THE WORLD'S BIGGEST MILITARIA AUCTION HOUSE!
The World's Biggest Militaria Auction House!


13.07.2020 - 03:12 MEZ
 
   Home | Sell | My Site | Forum | Service | Offline Tool | Help | Links
IMAGE

Enlarge image

All categories > Militaria - 1914-1918 > Literature > Colonies

Heilemann Offizier Schutztruppe Reichsfahne Askari 1918 Auction number: 0006671801 
End of auction: 07/22/20  at  10:49 AM a o clock    9 d. 7 h. 36 min. 46 sec.  
Number of bids: 0 Bids

 BID NOW

Buy it now for 60.00 €

Buy now

or
Make offer: Propose a price
 

Article Place: 83043 Bad Aibling (Deutschland)
Garantie: The seller guarantees unlimited for the genuineness of this item and grant a sale or return within 31 days from the day of shipping.
Condition: New
Start of auction: 07/08/20  at  10:49 AM a o clock
Price: 60.00 €
Quantity: 1
Payment method:
Bank Wire Bank transfer     PayPal Paypal    
Cash Cash    
Shipping: International shipping (worldwide)
Shipping cost: The buyer pays the shipping
Visitor: 5

SELLER INFORMATION
   kumelek (106) 
      Rating: 115
      96,49% positively rated
      Member since 03/28/08
      City: 26817 Rhauderfehn
      Country: Deutschland
   Get in contact
   Read ratings
   More offers

SPECIAL FEATURES
   Meinung einholen!
   Add to watch list
   Send auction to a friend
   Report auction to Support



IMAGE GALLERY
Click on image to enlarge Click on image to select

DESCRIPTION

Unsere Schutztruppen.

Nach einer Originalzeichnung von Ernst Heilemann.

In der Platte signiert.

 

Hochwertige Reproduktion nach einem originalen Plakat.

Auf echtem, professionellem Fotopapier.

 

Größe 200 x 278 mm.

 

Sehr guter Zustand.

 

Hervorragende Bildqualität – extrem seltenes Motiv!!!

Neuzeitlicher Abzug, kein Original / New print, not original!!!

 

100% Abzug auf echtem Fotopapier – kein billiger Druck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% Exposure on real photo paper - not a cheap print!

Visit any time.

 

Versand nur per Einwurf-Einschreiben (auf Wunsch auch Übergabe-Einschreiben und/oder auch versichert).

Versandkosten für diesen Artikel: 

Deutschland: 4,00 Euro

Europa: 5,00 Euro

Welt: 6,00 Euro

 

 

Sie bieten hier auf ein (teilweise restauriertes) Faksimile hergestellt in aufwendigem Fotoreproduktionsverfahren auf hochwertigem Profi – Fotopapier. Kein Qualitätsverlust zum Original!

 

Heute findet man dieses Motiv nur mehr ganz selten im Original!

 

Reproduktion, kein Original / reproduction, no original!!!

 

 

 

Aus großem Bildarchiv, weitere Angebote in meinen anderen Angeboten!!!

 

Out of a large archiv, more interesting items in my other offers!!!

 

 

Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft  - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!!

 

This offer is sold as a collector's item only and no copyrights are being sold here.

 

 

Weitere historische Originale finden Sie in meinen anderen Angeboten!!!

For more original historical prints please take a look in other offers!!!

 

_________________________________________________________________________________________
Verkaufs- und Lieferungsbedingungen
_________________________________________________________________________________________

100% Originalitätsgarantie auf alle angebotenen Gegenstände. Reproduktionen, sofern angeboten, werden von mir als solche unmißverständlich benannt.

Bücher und Alben sind, wenn nicht ausdrücklich erwähnt, nicht auf Vollständigkeit geprüft. Normale Alters- und Gebrauchsspuren, Unterstreichungen usw. werden nicht erwähnt, sind aber im Preis berücksichtigt.

 

Widerruf nach neuem EU-Recht:

Sie haben ein grundsätzliches Rückgaberecht von 1 Monat nach Erhalt der bestellten Ware. Bis zur Höhe von 40,00 Euro trägt der Käufer die Rücksendungskosten. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder des Artikels. Die Rücksendung hat per Einschreiben bzw. als Paket zu erfolgen. Rücksendungen haben innerhalb von 1 Monat  zu erfolgen. Nachnahmesendungen werden nicht angenommen.
Der Kaufpreis wird sofort zurücküberwiesen.
Der Widerruf ist zu richten an: P. Welz, Krankenhausstr. 3, 83043 Bad Aibling, Steuer Nr. 64 930 522 814

Verkauf und Lieferung von Gegenständen des Zeitraumes 1933 - 1945 erfolgt gemäss § 86 Abs. 3 u. § 86 a StGB. Der Käufer Verpflichtet sich Gegenstände die mit Emblemen des Dritten Reiches sowie derer Organisationen versehen sind nur für historisch & wissenschaftliche Zwecke zu erwerben und sie in keiner Art u. Weise propagandistisch zu nutzen. Verkauf erfolgt nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungsfeindlicher- u. widriger Bestrebungen, der wissenschaftlich & zeitgenössischen Aufklärung sowie zur militärhistorischen Forschung. Der Besteller verpflichtet sich mit der Bestellung zur absoluten Einhaltung dieser gesetzlichen Vorschriften.

Bezahlung:

Der Besteller ist immer Zahlungspflichtiger, auch wenn die Bestellung Namens und Auftrags anderer Personen erfolgt.

Versand ausschließlich gegen Vorauskasse. Zahlungen aus Europa haben spesenfrei mit EU-Standard-Banküberweisung zu erfolgen. Zahlung mit PayPal oder moneybookers (zzgl. 8% Gebühren zu Lasten des Bestellers). Bargeldsendung werden nicht akzeptiert.

Versand:
Versand nach Zahlungseingang (des Gesamtbetrages) innerhalb eines Werktages. Das Angebot ist freibleibend, Zwischenverkauf vorbehalten. Lieferzwang besteht nicht.
Versand ausschließlich per Einschreiben, bzw. versichertem Paket.

 

Nicht immer lassen sich alle Urheberrechte ausfindig machen. Sollten Urheberrechte beanstandet werden, bitte ich um Kontaktaufnahme. Die Nutzung wird branchenüblich vergütet, oder gegebenenfalls beendet.

 

Historische Informationen zum Artikel:

 

1. Weltkrieg, 1.WK, 20. Jahrhundert, Afrika, Armee, Dar-es-Salam, Deutsche Geschichte, Deutsche Kolonialpolitik, Deutsche Kolonien, Deutsche Schutzgebiete, Deutsches Kaiserreich, Deutsches Reich, Deutschostafrika, Deutsch-Ostafrika, DOA, Eingeborene, Fahne, Fotografie, Geschütz, Gewehre, Heer, Heerführer, Heerwesen, Heraldik, Kaiserliche Schutztruppe, Kaiserliches Wappen, Kaiserwappen, Kaiserzeit, Kanone, Karabiner, Kolonialbeamte, Kolonialgeschichte, Kolonialismus, Kolonialkämpfe, Kolonialkrieg, Kolonialpolitik, Kolonialtruppe, Kolonialtruppen, Kolonialwesen, Kolonialzeit, Kolonien, Kriegsmaler, Kriegsmalerei, Landeskunde, Lichtbild, Militär, Militaria, Ortskunde, Ostafrika, Ostafrika, Ostafrika-Kämpfer, Palmen, Patriotismus, Photographie, Pistole, Reichsadler, Revolver, Schutz- und Überseetruppen, Schutzgebiete, Schutztruppe, Schutztruppler, Soldaten, Tansania, Tornister, Tropen, Tropenuniform, Truppe, Uniform, Uniformkunde, Vaterland, Waffen, Wappen, Wilhelminisches Zeitalter, Wilhelminisches Zeitalter, Zeitgeschehen, Zeitgeschichte

 

Ernst Heilemann, deutscher Maler und Zeichner, Graphiker und Karikaturist. Geboren am 8. August 1870 in Berlin; gestorben 1936. Heilemann war für seine "humorvollen Texte mit ihren kleinen Anzüglichkeiten"bekannt.

Biografie

Heilemann studierte an der Akademie der Künste in Berlin, und machte Studienreisen nach Italien, Frankreich, England und Nordamerika. Er war Figuren-, Bildnis- und Landschaftsmaler auch im Stil Impressionismus.

Im Schaffen des Berliner Künstlers gab es zwei Schwerpunkte. Im Winter waren dies Werke zum Berliner Fasching und im Sommer solche, die sich thematisch dem Badeleben in Bansin widmeten..

Mit seinen im legendären Satireblatt „Simplicissimus“ und in den „Lustigen Blättern“ veröffentlichten Zeichnungen wird Ernst Heilemann in der prüden Wilhelminischen Zeit sicherlich für einige Aufregung gesorgt haben.

Wie Walter Trier gehörte Heilemann "zu den Zeichnern der Lustigen Blätter, arbeitete aber auch für den Simplicissimus und die Jugend".

Seine Zeit beim Simplicissimus endete 1912.

Heilemann wohnte in Bansin.

Werke (Auswahl)

In der Künstlermappe Ernst Heilemann Die Berliner Pflanze sind die bekanntesten Zeichnungen des Künstlers zusammengefasst. Im Buch Das Narrenrad sind Zeichnungen des Künstlers neben frühen Werken von Lyonel Feininger zu finden.

Rideamus [d.i. [?] Fritz Oliven): Berliner Bälle. Mit Bildern von Ernst Heilemann. Berlin: Harmonie, ca. 1916

Onkel Sam, der Friedensfreund. Lustige Kriegsbilderbogen Nr. 3. Berlin-Schöneberg: Vereinigte Kunstinstitute, 1915

Die Berliner Pflanze. Albert Langen Verlag für Literatur und Kunst München, 1908

Hurra! : Manöver-Album. Manöverbilder von Heilemann, Gestwicki, Finetti etc. Berlin, vor 1914 [?]: Lustige Blätter

Mit Walter Bloem. Der Krasse Fuchs. 1906. Gemälde (Auswahl)

Strassenszene in Portofino mit Blick auf San Giorgio (1913).

 

Schutztruppe war die offizielle Bezeichnung der militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien in Afrika von 1891 bis 1918.

In den sogenannten Schutzgebieten Deutsch-Ostafrika, Kamerun und Deutsch-Südwestafrika befanden sich Schutztruppen, die die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Inneren zur Aufgabe hatten. Sie wurden zum Beispiel zur Niederschlagung von Aufständen, Grenzsicherung oder zur Sicherung von Expeditionen eingesetzt. Für eine Landesverteidigung gegen äußere Angreifer waren sie nicht konzipiert.

Die Schutztruppen bildeten einen vom Reichsheer und der Kaiserlichen Marine unabhängigen Teil der Armee des Deutschen Reiches unter dem Befehl des deutschen Kaisers.

Ostafrika

Die Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika wurde durch das Reichsgesetz vom 22. März 1891, die Schutztruppen für Kamerun und Deutsch-Südwestafrika durch das Reichsgesetz vom 9. Juni 1895 errichtet. Der Stiftungstag der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika wurde der 8. Februar 1889, um das Andenken der Wissmann-Truppe zu ehren und zu verkünden, dass die Schutztruppe aus der Wissmann-Truppe hervorgegangen ist. Der Stiftungstag für die Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika wurde durch die Allgemeine Kabinettsorder vom 16. September 1911 auf den 16. April 1889 festgelegt.

Die zusammenfassende Regelung der Rechtsverhältnisse der Schutztruppen in den afrikanischen Kolonien erfolgte durch das Reichsgesetz vom 7./18. Juli 1896 (Schutztruppengesetz). 1907 wurde die Verwaltung der Schutztruppe in das neu geschaffene Reichskolonialamt eingegliedert. Das Oberkommando der Schutztruppe war in der Mauerstraße 45/46 (Berlin-Mitte) untergebracht, in unmittelbarer Nähe des Reichskolonialamtes.

Die Truppen setzten sich aus Offizieren, Sanitäts- und Veterinäroffizieren, Unteroffizieren, Mannschaften und Beamten sowie angeworbenen Einheimischen zusammen, die in der deutschen Armee als spezielle Truppe (Askari) Dienst taten. In Deutsch-Südwestafrika gab es keine Askari. Dafür warb man eingeborene Hilfstruppen an.

Südwestafrika

Die Mannschaften Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika bestanden aus Soldaten des Heeres und der Marine (und auch Österreichern), die sich freiwillig aus ihren Regimentern für die Truppe gemeldet hatten. Vor der Verschiffung nach Afrika wurden die Freiwilligen auf deutschen Ausbildungsstützpunkten für ihre speziellen Aufgaben vorbereitet. Solch ein Stützpunkt befand sich beispielsweise in Karlsruhe. Wegen der oft feucht-heißen Bedingungen am Oberrhein sorgte man hier für eine frühe Akklimatisierung.

Stärke

1913 bestanden die Schutztruppen in Deutsch-Ostafrika aus 410 Deutschen und 2.682 Askari, in Deutsch-Südwestafrika aus 1.967 Deutschen und in Kamerun aus 185 Deutschen und 1.560 Einheimischen.

Strafrecht

Für die Schutztruppen galten die deutschen Militärgesetze und die deutsche Militärdisziplinarstrafordnung. Die Militärstrafgerichtsbarkeit über sie wurde nach der Verordnung vom 26. Juli 1896 durch das Gericht des Oberkommandos der Schutztruppen (Reichskanzler und ein vortragender Rat) und Abteilungsgerichte (Befehlshaber der Abteilung und ein untersuchungsführender Offizier) verwaltet. Das Verfahren war das der deutschen Militärstrafgerichtsordnung vom 1. Dezember 1908.

Aufstellung der Schutztruppen

Oberkommando der Schutztruppen (ab 1897): Berlin - Reichskolonialamt

Deutsch-Ostafrika Kommando Daressalam

1. Kompagnie: Aruscha

2. Kompagnie: Iringa und Unbena

3. Kompagnie: Lindi

4. Kompagnie: Kilimatinde und Ssingidda

5. Kompagnie: Massoko

6. Kompagnie: Udjidiji und Kassulo

7. Kompagnie: Bukoba, Ussuwi und Kifumbiro

8. Kompagnie: Tabora

9. Kompagnie: Usumbura

10. Kompagnie: Daressalam

11. Kompagnie: Kissenji und Mruhengeri

12. Kompagnie: Mahenge

13. Kompagnie: Kondoa-Irangi

14. Kompagnie: Muansa und Ikoma

Zusätzlich in Daressalam: ein Rekrutendepot, eine Signalabteilung und Intendatur.

Stärke: 68 Offiziere, 42 Ärzte, 150 weiße Beamte, Feuerwerker und Unteroffiziere, 2472 farbige Soldaten

Deutsch-Südwestafrika Kommando Windhuk

Gericht des Kommandos, Intendantur, Sanitätsamt u. Vermessungstrupp

Nordbezirk Kommando Windhuk

1. Kompagnie: Regenstein, Seeis

4. Kompagnie (MG): Okanjande

6. Kompagnie: Outjo und Otavi

2. Batterie: Johann-Albrechts-Höhe

Verkehrszug 1: Karibib

Proviantamt: Karibib

Pferdedepot: Okawayo

Artillerie- und Train Depot: Windhuk

Lazarett: Windhuk

Hauptsanitätsdepot: Windhuk

Bekleidungsdepot: Windhuk

Ortskommandantur: Windhuk

Ortskommandantur u. Proviantamt: Swakopmund

Südbezirk Kommando: Keetmanshoop

2. Kompagnie: Ukamas

3. Kompagnie: Kanus

5. Kompagnie (MG): Chamis und Churutabis

7. und 8 Kompagnie: Gochas und Arahoab (Kamelreiter und MG), Lazarett.

1. Batterie: Narubis

3. Batterie: Kranzplatz bei Gibeon

Verkehrszug 2: Keetmanshoop

Artillerie- und Train-Depot: Keetmanshoop

Lazarett - und Sanitätsdepot: Keetmanshoop

Bekleidungsdepot: Keetmanshoop

Proviantamt: Keetmanshoop

Garnisonverwaltung: Keetmanshoop

Pferdedepot: Aus

Kamelgestüt: Kalkfontain

Ortskommandantur u. Proviantamt: Lüderitzbucht

Stärke: 90 Offiziere, 22 Ärzte, 9 Veterinäre, 59 Beamte, Feuerwerker, 342 Unteroffiziere, 1444 weiße Soldaten

Kamerun (Stand: 1914) Kommando Soppo

1. Kompagnie (Stammkompanie) und Artilleriedetachement: Duala

2. Kompagnie: Bamenda, Wum und Kentu

3. Kompagnie: Mora und Kusseri

4. Kompagnie (Expeditionskompanie): Soppo

5. Kompagnie: Buar und Karnot (Carnot)

6. Kompagnie: Mbaiki, Nola und Nguku

7. Kompagnie: Garua, Nassarau (Nassarao), Mubi, Marua, Lere

8. Kompagnie: Ngaundere

9. Kompagnie: Dume und Baturi

10. Kompagnie: Ojem und Mimwoul

11. Kompagnie: Akoasim (Akoafim), Ngarabinsam und Minkebe

12. Kompagnie: Bumo, Fiange (Fianga), Gore und Schoa

Stärke: 61 Offiziere, 17 Ärzte, 23 Beamte, Feuerwerker, 98 weiße Unteroffiziere, 1550 afrikanische Soldaten

Polizeitruppen

In Afrika und in der Südsee waren diese den Zvilbehörden, in Kiautschou dem Gouvernement unterstellt. Sie waren jedoch in keinem Fall Teil einer militärischen Verwaltung (Bei den Zahlenangaben über Polizeitruppen handelt es sich häufig um Sollstärken.)

Deutsch-Ostafrika

4 Offiziere, 61 weiße Wachtmeister, 147 farbige Unteroffiziere, 1.863 Askari (ohne so genannte Knüppel-Askaris)

Kamerun

4 Offiziere, 37 Köpfe sonstiges weißes Personal, 1.255 Mann (ausschl. Zoll)

Deutsch-Südwestafrika

7 Offiziere, 9 Köpfe Verwaltung, 68 Polizeiwachtmeister, 432 Polizeiserganten, 50 Vertragspolizisten, außerdem farbige Polizeidiener

Togoland

2 Offiziere, ? Polizeimeister, 530 farbige Soldaten

Deutsch-Neuguinea

19 weiße Polizeimeister, 670 farbige Polizisten in Neuguinea und auf den Inseln

1 farbiger Polizeimeister, 30 Fita - Fita, 20-25 Landespolizisten auf Samoa. Die Fitafita bestand aus Häuptlingssöhnen und war hauptsächlich für den Ordonnanzdienst, den Dienst als Bootsmannschaft, Hilfspolizist, Ehrenwache und Postbote vorgesehen. Die Landespolizisten waren dagegen für den üblichen Polizeidienst vorgesehen.

Kiautschou

sog. chinesische Polizei (war Teil der Zivilverwaltung und bestand ausschließlich aus Chinesen)

Europäischer Stab und 60 Chinesen

Die berittene Landespolizei von Deutsch-Südwestafrika bestand im Gegensatz zu den berittenen Polizeien der anderen Kolonien ausschließlich aus Deutschen.

Moderne Schutztruppen

Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet der aus der Kolonialzeit stammende Begriff Schutztruppe (meist internationale) Truppen, die in anderen Ländern nach einem Krieg oder Ähnlichem die öffentliche Ordnung und Sicherheit bzw. den Herrschaftsanspruch der Großmächte gewährleisten sollen. Ein Beispiel für eine solche Schutztruppe ist ISAF in Afghanistan.

 

Deutsch-Ostafrika ist die Bezeichnung einer ehemaligen deutschen Kolonie in der Zeit von 1885 bis 1918. Das Gebiet umfasste die heutigen Länder Tansania (ohne Sansibar), Burundi und Ruanda. Sie war die größte und bevölkerungsreichste Kolonie des Deutschen Reiches.

Inbesitznahme des Landes und Entwicklung bis 1904

In den 1880er Jahren wurden in Deutschland Stimmen laut, die eine verstärkte Kolonialpolitik forderten. Reichskanzler Otto von Bismarck lehnte dies am Anfang ab, da er sich außenpolitisch zum größten Teil auf Europa konzentrierte. Doch die zunehmenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme zwangen das Deutsche Reich zum Handeln. So fehlten der Wirtschaft angeblich neue Absatzmärkte, die den anderen europäischen Kolonialmächten bereits großen Reichtum einbrächten. Herrschende Wirtschaftskreise erhofften sich eine Schwächung der erstarkenden Arbeiterbewegung durch eine Auswanderungskampagne mit Ziel der Besiedlung eines „deutschen Indiens“ in Übersee, wo es angeblich glänzende Entwicklungsmöglichkeiten gäbe. Diese Idee fiel auf fruchtbaren Boden in nationalistisch gesinnten Kreisen des Bürgertums und des Adels.

Die treibende Kraft bei der Kolonialisierung Afrikas war der Pastorensohn Carl Peters, welcher in der von ihm gegründeten Gesellschaft für deutsche Kolonisation die Aufgabe erhielt, Gebiete in Afrika in Besitz zu nehmen. Am 10. November 1884 kam Peters in Sansibar an. Er reiste getarnt, da sein Vorhaben gegenüber den Briten unentdeckt bleiben sollte.

Wenig später wurden die ersten „Schutzverträge“ auf dem Festland abgeschlossen, die den Anspruch der Kolonisationsgesellschaft auf das Land bekräftigten, deren eigentlicher Sinn von den unterzeichnenden Häuptlingen jedoch zumeist nicht verstanden wurde. Am 27. Februar 1885 gab Kaiser Wilhelm I. einen Schutzbrief heraus, der die Besetzung ostafrikanischer Gebiete legitimierte. Die inzwischen umbenannte Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft unter der Leitung von Carl Peters hatte nun auch den Rückhalt des Deutschen Reiches sicher und konnte die Annexionen weiter vorantreiben. Im gleichen Jahr geriet das Sultanat Witu in deutschen Besitz. Peters gelang es in der Folgezeit, große Territorien für Deutschland hinzugewinnen. So konnte er 1887 das Küstengebiet zwischen den beiden Flüssen Umba und Rovuma erwerben.

1888 kam es zum Aufstand eines Großteils der arabisch geprägten Küstenbevölkerung unter dem Sklavenhändler Buschiri bin Salim von Tanga im Norden bis Lindi im Süden gegen die deutsche Inbesitznahme und das von diesen verhängte Verbot des Sklavenhandels (der sogenannte Araberaufstand). Die schwarzafrikanische Bevölkerung stand in diesem Konflikt mehrheitlich auf Seite der Deutschen, da sie bis zum Erscheinen der Europäer sehr unter dem arabischen Sklavenhandel zu leiden hatte. Dem am 3. Februar 1889 zum Reichskommissar ernannten und an Spitze einer neu formierten „Schutztruppe“ stehenden Hermann von Wissmann gelang es, die Revolte niederzuschlagen. Die unter Führung deutscher Offiziere stehende Truppe bestand zunächst hauptsächlich aus landfremden afrikanischen Söldnern (Askari), meist Sudanesen. Der Aufstandsführer Buschiri bin Salim wurde am 15. Dezember 1889 hingerichtet. Der arabische Sklavenhandel, dessen Zentrum in Ostafrika das Sultanat Sansibar war, hörte auf.

Am 1. Juli 1890 wurde der Helgoland-Sansibar-Vertrag zwischen Deutschland und Großbritannien abgeschlossen. Der Vertrag regelte die Übergabe der Nordseeinsel Helgoland und des Caprivi-Zipfels (heute Namibia) an das Deutsche Reich, während Witu-Land (heute Teil Kenias) und die Ansprüche auf Sansibar an Großbritannien abgetreten wurden. 1891 wurde Deutsch-Ostafrika als „Schutzgebiet“ offiziell der Verwaltung durch das Deutsche Reich unterstellt, und die Soldaten von Wissmann erhielten die offizielle Bezeichnung Schutztruppe. Erster Zivilgouverneur war 1891-93 Julius Freiherr von Soden. Ihm folgte 1893-95 Friedrich von Schele, der nach Auseinandersetzungen mit den Massai 1894 eine Strafexpedition gegen die Wahehe anführte und die Festung Kuironga von Häuptling Mkwawa erobern konnte. Carl Peters war 1891 zum Reichskommissar ernannt, aber auf Grund von Grausamkeits-Vorwürfen 1897 wieder entlassen worden. Es kam zu weiteren Erhebungen gegen die Kolonialverwaltung, der von 1897 bis 1901 Eduard von Liebert als Gouverneur vorstand. Der Aufstand des mächtigen Wahehe-Volkes im Süden des Schutzgebiets wurde bis 1898 niedergeschlagen.

Im 20. Jahrhundert verstärkte man die landwirtschaftliche Entwicklung, indem man den Kautschuk- und Baumwolleanbau einführte. Viele einheimische Arbeitskräfte wurden dafür zur Zwangsarbeit eingezogen und zusätzlich noch durch hohe Steuerabgaben belastet.

Kolonialgesellschaften

Folgende Kolonialgesellschaften haben sich Deutsch-Ostafrika als Wirkungsfeld gewählt:

die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft

die Deutsch-Ostafrikanische Plantagengesellschaft

die L. & O. Hansing, Mrima Land- und Plantagengesellschaft in Hamburg

die Usambara-Kaffeebaugesellschaft in Berlin, gegründet 1893

die Pangani-Gesellschaft

die Rheinische Handel-Plantagengesellschaft in Köln, gegründet 1895

die Westdeutsche Handels- und Plantagengesellschaft Düsseldorf, gegründet 1895

Sigi-Pflanzungsgesellschaft m.b.H. in Essen an der Ruhr, gegründet 1897

Montangesellschaft m.b.H. in Berlin, gegründet 1895

die Irangi-Gesellschaft

Usindja-Gold-Syndikat, später Victoria-Njansa-Gold-Syndikat, Berlin, gegründet 1896

Kilimandjarao-Handels- und Landwirtschaftsgesellschaft, vormals Kilimandjaro-Straußenzuchtgesellschaft in Berlin, gegründet 1895

Kaffeeplantage Sakarre AG in Berlin, gegründet 1898

Lindi-Hinterland-Gesellschaft m.b.H. in Koblenz, vormals Karl Perrot & Co., Deutsche Lindi-, Handels- und Plantagengesellschaft in Wiesbaden, gegründet 1900

Deutsche Agaven-Gesellschaft in Berlin, gegründet 1902

Bergbaufeld Luisenfelde G.m.b.H. in Berlin, gegründet 1902

Der Maji-Maji-Aufstand

Wegen zunehmender repressiver Maßnahmen, der Erhöhung der Steuern und besonders der Einführung der so genannten Dorfschamben (Baumwollfelder, auf denen die Einwohner eines Dorfes zur Arbeit gezwungen wurden) brach 1905 der Maji-Maji-Aufstand aus. Die ersten Unruhen ereigneten sich in der zweiten Julihälfte in den Matumbi-Bergen, westlich der Küstenstadt Kilwa. Die deutsche Kolonialverwaltung in Daressalam hoffte zu diesem Zeitpunkt noch, dass es sich dabei um ein lokal begrenztes Ereignis handelte. Diese Einschätzung des Gouverneurs Gustav Adolf Graf von Götzen sollte sich jedoch spätestens am 15. August als völlig verfehlt erweisen, als Aufständische den Militärposten von Liwale erstürmten. Der Widerstand gegen die Kolonialherrschaft nahm damit für die Deutschen endgültig bedrohliche Ausmaße an.

Die besondere Gefahr für die Kolonialverwaltung lag in der Struktur des Widerstandes, der sich schnell über ethnische und politische Grenzen hinweg ausbreitete. Binnen weniger Wochen und Monate schlossen sich unterschiedliche Volksgruppen der Aufstandsbewegung an. Dies wurde vor allem durch den Maji-Kult ermöglicht, der traditionelle Mythen aufgreifend in verschiedenen Gebieten auf Resonanz stieß. Der Prophet Kinjikitile Ngwale predigte den Widerstand gegen die Deutschen und verbreitete seine Botschaft mit Hilfe „heiligen Wassers“ (Wasser = Maji) als eine Art Medizin. Das Maji sollte die Aufständischen im Kampf schützen, indem es die feindlichen Gewehrkugeln zu Wassertropfen verwandeln sollte. Die integrative Kraft des Maji-Kultes fand ihren Höhepunkt im Sturm auf die Boma (befestigte Station) von Mahenge am 30. August 1905, als knapp 4000 Afrikaner den deutschen Posten angriffen, der von etwa 80 Mann Schutztruppe und 200 Mann loyalen Einheimischen verteidigt wurde. Im Maschinengewehrfeuer versagte das Maji allerdings seine Wirkung, und die Angreifer erlitten verheerende Verluste.

Der Rückschlag von Mahenge bedeutete aber noch nicht das Ende der Aufstandsausweitung. Weitere Gruppen schlossen sich der Bewegung an, und so kontrollierten die Aufständischen im Oktober etwa die Hälfte der Kolonie. In der Folge der verlustreichen offenen Feldschlachten verlegten sich die Aufständischen dennoch bald auf die Führung eines Kleinkrieges gegen die Deutschen, der sich, wenn auch ohne die bisherige übergreifende Kooperation, bis 1907 fortsetzte.

Ab 1906 wehrten sich die Deutschen gegen die Guerilla-Taktik der Aufständischen mit einer „Strategie der verbrannten Erde“. Dörfer wurden zerstört, Ernten und Vorräte verbrannt, Brunnen zugeschüttet und Angehörige der Rädelsführer in „Sippenhaft“ genommen, um den Aufständischen die Grundlage zur Kriegführung zu entziehen. Die Folge war aber auch eine verheerende Hungerkatastrophe, die ganze Landstriche entvölkerte und die die sozialen Strukturen der afrikanischen Gesellschaft nachhaltig veränderte. Die Verluste auf Seiten der Aufständischen werden heute auf 100.000 bis 300.000 Personen geschätzt. Auf der Gegenseite kamen 15 Europäer und 389 afrikanische Soldaten ums Leben. Die Anzahl deutscher Soldaten in der Kolonie (ohne afrikanische Askari) lag während des gesamten Aufstandes niemals über 1000 Mann (neben der Schutztruppe kamen noch Besatzungsmitglieder deutscher Kriegsschiffe als „Landsoldaten“ zum Einsatz sowie kriegfreiwillige Zivilisten, darunter eine Anzahl nichtdeutscher Weißer, zumeist Briten und Südafrikaner). Der Reichstag in Berlin wollte keine zusätzlichen Mittel zur Niederwerfung des Aufstandes bewilligen, da die Kolonie sich im Unterschied zum als „Siedlungskolonie“ vorgesehenen Deutsch-Südwestafrika „selbst tragen“ müsse.

Die Vorgänge in Ostafrika wurden aus verschiedenen Gründen im Deutschen Reich kaum wahrgenommen und standen bzw. stehen bis heute im Schatten des Krieges in Deutsch-Südwestafrika. Um die Stabilität der Kolonie zu sichern, wurde das Herrschaftssystem nach dem Ende des Krieges unter dem neuen Gouverneur Rechenberg entschärft. Die Reformmaßnahmen scheiterten jedoch weitgehend am Widerstand der weißen Siedler. Dennoch gab es bis zum Ende der deutschen Herrschaft in Ostafrika keinen nennenswerten Widerstand mehr.

Der Erste Weltkrieg

In Deutsch-Ostafrika waren zu Beginn des Ersten Weltkriegs knapp 300 deutsche Soldaten sowie über 4.500 einheimische Askaris stationiert. Im Gegensatz zu den anderen Einheimischen waren die Askaris der deutschen Schutztruppe treu ergeben und stellten somit für jeden Feind einen ernsthaften Gegner dar. Im Laufe des Krieges wurde das Heer auf 3.500 deutsche Soldaten und 13.000 Askaris aufgestockt. Die Schutztruppe stand unter dem Befehl von Oberstleutnant (später General) Paul von Lettow-Vorbeck.

Am 2. August 1914 erhielt der Gouverneur Dr. Heinrich Albert Schnee die Nachricht von der deutschen Mobilmachung in Europa. Den Kriegszustand erklärte er erst am Morgen des 5. August, als die Kriegserklärung Großbritanniens an das Deutsche Reich erfolgte und dies die Küstenfunkstation Daressalam aus Togo erfuhr. Die Kolonie war fast ausschließlich von übermächtigen Gegnern umschlossen; allein die Briten hatten über 130.000 Soldaten aufgeboten. Die ersten Angriffe erfolgten vom britischen Kreuzer Pegasus, der am 8. August die Funkstation der Stadt Daressalam unter Beschuss nahm. Am 23. August gelang ihm die Zerstörung der Station. Kurze Zeit später wurde das britische Schiff vom Kreuzer Königsberg versenkt. Daraufhin kappten am 15. August 1914 deutsche Truppen die Telegraphenleitungen, die den Tanganyika-See entlangführten, und beschossen die angrenzenden Städte. Am 22. August öffnete ein deutsches Schiff das Feuer auf den Hafen Lukugas (Belgisch-Kongo).

Am 2. November begann die Schlacht bei Tanga mit der Landung eines 8.000 Mann starken britischen Korps unter dem Befehl von General Arthur Aitken, der die sofortige Übergabe der Stadt forderte. Paul von Lettow-Vorbeck hatte seine Hauptstreitmacht am Kilimandscharo konzentriert und brach sofort in Richtung Tanga auf. In den frühen Morgenstunden des 4. November begann Lettow-Vorbecks Streitmacht mit dem Entsatzangriff auf die Hafenstadt, wobei die Briten eine empfindliche Niederlage hinnehmen mussten und am Tag darauf, von einer unfähigen Führung und deutschen Scharfschützen malträtiert, in nackter Panik flohen. Sie erlitten über 1000 Mann Verluste, die Deutschen weniger als 100. Die britischen Schiffe dampften mit den Überlebenden wieder ab und hinterließen eine beträchtliche Menge an Kriegsmaterial und Kommunikationsausrüstung, mit der nun die Schutztruppe ausgestattet werden konnte. Weitere Angriffe der Briten und Belgier, unter anderem am Kilimandscharo, wurden erfolgreich abgewehrt. Am Kiwa-See erlitten auch die Belgier eine herbe Niederlage.

Anfang des Jahres 1915 versuchten die Briten zum zweiten Mal, Tanga einzunehmen, was jedoch erneut am heftigen Widerstand der Verteidiger scheiterte. Am 10. April traf das deutsche Versorgungsschiff Rubens mit einer großen Anzahl von Material und Soldaten ein. Am 11. Juli wurde die Königsberg bei einem Seegefecht so stark beschädigt, dass man sich entschloss, sie zu sprengen.

Alle nachfolgenden Angriffe der Alliierten wurden von der Schutztruppe zurückgeschlagen. Das Kräftegleichgewicht bei den Kämpfen am Viktoriasee blieb das ganze Jahr über ausgeglichen.

1916 kippte die Situation in der Kolonie, als der britische General Smuts mit fast 100.000 Mann eine Großoffensive einleitete und die Deutschen sich aus der Gegend des Kilimandscharo zurückziehen mussten. Ebenfalls in diesem Kriegsjahr traf ein zweites Versorgungsschiff ein, das unbemerkt die alliierte Blockade durchbrechen konnte.

Bis zum 17. September konnte sich die Stadt Tabora halten, bis sie schließlich von den Belgiern unter General Tombeur überrannt wurde. Zwei Tage später marschierten portugiesische Truppen in Deutsch-Ostafrika ein. Die Portugiesen waren jedoch weniger erfolgreich und wurden zurückgeschlagen.

Am 21. November 1917 startete das deutsche Luftschiff LZ 104/L 59 von Bulgarien aus in Richtung Ostafrika. Der Kommandant des Luftschiffs, Kapitänleutnant Bockholdt, hatte Munition und Medikamente geladen. Durch einen gefälschten Funkspruch der Briten kehrte der Kommandant kurz vor dem Ziel wieder um, sodass von diesem abenteuerlichen Unternehmen der frühen Luftfahrt nur ein Langstreckenrekord (6757 Kilometer in 95 Stunden) blieb. Die Schutztruppe musste sich also weiterhin mit erbeuteten Material begnügen. Die Übermacht des Feindes war inzwischen so stark, dass sie durch Mut und Strategie nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Lettow-Vorbeck musste in den portugiesischen Teil Ostafrikas ausweichen.

Im September 1918 marschierte die Schutztruppe wieder auf eigenes Gebiet. Sie hatte einen Weg von über 2500 km zurückgelegt, und konnte sich durch alliiertes Kriegsmaterial über Wasser halten. Im November kam es dann zu einigen letzten Gefechten. Noch im Oktober 1918 griff Lettow-Vorbeck das britische Nordrhodesien (heute Sambia) an, wo er am 13. November (4 Tage nach dem Waffenstillstand in Europa) von der Kapitulation des Deutschen Reiches erfuhr. Am 25. November 1918, zwei Wochen nach Kaiser Wilhelms Abdankung, streckten seine letzten Soldaten die Waffen.

Die verbliebenen deutschen Offiziere wurden daraufhin in Daressalam interniert. 1919 durften sie nach Deutschland zurückkehren.

Der Versailler Vertrag

Der Versailler Vertrag bestimmte, dass Deutschland alle Kolonien abzugeben hatte. Deutsch-Ostafrika wurde am 20. Januar 1920 der Verwaltung des Völkerbundes unterstellt. Die Mandate über das Land wurden Belgien (Kontrolle über Burundi und Ruanda) und Großbritannien (Tanganjika) zugesprochen. Im Süden fiel das Kionga-Dreieck an Portugiesisch-Ostafrika (Mosambik).

Liste der Gouverneure von Deutsch-Ostafrika

1885 - 1888 Carl Peters (Reichskommissar)

1888 - 1891 Herrmann von Wissmann (Reichskommissar)

1891 - 1893 Julius Freiherr von Soden

1893 - 1895 Friedrich Radbod Freiherr von Scheele

1895 - 1896 Hermann von Wissmann

1896 - 1901 Eduard von Liebert

1901 - 1906 Gustav Adolf Graf von Götzen

1906 - 1912 Georg Albrecht Freiherr von Rechenberg

1912 - 1918 Heinrich Albert Schnee

 

Als Askari (von Swahili für „Soldat“, ursprünglich arab. ‘askarī, auch in Sprachen wie Türkisch, Persisch und Somali als Lehnwort vorkommend, Plural im Deutschen Askaris) wurden vor allem in Afrika einheimische Soldaten oder Polizisten in den Kolonialtruppen der europäischen Mächte bezeichnet. Die Bezeichnung wurde in den Kolonialtruppen von Italien, Großbritannien, Portugal, Deutschland und Belgien gebraucht. Askaris spielten sowohl bei der Eroberung von Kolonien als auch danach bei der Aufrechterhaltung der Kolonialherrschaft eine wichtige Rolle. In beiden Weltkriegen kämpften sie auch außerhalb ihrer Herkunftsgebiete.

Askaris in der deutschen Schutztruppe

Im deutschen Sprachraum sind Askaris zuerst durch die Orient-Romane Karl Mays, dann durch die Askaris der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika bekannt geworden. Sie bildeten den Großteil der deutschen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika und trugen im Ersten Weltkrieg die Hauptlast des Kampfes gegen die britischen Truppen.

Die ersten Askaris in deutschen Diensten in Ostafrika waren durch Hermann von Wissmann in Ägypten angeworbene Söldner aus dem Sudan und Zulu aus dem portugiesischen Mosambik, mit denen der ostafrikanische Küstenstreifen 1889 gegen den Widerstand der Küstenbevölkerung unter Abuschiri erobert wurde. Sie wurden aus der sogenannten „Wissmann-Truppe“ in die Schutztruppe übernommen. Ein Teil der brutalen Kriegsführung im Maji-Maji-Krieg von 1905 wird oft auf sie zurückgeführt, wobei sie die Befehle der Taktik verbrannter Erde ihrer deutschen Offiziere ausführten.

Um die Askari bildete sich ein Mythos der deutschen Kolonialgeschichte, der die in den deutschen Kolonien herrschenden humanen Verhältnisse aufzeigen sollte und die geschichtsrevisionistischen Bestrebungen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stützte. Tatsächlich hatten die Askaris den deutschen Kolonialherren in freiwilliger Loyalität gedient und nach dem Ende der deutschen Herrschaft sich nach dieser zurückgesehnt; beim Abschied 1918 sollen Tränen geflossen sein. Entgolten wurde ihre Treue mit vergleichsweise hohem Sold und dem Anrecht auf lebenslange Rente. Ein Teil der Askari kam zu Beginn nicht aus Ost-Afrika, sondern aus dem englischbesetzten Sudan. Diese waren entweder Söldner oder Feinde der Engländer. Die Masse der insgesamt etwa 40.000 Mann, die im ersten Weltkrieg die von allen Seiten wiederholt vorgetragenen Angriffe alliierter Truppen abwehrten, waren allerdings Landeskinder.

Zusammen mit dem kleinen Kontingent deutscher Soldaten unternahmen sie auch Angriffe auf gegnerische Gebiete. Deutsche und Askaris konnten auf die Unterstützung der einheimischen Bevölkerung bauen, die keineswegs unter alliierte Herrschaft kommen wollte. Der Krieg wurde als eine Mischung aus Stellungs-, Bewegungs- und Partisanenkrieg (= Guerillakrieg) geführt und verband deutsche Militärtaktik mit einheimischer Kenntnis der Verhältnisse und Beweglichkeit zu einer schlagkräftigen Kampfführung.

Die Treue der Askari gegenüber der Schutztruppe im Ersten Weltkrieg führte man lange Zeit auch auf das Charisma des militärischen Oberhauptes Paul von Lettow-Vorbeck zurück. Geschichten über die „Askari-Treue“ wurden von Kolonialismusbefürwortern der 1920er Jahre propagandistisch ausgenutzt und überhöht.

In Anlehnung daran wählte man das Wort Askari auch als Titel für die Nachrichten aus der kolonialen Jugendbewegung. Dieses meist nur vierseitige Blatt lag den Ausgaben des Jambo (Unterhaltungs- und Belehrungshefte über Kolonien und Übersee) der Jahrgänge 1924 und 1925 bei.

Die Pensionen der Askari wurden von der Bundesrepublik Deutschland vom Anfang der 1960er Jahre bis zum Tode der letzten Askaris Ende der 1990er Jahre weiterhin ausgezahlt.

Als Askari bezeichnete man auch die afrikanischen Soldaten in Diensten des italienischen Heeres in Italienisch-Ostafrika.

Denkmal

1938 wurde am Eingang der Hamburger „Lettow-Vorbeck-Kaserne“ das sogenannte „Deutsch-Ostafrika-Ehrenmal“ errichtet. Es stand in der Tradition einer direkt nach dem Ersten Weltkrieg einsetzenden Verehrung der deutschen Kolonial-Truppen, die zur Zeit der N. kultartige Züge erlangte.

Nach Schließung der Kaserne, 1999, geriet auch die Aufstellung des Reliefs, im Rahmen einer Gedenkstätte für die Opfer der Kolonialzeit, in die Diskussion. Zeitweise abgebaut, wurde das Relief 2003 im Rahmen des sogenannten „Tansania-Park“, unter Protesten, wiedererrichtet.
If you want to translate the description above, please select your language


more items of this seller
Hitler Dietrich Eckart Kampfzeit Grünwald München 1930!
50.00 €    
Foto Straße Diedolshausen Elsaß Tote Leichen 8. 1. 1915
28.00 €    

Register  |  Sell  |  My Site  |  Search  |  Service  |  Help  |  Impressum
© 2000 - 2020 ASA © All rights reserved
Designated trademarks and brands are the property of their respective owners. Use of this Web site constitutes acceptance of the User Agreement and Privacy Policy.
Militaria321.com assumes no liability for the content of external linked internet sites.