Die feierliche Beisetzung des Grafen von Zeppelin auf dem Stuttgarter Pragfriedhof (12. März 1917): König Wilhelm von Württemberg, der Gönner und Förderer des großen Verstorbenen, am Grab.
Recht sitzend die Witwe und Tochter des Grafen v. Zeppeliin, dahinter stehend Graf Ferdinand v. Zeppelin. Während der Beisetzung kreisten über dem Grab zwei Zeppelinluftschiffe, die durch Abwerfen von Blumen ihrem genialen Erfinder eine ergreifende letzte Huldigung darbrachten.
Fotoabbildung im Originaldruck vom 19. März 1917.
Journalausschnitt in der Größe 160 x 125 mm.
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Wilhelm II. (* 25. Februar 1848 in Stuttgart; † 2. Oktober 1921 in Schloss Bebenhausen) war von 1891 bis 1918 der vierte und letzte König von Württemberg.
Biografie
Prinz Wilhelm wurde als Sohn des Prinzen Friedrich von Württemberg und dessen Gemahlin Prinzessin Katharina, einer Tochter von König Wilhelm I. von Württemberg, geboren. Er blieb das einzige Kind seiner Eltern und wurde nach der absehbaren Kinderlosigkeit von König Karl I. und Königin Olga als Thronfolger erzogen.
In Tübingen und Göttingen studierte er Jura und Staats-/Finanzwissenschaften und schloss sich den Corps Suevia Tübingen und Bremensia Göttingen an.
In Potsdam trat er ins preußische Militär ein, das ihn jedoch nicht besonders anzog. Nachdem König Karl in seinen letzten Regierungsjahren zunehmende Ermüdungserscheinungen zeigte, übernahm der junge Prinz bereits Repräsentationsverpflichtungen.
Im Jahr 1877 heiratete Prinz Wilhelm Prinzessin Marie von Waldeck-Pyrmont. Diese Eheverbindung mit einem kleinen Fürstenhaus, eine Neigungsheirat, stieß in Württemberg auf wenig Begeisterung. Das Paar hatte zwei Kinder, ein drittes Kind kam 1882 tot auf die Welt:
Prinzessin Pauline (1877–1965) – verheiratet mit Fürst Friedrich Hermann zu Wied (1872–1945)
Prinz Ulrich (*/† 1880)
Der Tod des Sohnes Prinz Ulrich im Alter von fünf Monaten traf das Paar als Schicksalsschlag, dem für den Prinzen ein weiterer folgte: Im April 1882 starb seine Frau bei einer Totgeburt.
Prinz Wilhelm heiratete 1886 in zweiter Ehe Prinzessin Charlotte zu Schaumburg-Lippe, wiederum aus einer minder bedeutenden Dynastie. Aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. Deshalb wurde seit den 1890er Jahren Herzog Albrecht von Württemberg, der Spross einer katholischen Nebenlinie des Hauses Württemberg, als künftiger Thronfolger an den Regierungsgeschäften beteiligt.
Standesherr
Seit 1870 war Wilhelm als Prinz des königlichen Hauses bis zu seiner Thronbesteigung im Jahre 1891 Mitglied in der württembergischen Kammer der Standesherren. Zwar ließ er sich oft durch andere Mitglieder der Kammer vertreten, nahm aber an manchen Sitzungen auch persönlich teil.
König
Nach dem Tod von König Karl I. trat der Prinz 1891 als König Wilhelm II. die Regierung an. Viele Souveränitätsrechte waren an den Deutschen Kaiser gefallen. König Wilhelm pflegte einen eher großbürgerlichen Lebensstil. Ohne Bewachung oder Begleitung ging er bis in die letzten Tage seiner Regierung in Stuttgart spazieren. Männer aus dem Bürgertum lud er zu „Herrenabenden“ in seinen Wohnsitz im Stuttgarter Wilhelmspalais ein.
Dem Kaiser in Berlin stand König Wilhelm II. distanziert gegenüber, zumal er das Militärische zeitlebens nicht besonders schätzte. Unter seiner Protektion tagte in Stuttgart der Sozialistische Kongress; am Hoftheater wurden Stücke aufgeführt, die in anderen Staaten verboten waren, zum Beispiel von Frank Wedekind.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs traf König Wilhelm II. schwer; mit Tränen in den Augen verabschiedete er die Truppen in Stuttgart.
Nachdem am 9. November 1918 eine revolutionäre Menge mit zum Teil auswärtigen Anführern ins Wilhelmspalais eingedrungen war, verließ er am Abend Stuttgart in Richtung Bebenhausen. Dass ihm in dieser Situation niemand beistand, verwandte er nie. Am 30. November 1918 verzichtete er auf die Krone (ohne eigene Abdankungserklärung) und nahm den Titel eines Herzogs zu Württemberg an.
Mit dem württembergischen Staat hatte er bei seinem Rücktritt für sich und seine Frau ein lebenslanges Wohnrecht im Schloss Bebenhausen vereinbart, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.
Nachdem er im Oktober 1921 in Bebenhausen verstorben war, wurde der Leichenzug seinem letzten Wunsch gemäß um Stuttgart herum geleitet. Auf dem Alten Friedhof in Ludwigsburg ließ sich Wilhelm II. an der Seite seiner ersten Frau und seines Sohnes in einem Erdgrab bestatten.
Wilhelm II. galt als beliebter und volksnaher König. Noch heute werden Geschichten erzählt, wie die Einwohner Stuttgarts ihren Monarchen beim Spaziergang mit dessen Hunden mit den Worten „Grüß Gott, Herr König“ grüßten und Wilhelm als Erwiderung den Hut zog und Kindern Süßigkeiten gab. So war es keine Seltenheit, wenn er von Kindern gefragt wurde: „Keenich, hoscht mer nex?“ („König, hast du nichts für mich?“).
Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von Zeppelin (* 8. Juli 1838 in Konstanz im Gebäude des Inselhotels; † 8. März 1917 in Berlin), im Volksmund auch der Alte vom Bodensee genannt, war ein deutscher General der Kavallerie und Luftschiffkonstrukteur.
Familie
Ferdinand war der Sohn des früheren fürstlich hohenzollernschen Hofmarschalls und Baumwollfabrikanten Friedrich Jerôme Wilhelm Karl Graf von Zeppelin (1807–1886) und dessen Frau Amélie Françoise Pauline (geb. Macaire d'Hogguer) (1816–1852). Deren Vater David Macaire schenkte der Familie von Zeppelin das Schloss Girsberg in Emmishofen (Schweiz), wo Ferdinand zusammen mit seinen Geschwistern Eugenia und Eberhard aufwuchs und das er bis zu seinem Tod auch bewohnte.
Ferdinand Graf von Zeppelin heiratete am 7. August 1869 in Berlin Isabella Freiin von Wolff. Aus der Ehe ging Helene (Hella) von Zeppelin (1879–1967) hervor, die 1909 Alexander Graf von Brandenstein-Zeppelin (1881–1949) heiratete.
Leben
Zeppelin besuchte ab 1853 zunächst das Polytechnikum in Stuttgart und ab 1855 als Kadett die Kriegsschule Ludwigsburg. Er wurde 1858 Leutnant in der Württembergischen Armee und wurde im selben Jahr für ein Studium der Staatswissenschaft, Maschinenbau und Chemie in Tübingen beurlaubt. Aufgrund der vorsorglichen Mobilmachung wegen des österreichisch-italienischen Konflikts musste er 1859 sein Studium abbrechen und wurde zum Ingenieurkorps einberufen. Wiederum beurlaubt, nahm er seit 1863 am amerikanischen Bürgerkrieg als Beobachter teil und wurde der Potomac-Armee der Nordstaaten zugeteilt. Hier erlebte er zum ersten Mal den militärischen Einsatz von Ballons und konnte am 19. August 1863 selbst an einem Ballonflug teilnehmen. Dieses Erlebnis ließ ihn zeitlebens nicht mehr los, insbesondere die Schwäche dieses Instruments: die Abhängigkeit von der jeweiligen Windrichtung bzw. die Unlenkbarkeit eines Freiballons.
1864 kehrte er nach Württemberg zurück und wurde Adjutant des Königs Karl I. Den Deutschen Krieg 1866 erlebte er als Generalstabsoffizier und wurde mit dem Ritterkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens ausgezeichnet. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 wurde er aufgrund seines ausgedehnten Erkundungsritts hinter den feindlichen Linien (ein Musterbeispiel der gewaltsamen Aufklärung) berühmt. Auch in diesem Krieg spielte der Einsatz von Freiballons, besonders auf französischer Seite eine gewisse Rolle. Am 25. April 1874 findet sich in seinem Tagebuch die erste Eintragung über die Idee, ein lenkbares Luftschiff zu bauen; im gleichen Jahr wurde er zum Major befördert. Als Oberstleutnant wurde Zeppelin 1882 Kommandeur des Ulanen-Regiment „König Karl“ (1. Württembergisches) Nr. 19 in Ulm, wo er 1884 zum Oberst befördert wurde.
Im September 1885 wurde er zum württembergischen Militärbevollmächtigten an der Gesandtschaft in Berlin berufen und 1887 selbst zum württembergischen Gesandten ernannt. Hier verfasste er eine Denkschrift an seinen König über die „Notwendigkeit der Lenkballone“. Eine weitere „persönliche Denkschrift“ an das preußische Außenministerium zum Ende seiner Amtszeit, in welcher er das preußische Oberkommando über württembergische Truppenteile kritisierte, rief den Unwillen des Kaisers hervor. Im Herbstmanöver desselben Jahres, in dem Zeppelin eine Division führte, wurde er durch den Kavallerie-Inspekteur, den preußischen General von Kleist ungünstig beurteilt, worauf er seinen Abschied aus dem aktiven Militärdienst nahm, wurde aber von seinem König zum Generalleutnant befördert und blieb auch weiterhin „General à la suite“ des Königs von Württemberg.
Nach seiner Verabschiedung widmete er sich ganz der Konstruktion eines starren Luftschiffes. Eine von Kaiser Wilhelm berufene Sachverständigenkommission erklärte das Projekt für undurchführbar. Dennoch erwirbt er am 13. August 1898 das Reichspatent Nummer 98580 für einen Lenkbaren Luftfahrzug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern. Der Entwurf für sein Starrluftschiff wurde hierdurch rückwirkend zum 31. August 1895 geschützt. 1896 wurde Graf Zeppelin Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI), der sein Luftschiffprojekt tatkräftig unterstützte.
1899 begann er mit dem Bau des ersten lenkbaren Starrluftschiffs. Aus dieser Zeit stammen seine berühmten Worte: „Für mich steht naturgemäß niemand ein, weil keiner den Sprung ins Dunkel wagen will. Aber mein Ziel ist klar und meine Berechnungen sind richtig“. 1900 kam es zu den ersten drei Aufstiegen über dem Bodensee. Die immer besseren Resultate führten zu einer spontanen Begeisterung in der Bevölkerung, was entscheidend dazu beitrug, dass der Graf die Technik der Luftschiffe und ihres Betriebes weiterentwickeln konnte. Am 7. Januar 1901 verlieh der Kaiser ihm den Roten Adlerorden I.Klasse. Am 5. Dezember 1905 erhielt er den Charakter als württembergischer General der Kavallerie.
Ferdinand Zeppelin kaufte auch die Entwürfe und Patente von der Witwe des Erfinders David Schwarz, der kurz vor dem ersten Aufstieg seines Luftschiffes gestorben war.
Schon die Realisierung des zweiten Zeppelins war nur möglich durch Spenden und die Einnahmen einer Art Geldlotterie. Endgültig finanziell gesichert wurde die weitere Entwicklung der Luftschiffe erst, als 1908 der Zeppelin LZ 4 bei Echterdingen verunglückte (siehe auch Zeppelindenkmal (Kornsand)), was eine Welle der Hilfsbereitschaft auslöste. Eine Spendenaktion (Nationalspende) erbrachte über 6 Mio. Mark, und Graf von Zeppelin konnte davon die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und die Zeppelin-Stiftung gründen. Ausschlaggebender Punkt dafür war eine von einem Unbekannten gehaltene Ansprache an den Grafen, wobei er am Schluss das deutsche Volk zu einer Sammlung aufforderte, um so einen neuen Zeppelin entstehen zu lassen.
1908 kaufte die Militärverwaltung das voll funktionsfähige Luftschiff LZ 3 und stellte es als Z I in Dienst. Seit 1909 wurden Zeppeline auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt: bis 1914 beförderte die Deutsche Luftschifffahrts AG (DELAG) auf mehr als 1500 Fahrten insgesamt fast 35.000 Personen unfallfrei. Die größte Anzahl von Zeppelinen wurde während des Ersten Weltkriegs gebaut. Anfangs waren die Luftschiffe als Bomber und Aufklärer unersetzlich, doch im Laufe des Krieges ging die Technik-Entwicklung über sie hinweg, und die Flugzeuge übernahmen die Rolle der Zeppeline.
Graf Ferdinand von Zeppelin erwarb 1910 ein 25 Hektar großes Areal an der Pirschheide in Potsdam West. Im Jahr 1912 wurde hier zunächst die größte Luftschiffhalle Deutschlands errichtet. Seine Pläne verfolgten den Ausbau zum Luftfahrzentrum für Europa in Potsdam. Bereits 1914 wurden hier Kriegsluftschiffe gebaut, 1917 musste die Produktion jedoch eingestellt werden.
Von 1916 bis zu seinem Tode war Zeppelin als Vertreter der Ritterschaft Abgeordneter in der Ersten Kammer des Württembergischen Landtags.
Er verstarb 1917, also noch vor Ende des Krieges. Das vorläufige Aus für seine Luftschiffe aufgrund des Versailler Vertrags erlebte er ebenso wenig wie die zweite Blüte, die sie unter seinem Nachfolger Hugo Eckener erfuhren. Erst zwanzig Jahre später leiteten das Unglück von LZ 129 „Hindenburg“, der am 6. Mai 1937 bei der Landung in Lakehurst in Flammen aufging, und der heraufziehende Zweite Weltkrieg das endgültige Ende der riesigen Starrluftschiffe ein.
Ferdinand Graf von Zeppelin ist Ehrenbürger der Städte Friedrichshafen (1907), Worms (1908), Stuttgart (1908), München (1909), Lindau (1909), Baden-Baden (1910) und Ulm (1912).
Gedenken
Sein Grab befindet sich in Stuttgart auf dem Pragfriedhof.
In Konstanz gibt es ein Zeppelindenkmal am Gondelhafen.
Das Zeppelin Museum Friedrichshafen in der Seestraße 22 würdigt den Zeppelinbau.
Bei Echterdingen steht ein Gedenkstein, der an den Brand des LZ4 erinnert.
In Potsdam wurde auf dem Luftschiffhafen ein Hotel erbaut, welches die denkmalgeschützte Shedhalle und Graf Zeppelins Ideen mit moderner Architektur vereint.
Deutschland ehrte Zeppelin 1992 zu seinem 75. Todestag mit der Herausgabe einer Sonderbriefmarke (MiNr. 1597). Außerdem gab es 1992 eine Marke aus der Reihe „Historische Luftpostbeförderung“ mit einer Abbildung des LZ 127 „Graf Zeppelin“ (MiNr. 1525), 2000 die Marke „100 Jahre Zeppelin-Luftschiffe“ mit der Abbildung des LZ1 (MiNr. 2128) sowie 2007 die Marke „Historischer Luftschiffverkehr nach Südamerika“ mit einer Abbildung des LZ 127 „Graf Zeppelin“. Das Zeppelin-Gymnasium in Lüdenscheid wurde nach ihm benannt, sowie das Graf-Zeppelin-Gymnasium in Friedrichshafen.
Das Marinefliegergeschwader 3 trägt seit 1967 den Traditionsnamen „Graf Zeppelin“.
Auf zehn von Bernhard Hoetger 1934 geschaffenen Bildtafeln am Haus des Glockenspiels in der Bremer Böttcherstraße werden die frühen Ozeanbezwinger dargestellt, darunter auf einer der drehbaren Holztafeln Ferdinand Graf von Zeppelin und Hugo Eckener.
Zeppelin-Museum Zeppelinheim bei Frankfurt am Main.
Zeppelinallee in Frankfurt am Main.
Auszeichnungen
Großkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens
Großkreuz des Ordens der Württembergischen Krone
Großkreuz des Friedrichs-Ordens
Große Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft am Bande des Ordens der Württembergischen Krone
Goldene Karl-Olga-Medaille
Württembergisches Dienstehrenzeichen I. Klasse
Komtur II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen
Goldene Badische Medaille für Kunst und Wissenschaft am Band des Ordens Berthold des Ersten
Großkreuz des Bayerischen Militärverdienstordens
Goldene Prinzregent Luitpold-Medaille mit Krone
Verdienstzeichen für Kunst und Wissenschaft in Gold
Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
Großkreuz mit der Krone in Gold des Hausordens der Wendischen Krone
Mecklenburgisches Militärverdienstkreuz II. Klasse
Schwarzer Adlerorden
Kronenorden I. Klasse
Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
Eisernes Kreuz (1870) II. Klasse
Rechtsritter des Johanniterordens
Hausorden der Rautenkrone
Großkreuz des Albrechts-Ordens
Komtur des Hausordens vom Weißen Falken
Großkreuz des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens
Großkreuz des Dannebrog-Ordens
Ritter der Ehrenlegion
Orden der Eisernen Krone III. Klasse
K. u. k. Österreichisch-Ungarisches Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft
Russischer Orden vom Weißen Adler
Russischer Orden der Heiligen Anna I. Klasse
Orden des Heiligen Wladimir III. Klasse
Ehrenpräsident Königlich Württembergischer Yacht-Club.
Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH wurde 1908 von Ferdinand Graf von Zeppelin gegründet, um Luftschiffe zu fertigen. Die Zeppelin GmbH ist heute ein internationaler Konzern, der vor allem im Bereich Baumaschinen aktiv ist.
Geschichte
1908 wurde die Zeppelin-Stiftung eingerichtet und die Luftschiffbau Zeppelin GmbH nach der Zeppelin-Spende und (6.096.555 Mark) gegründet. Firmenleiter wurde Alfred Colsman. 1909 erfolgte die Gründung der CARBONIUM GmbH. Sie sollte Wasserstoff für die Zeppeline liefern, wurde jedoch am 19. Juli 1910 bei einer Explosion zerstört und 1914 durch eine andere Wasserstofffabrik ersetzt. Zur Fertigung von Luftschiffmotoren wurde am 23. März 1909 die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH durch Graf Zeppelin und Karl Maybach in Bissingen/Enz gegründet. 1912 erfolgte der Umzug nach Friedrichshafen und Umbenennung in Motorenbau GmbH Friedrichshafen, die im Mai 1918 in Maybach-Motorenbau GmbH umbenannt wurde und alle Motoren bis zu LZ 127 herstellte. Das heutiges Nachfolgeunternehmen ist die MTU Friedrichshafen. Am 16. November 1909 wurde die DELAG gegründet. Sie erwarb die meisten zivilen Luftschiffe der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und betrieb sie. 1912 wurde die Flugzeugwerke Friedrichshafen GmbH durch Theodor Kober gegründet. 1914 gründete der Zeppelin-Mitarbeiter Claude Dornier, der 1910 in die Firma eingetreten war, die Dornier Metallbauten GmbH, um im Auftrag von Graf Zeppelin große Ganzmetall-Flugboote zu bauen. 1915 wurde die Zahnradfabrik GmbH gegründet, um Getriebeteile für den Antrieb der Luftschrauben der Zeppeline zu fertigen. Sie wurde 1921 zur Zahnradfabrik Friedrichshafen AG, heute ZF Friedrichshafen AG.
Bis zum Ersten Weltkrieg fertigte die Firma 21 Zeppeline (LZ 5 bis LZ 25). Einige davon gingen an die DELAG, andere an das deutsche Militär.
Daneben entstanden noch eine Reihe weiterer Unternehmen und Gesellschaften, wie beispielsweise die Zeppelin Wohlfahrt GmbH.
Erster Weltkrieg
Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH fertigte die Kriegszeppeline mit den fortlaufenden Baunummern LZ 26 bis LZ 114 an verschiedenen Standorten in Deutschland. Daneben entwickelte sich Friedrichshafen zu einem deutschen Rüstungszentrum, nicht zuletzt auf dem Gebiet des Flugzeugbaus. 1918 arbeiteten rund 4000 Angestellte bei Zeppelin.
Zwischen den Kriegen
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges brach die Beschäftigtenzahl bei Zeppelin ein. Der Bau von Luftschiffen wurde verboten, die noch vorhandenen Schiffe mussten den Alliierten übergeben werden. Viele Luftschiffhallen mussten demontiert werden.
1919 wurde wieder ein Luftschiff gebaut. Der kleinste in dieser Zeit gebaute Zeppelin LZ 120 Bodensee stieg im August 1919 zum ersten Mal auf. Nach einer Saison musste er, sowie sein Schwesterschiff LZ 121 Nordstern, als Reparation abgegeben werden.
1921 wurde die Aero-Union AG gegründet. Aktionäre waren die AEG und Hapag je 40 Prozent, sowie die Luftschiffbau Zeppelin GmbH mit 20 Prozent.
1922 bis 1923 gelang es, einen Auftrag für ein großes Starrluftschiff zu erhalten. LZ 126 wurde für die US-amerikanische Marine gebaut und in den folgenden Jahren in den USA unter der Bezeichnung ZR-3 USS Los Angeles zum erfolgreichsten US-Starrluftschiff.
Nach dem Fall der Beschränkungen für den Luftschiffbau wurde LZ 127 gefertigt. Getauft auf den Namen des Firmengründers wurde der „Graf Zeppelin“ für die DELAG zum erfolgreichsten deutschen Luftschiff und Pionier des Transatlantik-Luftverkehrs. Er war auch das letzte Luftschiff, das die DELAG von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH übernahm.
1928 erhielt die Good Year Zeppelin Corporation, an der die deutsche Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu zwei Dritteln beteiligt war, den Auftrag für den Bau von zwei Großluftschiffen, der USS Akron und USS Macon im Wert von acht Millionen Dollar. Beide Luftschiffe wurden von der US-Marine als fliegende Flugzeugträger verwendet.
Die Deutsche Zeppelin-Reederei wurde 1935 mit staatlicher Beteiligung des Deutschen Reiches gegründet. Sie sollte LZ 129 „Hindenburg“ betreiben.
Mit dem Schwesterschiff des „Hindenburg“ LZ 130 „Graf Zeppelin II“ fertigte Zeppelin im Jahr 1938 das bis in die Gegenwart letzte bemannte Starrluftschiff. Diese beiden Zeppeline waren die größten je gebauten Luftschiffe.
Zweiter Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg war Friedrichshafen eines der großen Rüstungszentren des Deutschen Reiches. Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH fertigte unter anderem Radaranlagen, Peilanlagen, Fallschirme und Teile für Flugzeug- und Raketenbau (unter anderem A4- bzw. V2-Teile). Ihr war mit dem Außenlager Friedrichshafen ein eigenes Außenlager des Konzentrationslagers Dachau zugeordnet, in dem Zwangsarbeiter für die Zeppelin-Werke untergebracht waren. Ebenfalls von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH betrieben wurde das Außenlager Saulgau, das sich zwischen dem 14. August 1943 und dem 22. April 1945 beim Bahnhof Saulgau neben dem Produktionsgelände der Josef Bautz AG befand.
1944 wurden Hallen in Friedrichshafen von den Alliierten bombardiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Ende des Krieges war es dem Unternehmen untersagt, Luftschiffe zu bauen, jedoch entwickelten sich Firmen, die für die Zeppelin-Gruppe gegründet worden waren, weiter.
Unter der Bezeichnung Zeppelin entstand ein weltweit agierender Konzern. Von diesem werden vor allem Baumaschinen und Motoren vertrieben. Ein weiteres Unternehmen in diesem Konzern, die Zeppelin Systems GmbH, stellt Maschinen, Apparate und komplette Anlagen zur Förderung, Lagerung und Handhabung industrieller Schüttgüter (vorwiegend für Kunststoffe) her und gehört in diesem Sektor zu den Weltmarktführern.
Eine weiterer Ableger aus dem Zeppelin-Konzern entstand durch die Privatisierung eines Teils der Zeppelin Metallwerke GmbH, die heute unter dem Namen Zeppelin Mobile Systeme GmbH firmiert. Sie beschäftigt sich mit dem Bau von Leichtbau-Containern. Diese Aluminium-Shelter finden vor allem Einsatz im Bereich des Militärs und bei mobilen Krankenhäusern.
Museen:
In Friedrichshafen befindet sich im ehemaligen Hafenbahnhof das Zeppelin-Museum
Im Neu-Isenburger Stadtteil Zeppelinheim befindet sich das Zeppelin-Museum Zeppelinheim
Neue Luftschiffe in den 1990er-Jahren
1990 erfolgte die Patentanmeldung für ein „halbstarres Luftschiff mit Druck gestützter Hülle“ für die Luftschiffbau Zeppelin GmbH. 1993 wurde die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH (ZLT), mit der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und ZF Friedrichshafen AG als Hauptanteilseigner, gegründet. Sie entwickelt und baut halbstarre Luftschiffe vom Typ Zeppelin NT. 1997 fand der Jungfernflug des ersten Zeppelin NT statt. 2001 erfolgte die Neugründung der Deutschen Zeppelin Reederei (DZR) als 100-prozentige Tochter der ZLT. Sie betreibt die Zeppelin NT-Luftschiffe