am gleichen Tag von der 1. Res. Div. wieder geräumt werden.

Am Abend des 27. Februars, nach dem Eintreffen in Smoleń-Poluby, erhielt die 9. Landwehr-Infanterie-Brigade den Befehl zum Rückmarsch nach Rudno Jeziorowe. – Demnach müsste das Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 24 am 27. Februar die Strecke von Bartniki zum Südostrand von Przasnysz und schließlich nach Smoleń-Poluby marschiert sein, was einer Strecke von mehr als 40 km entsprach; eine außerordentliche Marschleistung, die kaum Gelegenheit zu anderen Aktivitäten gab. – Zwischendurch wurde versucht eine Zwischenstellung aufzubauen und zum Stellungskrieg überzugehen. Doch schon am 28. Februar musste vor dem russischen Druck weiter zurückgewichen werden. Die Geländeschwierigkeiten waren groß, die 1. Reserve-Division musste sich durch knietiefe Felder zurückziehen.

Der zweite deutsche Angriff Anfang März 1915

Vom 7. bis zum 9. März erfolgte der Gegenangriff der deutschen Verbände. Danach beurteilte die OHL die Lage durchaus optimistisch.

Doch dann führte die russische 12. Armee starke Reserven (XXIII. Armeekorps) auf das Schlachtfeld. Am 14. März gelang es ihnen das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 24 in der Gegend bei Jednorosyetz aus dem Graben zu werfen und 16 Geschütze zu erbeuten. Der sofort eingeleitete Gegenstoß durch die 36. Division, der 6. Kavallerie-Division und der 11. Reserve-Brigade, sowie weitere noch verfügbaren Teile der 1. Reserve-Division und der 70. Res.-Brigade kam zunächst gut voran. Aber schließlich zerschlug sich die Hoffnung, die verlorene Stellung oder die noch sichtbaren Geschütze wieder zurückzuerlangen. Die 36. Reserve-Division musste sich schließlich vor der russischen Übermacht wieder auf die Linie südlich Mlawa-Chorzele zurückziehen. Ende März 1915 musste zur Stabilisierung der deutschen Front die 2. Division und die 75. Reserve-Division herangeführt werden. Der Heeresbericht vom 16. Juli 1915 beziffert vom 13. bis zum 23. März 1915 alleine 46 schwere russische Angriffe, 25 bei Tage, 21 bei Nacht.

Ausgang

Am 26. März wurden die alte Ausgangsstellung wieder eingenommen. Zum einen war nach der gewonnenen Winterschlacht in Masuren der Weg in das Baltikum frei, zum anderen bestand nach dem Abflauen der Schlacht in den Karpaten die Möglichkeit, den russischen Frontbogen im Süden Anfang Mai 1915 aufzurollen (siehe Schlacht bei Gorlice-Tarnów).

Die russische 12. Armee konnte sich währenddessen im Raum nördlich Przasnysz bis zum Beginn der deutschen Narew-Offensive Mitte Juli 1915 erfolgreich behaupten. Die russischen Oberbefehlshaber Großfürst Nikolai Nikolajewitsch und Nikolai Russki mussten infolge der Gesamtlage jedoch von weiteren Offensiven gegen Ostpreußen absehen.

 

Die Narew-Offensive vom 13. Juli bis 24. August 1915 war eine deutsche Offensive während des Ersten Weltkrieges an der Ostfront, die aus dem südlichen Vorfeld Ostpreußens gegen die russische Festungslinie Lomscha-Pultusk-Ostrolenka geführt wurde. Strategisches Ziel der Operation war es, der aus Galizien nach Norden geführten Bug-Offensive in Richtung auf Siedlce entgegenzustoßen und die dazwischen stehenden russischen Armee zum Rückzug aus dem großen Frontvorsprung in Polen zu zwingen. Drei abzugebende Divisionen der deutschen 9. Armee und schwere Artillerie verstärkte die zum Durchbruch angesetzte Armeegruppe Gallwitz in der auch als Durchbruchsschlacht von Przasnysz bezeichneten Offensive. Bis zum 14. Juli war der deutsche Durchbruch erzwungen und bis zum 22. Juli der Narew-Abschnitt auf ganzer Breite erreicht. Infolge der Gefahr einer Abschneidung mussten die in Polen stehenden russische Armeen eiligst nach Osten zurückgenommen werden. Anschließend überschritten die Deutschen zwischen Różan (Roshan) und Pultusk den Narew und konnten die russischen Streitkräfte Anfang August 1915 weiter nach Osten zurückdrängen. Die polnische Hauptstadt Warschau und die Festung Nowogeorgiewsk fielen in die Hände der deutschen 9. Armee.

Vorgeschichte

Am 24. Februar hatte das deutsche I. Reserve-Korps Przasnysz kurzfristig erstürmt und dabei etwa 10.000 Gefangenen eingebracht. Allerdings war die Stadt drei Tage später durch einen russischen Gegenangriff wieder preisgegeben worden. Die Russen versuchten seitdem vieles, um derartige Vorkommnisse für die Zukunft zu verhindern. Der günstige Verlauf der Durchbruchschlachten von Gorlice-Tarnow und Grodek (Mai und Juni 1915) hatte den Mittelmächten das westliche Galizien zurückgebracht, dennoch war dieser Erfolg nur durch erhebliche Schwächung der verbündeten Truppen zu erreichen gewesen. Die Ende Juni durch die südlichen Heeresgruppen Woyrsch und Mackensen angesetzte Bug-Offensive war aus Nordgalizien nach Norden geführt und stieß entlang des Bug in Richtung auf Brest-Litowsk vor. Stärkerer Widerstand der Russen zwischen Bug und Weichsel ließ die Bug-Offensive der Mittelmächte langsam festlaufen, neue Verschanzungen der Russen leisteten bereits zähen Widerstand. Das Zusammenwirken der nördlichen Heeresgruppe Hindenburg aus Ostpreußen und der südlichen Heeresgruppe Mackensen eröffnete die Möglichkeit die ganze russische Westfront in Polen aufzurollen.

Am 2. Juli 1915 fand in Posen eine Besprechung der Obersten Heeresleitung statt, an welcher der deutsche Kaiser teilnahm. Der Oberbefehlshaber Ost, Generalfeldmarschall von Hindenburg und sein Chef des Generalstabes, Generalleutnant Ludendorff plädierten für ein Vorgehen in Richtung zwischen Grodno und Wilna. Wilhelm II. gab aber dem Antrag des Generalstabschefs von Falkenhayn statt, der zu einem starken Gegenstoß über den Narew nach Süden ansetzen wollte, um den Vorstoß der Bugarmee von Norden her entgegenzustoßen.

Die russische Verteidigung

Die Stawka rechnete nach dem eigenen Abwehrerfolg bei Przasnysz vom Februar 1915 nicht mehr mit einem deutschen Angriff und verließ sich auf die gut befestigten Stellungen. Im Gegensatz zu den Deutschen litt die russische Armee unter erheblichem Mangel an Munition, die Haltung der polnischen Zivilbevölkerung war zwar nicht deutschfreundlich, tendierte aber zur Abschüttlung des russischen Joches und Erlangung der alten nationalen Eigenständigkeit.

General Alexejew, der neue Chef der Nordwestfront, hatte die Gefahr der drohenden Abschneidung der Westfront (2., 4., und 5. Armee) im polnischen Frontvorsprung rechtzeitig erkannt und bemühte sich um die Verstärkung der Narew-Linie. Schon im Verlauf der ersten Kriegsmonate versuchten die Russen in fieberhafter Eile die 70 Kilometer lange Narew-Bobr-Linie zwischen Lomza und Grodno zu verstärken. Die mittlere Narewfront war wegen breiter Sümpfe von vorn herein schwer angreifbar. Die dortige Festung Osowiec sicherte den einzigen brauchbaren Flussübergang und die Eisenbahnlinie von Lyck nach Białystok. Osowiec am Bobr erhielt auf beiden Ufern eine vorgeschobene Stellungslinie, am rechten Ufer des Narew wurde die Besatzung von Łomża verstärkt. Die Brückenkopfe der Festung Rozan (Roshan) wurde auf demselben Ufer ausgebaut, in Pultusk wurde der nördliche Brückenkopf verstärkt. Ausgedehnte Riegelstellungen verbanden die vordere Hauptkampflinie mit einem weniger tiefen, aber ebenfalls starken, etwa 15 Kilometer dahinter liegenden Befestigungssystem, das von Wyszogród an der Weichsel über Płońsk-Ciechanow-Krasnosielsk nach Ostrolenka verlief. Die Front zwischen der oberen Weichsel und dem oberen Bug war fast unbefestigt, das dortige Gelände bot der russischen Heeresleitung aber einige Vorteile bei der Verteidigung. Die zentrale Front an der Weichsel zwischen Nowogeorgiewsk—Iwangorod war von Natur aus durch den bis zu einen Kilometer breiten Strom ausreichend geschützt.

Die im Hauptangriffsfeld stehende russische 1. Armee unter General der Kavallerie Litwinow verfügte über insgesamt vier Korps, 99 Bataillone mit 106.950 Soldaten. Mit nur zehneinhalb Divisionen im Hauptangriffsabschnitt war sie dem deutschen Angriffstruppen zahlenmäßig unterlegen.

das I. Turkestanische Korps unter General der Kavallerie Scheideman bei Ciechanow

das I. Sibirische Korps stand unter General Pleschkow bei Przasnysz

das XXVII. Armeekorps unter General der Infanterie Balanin stand im Raum Płońsk

das IV. Sibirisches Korps unter Generalleutnant Sytschewski verteidigte im Raum Ostrolenka

als Reserve stand das 1. Kavallerie-Korps unter General der Kavallerie Oranowski zur Verfügung

Deutscher Aufmarsch

Die Offensive zum Narew wurde der Armeegruppe von Gallwitz übertragen, welche bereits zweitmalig in diesem Jahr bei Przasnysz anzugreifen hatte. General der Artillerie Max von Gallwitz erhielt den Befehl die russische Front am unteren Narew durch Vorgehen beiderseits von Przasnysz zu durchstoßen und den strategischen Durchbruch der Stellungsfront zu erreichen. Hindenburg befahl der zentralen Weichselfront liegenden deutschen 9. Armee unter Prinz Leopold von Bayern zunächst drei Divisionen und bald darauf auch eine vierte Division abzugeben. Über Willenberg wurde der Armeegruppe Gallwitz noch die restliche 3. Division zugeführt. Die deutsche 8. Armee (General von Scholtz), am linken Flügel der Heeresgruppe Gallwitz, musste aus ihren eigenen schwachen Verbänden eine eigene Stoßgruppe schaffen und sich am Angriff beteiligen. Der zwischen Szkwa und Pissa stehende rechte Flügel der 8. Armee hatte den Hauptangriff zu unterstützen. Der rechte Flügel der Armee des General der Artillerie von Scholtz hatte die Stellungen zu halten, ebenso die rechts anschließende 10. Armee unter General von Eichhorn, die ihrigen Linien bis zum Njemen im Raum westlich Kowno. Ein Angriff auf Nowo-Georgiewsk und das Weiterführen der Offensive auf Siedlce war das strategische Ziel der Operation.

Die auf zwölf Divisionen verstärkte Armeegruppe Gallwitz setzte ihren Hauptangriff wie im Februar 1915 nochmals beiderseits Przasnysz zwischen Grudusk und dem Orzyc-Abschnitt an. Bis zum 14. Juli sagte das Oberkommando der Armeegruppe auch die Heranführung der 50. Reserve-Division über Mława zu. Insgesamt verfügte General Gallwitz über 5 Korps mit 164 Bataillone (etwa 177.000 Mann).

Am rechten Flügel zur Weichsel hin deckte den Angriff das XVII. Reserve-Korps (Gruppe Surén) mit der 14. und der 85. Landwehr-Division sowie das aus Truppen der Festung Thorn gebildete Korps Dickhuth.

Den Hauptstoß im Zentrum der Armeegruppe führte das XI. Armee-Korps (Gruppe Plüskow) mit der 38. Division und der 86. Division (Ersatz-Division Wernitz), das XVII. Armee-Korps (Gruppe Pannewitz) mit der 1. Garde-Res.-Division und 36. Division und das XIII. Armee-Korps (Gruppe Watter) mit der 4. Garde-, 3. und 26. Division. Als Reserve der Angriffsgruppe diente dahinter die 35. Division und die Brigade des Generals von Pfeil.

Am linken Flügel stand das I. Armee-Korps (Gruppe Eben) mit der 2. und 37. Infanterie-Division vom Orzyc bis zur Szkwa.

Durchbruchschlacht von Przasnysz 13. und 14. Juli

Die Armeegruppe Gallwitz, welche die Front zwischen Weichsel und Szkwa hielt begann am 13. Juli beiderseits von Przasnysz ihre Offensive. Generalfeldmarschall von Hindenburg war im Laufe des Tages im Hauptquartier der Armeegruppe, in Willenberg eingetroffen. General von Gallwitz hatte sich mit seinem Chef des Generalstabes, Oberst Marquard nach Dzierzgowo nach vorne begeben um den Angriff zu beobachten. General Gallwitz stellte den beiden Korps des rechten Flügels frei, den Sturm um eine Stunde zu verschieben. Nur ein Korps machte davon Gebrauch, daher war die Einheitlichkeit des Angriffs dieser benachbarten Korps von Anfang an gestört. An der 29 Kilometer langen Angriffsfront zwischen der Lydynia und dem Orzyc wurden 3 Korps mit 7 Divisionen unterstützt von 123 Batterien (davon 34 schwere) bereitgestellt, im zweiten Treffen und hinter den Flügeln jeweils zweieinhalb weitere Divisionen. Auf eine Angriffsdivision entfielen durchschnittlich vier Kilometer Front. Der zwischen Szkwa und Pissa stehende rechte Flügel der 8. Armee hatte den Hauptangriff sofort zu unterstützen. Gegen 4.45 Uhr eröffnete die deutsche Artillerie mit 800 Geschützen den Beschuss der Feindstellungen, bestrichen wurde der Raum zwischen der Bahn Mlawa-Warschau und dem Orzyc. Die 2. und 11. Sibirische Division erlitten sofort schwere Verluste. Etwa ein Drittel der Besatzung fiel oder wurde in ihren Unterständen lebendig begraben. Die höchste Konzentration des Artillerieschlages erfolgte gegen 5.15 Uhr gegen den Ort Osówka, der vollständig zerstört wurde. Für die Niederhaltung der gegnerischen Artilleriestellungen gegenüber dem XVII. Reserve-Korps bei Lysakowo und gegenüber dem rechten Flügel des I. Armee-Korps (Gruppe Eben) hatte General Gallwitz vorsorglich das eigene Feuer weiterführen lassen. In der aus dem XI. und XVII. Armeekorps gebildeten Angriffsgruppe hatte die Gruppe Plüskow an der Linie Grudusk—Pawlowo-Koscielne in Richtung Süden anzusetzen, während die Gruppe Pannewitz über die Linie Zberoz—Höhe 154 nordöstlich Olszewiec den Hauptangriff ansetzte. Der Infanteriekampf begann um 9.45 Uhr, der Angriff der 4. Garde-Reserve-Division (General von Schweinitz) warf die 2. Sibirische Division zurück. Nördlich Przasnysz, von der Höhe nordöstlich Olszewiec bis Szlachecki, wurde der Gegner vom linken Flügel des Korps Pannewitz, der sich vorerst defensiv verhielt, energisch festgehalten. Derweilen brach das XIII. Korps über Jednorozec nach Süden durch, die linken Flanke wurde dabei gedeckt durch die 2. Division unter General von Falk. Teile der 3. Division der Gruppe Watter drangen in Ogledzie ein und drängten die russischen Truppen nach Bartniki zurück. General Watter hatte beschlossen, zur Stärkung des Angriff seines linken Flügels, die Front nordöstlich von Przasnysz zu begradigen, mit der Absicht Drazdzewo und Lipa zu erreichen. In der Nähe von Obórek wurde die russische Verteidigung durch die 3. Division überrannt und zum Ort Lipa zurückgedrängt. Am rechten Flügel drang das XI. Armee-Korps bei Grudusk im ersten Anlauf in die vordere russische Stellung ein. Die Dörfer Lipa und Karolew, die von drei Seiten angegriffen wurden fielen. Am ersten Tag wurden die starke erste Stellung der Russen beiderseits von Przasnysz erfolgreich durchbrochen. Am rechten Flügel der Heeresgruppe griff die 38. Division gegen Grudusk an, die Division Wernitz ging gegen die Höhenstellungen nördlich von Kosmowo vor und erstürmte die Dörferlinie Pawlowo und Kosmowo, wo die 11. Sibirische Division unter General Zorakowski verteidigte.

Am 14. Juli fiel die Stadt Przasnysz in deutsche Hand, erst am 15. Juli wankte hier nach schwerem Ringen auch die stark befestigte zweite Stellung der Russen. Der strategische Durchbruch zum Narew war erzwungen.

Schlacht am Narew 18. bis Ende Juli

General von Gallwitz ordnete den weiteren Vormarsch zur Erzwingung der Narew-Übergange an. Auf der Linie Pultusk—Rozan war der Narew-Übergang zu erreichen, während auf dem äußersten rechten Armeeflügel, das Korps Dickhuth und das XVII. Reserve-Korps auf die Nordwestfront des Festungsdreiecks von Warschau aufschlossen, und im Osten das I. Armee-Korps die linke Flanke der Armee-Gruppe gegen Ostrolenka deckte. Aufgabe des im Zentrum vorgehenden XI. und XVII. Armeekorps war es, Pultusk von Norden und Westen anzugreifen. Das XIII. Korps sollte gegen die Festung Rozan vorgehen. Am 20. Juli wurden von der 26. Division die Stellungen beiderseits der Pultusker Straße erreicht, am 22. Juli war von der 4. Garde-Division ein Stück der Nordfront aufgerissen und der Ort Miluny gestürmt worden. Am 23. Juli schloss sich der Angriff der 3. Division gegen die starke Stellung von Podboro an, die Russen räumten den dortigen Brückenkopf vorzeitig. Die 26. Division sollte zwischen Rozan und Dzbondy über den Narew setzen, die 3. Division bei Rozan, die 4. Garde-Division bei Dyszobata. Weitere Versuche, den Fluss direkt zu überschreiten gelangen durch den sich verstärkenden russischen Widerstand am 24. Juli nicht mehr.

Bis zum 26. Juli standen zehn deutsche Divisionen östlich des Narew zum Angriff und Vormarsch an und über den Bug bereit. Da die Gruppe Eben (I. A.K.) bei Kamionka nicht vorwärts kam, wurde sie durch die von der Westfront herangeführte 54. Division verstärkt. Die Russen hatten aber schon bedeutende Kräfte zusammengezogen, um den nötigen Zeitgewinn für eigene Absetzmanöver zu erreichen. Mindestens fünf russische Armeekorps marschierten am 26. Juli auf, von Serock bis östlich von Rozan wurde auf 60 Kilometer ein Gegenangriff angesetzt. Das Eingreifen der russischen 12. Armee mit dem XXI. Armeekorps am östlichen Abschnitt bei Rozan verstärkte diesen Stoß erheblich. Trotz erfolgreicher Abwehr von Seiten der Deutschen war die Widerstandskraft der russischen 1. Armee noch ausreichend genug, den deutschen Vormarsch jederzeit Einhalt zu gebieten. Die folgenden Tage zwangen die Armee Gallwitz zu einem immer zäheren Ringen, welches schließlich am Monatsende für die deutschen Angriffsverbände entschieden wurde. Als am 3. August auch die von den Russen geräumte Festung Ostrolenka genommen wurde, vermochten sich die Armeegruppe Gallwitz und der Südflügel der 8. Armee auf dem östlichen Narewufer von Nowogrod bis südlich von Pultusk auszubreiten.

Ausklang der Offensive

Anfang August nahm auch die deutsche Njemen-Armee unter General Otto von Below das Vorgehen zur unteren Düna auf. Vor der Festung Kowno begann der Kampf der deutschen 10. Armee um die äußere Befestigungslinie mit der angesetzten Gruppe Litzmann. Die 8. Armee Scholtz nahm am 10. August mit Tagesanbruch Łomża und drang mit der Armee Gallwitz über die Höhen von Czerwony Bor ostwärts vor. Die Armeegruppe Gallwitz (jetzt 12. Armee) hatte die Linie Malkin Gorna—Zambrowo erreicht. Bei der 9. Armee hatte General von Beseler, der Kommandierende General des III. Reserve-Korps bereits am 7. August die Außenforts der Festung Nowogeorgiewsk am Unterlauf des Narew gewonnen. Die Armee des Prinzen Leopold von Bayern hatte am 5. August Warschau und in der Nacht zum 8. August auch die östliche Vorstadt Praga besetzt. Die Armeeabteilung Woyrsch hatte die Weichsel überschritten und stand vor Lukow. Zwischen oberer Weichsel und Bug hatten die Russen die Linie Opalin-Iwangorod geräumt und waren zurückgegangen. Die gesamte russische Westfront ging Ende August beim Großen Rückzug auf höherem Befehl fast kampflos auf die belorussische Westgrenze zurück, fast alle polnische Gebiete waren dadurch dem Zarenreich verloren gegangen.

Narew-Offensive

13. Juli 1915 bis 24. August 1915

Przasnysz

Ausgang Operativer Frontdurchbruch der Deutschen

Konfliktparteien

Deutsches Reich Russisches Kaiserreich Russland

Befehlshaber

Max von Gallwitz

Günther von Pannewitz

Otto von Plüskow

Theodor von Watter Michail Alexejew

Alexander Litwinow

Pawel von Plehwe

Truppenstärke

Armeegruppe Gallwitz

12 Divisionen

etwa 800 Geschütze

1. Armee

10,5 Divisionen

etwa 500 Geschütze.

 

Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 229

Datum der Aufstellung

Ende 1914

Formationsgeschichte

Res.-Inf.-Rgt. Nr.229 (+ MG-Zug) aufgestellt in Breslau (Stab, I., II. & III. Btl. vom Ers.-Btl./Gren. Rgt. Nr.11 und Inf.-Rgt. Nr.51 (insgesamt nur 20% Gediente, 80% Kriegsfreiwillige).

26.08.1918 [1] [2]: Das Regiment erhält eine eigene Minenwerfer-Kompanie, gebildet aus Teilen der Minenwerfer-Kompanie Nr. 250.

Unterstellung

VI. Armee-Korps, 50. Res.-Div., 99. Res.-Inf.-Brig.

Feldzug, Gefechte

RIR229: unterstellt der 50. Res.-Div. (Verluste: 94 Offiziere., ca. 3500 Unteroffiziere & Mannschaften).

Kommandeure

Regimentskommandeur: Oberst z. D. v. Bercken

 

Als 9. Armeen / Armeeoberkommando 9 (AOK 9) wurden einige Großverbände und die dazugehörigen Kommandobehörden des deutschen Heeres während des Ersten Weltkriegs (1914–1918) bezeichnet. Sie umfassten jeweils mehrere Armee- oder Reservekorps sowie zahlreiche Spezialtruppen.

Geschichte

Erste Aufstellung

Oberbefehlshaber

Generaloberst Paul von Hindenburg (ab 18. September 1914)

General der Kavallerie August von Mackensen (ab 2. November 1914)

General der Kavallerie Leopold von Bayern (ab 17. April 1915)

Chef des Stabes

Generalmajor Erich Ludendorff (ab 18. September 1914)

Generalmajor Paul Grünert (ab 3. November 1914)

Oberst Freiherr von der Wenge und Graf von Lambsdorff (ab 24. November 1915)

Die 9. Armee wurde im September 1914 aus Abgaben der 8. Armee, der Westfront und Reserveverbänden im Raum Oberschlesien aufgestellt und stand zunächst am linken Flügel der Südfront im Raum ostwärts Tschenstochau. Das Armeeoberkommando 9 wurde am 19. September 1914 in Breslau zusammengestellt. Ihm unterstanden folgende Formationen:

Garde-Reserve-Korps

XI. Armee-Korps

XVII. Armee-Korps

XX. Armee-Korps Landwehrkorps

Hauptreserve Posen

Höherer Kavallerie-Kommandeur Nr. 3 mit 8. Kavallerie-Division

Stellvertretende Generalkommandos des II., V. und VI. Armee-Korps

Im September/Oktober 1914 kam die Armee im Rahmen der Schlacht an der Weichsel zum Einsatz, einem gescheiterten Versuch, die russischen Armeen in Südpolen im Frontalangriff zu besiegen. Als der neuernannte Oberbefehlshaber der gesamten deutschen Streitkräfte im Osten (Ober Ost), Generaloberst Paul von Hindenburg, zur Entlastung der österreichischen Truppen eine Offensive gegen die russischen Linien in Mittelpolen plante, wurde die Masse der Armee von den Russen unbemerkt ab 3. November 1914 in den Raum ostwärts Posen bis Thorn verlegt. Der Angriff begann am 11. November, kam aber nach der Schlacht um Łódź zum Stehen. Hierbei misslang die Einkreisung der russischen Truppen, die Stadt konnte aber im Dezember nach deren Rückzug besetzt werden. Danach erstarrte die Front zeitweilig im Stellungskrieg. 1915 nahm die Armee während des russischen Großen Rückzugs Warschau ein.

Das Hauptquartier des Armeeoberkommandos befand sich vom 2. Januar bis zum 21. Juli 1915 in Łódź und ab dem 22. September 1915 in Slonim. Ab August 1915 fungierte es gleichzeitig als Heeresgruppenkommando der Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern. Am 30. Juli 1916 wurde die Armee selbst aufgelöst, doch das Armeeoberkommando blieb noch bis zum 29. August 1916 als Heeresgruppen-Kommando bestehen.

Zweite Aufstellung

Oberbefehlshaber

General der Infanterie Erich von Falkenhayn (ab 6. September 1916)

General der Infanterie Robert Kosch (ab 1. Mai 1917)

General der Infanterie Johannes von Eben (ab 10. Juni 1917)

General der Infanterie Fritz von Below (ab 18. Juni 1918)

General der Infanterie Adolph von Carlowitz (ab 6. August 1918)

Chef des Stabes

Oberst Hans Hesse (ab 6. September 1916)

Oberst Wachs (ab 9. April 1917)

Oberstleutnant Walter Bronsart von Schellendorff (ab 20. Juni 1917)

Oberstleutnant Friedrich Freiherr von Esebeck (ab 18. Juni 1918)

Oberstleutnant Otto Hasse (ab 4. August 1918)

Oberstleutnant Wilhelm Faupel (ab 23. August 1918)

Nachdem Rumänien am 27. August 1916 den Mittelmächten den Krieg erklärt hatte, wurde es notwendig, Truppen gegen diesen neuen Gegner zusammenzuziehen. Dazu wurde das Armeeoberkommando 9 am 6. September 1916 erneut zusammengestellt und nach Siebenbürgen verlegt. Es hatte allerdings mit General der Infanterie Erich von Falkenhayn, dem ehemaligen Kriegsminister und Chef des Generalstabes des Feldheeres, einen neuen Oberbefehlshaber und auch einen neuen Stabschef.

Die Armee wurde von 1916/17 auf dem rumänischen Kriegsschauplatz eingesetzt. Die Armee sollte den Gegner, der ab Ende August schnell bis Kronstadt und vor Hermannstadt vorgestoßen war, aufhalten und dann zurückschlagen. Ab November 1916 griff die 9. Armee an, eroberte gemeinsam mit der Donau-Armee der Heeresgruppe Mackensen Bukarest und erreichte im Januar 1917 den Unterlauf des Sereth. Ihr Hauptquartier lag ab dem 11. Januar 1917 in Rimnicul Sarat.

Im Frühjahr 1918 stand die 9. Armee im Nordosten Rumäniens. Für das ihr zugewiesene Etappengebiet richtete sie einen Postdienst ein, der auch der Zivilbevölkerung offen stand. Hierfür wurden vier verschiedene Germaniamarken mit Aufdruck Gültig/9. Armee im Februar/März 1918 in Umlauf gebracht.

Am 19. Juni 1918 wurde das Armeeoberkommando 9 an die Westfront verlegt. Dort kam es bereits am 5. Juli 1918 am westlichen Abschnitt des Marnebogens zum Einsatz. Der seit 18. Juni 1918 mit der Führung beauftragte General Fritz von Below war todkrank, daher führte der vorherige Oberbefehlshaber General der Infanterie Johannes von Eben das Kommando in Vertretung bis Anfang August weiter. Das neue Hauptquartier wurde in Crépy eingerichtet und am 27. August 1918 nach Marle verlegt. Das AOK 9 war an der Zweiten Schlacht an der Marne nahe Soissons beteiligt und wich später in die Siegfriedstellung aus. Am 18. September 1918 wurde es jedoch aufgelöst und in das Oberkommando der Heeresgruppe Gallwitz umgewandelt.

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