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WK1 Palästinafront Kommandant Jaffa Osmanen Orient 1916 |
Auction number: 0006720262 |
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End of auction: |
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10/17/26 at 10:43 PM a o clock 9 d. 3 h. 56 min. 7 sec.
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Article Place: |
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83454 Anger (Deutschland) |
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Condition: |
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Used |
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Start of auction: |
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10/03/26 at 10:43 PM a o clock |
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39.95 € |
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| Der Kommandant von Jaffa (Palästina) hält an die ausrückenden Truppen und das Volk eine begeisternde Ansprache (August 1916).
Fotoabbildung im Originaldruck von 1918.
Photographie: Leipziger Presse-Büro.
Journalausschnitt in der Größe 185 x 140 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sehr guter Zustand.
Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!
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Besichtigung jederzeit möglich.
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Historische Informationen zum Artikel:
Osmanisches Reich (auch Ottomanisches oder Türkisches Reich; türkisch:Osmanlı İmparatorluğu, osmanische Bezeichnung Devlet-i Âliyye-i Osmaniyye) ist die Bezeichnung für das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1923. In Europa wurde das Land auch damals als „Türkei“ bzw. „Türkisches Reich“ bezeichnet. Es war mehrere Jahrhunderte lang die entscheidende Macht in Kleinasien, im Nahen Osten, auf dem Balkan, in Nordafrika und auf der Krim. Im Laufe des 18. und vor allem 19. Jahrhunderts wurde es in der Auseinandersetzung mit den europäischen Mächten auf Kleinasien und den Nahen Osten zurückgedrängt und fand in der Türkei seinen Nachfolgestaat. Die Osmanischen Sultane waren strikte sunnitische Muslime und folgten der Hanefitischen Rechtsschule.
Die Entstehung des Osmanischen Reiches
Die Überlieferungen über die Anfangszeit der Osmanen (Osmanlı, Osmanisches Reich = Devlet-i Âliye, Osmanlı Devleti) sind nur spärlich, wohl weil es sich um ein kleines unter vielen Fürstentümern handelte, die es nach der Zerschlagung des Seldschuken-Reiches in Kleinasien gab. Der Namensgeber Osman I. war zu Anfang des 14. Jahrhunderts der Herrscher über einen nomadischen Stamm, den Klan der Kynyk vom Stamm der Kayi bei Söğüt im nordwestlichen Anatolien, der turkmenischer Herkunft und islamischen Glaubens war. Um 1299 erklärte Osman die Unabhängigkeit seines Beyliks vom Reich der Rum-Seldschuken. Dieses Jahr wird daher traditionell als das Gründungsjahr des Osmanischen Reiches angesehen. Osman gewann nach und nach die Oberhand über die benachbarten türkischen Stämme und erweiterte seinen Herrschaftsbereich auch auf Kosten des Byzantinischen Reiches. Schließlich belagerte er Brussa (Bursa) und Nicaea (Iznik), die beiden größten byzantinischen Städte in Anatolien. Bursa fiel kurz vor seinem Tod im Jahre 1326, Iznik wurde 1331 von seinem Sohn Orhan erobert. Orhan erbte ein Fürstentum, das fast halb so groß wie die heutige Schweiz war. Er machte Bursa zur Hauptstadt, und bis zur Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 blieb es die Grablege der osmanischen Sultane.
Das Byzantinische Reich wurde massiv bedrängt und befand sich zu dieser Zeit im Niedergang, sodass die Eroberung der europäischen Seite des Marmarameers (Marmara Denizi) folgte, angefangen mit Gallipoli (Gelibolu) 1354. Auch in Kleinasien gab es im selben Jahr mit Ankara (griech. Angora) Zugewinne. Bei Orhans Tod 1360 war das Reich mehr als dreimal so groß wie beim Tode seines Vaters. Im folgenden Jahr gelang die Einnahme Adrianopels (Edirne), der zweitgrößten byzantinischen Stadt, nach der Schlacht an der Maritza folgte der Übergriff auf Mazedonien (1371). 1389 gelang Murad I. in der Schlacht auf dem Amselfeld ein Sieg über die verbündeten christlichen Fürsten aus Serbien und Bosnien.
Wenn auch gleichzeitig in Kleinasien sowohl durch Krieg als auch durch Heirat Zugewinne stattfanden, war inzwischen der europäische Teil des Reiches der wichtigere geworden. So wurde ab 1385 die militärische Führung einem „Beylerbey von Rumelien“ (dem europäischen Teil des Osmanischen Reiches) und einem „Beylerbey von Anatolien“ überantwortet, wobei ersterer den Oberbefehl hatte. Viele der charakteristischen Merkmale des Osmanischen Reiches hatten sich zu dieser Zeit schon herausgebildet. Aus den eroberten Gebieten wurden den Kriegern Pfründen – Timar genannt – gegeben; im Gegenzug mussten sie als Sipahis in der Kavallerie des osmanischen Heeres dienen. Dieses System ähnelte zunächst dem europäischen Lehnswesen des Mittelalters, allerdings gab es auch große Unterschiede. So entwickelte sich beispielsweise keine Leibeigenschaft. Als stehendes Heer wurde die wichtige Infanterie von den Janitscharen (türk. Yeniçeri) gestellt, die vor allem aus der sogenannten Knabenlese auf dem Balkan und dem Kaukasus gewonnen, zum Islam bekehrt wurden und eine Ausbildung erhielten, die sie zu fähigen Instrumenten der Machtpolitik des Reiches machte.
Auf Sultan Murad I., der auf dem Amselfeld durch einen Attentäter getötet worden war, folgte Bayezid I. (manchmal auch Beyazıt oder Bayezıt geschrieben), der sich bald daran machte, Konstantinopel (Byzanz) zu erobern, was allerdings zu dieser Zeit noch nicht gelang; Byzanz wurde aber zu Tributzahlungen verpflichtet. 1396 mussten sich die Osmanen einem Kreuzfahrerheer unter dem ungarischen König und späteren Kaiser Sigismund stellen, das in der Schlacht von Nikopolis vernichtend geschlagen wurde.
Eine erste Existenzkrise musste das Osmanische Reich durchstehen, als sein Heer in der Schlacht bei Ankara gegen Timur Lenk 1402 vernichtend geschlagen wurde und Bayezid in Gefangenschaft geriet. Der Gründer der Timuriden-Dynastie hatte innerhalb kurzer Zeit ein riesiges Reich von Nordindien über Georgien und Persien bis Anatolien erobert, das aber nach seinem Tod 1405 schnell zerfiel. Die Verwaltung der Gebiete des Osmanischen Reichs hatte er an die Söhne Bayezids, Süleyman (Rumelien), Mehmed (Zentralanatolien mit Amasya) und İsa (anatolischer Teil um Bursa) gegeben. Diese kämpften im Folgenden sowohl um die an Timur verloren gegangenen Gebiete als auch gegeneinander um die Vorherrschaft. In den Kämpfen zwischen den Brüdern wurde Süleyman von einem weiteren Bruder, Musa, 1410 geschlagen, dem wiederum Mehmed 1413 mit Unterstützung von Byzanz eine Niederlage beibrachte (siehe auch Osmanisches Interregnum). Mehmed stellte sich als Sultan des wieder vereinigten Reichs in den folgenden Jahren der Herausforderung, das Land zu konsolidieren und gleichzeitig die alte Größe wiederherzustellen.
Auch die Thronbesteigung Murads II. lief nicht reibungslos ab. Kurz vor Mehmeds Tod machte ein Mustafa als angeblicher Sohn Bayezids Ansprüche geltend. Wahrscheinlich war er ein echter Sohn, er wurde aber von Mehmed als „falscher Mustafa“ diffamiert. Sowohl er als auch ein Bruder Murads (der auch als „kleiner Mustafa“ (Küçük Mustafa) bezeichnet wird), der von Byzanz als Thronprätendent aufgebaut worden war, wurden hingerichtet. Bei dieser Gelegenheit musste wiederum ein Versuch der Belagerung Konstantinopels abgebrochen werden.
In Südosteuropa war Ungarn zum Hauptgegner geworden. 1440 konnte es die Einnahme der wichtigen Festung in Belgrad abwenden. Vor allem Johann Hunyadi gelangen immer wieder militärische Erfolge, obwohl seine und die Versuche des Papstes, ein Kreuzfahrerheer zur Vertreibung der Osmanen aus Europa zusammenzurufen, in West- und Mitteleuropa kaum Gehör fanden. Drei Jahre später konnte Hunyadi sogar nach Bulgarien vordringen. Auch die Albaner unter Skanderbeg führten einen Unabhängigkeitskampf gegen die Osmanen. Aufgrund der Situation schloss Murad 1444 in Szeged einen zehnjährigen Friedensvertrag, der jedoch sogleich von Ungarn gebrochen wurde, um einen vom Papst initiierten Feldzug durchzuführen. Murad hatte gerade erst die Macht an seinen Sohn Mehmed abgegeben und sich zurückgezogen, trat nun aber wieder an die Spitze des Heers, das die Kreuzfahrer unter dem polnisch-ungarischen König Wladyslaw I. (Ungarn) in der Schlacht bei Warna vernichtend schlug. Abermals musste er 1446 die Macht für den unerfahrenen Nachfolger übernehmen, um einen Janitscharenaufstand niederzuschlagen, und fügte 1448 den Ungarn unter Hunyadi im Kosovo (nach 1389 die zweite Schlacht auf dem Amselfeld) eine schwere Niederlage zu.
Mehmed II. bestieg 1451 endgültig den Thron und bereitete sofort die Einnahme von Konstantinopel, dem „Goldenen Apfel“ (bei den Osmanen hatte der goldene Apfel große mythische Bedeutung und galt als Objekt allen Strebens und Glücks, später trug Wien diese Bezeichnung), vor. Dieses Ereignis ist oft als Zäsur in der Geschichte verstanden worden, als Ende des Byzantinischen Reichs und Ende des Mittelalters. Tatsächlich hatte Byzanz jedoch zu dieser Zeit kaum noch Macht und beschränkte sich auf kaum mehr Gebiet als das der (wenn auch wichtigen) Stadt Konstantinopel. Byzanz war Mehmed aber auch deswegen ein Dorn im Auge, weil es mit Orhan einen osmanischen Thronprätendenten aufstellte. Im Fall des „falschen“ Mustafa hatte ein ähnliches Verhalten zum Bürgerkrieg geführt. Konstantinopel fiel nach 54tägiger Belagerung am 29. Mai 1453. Nach den für diese Zeit üblichen Plünderungen wurde die Stadt die neue Hauptstadt des Osmanischen Reichs, und man versuchte, die alte Bevölkerung – wie Griechen und Juden – zum Bleiben zu bewegen und neue dort anzusiedeln. Die Hagia Sophia wurde zur Moschee Ayasofia. Als letzte Überbleibsel byzantinischer Staatlichkeit wurden 1460 das Kaiserreich Trapezunt und die Morea (Peloponnes) unterworfen.
Auf dem Balkan taten die Osmanen sich schwerer. 1456 konnte Hunyadi die Eroberung Belgrads abwenden und sicherte die Unabhängigkeit Ungarns für die nächsten siebzig Jahre. Allerdings eroberte Mehmed bis 1459 die Peloponnes und den Rest Serbiens. 1470 kam Albanien, 1475 die Krim dazu.
1481 bestieg den Thron Bayezid II., unter dem sich der Expansionsdrang des Reichs abschwächte. Eine Rolle spielte dabei sein Bruder Cem, der zuerst vom Johanniterorden und später vom Papst als Geisel gegen ihn eingesetzt wurde. Bayezid selbst wurde 1512 von seinem Sohn Selim abgesetzt und wohl vergiftet. Selim setzte vor allem im Osten die Eroberungsfeldzüge fort. 1514 gelang ein Sieg gegen die Safawiden in Persien, 1516 gegen Syrien. Schließlich wurde 1516/17 das Mamelucken-Reich in Ägypten zerschlagen. Damit übernahm das Osmanische Reich das Protektorat über die heiligen Städte Mekka und Medina (d. h. Schutz der Pilgerwege und Versorgung der Städte) und der osmanische Sultan erhielt mit dem Titel Kalif die eindeutige Vormachtstellung im islamischen Kulturkreis.
Süleyman der Prächtige
Die Ära von Süleyman I. (1520–1566) kann man als den Höhepunkt der Macht des Osmanischen Reichs betrachten. In der osmanischen und türkischen Geschichtsschreibung erhielt er wegen seines Gesetzbuches über die Landes- und Finanzverwaltung den Beinamen „Kānūnī“ („der Gesetzgebende“), in Europa wird er „der Prächtige“ genannt. Er gilt auch als einer der größten Kunstförderer unter den osmanischen Herrschern. Unter seine Regentschaft fallen etwa die architektonischen Meisterleistungen von Mimar Sinan. Durch viele Feldzüge erweiterte Süleyman das Reich Richtung Westen, Osten und Südosten.
1521 eroberte er innerhalb von nur 3 Wochen Belgrad. Die Festung galt damals als die stärkste auf dem Balkan. 1522 landete er mit seinen Truppen auf Rhodos und nahm die Festung im Dezember 1522 ein. Er ließ die Verteidiger aushungern, welche entkräftet aufgeben mussten. Vier Jahre später wurde in der Schlacht von Mohács, in der Ludwig II. getötet wurde, das Schicksal Ungarns besiegelt. Zwar zog das osmanische Heer noch vor Jahresende vorläufig ab, aber um die Thronnachfolge gab es einen Streit zwischen dem Habsburger Ferdinand I. und dem Ungarn Johann Zápolya, der die Osmanen um Hilfe ersuchte. Letztlich fiel das westliche Ungarn an Österreich, während Zápolya im Frieden von Großwardein als König Restungarns unter osmanischer Oberhoheit anerkannt wurde. Nach seinem Tod 1540 besetzte die Pforte das mittlere Drittel des einstigen Ungarn und ließ Zapolyas Sohn das Fürstentum Siebenbürgen. Süleyman wollte auch Malta erobern, doch die Ritter des heiligen Johannes besiegten die Invasionsstreitmacht.
Unterdessen nutzte Süleyman I. 1529 die Lage, um erstmals Wien zu belagern, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Nach nur 19 Tagen war Süleyman I. aufgrund eines sehr frühen Wintereinbruchs gezwungen, die Belagerung abzubrechen. Dennoch wurde Österreich als Folge dieses Konflikts langfristig tributpflichtig. Durch drei Feldzüge gegen die Safawiden gelang es dem Osmanischen Reich, den Osten Kleinasiens endgültig zu erobern. Auch an anderen Fronten gab es Expansionen: 1534 Mesopotamien mit Bagdad, 1534 Aserbaidschan, 1540 Teile Dalmatiens, 1547 große Teile des Jemen.
1566 brachen die osmanischen Truppen erneut zu einem Ungarn-Feldzug auf. Süleyman I. starb im Lager vor Szigetvár. Auf dem Sterbebett befahl er seinen Generälen den geordneten Rückzug, um eine geregelte Thronfolge zu gewährleisten.
Die Zeit Süleymans leitete auch engere Beziehungen zu den europäischen Mächten ein. 1536 wurde die erste so genannte Kapitulation mit Frankreich unterzeichnet, die freien Handel vereinbarte und Frankreich die Gerichtsbarkeit über seine Untertanen auf dem Boden des Osmanischen Reichs übertrug.
Der Beginn des Niedergangs
In der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 konnten die christlichen Großmächte mit Spanien und Venedig an der Spitze den ersten Sieg mit der fast völligen Vernichtung der osmanischen Flotte erzielen. Die politischen Auswirkungen waren jedoch gering, da die christliche Allianz kurz darauf auseinanderbrach und die Osmanen ein Jahr später ihre Flotte vollständig wieder aufbauen konnten. Die Auseinandersetzung vor Lepanto führte aber zu einer Bereinigung der Einflusssphären im Mittelmeer. Die Türken beschränkten sich jetzt auf ihre Vormachtstellung im östlichen Teil, zum Beispiel mit der Eroberung Zyperns und Kretas, während spanische, maltesische und italienische Flotten das westliche Mittelmeer unter sich aufteilten.
1683 unternahm die Pforte nochmals einen Versuch, Wien zu erobern (siehe Zweite Türkenbelagerung). Was aber schon in der Blütezeit des Osmanischen Reiches 150 Jahre vorher nicht gelang, wurde nun im Feldzug Kara Mustafas gegen Jan III. Sobieski von Polen zum Desaster und zum Wendepunkt der Auseinandersetzung mit den europäischen Staaten. Nachdem in dieser Niederlage die militärischen Schwächen der Osmanen offenkundig geworden waren, begann im folgenden Jahr eine vom Papst initiierte Heilige Allianz aus Habsburg, Venedig und Polen einen Angriff auf das Osmanische Reich an mehreren Fronten. In mehreren schweren Niederlagen bei Slankamen (1691), Mohács (1687) und Senta (1697) mussten im Frieden von Karlowitz der Verlust von Ungarn, Dalmatien, Podolien und der Peloponnes festgeschrieben werden. Als neuer Gegner an der Nordgrenze kam Russland ins Spiel. Ein wichtiges Ziel von Zar Peter I. war ein Zugang zum Schwarzen Meer, den er 1695 mit Asow bekam. 1699 musste das Osmanische Reich Podolien an Polen-Litauen zurückgeben.
Die äußeren Schwierigkeiten zogen Probleme im Inneren nach sich. 1687 war Mehmed IV. wegen der militärischen Niederlagen abgesetzt worden. 1703 kam es zum blutigen „Vorfall von Edirne“, in dem Aufständische den Scheichülislam Feyzullah Efendi ermordeten und Sultan Mustafa II. absetzten.
Obwohl das Osmanische Reich zunehmend in die Defensive geriet, war es noch immer militärisch sehr potent. 1711 umschloss die Armee des Sultans das russische Heer am Pruth, nachdem das Osmanische Reich auf Bitte des flüchtigen Schwedenkönigs Karl XII. in den Krieg eingetreten war. In den folgenden Verhandlungen musste Peter der Große den Osmanen Asow überlassen. Nachdem der moldauische Woiwode Dimitrie Cantemir zu Russland übergelaufen war, besetzten die Osmanen die Hospodaren-Ämter in Moldau und der Walachei bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Griechen aus dem Phanar-Viertel in Konstantinopel, die schon lange Zeit als Übersetzer in der Politik eine wichtige Rolle gespielt hatten. In den Donaufürstentümern wird diese Epoche als Phanarioten-Herrschaft bezeichnet. Auch gegen Venedig war man erfolgreich und erlangte 1715 die Peloponnes zurück.
Weil die Krimtataren mit ihren Raubzügen die Ukraine bedrohten, begann Russland in einem Bündnis mit Österreich 1736 einen Krieg gegen das Osmanische Reich. Die Russen marschierten auf der Krim ein und schwächten den osmanischen Vasallen erheblich. Unter der Führung von Burkhard Christoph von Münnich schlug die russische Armee die Türken bei Otschakow und Stawutschany und nahm die wichtige Festung Chotin ein. Die Österreicher erlitten gegen die Türken eine Niederlage. Im Frieden von Belgrad mussten sie den Osmanen Nordserbien und die kleine Walachei zurückgeben. Russland gewann Asow. In diesem Krieg hatte eine Rolle gespielt, dass die Osmanen ihre Artillerie mit französischen Beratern wie Ahmed Pascha, dem Comte de Bonneval modernisiert hatten. Im Ganzen war in den teuren und verlustreichen Kriegen der vergangenen drei Jahrzehnte keine wesentliche Änderung des Territoriums zu verzeichnen. Danach folgte eine vergleichsweise lange Friedensperiode.
Russisch-osmanische Kriege
Im Russisch-Türkischen Krieg 1768–1774 musste das Osmanische Reich endgültig erkennen, dass es seine Großmachtstellung verloren hatte. 1770 verlegte Russland seine Flotte aus der Ostsee ins Mittelmeer und vernichtete die bei Çeşme vor Anker liegende osmanische Flotte. Im Frieden von Küçük Kaynarca mussten die Osmanen das Krim-Khanat in die Unabhängigkeit entlassen (es wurde aber schon nach wenigen Jahren eine russische Provinz); Teile des Nordkaukasus gingen an Russland, die Bukowina an Österreich.
Keine der beiden Seiten hatte die Absicht, es lange dabei zu belassen. Zarin Katharina II. entwarf ihr so genanntes „Griechisches Projekt“, in dem das Byzantinische Reich als russischer Vasall wiederauferstehen sollte und die übrigen Teile des Osmanischen Reichs zwischen Österreich, Venedig und Russland aufgeteilt werden sollten, woran diese Alliierten jedoch wenig Interesse zeigten. 1783 annektierte Russland die Krim und begann mit deren wirtschaftlichem Aufbau. Die Osmanen, die ohnehin darauf aus waren, ihre Verluste aus dem vorigen Krieg rückgängig zu machen, erklärten im selben Jahr nach verschiedenen Streitigkeiten Russland den Krieg. Nach Anfangserfolgen der Schwarzmeerflotte mussten sie jedoch 1792 im Frieden von Jassy abermals Gebietsverluste hinnehmen, darunter Gebiete zwischen Dnjepr und Bug.
Reformen
Selim III. zog aus den Niederlagen seine Lehre und führte umfassende Reformen in der Verwaltung und im Militär durch. Parallel zu den Janitscharen versuchte er mit Hilfe europäischer Berater, eine neue Truppe, die nizam-ı cedid, aufzubauen. Seine geplante allmähliche Überführung der Janitscharen in das neue Korps führte jedoch zu Aufständen, die 1807 in seiner Absetzung gipfelten. Es folgten dramatische Ereignisse. Sein Cousin Bayraktar Mustafa marschierte mit seinen Truppen in Konstantinopel ein und plante, Selim wieder als Sultan einzusetzen. Er kam jedoch zu spät, da Selim bereits erdrosselt worden war. Es blieb ihm also nur, den von den Janitscharen eingesetzten Mustafa IV. durch Mahmud II. zu ersetzen, der einer Ermordung nur knapp entkommen war. Mahmud setzte Bayraktar Mustafa als Großwesir ein und folgte einem Reformkurs, wobei er vermied, mit den Janitscharen direkt in Konflikt zu kommen. Schon im nächsten Jahr kam es wieder zu Aufständen. Um zu verhindern, dass er wieder zugunsten Mustafas gestürzt würde, ließ Mahmud seinen Bruder ermorden. Der in Bedrängnis geratene Großwesir sprengte sich in einem Pulvermagazin in die Luft.
Der kranke Mann am Bosporus
In Ägypten riss der Statthalter Muhammad Ali Pascha allmählich die Macht an sich und ließ die einflussreichen Mamelucken-Emire systematisch liquidieren. Mit Hilfe von Reformen war Ägypten bald in vielerlei Hinsicht der Zentrale in Istanbul überlegen. Muhammad Ali begründete die Chediven-Dynastie, die erst Mitte des 20. Jahrhunderts ein Ende fand. Nachdem sich der osmanische Sultan Mahmud II. geweigert hatte, Muhammad Ali Pascha auch als Statthalter in Syrien einzusetzen, besetzten ägyptische Truppen unter Ibrahim Pascha 1831 Palästina und Syrien und stießen nach einigen Siegen über die Osmanen bei Homs und Konya 1832 nach Anatolien vor. 1838 fühlte sich das Osmanische Reich stark genug, den Kampf gegen die ägyptischen Truppen unter Ibrahim Pascha in Syrien wiederaufzunehmen. Die ägyptischen Truppen besiegten aber die osmanische Armee unter Hafiz Pasha in der Schlacht von Nisibis am 24. Juni 1839. An dieser Schlacht nahm der spätere deutsche Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke, als Militärberater bei der türkischen Armee, teil. Erst durch die Intervention Großbritanniens, Russlands, Preußens und Österreichs (1840) wurde Muhammad Ali Pascha 1841 gezwungen, Syrien und Palästina wieder zu räumen.
Ein das ganze 19. Jahrhundert durchziehendes Problem der Osmanen war der Nationalismus der von ihnen besetzten Staaten. Zunächst erhoben sich 1804 die Serben; bis 1830 erhielten sie eine weitgehende Autonomie. Auch die Phanariotenherrschaft in den Donaufürstentümern fand 1826 ihr Ende.
In den 1820er Jahren gewann die von einigen Europäern unterstützte Unabhängigkeitsbewegung in Griechenland an Dynamik. Ein besonderes osmanisches Problem in diesem Falle stellten die einflussreichen Griechen in der Verwaltung dar, die teilweise mit der Unabhängigkeitsbewegung sympathisierten. Im Krieg von 1826 war Mahmud gezwungen, die Truppen des gehassten Muhammad Ali Pascha von Ägypten zu Hilfe zu rufen. Trotzdem wurde das Osmanische Reich 1830 gezwungen, Griechenland in die Unabhängigkeit zu entlassen.
An diesem Beispiel zeigte sich, wie das Osmanische Reich, das von den Medien der Zeit als Kranker Mann am Bosporus persifliert wurde, immer mehr zum Spielball der europäischen Mächte wurde. Russland sah darin eine Chance, seinen Machteinfluss in Europa stärker geltend zu machen und insbesondere einen Zugang zum Mittelmeer und auf den Balkan zu bekommen. Die osmanische Herrschaft auf dem Balkan schien gefährdet, und Russland drängte darauf, die Kontrolle über die wichtigen Meerengen des Bosporus und der Dardanellen zu erhalten. Auf dem Balkan brachte sich Russland als Schutzmacht der dortigen orthodoxen Christen ins Spiel. Bereits früher hatte der russische Zar vergeblich versucht, die Regierungen Österreichs und Großbritanniens für eine Aufteilung des Osmanischen Reiches zu gewinnen. England und Frankreich sperrten sich aber gegen diese russische Expansion. Sie wollten nicht, dass die Schlüsselpositionen in russische Hände fielen und unterstützten die Osmanen, um den Status quo zu erhalten und damit ihre eigene Machthoheit in Südosteuropa an den osmanischen Grenzen zu sichern. In der sog. Orientalischen Frage über Sein oder Nichtsein des Reiches waren sie der Meinung, dass das Osmanische Reich, das in jener Zeit noch immer eine gewaltige Ausdehnung besaß, erhalten werden musste. Sein Zusammenbrechen hätte ein Machtvakuum verursacht. Für Großbritannien, den zu der Zeit wichtigsten Handelspartner des Osmanischen Reiches, ging es außerdem darum, die Verbindungswege nach Indien zu kontrollieren und die Vormachtsbestrebungen Russlands in Asien zu unterbinden (The Great Game).
Das führte dazu, dass die Bündnisse sich je nach Situation neu zusammenfanden. Im Krimkrieg (1853–1856), der durch die russische Besetzung der Fürstentümer Walachei und Moldau ausgelöst wurde, kämpften England, Frankreich und später auch Piemont-Sardinien auf Seiten der Osmanen. Im Frieden von Paris ging ein Teil des 1812 von Russland gewonnenen südlichen Bessarabiens im Bereich der Donaumündung (etwa ein Viertel der Gesamtfläche) mit den Kreisen Cahul, Bolgrod und Ismail wieder zurück ans Fürstentum Moldau, das ein autonomer Staat unter Oberhoheit der Pforte war, und das Schwarze Meer wurde entmilitarisiert. Zugleich wurde die territoriale Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit des Osmanischen Reichs garantiert.
Tanzimat
Eine erneute Reformphase (1838–1876) begann, die eng mit dem Namen der Großwesire Mustafa Reşid Pascha und später Ali Pascha und Fuad Pascha verknüpft ist. Die Maßnahmen wurden unter dem Namen „Tanzimat-ı Hayriye“ (Heilsame Neuordnung) bekannt und fallen mit der Regierungszeit von Abdülmecid und Abdülaziz zusammen. Sie stellten die Nichtmuslime im Reich auf die gleiche Stufe wie die Muslime und führten ein neues Justizsystem ein, organisierten das Steuersystem neu und legten eine allgemeine Dienstpflicht in der Armee fest. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden auch die Steuerpachten abgeschafft. Die zerrütteten Staatsfinanzen führten am 13. April 1876 zur Erklärung des Staatsbankrotts.
Die wichtigsten Reformedikte waren in diesem Zusammenhang das „hatt-i sherif (imperialer Erlass) von Gülhane“ (1839), das „hatt-i hümayun“ (1856), sowie die Verfassung von 1876, in denen schrittweise und mit Einschränkungen (1839 lauten diese „im Rahmen der Scheriatgesetze“) die Gleichheit und Gleichbehandlung aller Untertanen unabhängig von ihrer Religion eingeführt wurde.
Mit den von den Mächten eingeforderten Reformen gingen – auch bedingt durch die industrielle Rückständigkeit – zunehmend wirtschaftliche Probleme einher. In den „Kapitulationen“ genannten Handelsverträgen wurde der Markt im Osmanischen Reich für die Europäer geöffnet, und die Einfuhrzölle lagen unter den Ausfuhrzöllen. Durch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des osmanischen Handwerks wurde das Osmanische Reich zum Exporteur von Rohstoffen und Importeur von europäischen Waren.
Unterdessen fanden die Unruhen auf dem Balkan kein Ende. Nach einem Krieg gegen Serbien 1876 wurde in Istanbul eine internationale Konferenz einberufen, die mit dem Frieden von San Stefano abgeschlossen wurde und u.a. die Zukunft des Balkan diskutierte. Um seine Reformbereitschaft zu demonstrieren, kündigte der durch einen Staatsstreich an die Macht gekommene Abdülhamid II. eine Verfassung an, die ein parlamentarisches System einführen würde. Eine wichtige Rolle bei deren Entwurf spielte der Großwesir Midhat Pascha.
Als Ergebnis der Konferenz fassten die Mächte Autonomie sowohl für zwei Provinzen auf bulgarischem Gebiet als auch für Bosnien und Herzegowina ins Auge. Als die Pforte dies ablehnte, erklärte Russland den Krieg, besetzte den gesamten europäischen Teil der Türkei und rückte auf Istanbul vor. Da die anderen europäischen Mächte wiederum ihre Interessen bedroht sahen und ein europaweiter Krieg drohte, wurde 1878 der Berliner Kongress organisiert, dessen Hauptinitiator Bismarck war. Hier erhielten Serbien und Montenegro ihre Unabhängigkeit, und die schon vorher in Personalunion regierte Walachei mit der Moldau schlossen sich zu dem selbständigen Staat Rumänien zusammen. Der Berliner Kongress wurde mit dem Berliner Vertrag abgeschlossen, der u.a. mehrere Artikel des Friedens von San Stefano dermaßen revidierte, dass der alleinige russische Einfluss auf das Osmanische Reich in Einfluss aller europäischen Mächte auf das Reich erweitert wurde.
Innenpolitisch machte Abdülhamid II. seine Regierungsreformen wieder rückgängig. Midhat Pascha wurde abgesetzt und das Parlament aufgelöst. Abdülhamids Regierungszeit wurde durch Despotie und Spitzelei geprägt, und als Sultan hatte er de facto die alleinige Macht. Finanziell geriet die Pforte nun vollends in die Abhängigkeit der europäischen Großmächte. Nachdem der Staatsbankrott erklärt worden war, übernahm die Dette publique einen Gutteil der Finanzverwaltung. Das europäische Kapital konnte ungehindert in den Staat eindringen. Seine Interessen konzentrierten sich auf die Rohstoffquellen im Irak, aber auch Großprojekte wie den Bau der Bagdadbahn. Dabei kam das Deutsche Reich zum Zuge, das spätestens seit dem Berliner Kongress zum guten Partner für das Osmanische Reich geworden war.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts erstarkten wieder die inneren Oppositionskräfte, insbesondere die Bewegung der Jungtürken, die ihren Ausgangspunkt vor allem in Saloniki hatte. 1908 musste angesichts der Bedrohung durch aufständische Truppen die Verfassung wieder in Kraft gesetzt werden.
Die Bewegung der Jungtürken
Die Verwirrung machte sich Bulgarien zunutze, um zusammen mit Ostrumelien einen unabhängigen Staat zu gründen. Bosnien und die Herzegowina wurden von Österreich-Ungarn annektiert, die faktisch bereits 1878 angegliedert worden und nur noch nominell türkisch waren (Bosnische Annexionskrise). Die enormen Gebietsverluste legten die reaktionären Kräfte der Jungtürkischen Führung zur Last und versuchten 1909 einen Staatsstreich. Dessen Misslingen führte dazu, dass Abdülhamid durch seinen Bruder Mehmed V. (Mehmed Reşat) ersetzt wurde. Der Sultan hatte von da an im wesentlichen nur noch Repräsentationsfunktionen, während die Regierung vom Großwesir eingesetzt wurde. Dieser wiederum wurde unter wesentlichem Einfluss der Jungtürken ernannt. Durch eine veränderte Verfassung wurde ein parlamentarisches System etabliert.
Die Jungtürken verfolgten einen Reformkurs, der allerdings durch die angespannte außenpolitische Lage gehemmt war. Ein folgenschweres Element ihrer Politik war der türkische Nationalismus. So wurde etwa in den arabischen Provinzen die türkische Sprache als Amtssprache eingesetzt. In den nachfolgenden Kriegen verlor die Regierung so den Rückhalt der Bevölkerung in den nichttürkischen Gebieten.
Das Jahrzehnt der Jungtürken-Regierung war durch eine Reihe von schweren Kriegen geprägt. Zunächst ging 1911 Tripolis an Italien verloren. Im Ersten Balkankrieg schlossen Albanien, Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro 1912 den Balkanbund gegen das Osmanische Reich, das dadurch fast alle europäischen Besitzung einschließlich der Stadt Edirne verlor. Nur knapp einen Monat später griff Bulgarien seine ehemaligen Verbündeten an (Zweiter Balkankrieg), die von den Osmanen unterstützt wurden. Nach der Niederlage Bulgariens wurde der Grenzverlauf in den Verträgen von Bukarest und von Istanbul so festgelegt, wie er noch heute zwischen Bulgarien und der Türkei verläuft.
Der Erste Weltkrieg und seine Auswirkungen
Im 1914 beginnenden Ersten Weltkrieg versuchte man zunächst, sich in einer „bewaffneten Neutralität“ aus den Kampfhandlungen herauszuhalten. Es war vielen klar, dass man sich an eine Großmacht anlehnen müsste, um militärisch überhaupt standhalten zu können. Traditionell hatte man oft mit dem Deutschen Reich kooperiert (insbesondere wegen des Bagdadbahn-Projekts), aber auch mit den Entente-Mächten gab es enge Beziehungen und einen regen Handel. Auf Betreiben Enver Paschas kam es schließlich zu einem Kriegsbündnis mit Deutschland und Österreich-Ungarn, das allerdings im Kabinett umstritten war.
Das Osmanische Reich begriff den Weltkrieg als Chance zur Rückeroberung verlorengegangener Gebiete auf dem Balkan, zu expansionistischen Zielsetzungen in Richtung Kaukasus und Zentralasien und zur Verhinderung der armenischen Reformfrage. Die armenische Reformfrage war eine andere Dimension der orientalischen Frage und bedeutete, dass die westlichen Mächte und Russland unter dem Vorwand der Kontrolle der Reformen zugunsten der Armenier jederzeit in das Osmanische Reich intervenieren konnten, wobei am Ende der Interventionen die Aufteilung des Reiches das Ziel war.[1][2]
Die osmanische Führung während des Kriegs (die jungtürkische Partei Ittihad ve Terakki) kündigten bald nach dem Kriegseintritt das Abkommen vom 8. Februar 1914.[3]. Mitten im Weltkrieg, am 5. September 1916, kündigte die osmanische Führung alle weiteren Verträge und Abkommen, die internationale Interventionsmöglichkeiten enthielten. Dazu gehörten der Vertrag von Paris (1856), der Berliner Vertrag (1878), die Deklaration von London (1871).[4]
Am 24. April 1915 veranlasste die osmanische Regierung die Verhaftung und die Deportation armenischer Zivilisten in Istanbul. Ihre antiarmenische Politik mündete in der Ermordung von ca. 600.000 bis zu 1,5 Millionen Armeniern. Durch die Deportationen kamen etwa zwei Drittel der auf dem Gebiet des Osmanischen Reiches lebenden Armenier ums Leben. (Siehe auch: Völkermord an den Armeniern)
Die Folgen des Krieges waren katastrophal. In Arabien hatte man den britischen Kräften nichts entgegenzusetzen. Schon 1916 schüttelte der Emir von Mekka, Husain Ibn Ali die osmanische Oberhoheit ab und rief sich zum König von Arabien aus. Er wurde schließlich als König des Hedschas anerkannt, während der übrige Teil des Reichs gemäß dem Sykes-Picot-Abkommen in Interessensphären aufgeteilt wurde. Ein Teil Palästinas wurde 1917 in der Balfour-Deklaration als „nationale Heimstatt“ für die Juden ohne Abstimmung mit den dort lebenden Menschen (zumeist Palästinenser) versprochen. Wegen der Oktoberrevolution in Russland schied dieses zwar mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk aus dem Krieg aus, aber die Siegermächte besetzten im November 1918 einen Großteil des ehemaligen Osmanischen Reiches. Das Jungtürkische „Triumvirat“ aus Cemal Pascha, Talat Pascha und Enver Pascha wurde entlassen und flüchtete. Nachdem im selben Jahr Mehmed V. gestorben war, rückte sein Bruder Mehmed VI. (Mehmed Vahideddin) nach, der aber den Siegermächten politisch völlig ausgeliefert war, und der nach Abschaffung des Sultanats im November 1922 Istanbul verließ.
Die Entstehung der modernen Türkei
Es entstand eine Widerstandsbewegung gegen das Besatzungsregime. Die herausragende Rolle spielte dabei der General Mustafa Kemal Pascha (später wurde Mustafa Kemal vom türkischen Parlament der Beiname Atatürk („Vater der Türken“) verliehen). Schon bald bildete die kemalistische Bewegung in den nicht besetzten Gebieten eine Art Gegenregierung.
Bei den im Dezember 1919 durchgeführten Wahlen errang die Befreiungsbewegung eine Zweidrittelmehrheit und zog nach Angora (heute Ankara) als Sitz um. Im April 1920 konstituierte sich hier die „Große Türkische Nationalversammlung“. Die neue Regierung pflegte gute Beziehungen zum mittlerweile bolschewistischen Russland und wurde von Frankreich, das das Mandat für das südliche Zentralanatolien hatte, faktisch anerkannt.
Der 1920 von der Hohen Pforte unterzeichnete Vertrag von Sèvres, der dem türkischen Staat die Souveränität aberkannte, wurde von Ankara nicht anerkannt. Es kam zum nationalen Befreiungskrieg, in dem die griechischen Truppen aus Kleinasien zurückgeschlagen wurden. Auch der überwiegende Teil der griechischen Zivilbevölkerung vor allem in Smyrna (von da an türkisch İzmir) wurde vertrieben. Von griechischer Seite werden diese Ereignisse auch als die „Kleinasiatische Katastrophe“ bezeichnet.
Die Erfolge der Kemalisten sorgten für einen herben Prestigeverlust für die Regierung Sultan Mehmeds VI. In den Verhandlungen um den Vertrag von Lausanne 1923 war diesmal eine Delegation der Kemalisten aus Ankara vertreten, was einer internationalen Anerkennung gleichkam. Zur Lausanner Konferenz (die am 30. November 1922 startete) war formal auch die Istanbuler Regierung eingeladen. Um zu verhindern, dass die Türkei durch zwei Regierungen vertreten wird, schaffte die Regierung in Ankara unter Mustafa Kemal am 1. November 1922 das Sultanat offiziell ab. Drei Tage danach trat die Istanbuler Regierung unter Ahmed Tevfik Pascha offiziell zurück. Der 4. November 1922 ist somit der letzte Tag der Existenz des Osmanischen Reichs.
Am 23. Oktober 1923 wurde Ankara zur Hauptstadt erklärt und am 29. Oktober offiziell die Republik ausgerufen; Mustafa Kemal Pascha wurde Staatspräsident, Ismet Pascha, dem später aufgrund der Siege bei Inönü der Nachname „Inönü“ verliehen werden sollte, Ministerpräsident der neu gegründeten Republik. Der letzte Sultan, Mehmed VI., und alle Angehörigen der Dynastie Osman mussten das Land für immer verlassen.
Sultane, Großwesire, Türkei, Türkenkriege, Byzantinisches Reich, Islam, Ulama, Eyalet, Vilayet.
Die Region Palästina (Kanaan (West-Palästina)), Eretz Israel und Terra Sancta/Heiliges Land genannt, arabisch فلسطين Filastīn [filas'tˁiːn] o. Falastīn [falas'tˁiːn], hebräisch: ארץ ישראל Eretz Jisra'el/Land Israel) (in altägyptischen Texten als Retenu bezeichnet) liegt an der südöstlichen Küste des Mittelmeeres und bezeichnet ungefähr die Gebiete Israel mit Ost-Jerusalem, Golan, Gazastreifen, Westjordanland (Palästinensische Autonomiegebiete) und Jordanien. Sowohl für das Judentum als auch für den Islam und das Christentum besitzt die Region eine besondere geschichtliche und religiöse Bedeutung.
Herkunft und Gebrauch des Landesnamens
Der Name Palästina geht auf das Volk der Philister zurück. Als Herkunftsregion der Philister wird meist die Insel Kreta genannt; ein endgültiger Beweis konnte aber bis heute nicht erbracht werden. Ein Teil der Philister war vermutlich aus der Region Kreta zuerst nach Osten an die Küste des Mittelmeeres gelangt, und zwar mit den Seevölkern, die im 12. Jh. v. Chr. Ägypten angriffen. Vorher hatten sie mit ihren Schiffen verschiedene Länder an der asiatischen Küste attackiert. Ramses III. konnte den Angriff auf Ägypten abwehren. Daher ließen sich die Philister in der Küstenebene bei Gaza nieder. Ein anderer Teil der Philister kam über Land in das spätere Philisterland. Nach ihnen benannten assyrische Texte des 8. Jahrhunderts v. Chr. die Region etwa des heutigen Gazastreifens bis Ashkalon „Palastu“. Der griechische Historiker Herodot (5. Jh. v.) verwendete die Bezeichnung „Syria palaistine“ für den gesamten Küstenstreifen zwischen Phönikien (der Levante d.h. vor allem Libanon), dessen Südgrenze er vermutlich am Karmelgebirge zog und der Gegend von Gaza, in der die Stadt Kadytis lag (s. Herodot III, 5). Das griechische Wort „Palaistine“ wurde im Lateinischen zu „Palaestina“.
Als König Alexander der Große 332 v. Chr. das Gebiet des heutigen Gazastreifens eroberte, hörte die Geschichte der Philister auf. Von da an gab es kein philistäisches Reich mehr. Kaiser Augustus übertrug das ehemalige Philisterland an König Herodes, der wiederum gab es seiner legendären Schwester Salome, die daraus eine kleine jüdische Küstenprovinz machte.
Nach der Niederschlagung des 3. jüdischen Aufstands (Bar-Kochba-Aufstand, 132 - 135 n. Chr.) benannte der römische Kaiser Hadrian das Land nach dem nicht mehr gebräuchlichen Namen Philistäa für die gesamte Provinz Judäa um, zerstörte deren Hauptstadt Jerusalem und baute auf den Ruinen der Stadt das „Aelia Capitolina“ auf. Sein Wunsch und Befehl war es, dass Jerusalem und Judäa für immer vergessen sein sollten. Darum wollte er auch nicht länger den alten Namen des Landes Judäa beibehalten, um jede Erinnerung daran auszulöschen. Juden wurde das Betreten der Stadt und ihrer Umgebung verboten. Sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben (siehe Diaspora) und entlang der Straßen nach Jerusalem zu zehntausenden gekreuzigt, so dass angeblich daher die Wälder um Jerusalem verschwanden.
In der Spätantike wurden auch einige Gebiete östlich des Jordan geographisch zur Provinz Palaestina gerechnet, die im 4. Jahrhundert in drei Teile aufgegliedert wurde. Militärisch blieb Palaestina jedoch eine Einheit.
Als die Araber im Jahre 636 n. Chr. von der arabischen Halbinsel in diese Region kamen, teilten sie das Land in „Djunds“ auf, die Militärdistrikte darstellten. Das Gebiet, das den wichtigsten Teil der römischen Provinz Judäa ((Palästina Prima) bildete, erhielt den arabischen Namen „Djund Urdun“ (Jordanien) und „Djund Dimashq“ (Damaskus). Unter den Arabern wurde das Land abwechselnd von Damaskus, Bagdad und Kairo aus regiert.
Die Kreuzfahrer nannten diese Region Heiliges Land. Danach war es Teil des Osmanischen Reiches.
Der Name „Palästina“ taucht erst wieder im Jahr 1922 als ein Name für ein Mandatsgebiet auf, das die Briten im Auftrag des Völkerbundes verwalten sollten.
Das Adjektiv palästinisch bezieht sich in der Regel auf das antike Palästina, so zum Beispiel der Begriff „palästinische Juden“. Das Wort palästinensisch hingegen bezeichnet etwa seit den Mitte der 1970er Jahren die heutige arabische Bevölkerung von Ost-Jerusalem, Gaza und der Westbank, die sich aufgrund der politischen Entwicklung nach dem Sechstagekrieg zunehmend als eigenständige Nation zu verstehen begann (z.B. „palästinensischer Aufstand“). Für Araber in Israel wird der Begriff Palästinenser auch von diesen selbst nur teilweise verwendet.
Geosphäre
Geologie
Palästina ist in Nord-Süd-Richtung vom Jordangraben, einem Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs durchzogen, an dem die Afrikanische Platte und die Arabische Platte auseinanderdriften. In der Erdgeschichte wurde das Land der Region Palästina mehrmals vom Meer überflutet (Transgression) und wieder freigegeben (Regression). Der Boden wurde abwechselnd vom Meer und vom Land beeinflusst. Dies und die Abtrennung des Meeres über dem heutigen Jordangraben durch tektonische Anhebung der Region hinterließ verbreitete Salzeinlagerungen. Im Bereich des Jordangrabens entstanden mehrere Seen, zuletzt existierte nur noch der Lisan-See, dessen Reste der See Genesaret und das Tote Meer darstellen. Zwischen dem Jordangraben und der Ebene am Mittelmeer entstanden von Süden betrachtet das judäische und das samaritische Gebirge, die Ebene Jesreel und das galiläische Gebirge. Neben der Gesteinsbildung und Formung durch verschiedene Arten der Sedimentation und tektonische Beanspruchung wurden auch Schichten vulkanisch gebildet.
Hydrologie
Niederschlagswasser an der westlichen Seite dieser Gebirge fließen in westlicher Richtung zum Mittelmeer. Aus den nördlichen Gebirgen Hermon, Galilee und Golan stammen der Jordan und seine Zuflüsse nördlich des See Genesareth. Dort ist sein Wasser noch salzarm. Er durchfließt den See Genesareth. Sein wichtigster Nebenfluss, der Jarmuk nimmt jedoch größere Anteile des Wassers aus dem Golan auf und mündet mehrere Kilometer südlich des Sees Genesareth in den Jordan. Große Wassermengen werden aus dem See Genesareth und entnommen um über den National Water Carrier vor allem die Bewässerung der Felder in der Küstenebene zu ermöglichen. Dem Jarmuk wird etwa 10 km oberhalb der Mündung viel Wasser entnommen um über den Ost-Ghor-Kanal das Ostjordanland zu versorgen.
Infolge der tektonischen Beanspruchung der Region sind die Gesteinsschichten nicht durchgängig und gegeneinander abgedichtet, sondern durch zahlreiche Störungen stellenweise in vertikaler Richtung durchlässig, insbesondere die Störungszone des Grabenbruchs selbst. Dies ermöglicht ein Austreten von salzhaltigem Wasser aus den durchlässigen Gesteinsschichten. Es gibt vermutlich mehrere Generationen dieser Solen. Die genauen Abläufe der Entstehung und des Transportes der Solen jetzt und in der Erdgeschichte sind nicht vollständig geklärt. Die geologischen Gegebenheiten und die Wege und Zusammensetzungen der Wässer sind an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Jahreszeiten sehr unterschiedlich und komplex und auch von menschlichen Aktivitäten beeinflusst. Hoher Druck presst die Solen, durch undichte Stellen in den sonst wasserundurchlässigen Schichten, nach oben, soweit sie nicht durch einen ausreichenden Gegendruck des darüberliegenden, leichteren, salzärmeren Grundwassers aufgehalten werden können. An der Störungzone des Grabenbruches jedoch, trifft kaltes Grundwasser aus Niederschlägen in tieferen Grundwasserleitern auf heiße Solen, steigt vermischt mit dem Salzwasser durch Konvektion auf und tritt oben aus.
Die Wege des Wassers sind unterschiedlich lang, das salzhaltige Wasser tritt zum Teil Jahre später und weit entfernt wieder zu Tage. Salzhaltiges Wasser fließt oft unterhalb der Wasseroberfläche in einen der beiden Seen oder den Jordan. So gibt es mehrere salzhaltige Quellen am Ufer des See Genesareth und unter seiner Wasseroberfläche. Durch den Bau des „Salt Water Carrier“, der das Wasser der bekannten salzigen Quellen am See Genesareth sammelte und direkt in den unteren Jordan einleitete wurde der Salzgehalt des Sees herabgesetzt, der Salzgehalt im Jordan unterhalb des Seeauslasses jedoch dramatisch erhöht. Zwischenzeitlich wurde diese Einleitung in den unteren Jordan wieder stark herabgesetzt. Der erhöhte Salzgehalt im See Genesareth im Vergleich zu seinen bekannten Zuflüssen wird jetzt vor allen durch unbekannte Salzwasserzuflüsse unterhalb der Wasseroberfläche verursacht. Weiterer Zufluss salzhaltigen Wassers in Form von Grundwasser, über Wasserläufe und Zuflüsse auch in den unteren Jordan, und die starke Verdunstung lassen den Salzgehalt des Jordan in seinem Lauf nach Süden immer weiter ansteigen. An der Allenby-Bridge in der Nähe von Jericho, etwa dreizehn Kilometer vor der Mündung in das Tote Meer wurden 1995 Salzgehalte für den Sommer von 2 bis 4 g/l genannt. 2004 wurden bis zu stellenweise 11,1 g/l im Frühjahr und Sommer genannt. Der Jordan mündet in das Tote Meer, das keinen Abfluss besitzt, sondern durch Verdunstung Wasser abgibt und seit seiner Entstehung das Salz ansammelt. Der Salzgehalt im Toten Meer liegt deshalb bei etwa 250 g/l.
Topographie und Klima
Gemäß den Unterschieden in der Topographie und im Klima unterscheidet man verschiedene Großräume:
Die Küstenebene: Direkt am Mittelmeer befindet sich eine sandige Zone mit Wanderdünen und Sumpfgebieten. Weiter östlich ist ein sehr fruchtbarer Landstrich mit sehr dunklem Boden. Das Klima ist mediterran, die vom Meer kommenden Winde bringen ausreichend Feuchtigkeit mit. Die Wasserläufe, die das Gebiet durchziehen, führen im Norden ganzjährig Wasser, im Süden jedoch nur in der Regenzeit.
Das Bergland: Westlich des Jordan gehen die Niederschlagsmengen von Norden nach Süden stark zurück, denn die hohen Berge in Judäa halten die vom Meer kommenden Wolken zurück. Galiläa ist deshalb der fruchtbarste Teil des Berglandes. Im mittleren Bergland wurde schon zu biblischer Zeit Terassenlandwirtschaft betrieben. Der nördliche Teil des Berglandes war zu biblischer Zeit noch von Wäldern bedeckt, die inzwischen durch landwirtschaftliche Bewirtschaftung stark zurückgegangen sind. Im Süden geht das Bergland in die Negev-Wüste über.
Der Jordangraben: Der nördliche Teil ist auch hier der fruchtbarste. Nördlich des Sees Genesareth befanden sich in biblischer Zeit eine ausgedehnte Sumpflandschaft und große Waldgebiete. Im unteren Jordantal reichen die Niederschläge für diese Landschaftsformen nicht mehr aus. Da der Salzgehalt des Jordan nach Süden ansteigt, wachsen im südlichen Jordantal auch salztolerante Bäume wie die Euphrat-Pappel und die Tamariske. Diese sind auch an Nebenflüssen verbreitet. Am Toten Meer selbst wachsen nur noch salztolerante Pflanzen. Die höhere Pflanzenarten versorgen sich aus dem Grundwasser und Niederschlagswasser, denn bereits bei deutlich geringeren Salzgehalten als im Toten Meer ist selbst den salztolerantesten höheren Pflanzen kein Bestehen möglich.
Die Hochebene: Östlich des Jordan ist das Klima semi-arid bis arid, die dem Jordan zuströmenden Flüsse trocknen im Sommer größtenteils aus. Die Hochebene ist von Sandstein geprägt, der das darunterliegende Vulkangestein überzieht und durch Erosion zur Entstehung der Sandwüsten geführt hat. In den Oasen am Toten Meer und am unteren Jordan findet man hingegen gelegentlich eine tropische Flora.
Geschichte
Anfänge
In der Region sind seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. Stadtstaaten nachweisbar. Hier im fruchtbaren Halbmond trafen die Verkehrswege von drei Kontinenten aufeinander. Dadurch entwickelte sie sich zum Brennpunkt für religiöse und kulturelle Einflüsse aus Ägypten, Syrien, Mesopotamien und Kleinasien.
Ägyptische Vormacht
Durch die Einwanderung von Amoritern, Hethitern und Hurritern im 2. Jahrtausend v. Chr. sahen sich die Ägypter in ihrer Vormachtstellung bedroht und drängten diese Stämme zurück. Diese gingen schließlich im Volk der Kanaaniter auf.
Ab dem 12. Jahrhundert v. Chr. verlor Ägypten zunehmend an Macht. Neue Einwanderer kamen in die Region, darunter nach Pentateuch die Israeliten (die aber aufgrund neuerer Forschungen auch israelischer Archäologen wie Israel Finkelstein eine autochthone und von den Kanaanitern der Ebene abstammungsmäßig nicht unterscheidbare Bevölkerung des galiläischen Berglandes bildeten), andere semitische Nomadenstämme aus Mesopotamien, dem Sinai und aus den umliegenden Wüstenzonen (s. a. Hebräer/Habiru in ägypt. u. hurritischen Quellen). Dazu kamen mit den Seevölkern die Philister, die hauptsächlich die südliche Küstenzone um Gaza und Askalon besiedelten. Es ist jedoch unklar, ob es sich bei den „Philistern“ um die Ansiedlung einer größeren Bevölkerungsgruppe handelte. Zahlreiche Forscher nehmen inzwischen an, dass sich lediglich einige griechische oder zypriotische Händler niederließen, deren charakteristische Keramik sehr schnell in das einheimische Inventar übernommen wurde.
Die meisten Archäologen gehen heute davon aus, dass es auf Grund der Konstanz der materiellen Kultur keine nennenswerte Einwanderung israelitischer Gruppen in dieser Zeit gegeben habe. Dies schließt jedoch frühere Einwanderungen nicht aus. Dies gilt insbesondere für die aramäischen Stämme (zu denen auch die Israeliten gehörten) aus dem Norden und noch früher aus dem Osten die Amoriter. Als früheste sprachlich identifizierbare Bevölkerungsschicht gelten die Hurriter.
Das vorstaatliche Israel
Die These der Amphiktyonie von Martin Noth
Eine der wichtigsten Thesen zum vorstaatlichen Israel ist diejenige der „Amphiktyonie“ von Martin Noth. Er geht in seinem Buch „Das System der zwölf Stämme Israels“ von dem in der Bibel vielfach erwähnten Umstand aus, dass das vorstaatliche Israel als eine aus zwölf Stämmen zusammengesetzte Einheit gesehen wird. Letztlich wird dies darauf zurückgeführt, dass der Erzvater Jakob (Israel) zwölf Söhne gehabt habe, von denen zehn als Stammväter der zwölf Stämme Israel gelten – die Stammväter der zwei letzten Stämme sind aufgrund der Landlosigkeit des Stammes Levi Kindeskinder Jakobs (Gen 46, 1-26; 49,1-27 und Num 26,5-51). Dieses in der Bibel bezeugte Phänomen ist von Noth mit der Erscheinung der Amphiktyonie in der griechischen Welt verglichen worden. Analogien sieht Noth in der Zahl zwölf bzw. sechs. Außerdem nimmt die Stellung eines Zentralheiligtums eine große Bedeutung für ihn ein. Dieses Heiligtum sieht er in der Bundeslade. Ferner weist er auf die Liste in Ri 10,1-5, die einen bestimmten Turnus intendiere. Schließlich sieht er im Bericht vom sog. Landtag zu Sichem das entscheidende Ereignis in der Geschichte der altisraelischen Amphiktyonie. Dazu gehört auch die Erweiterung von sechs auf zwölf Stämme mit Übernahme des JHWH-Glaubens.
Kritik an der These
Es hat im Laufe der Forschungsgeschichte immer wieder Kritik an dieser These gegeben. Dabei stellen sich folgende Fragen:
Kann eine geschichtliche Erscheinung eines bestimmten Lebens- und Kulturbereiches als Analogie überhaupt benutzt werden?
Fehlt nicht ein Name für den altisraelischen Stämmeverband?
Kann die mobile Lade als zentrales Kultheiligtum verstanden werden?
War der Stämmeverband die Bezugsgröße für die Richter, oder waren es eher die Städte und deren Einzugsbereich?
Die These von der segmentären Gesellschaft
Als Alternative gilt die These der segmentären Gesellschaft. Sie wurde vor allem von dem Ethnosoziologen Christian Sigrist (*1935) in seinem Buch „Regulierte Anarchie“ (1967/1994, dritte Auflage, 2005 vierte Auflage) geprägt, der dabei die Theorien des Soziologen Emile Durkheim zu segmentären Gesellschaften erweitert und einer Revision unterzieht. Er vergleicht die Gesellschaft des vorstaatlichen Israel mit der sozialen Struktur afrikanischer Stämme, die während der englischen Kolonialzeit beobachtet wurde. Entscheidend für diese Gesellschaft ist das Fehlen einer zentralen Spitze. Sie sind organisiert nach Stammesverbänden, die gleichrangig nebeneinander stehen und zusammen die Gesellschaft bilden. Hierbei wirkt das Geschichtsbewusstsein entscheidend und konstitutiv. Vor allem die Bedeutung der Verwandtschaftsbeziehungen verbindet die Gesellschaften Afrikas und die des vorstaatlichen Israels auffallend. Allerdings steht die These in der Gefahr, die schriftlichen Quellen außer Acht zu lassen.
Fazit
So scheint eine Synthese aus mehreren Theorien, wie sie Schäfer-Lichtenberger vorschlägt, plausibler. Wichtig erscheint hierbei allerdings, dass das für die vorstaatliche Zeit zu postulierende Einheitsbewusstsein Israels eine bedeutende religiöse Komponente anzunehmen ist, zentral verbunden mit einer Verpflichtung auf ein allgemein verbindliches Recht.
Ob es ein Einheitsbewusstsein, wie es vor allem der Pentateuch schildert, in so früher Zeit tatsächlich gab, muss stark bezweifelt werden. So bezeugt auch das sicherlich als eines der ältesten Teile der Bibel anzusehende in sehr altertümlichem Hebräisch geschriebene Lied der Deborah im Buch Richter zum Teil andere und nicht die 12 Stämme umfassende Stammesnamen. Daneben werden nicht in den späteren 12 Stämmen aufgegangene Völker wie die Keniter, Edomiter und Midianiter bezüglich Verwandtschaft und Glauben als sehr nah verwandt dargestellt. Die Einheitsideologie vor allem des Pentateuch wird von Historikern daher als eine Schöpfung des 7. Jahrhunderts v. Chr. angesehen. Insbesondere nach der Zerstörung des Königreiches Israel durch die Assyrer war das vorerst vor Eroberung verschonte Königreich Judah bemüht, sich als legitimer Nachfolger aller israelitischer Stämme darzustellen. Entsprechend wurde auch eine vor mehreren Jahrhunderten bestehende feste Ordnung aller Stämme im Rahmen eines vereinten Königreiches unter Führung der Vorfahren des Königreiches Judah (David und Salomon) und des gemeinsamen Herausführens aus Aegypten durch Moses konstruiert. Soweit unumgänglich wurden anderslautende Ueberlieferungen des in der Vergangenheit mächtigeren Königreiches Israel angepasst, erweitert und gekürzt mitaufgenommen und dabei zum Zwecke der eigenen Legitimation neu interpretiert.
Klar kommt dies in der Stellung des Zentralheiligtums in Jerusalem zum Ausdruck, die erst unter König Josiah tatsächlich gefestigt war. Vorher wurde selbst nach Zeugnis der Bibel auch im Königreich Judah dezentral vor allem auf den Höhen geopfert. Dass noch früher Bewohner des vor allem unter den Omriden weitaus mächtigeren Königreiches Israel eine zentrale religiöse Autorität in Jerusalem anerkannten, ist überaus unwahrscheinlich. Vielmehr dürften neben den Stammes-Heiligtümern verschiedene Zentral-Heiligtümer über die Stammesgrenzen hinaus Gläubige angezogen haben, wobei neben Jahwe auch andere Götter wie Baal und Ascherah verehrt und ihnen Opfer dargebracht wurden.
Der Bericht von den 12 Stämmen wird demnach als ein ätiologischer Mythos betrachtet, wie er auch im alten Griechenland typisch war. Er diente dazu, die Zusammengehörigkeit und Abhängigkeit der Bevölkerung sowie den gemeinsamen Ursprung der Nation zu erklären. Der Zahl Zwölf wird magische Bedeutung zugeschrieben (vgl. z. B. die 12 mal 40 Jahre (=1 Generation)=480 Jahre, wie sich bei anderen Jahresangaben der Bibel auftauchen, hinter der sich sowohl tatsächliche Verwandtschaft wie auch konstruierte und postulierte Zusammengehörigkeit verbirgt.
Die "12 Könige der Meerländer"
In den Inschriften von Asarhaddon und Assurbanipal wird immer wieder die Bezeichnung "12 Könige der Meerländer" erwähnt. In dieser Sammelbezeichnung werden z. B. die Länder Edom, Moab und Juda genannt. Die "12 Könige der Meerländer" bildeten immer wieder Bündnisse, um unter anderem gegen die Oberherrschaft Assyriens zu kämpfen.
Das Israelitische Reich
Die schriftliche Hauptquelle für die Geschichte Palästinas ist die hebräische Bibel, die in ihren wesentlichen Teilen wohl während des „Babylonischen Exils“ der hebräischen Oberschicht in Babylonien im 6. Jahrhundert v. Chr. entstand. Eine erste bedeutende Sammlung und Redaktion der Schriften erfolgte wohl bereits im 8. Jahrhundert nach der Eroberung des Königreichs Israel durch die Assyrer. Ihre Angaben sind unter Historikern im Einzelnen umstritten. Abgesehen von den internen Widersprüchen (z. B. unterschiedlicher Eroberungsgeschichte im Buch Josua und im Buch Richter) stimmen viele der heutigen umfangreichen archäologischen Erkenntnisse nicht mit den Berichten der Bibel überein. Dies bedeutet nicht, dass die Geschichten um Adam, Noah, Abraham, Moses, David und Salomon vollkommen frei erfunden wurden. Sie stellen vielmehr Interpretationen vorgefundener Verhältnisse zum Zeitpunkt der Aufstellung und Abfassung der Geschichten dar, die sich nach damaliger Ansicht so am plausibelsten ordnen und erklären ließen (und damit auch sinnstiftend wurden). So stellen insbesondere die Stammestafeln nicht wörtlich die tatsächliche Abstammung dar, sondern sie sind Ausdruck, wie stark sich die Israeliten mit anderen Völkern verwandt fühlten und warum sich zwischen einzelnen Völkern so starke Animositäten finden lassen.
Dabei wurden auch nicht mehr völlig verstandene archaische lokale Gebräuche, imposante Ruinen untergegangener Städte (z. B. Jericho, Ai, Hazor), Naturphänomene (Geschichte im Sodom und Gomorrah) und andere ursprünglich nicht verbundene Einzelgeschichten miteinander zu einem sinnstiftenden Gesamtwerk verwoben. Entsprechende Mythenbildungen sind auch aus anderen Regionen der Welt (z. B. bei den Griechen und in der römischen Frühgeschichte) bekannt, wo die Historizität von Herakles und Romulus heute von kompetenten Historikern klar bezweifelt wird. Trotzdem sind diese Geschichten wichtig für das Kennenlernen des Selbstverständnisses dieser Völker.
Zunehmend sind neben der Bibel aber auch außerbiblische Zeugnisse (wie die moabitische Mesha-Stele) verfügbar, die neben rein archäologischen Funden und naturwissenschaftlich-technischen Erkenntnissen Licht auf die tatsächlich abgelaufenen Geschehnisse werfen.
Die Israelitenstämme wanderten demnach in das Gebiet teilweise wahrscheinlich schon etwa 1800-1700 v. Chr. (vgl. Geschichte von Abraham, Versklavung in Ägypten und der Befreiung daraus durch Moses (bis 1270 v. Chr.)) ein. Josua eroberte nach dem gleichnamigen Buch der Bibel etwa um 1200 v. Chr. Teile des damals Kanaan genannten Gebietes. Es lag damals chronologisch klar im Einflussgebiet Ägyptens - im Sinai und im Süden befand man sich auf ägyptischem Gebiet. Eine Auswanderung aus Ägypten in ägyptisch dominiertes Land ergibt zwar keinen Sinn. Das Ägyptische Joch könnte sich aber auf eine späte bereits unklare Erinnerung an eine vormalige Herrschaft der Ägypter beziehen. Daneben ist es denkbar, dass kleine Gruppen von Israeliten früher am Nil tätig waren (Josefslegende), zumal in der Hyksoszeit.
Ein Großteil der modernen Forschung geht heute davon aus, dass es eine Wieder-Einwanderung der Israeliten in Kanaan mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben hat. Der biblische Bericht von Exodus und Landnahme ist nach Ansicht einiger Wissenschaftler eine literarische Fiktion. Viele der Städte, deren Einnahme die Erzählungen der Tora schildern, lagen zur fraglichen Zeit längst in Ruinen (z. B Jericho) oder existierten noch gar nicht. Der archäologische Befund belegt eher, dass die Israeliten einheimische Beduinenstämme waren, die die Schwächeperiode der in der Bronzezeit starken kananitischen Städte in der Ebene und Ägyptens um 1200 ausnutzen und nacheinander die bestehenden Siedlungen übernehmen, soweit diese nicht vorher schon verlassen wurden.
Die Historizität der biblischen Angaben wird heute von einem großen Teil der Gelehrten bezweifelt. Kaum bezweifelt wird jedoch, dass die biblischen Schriften tatsächlich archaisches Material enthalten oder auf solchem basieren. Deshalb sind sie nach wie vor für Historiker interessant. Fraglich ist allerdings, wie stark die Erzählungen nach Jahrhunderten, in denen die Berichte nur mündlich überliefert wurden, noch zuverlässiges Material enthielten, als man sie niederschrieb - dies umso mehr, als viele Teile des Alten Testaments später von Priestern bewusst bearbeitet wurden und daher wohl mehr über ihre Entstehungszeit aussagen als über die Ereignisse, über die sie berichten wollen.
Die Israeliten organisierten sich nach diesen - späten - Berichten als ein lockerer 12-Stämmebund um ein Stammesheiligtum. In Zeiten der Gefahr waren die Stämme unter Führung eines Richters zu gegenseitiger Hilfe verpflichtet (Buch der Richter). Diese Richter waren sporadisch berufene charismatische Führergestalten. Man glaubte, dass Gott in Zeiten der Gefahr einen Menschen mit besonderen Fähigkeiten ausstattet (salbt), um dem Volk zu helfen. Ihre Macht war nicht, wie bei Stammesoberhäuptern, durch ihre Herkunft begründet, und auch nicht erblich, sondern beruhte auf ihrer persönlichen Überzeugungskraft. Das hebräische Wort schofet, welches traditionell mit Richter wiedergegeben wird, bedeutet eigentlich „der zum Recht verhilft“. Eine juristische Tätigkeit ist damit nicht unbedingt gemeint.
Der Kampf gegen die Philister erwies sich allerdings als besonders schwierig. Diese hatten an der südlichen Mittelmeerküste einen aus fünf Stadtstaaten bestehenden Bund gegründet und fielen von dort ins Landesinnere ein. Sie waren militärisch besser organisiert und setzten bereits Eisenwaffen ein, so dass die Israeliten um 1050 v. Chr. eine schwere Niederlage erlitten. Die Bedrohung durch die Philister veranlasste nach der Bibel die Israelitischen Stämme dazu, sich zu vereinigen unter einer charismatischen Führergestalt als König.
Der erste namentlich in der Bibel erwähnte König des mythologisierten Vereinten Königreiches war Saul. Er konnte sich zeitweise gegen die Philister behaupten; letztlich aber wurde er von ihnen geschlagen. Sein Nachfolger David besiegte die Philister um 1000 v. Chr. und eroberte den Thron Sauls. Die Erstarkung Israels und die Schwäche der angrenzenden Reiche ermöglichten es David laut Angaben der Bibel, einen großen, unabhängigen Staat zu schaffen, dessen Hauptstadt er nach Jerusalem verlegte. Bei der Eroberung durch die Israeliten war Jerusalem ein altes (bereits in den Amarna-Briefen zur Zeit des Pharao Echnaton erwähntes), aber unbedeutendes Dorf mit wenigen hundert jebusitischen Einwohnern und etwa zwei Hektar Ausdehnung auf einer Kuppe südlich des heutigen Tempelberges an der Nahtstelle zwischen Juda und Israel. Zur Zeit Davids wird Jerusalem nach Aussage der Bibel kultisches Zentrum der Juden und Aufbewahrungsort der Bundeslade. Wie sehr die Größe und Macht dieses Reiches in der späteren Überlieferung übertrieben wurde, ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion: Das Reich Davids hatte – glaubt man der Bibel – etwa die vierfache Größe des heutigen Israel. Nach den archäologischen Befunden dürfte es sich stattdessen eher um ein kleines Stammesgebiet mit Zentrum um Jerusalem gehandelt haben. Die wesentlich bedeutenderen Städte und Stadtstaaten des Nordens und an der Küste sind in Wahrheit vermutlich niemals unter die Vorherrschaft Jerusalems gekommen.
Unter der Herrschaft von Davids Sohn und Nachfolger König Salomo genoss das Land wohl eine Zeit des Friedens und des Wohlstandes, wobei ein erster Tempel Jahwes am Standort eines früheren jebusitischen Heiligtums errichtet wurde. Nach Salomos Tod im Jahr 922 v. Chr. weigerten sich die nördlichen Stämme, den Sohn Salomos als neuen König anzuerkennen. So soll das Reich wieder zerfallen sein. Das Königreich Israel im Norden mit dem Hauptheiligtum Sichem, das eine wesentlich glaubwürdigere Stellung als Zentralheiligtum der Israeliten als Jerusalem einnahm, nahm in der Folge auf Grund der politischen Schwäche der Großreiche Ägyptens und Assyriens unter der Omridendynastie einen starken Aufschwung. Juda im Süden blieb hingegen so unbedeutend, dass Assyrien es später nicht einmal in der Siegesstele erwähnte und vorderhand unbehelligt ließ.
Die umliegenden Reiche erstarkten und fingen an, sich erneut auszudehnen. Vor allem Assyrien begann im ausgehenden 8. Jahrhundert, die wohlhabenden Städte des Nordens anzugreifen, und besiegte das Nordreich Israel nach 200 Jahre Blüte zwischen 722 und 721 v. Chr. Große Teile der Bevölkerung wurden an den Euphrat deportiert und stattdessen Assyrer angesiedelt, wie dies von Assyrien auch in anderen eroberten Gebieten praktiziert wurde. Die Bevölkerung nannte man von nun an nach der Hauptstadt Samaria Samariter .
Jerusalem im Königreich Judah konnte so in der Folgezeit erstmals stark wachsen. Als die Macht der Assyrer schwand, war die Chance gekommen, von Jerusalem aus unter der ideologischen Führung der Jahwepriesterschaft und dem König Josia das Land wieder zu einigen. Es gab starke Bemühungen, die heterogenen Bevölkerungsgruppen und Stämme über die alten Traditionen zu einen und auf die israelitische Vergangenheit einzuschwören, was aber nur teilweise gelang. In dieser Zeit erfuhr die Biblische Schrift ihre erste umfassende Redaktion. Die alten Geschichten und Bücher wurden zusammengetragen und unter einer nationalen Ideologie redaktionell bearbeitet mit dem Ziel, ein einiges Königreich Israel zu schaffen. Das gelang nur zum Teil. Nach über 100 Jahren erstarkte Babylon zur Großmacht und versuchte, die Macht Jerusalems zu brechen.
Das Südreich Juda wurde 586 v. Chr. durch die Babylonier unter Nebukadnezar II. besiegt und die Bevölkerung nach Babylon umgesiedelt. Jerusalem wurde zerstört und viele der dort lebenden Juden (insbesondere aus der Oberschicht) verbannt. Die Juden im babylonischen Exil konnten allerdings ihre nationale und religiöse Identität bewahren. Hier liegen die Wurzeln des Judentums mit der anstelle des verlorengegangenen Tempels neu geschaffenen Synagoge des pharisäischen Judentums im Gegensatz zum nun an den Tempel gebundenen sadduzäischen Amt des Hohen Priesters der Oberschicht. Als Kyros der Große von Persien Babylon 539 v. Chr. erobert hatte, erlaubte er den Juden, nach Judäa zurückkehren, und gab ihnen eine relative Selbständigkeit. Die Juden als Nachfahren des Königreiches Judah bauten die Stadtmauern von Jerusalem, der Stadt Davids, wieder auf. Dabei distanzierten sie sich scharf gegen die als vermischt mit Neuankömmlingen im Lande geltenden Samaritaner im Gebiet des früheren Nordreiches. Diese können sich allerdings am ehesten als Nachfahren der Israeliten bezeichnen - wenn auch in heute sehr geringer überlebender Anzahl, aber mit ihrer eigenen Überlieferung der Bibel, dem Samaritanischen Pentateuch. Die anderen kanonischen Schriften der jüdischen Bibel mit ihrer zum Teil stark jerusalemzentrierten heftigen Polemik gegen das Nordreich Israel (wie etwa die Chronik) und zum Teil auch gegen die Samaritaner selbst (insbesondere Bücher Esra und Nehemia) werden dagegen nicht als göttlich inspiriert anerkannt.
Hellenistische Herrschaft
Im Jahr 332 v. Chr. nahm Alexander der Große die Region in Besitz, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Er ließ die Eroberung von Generälen zu Ende bringen, die auch die Grundlage für die hellenistische Herrschaft schufen. Nach dem Tode Alexanders (323 v. Chr.) wurde das Land von Kriegen um das Erbe überzogen und wechselte mehrfach den Besitzer. 301 fiel es Ptolemaios I. von Ägypten zu und blieb bis 200 v. Chr. unter ptolemäischer Herrschaft, allerdings nicht unangefochten. Die Seleukiden, eine andere mazedonische Dynastie, erhob ebenfalls Ansprüche.
Eine Auswirkung der hellenistischen Herrschaft war die Veränderung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung. Bis zur Eroberung des Landes lebten in der Region Judäer, Phönizier, Samariter, Edomiter und Nabatäer in ihren angestammten Gebieten. Das Landesinnere war vorwiegend von den Judäern und Samaritanern bewohnt, die nördliche Küstenebene von Phöniziern, der Süden von Nabatäern, die die Edomiter etwas nach Norden abgedrängt hatten. Dazu kamen die griechischen (mazedonischen) Besatzer, die sich hier ansiedelten.
Die hellenistische Kultur beeinflusste besonders das Leben in den Städten, die sich die sozialen Verhaltensweisen der Polis zueigen machten. Am stärksten passten sich die Phönizier an. Die Orte im Landesinneren behielten dagegen weitestgehend ihren semitischen Charakter. Obwohl die ptolemäische Besatzungsmacht hohe Steuern erhob, erlaubte es eine zügellose Ausbeutung und Versklavung der Einheimischen nicht.
Die Region profitierte in dieser Zeit von der wirtschaftlichen Blüte, die das Ptolemäerreich gerade erlebte. Die Handelsbeziehungen dehnten sich aus und in die Landwirtschaft wurden neue Methoden eingeführt.
Im 2. Jahrhundert v. Chr. revoltierten die Juden jedoch unter Führung der Makkabäer gegen die Seleukiden. Sie errichteten zwischen 141 v. Chr. und 63 v. Chr. einen unabhängigen jüdischen Staat, bis das Land von Pompeius für Rom erobert wurde und zu einer römischen Provinz wurde, die von jüdischen Königen regiert wurde.
Römische Herrschaft
Zwei große jüdische Aufstände wurden in den Jahren 66 bis 73 und 132 bis 135 n. Chr. trotz aller Entschlossenheit niedergeschlagen. Nach dem zweiten Aufstand wurden viele Juden getötet oder als Sklaven verkauft. Der Tempel in Jerusalem wurde bereits 70 von den Römern zerstört, und für den Großteil der Juden begann die Diaspora. Zehntausende Juden wurden entlang der Straßen von Jerusalem gekreuzigt und die Wälder der Stadtumgebung abgeholzt. Judäa wurde von den Römern in Syria Palaestina umbenannt, um die Verbundenheit der Juden mit der Region und die Erinnerung an das jüdische Königreich abzubrechen.
Palästina erlangte neue Bedeutung, als der römische Kaiser Konstantin I. das Christentum 313 zur religio relicita (= gleichberechtigten Religion) erklärte. Seine Mutter Helena besuchte Jerusalem, und Palästina, das Heilige Land der Christen, wurde gefördert, je stärker die Christianisierung des Römischen Reiches voranschritt. Die Spätantike war für Palästina insgesamt eine Art „Goldenes Zeitalter“, geprägt durch Wohlstand, Sicherheit und eine kulturelle Blüte. Allerdings kam es 529 zu einem großen Aufstand in Samaria, den Kaiser Justinian I. blutig niederschlagen ließ. Der größte Teil der Bevölkerung war um diese Zeit bereits christianisiert. Die (ost)römische Herrschaft wurde durch eine persische Besetzung (614-629) unterbrochen und endete endgültig, als muslimische Araber in Palästina einfielen und 638 Jerusalem eroberten.
Islamisierung
Im Jahr 638 wird Jerusalem von der Armee des zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab erobert. 691 errichten die Muslime auf dem Tempelberg den Felsendom. Von diesem Zeitpunkt an gab es neben einer jüdischen und einer christlichen auch eine muslimische Präsenz in Palästina.
Die muslimische Religion wurde der Bevölkerung jedoch nicht aufgezwungen. Es dauerte mehr als 100 Jahre, bis die Mehrheit der Bevölkerung zum Islam konvertiert war.
Die Region profitierte nun vom Handel des Reiches und von seiner religiösen Bedeutung während der ersten Kalifendynastie der Umayyaden von Damaskus, unter denen die arabischen Eroberungen ihren Höhepunkt erreichten. Nachdem die Abbasiden im Jahr 762 Bagdad zum politischen Zentrum gewählt hatten, nahm die Bedeutung Palästinas ab. Das Gebiet war wiederholt Schauplatz von Kämpfen und wurde von Seldschuken, Fatimiden (siehe Kalifat) und europäischen Kreuzfahrern beherrscht. Palästina profitierte jedoch auch von den Errungenschaften der muslimischen Welt, als diese ihr goldenes Zeitalter der Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Literatur erlebte. Erst unter den Mamelucken brach die Weiterentwicklung Palästinas ab.
Mit dem Beginn der Kreuzzüge und der Errichtung der Kreuzfahrerstaaten im Jahr 1099 wurde der Konflikt zwischen Islam und den Nachfolgestaaten des Weströmischen Reiches nach Palästina getragen.
Osmanische Herrschaft
Die osmanischen Türken besiegten die Mamelucken 1516 und beherrschten Palästina mit kurzen Unterbrechungen 400 Jahre lang. Das Land war in verschiedene Bezirke unterteilt. Den christlichen und jüdischen Gemeinden wurde ein großes Maß an Autonomie zugebilligt. Während des 16. Jahrhunderts erlebte Palästina eine erneute Blüte bis zum Abstieg des Osmanischen Reiches im 17. Jahrhundert. Während dieser Zeit der osmanischen Herrschaft war Palästina nur dünn bevölkert und stagnierte wirtschaftlich. Ein frühes Projekt Joseph Nasis, Berater des osmanischen Sultan Suleiman des Prächtigen, ab 1561 die Gegend um Tiberias mit europäischen Juden neu zu besiedeln, gestaltete sich aus ökonomischen Gründen schwierig und scheiterte im Zuge des Krieges zwischen Venedig und den Osmanen vollständig. Am Anfang des 19. Jahrhunderts lebten zwischen 275.000 und 300.000 Menschen im Land. 90% von ihnen waren muslimische Araber, 7.000 bis 10.000 Juden und 20.000 bis 30.000 christliche Araber. Zwischen 1831 und 1840 dehnte Muhammad Ali Pascha (türkisch Mehmed Ali), Vizekönig und Begründer des modernen Ägypten, seine Herrschaft über Syrien aus.
1881, zu Beginn der jüdischen Einwanderung lebten 457.000 Menschen in Palästina. 400.000 waren Muslime, 13.000-20.000 Juden und 42.000 - meist griechisch-orthodoxe - Christen. Hinzu kamen einige tausend Juden, die zwar dauerhaft in Palästina lebten, aber keine osmanischen Bürger waren. Die im Lande wohnenden Juden (der alte Jischuw), sowohl Sepharden als auch Aschkenasi, waren meist orthodox und recht arm; sie wurden von Glaubensgenossen aus dem Ausland unterstützt. Siedlungszentren waren die vier heiligen Städte Jerusalem, Hebron, Safad und Tiberias. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebte um diese Zeit in Städten. Jerusalem zählte 30.000 Seelen (davon waren die Hälfte Juden), Gaza 19.000, Jaffa 10.000 und Haifa 6.000.
Von der Ankunft der ersten jüdischen Einwanderer in den Achtzigerjahren des 19. Jahrhunderts gingen Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes aus. In den folgenden Jahrzehnten wanderten – auch deshalb – viele weitere Menschen, Juden wie Araber, in Palästina ein. Ein anderer Grund waren religiöse Motive. Bei den jüdischen Einwanderern handelte es sich nicht unbedingt um Zionisten. Sie kamen nicht überwiegend aus Europa, sondern aus orientalischen Ländern. Hier ist auch zu erwähnen, dass es damals auch viele arabische Juden gab.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts suchten zahlreiche Juden aufgrund des zunehmenden Antisemitismus und Pogromen in Europa eine neue Heimat. Die erste Masseneinwanderung (Alija) von Juden nach Palästina erfolgte um 1882. Diese Einwanderer waren geprägt von Armut, Ausgrenzung, Verfolgung, sowie von politischer und religiöser Unterdrückung in ihren Herkunftsländern. Die größte Einwanderung zu dieser Zeit fand in die Neue Welt statt (1880-1929 rund 2.885.000).
Im Jahre 1897 berief Theodor Herzl den ersten Zionistenkongress in Basel ein und legte damit einen wichtigen Grundstein für die spätere Gründung eines jüdischen Staates. Erst bei der zweiten Einwanderungswelle spielte der Gedanke des Zionismus eine Rolle. Im religiösen und historischen Bewusstsein der Juden (und abgeschwächter Weise im Bewusstsein des Okzidents) war Israel immer das „Heilige Land“ geblieben, das mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes verbunden ist. Die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung spielten in dieser Tradition kaum eine Rolle. Führende Zionisten waren sich der Problematik allerdings bewusst und strebten neben einer internationalen Legitimation auch eine Einigung mit den Arabern an. Die Region stand schon zu dieser Zeit, in der noch kolonialistische Denkweisen herrschten, im geopolitischen und strategischen Interesse der Großmächte. Im 19. Jahrhundert engagierten sich europäische Staaten auf der Suche nach Rohstoffen und neuen Absatzmärkten im Nahen Osten.
Nach Angaben der „Jewish Colonization Association“ für das Jahr 1903 lebten im Jahre 1898 5200 Juden in Palästina in landwirtschaftlichen Mustersiedlungen (Siehe auch „Altneuland“, 1904 Heft 11, Seite 339).
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besaßen viele Landbewohner nicht mehr ihren eigenen Grund, sondern bestellten ihn als Pächter. Beinahe alle Großgrundbesitzer (Effendis) waren Stadtpatrizier, einige lebten außerhalb des Landes, viele in Beirut, Damaskus und Paris. Zwischen 1904 und 1914 erfolgte die zweite Alijah. Bereits im Jahre 1909 wird mit Tel Aviv die erste moderne jüdische Stadt gegründet.
Erster Weltkrieg und die Balfour-Deklaration
Aufgrund des Eintrittes des Osmanischen Reichs in den Ersten Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte ging Großbritannien von der Politik ab, das Osmanische Reich als Bollwerk gegen die Ausbreitung Russlands zu erhalten. In einer Korrespondenz zwischen Hussein ibn Ali (Hedschas) und dem britischen Hochkommissars in Ägypten Henry McMahon,wurde 1915/1916) den Arabern die Selbstständigkeit versprochen, sollten sie Großbritannien im Kampf gegen die Osmanen unterstützen. 1916 wurde im geheimen Sykes-Picot-Abkommen mit Frankreich und dem zaristischen Russland eine Vereinbarung über die Aufteilung des Osmanischen Reichs getroffen, welche 1918 von den siegreichen Bolschewiki publiziert wurden. In der Balfour-Deklaration 1917 wurde das Wohlwollen der britischen Regierung für eine jüdische Heimstatt in Palästina erklärt. Durch den Sieg der Briten im Ersten Weltkrieg wurde 1917 die osmanische Herrschaft beendet. Von Ägypten her eroberte General Allenby Südpalästina. Nach der Kapitulation des Osmanischen Reichs besetzten Großbritannien und Frankreich die von ihnen im Sykes-Picot-Abkommen ausgehandelten Gebiete: Frankreich den Libanon und Syrien; Großbritannien Palästina und den Irak. Der Amerikanische Präsident Thomas Woodrow Wilson vertrat die Auffassung, Gebietsgewinne durch den Weltkrieg sollten möglichst verhindert werden. Allerdings war man der Ansicht, die vorher von den unterlegenen Mächten kontrollierten Länder nicht sich selbst überlassen zu können. Die Lösung, die von dem damaligen südafrikanischen Premier Jan Christiaan Smuts vorgeschlagen wurde, war die Einrichtung eines Mandats in diesen Gebieten. Palästina gehörte wie Syrien in die Kategorie A, das heißt die Unabhängigkeit war ein mittleres Ziel, die Staaten wurden als relativ entwickelt angesehen aber noch nicht reif für diesen Schritt. Auf der Völkerbundkonferenz von San Remo 1920 wurde Palästina von den Siegermächten Großbritannien als Mandatsgebiet übertragen. Im Jahre 1922 übertrug der Völkerbund auf der Friedenskonferenz von Paris das Mandat für Palästina für das Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und Jordanien eingenommen wird, an Großbritannien. Zu den Mandatsbedingungen gehörte, dass die Briten die Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollen, in der sie am 2. November 1917 die „Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ versprochen hatten, deren Grenzen jedoch nicht bestimmt waren. Hierzu wurde die Mandatsmacht aufgefordert, die jüdische Einwanderung zu ermöglichen, die jüdischen Einwanderer geschlossen anzusiedeln und hierfür auch das ehemalige osmanische Staatsland zu verwenden. Es sollte dabei ausdrücklich dafür Sorge getragen werden, dass „nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und die religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung, deren sich die Juden in irgendeinem anderen Lande erfreuen, präjudizieren könnte“.
Britisches Mandat
1920 wurde Großbritannien durch die Konferenz von San Remo ein Palästina-Mandat zuerkannt, das auch das Transjordanien genannte Gebiet östlich des Jordan mit einschloss. Das Mandat diente dazu, auf seinem Territorium das Projekt einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk gemäß der Balfour-Deklaration umzusetzen. Im Juni 1922, noch vor Inkrafttreten des Mandats, teilte Winston Churchill das Mandatsgebiet in Palästina westlich des Jordan, wo die jüdische Heimstätte errichtet werden sollte, und Transjordanien östlich des Jordan, auf dessen Gebiet ein autonomes arabisches Emirat eingerichtet wurde. Die offizielle Verabschiedung des Mandats durch den Völkerbund geschah am 24. Juli 1922. Die genaue Ausgestaltung der Grenzen wurde dabei der Mandatsmacht Großbritannien überlassen. Im April 1923 erkannte Großbritannien den Emir Abdallah ibn al-Hussain offiziell als legitimen Herrscher des autonomen Emirats Transjordanien an. Damit war die Region Palästina, in der die jüdische Heimstätte errichtet werden sollte, endgültig auf das Gebiet westlich des Jordan beschränkt. Bis zur vollständigen Selbständigkeit Jordaniens im Jahre 1946 gab es allerdings in den Gebieten von Palästina und Transjordanien noch einheitliche Mandatsgesetze, Währung und Pässe. Das zionistische Lager, das ursprünglich auch Teile des Ostjordanlands für seine Heimstätte vorgesehen hatte, war gespalten über die Abtrennung Transjordaniens vom Mandatsgebiet. Der zionistische Weltkongress war bereit, sich auf das Gebiet westlich des Jordans zu beschränken, falls dafür im Gegenzug Emir Abdallah die Gründung des jüdischen Staates auf diesem Gebiet anerkannte. Eine andere Gruppe, die von Wladimir Jabotinsky repräsentiert wurde, lehnte diese Einschränkung ab und forderte weiterhin die verstärkte Besiedlung auch der Gebiete östlich des Jordan.
Das nicht eingehaltene Versprechen der arabischen Unabhängigkeit richtet den bisher anti-osmanischen arabischen Nationalismus gegen die Mandatsmächte. Die im Zusammenhang mit der Balfour-Deklaration zunehmende Anzahl jüdischer Einwanderer werden von den Arabern als Helfer der neuen Kolonisatoren aufgefasst.
Unruhen im April 1920
Am 1. Mai 1919 verkündete Generalleutnant Sir Louis Bols in Nablus die Übergabe der Militärverwaltung an eine Zivile Administration. Dies klang nicht nach der den Arabern versprochenen Unabhängigkeit. Auch Gerüchte einer internationalen Konferenz, bei der über eine Aufteilung der von den Alliierten besetzten Gebiete geredet werden sollte, schürten bei den Arabern die Angst, getäuscht zu werden. Am 27. Februar und am 8. März 1920 kam es zu anti-britischen und anti-jüdischen Demonstrationen. Einige Polizisten warnten vor einem arabischen Aufstand. Während des Nebi-Musa-Festes im April des Jahres 1920 demonstrierten jüdische Immigranten in Jerusalem, aufgrund der angespannten Situation, für die Erlaubnis, die jüdischen Siedlungen selbst verteidigen zu dürfen. Unter Führung des später als „Großmufti von Jerusalem“ bekannten Haddsch Muhammad Amīn al-Husainī rotteten sich Mengen der Pilger des Nebi-Musa-Festes zusammen. Es kam zu antijüdischen Unruhen, in deren Verlauf neun Juden getötet und 22 schwer verletzt wurden. Haddsch Muhammad Amīn al-Husainī wurde in diesem Zusammenhang zu zehn Jahren Haft verurteilt . Ein Jahr später jedoch wurde er durch den britischen Hohen Kommissar, Lord Herbert Louis Samuel, 1. Viscount Samuel freigelassen und mit Billigung der neu eingerichteten britischen Zivilregierung zum „Großmufti“ von Palästina ernannt. Al-Husainī wurde nicht offiziell ernannt, der britische Gouverneur bedeutete ihm lediglich, dass die Briten nichts dagegen unternähmen, wenn er sich an den Schreibtisch seines kürzlich verstorbenen Halbbruders setzen würde; jener war der einzige, der jemals den Titel des Großmufti erhalten hatte.
Das Ziel der arabischen Bevölkerungsmehrheit war ein arabischer Staat im gesamten Gebiet mit eingeschränkter (oder unterbundener) jüdischer Einwanderung. In diesem Staat sollten Juden allenfalls eingeschränkte Rechte (siehe Dhimmi) genießen. Der Landkauf durch Juden sollte unterbunden werden. Diese Position wird im Wesentlichen noch heute von der palästinensischen, islamistischen Hamas vertreten, die PLO gab sie 1993 auf.
Die Ziele der jüdischen Bevölkerungsminderheit waren eine Forcierung der Einwanderung, ein möglichst großer jüdischer Staat und – zu diesem frühen Zeitpunkt – eine Beibehaltung des britischen Mandats. Diese positive Einstellung zur britischen Mandatsmacht änderte sich in den 1930er- und 1940er-Jahren. Zwischen 1924 und 1932 kam es zur vierten Immigrationswelle, von 1933 bis 1939 kam die fünfte, wodurch die jüdische Bevölkerung in Palästina stark wuchs.
Arabischer Aufstand
In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Unruhen, die die britische Mandatsmacht stellenweise unter großen Druck setzte und zu Zugeständnissen an die Araber zwang. Als es 1921 zu ersten Aufständen kam, wurde die jüdische Einwanderung erstmals minimal eingeschränkt und als in den Jahren 1936-1939 der große arabische Aufstand die Briten herausforderte, wurde die jüdische Einwanderung komplett verboten. Die Problematik der eingeschränkten Einwanderung kritisierte Chaim Weizmann, Präsident des Zionistenkongresses, vor der Peel-Kommission folgendermaßen: „In diesem Teil der Welt (Europa) gibt es 6.000.000 Menschen (...) für die die Welt geteilt ist in Orte, an denen sie nicht leben können, und Orte, die sie nicht betreten können.“
Siedlungspolitik
Wie im Mandatstext vorgegeben, wollte London die jüdische Einwanderung fördern, ohne die Rechte der arabischen Bewohner zu schmälern. In erster Linie sollte dieses Ziel durch die Errichtung gut geordneter Siedlungen erreicht werden. Jüdische Siedlungen und Städte wie Tel Aviv entstanden neben den historischen Siedlungen der Araber. Hierbei war auch von Bedeutung, dass der Direktor des britischen Programmes zur landwirtschaftlichen Entwicklung unabhängig von der Mandatsverwaltung arbeitete und nur dem britischen Hochkommissar unterstand. Durch das fortdauernde Misstrauen zwischen den jüdischen Einwanderern und der arabischen Bevölkerung sowie dem mangelnden Einvernehmen blieb die Siedlungsfrage problematisch. Der wehrhafte Charakter der jüdischen Siedlungsbewegung, der Kibbuzim und Moshavim zu Wehrdörfern machte, fand hierin seinen Ursprung.
Peel- und Woodhead-Kommissionen
Im Jahre 1937 legte die britische Peel-Kommission erstmals einen Teilungsplan vor, der, gemäß der prozentualen Bevölkerungsverteilung, Galiläa und einen Küstenstreifen als jüdischen und den größeren, auch die Wüstenregionen umfassenden Rest als arabischen Teil vorsah. Dieser Vorschlag wurde von den Arabern abgelehnt. Die jüdische Seite war gespalten. Die Mehrheit, zu der auch Golda Meir gehörte, lehnte den Vorschlag ab, aber eine starke Minderheit um David Ben Gurion sah in diesem Kleinststaat die Basis für eine spätere Expansion. Zitat: „...nachdem wir eine große Macht aufgebaut haben, werden wir die Teilung des Landes beseitigen und über ganz Erez Israel expandieren“ (Brief an seinen Sohn); „das Ja zur Teilung verpflichtet uns nicht zum Verzicht auf Transjordanien“ (Ben Gurion, Memoiren Bd. 4, S. 151). Die Teilung des Landes wurde von der Woodhead-Kommission, die 1939 das MacDonald-Weißbuch veröffentlichte, wieder verworfen. Mit dieser Wendung versuchte das Vereinigte Königreich die Araber als Bündnispartner gegen die „Achsenmächte“ zu gewinnen. Das Weißbuch wurde von den im Lande lebenden Juden abgelehnt, da es die Auflösung der Kampfeinheiten, wie etwa der Hagana, verlangte.
Zweiter Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg kämpften schließlich 27.500 jüdische Soldaten aus Palästina in der britischen Armee. Diese bildeten später einen wichtigen Teil der israelischen Armee. Männer wie Mosche Dajan oder Jitzchak Rabin kämpften z. B. gegen das vom Vichy-Regime verwaltete Syrien. Zu Kampfeinsätzen in Deutschland kam es jedoch kaum. Ben Gurion vertrat das Konzept des Palästina-Zentrismus, das davon ausging, in Europa nicht handlungsfähig zu sein. Gleichzeitig versuchten die Juden deshalb, die illegale Einwanderung zu verstärken und somit den europäischen Juden einen Fluchtort zu geben, denn zwischen 1939 und 1944 konnten nur 15.000 legal einwandern.
Die Araber hofften während des Krieges zu großen Teilen auf einen Sieg Deutschlands. Bekanntestes Beispiel ist der Großmufti von Jerusalem Hadsch Mohammed Amin al-Husseini, der enge Kontakte zum Deutschen Reich pflegte, und nach seiner Flucht aus Palästina (1937) im Jahre 1941 an einem pro-deutschen Putschversuch im Irak beteiligt war. Ab 1941 lebte er als persönlicher Gast H.´s in Deutschland und war als XX-Mann am Aufbau von moslemischen Hilfstruppen der W. und der WS in Bosnien beteiligt. Auch in Ägypten gab es pro-deutsche Bestrebungen, die etwa von Anwar as-Sadat unterstützt wurden.
In den letzten Kriegsjahren versuchte Ben Gurion, die Kontakte in die USA zu verbessern, die er als neue Macht im Nahen Osten aufsteigen sah, während bei Chaim Weizmann der Fokus weiterhin auf dem Vereinigten Königreich lag.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges stellte sich die Frage nach dem zukünftigen Status Palästinas und der jüdischen Einwanderung erneut. Earl G. Harrison sollte im Auftrag Harry S. Trumans Großbritannien davon überzeugen, die Lage der Juden zu verbessern. Die Briten lehnten jedoch ab und wollten den USA das Mandat übertragen. In der Folge wurde das Anglo-American Committee of Inquiry gegründet, das vorschlug, zumindest 100.000 Juden die Einreise zu ermöglichen, das Mandat 10 weitere Jahre fortzusetzen und Verhandlungen zwischen Arabern und Juden zu beginnen. Das Komitee tagte an mehreren Orten und hörte viele Zeugen, zu denen auch Albert Einstein gehörte. Abermals machten die Briten die Entwaffnung der jüdischen Milizen, unter ihnen der Hagana zur Voraussetzung, was abermals abgelehnt wurde. Die Folge dieser Politik war ein bewaffneter Aufstand der drei größten Gruppen Hagana, Irgun und Lechi gegen militärische Ziele der Briten. Zwischen September 1945 und Juli 1946 wurden Landebahnen, Kasernen und Eisenbahnlinien angegriffen. Die Leitung der Operationsabteilung unterstand Golda Meir. Die Hagana versuchte mit allen Mitteln die illegale Einwanderung zu verstärken, attackierte britische Radaranlagen, die den Schiffsverkehr überwachten und befreite Flüchtlinge aus den Internierungslagern. Die Briten internierten zeitweise mehrere 10.000 Holocaust-Flüchtlinge auf Zypern. Leon Uris verarbeitete dies in seinem Roman Exodus dessen Hauptperson Ari Ben Canaan zumindest teilweise auf Jitzchak Rabin basiert.
In den Jahren 1945 und 1946 häuften sich die Terroranschläge jüdischer Untergrundbewegungen auf britische Einrichtungen in Palästina. Polizeistationen und Militärcamps waren bevorzugte Objekte dieser Angriffe. Aber auch die Dörfer der Templer in Palästina waren immer wieder Ziele für Übergriffe. Die britische Verwaltung konnte diesen Zustand nicht länger dulden. Die Palestine Police plante darum zusammen mit dem britischen Militär eine Operation, die die jüdischen Gruppen schwächen sollte. Darum begann die britische Armee mit massiven Schlägen gegen die jüdischen Untergrundbewegungen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 100.000 Mann der britischen Armee in Palästina. Es gab Ausgangssperren in den größeren Städten; das Gebäude der Jewish Agency wurde durchsucht und Akten beschlagnahmt. 4.000 Juden, unter ihnen etwa Mosche Scharet und Jitzchak Rabin, wurden verhaftet. Golda Meir wurde als Frau verschont. Ben Gurion hielt sich gerade in Frankreich auf. Als Antwort darauf planten die drei großen Untergrundorganisationen einen Terror-Anschlag auf den Südflügel des King David Hotel in Jerusalem, in dem sich das Hauptquartier des Vereinigten Königreichs befand, auch um die beschlagnahmten Akten zu vernichten. Im letzten Moment zog die Hagana zurück und der Irgun unter Führung des späteren Premierministers Menachem Begin führte den Anschlag alleine aus. Es kamen bei dem Anschlag 91 Menschen ums Leben.
Seit Mai 1946 verfolgte Ben Gurion eine neue Strategie, um Druck auf die USA auszuüben. Er förderte nach Pogromen etwa in Polen die Einwanderung von osteuropäischen Juden nach Deutschland, Österreich und Italien, damit diese in den Einflussbereich der Amerikaner kämen und diese damit zum Handeln zwängen. Dies wurde als die Bricha-Bewegung bekannt. Die Hagana begann, osteuropäische Juden schon in Deutschland im Hebräischen zu unterrichten. Im Lande wurden jüdische Siedlungen an strategisch wichtigen Orten eingerichtet. Beispielsweise wurden an Jom Kippur 1946 zehn Siedlungen im Nördlichen Negev gegründet. Gleichzeitig begannen die Vorbereitungen für den Krieg. Man begann militärisch nicht mehr in kleinen Einheiten wie im Widerstand gegen die Mandatsmacht zu denken. Wichtige Organisatoren der Hagana zu dieser Zeit waren Mosche Sneh, Jisrael Galili und Jaakow Dori; Chef der Operationsabteilung der Hagana war Jigael Jadin.
Es ist unter Historikern immer noch umstritten, wer oder was den Rückzug der Briten letztlich bewirkte. Es gab unbestreitbar wichtige britische Interessen in der Region. Die Interessen der Briten in diesem Gebiet lagen insbesondere in der Mittellage zu Indien begründet. Und tatsächlich, als Indien 1947 geteilt und unabhängig wurde, versuchte das Vereinigte Königreich das Mandat erst an die USA dann an den Völkerbund zurückzugeben. Ein wichtiger Punkt waren die Ölreserven der Region - eine Pipeline ging etwa von dem Irak in den wichtigen Hafen Haifas. Die Lage des Landes am Mittelmeer und in relativer Nähe zum Suez-Kanal war ebenfalls von strategischer Bedeutung. Der britische Generalstab sah die Region deshalb für den Fall eines Dritten Weltkrieges als unverzichtbar an. Allerdings waren sich die Briten der Tatsache bewusst, dass sie weder von Juden noch von Arabern im Land gewünscht waren. Sie erkannten, dass zumindest die Juden im Land bereits ein halbstaatliches Gebilde, mit regem kulturellem Leben aufgebaut hatten. Das militärische Engagement war zudem sehr kostspielig, auch kam es zu nicht unerheblichen Verlusten an Menschenleben. Die öffentliche Meinung im Königreich stand dem Mandat, besonders aufgrund der Meldungen über den jüdischen Widerstand, zunehmend ablehnend gegenüber. Hinzu kam der Druck der USA. Die Abhängigkeit des Königreiches von amerikanischer Wiederaufbauhilfe in Milliardenhöhe gerade nach dem harten Winter wird deshalb sicherlich eine Rolle gespielt haben.
UNSCOP
Die UNSCOP (United Nations Special Committee on Palestine) unter dem schwedischen Juristen Emil Sandstrom verfolgte die Ereignisse des Exodus-Zwischenfalls und sprach sich in überwältigender Mehrheit für eine Teilung des Landes aus. Nur Jugoslawien, Indien und der Iran sprachen sich für einen föderalistischen Staat aus. Im April 1947 schließlich schlugen die UNO in einem Teilungsplan die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staats vor. Dem gingen intensivste diplomatische Bemühungen der jüdischen Palästinenser, angeführt von Abba Eban voraus. Während Westeuropa und der Sowjetische Block der Teilung zustimmten, musste die dritte Welt und der südamerikanische Block überzeugt werden. Die südamerikanischen Staaten, unter Einfluss des Vatikans, wollten schließlich nur einem Plan zustimmen, der Jerusalem unter internationale Verwaltung stellte. Dies wurde von den Juden schweren Herzens akzeptiert. Die Zustimmung Trumans war wegen intensiven Drucks aus dem amerikanischen Außen- und Verteidigungsministerium nicht sicher, obwohl er die amerikanische Bevölkerung hinter sich wusste. Truman setzte sich nach Lobbyarbeit Weizmanns jedoch immerhin dafür ein, die Negev-Wüste dem jüdischen Staat zuzuschlagen. Das britische Commonwealth enthielt sich der Stimme.
UN-Teilungsplan
Die Palästinafrage wurde von dem damaligen Generalsekretär Trygve Lie als bedeutender Testfall für die Zukunft der Organisation angesehen. Am 29. November 1947 stimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit (31 pro, 13 contra, 10 Enthaltungen, 1 abwesend) für den Teilungsplan, der Palästina in einen jüdischen und arabischen Staat teilen sollte. Jerusalem sollte unter internationale Verwaltung kommen und die beiden Staaten sollten in einer Wirtschaftsunion zusammengefasst werden. Mit dem Ziel, tatsächlich einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen und den Überlebenden der Shoa eine Heimat zu schaffen, akzeptiert die jüdische Bevölkerung den Plan. Die Araber lehnten den Plan dagegen ab und es kam zu ersten kriegerischen Auseinandersetzungen, die als die erste Phase des Palästinakrieges interpretiert werden können. Wichtige Ziele für die Juden waren dabei, die Straßen, besonders jene zwischen Jerusalem und Tel Aviv, offen zu halten, sowie für den Schutz jeder einzelnen Gemeinde zu sorgen, damit diese nicht aufgegeben werden mussten. Die Hagana musste allerdings immer noch illegal operieren und die Amerikaner und Briten verhängten ein Waffenembargo. Die Briten zeigten sich auch sonst wenig kooperationsbereit, indem sie sich weigerten Urkunden und andere legale Papiere zu übergeben und die UN nicht ins Land ließen.
Die Strategie der Hagana war zu dieser Zeit nur defensiv, Vergeltungsschläge sollten, aus Angst die internationale Unterstützung kurz vor der Staatsgründung nicht zu verlieren, nach Willen der Führer um Ben Gurion nur mit Begrenzung ausgeführt werden.
Am 9. April 1948 kam es allerdings zu einem Massaker in dem palästinensischen Dorf Deir Jassin. Der Ort wurde von Truppen des Irgun Menachem Begins angegriffen, also nicht der Hagana, die der politischen Mitte zuzurechnen war. Zwischen 107 und 120 Palästinenser, darunter Kinder, Frauen und Greise, wurden getötet bzw. ermordet. Die Aktion erfüllte ihren Zweck - Panik unter der arabischen Bevölkerung auszulösen. Bis zum Beginn des Palästinakrieges flohen bereits zwischen 250.000 und 300.000 Palästinenser oder wurden vertrieben.
Waffen konnten nur von der Tschechoslowakei bezogen werden. Der Verkauf begann noch zu vorkommunistischen Zeiten und in der Folge wurden auch von der Tschechoslowakei produzierte deutsche Waffen geliefert, unter anderem auch Messerschmitt-Flugzeuge. Die finanziellen Mittel hierfür wurden nach Spendenkampagnen der Jewish Agency (besonders Golda Meir tat sich hier hervor) vornehmlich von amerikanischen Juden bereitgestellt.
Kurz vor dem Ende des Mandats erlitt die jüdische Diplomatie eine herbe Niederlage, als das Außenministerium der USA eine Sondersitzung der UNO einberief, um den Teilungsbeschluss zurückzunehmen bzw. die Teilung zu verschieben. Zuvor gab es bereits massiven Druck auf den Präsidenten. George F. Kennan etwa bezeichnete die Teilung als Katastrophe und auch der republikanische Präsidentschaftskandidat Thomas Dewey lehnte sie ab.
Unabhängigkeitskrieg
Der so genannte Unabhängigkeitskrieg wurde durch den Angriff der arabischen Staaten auf den neu gegründeten Staat Israel ausgelöst, in dessen Verlauf die israelische Armee die Oberhand über die militärisch schlecht vorbereiteten und unkoordiniert agierenden arabischen Truppen gewann. Bis zum Ende des Krieges verloren bis zu 750.000 Palästinenser ihre Heimat - das war zu diesem Zeitpunkt ein Drittel des gesamten Volkes. Der israelische Historiker Benny Morris hat 1987 nachgewiesen, dass es sich zum Teil um direkte, fast immer um indirekte Vertreibung gehandelt hat. Die verlassenen Städte und fast 400 Dörfer wurden sofort von jüdischen Einwanderern besiedelt. Dörfer, die man nicht benötigte, wurden zerstört, um eine Rückkehr der Araber unmöglich zu machen. Die Waffenstillstandslinie deckte sich ziemlich genau mit den Grenzen, welche die Jewish Agency 1946 der UNO vorgeschlagen hatte.
Staat Israel
Am 14. Mai 1948 kam es zur Staatsgründung des heutigen Israel, weil der 15. ein Schabbath war und die Fahrt zum Versammlungsort die Ruhe verletzt hätte. Von vielen Palästinensern wird dies auch als (unerfüllter) Unabhängigkeitstag Palästinas angesehen. Der umgehende Angriff mehrerer arabischer Staaten auf Israel führte zum Palästinakrieg, in dem Israel sein Territorium über die Grenzen des UNO-Teilungsplans hinaus ausdehnen konnte. Jordanien besetzte, in Absprache mit der israelischen Regierung (Golda Meïr), das Westjordanland, Ägypten den Gazastreifen. Bis 1967 wurde von der arabischen Seite keine Anstrengung unternommen, in diesen Gebieten einen unabhängigen arabischen Staat zu gründen.
1964 wurde die PLO gegründet mit dem Ziel, den Traum der Palästinenser von einem eigenen Staat zu verwirklichen und den jüdischen Staat Israel zu zerstören. Im Sechstagekrieg 1967 eroberte Israel die von Jordanien und Ägypten besetzten Teile Palästinas. Von nun an war es das Ziel der PLO, die 1967 den Arabern verloren gegangenen Gebiete zurückzuerhalten und in diesen einen unabhängigen Staat „Palästina“ zu gründen. In mehreren Erklärungen ab 1988 hat die PLO ihr ursprüngliches Ziel, die Zerstörung des Staates Israel und die Errichtung eines Staates „Palästina“ auf dem gesamten Territorium des historischen Palästina aufgegeben. Der Verwirklichung eines lebensfähigen Staates im Westjordanland und Gaza, das wären noch 22 % des ursprünglichen Palästina, steht nach Ansicht der Palästinenser die Siedlungspolitik entgegen, die Israel ohne Rücksicht auf vielfachen Protest der UNO und anderer Organisationen durchführt.
Im Jahre 1974 wurde die PLO von der UNO als einzig legitime Vertreterin des palästinensischen Volkes anerkannt. Im Oslo-Abkommen von 1994 wurde den Palästinensern ein Autonomiestatus gewährt. Die international ausgearbeitete Roadmap for Peace sieht als wichtigstes Ziel die Errichtung eines lebensfähigen Palästinenserstaates im Westjordanland sowie im Gazastreifen vor
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The Commander of Jaffa (Palestine) gives a inspiring speech to the troops and the people (August 1916).
Image from the original print of 1918. Photo: Leipziger Presse-Büro.
A journal page measuring 185 x 140 mm.
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The Ottoman Empire (also known as Ottoman or Turkish Empire; Turkish: Osmanlı İmparatorluğu, osmanische Bezeichnung Devlet-i Âliyye-i Osmaniyye) is the name for the empire of the Ottoman dynasty from approximately 1299 to 1923. In Europe, the country was also referred to as “Turkey” or “Turkish Empire” at that time. For several centuries, it was the dominant power in Asia Minor, the Middle East, the Balkans, North Africa, and Crimea.During the 18th and especially 19th centuries, it was pushed back in its struggles against European powers in Asia Minor and the Middle East, and found a successor state in Turkey. The Ottoman Sultans were strict Sunni Muslims who followed the Hanafi legal school of thought. The Formation of the Ottoman Empire There is very little information about the early days of the Ottomans (Osmanlı, Osmanisches Reich = Devlet-i Âliye, Ottoman State). This is probably because it was a small principality among many in the region after the breakdown of the Seljuk Empire in Asia Minor. The founder, Osman I, came to power at the beginning of the 14th century. A century of rulers over a nomadic tribe, the Kynyk clan from the Kayi tribe near Söğüt in northwestern Anatolia. They were of Turkmen origin and adhered to Islamic beliefs. Around 1299, Osman declared the independence of his Beylik from the Rum-Seljuk Empire. Therefore, this year is traditionally considered the founding year of the Ottoman Empire.Osman gradually gained control over the neighboring Turkish tribes and expanded his territory at the expense of the Byzantine Empire. Eventually, he besieged Brussa and Nicaea, the two largest Byzantine cities in Anatolia. Brussa fell just before his death in 1326, while Nicaea was captured by his son Orhan in 1331. Orhan inherited a principality that was almost half the size of today’s Switzerland.He made Bursa the capital, and until the conquest of Constantinople in 1453, it remained the burial site of the Ottoman Sultans.The Byzantine Empire was under severe pressure and was in decline at that time, leading to the conquest of the European side of the Marmara Sea (Marmara Denizi), starting with Gallipoli (Gelibolu) in 1354. In Asia Minor, gains were also made in the same year with Ankara (Greek: Angora). By the time Orhan died in 1360, the empire was more than three times larger than when his father died. In the following year, Murad I succeeded in capturing Adrianople (Edirne), the second-largest Byzantine city. After the Battle of the Maritsa, he then invaded Makedonia in 1371. In 1389, Murad I achieved a victory at the Battle of the Banat against the Christian princes from Serbia and Bosnia who were allied with him.Although gains occurred in Asia Minor both through war and marriage at the same time, the European part of the empire became more important. Starting from 1385, military leadership was entrusted to a “Beylerbegi of Rumelia” (the European part of the Ottoman Empire) and a “Beylerbegi of Anatolia,” with the former holding overall command.Many of the characteristic features of the Ottoman Empire had already taken shape by this time. From the conquered territories, titles and lands were given to the warriors—called “Timar”—in exchange for their service as sipahis in the Ottoman army’s cavalry. This system initially resembled the feudal system of the Middle Ages in Europe, but there were also significant differences. For example, serfdom did not develop at all.The standing army was supported by the important infantry force composed of the Janissaries (Turkish: Yeniçeri), who were primarily recruited from the so-called boy soldiers in the Balkans and the Caucasus. They were converted to Islam and received training that made them capable instruments of the Empire's power politics. After Sultan Murad I, who was killed by an assassin on the Danube Plain, came Bayezid I (sometimes written as Beyazıt or Bayezıt). He soon began to conquer Constantinople (Byzantium), though this did not succeed at that time; instead, Byzantium was forced to pay tribute.In 1396, the Ottomans had to face a Crusader army under the Hungarian king and later emperor Sigismund, which was utterly defeated in the Battle of Nicopolis. The Ottoman Empire faced its first existential crisis when its army was utterly defeated by Tamerlane in the Battle of Ankara in 1402, and Bayezid was captured. The founder of the Timurid dynasty had quickly conquered a vast empire stretching from North India through Georgia and Persia to Anatolia, but it quickly disintegrated after his death in 1405.He assigned the administration of the territories of the Ottoman Empire to the sons of Bayezid: Suleiman (Rumelia), Mehmed (Central Anatolia with Amasya), and İsa (the Anatolian part around Bursa). These men later fought both over the territories lost to Timur and against each other for dominance.During the battles between the brothers, Süleyman was defeated by another brother, Musa, in 1410. In 1413, Mehmed brought him a defeat with the support of Byzantium (see also the Ottoman Interregnum). Over the following years, Mehmed faced the challenge of consolidating the country as the Sultan of the reunited Empire while restoring its former greatness. The ascension to the throne of Murad II also did not go smoothly. Just before Mehmed’s death, a Mustafa claiming to be Bayezid’s son made his claims. He was likely a legitimate son, but Mehmed labeled him as a “fake Mustafa.” Both he and Murad’s brother (also known as “Little Mustafa”), who had been supported by Byzantium as a potential throne candidate, were executed. On this occasion, however, an attempt to besiege Constantinople had to be abandoned once again.In Southeastern Europe, Hungary became the main rival. In 1440, it managed to prevent the capture of the important fortress in Belgrade. Especially John Hunyadi achieved military successes repeatedly, although his efforts and those of the Pope to gather a Crusade army to drive the Ottomans out of Europe received little attention in Western and Central Europe. Three years later, Hunyadi even managed to advance into Bulgaria. Even the Albanians under Skanderbeg fought a struggle for independence against the Ottomans. Due to the situation, Murad signed a ten-year peace treaty in Szeged in 1444; however, it was soon broken by Hungary in order to launch an expedition initiated by the Pope. Murad had just handed over power to his son Mehmed and retired, but now he once again took command of the army, which was led by the Crusaders under the Polish-Hungarian king Wladyslaw I.The Hungarians were utterly destroyed at the Battle of Warna. Once again, in 1446, he had to take power for his inexperienced successor in order to suppress a Janissary uprising, and in 1448 he suffered a heavy defeat against the Hungarians under Hunyadi in Kosovo (the second battle on the Alps field after 1389).Mehmed II finally ascended to the throne in 1451 and immediately prepared for the conquest of Constantinople, the “Golden Apple” (among the Ottomans, the Golden Apple held great mythical significance and was regarded as a goal and blessing for all, later Vienna adopted this name). This event is often seen as a turning point in history, the end of the Byzantine Empire and the end of the Middle Ages.In fact, Byzantium had little power at that time, and its territory was limited to just the area of Constantinople—although it was important. Byzantium was also a source of concern for Mehmed, because it supported Orhan, an Ottoman claimant to the throne. In the case of “the false” Mustafa, a similar behavior led to civil war. Constantinople fell after a 54-day siege on May 29, 1453.Following the usual looting during this period, the city became the new capital of the Ottoman Empire. Efforts were made to persuade the existing population—such as Greeks and Jews—to stay and settle there. The Hagia Sophia was turned into the mosque Ayasofia. As the last remnants of Byzantine statehood, the Kingdom of Trebizond and the Morea (Peloponnese) were conquered in 1460. In the Balkans, the Ottomans faced greater challenges. In 1456, Hunyadi prevented the conquest of Belgrade and secured Hungary's independence for the next seventy years. However, by 1459, Mehmed had conquered the Peloponnese and the rest of Serbia. In 1470, Albania joined, and in 1475, the Crimean Peninsula was added. 1481, Bayezid II ascended to the throne, at a time when the empire's expansionist desires were diminished. His brother Cem played a role in this, having first been placed as a hostage by the Knights of St. John and later by the Pope against him. Bayezid himself was deposed by his son Selim in 1512 and likely poisoned. Selim continued the conquests mainly in the east. In 1514, a victory was achieved over the Safavids in Persia, and in 1516, against Syria.Finally, in 1516/17, the Mamluk Empire in Egypt was destroyed. As a result, the Ottoman Empire took over the protectorate over the holy cities of Mecca and Medina (i.e., protecting the pilgrimage routes and providing for the cities), and the Ottoman Sultan received the title of Caliph, granting him sole dominance within the Islamic cultural sphere. Magnificent Süleyman The era of Suleiman I (1520–1566) can be considered the peak of the Ottoman Empire’s power. In Ottoman and Turkish historical records, he was given the title “Kānūnī” (“the Lawgiver”) due to his legal code regarding land and financial administration. In Europe, he is known as “the Magnificent.” He is also regarded as one of the most significant patrons of art among Ottoman rulers.Under his rule were the architectural masterpieces of Mimar Sinan. Through many military campaigns, Suleiman expanded the empire towards the west, east, and southeast. In 1521, he captured Belgrade within just 3 weeks. The fortress was considered the strongest in the Balkans at that time. In 1522, he landed his troops on Rhodes and seized the fortress in December 1522. He starved the defenders until they were exhausted and surrendered. Four years later, the fate of Hungary was sealed in the Battle of Mohács, where Louis II was killed.Although the Ottoman army withdrew temporarily by the end of the year, there was a dispute over the succession to the throne between Habsburg Ferdinand I and Hungary’s John Zápolya, who sought help from the Ottomans. In the end, Western Hungary fell under Austrian rule, while Zápolya was recognized as king of Restungarn under Ottoman suzerainty in the Great Warthein Peace.After his death in 1540, the Ottoman Empire occupied the middle third of former Hungary and allowed Zapolyas' son to rule over Transylvania. Suleiman also wanted to conquer Malta, but the Knights of St. John defeated the invading forces. Meanwhile, Suleiman I used this opportunity in 1529 to besiege Vienna for the first time, but it was not successful. After only 19 days, Suleiman I was forced to abandon the siege due to an early winter. Nevertheless, Austria became permanently subject to tribute as a result of this conflict. Through three campaigns against the Safavids, the Ottoman Empire was able to finally conquer the eastern part of Anatolia.There were expansions on other fronts as well: 1534 in Mesopotamia with Baghdad, 1534 in Azerbaijan, 1540 parts of Dalmatia, 1547 large areas of Yemen. In 1566, the Ottoman troops once again launched an expedition to Hungary. Suleiman I died in the camp near Szigetvár. On his deathbed, he ordered his generals to retreat in an orderly manner in order to ensure a proper succession to the throne. Suleiman’s reign also fostered closer relations with European powers. In 1536, the first so-called treaty with France was signed, which established free trade and granted France judicial authority over its subjects within the Ottoman Empire. The Beginning of the Decline On the naval battle of Lepanto on October 7, 1571, the Christian powers led by Spain and Venice achieved their first victory by nearly completely destroying the Ottoman fleet. However, the political consequences were minimal, as the Christian alliance soon broke up, and the Ottomans were able to rebuild their fleet entirely a year later. However, the conflict at Lepanto led to a reallocation of influence spheres in the Mediterranean. The Turks now limited their dominance to the eastern region, for example by conquering Cyprus and Crete, while Spanish, Maltese, and Italian fleets divided the western Mediterranean.In 1683, the Ottoman Empire made another attempt to conquer Vienna (see the Second Turkish Campaign). However, what had not been successful 150 years earlier during the height of the Ottoman Empire, now became a disaster and a turning point in the conflict with European states during Kara Mustafa’s campaign against Jan III. Sobieski of Poland.After this defeat made the military weaknesses of the Ottomans evident, a Holy Alliance initiated by the Pope—comprising Habsburg, Venice, and Poland—launched an attack on the Ottoman Empire from several fronts the following year. In several heavy defeats at Slankamen (1691), Mohács (1687), and Senta (1697), the losses of Hungary, Dalmatia, Podolia, and the Peloponnese had to be recorded in the Peace of Karlowitz.As a new opponent at the northern border, Russia came into play. An important goal of Tsar Peter I was access to the Black Sea, which he obtained in 1695 with Asow. In 1699, the Ottoman Empire had to return Podolien to Poland-Lithuania. The external difficulties led to internal problems. In 1687, Mehmed IV was deposed due to military defeats. In 1703, the bloody "Edirne Incident" occurred, in which rebels murdered Sheikh-ul-Islam Feyzullah Efendi and overthrew Sultan Mustafa II. Although the Ottoman Empire was increasingly defensive, it remained highly military powerful. In 1711, the Sultan’s army encircled the Russian army at the Pruth River, after the Ottoman Empire entered the war at the request of the fleeing Swedish King Charles XII. During the subsequent negotiations, Peter the Great was forced to cede the Asow region to the Ottomans.After the Moldovan Voivode Dimitrie Cantemir fled to Russia, the Ottomans occupied the Hospodar positions in Moldova and Wallachia until the mid-19th century, with Greeks from the Panagia district in Constantinople. These Greeks had long played an important role as translators in politics. In the Transdanubian principalities, this period is referred to as the Phanariot rule. They were also successful against Venice and regained the Peloponnese in 1715. Because the Crimean Tatars threatened Ukraine through their raids, Russia, in alliance with Austria, launched a war against the Ottoman Empire in 1736. The Russians invaded Crimea and significantly weakened the Ottoman vassals. Under the leadership of Burkhard Christoph von Münnich, the Russian army defeated the Turks at Otschakow and Stavutsyany and captured the important fortress of Chotin.The Austrians suffered a defeat against the Turks. Under the Belgrade Peace Treaty, they were forced to return North Serbia and small Wallachia to the Ottomans. Russia gained control of Asow. An important factor in this war was that the Ottomans had modernized their artillery with French advisors such as Ahmed Pasha and Count de Bonneval. Overall, during these expensive and costly wars over the past three decades, there was no significant change in territory.Next followed a relatively long period of peace. Russian-Ottoman Wars During the 1768–1774 Russo-Turkish War, the Ottoman Empire finally realized that it had lost its status as a great power. In 1770, Russia moved its fleet from the Baltic Sea to the Mediterranean and destroyed the Ottoman fleet anchored near Çeşme.Under the Treaty of Küçük Kaynarca, the Ottomans were forced to grant independence to the Crimean Khanate (although it later became a Russian province after just a few years); parts of the North Caucasus came under Russian control, while Bukovina was assigned to Austria. Neither side had the intention to keep this issue going for long. Catherine the Great proposed what is known as the “Greek Project,” in which the Byzantine Empire would be revived as a Russian vassal, and the remaining parts of the Ottoman Empire would be divided among Austria, Venice, and Russia. However, these allies showed little interest in this proposal.In 1783, Russia annexed Crimea and began its economic development there. The Ottomans, who were already eager to recover from their losses from the previous war, declared war on Russia in the same year after various disputes. However, after initial successes by the Black Sea Fleet, they had to accept further territorial losses in the 1792 Jassy Peace Treaty, including areas between the Dnieper and Bug rivers. Reforms Selim III learned from his defeats and implemented comprehensive reforms in administration and the military. Alongside the Janissaries, he tried to establish a new army called the nizam-ı cedid with the help of European advisors. However, his plan to gradually replace the Janissaries with this new force led to rebellions, which culminated in his deposition in 1807. Dramatic events followed. His cousin Bayraktar Mustafa marched with his troops into Constantinople and planned to put Selim back in charge as Sultan. However, he arrived too late, as Selim had already been strangled. All he could do was replace Mustafa IV, who was appointed by the Janissaries, with Mahmud II, who had barely escaped an assassination attempt. Mahmud appointed Bayraktar Mustafa as Grand Vizier and pursued a reformist policy, avoiding direct conflict with the Janissaries.Already next year, uprisings occurred again. To prevent him from being overthrown in favor of Mustafa once more, Mahmud had his brother murdered. The distressed Grand Vizier blew himself up inside a powder magazine.The Sick Man at the Bosphorus In Egypt, the governor Muhammad Ali Pasha gradually seized power and systematically eliminated the influential Mamluk emirs. Thanks to reforms, Egypt soon became superior to the center in Istanbul in many aspects. Muhammad Ali established the Qedive dynasty, which ended only in the mid-20th century. After the Ottoman Sultan Mahmud II...They refused to appoint Muhammad Ali Pasha as a governor in Syria. In 1831, Egyptian troops under Ibrahim Pasha occupied Palestine and Syria. After several victories over the Ottomans at Homs and Konya in 1832, they advanced into Anatolia. In 1838, the Ottoman Empire felt strong enough to resume the battle against the Egyptian troops under Ibrahim Pasha in Syria.However, the Egyptian troops defeated the Ottoman army under Hafiz Pasha in the Battle of Nisibis on June 24, 1839. The future German Field Marshal Helmuth von Moltke participated in this battle as a military advisor to the Turkish army. It was only through the intervention of Britain, Russia, Prussia, and Austria (1840) that Muhammad Ali Pasha was forced to evacuate Syria and Palestine in 1841. A problem faced by the Ottomans throughout the entire 19th century was the nationalism of the states they occupied. Initially, the Serbs rose up in 1804; by 1830, they gained considerable autonomy. The Phanariot rule over the Danube Principalities also ended in 1826. In the 1820s, the independence movement in Greece, supported by some Europeans, gained momentum. A significant Ottoman issue at that time was the influential Greeks in the administration, who sometimes sympathized with the independence movement. During the 1826 war, Mahmud was forced to call in the troops of the hated Muhammad Ali Pasha of Egypt for assistance.Nevertheless, the Ottoman Empire was forced to grant Greece independence in 1830. This example demonstrated how the Ottoman Empire, which was mocked by the media of that time as the "Sick Man of the Bosphorus," became increasingly a pawn in the hands of European powers. Russia saw this as an opportunity to strengthen its influence in Europe, especially to gain access to the Mediterranean and the Balkans. The Ottoman rule in the Balkans seemed at risk, and Russia sought to maintain control over the important straits of the Bosporus and the Dardanelles. In the Balkans, Russia stepped in as a protector of the local Orthodox Christians. Earlier, the Russian Tsar had also tried in vain to win the support of the governments of Austria and Great Britain for a division of the Ottoman Empire.England and France, however, stood against this Russian expansion. They did not want key positions to fall into Russian hands, and they supported the Ottomans in order to maintain the status quo and thus secure their own power in Southeast Europe at the Ottoman borders. In the so-calledRegarding the Oriental issues concerning the existence or non-existence of the Ottoman Empire, they believed that the Ottoman Empire, which still had a vast territory at that time, must be preserved. Its collapse would have created a power vacuum. For Great Britain, which was the most important trading partner of the Ottoman Empire at that time, it was also important to control the routes to India and prevent Russia’s attempts to dominate Asia (The Great Game).This led to alliances re-forming based on different circumstances. During the Crimean War (1853–1856), triggered by Russia’s occupation of the Principalities of Wallachia and Moldova, England, France, and later Piedmont-Sardinia fought on the Ottoman side. In the Peace of Paris, a portion of southern Bessarabia, which was gained by Russia in 1812, in the area of the Danube estuary (about a quarter of the total area), returned to the Principality of Moldova along with the districts of Cahul, Bolhrad, and Ismail. This Moldova became an autonomous state under the suzerainty of the Porte, and the Black Sea was demilitarized. At the same time, the territorial independence and inviolability of the Ottoman Empire were guaranteed.Tanzimat A new reform period (1838–1876) began, closely associated with the names of the Grand Viziers Mustafa Reşid Pascha, later Ali Pascha, and Fuad Pascha. These measures were known as “Tanzimat-ı Hayriye” (Beneficial Reorganization) and occurred during the reigns of Abdülmecid and Abdülaziz. They placed non-Muslims in the empire on the same level as Muslims, introduced a new justice system, reorganized the tax system, established a mandatory service obligation in the army, and over the following decades, they also abolished tax leases. The deteriorating state finances led to a bankruptcy declaration on April 13, 1876.The most important reform documents in this context were the "Hatt-ı Sherif" (Imperial Decree of Gülhane) of 1839, the "Hatt-ı Hümayun" of 1856, and the Constitution of 1876. These documents gradually and with limitations introduced equality and equal treatment for all subjects regardless of their religion (in 1839, these were described as "within the framework of legal regulations"). With the reforms demanded by the powers, coupled with industrial backwardness, economic problems became increasingly prevalent. In the trade agreements known as “Kapitulationen,” the market in the Ottoman Empire was opened to Europeans, and import tariffs were lower than export tariffs. Due to the lack of competitiveness of Ottoman craftsmanship, the Ottoman Empire became an exporter of raw materials and an importer of European goods.Meanwhile, the unrest in the Balkans continued unabated. After a war against Serbia in 1876, an international conference was convened in Istanbul, which concluded with the Peace of San Stefano. This agreement discussed, among other things, the future of the Balkans. To demonstrate his willingness to reform, Abdulhamid II, who came to power through a coup, announced a constitution that would introduce a parliamentary system.An important role in their design was played by Grand Vizier Midhat Pasha. As a result of the conference, the powers proposed autonomy for both two provinces in Bulgarian territory and Bosnia and Herzegovina. When the Ottoman Empire rejected this, Russia declared war, occupied the entire European part of Turkey, and advanced towards Istanbul. Since the other European powers saw their interests being threatened again and a war across Europe was imminent, the Berlin Conference was organized in 1878, with Bismarck as its main initiator. Here, Serbia and Montenegro gained their independence, and Walachia and Moldova, which had previously been governed jointly, joined together to form the independent state of Romania. The Berlin Conference was finalized by the Berlin Treaty, among other things...Several articles of the San Stefano Peace Treaty were revised in such a way that Russian influence over the Ottoman Empire was expanded to include the influence of all European powers over the empire.In domestic politics, Abdulhamid II reversed his government reforms. Midhat Pasha was dismissed from office, and the parliament was dissolved. Abdulhamid’s reign was characterized by despotism and tyranny, and as Sultan, he actually held sole power. Financially, the Ottoman Empire became completely dependent on European powers.After the state bankruptcy was declared, the public debt took over a significant portion of financial administration. European capital could flow into the state without hindrance. Their interests focused on raw material sources in Iraq, as well as major projects such as the Baghdad railway line. In doing so, the German Empire became a good partner for the Ottoman Empire, at least since the Berlin Conference. At the beginning of the 20th century, internal opposition forces once again grew strong, particularly the Young Turks movement, which originated mainly in Salonika. In 1908, due to the threat from rebel troops, the constitution had to be reinstated. The Movement of Young Turks The confusion was exploited by Bulgaria to establish an independent state along with the Eastern Rumeliya. Bosnia and Herzegovina was annexed by Austria-Hungary, which had actually been incorporated since 1878 but were only nominally Turkish (Bosnian Annexation Crisis). The massive territorial losses burdened the reactionary forces of the Young Turkish leadership, who attempted a coup in 1909.As a result of this failure, Abdulhamid was replaced by his brother Mehmed V. (Mehmed Reşat). From then on, the sultan essentially had only a ceremonial role, while government affairs were handled by the Grand Vizier. This latter figure was appointed under the significant influence of the Young Turks. A revised constitution established a parliamentary system. The Young Turks pursued a reformist course, but this was hindered by the tense foreign policy situation. A significant element of their policy was Turkish nationalism. For example, the Turkish language was introduced as the official language in the Arab provinces. In subsequent wars, the government lost the support of the population in non-Turkish regions. The decade of the Young Turk government was marked by a series of severe wars. First, Tripoli was lost to Italy in 1911. During the First Balkan War, Albania, Bulgaria, Serbia, Greece, and Montenegro formed the Balkan League in 1912 against the Ottoman Empire, which consequently lost almost all its European territories, including the city of Edirne.Just a little over a month later, Bulgaria attacked its former allies (the Second Balkan War), who were supported by the Ottomans. After Bulgaria's defeat, the border lines were established in the Bucharest and Istanbul treaties in the same way they still exist between Bulgaria and Turkey today. World War I and Its Impacts During the First World War, which began in 1914, people initially tried to stay out of the fighting by adopting a "armed neutrality." Many realized that they would need to rely on a major power in order to be able to resist militarily. Traditionally, they often cooperated with the German Empire (especially due to the Baghdad Railway project), but there were also close relationships and frequent trade with the Allied powers.At the insistence of Enver Pasha, a military alliance was finally formed with Germany and Austria-Hungary, although this issue was controversial within the cabinet. The Ottoman Empire viewed World War I as an opportunity to reclaim lost territories in the Balkans, pursue expansionist goals toward the Caucasus and Central Asia, and prevent the Armenian reform issue. The Armenian reform issue was another dimension of the Eastern Question, meaning that Western powers and Russia could intervene in the Ottoman Empire at any time under the pretext of controlling reforms for the benefit of the Armenians. The goal of these interventions was ultimately the division of the empire.[1][2]The Ottoman leadership during the war (the Young Turkish Party Ittihad ve Terakki) announced the Agreement of February 8, 1914, shortly after joining the war.[3]. During World War I, on September 5, 1916, the Ottoman leadership cancelled all further agreements and treaties that involved international intervention.These included the Paris Treaty (1856), the Berlin Treaty (1878), and the London Declaration (1871).[4] On April 24, 1915, the Ottoman government ordered the arrest and deportation of Armenian civilians in Istanbul. Their anti-Armenian policy led to the murder of approximately 600,000 to 1.5 million Armenians. About two-thirds of the Armenians living under the Ottoman Empire died as a result of these deportations. (See also: Genocide of Armenians) The consequences of the war were catastrophic. In Arabia, there was nothing to counter the British forces. As early as 1916, the Emir of Mecca, Hussein Ibn Ali, abandoned Ottoman rule and declared himself King of Arabia. He was eventually recognized as King of Hedjaz, while the rest of the empire was divided into spheres of interest according to the Sykes-Picot Agreement.In 1917, a part of Palestine was promised in the Balfour Declaration as a “national home” for Jews, without consultation with the people living there (mostly Palestinians). Due to the October Revolution in Russia, this territory withdrew from the war through the Treaty of Brest-Litovsk. However, the victorious powers occupied much of the former Ottoman Empire in November 1918.The Young Turkish "Triumvirate" composed of Cemal Pasha, Talat Pasha, and Enver Pasha was dismissed and fled. After Mehmed V died in the same year, his brother Mehmed VI (Mehmed Vahideddin) took over, but he was completely politically dependent on the victorious powers. After the abolition of the Sultanate in November 1922, he left Istanbul. The Formation of Modern Turkey A resistance movement emerged against the occupation regime. The most prominent figure in this movement was General Mustafa Kemal Pasha (later, Mustafa Kemal was given the title Atatürk ("Father of Turks") by the Turkish Parliament). Soon, the Kemalist movement formed a kind of counter government in the unoccupied areas. In the elections held in December 1919, the liberation movement achieved a two-thirds majority and moved its headquarters to Ankara (now Ankara). In April 1920, the "Great Turkish National Assembly" was established there. The new government maintained good relations with the now Bolshevik Russia and was practically recognized by France, which had authority over southern Central Anatolia. The Sèvres Treaty signed by the High Porte in 1920, which renounced Turkish sovereignty, was not recognized by Ankara. This led to a national liberation war in which Greek troops were repelled from Asia Minor. Most of the Greek civilian population, especially in Smyrna (which later became Turkish İzmir), was displaced.On the Greek side, these events are also referred to as the "Little Asia Catastrophe". The successes of the Kemalists caused a significant loss of prestige for the government of Sultan Mehmed VI. During the negotiations for the 1923 Lausanne Treaty, an delegation from the Kemalists from Ankara was represented this time, which amounted to international recognition. The Lausanne Conference (which began on November 30, 1922) formally included the Istanbul government as well. In order to prevent Turkey from being represented by two governments, the government in Ankara under Mustafa Kemal officially abolished the Sultanate on November 1, 1922. Three days later, the Istanbul government under Ahmed Tevfik Pasha officially resigned. Therefore, November 4, 1922, is the last day of the Ottoman Empire's existence.On October 23, 1923, Ankara was declared the capital city, and on October 29, a republic was officially proclaimed. Mustafa Kemal Pasha became the President of the state, while Ismet Pasha, who later received the surname "Inönü" due to his victories at Inönü, became the Prime Minister of the newly established republic. The last Sultan, Mehmed VI, and all members of the Ottoman dynasty were forced to leave the country forever. Sultans, Grand Viziers, Turkey, Turkish Wars, Byzantine Empire, Islam, Ulama, Provinces, Vilayets.
The region known as Palestine (Kanaan (West Palestine)), Eretz Israel, and Terra Sancta/Holy Land, in Arabic فلسطين Filastīn [filas'tˁiːn] o.Falastīn [falas'tˁiːn], Hebrew: ארץ ישראל Eretz Jisra'el/Land Israel) (referred to as Retenu in ancient Egyptian texts) is located on the southeastern coast of the Mediterranean Sea and roughly includes the territories of Israel with East Jerusalem, the Golan Heights, the Gaza Strip, the West Bank (Palestinian Autonomous Areas), and Jordan.Both for Judaism and for Islam and Christianity, this region holds a special historical and religious significance. Origin and Usage of the Country Name The name Palestine originates from the Philistine people. The island of Crete is commonly referred to as the origin region of the Philists; however, a definitive proof has not been provided to this day. It is believed that some Philists first moved eastward from Crete to the Mediterranean coast with the sea peoples who attacked Egypt in the 12th century BC.Previously, they had attacked various countries along the Asian coast using their ships. Ramses III was able to repel the attacks on Egypt. As a result, the Philistines settled in the coastal area near Gaza. Another group of Philistines moved overland into what would later become the Philistine land. Assyrian texts from the 8th century BC named this region, roughly the present-day Gaza Strip up to Ashkelon, “Palastu”. The Greek historian Herodotus (5th century BCE)…v.) used the term “Syria palaistine” to refer to the entire coastal region between Phoenicia (the Levant, mainly Lebanon), whose southern border it probably extended along the Carmel Mountains, and the area around Gaza, where the city of Kadytis was located (see Herodotus III, 5). The Greek word “Palaistine” became “Palaestina” in Latin. When King Alexander the Great conquered the territory of what is now the Gaza Strip in 332 BC, the history of the Philistines came to an end. From then on, there was no more Philistine kingdom. Emperor Augustus handed over the former Philistine lands to King Herodes, who in turn gave them to his legendary sister Salome, who turned it into a small Jewish coastal province. After the suppression of the third Jewish revolt (the Bar-Kochba Uprising, 132–135 AD), Roman Emperor Hadrian renamed the entire province of Judea after the obsolete name Philistia. He destroyed its capital, Jerusalem, and built Aelia Capitolina on the ruins of the city. His desire and command was for Jerusalem and Judea to be forgotten forever. Therefore, he also refused to continue using the old name of the region of Judea, in order to erase any memory of it. Jews were forbidden from entering the city and its surroundings. They were expelled from their homeland (see Diaspora), and tens of thousands of them were crucified along the roads leading to Jerusalem, which is said to be the reason why the forests around Jerusalem disappeared.In the late Antiquity, some areas east of the Jordan River were also geographically considered part of the Province of Palestine, which was divided into three parts in the 4th century. However, militarily, Palestine remained a single unit. When the Arabs moved from the Arabian Peninsula to this region in 636 AD, they divided the land into "Djunds," which represented military districts. The area that formed the main part of the Roman province of Judea ((Palestine Prima)) was given the Arabic names "Djund Urdun" (Jordan) and "Djund Dimashq" (Damascus). Among the Arabs, the land was ruled alternately by Damascus, Baghdad, and Cairo. The Crusaders called this region Holy Land. Later, it became part of the Ottoman Empire. The name "Palestine" reappears in 1922 as a name for a mandate territory that the British were to manage on behalf of the League of Nations. The adjective "Palestinian" generally refers to ancient Palestine, such as in the term "Palestinian Jews." On the other hand, the word "Palestinian" has since the mid-1970s referred to the modern Arab population of East Jerusalem, Gaza, and the West Bank. Due to political developments after the Six-Day War, this population began to view itself as a distinct nation (e.g., "Palestinian uprising"). For Arabs in Israel, the term "Palestinians" is also only partially used by them themselves.Geosphere Geology Palestine is crossed from north to south by the Jordan River, which is part of the Great African Rift Valley where the African Plate and the Arabian Plate separate from each other. In Earth’s history, the land of the region of Palestine was flooded by the sea multiple times (Transgression) and then restored (Regression). The terrain was alternately influenced by the sea and land.This, along with the separation of the sea above the modern Jordan River valley due to tectonic uplift in the region behind it, led to widespread salt deposits. In the area of the Jordan River valley, several lakes formed; only Lake Lisan remains today, whose remnants are Lake Genesaret and the Dead Sea. Between the Jordan River valley and the Mediterranean plain, the Judean and Samaritan mountains, the Jezreel Plain, and the Galilean mountains were formed from the south.In addition to rock formation and shaping due to various types of sedimentation and tectonic stress, volcanic layers were also formed. Hydrology Water from precipitation on the western side of these mountains flows westward toward the Mediterranean Sea. The Jordan River and its tributaries north of the Sea of Galilee originate from the northern mountains of Hermon, Galilee, and Golan. Its water is still low in salt content there. It flows through the Sea of Galilee. The Jarmuk is the most important tributary of the See, but it receives a larger proportion of water from the Golan Heights. It flows into the Jordan River several kilometers south of Lake Genesareth. A large amount of water is drawn from Lake Genesareth to supply irrigation for the fields in the coastal plain via the National Water Carrier. Approximately 10 kilometers above its mouth, the Jarmuk is also supplied with water to irrigate the Eastern Jordan region through the East-Ghor Canal.Due to the tectonic stress in this region, the rock layers are not completely sealed against each other, but are partially permeable in vertical direction due to numerous fractures, especially in the fracture zone itself. This allows salty water to escape from the permeable rock layers. There may be several generations of these solen. The exact processes of the formation and transport of solen throughout Earth’s history are not fully understood. The geological conditions, as well as the routes and compositions of these waters, vary greatly in different locations and at different times, and are also influenced by human activities.The high pressure causes the saline water to rise upward through the impermeable layers, where it cannot be held back by sufficient pressure from the underlying lighter, saltier groundwater. However, at the fault zone of the trench breach, cold groundwater from deeper groundwater channels meets hot saline water, mixes together through convection, and rises up to the surface.The paths of water vary in length; salty water surfaces again many years later and far away. Saltwater often flows beneath the surface into one of two lakes or the Jordan River. Thus, there are several salt sources along the shore of Lake Genesareth and beneath its surface. By building the “Salt Water Carrier,” which collected water from the known salty springs at the Sea of Galilee and directed it directly into the lower Jordan River, the salt content of the lake was reduced. However, the salt content in the Jordan River below the lake discharge increased dramatically. For a while, this discharge into the lower Jordan River was again greatly reduced.The increased salt content in the Genesaret Lake, compared to its known sources of water, is now primarily caused by unknown saltwater inflows beneath the surface. Further inflow of salty water occurs through groundwater, along riverbeds and tributaries into the lower parts of the Jordan River. The strong evaporation process causes the salt content in the Jordan River to continue increasing as it flows southward.At Allenby Bridge near Jericho, about thirteen kilometers before it flows into the Dead Sea, the salt concentration for summer was reported in 1995 to be between 2 and 4 g/l. In 2004, it was mentioned that up to 11.1 g/l could be found in some areas during spring and summer. The Jordan River flows into the Dead Sea, which has no outflow; instead, it releases water through evaporation, and since its formation, it has accumulated salt. Therefore, the salt concentration in the Dead Sea is approximately 250 g/l.Topography and Climate Based on differences in topography and climate, various large regions can be distinguished: Coastal Plain: Right next to the Mediterranean Sea, there is a sandy area with dunes and marshes. Further east, there is a very fertile land area with dark soil. The climate is Mediterranean, and the winds from the sea bring sufficient moisture. The rivers that run through this area provide water throughout the year in the north, but only during the rainy season in the south. The Mountain Region: To the west of the Jordan River, rainfall decreases significantly from north to south, as the high mountains in Judah prevent clouds from coming from the sea. Therefore, Galilee is the most fertile part of the mountain region. In the central mountain region, terraced farming was practiced even during biblical times. In biblical times, the northern part of the mountain range was still covered by forests, which have now declined significantly due to agricultural use. In the south, the mountain range transitions into the Negev desert. Jordan River Valley: The northern part is also the most fertile here. North of the Sea of Galilee, there was a vast marshland and large forest areas during biblical times. In the lower Jordan Valley, rainfall is no longer sufficient to support these landforms. As the salt content of the Jordan River increases towards the south, salt-tolerant trees such as the Euphrates willow and tamarisk grow in the southern Jordan Valley. These also occur along tributaries. In the Dead Sea itself, only salt-tolerant plants can survive. Higher plant species obtain nutrients from groundwater and precipitation water, because even at significantly lower salt concentrations than in the Dead Sea, even the most salt-tolerant higher plants cannot survive. The Plateau: To the east of the Jordan River, the climate is semi-arid to arid. The rivers flowing into the Jordan dry up most of the summer. The plateau is characterized by sandstone, which covers the underlying volcanic rock and has led to the formation of sand deserts through erosion. However, occasional tropical flora can be found in the oases along the Dead Sea and the lower Jordan River. History Beginning Since the 3rd millennium BC, city-states have been found in this region. In this fertile half-moon area, routes from three continents met each other. As a result, it became a focal point for religious and cultural influences from Egypt, Syria, Mesopotamia, and Asia Minor. Egyptian Hegemony In the 2nd millennium BC, due to the immigration of Amorites, Hittites, and Hurrians, the Egyptians felt their dominance was threatened and forced these tribes back. These tribes eventually merged into the Canaanite people. Starting from the 12th century BC, Egypt gradually lost its power. New immigrants arrived in the region, including the Israelites according to the Pentateuch (however, due to recent research, such as that of Israeli archaeologists like Israel Finkelstein, they were a native population of the Galilee highlands that was genetically indistinguishable from the Canaanites of the plain), as well as other Semitic nomadic tribes from Mesopotamia, the Sinai, and from The described desert regions (see also the Hebrews/Habiru in Egyptian and Hurrian sources). In addition, there were the Philistines, who primarily inhabited the southern coastal areas around Gaza and Ashkelon. However, it is unclear whether the “Philistines” referred to a larger population group.Many researchers now believe that only a few Greek or Cypriot traders settled there, and their distinctive pottery was quickly absorbed into the local inventory.Most archaeologists currently believe that due to the consistency of material culture, there was no significant immigration of Israeli groups during this period. However, this does not rule out earlier migrations. This is especially true for the Aramean tribes (to which the Israelites also belonged), who came from the north, and even earlier, the Amorites from the east. As the earliest linguistically identifiable population group, the Hurrians are considered to be.Pre-state Israel Martin Noth's Amphictyony Theory One of the most important theories about pre-state Israel is Martin Noth’s concept of “Amphictyony”. In his book “The System of the Twelve Tribes of Israel”, he bases his argument on the fact often mentioned in the Bible that pre-state Israel was seen as a unity composed of twelve tribes. Ultimately, this can be attributed to the fact that Jacob, the ancestor of Israel, had twelve sons. Ten of these are considered the ancestors of the twelve tribes of Israel. The ancestors of the last two tribes were, due to the lack of land for the tribe of Levi, children of Jacob (Genesis 46:1–26; 49:1–27 and Numbers 26:5–51). This phenomenon, attested in the Bible, has been compared by Noth with the phenomenon of amphictyony in the Greek world. Noth finds parallels in the number twelve or six.Additionally, the position of a central sanctuary is of great importance to him. He sees this sanctuary in the Ark of the Covenant. Furthermore, he refers to the list in Rosh HaShanah 10:1-5, which intends a specific cycle. Finally, he sees the decisive event in the history of the ancient Israelite Amphictyony in the report from the so-called Landtag of Sichem. This includes the expansion from six to twelve tribes with the adoption of the faith in JHWH.Critique of the Thesis There have been numerous criticisms of this thesis throughout the history of research. The following questions arise: Can a historical phenomenon of a specific region of life and culture be used as an analogy at all? Isn't there a name for the ancient Israeli tribe association? Can the mobile charger be understood as a central sacred shrine? Was was the tribe alliance the reference size for the judges, or were it rather the cities and their area of influence? The Theory of the Segmented Society As an alternative, the theory of segmented society is proposed. This theory was primarily developed by the ethnosociologist Christian Sigrist (*1935) in his book “Regulierte Anarchie” (1967/1994, third edition, 2005; fourth edition), who expands and reexamines the theories of sociologist Émile Durkheim regarding segmented societies.He compares the society of pre-state Israel with the social structure of African tribes observed during the British colonial period. What is crucial for this society is the absence of a central authority. It is organized around tribal groups that stand on equal footing and together form the society. In this case, historical awareness plays a decisive and constitutive role.It is particularly the importance of kinship relationships that binds the societies of Africa and pre-state Israel together remarkably. However, this hypothesis risks ignoring the written sources. Conclusion It seems that a synthesis of several theories, as proposed by Schäfer-Lichtenberger, is more plausible. However, it is important to assume that the unified consciousness of Israel, which must be assumed for the pre-state period, has a significant religious component, closely linked to a commitment to a universally binding law. It must be strongly doubted that a uniform consciousness as described primarily by the Pentateuch actually existed in such early times. The song of Deborah in the Book of Judges, written in very ancient Hebrew, which is certainly considered one of the oldest parts of the Bible, also provides other tribal names that include more than the 12 tribes. In addition, tribes that emerged later in the 12 tribes were depicted as being closely related in terms of ancestry and religion—such as the Kenites, Edomites, and Midianites. Therefore, the ideology of unity, especially that of the Pentateuch, is considered by historians to be a creation from the 7th century BC.Especially after the destruction of the Kingdom of Israel by the Assyrians, the Kingdom of Judah, which was spared from conquest for now, tried to present itself as the legitimate successor to all Israelite tribes. Accordingly, a stable order existed among all tribes several centuries ago within a unified kingdom under the leadership of the ancestors of the Kingdom of Judah—David and Solomon—and through the joint escape from Egypt by Moses.Where necessary, different traditions from the previously more powerful Kingdom of Israel have been adopted, expanded, and shortened, and reinterpreted for the purpose of their own legitimacy.This is clearly expressed in the position of the Central Sanctuary in Jerusalem, which was actually established only under King Josiah. Before that, according to the Bible, sacrifices were also made locally, mainly on hillsides, in the Kingdom of Judah. It is highly unlikely that people from the Kingdom of Israel, which was much more powerful among the Omrids, recognized a central religious authority in Jerusalem even earlier. Instead, in addition to tribal shrines, various central temples attracted worshippers beyond tribal boundaries. Along with Yahweh, other gods such as Baal and Ashur were also worshipped, and sacrifices were offered to them.The report from the 12 tribes is therefore considered an etiological myth, which was typical in ancient Greece as well. It served to explain the unity and dependence of the population, as well as the common origin of the nation. The number twelve is attributed magical significance (see, for example)12 times 40 years (=1 generation)=480 years, just as appears in other year references in the Bible, behind which both real relationships and constructed or assumed connections lie. The "12 Kings of the Sea Peoples" The term "12 Kings of the Sea Lands" is frequently mentioned in the inscriptions of Ashurbanipal and Asharhaddon. Under this collective designation, countries such as Edom, Moab, and Judah are also referred to. The "12 Kings of the Sea Lands" formed alliances to fight, among other things, against Assyrian dominance. The Jewish Kingdom of Israel The written primary source for the history of Palestine is the Hebrew Bible, which was likely created in its essential parts during the “Babylonian Exile” of the Hebrew elite in Babylon in the 6th century BCE. An early significant collection and compilation of these texts probably took place in the 8th century after the Assyrians conquered the Kingdom of Israel.Their accounts are disputed among historians in detail. Apart from internal contradictions (e.g., different accounts of conquests in the Book of Joshua and the Book of Judges), many of today’s extensive archaeological findings do not match the reports in the Bible. This does not mean that the stories of Adam, Noah, Abraham, Moses, David, and Solomon were completely fabricated.Rather, they represent interpretations of existing conditions at the time when the stories were written, and those interpretations were deemed the most plausible and understandable according to the views of that era (and thus also meaningful). Therefore, especially the tribal registers do not literally represent the actual ancestry, but rather reflect how strongly the Israelites felt related to other peoples, and why such strong animosity can exist among different groups. Here, also completely incomprehensible archaic local customs, impressive ruins of ancient cities (such as Jericho, Ai, Hazor), natural phenomena (the history of Sodom and Gomorrah), and other originally unrelated individual stories were woven together into a meaningful whole. Corresponding myth formations can also be found in other regions of the world (such as(known among the Greeks and in Roman early history), where the historical authenticity of Hercules and Romulus is now clearly questioned by competent historians. Nevertheless, these stories are important for understanding the self-understanding of these peoples. In addition to the Bible, more and more non-biblical evidence (such as the Moabite Mesha Stele) is also available. These provide insights into actual events, alongside purely archaeological findings and scientific-technical discoveries. Thus, the tribes of Israel likely settled in this area around 1800–1700 BCE (see the history of Abraham, slavery in Egypt, and their liberation by Moses up to 1270 BCE). After the book of Joshua in the Bible, Joshua conquered parts of what was then known as Canaan around 1200 BCE. At that time, it was clearly located chronologically within Egypt's territory – in the Sinai Peninsula and in the south, it was on Egyptian soil. A migration from Egypt to a country dominated by Egyptians doesn't make any sense. However, the "Egyptian Yoch" might refer to a later, unclear memory of a former Egyptian rule. Additionally, it is possible that small groups of Israelites were active near the Nile earlier (Joseph's legend), especially during the Hyksos period.Most modern research today assumes that a return migration of Israelites to Canaan was highly unlikely. Some scholars believe the biblical account of the Exodus and land conquest is a literary fiction. Many of the cities described in the Torah’s narratives were already in ruins by the time described, or did not exist at all (e.g., Jericho). The archaeological findings suggest that the Israelites were indigenous Bedouin tribes who took advantage of the weakened period of the Kananite cities that were strong during the Bronze Age in the plains and Egypt around 1200, and successively seized the existing settlements, provided those had not already been abandoned.The historicity of biblical references is currently doubted by a large portion of scholars. However, it is hardly disputed that the biblical texts indeed contain ancient material or are based on such material. Therefore, they remain interesting to historians. It is however unclear to what extent the narratives from centuries when the accounts were passed down orally were still containing reliable material when they were written down—especially since many parts of the Old Testament were later deliberately altered by priests, and thus likely provide more information about their time of composition than about the events they purport to describe.According to these late reports, the Israelites organized themselves as a loose alliance of 12 tribes around a tribal sanctuary. During times of danger, the tribes were obligated to help each other under the leadership of a judge (Book of Judges). These judges were occasionally appointed charismatic leaders. It was believed that God would assign a person with special abilities (anointed) during times of crisis to assist the people.Its power was not based on origin, like that of tribal leaders, nor hereditary, but relied on personal persuasive ability. The Hebrew word *schofet*, which is traditionally translated as “judge,” actually means “one who helps with justice.” This does not necessarily refer to legal activities. However, the battle against the Philistines proved particularly difficult. These people had formed a confederation consisting of five city-states along the southern Mediterranean coast and invaded the interior from there. They were better organized militarily and already used iron weapons, resulting in a heavy defeat for the Israelites around 1050 BC.The threat from the Philistines prompted the Israeli tribes, according to the Bible, to unite under a charismatic leader as a king. Saul was the first king mentioned by name in the biblical account of the legendary United Kingdom. He was able to resist the Philistines for a time, but was ultimately defeated by them. His successor, David, defeated the Philistines around 1000 BC and seized Saul’s throne. According to the Bible, Israel’s rise and the weakness of the neighboring kingdoms allowed David to establish a large, independent state. He moved its capital to Jerusalem.During the conquest by the Israelites, Jerusalem was an old village—already mentioned in the Amarna Letters from the time of Pharaoh Ahmose-Neferkhepsue—but insignificant, with a few hundred Jebusite inhabitants and an area of about two hectares on a hill south of today’s Temple Hill, at the border between Judah and Israel. According to the Bible, during the time of David, Jerusalem became the cultural center of the Jews and the place where the Ark of the Covenant was kept.To what extent the size and power of this empire were exaggerated in later traditions is a subject of scientific discussion. According to the Bible, David’s empire was believed to be about four times larger than modern Israel. However, according to archaeological findings, it was more likely a small tribal territory with its center in Jerusalem.The much more important cities and city-states in the North and along the coast probably never fell under Jerusalem's dominance.Under the rule of Solomon’s son and successor, King Solomon, the land enjoyed a period of peace and prosperity. A first temple of Yahweh was built on the site of a former Jehobian shrine. After Solomon died in 922 BC, the northern tribes refused to recognize Solomon’s son as the new king. Thus, the empire seems to have split again.The Kingdom of Israel in the north, with its main sanctuary at Shikhem, which held a far more credible position than Jerusalem as the central sanctuary of the Israelites, experienced a significant rise due to the political weakness of the Egyptian and Assyrian empires under the Omride dynasty. In contrast, Judah in the south remained so insignificant that Assyria even did not mention it on its victory stele and left it undisturbed for now. The surrounding kingdoms grew stronger and began to expand again. Especially Assyria started attacking wealthy cities in the north at the end of the 8th century. After 200 years of prosperity between 722 and 721 BC, it conquered the Northern Kingdom of Israel. A large portion of the population was deported to the Euphrates River and settled as Assyrians, a practice also used by Assyria in other conquered territories.The population was from then on referred to as Samaritan Samaria according to its capital city. Jerusalem in the Kingdom of Judah was able to grow significantly later on. As the power of the Assyrians declined, an opportunity arose for the city to reunite the land under the ideological leadership of the priestly class of Jahwah and King Josiah.There were strong efforts to unite the diverse population groups and tribes through ancient traditions and to commit them to the Israeli past, but this was only partially successful. During this time, the Biblical texts underwent their first comprehensive editing. The old stories and books were compiled together and edited under a national ideology, with the goal of creating a unified Kingdom of Israel. This was only partially achieved.After more than 100 years, Babylon grew into a major power and tried to challenge Jerusalem's authority. The Kingdom of Judah was conquered by the Babylonians under Nebuchadnezzar II in 586 BC, and its population was exiled to Babylon. Jerusalem was destroyed, and many Jews living there—especially from the upper class—were banished. However, the Jews in the Babylonian exile were able to preserve their national and religious identity.Here lies the root of Judaism, in contrast to the synagogue of the Phariseeish Jewish community, which was established instead of the lost Temple. This is different from the Sadducean office of High Priest for the elite, which is now tied to the Temple. When Cyrus the Great conquered Babylon in 539 BC, he allowed the Jews to return to Judea and granted them relative independence.The Jews, as descendants of the Kingdom of Judah, rebuilt the city walls of Jerusalem, the city of David. In doing so, they remained firmly opposed to the Samaritans, who were considered to be mixed with newcomers in the land of the former North Kingdom. However, the Samaritans can most easily be regarded as descendants of the Israelites—though in very small numbers today, and with their own tradition of the Bible, the Samaritan Pentateuch.The other canonical texts of the Jewish Bible, which contain highly Jerusalem-centered polemics against the Northern Kingdom of Israel (such as the Chronicles) and sometimes also against the Samaritans themselves (especially books like Ezekiel and Nehemiah), are not recognized as being inspired by God. Hellenistic Rule In the year 332 BC, Alexander the Great took control of this region without encountering significant resistance. He assigned generals to complete the conquest, which also formed the foundation for the Hellenistic rule. After Alexander's death (323 BC), the land was engulfed in wars over succession and changed hands several times. In 301 BC, it fell to Ptolemy I of Egypt and remained under his rule until 200 BC.During the Ptolemaic rule, however, this was not unchallenged. The Seleucids, another Macedonian dynasty, also made claims. One effect of the Hellenistic rule was the change in the ethnic composition of the population. Before the country was conquered, Jews, Phoenicians, Samaritans, Edomites, and Nabataeans lived in their traditional territories. The interior of the country was mostly inhabited by Jews and Samaritans, the northern coastal plain by Phoenicians, the south by Nabataeans, who had pushed the Edomites a little further north. In addition, there were Greek (Macedonian) occupiers who settled here.The Hellenistic culture particularly influenced life in cities that adopted the social practices of the polis. The Phoenicians adapted most closely to this. In contrast, the interior regions largely retained their Semitic character. Although the Ptolemaic occupation imposed high taxes, it did not allow for rampant exploitation and slavery of the locals. During this period, the region benefited from the economic prosperity experienced by the Ptolemaic Empire. Trade relations expanded, and new methods were introduced in agriculture. In the 2nd century BC, however, the Jews rebelled under the leadership of the Maccabees against the Seleucids. Between 141 BC and 63 BC, they established an independent Jewish state, until the land was conquered by Pompey for Rome and became a Roman province ruled by Jewish kings. Roman Rule Two major Jewish uprisings were suppressed despite all efforts between the years 66–73 and 132–135 AD. After the second uprising, many Jews were killed or sold as slaves. The Temple in Jerusalem was destroyed by the Romans in 70 AD, and for most Jews, the diaspora began. Tens of thousands of Jews were crucified along the streets of Jerusalem, and the forests around the city were cut down. Judea was renamed Syria Palaestina by the Romans, in order to break the connection between the Jews and this region, as well as to erase the memory of the Jewish kingdom.Palestine gained new significance when Roman Emperor Constantine I declared Christianity a religiousio relicita (= equal religion) in 313. His mother Helena visited Jerusalem, and Palestine, the Holy Land of Christians, was promoted as the Christianization of the Roman Empire progressed further. The late Antique period was, overall, a kind of “Golden Age” for Palestine—marked by prosperity, security, and cultural flourishing. However, in 529, a major rebellion occurred in Samaria, which Emperor Justinian I suppressed in bloodshed. By this time, most of the population had already been Christianized.The (ancient) Roman rule was interrupted by a Persian occupation (614-629), and finally ended when Muslim Arabs invaded Palestine and captured Jerusalem in 638.Islamization In the year 638, Jerusalem was conquered by the army of the second Caliph Umar ibn al-Chattab. In 691, Muslims built the Dome of the Rock on the Temple Mount. From this point on, there was a Muslim presence in Palestine alongside Jewish and Christian communities. However, the Muslim religion was not imposed on the population. It took over 100 years for the majority of people to convert to Islam. This region benefited from the Empire's trade and its religious significance during the first Umayyad caliphate in Damascus. At this time, Arab conquests reached their peak. After the Abbasids chose Baghdad as their political center in 762, the importance of Palestine diminished.This region was a frequent battleground and was ruled by the Seljuks, Fatimids (see Caliphate), and European Crusaders. However, Palestine also benefited from the achievements of the Muslim world during its golden age of science, art, philosophy, and literature. It was only under the Mamluks that further development in Palestine ceased. With the start of the Crusades and the establishment of Crusader states in 1099, the conflict between Islam and the successor states of the Western Roman Empire was brought to Palestine. Ottoman Rule The Ottoman Turks defeated the Mamluks in 1516 and ruled Palestine for 400 years with brief interruptions. The land was divided into various districts. Large amounts of autonomy were granted to Christian and Jewish communities. During the 16th century, Palestine experienced a revival until the fall of the Ottoman Empire in the 17th century. During this period of Ottoman rule, Palestine had a sparse population and its economy remained stagnant. A early project by Joseph Nasi, an advisor to the Ottoman Sultan Suleiman the Magnificent, aimed to re populate the area around Tiberias with European Jews starting in 1561. However, it became difficult due to economic reasons, and it failed completely during the war between Venice and the Ottomans. At the beginning of the 19th century, between 275,000 and 300,000 people lived in the country.90% of them were Muslim Arabs, 7,000 to 10,000 Jews, and 20,000 to 30,000 Christian Arabs. Between 1831 and 1840, Muhammad Ali Pasha (Turkish: Mehmed Ali), the Vice King and founder of modern Egypt, expanded his rule over Syria.1881, at the beginning of Jewish immigration, 457,000 people lived in Palestine. 400,000 were Muslims, 13,000–20,000 Jews, and 42,000 – mostly Greek Orthodox Christians. Additionally, there were several thousand Jews who lived permanently in Palestine but were not Ottoman citizens. The Jews living in this country (the old Yishuv), both Sephardic and Ashkenazi, were generally Orthodox and very poor; they received support from fellow believers from abroad. The settlement centers were the four holy cities of Jerusalem, Hebron, Safed, and Tiberias. Approximately one-third of the population lived in these cities at that time. Jerusalem had 30,000 souls (half of whom were Jews), Gaza 19,000, Jaffa 10,000, and Haifa 6,000.The arrival of the first Jewish immigrants in the 1880s provided a stimulus for the country’s economic development. In the following decades, many other people—including Jews and Arabs—migrated to Palestine for this same reason. Another reason was religious motivation. The Jewish immigrants were not necessarily Zionists.They did not come primarily from Europe, but from Eastern countries. It should also be noted that there were many Arab Jews at that time. At the end of the 19th century, many Jews sought a new home due to increasing antisemitism and pogroms in Europe. The first mass immigration of Jews to Palestine took place around 1882. These immigrants faced poverty, exclusion, persecution, as well as political and religious oppression in their homeland.The largest immigration at this time took place in the New World (approximately 2,885,000 people between 1880-1929). In the year 1897, Theodor Herzl convened the first Zionist Congress in Basel, laying an important foundation for the later establishment of a Jewish state. It was not until the second wave of immigration that the idea of Zionism became significant. In the religious and historical consciousness of the Jews (and, to a lesser extent, in the consciousness of the Occident), Israel always remained the “Holy Land” associated with the Bible and the history of the Jewish people. The needs of the Arab population played little role in this tradition. However, leading Zionists were aware of these issues and sought not only international legitimacy but also an agreement with the Arabs.At that time, when colonial thinking was still prevalent, this region was of great geopolitical and strategic importance to the major powers. In the 19th century, European nations actively sought raw materials and new markets in the Middle East.According to the "Jewish Colonization Association" for the year 1903, in 1898 there were 5,200 Jews in Palestine living in agricultural model settlements (See also "Altneuland", 1904 Issue 11, Page 339). In the early 20th century, many rural residents no longer owned their own land but rented it as tenants. Almost all large landowners (Effendis) were urban nobles; some lived outside the countryside, many in Beirut, Damascus, and Paris. Between 1904 and 1914, the second Aliyah took place. As early as 1909, the first modern Jewish city, Tel Aviv, was established. World War I and the Balfour Declaration Due to the Ottoman Empire's involvement in World War I on the side of the Central Powers, Britain abandoned its policy of preserving the Ottoman Empire as a barrier against Russian expansion. In a correspondence between Hussein ibn Ali (Hedschas) and the British High Commissioner in Egypt, Henry McMahon, it was promised to the Arabs their independence, provided they supported Great Britain in the fight against the Ottomans. In 1916, under the secret Sykes-Picot Agreement with France and Tsarist Russia, an agreement was reached regarding the division of the Ottoman Empire. This agreement was published by the victorious Bolsheviks in 1918.In the Balfour Declaration of 1917, the British government expressed its support for a Jewish homeland in Palestine. With the British victory in World War I, Ottoman rule ended in 1917. General Allenby conquered Southern Palestine from Egypt. After the collapse of the Ottoman Empire, Great Britain and France occupied the territories negotiated under the Sykes-Picot Agreement: France took Lebanon and Syria, while Great Britain obtained Palestine and Iraq.American President Thomas Woodrow Wilson believed that territorial gains resulting from World War I should be prevented as much as possible. However, it was considered that the countries previously controlled by the defeated powers should not be left to themselves. The solution proposed by South African Prime Minister Jan Christiaan Smuts was to establish a mandate over those territories.Palestine, like Syria, belonged to Category A; that is, independence was a medium-term goal. The states were considered relatively developed, but not yet ready for this step. At the League of Nations conference in San Remo in 1920, Palestine was transferred by the victorious powers, Great Britain, as a mandate territory.In 1922, the League of Nations handed over the mandate for Palestine—the area currently occupied by Israel and Jordan—to Great Britain at the Paris Peace Conference. One of the terms of the mandate was that the British were to facilitate the implementation of the Balfour Declaration, in which they had promised on November 2, 1917, to “establish a national home for the Jewish people,” although the boundaries of this home were not specified.To this end, the mandate was given to enable Jewish immigration, to settle Jewish immigrants in a unified manner, and to use the former Ottoman state lands for this purpose.It must be ensured explicitly that “nothing should be done that could prejudice the civil and religious rights of existing non-Jewish communities in Palestine, or the rights and political status of Jews in any other country.”British Authority In 1920, Britain was granted a mandate for Palestine by the San Remo Conference, which also included the territory east of the Jordan River known as Transjordan. This mandate was intended to implement the plan for a national home for the Jewish people on its territory, as stated in the Balfour Declaration. In June 1922, before the mandate came into effect, Winston Churchill divided the mandate area into Palestine west of the Jordan River, where the Jewish homeland was to be established, and Transjordan east of the Jordan River, where an autonomous Arab emirate was established. The official adoption of the mandate by the League of Nations took place on July 24, 1922. The exact delineation of the borders was left to British authority over the mandate.In April 1923, Great Britain officially recognized Emir Abdullah ibn al-Hussein as the legitimate ruler of the autonomous Emirate of Transjordan. Thus, the region of Palestine, where the Jewish homeland was to be established, was finally confined to the area west of the Jordan River. However, until Jordan achieved full independence in 1946, there were unified mandate laws, currency, and passports in the areas of Palestine and Transjordan.The Zionist camp, which originally also intended parts of Eastern Jordan as its base, was divided over the separation of Transjordan from the Mandate territory. The Zionist World Congress was willing to limit itself to the area west of the Jordan River, provided that in exchange, Emir Abdullah would recognize the establishment of a Jewish state in that area.Another group, represented by Vladimir Jabotinsky, rejected this restriction and continued to call for increased settlement in the areas east of the Jordan River.The failed promise of Arab independence turns the previously anti-Ottoman Arab nationalism against the Allied Powers. The increasing number of Jewish immigrants related to the Balfour Declaration is seen by the Arabs as helpers of the new colonizers. Unruhen in April 1920 On May 1, 1919, Lieutenant General Sir Louis Bols announced in Nablus that military administration would be transferred to a civilian administration. This did not sound like the independence promised to the Arabs. Rumors of an international conference where the division of the territories occupied by the Allies was to be discussed also fueled the Arab fear of being deceived. On February 27 and on the 8th In March 1920, anti-British and anti-Jewish demonstrations took place. Some police officers warned of an Arab uprising. During the Nebi-Musa festival in April 1920, Jewish immigrants in Jerusalem protested, due to the tense situation, for permission to defend Jewish settlements themselves.Under the leadership of Hajj Muhammad Amin al-Husaini, who later became known as “Grand Mufti of Jerusalem,” groups of pilgrims celebrating the Feast of the Prophet Musa gathered together. Anti-Jewish riots occurred, during which nine Jews were killed and 22 were seriously injured. Hajj Muhammad Amin al-Husaini was sentenced to ten years in prison in this context. However, a year later, he was pardoned by the British High Commissioner, Lord Herbert Louis Samuel.Viscount Samuel has been released and, with the approval of the newly established British civil government, appointed as the "Grand Mufti" of Palestine. Al-Husainī was not officially appointed; the British governor merely told him that the British would not object if he took the office of his recently deceased half-brother’s desk—as that was the only person who had ever held the title of Grand Mufti.The goal of the Arab majority population was a Arab state across the entire territory with limited (or integrated) Jewish immigration. In this state, Jews should only enjoy limited rights (see Dhimmi). Jewish land purchases should be prohibited. This position is still largely represented by the Palestinian Islamic Hamas organization, which abandoned it by the PLO in 1993. The goals of the Jewish minority were to promote immigration, establish a large Jewish state, and—at that early stage—maintain British mandate. This positive attitude toward British authority changed in the 1930s and 1940s. Between 1924 and 1932, there was the fourth wave of immigration, and from 1933 to 1939, the fifth wave took place, resulting in a significant increase in the Jewish population in Palestine.Arabian Uprising In the following years, unrest occurred repeatedly, putting the British mandate authority under great pressure in some areas and forcing concessions to the Arabs. When the first uprisings started in 1921, Jewish immigration was minimally restricted for the first time. During the major Arab uprising from 1936–1939 that challenged the British, Jewish immigration was completely banned.The issue of restricted immigration, Chaim Weizmann, President of the Zionist Congress, criticized before the Peel Commission as follows: "In this part of the world (Europe), there are 6,000,000 people (...) for whom the world is divided into places where they cannot live and places they cannot enter." Residential Policy As stated in the mandate document, London wanted to promote Jewish immigration without diminishing the rights of Arab residents. This goal was primarily to be achieved through the establishment of well-organized settlements. Jewish settlements and cities such as Tel Aviv emerged alongside the historical settlements of Arabs. It was also important that the director of the British program for agricultural development worked independently of the mandate administration and was under the authority of the British High Commissioner alone. Due to the ongoing distrust between Jewish immigrants and the Arab population, as well as the lack of agreement, the issue of settlement remained problematic.The resilient nature of the Jewish settlement movement, including kibbutzim and moshavim, which became military settlements, originated from this.Peel- and Woodhead Commissions In the year 1937, the British Peel Commission presented a partition plan for the first time. According to the percentage population distribution, Galilee and a coastal area were designated as Jewish territory, while the larger area, including the desert regions, was designated as Arab territory. This proposal was rejected by the Arabs. The Jewish side was divided.The majority, including Golda Meir, rejected the proposal. However, a strong minority led by David Ben Gurion saw this small state as a foundation for future expansion. Quote: “...after we have built up great power, we will eliminate the division of the country and expand across all of Erez Israel.” (Letter to his son); “Agreeing to the partition does not obligate us to give up Transjordan.” (Ben Gurion, Memoirs Vol. 4, p. 151)The country's division was rejected again by the Woodhead Commission, which published the MacDonald White Book in 1939. With this shift, the United Kingdom attempted to win the Arabs as allies against the "Allied Powers." The White Book was rejected by the Jews living in the country, as it demanded the dissolution of combat units such as the Haganah. World War II During World War II, 27,500 Jewish soldiers from Palestine served in the British army. These later became an important part of the Israeli army. Soldiers like Mosche Dajan or Jitzchak Rabin fought, for example, against Syria under the Vichy regime. However, combat operations in Germany were rare. Ben Gurion advocated for the concept of Palestine centralism, believing that Israel was unable to act independently in Europe. At the same time, the Jews tried to encourage illegal immigration, thereby providing a refuge for European Jews. This is because between 1939 and 1944, only 15,000 people were able to immigrate legally.During the war, Arabs largely hoped for Germany’s victory. The most well-known example is the Grand Mufti of Jerusalem, Hadsch Mohammed Amin al-Husseini, who maintained close relations with the German Empire. After fleeing from Palestine in 1937, he participated in a pro-German coup attempt in Iraq in 1941.Since 1941, he served as H.´s personal guest in Germany and participated as an XX-man in establishing Muslim aid forces for the W. and WS in Bosnia. In Egypt as well, there were pro-German efforts, which were supported by Anwar as-Sadat. During the last war years, Ben Gurion tried to improve his connections with the United States, which he saw as a new power in the Middle East, while Chaim Weizmann continued to focus on the United Kingdom. After the Second World War After the end of World War II, the question of Palestine’s future status and Jewish immigration arose again. Earl G. Harrison was tasked with persuading Britain, on behalf of Harry S. Truman, to improve the situation for Jews. However, the British refused and wanted to transfer the mandate to the United States. As a result, the Anglo-American Committee of Inquiry was established. It proposed that at least 100,000 Jews be allowed to enter, that the mandate continue for another 10 years, and that negotiations between Arabs and Jews be initiated. The committee met in several locations and heard many witnesses, including Albert Einstein. Once again, the British demanded the disarming of Jewish militias, including the Haganah, but this was also rejected.The consequence of this policy was a armed uprising by the three largest groups—Hagana, Irgun, and Lechi—against British military targets. Between September 1945 and July 1946, landing strips, barracks, and railway lines were attacked. The leadership of the operations department was under Golda Meir.The Haganah tried every means to strengthen illegal immigration, attacked British radar systems that monitored maritime traffic, and freed refugees from detention camps. The British temporarily detained several 10,000 Holocaust refugees in Cyprus. Leon Uris wrote this into his novel *Exodus*, whose main character, Ari Ben Canaan, is at least partially based on Yitzhak Rabin.In the years 1945 and 1946, terrorist attacks by Jewish underground movements on British facilities in Palestine increased. Police stations and military camps were the preferred targets of these attacks. However, the villages of the Templars in Palestine also became repeatedly targeted. The British administration could no longer tolerate this situation.Therefore, the Palestinian police, along with the British military, planned an operation aimed at weakening the Jewish groups. As a result, the British army began heavy attacks on the Jewish underground movements. At that time, 100,000 soldiers from the British army were stationed in Palestine. Curfews were imposed in the larger cities; the building of the Jewish Agency was searched, and documents were seized.4,000 Jews were arrested, including Moshe Sharet and Yitzchak Rabin. Golda Meir was spared as a woman. Ben Gurion was currently in France. In response, the three major underground organizations planned a terrorist attack on the southern wing of the King David Hotel in Jerusalem, where the headquarters of the United Kingdom were located, with the aim of destroying the seized documents as well.In the last moment, the Haganah retreated, and the Irgun under the later Prime Minister Menachem Begin led the attack alone. 91 people lost their lives during the attack. Since May 1946, Ben Gurion has pursued a new strategy to exert pressure on the USA. After pogroms in Poland, he encouraged the immigration of Eastern European Jews to Germany, Austria, and Italy, so that they could fall under American influence and force them to act. This was known as the Bricha Movement. The Hagana began teaching Eastern European Jews in Hebrew already in Germany. In Palestine, Jewish settlements were established in strategically important locations. For example, ten settlements in the Northern Negev were founded on Yom Kippur in 1946. At the same time, preparations for war began. Military operations could no longer be conducted in small units, as was done during the resistance against the mandate powers. Important leaders of the Hagana at that time included Moshe Sneh, Israel Galili, and Yaakov Dori; the head of the Hagana's operations department was Jigael Yadin.It remains controversial among historians who ultimately caused the British withdrawal. There were undoubtedly important British interests in the region. British interests in this area were primarily based in the central part of India. In fact, when India was divided and became independent in 1947, the United Kingdom tried to return the mandate first to the USA and then to the League of Nations. An important point was the oil reserves in the region – a pipeline ran from Iraq to the important port of Haifa. The country’s location on the Mediterranean Sea and its proximity to the Suez Canal were also strategically important. Therefore, the British General Staff considered this region indispensable in case of a third world war. However, the British were aware that they were not desired by either Jews or Arabs in the country.They realized that at least the Jews in the country had already established a semi-state entity with active cultural life. The military involvement was also very costly, and there were also significant losses in human lives. Public opinion in the kingdom became increasingly hostile toward this mandate, especially due to reports of Jewish resistance. In addition, there was pressure from the United States.The kingdom's dependence on billions in American reconstruction aid just after the tough winter likely played a role here.UNSCOP The UNSCOP (United Nations Special Committee on Palestine), led by Swedish jurist Emil Sandstrom, examined the events of the Exodus incident and voted overwhelmingly in favor of a partition of the country. Only Yugoslavia, India, and Iran supported a federal state. In April 1947, the UN proposed the establishment of a Jewish and an Arab state in a partition plan.This was preceded by the most intense diplomatic efforts by Jewish Palestinians, led by Abba Eban. While Western Europe and the Soviet bloc agreed to the division, it was necessary to convince the Third World and the South American bloc. The South American countries, under the influence of the Vatican, were willing to accept only a plan that would place Jerusalem under international administration. This was accepted by the Jews with difficulty.Truman’s approval was uncertain due to intense pressure from the U.S. Department of State and Defense, although he had the American population behind him. However, through lobbying efforts by Weizmann, Truman managed to secure the allocation of the Negev Desert to the Jewish state. The British Commonwealth abstained from voting. UN Partition Plan The Palestine issue was considered by the then-General Secretary Trygve Lie to be a significant test case for the organization’s future. On November 29, 1947, the United Nations General Assembly voted by two-thirds majority (31 in favor, 13 against, 10 abstentions, 1 absent) in favor of the partition plan that would divide Palestine into a Jewish and Arab state.Jerusalem should come under international administration, and the two states should be united into an economic union. With the aim of actually establishing an independent Jewish state and providing a home for the survivors of the Holocaust, the Jewish population accepts the plan. The Arabs, however, reject it, and initial military conflicts occur—which can be seen as the first phase of the Palestinian war.Important goals for the Jews were to keep the roads open, especially those between Jerusalem and Tel Aviv, and to ensure the protection of each individual community so that they wouldn’t be abandoned. However, the Haganah still had to operate illegally, and the Americans and British imposed a arms embargo.The British also showed little willingness to cooperate in other ways by refusing to hand over documents and other legal papers, and by not allowing the UN to enter the country. At that time, the Hagana's strategy was purely defensive. Retaliatory actions should be carried out with limitations, as per the leaders' wishes, including Ben Gurion, out of fear of losing international support just before the country's founding. However, on April 9, 1948, a massacre took place in the Palestinian village of Deir Jassin. The area was attacked by troops of Menachem Begin’s Irgun, not the Hagana, which was associated with the political center. Between 107 and 120 Palestinians, including children, women, and elderly people, were killed or murdered. This operation succeeded in creating panic among the Arab population.As early as before the start of the Palestinian war, between 250,000 and 300,000 Palestinians had fled or were displaced. Weapons could only be obtained from Czechoslovakia. Sales began even before the communist era, and subsequently, German weapons produced by Czechoslovakia were also supplied, including Messerschmitt aircraft. The financial resources for this were mainly provided by American Jews, following donation campaigns organized by the Jewish Agency (especially Golda Meir played a significant role in this). Just before the end of the mandate, Jewish diplomacy suffered a major setback when the U.S. State Department called a special session of the UN to revoke or postpone the partition resolution. There had already been intense pressure on the President beforehand. For example, George F. Kennan referred to the partition as a catastrophe, and Republican presidential candidate Thomas Dewey also rejected it. War of Independence The so-called War of Independence was triggered by the attack by Arab states on the newly established State of Israel. During this conflict, the Israeli army gained the upper hand over the poorly prepared and uncoordinated Arab troops. By the end of the war, up to 750,000 Palestinians lost their homes—which was one-third of the entire population at that time. The Israeli historian Benny Morris demonstrated in 1987 that this was partly direct, and almost always indirect, expulsion. The abandoned cities and nearly 400 villages were immediately settled by Jewish immigrants. Villages that were not needed were destroyed to make it impossible for Arabs to return. The armistice line closely matched the boundaries proposed by the Jewish Agency to the UN in 1946.State of Israel On May 14, 1948, the founding of today’s Israel occurred because Friday was Shabbat, and traveling to the assembly site would have disturbed the peace. Many Palestinians also consider this a day of (unfulfilled) Palestinian independence. The immediate attack by several Arab states on Israel led to the Palestinian War, during which Israel was able to expand its territory beyond the boundaries of the UN Partition Plan.With prior agreement with the Israeli government (Golda Meir), Jordan occupied the West Bank, while Egypt took control of the Gaza Strip. Until 1967, the Arab side made no effort to establish an independent Arab state in these territories. In 1964, the PLO was founded with the goal of realizing the Palestinian dream of a separate state and destroying the Jewish state of Israel. During the Six-Day War in 1967, Israel captured the parts of Palestine occupied by Jordan and Egypt. From then on, it became the PLO’s goal to retain the territories lost to Arabs in 1967 and establish an independent state called “Palestine” there. In several statements since 1988, the PLO has abandoned its original goal of destroying the State of Israel and establishing a state of “Palestine” over all the territory of historical Palestine.The establishment of a viable state in the West Bank and Gaza—which would account for another 22% of the original Palestine—is, in the view of Palestinians, contrary to the settlement policy implemented by Israel without regard for numerous protests from the United Nations and other organizations.In 1974, the PLO was recognized by the UN as the only legitimate representative of the Palestinian people. In the 1994 Oslo Accord, Palestinians were granted a state of autonomy. The internationally developed Roadmap for Peace identifies the establishment of a viable Palestinian state in the West Bank and the Gaza Strip as its main goal |
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