Kapitänleutnant Otto Steinbrinck, erfolgreicher Unterseeboots-Kommandant (UB 57).
Originaldruck von 1917.
Mit Fotoabbildung nach einer zeitgenössischen Aufnahme.
Darunter mit Erfolgsmeldung (Englischer Kanal / Meisterfahrt im Dezember 1916, Versenkung von 22 Schiffen in elf Tagen).
Journalausschnitt in der Größe 50 x 100 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.
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Kapitänleutnant Otto Steinbrinck (Stab 4/07)
Dienstgrade:
Oberleutnant zur See, ab 28. September 1910 Leutnant zur See, ab 26. April 1917 Kapitänleutnant
Auszeichnungen:
Eisernes Kreuz 2. Klasse
Eisernes Kreuz 1. Klasse
Albert-Orden (Sachsen)
Hohenzollern-Hausorden
St. Heinrich Militär-Orden
Kaiserlicher Orden der Eisernen Krone (Österreich-Ungarn)
Pour le Mérite (Verleihung am 29. März 1916)
U-Boot-Kommandos:
U 6 vom 29. September 1914 - 4. November 1914
U 6 vom 6. Januar 1915 - 21. Januar 1915
UB 10 vom 15. März 1915 - 12. Januar 1916
UB 18 vom 16. Februar 1916 - 27. Oktober 1916
UC 65 vom 10. November 1916 - 31. Juli 1917
UB 57 vom 3. Juli 1917 - 1. Januar 1918
Otto Steinbrinck (* 19. Dezember 1888 in Lippstadt; † 16. August 1949 in Landsberg am Lech) war ein deutscher Marineoffizier, Industrieller und verurteilter Angeklagter im Nürnberger F.-Prozess.
Leben
Der Sohn eines Gymnasialprofessors trat am 3. April 1907 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein und diente ab 1911 auf mehreren U-Booten. 1911 wurde er Leutnant zur See. Im Ersten Weltkrieg war Steinbrinck Kommandant der U-Boote U 6, UB 10, UB 18, UB 57 und UC 65, mit denen er auf 24 Unternehmungen insgesamt 216 feindliche Schiffe mit über 230.000 BRT versenken konnte. Darunter war u.a der englische Kreuzer "Ariadne". Am 29. März 1916 wurde ihm der Orden Pour le Mérite verliehen. Er war der erfolgreichste der sogenannten "Flandern-Kommandeure". Im April 1918 wurde er Admiralstabsoffizier im Stab des Führers der U-Boote in Flandern.
1917 heiratete er Lola Vogelsang.
Nach Kriegsende schied er im Rang eines Kapitänleutnants aus dem aktiven Dienst aus, da Deutschland durch den Versailler Vertrag der Besitz von U-Booten verboten war. Steinbrinck arbeitete in der Waffenstillstandskommission mit und danach als stellvertretender Geschäftsführer und Syndikus des Verbandes Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller unter Jakob Reichert; dort war er zuständig für Wirtschafts-, Außenwirtschafts- und Verkehrspolitik und wirkte außerdem an der Vorbereitung des Friedensvertrages mit. Friedrich F. las seine Schrift über die wirtschaftliche Situation Oberschlesiens des Jahres 1920 im Vorfeld der Volksabstimmung. 1923 bot ihm F. eine neue Anstellung an, die er ablehnte und stattdessen bei der Linke-Hofmann-Lauchhammer AG eine leitende Stelle unter dem Direktor Friedrich Möller annahm. Ab Februar 1925 war er Privatsekretär des Generaldirektors Friedrich F.; später stieg er zum Vizepräsidenten auf. Auch arbeitete Steinbrinck als Vorstandsmitglied in zahlreichen Firmen. Nach der Gründung der F. KG fungierte Steinbrinck von 1937 bis 1939 als Generalbevollmächtigter für den F.-Konzern. Bereits 1933 sprach Steinbrinck mit F. über seine Trennung vom Konzern und 1936 gab er Aufgaben wegen Arbeitsüberlastung ab, bis er schließlich 1939 kündigte. Vorausgegangen soll ein Zerwürfnis zwischen den Ehefrauen sein.. Sein Tätigkeitsfeld bei F., der Stahl- und der Kohlesektor sowie die Weiterverarbeitungsbranche übernahmen Odilo Burkart und Bernhard Weiß.
Am 1. Mai 1933 trat er in die N. (Mitglieds-Nr. 2.638.206) ein, und wurde bald darauf am 30. Mai 1933 S.führer in der .. (Mitglieds-Nr. 63.084), wo er im April 1935 ..-O. wurde. Bald darauf war er Mitglied im sogenannten Freundeskreis R.-... Friedrich F. benutzte Steinbrinck aufgrund seiner exzellenten Kontakte zum Militär, zu Ministerien, zur N. und SS als „Verbindungsoffizier“. Steinbrinck war ein überzeugter N. und überredete Friedrich F. zur Mitgliedschaft im Freundeskreis R.-... Im April 1938 wurde Steinbrinck W.wirtschaftsführer und ab dem Januar 1939 ..-B.führer (vergleichbar mit dem Rang eines Generalmajors). Er war Träger des ..-.rings, des E.degens des R.s-.. und bekam den J.leuchter überreicht.
Als er im Sommer 1939 aus dem F.-Konzern ausschied, fungierte er ab dem Dezember desselben Jahres als Treuhänder des Thyssen-Vermögens. Kurz zuvor war er als Fregattenkapitän reaktiviert worden. Ab 1940 war er im Aufsichtsrat der Vereinigten Stahlwerke AG, in der Thyssen die Aktienmehrheit besaß, und war dort bis zum Ende des Krieges stellvertretender Vorsitzender.
Von Mai 1940 bis März 1942 arbeitete Steinbrinck als Generalbevollmächtigter für die Stahlindustrie in Luxemburg, Belgien und Frankreich, und fungierte im April 1941 als Mitarbeiter im Präsidium der Reichsvereinigung Kohle.
Von März 1942 bis zur Räumung der westlichen Besatzungsgebiete im Herbst 1944 war Steinbrinck auch Generalbevollmächtigter der Reichsvereinigung Kohle für den Steinkohlenbergbau und die Kohlewirtschaft in Holland, Belgien und Frankreich, dem sogenannten Beko (Befehlskommando) West.
Kurz vor Kriegsende operierte Steinbrinck im April 1945 als Verbindungsmann zwischen der Ruhrindustrie und der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Walter Model.
Urteil
Am 30. August 1945 wurde Steinbrinck von den Amerikanern verhaftet und in Nürnberg im F.-Prozess angeklagt. Dort erlitt er am 2. Verhandlungstag einen Herzanfall und fehlte in der ersten Woche der Verhandlung. Steinbrinck wurde in mehreren Punkten angeklagt und durch Dr. Hans Flächsner, der auch A. S.s Anwalt gewesen war, verteidigt. Steinbrinck war als einziger wegen seiner Mitgliedschaft in einer v. Organisation, der .., im F.-Prozess angeklagt. Steinbrinck behauptete im Gerichtsverfahren, dass er lediglich zum Wohle des Konzerns in die .. und N. eingetreten sei. Im Gegenteil, er habe dies nur getan, um die antikapitalistische und konzernfeindliche Stimmung der N. gegen den F.konzern zu mindern. Die Verleihung der ..-Ränge sei von G. aufgrund seiner öffentlichen Wertschätzung geschehen und von den Verbrechen der .. habe er nichts gewusst. Am 22. Dezember 1947 wurde er zu 5 Jahren Haft verurteilt.
Der Anwalt Hans Flächsner, der Steinbrinck verteidigte, stellte in einem Schreiben an Steinbrincks Frau fest, dass es sich bei dem Urteil hinsichtlich der Anklagepunkte S.arbeit und A.ung um eine „recht günstige“ Lösung handle. Kurz vor Beginn der allgemeinen Begnadigungswelle starb Steinbrinck in der Haft.
UB 57, U-Boot der Klasse UB III. Indienststellung am 30. Juli 1917. Außerdienststellung am 14. Aug. 1918 (Zusammenstoß mit einer Mine vor der Küste Flanderns, mit 34 Toten).
Die U-Boot-Klasse UB wurde für die deutsche Kaiserliche Marine zwischen 1914 und 1918 erbaut.
Typen
Typ UB I
Bei den UB-I-Booten handelte es sich um sehr kleine Einhüllen-U-Boote für den küstennahen Einsatz.
Durch Engpässe beim Bau starker Dieselmotoren zog sich der Bau der großen Flotten-U-Boote immer mehr hin. So wurden kleine Küsten-U-Boote entwickelt, die schnell zu bauen sein sollten. Für den Antrieb wurden 44-kW-Dieselmotoren von der Gebrüder Körting AG ausgewählt. Dieser Motor konnte schnell und in großer Zahl geliefert werden, da er ursprünglich für Schiffsbeiboote vorgesehen war. Die Ausrüstung mit nur einem dieser Dieselmotoren (neben einer E-Maschine) machte den Bootstyp sehr störanfällig.
Die Boote konnten in drei Teilen demontiert per Eisenbahn auf Spezialwagen zu verschiedenen Einsatzstandorten gebracht werden. Allerdings war das Verfahren zu zeitaufwändig, so dass UB 2 und alle später in Dienst gestellten Boote durch die Kanalenge an den britischen Sperren vorbei nach Flandern überführt wurden. Zudem hatten sie eine sehr kurze Tauchzeit von nur 22 Sekunden. Sie waren mit zwei Bug-Torpedorohren und einem 7,92-mm-MG 08 bewaffnet, das sich allerdings für die Untersuchung von Schiffen nach Prisenordnung als untauglich herausstellte, weil die Engländer selbst Segler gegen die U-Boot-Gefahr mit Geschützen ausstatteten. Mitgeführt werden konnten nur zwei Torpedos in den Rohren.
Die ersten UB-I-Boote waren SM UB 1 bis SM UB 8 bei der Krupp Germaniawerft in Kiel und SM UB 9 bis SM UB 15 bei der AG Weser. Die Bestellungen erfolgten bereits am 15. Oktober 1914. Am 25. November wurden noch SM UB 16 und SM UB 17 bei der AG Weser nachbestellt, da SM UB 1 und SM UB 15 an die k.u.k. Marine verkauft wurden. Außerdem baute die AG Weser für die k.u.k. Marine deren U 15 (k.u.k. Marine) bis U 17 (k.u.k. Marine) – insgesamt also 20 U-Boote dieses Typs. Auch SM UB 1, SM UB 8 und SM UB 15 wurden an die österreichische Kriegsmarine abgegeben und als U 10 (19. Januar 1915), U 8 (25. Mai 1916) und U 11 in Dienst gestellt. Sie waren „Ersatz für die von der deutschen Führung angekündigten, aber an anderen Fronten dringend benötigten Flotten-U-Boote“. Die Boote führten ihre ersten Einsätze noch unter ihren deutschem Kommandanten aus.
Typ UB II
Bei den UB-II-Booten handelte es sich ebenfalls um kleine Einhüllen-U-Boote für den küstennahen Einsatz. Diese wurden jedoch im Vergleich zu UB-I-Typ stark verbessert.
Bis zum August 1915 war man zwar mit den kleinen UB-I-Booten sehr zufrieden, dennoch reichten sie in Seetauglichkeit und Reichweite nicht mehr für die neuen Ansprüche der Kaiserlichen Marine aus. Besonders nachteilig war, dass die UB-I-Boote nur eine Welle mit einem Dieselmotor besaßen. Bei defektem Diesel war das Boot bewegungsunfähig.
Zu den größten Verbesserungen zählten der Einbau von zwei auf zwei Wellen wirkenden Diesel- und E-Maschinen, die Vergrößerung der Reichweite über und unter Wasser und eine verstärkte Bewaffnung: zwei 50-cm-Bug-Torpedorohre, vier Torpedos und eine 5-cm-Kanone (spätere Boote erhielten statt der 5-cm- eine 8,8-cm-Kanone).
Durch die erforderliche Vergrößerung der Boote konnten diese nicht mehr mit der Eisenbahn verlegt werden. Auch die Tauchzeit stieg von 32 auf bis zu 45 Sekunden an. Die ersten UB-II-Boote, SM UB 18 bis SM UB 23, wurden bei Blohm + Voss in Hamburg am 30. April 1915 in Auftrag gegeben. Dort wurden auch die restlichen UB-II-Boote bis auf die von der Bremer AG Weser gefertigten SM UB 42 bis SM UB 47 gebaut. SM UB 43 bis SM UB 47 wurde ebenfalls an die k.u.k.-Kriegsmarine abgeben und als U 43 (8. April 1916) und U 47 (17. Juni 1916) in Dienst gestellt.
Typ UB III
Der UB-III-Typ war ein Zweihüllen-Hochsee-Typ, der für Handelskriegsoperationen um Großbritannien und im Mittelmeer entwickelt wurde.
Der Entwurf dieses Typs leitete sich vom Typ UC II ab. Allerdings sollte er keine Seeminen, sondern Torpedos aufnehmen und größere Reichweite und höhere Geschwindigkeit aufweisen. Dadurch vergrößerte sich das Boot auf etwa 600 t. Um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen, mussten stärkere Dieselmotoren eingebaut werden.
Da die Boote eine gewisse Größe nicht überschreiten sollten, wurden weniger Akkumulatoren eingebaut als in ähnlich große Flotten-U-boote. Diese Abstriche in der Reichweite unter Wasser wurden wegen der starken Bewaffnung mit fünf 50-cm-Torpedorohren und sieben Torpedos in Kauf genommen. Außerdem erhielt jedes Boot eine 10,5-cm-Kanone. Die Boote des Typs UB III hatten ein sehr gutes Handling und konnten in 30 Sekunden tauchen.
Abgelöst werden sollte der Typ UB III durch die U-Boot-Klasse UG, die für den Geleitzug-Kampf mit vier Bugtorpedorohren, innenliegenden Ölbunkern, größerer Geschwindigkeit und einer Tauchtiefe von 100 m projektiert war.
Dieser Typ wurde von der Kriegsmarine zur U-Boot-Klasse VII weiterentwickelt.
Die ersten Bauaufträge (SM UB 48 bis SM UB 71) wurden am 20. Mai 1916 für je sechs Boote an die Werften Blohm + Voss (baute auch SM UB 75 bis SM UB 79 und SM UB 103 bis SM UB 117), AG Weser (baute auch SM UB 80 bis SM UB 87 und SM 118 bis SM UB 132), AG Vulcan Stettin (baute auch UB SM 72 bis SM UB 74) und Krupp Germaniawerft. AG Vulcan Hamburg baute SM UB 72 bis SM UB 74 sowie SM UB 88 bis SM UB 102.
Die Kaiserliche Marine entstand nach der Reichsgründung 1871 aus der Marine des Norddeutschen Bundes. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bezeichnet die Marine des Reichs meist als Kriegsmarine, an einer Stelle aber auch als Kaiserliche Marine. Für den Marinegebrauch wurde letztere Bezeichnung am 1. Februar 1872 eingeführt. Sie bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918.
Den Schiffsnamen der Kaiserlichen Marine wurde – vergleichbar der Tradition in der britischen Marine (HMS = His/Her Majesty's Ship) – das Kürzel S.M.S. (für "Seiner Majestät Schiff") vorangestellt.
1871 bis 1890
1. Februar 1872 wurden deren bisherige Marinebehörden zur Kaiserlichen Admiralität zusammengefasst, deren erster Chef General der Infanterie Albrecht von Stosch wurde. Den Oberbefehl hatte der Kaiser inne.
Anfangs bestand die Hauptaufgabe im Küstenschutz und im Schutz der deutschen Seehandelswege, obwohl schon bald erste Auslandsstationen gegründet wurden. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts beteiligte sich die Kaiserliche Marine an der Gewinnung von Kolonien in Afrika, Asien und Ozeanien. Kiel an der Ostsee und Wilhelmshaven an der Nordsee waren gemäß der Reichsverfassung Reichskriegshäfen.
Zu den Aufgaben der Marine gehörte auch die allgemeine Repräsentanz des Reichs im Ausland und vor allem in Übersee. Bereits die Preußische Marine hatte, wie in der damaligen Zeit üblich, Auslandskreuzer eingesetzt, die die diplomatische Interessenvertretung Preußens und später des Reichs insbesondere gegenüber kleineren Staaten zu unterstützen hatten. Ein besonderes Beispiel für diese Form der Zusammenarbeit von Diplomatie und Marine, der klassischen Kanonenbootdiplomatie, war die sogenannte Eisenstuck-Affäre in Nicaragua 1876-1878.
1890 bis 1914
Unter dem flottenbegeisterten Kaiser Wilhelm II. (1888 - 1918) gewann die Marine an Bedeutung, und eine große maritime Rüstungsindustrie entstand. Der Kaiser-Wilhelm-Kanal wurde 1895 fertiggestellt und erlaubte eine schnelle Verlegung der Seestreitkräfte zwischen Nord- und Ostsee.
Ab 1889 änderte sich die Führungsstruktur. Marinekabinett, Oberkommando der Marine und Reichsmarineamt (von 1897-1916 war Großadmiral (seit 1911) Alfred von Tirpitz dessen Staatssekretär) entstanden. 1898 beschloss der Reichstag ein neues Flottengesetz, welches den weiteren Ausbau festlegte. Das Oberkommando wurde 1899 durch den Generalstab abgelöst, und der Kaiser übernahm erneut den Oberbefehl. Tirpitz gelang es mit Hilfe seines "Nachrichtenbüros" und des Deutschen Flottenvereins, durch geschickte Propaganda im Deutschen Reich eine große Begeisterung für die Flotte zu erzeugen.
Die Flottenrüstung war, wie auch in den anderen Marinen der damaligen Zeit, von einer schnellen technischen Entwicklung gekennzeichnet. Nacheinander wurden neue Waffensysteme eingeführt, wie die Seemine, der Torpedo, das U-Boot und die Marineflieger mit Flugzeugen und Luftschiffen. Obwohl alle diese Entwicklungen bereits mit einfachen Modellen im amerikanischen Bürgerkrieg zum Einsatz gekommen waren, war ihre Bedeutung für künftige Seekriege zunächst kaum erkannt worden.
Eine Veränderung der Doktrin zu Verteidigungskrieg und Seeschlacht mündete mit dem Aufbau der Hochseeflotte in einem Wettrüsten mit England. Die aus dem deutsch-englischen Gegensatz entstandene Isolierung des Deutschen Reichs hatte entscheidenden Einfluss auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Eines der wesentlichen Probleme der Kaiserlichen Marine war bis gegen Ende des Ersten Weltkriegs die mangelhafte interne Koordination. Da der Kaiser selber den Oberbefehl ausübte, fehlte es an der Koordination zwischen den diversen direkt unterstellten Marinedienststellen mit direktem Vorspracherecht beim Kaiser, den sogenannten Immediatstellen, von denen es zeitweise bis zu acht gab. Dazu gehörten der Staatssekretär des Reichsmarineamts, der Chef der Hochseeflotte, die Chefs der Marinestationen.
Organisatorisch bildete die Hochseeflotte ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts den Kern der Kaiserlichen Marine. Daneben gab es das Ostasiengeschwader, die Mittelmeer-Division und diverse Landdienststellen, wie etwa die Marinestationen der Nordsee und der Ostsee.
Hochseeflotte
Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es allgemein üblich, Flotten nur in den Sommermonaten aktiv zu halten, während im Winter die meisten Schiffe aufgelegt wurden. Nach der Aktivierung im Frühjahr bedurfte es großer Übungen, um die Schiffe einsatzfähig zu machen. Zu diesem Zweck wurde in der Kaiserlichen Marine alljährlich die so genannte Übungsflotte zusammengezogen, an deren Spitze ein Admiral als Flottenchef stand. Um 1900 wurde die Übungsflotte zunächst in Schlachtflotte und 1906 in Hochseeflotte umbenannt. Ihr erster Chef war der Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich. Die Hochseeflotte bildete den Kern der Kaiserlichen Marine.
Bei Kriegsausbruch im August 1914 betrug ihre Stärke:
14 Schlachtschiffe
22 Linienschiffe
8 Küstenpanzerschiffe
5 Große Kreuzer (Schlachtkreuzer)
7 Große Kreuzer (Panzerkreuzer)
12 Kleine Kreuzer
89 Torpedoboote (im Flottendienst)
19 U-Boote
Die Schlachtschiffe, Linienschiffe und Küstenpanzerschiffe bildeten zu dieser Zeit sechs Geschwader, die Kreuzer bildeten fünf Aufklärungsgruppen, die Flottentorpedoboote waren in acht, die U-Boote in zwei Flottillen eingeteilt.
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Einheiten gehörten zur Hochseeflotte vier Hafenflottillen mit Kleinen Kreuzern und Torpedobooten.
Die Chefs der Hochseeflotte im Ersten Weltkrieg waren:
1914 - 1915 Admiral Friedrich von Ingenohl
1915 - 1916 Admiral Hugo von Pohl
1916 - 1917 Admiral Reinhard Scheer
1917 - 1918 Admiral Franz Ritter von Hipper
Ostasiengeschwader
Das Ostasiengeschwader ging 1897 aus dem vormaligen Kreuzergeschwader hervor. Es war ein selbständiger Verband, der die Aufgabe hatte, deutsche Interessen im asiatisch-pazifischen Raum zu unterstützen. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs versuchte das Geschwader, unter Vizeadmiral Graf Spee, rund um Südamerika nach Deutschland durchzubrechen, wurde aber bei den Falklandinseln durch überlegene britische Kräfte gestellt und vernichtet.
Der Erste Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg offenbarte schnell die konzeptionellen Fehler der deutschen Flottenrüstung. Großbritannien verhängte eine Fernblockade gegen das Deutsche Reich und hielt seine Schlachtflotte außerhalb der Reichweite der Hochseeflotte. Die Seeschlachten des Ersten Weltkriegs (u.a. Gefecht auf der Doggerbank, Skagerrakschlacht) hatten deshalb für den Gesamtverlauf keine entscheidende Bedeutung.
Zum Kriegsende sollte die Kaiserliche Marine gemäß einem Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918 zu einer letzten großen Schlacht ("ehrenvoller Untergang") gegen die Royal Navy antreten. Das wurde durch den Matrosenaufstand verhindert. Dieser mündete in die Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs bedeutete.
Die Verluste an Menschenleben im Seekrieg werden für das Deutsche Reich mit 1.569 Offizieren, 8.067 Deck- und Unteroffizieren und 25.197 Mannschaften angegeben. An sie erinnert das 1936 am 20. Jahrestag der Skagerrakschlacht eingeweihte Marineehrenmal in Laboe bei Kiel.
Selbstversenkung der Hochseeflotte
Nach Ende der Kampfhandlungen wurde die Hochseeflotte gemäß den Waffenstillstandsbestimmungen im schottischen Scapa Flow interniert. Die Schiffe waren entwaffnet worden und nur mit Notbesatzungen besetzt. Als im Sommer 1919 die Bedingungen des Versailler Vertrages und die damit verbundene Ablieferung großer Teile der Flotte an die Siegermächte bekannt wurde, ließ Konteradmiral Ludwig von Reuter die unter seinem Kommando befindliche Hochseeflotte am 21. Juni 1919 versenken. Damit war der Kern der Kaiserlichen Marine zerstört.
Mit der Selbstversenkung hatte die Marine zwar einen Teil des im Krieg und insbesondere während der Revolution verlorenen Ansehens zurückgewonnen, jedoch waren harte Konsequenzen zu tragen. Die Alliierten verlangten nicht nur die Übergabe anderer, zum Teil recht moderner Schiffe, die für die neue Reichsmarine hätten den Grundstock bilden sollen, sondern auch den größten Teil der noch bestehenden deutschen Handelsflotte.
Die durch die Versenkung unbrauchbar gewordenen Schiffe hatten noch einen großen Schrottwert. Außerdem blockierten sie die besten Ankerplätze in der Bucht von Scapa Flow. Deshalb wurden sie bis zum Zweiten Weltkrieg zum größten Teil gehoben und verschrottet. Bis heute wird jedoch gelegentlich hochwertiger Stahl aus den Wracks für medizinische Geräte geborgen. Dieser Stahl ist deswegen wertvoll, weil er nicht atmosphärischer Strahlung während der Zeit der oberirdischen Nukleartests ausgesetzt war und sich deshalb gut zum Bau von derartigen Messgeräten eignet.
Bilanz
Hatte die Marine in den Einigungskriegen von 1866 und 1871 noch keine praktische Rolle gespielt, so wurde sie in den Folgejahren mit Augenmaß und den Bedürfnissen des Reichs entsprechend aufgebaut. Nach Bismarcks Entlassung 1890 begann unter Kaiser Wilhelm II. und Tirpitz das große Flottenwettrüsten, das eine der wesentlichen, jedoch nicht die einzige Ursache des Ersten Weltkriegs war. Es war ein Element einer verfehlten Bündnis- und Rüstungspolitik.
Im Ersten Weltkrieg zeigte sich, dass die Hochseeflotte falsch konzipiert und schlecht geführt war. Sie konnte nicht entscheidend zum Kriegsausgang beitragen, und der Unmut ihrer Soldaten entlud sich in Meutereien, die wesentlich zum Ende der Monarchie beigetragen haben.
U-Boot-Krieg
Erster Weltkrieg
Die technische Entwicklung der U-Boote bis zum Beginn des ersten Weltkrieges beschreibt ein Boot, das durch Dampf-, Petrol- oder Dieselmaschinen über Wasser und batteriegetriebene Elektromotoren unter Wasser betrieben wurde. Die völkerrechtlichen Doktrinen des Kreuzerkrieges zwangen dem U-Boot eine Überwasserkriegführung auf. Folgerichtig bekam das typische U-Boot nun Kanonen, eine offene Brücke zur Beobachtung des Seeraums und Torpedos. Die Unterwassereigenschaften traten zurück, so dass sich ein Tauchboot etablierte, dass sich mit kräftiger Maschine über Wasser schnell und durch kleine Batteriekapazitäten unter Wasser nur langsam bewegen konnte, um den schnellen Überwasserstreitkräften und Handelsschiffen folgen zu können.
Seekrieg
Um das ungünstige deutsch-britische Kräfteverhältnis der Seestreitkräfte (1:1,8) auszugleichen, entschloss sich die deutsche Kriegsführung entgegen der Auffassung des Großadmirals Alfred von Tirpitz zum Kleinkrieg durch Minen- und U-Booteinsatz gegen Großbritannien. Die britische Fernblockade (Linie Shetlands - Norwegen), die am 2. November 1914 die Nordsee zum Kriegsgebiet erklärte, wurde am 4. Februar 1915 erwidert durch die deutsche Erklärung der Gewässer rings um Großbritannien als Kriegsgebiet.
Am 22. Februar 1915 befahl die deutsche Reichsregierung den uneingeschränkten U-Boot-Krieg gegen Handelsschiffe Krieg führender und neutraler Staaten innerhalb dieser Gewässer.
Am 13. Mai 1915 wurde der U-Boot-Krieg eingeschränkt, nachdem U 20 den mit 10 Tonnen Waffen beladenen britischen Passagierdampfer RMS Lusitania versenkt hatte. Da 139 US-Staatsbürger umgekommen waren, protestierten die USA in Großbritannien gegen die Blockade und drohten Deutschland nach weiteren scharfen Protestnoten mit Kriegseintritt.
Am 29. Februar 1916 verschärfte die deutsche Admiralität den U-Boot-Krieg durch warnungsloses Versenken bewaffneter Handelsschiffe. Tirpitz und Falkenhayn konnten sich mit ihrer Forderung nach einem uneingeschränkten U-Boot-Krieg jedoch nicht bei Bethmann-Hollweg und dem Kaiser durchsetzen. Tirpitz trat daraufhin am 17. März 1916 von seinem Amt zurück.
Nach der Skagerrak-Schlacht, die Deutschland taktisch gewann, jedoch strategisch verlor, war die deutsche Admiralität der Ansicht, durch einen uneingeschränkten U-Boot-Krieg Großbritannien innerhalb von sechs Monaten besiegen zu können. Gegen die Meinung der politischen Führung erklärte Deutschland am 1. Februar 1917 erneut den uneingeschränkten U-Boot-Krieg. Bis zum 31. Dezember 1917 wurden 6,141 Millionen BRT alliierter Schiffsraum und 1,127 Millionen neutraler Schiffsraum versenkt. In der Folge traten die USA, wie von Bethmann-Hollweg vorhergesagt, am 6. April 1917 in den Krieg ein.
Trotz anhaltender Versenkungen von 600 000 BRT/Monat konnte nun der Nachschub von den USA nach Großbritannien nicht mehr nachhaltig gestört werden.
Der "Uneingeschränkte U-Boot-Krieg" wurde im Zuge des Notenaustausches mit Präsident Woodrow Wilson auf der Grundlage seiner 14-Punkte-Rede schon am 21. Oktober 1918 eingestellt.
U-Boot-Einsatz
Die Bedeutung der U-Boot-Waffe wurde allgemein sichtbar, als U 9 am 22. September 1914 die britischen Panzerkreuzer HMS Aboukir, HMS Cressy und HMS Hogue versenkte.
Zu Beginn des Krieges gab es keine zielgerichtete Einsatzdoktrin für U-Boote. Beide Seiten setzten sie für Patrouillenfahrten im feindlich kontrollierten Seegebiet ein, um gegnerische Kriegsschiffe zu bekämpfen. Diverse Begegnungen der Überwasserstreitkräfte führten in der deutschen Admiralität schnell zur Auffassung, die U-Boote als Handelsstörer gegen Grossbritannien einzusetzen.
Bei einem Handelskrieg nach Prisenordnung riskierten die deutschen U-Boote, von bewaffneten Frachtern oder britischen U-Boot-Fallen versenkt zu werden, da die Prisenordnung vorschrieb, dass Handelsschiffe durch Schuss vor den Bug aufzustoppen waren, um nach Durchsicht der Frachtpapiere zu entscheiden, ob eine Prise vorlag oder der Handelsfahrer freie Fahrt zu bekommen hatte. Im Falle einer Versenkung waren die Schiffbrüchigen aufzunehmen und zu versorgen. Diese Vorschriften entstanden historisch aus Kriegen mit Linienschiffen und Kreuzern und konnten daher nicht der Kriegführung mit kleinen, verletzlichen U-Booten entsprechen.
Obwohl Großbritannien größte Anstrengungen unternahm, die U-Boote zu bekämpfen, darunter auch mit Q-Schiffen (Handelsschiffe mit versteckt aufgestellter Bewaffnung, mitunter sogar unter neutraler Flagge fahrend), stiegen die Schiffsverluste stetig an. Erst 1918 führte die Einführung des Konvoi-Systems dazu, dass die einzeln operierenden U-Boote gegen die von zahlreichen Geleitschiffen eskortierten Handelsschiffe nur noch im Unterwasserangriff erfolgreich waren, der wegen der geringen Unterwassergeschwindigkeit der U-Boote nur bei günstigem Kurs des Konvois Erfolgsaussichten hatte.
Die Hauptwaffe der U-Boote im Ersten Weltkrieg waren die Deckgeschütze, die im Krieg nach Prisenordnung zum Stoppen der Schiffe benutzt wurde, die dann, wenn sie versenkt werden durften, durch Sprengladungen oder durch Fluten versenkt wurden. Torpedos wurden fast nur für Überraschungsangriffe, bei denen das Boot getaucht blieb, benutzt. Darüber hinaus legten die deutschen U-Boote tausende von Minen, besonders auch von Basen im besetzten Flandern. Im Kanal waren die U-Boote dermaßen erfolgreich, dass die Royal Navy starke Kräfte einsetzen musste, darunter Monitore, um die U-Boot-Basen an der belgischen Küste zu beschießen. Trotz zahlreicher Angriffsunternehmen, wie dem Raid gegen Zeebrügge und Ostende am 22.-23. April 1918, gelang es bis Kriegsende nicht, diese Stützpunkte zu blockieren.
Die größten Erfolge bei minimalen Verlusten erzielten deutsche U-Boote im Mittelmeer, sowohl gegen Kriegs- als auch gegen Handelsschiffe. Obwohl dort streng nach Prisenordnung vorgegangen wurde, waren die Versenkungserfolge, bezogen auf die Zahl der eingesetzten U-Boote, größer als im Zweiten Weltkrieg. Die erfolgreichsten Kommandanten (de la Perière, Forstmann, Valentiner, Steinbrinck) versenkten erheblich mehr Tonnage als ihre Nachfolger bei der Kriegsmarine, was allerdings auch auf die erheblich verbesserten Techniken der U-Bootbekämpfung im Zweiten Weltkrieg zurückzuführen ist.
Auch die Österreichische Marine besaß und benutzte Unterseeboote, nach 3 Prototypen entschloss man sich, Uboote für den Schutz der Kriegshäfen und der Adria zu bauen.
Auf deutscher Seite wurden 3.274 Einsätze von 320 Booten durchgeführt, auf denen sie 6.394 zivile Schiffe mit insgesamt 11.948.792 BRT (außerdem 100 Kriegsschiffe mit 366.249 BRT) versenkten. Nach Admiral Jellicoe wurden im November 1917 gegen damals zur Zeit aktive 178 U-Boote aufgewendet:
277 Zerstörer
30 Kanonenboote
44 P-Boote
338 Motorboote
65 U-Boote
68 Küstenmotorboote
49 Dampfjachten
849 Fischdampfer
687 Drifter (Netzfischer)
24 Minensucher
50 Luftschiffe
194 Flugzeuge
77 U-Bootfallen
Im U-Boot-Krieg starben auf deutscher Seite 4.744 Mann der U-Bootwaffe, 200 U-Boote sanken oder gelten als verschollen.
Nach der Kapitulation aller deutschen Streitkräfte im Jahr 1918 wurden die noch vorhandenen 170 U-Boote der kaiserlich-deutschen Marine an die Siegermächte übergeben. Der Großteil dieser Boote wurde verschrottet. An der Selbstversenkung der Überwassereinheiten der kaiserlichen-deutschen Marine in Scapa Flow auf Befehl des Admirals Ludwig von Reuter waren keine U-Boote beteiligt