THE WORLD'S BIGGEST MILITARIA AUCTION HOUSE!
The World's Biggest Militaria Auction House!
15.09.2026 - 23:07 MEZ
 
   Home | Sell | My Site | Forum | Service | Offline Tool | Help | Links
IMAGE

Enlarge image

All categories > Militaria – Miscellaneous > Germany > Literature > Bundeswehr

o. Foto Bundeswehr Helikopter Ordensburg Sonthofen 1957 Auction number: 0006634829 
End of auction: 09/19/26  at  8:20 AM a o clock    3 d. 9 h. 12 min. 28 sec.  
Number of bids: 0 Bids

 BID NOW

Buy it now for 99.95 €

Buy now

or
Make offer: Propose a price
 

Article Place: 83454 Anger (Deutschland)
Garantie: The seller guarantees unlimited for the genuineness of this item and grant a sale or return within 31 days from the day of shipping.
Condition: Used
Start of auction: 09/05/26  at  8:20 AM a o clock
Price: 99.95 €
Quantity: 1
Payment method:
Bank Wire Bank transfer     PayPal Paypal    
Cash Cash    
Shipping: International shipping (worldwide)
Shipping cost: The buyer pays the shipping
Visitor: 18

SELLER INFORMATION
   kumelek (121) 
      Rating: 132
      96,18% positively rated
      Member since 03/28/08
      City: 83454 Anger
      Country: Deutschland
   Get in contact
   Read ratings
   More offers

SPECIAL FEATURES
   Meinung einholen!
   Add to watch list
   Send auction to a friend
   Report auction to Support



IMAGE GALLERY
Click on image to enlarge Click on image to select

DESCRIPTION

Landung eines Helikopters Bell 47 im Hof der Ordensburg Sonthofen (Generaloberst-Beck-Kaserne).

 

100% Original-Fotoabzug aus dem Jahr 1957.

Auf Agfa-Brovira-Fotopapier.

 

Aus dem Nachlaß des Heeres-Sportlehrers Wolfgang R. aus Biedenkopf (Hessen), geb. 25. April 1910.

 

Auf der Rückseite handschriftlich beschriftet und datiert.

 

Größe: 103 x 73 mm.

 

Mit geringen Alterungs- und Gebrauchsspuren, auf der Rückseite mit Kleberesten, sonst sehr guter Zustand.

 

Hervorragende Bild-Qualität – extrem selten!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein späterer Abzug, kein Repro, kein Nachdruck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% guarantee of authenticity - not a later print, not a reproduction, not a reprint!

Visit any time.

 

Versand nur per Einwurf-Einschreiben (auf Wunsch auch Übergabe-Einschreiben und/oder auch versichert).

Versandkosten für diesen Artikel: 

Deutschland: 4,00 Euro

Europa: 5,00 Euro

Welt: 6,00 Euro

 

Aus großem Bildarchiv, weitere Angebote in meinen anderen Angeboten!!!

 

Out of a large archiv, more interesting items in my other offers!!!

 

 

Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft  - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!!

 

This offer is sold as a collector's item only and no copyrights are being sold here.

 

 

Weitere historische Original-Fotografien finden Sie in meinem ebay-shop!!!

 

For more original historical Vintage-Prints please take a look in my ebay-shop!!!

1957, 20. Jahrhundert, 50er – Jahre, Aeronautica, Aeronautik, Agfa                            , Agfa-Brovira, air force, aircraft, Allgäu, Antriebsmaschinen, Antriebstechnik, Architektur, Armee, Auto, Autogyro, Automobil, Aviatik, Bayern, Beruf, Berufe, Berufsausbildung, Berufsleben, Berufsoffizier, Berufsoffiziere, Berufswelten, Berufswesen, Branchen, BRD, Bromsilber, Bundesluftwaffe, Bundesrepublik Deutschland, Bundeswehr, D-87527 Sonthofen, Deutsche Geschichte, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Deutschland, Dienst, Dienstzeit, Drehflügler, Erfindung, Erfindungen, Fahrzeug, Fahrzeuge, Fernmeldeschule und Fachschule des Heeres für Elektrotechnik, Fifties, Fliegen, Flieger, Fliegerei, Fliegerwesen, Flugapparat, Fluggerät, Flugmaschine, Flugmaschinen, Flugplatz, Flugschrauber, Flugtechnik, Flugwehr, Flugwesen, Flugzeugführer, Flugzeugtechnik, Fotografie, Fünfziger Jahre, General-Beck-Kaserne, germany, Gyrokopter, Heer, Heeresfliegertruppe, Heimatkunde, Helicopter, Helikopter, historische Automobile, Historische Bilder, historische Fahrzeuge, historische Flugzeuge, Hubschrauber, Kfz, Kraftfahrzeug, Kriegstechnik, Landeskunde, Landkreis Oberallgäu, Lichtbild, Luftfahrt, Luftfahrtgeschichte, Luftfahrzeug, Luftfahrzeuge der Bundeswehr, Luftverkehr, Luftverkehrstechnik, Luftwaffe, Mechanik, Militär, Militaria, Militärtechnik, Nachkriegsdeutschland, Nachkriegszeit, NATO, Nostalgie, Oberallgäu, Offizierschule der Luftwaffe, Oldtimer, Oldtimer, Ordensburg Sonthofen, Ortsansichten, Ortsgeschichte, Ortskunde, Photographie, photography, Pilot, Regierungsbezirk Schwaben, Rotor, Rüstung, Schraubenflieger, Silbergelatineabzug, Silver bromide, silver gelatine print, Soldaten, Süddeutschland, System Technik, Systemtechnik, Technik, Technikgeschichte, Technische Truppe, Tragschrauber, Transport, Transportmittel, Transportwesen, Triebwerk, Truppe, Truppenschule, Truppenschule Fernmeldetruppe, Uniform, Unteroffiziere, Vaterland, Verkehr, Verkehrsgeschehen, Verkehrsmittel, Verkehrswesen, Vintage Print, Waffen, Waffengattungen, Waffentechnik, Wiederaufbau, Wiederbewaffnung, Wirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftswunder, Zeitgeschehen, Zeitgeschichte

 

_________________________________________________________________________________________
Verkaufs- und Lieferungsbedingungen
_________________________________________________________________________________________

100% Originalitätsgarantie auf alle angebotenen Gegenstände. Reproduktionen, sofern angeboten, werden von mir als solche unmißverständlich benannt.

Bücher und Alben sind, wenn nicht ausdrücklich erwähnt, nicht auf Vollständigkeit geprüft. Normale Alters- und Gebrauchsspuren, Unterstreichungen usw. werden nicht erwähnt, sind aber im Preis berücksichtigt.

 

Widerruf nach neuem EU-Recht:

Sie haben ein grundsätzliches Rückgaberecht von 1 Monat nach Erhalt der bestellten Ware. Bis zur Höhe von 40,00 Euro trägt der Käufer die Rücksendungskosten. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder des Artikels. Die Rücksendung hat per Einschreiben bzw. als Paket zu erfolgen. Rücksendungen haben innerhalb von 1 Monat  zu erfolgen. Nachnahmesendungen werden nicht angenommen.
Der Kaufpreis wird sofort zurücküberwiesen.
Der Widerruf ist zu richten an: P. Welz, Krankenhausstr. 3, 83043 Bad Aibling, Steuer Nr. 64 930 522 814

Verkauf und Lieferung von Gegenständen des Zeitraumes 1933 - 1945 erfolgt gemäss § 86 Abs. 3 u. § 86 a StGB. Der Käufer Verpflichtet sich Gegenstände die mit Emblemen des Dritten Reiches sowie derer Organisationen versehen sind nur für historisch & wissenschaftliche Zwecke zu erwerben und sie in keiner Art u. Weise propagandistisch zu nutzen. Verkauf erfolgt nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungsfeindlicher- u. widriger Bestrebungen, der wissenschaftlich & zeitgenössischen Aufklärung sowie zur militärhistorischen Forschung. Der Besteller verpflichtet sich mit der Bestellung zur absoluten Einhaltung dieser gesetzlichen Vorschriften.

Bezahlung:

Der Besteller ist immer Zahlungspflichtiger, auch wenn die Bestellung Namens und Auftrags anderer Personen erfolgt.

Versand ausschließlich gegen Vorauskasse. Zahlungen aus Europa haben spesenfrei mit EU-Standard-Banküberweisung zu erfolgen. Zahlung mit PayPal oder moneybookers (zzgl. 8% Gebühren zu Lasten des Bestellers). Bargeldsendung werden nicht akzeptiert.
 

Versand:
Versand nach Zahlungseingang (des Gesamtbetrages) innerhalb eines Werktages. Das Angebot ist freibleibend, Zwischenverkauf vorbehalten. Lieferzwang besteht nicht.
Versand ausschließlich per Einschreiben, bzw. versichertem Paket.

 

Historische Informationen zum Artikel:

 

Generaloberst-Beck-Kaserne

Nach Kriegsende kam das westliche Allgäu zunächst unter französische Besatzung, deren Armeeführung die Burg übernahm. Ab Februar 1947 richteten die US-Streitkräfte dort die zentrale Schulungsstätte der Spezialeinheit US Constabulary ein. 1956 ging die Burg in den Besitz der neu gegründeten Bundeswehr über und wurde nach dem Widerstandskämpfer und ehemaligen Chef des Generalstabs des Heeres, Generaloberst Ludwig Beck, benannt. Unter anderem befand sich von 1964 bis 1972 die Heeresunteroffizierschule I (HUS I) in der Generaloberst-Beck-Kaserne.

Die Generaloberst-Beck-Kaserne, von den hier stationierten Soldaten und den Einheimischen schlicht die Burg genannt, diente bis Juli 2009 der Aus- und Fortbildung, etwa in der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr oder in der Sportschule der Bundeswehr, Außenstelle Sonthofen.

Die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr wurde Mitte 2009 an den Standort Hannover in die Emmich-Cambrai-Kaserne verlegt. Nach Überlegungen des Bundesverteidigungsministeriums, die Burg aufzugeben und für eine zivile Nutzung zu veräußern, gab Staatssekretär Christian Schmidt am 18. April 2008 in einer Pressekonferenz bekannt, dass sie weiterhin von der Bundeswehr genutzt wird.

Im Rahmen der 2010 beschlossenen grundlegenden Bundeswehrreform sah das Stationierungskonzept 2011 vor, den Standort Sonthofen von 1120 Dienstposten (Stand: 26. Oktober 2011) auf 590 zu verkleinern. Die Grünten- und Jägerkaserne im Stadtgebiet wurden aufgegeben, die ABC- und Selbstschutzschule wurde bereits aus der Jägerkaserne nach der Grundsanierung der Generaloberst-Beck-Kaserne in diese verlegt. Weiterhin befindet sich hier das „Zentrum Brandschutz der Bundeswehr“, das vom Fliegerhorst Faßberg hierher verlegt wurde.

Für die Grundsanierung, Umstrukturierung und Erweiterung des Kasernengeländes war bereits 2008 ein Verhandlungsverfahren durchgeführt worden, bei dem das Stuttgarter Büro Wulf Architekten den Zuschlag bekam. Die Gesamtbaukosten wurden (Stand: 1. April 2009) auf rund 100 Mio. Euro veranschlagt. Die gesamten Baumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Grundsteinlegung für den Umbau und die Erweiterung der Kaserne erfolgte am 3. Mai 2016.

Gerüchte über weitreichende Tunnelsysteme unterhalb der Kaserne entsprechen nicht der Realität. Es existiert nur ein Tunnel zu einem heute leer stehenden Haus unterhalb der Kaserne. Außerdem existieren nicht fertiggestellte Versorgungstunnel und unterirdische Schießanlagen, welche keiner Nutzung unterliegen. Die Ordensburg nutzt, wie seinerzeit bei kompakten Kasernenanlagen üblich, eine Nahwärmeanlage.

Statt tiefgründige Fundamente bis auf tragende Schichten auszuheben, entschied man sich bei der Errichtung einiger Gebäude, das Erdreich bis zu den tragfähigen Lagen abzutragen und mehrere Kellergeschosse zu errichten. Örtliche Hilfsorganisationen (Feuerwehr, THW und Katastrophenschutz) verwenden die heute nicht mehr genutzten Bereiche gelegentlich für Notfallübungen.

Die Burg steht unter Ensembleschutz.

 

 

Die Bell 47 (militärische Bezeichnung Bell H-13 und bei der US Navy bis 1962 Bell HTL und Bell HUL) ist ein leichter zwei- oder dreisitziger Hubschrauber, der von der Bell Aircraft Corporation entwickelt wurde. Er erhielt am 8. März 1946 als erster ziviler Hubschrauber die Flugzulassung in den USA. Seine Varianten waren bis in die 1980er-Jahre und darüber hinaus weltweit anzutreffen. Siehe auch: 1960, 20. Jahrhundert, 60er-Jahre, Aeronautica, Aeronautik, air force, aircraft, Airshow, Antriebstechnik, Armee, Autogyro, Autorotation, Aviatik, Aviation, Bayern, BRD, Bromsilber, Bundesluftwaffe, Bundesrepublik Deutschland, Bundeswehr, D-82256 Fürstenfeldbruck, D-83022 Rosenheim, D-83026 Pang, Deutsche Geschichte, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Deutschland, Drehflügler, Einmannhubschrauber, Einmann-Hubschrauber, Erfindung, Erfindungen, Firmengeschichte, Fliegen, Flieger, Fliegerei, Fliegerwesen, Flugapparat, Fluggerät, Flugmaschine, Flugmaschinen, Flugplatz, Flugschraube, Flugsport, Flugsportverein Rosenheim e.V. Am Flugplatz D-83126 Flintsbach am Inn, Flugtechnik, Flugwehr, Flugwesen, Flugzeug, Flugzeuge, Flugzeugführer, Flugzeugtechnik, Fotografie, Großflugtage in Pang, Gyrokopter, Heer, Heeresfliegertruppe, Helicopter, Helikopter, Historische Bilder, historische Flugzeuge, Hubschrauber, Konstruktion, Kriegstechnik, Lichtbild, Luftfahrt, Luftfahrtgeschichte, Luftfahrzeug, Luftfahrzeuge der Bundeswehr, Luftraum, Luftsport, Luftverkehr, Luftverkehrstechnik, Luftwaffe, Maschinenbau, Mechanik, Militär, Militaria, Militärtechnik, Minihubschrauber, Nachkriegszeit, NATO, Oberbayern, Offizierschule der Luftwaffe, Ortskunde, OSL, photographic image, Photographie, photography, Pilot, Rotor, Rüstung, Schraubenflieger, Sechziger Jahre, Silbergelatineabzug, Silver bromide, silver gelatine print, Soldaten, Stadtgeschichte, Systemtechnik, Technik, Technikgeschichte, Tragschrauber, Triebwerk, Truppe, Verkehrswesen, Vintage Print, Waffen, Waffengattungen, Waffentechnik, Wiederaufbau, Wiederbewaffnung, Wirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftswunder, Zeitgeschehen, Zeitgeschichte,

Geschichte

Die Entwicklung der Bell 47 geht auf das von Arthur M. Young entworfene Modell 30 zurück, dessen Erstflug bereits im Juni 1943 stattfand. Modell 30 war der erste Hubschrauber, der von Bell entwickelt und gebaut worden war. Dieses Baumuster wies bereits die Merkmale der folgenden Typen auf: Der Zweiblattrotor mit zyklischer Blattverstellung und der rechtwinklig zu den Rotorblättern angeordneten Stabilisatorstange sowie die nur teilweise verkleidete Gitterrohrkonstruktion.

Nach dem Erstflug des Prototyps am 8. Dezember 1945 begann die Fertigung der ersten Serienversion 1946. Die Bell 47A war eine Militärversion, die als YR-13 an die US Air Force ging und als HTL-1 bei der US Navy Verwendung fand. Nahezu zeitgleich wurde bereits die 47B produziert, eine Zivilversion des Hubschraubers. Weiterhin wurde mit einer fünfsitzigen Variante experimentiert, der Bell Modell 42, welche aber nicht in Serie ging.

Die erste Ausführung mit dem bekannten Plexiglas-Cockpit (scherzhaft als „Goldfischglas“ bezeichnet) war die Bell 47D. Die D war der erste von Bell in Großserie für militärische Zwecke produzierte Hubschrauber. Bei der US Army bekam diese Ausführung die militärische Bezeichnung H-13B bzw. in einem Fall YH-13C, bei der Marine lief er als HTL-2. Der YH-13C des Heeres war ein Vorserienmuster einer Ambulanzausführung; später sollten einige H-13B zum endgültigen H-13C-Ambulanzhelikopter umgebaut werden. Am 17. September 1952 wurde von einer Bell 47 D-1 (N167B) der bis heute gültige Weltrekord für die weiteste geflogene Distanz (1958,80 km ohne Zwischenlandung) in einem Hubschrauber mit Verbrennungsmotorantrieb, anerkannt vom Internationalen Luftsportverband, aufgestellt.[1] Weitere Versionen folgten. Bei der 47J „Ranger“ war der Rumpf erstmals vollständig verkleidet, die 47G war mit neuem Motor und zusätzlichen Kraftstofftanks zusammen mit ihren Unterversionen das erfolgreichste Exemplar der 47-Modellreihe.

In Europa wurde die Bell 47 sowohl von Agusta (Italien) als auch von Westland (Großbritannien) in Lizenz gebaut. So wurde sie zu einem der am weitesten verbreiteten Hubschrauber der Welt. In der deutschen Bundeswehr flogen bis Mitte der 1970er-Jahre noch insgesamt 45 Stück der Bell 47G-2 „Sioux“ bzw. Agusta/Bell AB 47G-2.

Bei Kawasaki Heavy Industries in Japan wurde die Bell 47 ab 1952 in Lizenz gebaut. Zusätzlich brachte Kawasaki auch einen aus der Bell 47 weiterentwickelten Hubschrauber, die Kawasaki KH-4 auf den Markt.

Versionen

Versionen und Bezeichnungen der Bell 47

Version US-militärische
Kennung Antrieb Bemerkung

Bell 47A YH-13 (vor 1948: YR-13) (US Army)
HTL-1 (US NAVY) n. b. --

Bell 47B keine (Zivilversion) n. b. --

Bell 47B-3 keine (Zivilversion) n. b. --

Bell 47D H-13B und H-13C (US Army)
HTL-2 (US NAVY) n. b. Zulassung am 25. Februar 1948;
Erste „Goldfischglas“-Kabine

Bell 47D-1 OH-13D (vor 1962: H-13D) und OH-13E (ex H-13E) (US Army)
TH-13L (ex HTL-4) (US Navy) n. b. --

Bell 47G OH-13G (ex H-13G) (US Army)
TH-13M (ex HTL-6) (US Navy) Franklin 6V4-200-C32 Boxermotor
mit 147 kW (200 PS) --

Bell 47G-2 OH-13H (ex H-13H) (US Army)
UH-13H (USAF) Lycoming TVO 435
mit 191 kW (260 PS) Wurde u. a. bei der deutschen Bundeswehr eingesetzt

Bell 47G-2A n. b. n. b. --

Bell 47G-2A-1 n. b. n. b. --

Bell 47G-3 n. b. n. b. --

Bell 47G-3B OH-13S (US Army) Lycoming TVO-435
mit 198,5 kW (270 PS) --

Bell 47G-3B-1 TH-13T (US Army) Lycoming TVO-435-25
mit 198,5 kW (270 PS) Hubschrauber zur Instrumentenflugschulung
ausgerüstet mit
ADF-, VOR-, ILS- und MK (Markierungsfunkfeuer)-Geräten

Bell 47G-3B-2 n. b. Lycoming TVO 435 G1A Turboladermotor
mit 206 kW (280 PS) Variante zum Flug in großen Höhen

Bell 47G-3B-2A n. b. n. b. Variante zum Flug in großen Höhen und heißem Klima

Bell 47G-4 n. b. Lycoming VO 540 B1B3
mit 224 kW (305 PS) --

Bell 47G-5 keine (Zivilversion) Lycoming VO 435 B1A
mit 195 kW (265 PS) --

Bell 47G-5A keine (Zivilversion) n. b. Um 30 cm verlängerte Kabine
Sprühhubschrauber für die Landwirtschaft

Bell 47H n. b. n. b. --

Bell 47H-1 keine (Zivilversion) n. b. vollverkleideter Rumpf

Bell 47J UH-13J (ex H-13J) (Army), TH-13N (ex HTL-7), UH-13P (ex HUL-1) und UH-13R (ex HUL-1M) (US Navy), HH-13Q (ex HUL-1G) (US Coast Guard) n. b. vollverkleideter Rumpf
verlängerte Kabine

Bell 47J-2 n. b. Lycoming VO-540-B1B mit 260 PS --

Agusta/Bell 47J-3 keine (europäisches Modell) n. b. U-Boot-Jagdversion der italienischen Marine;
aufgrund konstruktiver Nachteile dazu jedoch nur bedingt geeignet

XH-13F XH-13F Continental-Turbomeca XT51-T-3 Artouste I Experimentalversion der US Army für
Komponenten der Bell 204;
Erster turbinengetriebener Hubschrauber von Bell

 

 

Der Begriff Bundeswehr bezeichnet die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, die Bundeswehrverwaltung und die weiteren Organisationsbereiche, die im Geschäftsbereich des Bundesministers der Verteidigung liegen. Minister und Ministerium gehören nach Zuordnung und Personalumfang nicht der Bundeswehr an, sondern sind Teil der Bundesregierung.

Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt ist im Frieden der Bundesminister der Verteidigung. Im Verteidigungsfall geht diese Funktion auf den Bundeskanzler über (Art. 115b Grundgesetz). Da der Einsatz bewaffneter Streitkräfte einen Beschluss des Deutschen Bundestages voraussetzt, ist die Bundeswehr eine Parlamentsarmee. Erfordert die Lage unabweisbar ein sofortiges Handeln, kann der Verteidigungsfall als Voraussetzung für den Einsatz der bewaffneten Streitkräfte nach der Sonderregelung des Art. 115a Abs. 2 GG vom Gemeinsamen Ausschuss festgestellt werden. Unter den in Art. 115a Abs. 4 GG bezeichneten engeren Voraussetzungen eines bewaffneten Angriffs auf das Bundesgebiet und nur bei Handlungsunfähigkeit der für die Feststellung des Verteidigungsfalls zuständigen Bundesorgane gilt die Feststellung des Verteidigungsfalls bereits als getroffen. Auf der Grundlage des Art. 35 Abs. 2 und 3 sowie des Art. 87a Abs. 4 GG kann die Bundesregierung unter engen Voraussetzungen („ultima ratio“, „Staatsnotstand als besonders gefährdende Situation des inneren Notstandes“) den Einsatz der Bundeswehr gegen besonders schwere Unglücksfälle, Naturkatastrophen, organisierte und militärisch bewaffnete Aufständische sowie Terrorgefahren beschließen, auch den verhältnismäßigen Einsatz ihrer militärischen Kampfmittel, nicht jedoch etwa gegen demonstrierende Menschenmengen.

Oberster militärischer Berater der Bundesregierung ist der Generalinspekteur der Bundeswehr mit dem Dienstgrad General oder Admiral. Er ist Angehöriger des Bundesministeriums der Verteidigung und truppendienstlicher Vorgesetzter aller Soldaten der Bundeswehr. Er ist den Staatssekretären des Verteidigungsministeriums sowie dem Bundesminister (im Frieden) oder dem Bundeskanzler (im Verteidigungsfall) unterstellt (Primat der Politik).

Die Bundeswehrverwaltung besteht aus der Territorialen Wehrverwaltung und dem Rüstungsbereich. Gemäß Art. 87b GG ist sie eine eigenständige Bundesverwaltung mit eigenem, von den Streitkräften unabhängigen Unterbau und ist für das Personalersatzwesen (mit Ausnahme der Wehrerfassung, welche nach § 15 Abs. 4 WPflG Aufgabe der Meldebehörden der Länder ist) und die unmittelbare Deckung des Rüstungs- und sonstigen Sachbedarfes der Streitkräfte nach den Haushaltsgesetzen des Bundes zuständig. Zudem sind die Bereiche Rechtspflege und Militärseelsorge Teil der Bundeswehr.

Geschichte und Entwicklung

Die Bundeswehr bis 1990

Der ehemalige General Gerhard Graf von Schwerin wurde am 24. Mai 1950 Konrad Adenauers „Berater in technischen Fragen der Sicherheit“ zur geheimen Vorbereitung des Aufbaus westdeutscher Streitkräfte. Am 26. Oktober 1950 berief Konrad Adenauer Theodor Blank zum „Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen“. Dieses „Amt Blank“ wurde zur Keimzelle des späteren Bundesministeriums der Verteidigung. In der Himmeroder Denkschrift vom Oktober 1950 lieferten Fachleute, unter ihnen Wolf von Baudissin, maßgebliche Ideen für die Konzeption und den Aufbau der Bundeswehr. Die sieben in die Bundeswehr übernommenen Offiziere der 15-köpfigen Himmeroder Expertengruppe, die zum Teil höchste Stellungen in der Bundeswehr (Generalsinspekteur, Inspekteure von Teilstreitkräften) und in der NATO (Vorsitzender des Militärausschusses, hohe Kommandeure) erlangten, prägten mit den in Himmerod entwickelten Konzepten die junge Bundeswehr.

Wichtig für den Aufbau neuer Verteidigungskräfte, die zunächst in den teilweise bewaffneten Dienstgruppen vorgehaltenen und ab 16. März 1951 im paramilitärisch organisierten Bundesgrenzschutz (BGS) ausgebildet wurden, war die am 23. Januar 1951 erfolgte Ehrenerklärung für die Soldaten der Wehrmacht durch den damaligen Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte, Dwight D. Eisenhower gegenüber Bundeskanzler Konrad Adenauer. Dies machte die Wiedereingliederung ehemaliger Wehrmachtsangehöriger erst möglich, da zu diesem Zeitpunkt nur wenige Nachkriegsjahrgänge und so gut wie keine Offiziere und Unteroffiziere zu Verfügung gestanden hätten, die nicht Vordienstzeiten in der Wehrmacht hatten.

Die Gründung der Bundeswehr und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik am 5. Mai 1955 führten zu erheblichen innenpolitischen Auseinandersetzungen, vor allem zwischen SPD und CDU über die Frage, ob es moralisch zu verantworten sei, dass Deutschland nach der Hitler-Diktatur jemals wieder über Streitkräfte verfügen sollte. Am 7. Juni 1955 wurde die Wehrverwaltung gegründet, am 12. November 1955 die ersten 101 Freiwilligen vereidigt.

Der Name „Bundeswehr“ wurde auf Vorschlag des FDP-Bundestagsabgeordneten Hasso von Manteuffel, eines früheren Wehrmachtsgenerals, gewählt und ging auf eine Wortwahl des Abgeordneten Daniel Friedrich Gottlob Teichert in den „Verhandlungen der deutschen verfassunggebenden Reichsversammlung zu Frankfurt am Main“ 1849 zurück.

Am 22. Mai 1956 trat die mit großer Mehrheit beschlossene Wehrverfassung (Ergänzung des Grundgesetzes Art. 87a GG) in Kraft, am 1. April folgte das Gesetz über die Rechtsstellung des Soldaten und am 21. Juli das Wehrpflichtgesetz. Um einen beschleunigten Aufbau der Bundeswehr zu gewährleisten, war bereits am 30. Mai 1956 das 2. Gesetz über den Bundesgrenzschutz in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wurde der Bundesminister für Verteidigung ermächtigt, aus Freiwilligenverbänden des BGS Verbände der Bundeswehr aufzustellen. BGS-Beamte hatten im Zeitraum vom 1. bis 30. Juni 1956 die Möglichkeit, eine Erklärung abzugeben, dass sie im Bundesgrenzschutz verbleiben wollten. Wer dies nicht tat, wurde automatisch zum 1. Juli 1956 in die Bundeswehr überführt. Die ehemaligen BGS-Beamten erhielten dabei den nächsthöheren Dienstgrad und Möglichkeiten einer schnelleren Beförderung. Besonders ehemalige Wehrmachtsangehörige im BGS nutzten dies, da sie im Bundesgrenzschutz bisher oft um drei Dienstgrade niedriger Dienst taten als in der Wehrmacht, bei der Bundeswehr jedoch nach ihrem letzten Rang in der Wehrmacht beurteilt wurden.

Die Anfang November 1956 von der Bundesregierung befohlene Aufstellung von zunächst sieben Divisionen bestand daher in ihrer Masse anfangs aus ehemaligen BGS-Beamten und Freiwilligen, von denen ein Teil in verschiedenen alliierten Dienstgruppen gedient hatte. Ab 1957 kamen dann die ersten Wehrpflichtigen dazu. Der BGS bildete die Grundlage für die 2. 3. und 4. Grenadierdivision, drei Musikkorps und die Führungsebene des Panzeraufklärungsbataillons 5 sowie des Panzerfernmeldebataillons 3. Aus Mangel an Bundeswehruniformen und Unterkünften behielten die ehemaligen Bundesgrenzschutzmänner anfangs ihre bisherige Ausrüstung und blieben in den BGS-Kasernen. Sie mussten lediglich das Abzeichen mit dem Bundesadler vom linken Oberärmel abtrennen.

Bei Gründung der Bundeswehr stammten deren Offiziere und Unteroffiziere fast ausnahmslos aus der Wehrmacht – teilweise auch aus der Waffen-SS. Im Jahre 1959 waren von 14.900 Bundeswehroffizieren 12.360 bereits in der Reichswehr oder Wehrmacht zu Offizieren ernannt worden, 300 Offiziere entstammten der Waffen-SS. Alle Offiziere vom Oberst aufwärts wurden durch den Personalgutachterausschuss überprüft, ein Gremium aus 38 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die vom Bundespräsidenten auf Vorschlag der Bundesregierung und nach Bestätigung durch den Bundestag ernannt worden waren. Auf den Vorwurf, alle hohen Offiziere hätten in der Wehrmacht gedient, antwortete Bundeskanzler Adenauer sinngemäß, die NATO nehme ihm keine 18-jährigen Generale ab.

Die Bundeswehr sieht sich ausdrücklich nicht in der Tradition der Wehrmacht, sondern pflegt verstärkt ihre eigenen Traditionen als demokratische Armee aus mündigen Bürgern aus 50 Jahren Bundeswehrgeschichte. Als gültige Tradition werden aber auch Soldaten und Truppenteile vor 1945 betrachtet, sofern sie durch ihr Wirken beispielhaft für Freiheit und Recht eintraten. Als Haupttraditionslinien von vor 1945 gelten die preußischen Reformer zu Beginn des 19. Jahrhunderts und der militärische Widerstand gegen Hitler. Schriftlich fixiert sind die Grundsätze der Traditionspflege in der Bundeswehr im Traditionserlass von 1982.

Wiedervereinigung 1990

Nach der Wiedervereinigung übernahm die Bundeswehr etwa 20.000 Soldaten der Nationalen Volksarmee der DDR. Außerdem wurde ein kleiner Teil des Materials der NVA übernommen und zum Teil bis heute weiter genutzt. Große Mengen der Bewaffnung und Ausstattung wurden hingegen verschrottet, verkauft oder verschenkt, z. B. Panzer an die Türkei und MiG-29-Flugzeuge der NVA-Luftstreitkräfte an Polen. Indonesien kaufte 39 Kriegsschiffe der Volksmarine. Dieser Verkauf von Panzern an die Türkei ist ein häufiger Kritikpunkt, da diese Panzer der Bekämpfung von Minderheiten, wie den Kurden, gedient haben.

Bundeswehrreform und Transformation

Die Bundeswehr musste sich in ihrer Geschichte immer wieder veränderten Bedingungen anpassen. Während des Ost-West-Konflikts war das Bedrohungspotenzial des Warschauer Pakts bestimmend für die Struktur der Bundeswehr. Nach dessen Ende wurde deshalb eine Grundreform der Bundeswehr notwendig. Dabei mussten anfangs die mögliche Restbedrohung aus dem osteuropäischen Raum und sich zunächst nur vage abzeichnende neue Aufgaben miteinander in Einklang gebracht werden. Auch die innenpolitische Diskussion in Deutschland, die sich unter anderem zwischen 1990 und 1994 in der so genannten out-of-area-Debatte niederschlug, stand einer schnellen und gründlichen Reform im Wege. Erst nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994 über die Auslandseinsätze der Bundeswehr waren die Voraussetzungen gegeben, die Bundeswehr gezielt auf derartige Aufgaben auszurichten. Es blieb jedoch vornehmlich aus innenpolitischen Gründen zunächst bei einer Veränderung in kleinen Schritten.

Nach dem Regierungswechsel 1998 und den Empfehlungen der Weizsäcker-Kommission wurde der Umbau unter Bundesminister Scharping erheblich beschleunigt. Nicht alle Reformansätze haben sich indes als praktikabel und finanzierbar erwiesen. Der beginnende militärische Kampf gegen den Terror als Reaktion auf die Anschläge des 11. September 2001 hat zu weiteren Überarbeitungen der Reformen geführt.

Inzwischen ist die Erkenntnis erwachsen, dass es nicht mehr möglich ist, einen am Ende der Reform anzustrebenden dauerhaften Sollzustand zu definieren, wie es für frühere Bundeswehrreformen unter den fast statischen Bedingungen des Kalten Krieges typisch war. Eine von manchen erhoffte gründliche Reform, die alle Probleme der Bundeswehr auf einmal behebt, kann es demnach nicht geben. Das neue sicherheitspolitische Umfeld unterliegt schnellen Wandlungen. Diesen Herausforderungen soll nach dem neuen Konzept mit einem kontinuierlichen Anpassungsprozess begegnet werden, der als „Transformation“ bezeichnet wird.

In diesem Prozess soll durch ständige Analyse und Bewertung aller entscheidenden Parameter eine Möglichkeit geschaffen werden, die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr in einem sich rasch verändernden Umfeld herzustellen und aufrechtzuerhalten. Das im Jahre 2004 aufgestellte Zentrum für Transformation der Bundeswehr (ZTransfBw) unterstützt das BMVg bei der Transformation der Bundeswehr.

Auftrag, Aufgaben, internationale Einbindung und Einsätze

Auftrag und Aufgaben

Der Bund hat gemäß Art. 87a Abs. 1 Satz 1 GG den Auftrag, Streitkräfte zur Verteidigung aufzustellen („Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“). Die aus diesem Auftrag resultierenden Aufgaben und Aufträge der Bundeswehr sind konzeptionell im Weißbuch niedergeschrieben und unterliegen im selben Ausmaß einem steten Wandel, wie sich die geopolitische Sicherheitslage im Laufe der Zeit ändert.

Während des Ost-West-Konflikts war die Abwehr eines Angriffs aus dem Osten Hauptaufgabe der Bundeswehr. Seit 1990 hat sich ihr Aufgabenspektrum stark verschoben: neben der klassischen Landesverteidigung ist die Teilnahme an Auslandseinsätzen im globalen Rahmen in den Vordergrund getreten. Die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland erfolgt nach den Worten des ehemaligen Verteidigungsministers Peter Struck „nicht mehr nur in Hindelang, sondern auch am Hindukusch“.

Gemäß dem Weißbuch 2006 hat die Bundeswehr den Auftrag,

die außenpolitische Handlungsfähigkeit zu sichern,

einen Beitrag zur Stabilität im europäischen und globalen Rahmen zu leisten,

die nationale Sicherheit und Verteidigung zu gewährleisten,

zur Verteidigung der Verbündeten beizutragen und

die multinationale Zusammenarbeit und Integration zu fördern.

Als Aufgaben sind in der Konzeption der Bundeswehr festgelegt:

Internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, einschließlich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus,

Unterstützung von Bündnispartnern,

Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger,

Rettung und Evakuierung,

Partnerschaft und Kooperation,

Hilfeleistungen (Amtshilfe, Naturkatastrophen, besonders schwere Unglücksfälle).

Die Bundeswehr in internationalen Bündnissen und Organisationen

Nach Art. 24 GG kann sich der Bund zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen und hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, um eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeizuführen und zu sichern.

NATO

Die Bundesrepublik Deutschland ist am 9. Mai 1955 der NATO beigetreten. Ihre Streitkräfte waren während des Ost-West-Konflikts fest in die Gliederung der NATO eingebunden. Nach 1990 ist diese feste Bindung zwischen Teilen der nationalen Streitkräfte der Verbündeten und bestimmten Gliederungselementen der NATO-Kommandostruktur aufgehoben worden. Gleichwohl bleiben die deutschen Streitkräfte in den Streitkräfteplanungsprozess der NATO eingebunden. Die Anzeige von Kräften an die NATO ist eine Selbstbindung, die NATO kann die Nationen nicht zwingen, bestimmte Kräfte zu unterhalten. Als Beitrag zur NATO Response Force ist die Bundeswehr darauf eingestellt, jederzeit bis zu 5000 Soldaten in hoher Bereitschaft zu halten.

Mit dem Bündnisfall regelt der NATO-Vertrag im Art. 5 in Verbindung mit Art. 115a GG eine weitere Einsatzmöglichkeit der Bundeswehr. Die Bundeswehr kann auch eingesetzt werden, wenn ein NATO-Bündnispartner angegriffen wird. Der Bündnisfall wurde seit seiner Festlegung erstmals nach dem 11. September 2001 erklärt.

Europäische Union

Mit der Entwicklung einer eigenen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) hat sich die EU eine eigene militärische Handlungsfähigkeit zugelegt. Entsprechend dem European Headline Goal von 1999 (EHG) sollten die Mitgliedstaaten 60 000 Soldaten für eine europäische Eingreiftruppe bereithalten, die innerhalb von 60 Tagen für ein Jahr zum Einsatz gebracht werden kann. Deutschland beabsichtigte hierfür bis zu 18 000 Soldaten zu stellen. Im Rahmen des angepassten Headline Goal 2010 beteiligt sich die Bundeswehr mit unterschiedlichen Kräfteansätzen an EU Battlegroups.

Vereinte Nationen

Um bei Bedarf möglichst schnell auf Truppen zurückgreifen zu können, hat die UN mit verschiedenen Staaten so genannte „Standby Arrangements“ abgeschlossen. 1999 hat sich Deutschland bereit erklärt, für die UN etwa 1000 Soldaten vorzusehen.

Auslandseinsätze

Die Bundeswehr bietet etwa 7.000 Soldaten für Auslandseinsätze (Friedenstruppen der Vereinten Nationen, humanitäre Einsätze, Hilfe bei Naturkatastrophen) auf.

Als Folge der seit 1990 veränderten Sicherheitslage wird die Bundeswehr auch zu friedenserhaltenden und -sichernden Maßnahmen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt. Bereits unmittelbar nach der Wiedervereinigung begann eine heftige Debatte über den Einsatz der Bundeswehr außerhalb des NATO-Vertragsgebiets (out-of-area-Debatte). Die ersten derartigen Einsätze waren 1991 die Operation Südflanke, eine Minenräumaktion der Marine nach dem Zweiten Golfkrieg im Persischen Golf, und 1993 die Entsendung eines Feldlazaretts nach Phnom Penh im Rahmen einer UN-Mission. Es folgten Einsätze in der Adria (SHARP GUARD 1992–1996), in Somalia und auf dem Balkan im Rahmen der Einsätze IFOR und SFOR. Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Einsätze nach Maßgabe des Art. 24 Abs. 2 GG (also innerhalb von NATO- oder UN-Mandaten) hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994 geklärt. Darüber hinaus ist dieses Urteil die Grundlage des Parlamentsvorbehaltes für den Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte im Ausland, der 2005 durch das Parlamentsbeteiligungsgesetz in Gesetzesform festgelegt wurde. Im Schrifttum ist umstritten, ob dieser Vorbehalt durch das Urteil nur explizit klargestellt oder in extensiver Auslegung der Verfassung erst durch das Gericht „eingeführt“ wurde.

Wichtigste laufende Einsätze sind:

1999 unter NATO-Kommando: KFOR (Kosovo Force), derzeit noch rund 1500 deutsche Soldaten bei einer zulässigen Mandatsobergrenze von 3500 (vormals 8500).

seit 2001 Operation ACTIVE ENDEAVOUR im Mittelmeer zum Schutz des Seeverkehrs gegen terroristische Bedrohungen, deutsche Fregatten, U-Boote und Schnellboote.

Seit Januar 2002 unter US-Kommando: Operation Enduring Freedom als Teil des Kampfes gegen den Terrorismus. Zunächst Marinepräsenz am Horn von Afrika und Spezialkräfte in Afghanistan. Derzeit nur Marineeinsatz (Beteiligung OEF und OAE: 800 Soldaten).

Beteiligung Deutschlands an UN-Missionen im Oktober 2008

UN-Mission Soldaten Militärbeobachter Polizisten

UNAMA (Afghanistan) - 1 -

UNAMID (Darfur, Sudan) 1 - 6

UNIFIL (Libanon) 240 - -

UNMEE (Äthiopien, Eritrea) - 1 -

UNMIK (Kosovo) - - 146

UNMIL (Liberia) - - 5

UNMIS (Sudan) 5 33 5

UNOMIG (Georgien) - 12 4

seit Januar 2002 ISAF-Einsatz in Afghanistan zur Friedenssicherung unter NATO-Kommando; derzeit etwa 4100 deutsche Soldaten (Mandatsobergrenze: 5350 Soldaten statt bisher 4500. Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe handelt es sich um einen nichtinternationalen bewaffneten Konflikt.

seit Dezember 2004 unter EU-Kommando: EUFOR (European Union Force in Bosnia and Herzegovina - Operation Althea), Derzeit etwa 120 Deutsche Soldaten (bis 2400 Deutsche Soldaten als Mandatsobergrenze möglich).

seit April 2005 UNMIS (United Nations Mission in Sudan) - Entsendung von bis zu 75 unbewaffneten Militärbeobachtern in den Süden und Osten des Sudans zur Überwachung des Friedensabkommens.

seit September 2006 - Seeraumüberwachung vor der Küste des Libanons im Rahmen von UNIFIL II mit Fregatten, Schnellbooten und Hilfsschiffen unter deutscher Führung. Einschließlich Landkomponenten zur Versorgung und zur Unterstützung der libanesischen Kräfte ca. 460 Soldaten entsandt (Mandatsobergrenze 2.400).

seit Dezember 2008: Beteiligung an EU NAVFOR Somalia (Operation Atalanta) zum Schutz von Schiffen, die im Rahmen des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen Hilfslieferungen nach Somalia transportieren (Mandatsobergrenze: 1400 Soldaten).

Bei Auslandseinsätzen kamen seit 1990 insgesamt 98 Soldaten ums Leben (Stand: 1. September 2012). Insgesamt starben seit ihrer Gründung etwa 2600 Angehörige der Bundeswehr in Erfüllung ihrer Pflicht. Nach langer Diskussion wurde am 27. November 2008 schließlich der Grundstein zum Ehrenmal der Bundeswehr auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Berlin gelegt. Die Einweihung erfolgte am 9. September 2009.

Seit sich die Bundeswehr im Jahre 2001 im Rahmen des Krieges gegen den Terror aktiv am Krieg in Afghanistan mit Heer, Luftwaffe und Spezialeinheiten beteiligt, entbrennen immer wieder Diskussionen um die Sinnhaftigkeit und den Zweck des Einsatzes. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung lehnt den Einsatz mittlerweile ab.

Streitkräfteeinsatz im Innern

Das Grundgesetz sieht den Einsatz der Bundeswehr zur Außenverteidigung der Bundesrepublik Deutschland vor. Für alle anderen Einsatzformen, also auch die Verwendung der Bundeswehr auf oder über deutschem Staatsgebiet, sind die Behörden nach Art. 87a Abs. 2 GG an grundgesetzliche Regelungen gebunden. Sind die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, kann die Bundeswehr unterstützende Funktionen in Bezug auf bereits laufende polizeiliche Sicherheitsmaßnahmen erfüllen. Hierfür gibt es folgende zwei Möglichkeiten.

Im Rahmen der Amtshilfe und Organleihe (Subsidiaritätsprinzip) ist es nach Art. 35 Abs. 2 Satz 2 GG zulässig, dass ein Land „Kräfte und Einrichtungen“ der Streitkräfte „zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall“ anfordert. Dabei kann nach aktueller Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts der Begriff „Unglücksfall“ nach Sinn und Zweck des Bundeswehreinsatzes, nämlich dem wirksamen Katastrophenschutz, weit ausgelegt werden.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Bundeswehr im Innern ergibt sich gemäß Art. 87a Abs. 4 GG in Verbindung mit Art. 91 Abs. 2 GG aus der Gefährdung des Bestands der Bundesrepublik in dem Rahmen, wie ihn das Grundgesetz durch die Notstandsverfassung und wie ihn die Notstandsgesetze vorsehen. Dies umfasst zum einen eine Bedrohung der Existenz des Bundes oder eines Landes oder aber auch der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. In jedem Fall müssen die Bestimmungen des Art. 91 Abs. 2 GG erfüllt sein, nach dem das bedrohte Land zur Sicherung seines Bestandes oder der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entweder nicht fähig oder nicht willens sein darf, damit ein Streitkräfteeinsatz im Innern verfassungskonform ist. Am 17. August 2012 urteilte das Bundesverfassungsgericht in einer Plenarentscheidung, dass der Einsatz militärischer Mittel der Bundeswehr im Inland in „Ausnahmesituationen katastrophischen Ausmaßes“ zulässig sei. Dies dürfe nur als ultima ratio, nicht aber gegen demonstrierende Menschenmengen oder zum Abschuss entführter Passagiermaschinen geschehen, beides sei weiterhin verfassungswidrig.

Organisation und Struktur

Führungsorganisation

Die Bundeswehr wird vom Bundesminister der Verteidigung als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt (IBuK) geführt. Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) als Oberste Bundesbehörde unterstützt ihn bei dieser Aufgabe. Dem Minister sind zwei beamtete und zwei parlamentarische Staatssekretäre zugeordnet. Der Minister, die Staatssekretäre und der Generalinspekteur bilden gemeinsam die Leitung des Ministeriums. Der dem Ministerium nachgeordnete Bereich gliedert sich in militärische und zivile Organisationsbereiche, die jeweils den entsprechenden Abteilungsleitern des BMVg unterstehen.

Truppendienstliche und administrative Führung

Militärische Organisationsbereiche

Streitkräfte

Teilstreitkräfte:

Heer

Luftwaffe

Marine

Streitkräftebasis

Zentraler Sanitätsdienst

Zivile Organisationsbereiche

Bundeswehrverwaltung, gegliedert in die drei Organisationsbereiche

Personal

Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung sowie

Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen

Militärseelsorge

Rechtspflege der Bundeswehr

Generalinspekteur

Der Generalinspekteur ist für die Gesamtkonzeption der militärischen Verteidigung verantwortlich. Dazu gehört neben der Bundeswehrplanung vor allem die Führung von Einsätzen, für die er dem Minister persönlich verantwortlich ist. Außerdem ist er oberster militärischer Berater der Bundesregierung.

Einsatzführung

Der Bundesminister der Verteidigung ist für die Führung aller Einsätze verantwortlich, solange die Befehls- und Kommandogewalt nicht im Verteidigungsfall auf den Bundeskanzler übergegangen ist. Der Befehlsstrang für in nationaler Verantwortung verbleibende Aufgaben verläuft vom Generalinspekteur, der in Einsatzfragen durch die Abteilung Strategie und Einsatz im Bundesministerium der Verteidigung unterstützt wird, über das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam (bei allen größeren und streitkräftegemeinsamen Einsätzen) zum jeweiligen Kontingentführer im Einsatzgebiet. Kleinere Einsätze können vom Kommando einer Teilstreitkraft geführt werden, wie beispielsweise die Zuständigkeit des Marinekommandos für die Operation Active Endeavour zeigt.

Personalstärke und -struktur

In der Bundeswehr sind zurzeit 185.194 aktive Soldaten tätig (Stand: November 2013):

Berufs- und Zeitsoldaten: 175.625

Freiwillig Wehrdienstleistende: 9.569

Davon dienen im Verteidigungsministerium 910 (0,5 %); in der Streitkräftebasis 45.133 (24,4 %); im zentralen Sanitätsdienst 19.515 (10,5 %); im Heer 62.013 (33,5 %); bei der Luftwaffe 31.378 (16,9 %); in der Marine 15.842 (8,6 %); im Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 811 (0,4 %); im Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.662 (0,9 %); im Bereich Personal 6.097 (3,3 %) und 2.833 (1,5 %) in sonstigen Bereichen. Der Anteil der Frauen beträgt insgesamt 18.633 Soldatinnen (10,1 %); 7.921 Soldaten und Soldatinnen bereiten sich auf einen zivilen Beruf vor.

Die Personalstruktur der Bundeswehr ist seit 1990 in mehreren Schritten den veränderten Anforderungen angepasst worden. Gemäß dem jetzt gültigen Personalstrukturmodell (PSM 2010) hat die Bundeswehr seit 2010 eine Friedensstärke von etwa 250.000 Soldaten und 75.000 zivilen Mitarbeitern. Etwa 20 % der Soldaten sind noch Wehrpflichtige, die übrigen sind Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit. Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr ist seit 2011 eine neue Zielgröße festgelegt worden. Zukünftig ist ein Gesamtumfang von bis zu 185.000 Soldaten vorgesehen, der sich aus 170.000 Zeit- und Berufssoldaten inklusive Reservisten sowie aus 5.000 bis 15.000 Freiwillig Wehrdienstleistenden zusammensetzt. Während des Kalten Krieges verfügte die Bundeswehr über eine Sollstärke von etwa 495.000 Soldaten. Nach der Wiedervereinigung wurde im Rahmen des Zwei-plus-vier-Vertrags eine Obergrenze von 370.000 Soldaten für die Bundeswehr festgelegt. Diese Festlegung ist bis heute völkerrechtlich bindend.

Rund 85 % der Soldaten auf Zeit wechseln nicht in das Dienstverhältnis als Berufssoldat, sondern kehren nach Beendigung ihres Dienstes in das zivile Erwerbsleben zurück.

Seit 2001 sind alle Laufbahnen der Bundeswehr uneingeschränkt für Frauen geöffnet. Am 2. Januar 2001 begannen 244 Frauen ihren freiwilligen Dienst mit der Grundausbildung. Zuvor durften sie nur im Sanitätsdienst (seit 1975 als Offizier, seit 1991 auch in der Unteroffiziers- und Mannschaftslaufbahn) und im Militärmusikdienst (ebenfalls seit 1991) beschäftigt werden. Derzeit leisten über 18.000 Soldatinnen Dienst in der Bundeswehr, davon etwa die Hälfte im Sanitätsdienst. Insgesamt stellen sie einen Anteil von 10 % der Soldaten. Dabei ist ihr Anteil mit rund 30 % im Sanitätsdienst am höchsten (Stand Oktober 2007). Frauen werden bei Personalmaßnahmen bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt, solange bis ihr Anteil im Sanitätsdienst 50 % und in sonstigen Teilen der Streitkräfte 15 % erreicht hat.

Rund eine halbe Million Reservisten der Bundeswehr waren vor allem in nichtaktiven Truppenteilen, überwiegend Heimatschutzbataillonen, eingeplant, die im Verteidigungsfall aufwachsen sollten. Im Zuge der Umstrukturierung zu einer Einsatzarmee wurden diese nichtaktiven Truppenteile aufgelöst. Als Nachfolge und Ersatz stellt die Bundeswehr seit 2012 Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte in Kompaniestärke auf. Jedem der einzelnen Landeskommandos der einzelnen Bundesländer sollen mehrere dieser Kompanien unterstellt werden. Rund 90.000 Reservisten sind heute eingeplant auf

Dienstposten der „Verstärkungsreserve“. Diese dienen der Deckung des Bedarfs an Reservisten und Reservistinnen mit speziellen zivilberuflichen Qualifikationen, über die die Streitkräfte strukturell nicht oder nicht in ausreichendem Umfang verfügen. Sie werden für die Einsatzbereitschaft von Truppenteilen und Dienststellen im Frieden und für die Herstellung der Verteidigungsbereitschaft benötigt.

so genannten „gespiegelten Dienstposten“, um diese bei Abwesenheit des aktiven Soldaten besetzen zu können.

Dienstposten der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit im Inland (ZMZ-I) in Verbindungskommandos zu zivilen regionalen Behörden oder in wenigen nichtaktiven Truppenteilen.

Auch in Auslandseinsätzen werden Reservisten - vor allem solche mit zivilen Spezialkenntnissen - eingesetzt. Dies betrifft zum Beispiel Fachärzte wie Frauen- oder Kinderärzte, die es nicht im aktiven Dienst bei der Bundeswehr gibt, deren Kenntnisse aber insbesondere bei humanitären Einsätzen gebraucht werden.

Dienstgradstruktur

Bezogen auf die Laufbahngruppen gehörten im Februar 2012 29,02 % aller Soldaten zu den Mannschaftsdienstgraden. Zu der Laufbahngruppe der Unteroffiziere gehörten 52,67 % aller Soldaten, aufgeteilt zu 19,73 % in der Laufbahn der Unteroffiziere ohne Portepee und als größtem Anteil mit 32,94 % in der Laufbahn der Unteroffiziere mit Portepee. Auf die Laufbahngruppe der Offiziere entfielen 18,31 %. Betrachtet man die Dienstgradverteilung innerhalb der Offiziere, so waren von den insgesamt 37.506 Personen dieser Gruppe 4.801 Leutnante, 7.498 Oberleutnante, 11.764 Hauptleute/Kapitänleutnante, 3.853 Majore/Korvettenkapitäne, 8.142 Oberstleutnante/Fregattenkapitäne, 1.247 Oberste/Kapitäne zur See und 201 Soldaten, die in die Gruppe der Generale und Admirale fallen (entsprechende Dienstgrade des medizinischen Personals sind enthalten).

Medien

Die Bundeswehr verfügt über einen eigenen Fernseh- und Radiosender. Die Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr (IMZBw) in St. Augustin betreibt den Fernsehsender Bundeswehr TV, das Zentrum Operative Information (ZOpInfo) in Mayen den Radiosender Radio Andernach. Beide Sender richten sich ausschließlich an Soldaten und zivile Angestellte der Bundeswehr.

Darüber hinaus erscheinen in der Bundeswehr auch diverse Printmedien, u.a. die offizielle und vom Bundesministerium der Verteidigung herausgegebene "aktuell" als Wochenzeitung für die Bundeswehr und das Magazin „Y“. Außerdem gibt es die Zeitschriften „if – Zeitschrift für Innere Führung“ und „Militärgeschichte - Zeitschrift für historische Bildung“. Die Bundeswehr präsentiert sich auch mit einem eigenen Facebook-Auftritt:

Unabhängig vom Bundesministerium für Verteidigung gibt der Deutsche Bundeswehrverband e. V., unter Vorsitz von Oberst Ulrich Kirsch (Stichzeitpunkt November 2013), ebenfalls ein eigenes Magazin heraus "Die Bundeswehr".

Die Einbindung der Bundeswehr in den Staat

Bei der Gründung der Bundeswehr wurde darauf geachtet, dass die neuen Streitkräfte weder eine gesellschaftlich und politisch dominierende Stellung wie im Kaiserreich erlangen könnten, noch wie die Reichswehr, die, mit einer eigenen Jurisdiktion ausgestattet, dem Reichspräsidenten unmittelbar unterstellt war, einen Staat im Staate bilden könnten. Zu diesem Zweck wurde eine Anzahl von Instrumenten zur politischen und gesellschaftlichen Kontrolle der Streitkräfte geschaffen. Besonderer Wert wurde auf das „innere Gefüge“ gelegt, das sich an den neuen Prinzipien der Inneren Führung orientieren sollte. Auch der Rechtsstatus der Soldaten wurde entsprechend der Werteordnung des demokratischen Rechtsstaats neu definiert.

Parlamentarische Kontrolle

Die Bundeswehr untersteht dem Bundesminister der Verteidigung, einem zivilen Angehörigen der vom Deutschen Bundestag getragenen Bundesregierung. Der Verteidigungsminister ist der einzige Zivilist, der Soldaten Befehle erteilen kann. Dadurch wird das Primat der Politik, das heißt der Vorrang der Politik gegenüber dem Militär, sichergestellt. Dieses politische Primat erfordert, dass auch in der Bundeswehr das Prinzip von Befehl und Gehorsam gilt.

Nach Art. 80a, Abs. 1 und Art. 115 a, Abs. 1 des Grundgesetzes entscheiden parlamentarische Gremien über den Eintritt des Spannungs- und Verteidigungsfalls.

Die Bundeswehr ist Teil der Exekutive. Zur umfassenden Kontrolle dieser bewaffneten Institution hat der Bundestag besondere bedeutende Rechte. Es gilt der Parlamentsvorbehalt; die Bundesregierung hat für den Einsatz bewaffneter Streitkräfte die Zustimmung des Bundestags einzuholen, und zwar vor deren Einsatz, sofern nicht eine Gefahr im Verzug ein sofortiges Eingreifen verlangt. Seine Beteiligung an der Frage des Einsatzes der Bundeswehr hat der Bundestag im Parlamentsbeteiligungsgesetz geregelt. Wegen des Parlamentsvorbehalts gilt die Bundeswehr als „Parlamentsarmee“. Das Parlament verfügt über Kontrollinstrumente mit gegenüber der Bundeswehr erheblich weiter gehenden Rechten, als es sie für andere Bereiche der Exekutive wie etwa der Bundespolizei, der Finanzverwaltung oder den Botschaften gibt. Es handelt sich dabei um die besonderen Rechte des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss, um den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, um die Sonderregelungen im Haushaltsrecht und die uneingeschränkten Zugangsrechte der MdB zu den Liegenschaften.

Der Verteidigungsausschuss

Während der Bundestag in allen anderen Angelegenheiten einen Untersuchungsausschuss einsetzen kann (Art. 44 GG), kann sich der Verteidigungsausschuss selber zum Untersuchungsausschuss erklären (Art. 45a GG). Das erlaubt es den Abgeordneten, jede bundeswehrinterne Sache, der der Ausschuss politische Bedeutung beimisst, mit allen Mitteln eines Untersuchungsausschusses, das heißt ähnlich einer staatsanwaltlichen Ermittlung, zu überprüfen, ohne dass das Bundestagsplenum eingeschaltet werden muss. Dadurch können die zuständigen Parlamentarier die Bundeswehr leichter überwachen, ohne dass die gegebenenfalls notwendige Geheimhaltung verloren geht.

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages

Art. 45b GG bestimmt, dass zum Schutze der Grundrechte und als Hilfsorgan des Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle ein Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages berufen wird. Der Wehrbeauftragte ist also ein Organ des Bundestages, nicht der Bundeswehr oder der Bundesregierung. Er untersucht mögliche Verletzungen der Grundrechte der Soldaten und Verstöße gegen die Grundsätze der Inneren Führung und berichtet dem Bundestag. Außerdem ist er Petitionsinstanz für alle Soldaten, die sich ohne Einhaltung des Dienstweges unmittelbar, auch unter Schutz ihrer Identität, an ihn wenden dürfen.

Sonderregelungen im Haushaltsrecht

Art. 87a Abs. 1 GG bestimmt: “Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.” Ausfluss dieser Regelung ist die „Stärke- und Ausrüstungs-Nachweisung“ (STAN), die Struktur, Umfang und Ausstattung jeder Einheit der Streitkräfte transparent abbildet. Gesamtstärke und Organisation der Streitkräfte werden jedes Jahr von neuem durch den Bundestag im Haushaltsgesetz festgelegt. Eine ähnliche Regelung gibt es für keinen anderen Bereich der Exekutive. Sie soll verhindern, dass der BMVg die Streitkräfte vergrößert oder sie zu nicht vom Parlament gebilligten Zwecken umorganisiert oder streitkräfteintern „Geistereinheiten“ oder Sonderkommandos aufgestellt werden.

Innere Führung

Der Begriff Innere Führung beschreibt die komplexe Führungskonzeption der Bundeswehr. Er ist verbunden mit dem Leitbild des Staatsbürgers in Uniform. Das bedeutet, dass die Grundrechte des Soldaten nur so weit eingeschränkt werden, wie es der militärische Auftrag erfordert. So wird z. B. das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung nur teilweise durch das Prinzip von Befehl und Gehorsam eingeschränkt (siehe: Vorgesetztenverordnung). Insbesondere besitzen die Bundeswehrsoldaten im Gegensatz zu den Soldaten der Reichswehr, der Wehrmacht und Soldaten vieler anderer Länder das aktive und das passive Wahlrecht, das Recht auf Parteimitgliedschaft sowie das Recht auf gewerkschaftliche Organisation. So können sie in allen Bereichen der Gesellschaft und auf allen Ebenen, auch in Landtagen und im Bundestag, politisch mitwirken.

Die Innere Führung soll so die Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft gewährleisten. Sie wurde unter anderem durch den späteren General Graf Baudissin entwickelt und markiert einen bedeutenden Unterschied zu allen früheren deutschen Armeen. Zuständig für die Lehre, Kommunikation nach außen und die Weiterentwicklung ist das Zentrum Innere Führung.

Der Rechtsstatus der Soldaten

Soldaten genießen als Staatsbürger in Uniform grundsätzlich die gleichen Rechte wie andere Bürger. Art. 17a Abs. 1 GG regelt, in welchem Maße Soldaten Einschränkungen ihrer Grundrechte hinnehmen müssen. Die Dienstpflichten der deutschen Staatsbürger sind in Art. 12a GG festgelegt, der die rechtliche Grundlage für die Wehrpflicht bildet. Sie stehen in einem öffentlich-rechtlichen Wehrdienstverhältnis, das auf die Sicherung der ständigen Verteidigungsbereitschaft gegen Angriffe von außen gerichtet ist. Die Dienstpflichten der Soldaten ergeben sich aus dem Soldatengesetz, das Recht auf Religionsausübung wird garantiert.

Die Wehrbeschwerdeordnung erlaubt es jedem Soldaten, sich in dienstlichen, disziplinaren und verwaltungsrechtlichen Fragen auf dem Dienstweg zu beschweren, ohne dass ihm daraus Nachteile erwachsen dürfen. Das Beschwerdeverfahren eröffnet dem Soldaten den Rechtsweg.

Die Ahndung von Dienstvergehen ist in der Wehrdisziplinarordnung geregelt. Sie bestimmt die Maßnahmen, die Disziplinarvorgesetzte und Truppendienstgerichte gegen solche Soldaten verhängen dürfen, die ihre Pflichten aus dem Soldatengesetz verletzt haben. Rechtlich betrachtet sind diese Maßnahmen keine Strafen, sondern arbeitsrechtliche Sanktionen, die auch nicht als Vorstrafe registriert werden. Die schwerste, nur durch ein Truppendienstgericht zu verhängende Maßnahme ist die fristlose Entlassung. Die Truppendienstgerichte bestehen aus zivilen Berufsrichtern und militärischen Beisitzern. Zweite und letzte Instanz der militärischen Disziplinargerichtsbarkeit ist der Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts.

Das Wehrstrafgesetz legt die Tatbestände fest, die als Wehrstraftat geahndet werden. Wehrstraftaten, die an die Staatsanwaltschaft abzugeben sind, sind mit Erlass geregelt. Dazu gehören unter anderem die Fahnenflucht und der Ungehorsam. Das Gesetz gilt nur für Soldaten und wird durch die ordentliche Gerichtsbarkeit angewandt. Nur für den Verteidigungsfall können nach Art. 96 Abs. 1 bis 3 GG eigene Wehrstrafgerichte eingerichtet werden, die nur Taten ahnden dürfen, die außerhalb des Bundesgebiets verübt wurden. Diese Gerichte bestehen aus Berufsrichtern und unterstehen dem Bundesminister der Justiz. Bislang ist die für diese Gerichte notwendige Rechtsgrundlage nicht erlassen worden.

Militärseelsorge

Die weisungsunabhängige Militärseelsorge hat Zugang zu allen Bundeswehrangehörigen und bietet diesen eine grundsätzliche Ansprechbarkeit. Ähnlich dem Wehrbeauftragten erhält sie u. a. so Wissen über Zustand und Entwicklung (in) der Bundeswehr.

Tod von Bundeswehrangehörigen

Seit 1956 sind mehr als 3100 Soldaten und zivile Beschäftigte im Dienst zu Tode gekommen. Ihrer wird seit September 2009 mit einer zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland gedacht. Das Ehrenmal wurde im Hof des Bendlerblocks in Berlin nach einem Entwurf des Münchner Architekten Andreas Meck errichtet. In den letzten Jahren wurden die im Falle von Tod oder Dienstbeschädigungen von Bundeswehrangehörigen im Einsatz anzuwendenden Vorschriften deutlich zum Vorteil der Betroffenen und ihrer Familien geändert.

Dienstunfähigkeit

Das Gesetz zur Regelung der Weiterverwendung nach Einsatzunfällen (Einsatz-Weiterverwendungsgesetz, EinsatzWVG) garantiert ein Anrecht auf Weiterbeschäftigung von Soldaten und Zivilisten, die während eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr schwer verwundet wurden.

Falls ein Zeitsoldat dienstunfähig ausscheidet, setzt sich seine finanzielle Absicherung aus Beschädigten- und Dienstzeitversorgung, einer Ausgleichszahlung und einer Rente der Deutschen Rentenversicherung zusammen. Hinzu kommt die Entschädigung von 80.000 Euro. Berufssoldaten erhalten bei Dienstunfähigkeit aufgrund eines Einsatzunfalls neben der einmaligen Entschädigung ein erhöhtes Unfallruhegehalt. Dies beläuft sich auf 80 % der jeweils ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der übernächsten Besoldungsgruppe beziehungsweise einer gesetzlich festgelegten Mindestbesoldungsgruppe.

Hinterbliebenenversorgung

Den Hinterbliebenen eines bei einem Einsatzunfall ums Leben gekommenen Zeitsoldaten stehen Übergangsbeihilfe, Sterbegeld, Leistungen aus der Beschädigtenversorgung, Ausgleichszahlungen, eine Entschädigung in Höhe von 60.000 Euro sowie eine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu. Es zählen dabei alle Unfälle im Einsatz, aber auch Erkrankungen, die auf die besonderen Verhältnisse im Einsatzland zurückzuführen sind.

Die finanzielle Versorgung der Witwe oder des Witwers eines bei einem Einsatzunfall ums Leben gekommenen Berufssoldaten beträgt 60 % (Waisen 30 %) des erhöhten Unfallruhegehaltes. Zugrunde gelegt wird dabei eine Besoldungsgruppe, die zwei Stufen über der des Verstorbenen liegt und ein pauschaler Ruhegehaltssatz von 80 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.

Strahlenopfer durch Radaranlagen

Seit etwa dem Jahr 2000 war die Bundeswehr mit mehreren tausend Anträgen ehemaliger Soldaten und Zivilangestellten konfrontiert, die Gesundheitsschäden durch militärische Radaranlagen erlitten haben. Sie waren von den 1950er bis 1980er Jahren der Röntgenstrahlung von Radargeräten ausgesetzt, viele erkrankten dadurch an Krebs. Im Jahr 2003 gab eine Expertenkommission (Radarkommission) Empfehlungen für die Entschädigung, die auch ehemalige NVA-Soldaten betrifft. Viele Betroffene beklagen, dass die Bundeswehr eine Hinhaltetaktik betreibe.

Äußere Kennzeichen

Hoheits-, Erkennungs- und Kommandozeichen

Das Hoheitszeichen der Bundeswehr ist das Eiserne Kreuz, das als militärisches Erkennungszeichen der Bundeswehr geführt wird, insbesondere an Luft- und gepanzerten Rad- und Kettenfahrzeugen. Die zivilen Fahrzeuge der BwFuhrparkService GmbH führen auf den Vordertüren hingegen das Logo der Bundeswehr in Blau/Grau und den Schriftzug „Bundeswehr“.

Nachdem die Bundeswehr bei ihrer Gründung zunächst auf ein solches Kennzeichen verzichtet hatte, stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke allen „Bataillonen und entsprechenden Verbänden“ Truppenfahnen als „äußeres Zeichen gemeinsamer Pflichterfüllung für Volk und Staat“. Sie sind einheitlich in Schwarz-Rot-Gold, mit einer Fransenborte und mit dem Bundesadler in der für staatliche Zwecke reservierten Fassung des Bundesschildes gestaltet.

An ihren Dienstgebäuden hisst die Bundeswehr die Dienstflagge der Bundesbehörden. Auf Kriegsschiffen wird die Dienstflagge der Seestreitkräfte geführt, während die zivil besetzten Hilfsschiffe der Bundeswehr die Bundesdienstflagge führen.

Vorgesetzte in Kommandofunktionen führen bestimmte Kommandozeichen wie etwa den Stander des Generalinspekteurs, Kommandoflaggen, -stander und -wimpel.

Uniform

Für die Soldaten der Bundeswehr gibt es eine große Zahl unterschiedlicher Uniformen. Neben den Dienstanzügen der Teilstreitkräfte gibt es verschiedenartige Arbeits- und Gefechtsanzüge und Sonderbekleidung für bestimmte klimatische Verhältnisse wie zum Beispiel Kälteschutzbekleidung. Die Uniformen der Bundeswehr unterliegen der Genehmigung durch den Bundespräsidenten (§ 4 Abs. 3 Soldatengesetz). Die Einzelbestimmungen sind in der ZDv 37/10 „Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr“ festgelegt.

Ausrüstung

Während von 2001 bis 2006 weltweit die Militärausgaben um 30 % stiegen (wobei zu beachten ist, dass der Anstieg maßgeblich auf die US-amerikanischen Aufwendungen für den Irakkrieg zurückzuführen ist), sank der Verteidigungsetat der Bundeswehr in dieser Zeit um 9 %. Seither wurde der Etat wieder nominell erhöht. Der derzeitige Finanzplan sieht für 2009 einen Etat von 31,1 Mrd. Euro vor, womit die Ausgaben für die Bundeswehr seit 2006 um 3,23 Mrd. Euro oder 11,59 % gestiegen sind. Dabei geht es unter anderem darum, die Streitkräfte für die Auslandseinsätze auszustatten. Zu diesem Zweck wurden bestehende Waffensysteme angepasst und neuartige Systeme beschafft. Weitere Kosten entstehen durch Besoldungserhöhungen und die Renovierung von vernachlässigten Kasernen in Westdeutschland.

Wegen der unterschiedlichen Anforderungen in verschiedenen Einsätzen, der Kategorisierung der Streitkräfte in Eingreif-, Stabilisierungs- und Unterstützungskräfte und auf Grund des schnellen technischen Fortschritts ist die Ausrüstung heute weniger homogen als in der Vergangenheit. Die Umstellung des Auftrags von reiner Landesverteidigung auf Auslandseinsätze hat eine Debatte um die Beschaffungspolitik des Bundesverteidigungsministeriums ausgelöst, wie sie auch in anderen westlichen Ländern − vor allem in den Vereinigten Staaten – entstanden ist. Vor allem ein zu geringes Budget und der Zukauf von Ausrüstung, die nur in symmetrischen Auseinandersetzungen zur Anwendung komme, werden vonseiten der Publizistik bemängelt.

Die bedeutendsten Ausrüstungsprogramme der Bundeswehr, die bis ins Jahr 2015 und darüber hinaus laufen werden, beinhalten die Beschaffung von:

140 Mehrzweckkampfflugzeuge Eurofighter

40 Transportflugzeuge Airbus A400M

57 Kampfhubschrauber Eurocopter Tiger

82 Transporthubschrauber NH90

18 Marinehubschrauber MH90

16 unbemannte Luftfahrzeuge SAATEG der MALE (Medium Altitude Long Endurance)-Klasse

350 Schützenpanzer Puma

272 Radpanzer GTK Boxer

4 Fregatten F125

6 Korvetten vom Typ Mehrzweckkampfschiff 180

2 Joint Support Ships (JSS)

Die neu beschafften Systeme werden die derzeit aktiven nicht in gleicher Zahl ersetzen; so werden beispielsweise die 520 Schützenpanzer Marder durch nur 350 Schützenpanzer Puma ersetzt werden. Dies ist möglich, weil zum einen die neu zulaufenden Systeme bedeutend leistungsfähiger sind als die alten, und zum anderen die ursprünglich an Bedürfnisse des Kalten Krieges angepassten Stückzahlen nicht mehr benötigt werden.

Die Bundeswehr verfügte mit Stand 2011 über folgende aktive Ausrüstungen:

Heer (Bundeswehr):

218 Bergepanzer

40 Brückenlegepanzer

67 Flugabwehrpanzer

29 Flugabwehrraketensysteme

1149 Führungs-/ Funktions- und Transportfahrzeuge (teilweise für Auslandseinsätze)

460 Hubschrauber

350 Kampfpanzer

148 Panzerhaubitzen

83 Pionierpanzer

55 Raketenwerfer

523 Schützenpanzer

1558 Transportpanzer

Luftwaffe (Bundeswehr):

273 strahlgetriebene Kampfflugzeuge

91 Transportflugzeuge

Deutsche Marine:

15 Fregatten

5 Korvetten

20 Minenabwehrfahrzeuge

10 Schnellboote

8 Seeaufklärer

4 Unterseeboote

Einzelheiten finden sich hier:

Liste der Handwaffen der Bundeswehr

Liste von Kettenfahrzeugen der Bundeswehr

Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr

Liste von Radfahrzeugen der Bundeswehr

Liste der Schiffe der Bundeswehr

Infanterist der Zukunft

Kernwaffen

Heute befinden sich in Deutschland schätzungsweise 20 US-Atomwaffen. Sie lagern unter amerikanischer Bewachung im Inneren und deutscher Bewachung im äußeren Bereich in Bunkern eines Sondermunitionslagers auf dem Luftwaffen-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz. Durch diese Bewachung und weitere Regelungen ist sichergestellt, dass die Waffen bis zum Einsatz in US-Hoheit bleiben. Zu Zeiten des Kalten Krieges gab es zahlreiche entsprechende Sondermunitionslager in Bundeswehr-Liegenschaften. Die ca. 130 Kernwaffen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein wurden nach Expertenmeinungen im Jahr 2005 abgezogen. Die Luftwaffe trainiert heute nur noch in Büchel im Rahmen der Nuklearen Teilhabe den Einsatz von Kernwaffen durch Jagdbomber vom Typ Tornado, wobei allerdings lediglich mit Attrappen geübt wird. Die Kernwaffen unterstehen den amerikanischen Streitkräften und müssen im Kriegsfall erst durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten freigegeben werden, Deutschland hat keine Verfügungsgewalt über diese Waffen.

Privatisierung

Im Rahmen von Bundeswehrreform und Transformation sind verschiedene Versuche unternommen worden, Ausrüstung von Privatunternehmen beschaffen und instand halten zu lassen. Dazu gehört auch der größte Teil des Fuhrparks der Bundeswehr. Weitgehend mit den zivilen Fahrzeugen vergleichbare Fahrzeugmodelle des Alltagsbedarfs für Truppe und Verwaltung werden seit 2002 durch die BwFuhrparkService GmbH verwaltet.

Des Weiteren wird die Truppe mit Uniformteilen sowie einem Großteil der persönlichen Ausrüstung durch den Militärdienstleister LHBw Bekleidungsgesellschaft mbH versorgt.

Ähnliche Ansätze gibt es für die Liegenschaften der Bundeswehr. Im Zuge der Reduzierung auf 392 Standorte wurden zahlreiche Liegenschaften für eine andere, meist zivile Nutzung freigemacht (Konversion) oder stillgelegt.

Am 28. Dezember 2006 gründete die Bundeswehr zusammen mit Siemens Business Services GmbH & Co. OHG und IBM Deutschland GmbH das Gemeinschaftsunternehmen BWI Informationstechnik GmbH (BWI IT). Ziel dieses Projektes ist die Erneuerung der IT-Landschaft der Bundeswehr in enger Zusammenarbeit mit der Industrie. Betroffen sind unter anderem 140.000 Computerarbeitsplätze, 300.000 Telefone und die Rechenzentren.

Zur Entwicklung in diesen Bereichen hat der Bundesrechnungshof in seinen Berichten wiederholt Fehlentwicklungen aufgezeigt und seine Bewertungen und Empfehlungen abgegeben.

Laufbahngruppen

Die Bundeswehr bietet Bewerbern als Zeit- oder Berufssoldat in Abhängigkeit vom Bildungsstand, einer beruflicher Vorausbildung und der jeweiligen Interessenlage eine Einstellung in unterschiedlichen Laufbahnen an. Bei Nachweis der entsprechenden Eignung ist im Laufe der Dienstzeit ein Wechsel in eine höherwertige möglich.

Grundsätzlich durchlaufen fast alle Soldaten zuerst eine dreimonatige Allgemeine Grundausbildung, deren Inhalte zwischen den Teilstreitkräften harmonisiert sind. Im Sanitätsdienst umfasst die soldatische Grundausbildung zwei Monate, an die sich vier Wochen mit sanitätsspezifischer Ausbildung anschließen. Reservisten und Personal der Bundeswehrverwaltung, das im Einsatz auf militärischen Dienstposten eingesetzt wird, durchlaufen unter Umständen eine verkürzte soldatische Ausbildung. Bei Offizieranwärtern gibt es keine Allgemeine Grundausbildung, sondern ein angepasstes und teilstreitkräfteindividuelles Ausbildungsmodell, das allerdings auch die Allgemeine Grundausbildung zum Inhalt hat.

Soldaten aller Laufbahngruppen sind nach ihrer Dienstzeit Reservisten. Sie können im Rahmen von Wehrübungen aktiv Dienst leisten in Truppenteilen, Auslandseinsätzen, Bezirks- (BVK) und Kreisverbindungskommandos (KVK) oder Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr).

Mannschaften

Mannschaftssoldaten durchlaufen nach der Allgemeinen Grundausbildung in den meisten Fällen eine Spezialgrundausbildung (SGA)/Dienstpostenausbildung (DPA), die ein bis sechs Monate dauern kann und unter Umständen verschiedene Lehrgänge beinhaltet, um in der Stammeinheit effektiv eingesetzt werden zu können. Die Art und der Umfang der SGA sowie der zusätzlichen Lehrgänge orientieren sich stark an dem Bedarf der Stammeinheit, den Erfordernissen des jeweiligen Dienstpostens und an der Verpflichtungszeit des Soldaten.

Bei den Mannschaftssoldaten kann man zwei Dienstzeitverhältnisse unterscheiden:

Freiwillig Wehrdienst leistende (FWDL): Dienstzeit zwischen 6 und 23 Dienstmonaten. Abstufungen dazwischen erfolgen im Monatstakt.

Soldaten auf Zeit (SaZ): Seit einer Neuregelung im Jahr 2011 endet die Dienstzeit je nach Verpflichtungszeit zwischen 2 und 15 Jahren, wobei die Verpflichtungszeiten in dieser Bandbreite flexibel sind (In Ausnahmefälle in Monatsstufen auch z.B. 8 Jahre und 6 Monate).

Über die Verlängerung der Verpflichtungszeit in der Laufbahn der Mannschaften bis zu 25 Jahren wird nachgedacht.

Eine Übernahme zum Berufssoldaten ist für Mannschaftssoldaten grundsätzlich nicht möglich. Eine Ausnahme besteht hier, wie in allen Laufbahnen, bei einer Weiterverwendung als Berufssoldat gemäß dem Einsatzweiterverwendungsgesetz (EinsatzWVG) nach schwerer Verwundung im Einsatz.

Unteroffiziere

Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes

Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes werden als Spezialisten eingesetzt und bringen mindestens einen Hauptschulabschluss und wenn möglich eine entsprechende Berufsqualifikation mit. Liegt diese nicht vor, nehmen sie unter Umständen an Maßnahmen der zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung (ZAW) teil. Sie verpflichten sich für vier oder acht Jahre.

Feldwebel des allgemeinen Fachdienstes

In der Laufbahn der Feldwebel des allgemeinen Fachdienstes übernimmt der Zeitsoldat als Spezialist die Verantwortung für ein Fachgebiet, zum Beispiel im technischen Bereich. Die Tätigkeiten entsprechen denen eines Meisters in einem zivilen Betrieb. Gedacht ist diese Laufbahn für Soldaten, die vorrangig an technischen, verwaltenden, betrieblichen oder sanitätsdienstlichen Aufgaben mit Führungsverantwortung interessiert sind. Hier ist eine Verpflichtungszeit von zwölf Jahren (ab dem 1. Januar 2010) notwendig. Der Bewerber benötigt mittlere Reife oder einen Hauptschulabschluss mit einer für die Verwendung nutzbaren Berufsausbildung. In Einzelfällen kann er Letztere im Rahmen seiner Ausbildung nachholen.

Feldwebel des Truppendienstes

Feldwebel des Truppendienstes sind nach ihrer Ausbildung unmittelbar als Vorgesetzte tätig. Für diese Laufbahn benötigen sie mindestens einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung und müssen sich für zwölf Jahre verpflichten. Die Ausbildung zum Feldwebel dauert rund drei Jahre und unterscheidet sich zwischen den Teilstreitkräften erheblich. Der Truppendienst ist nur für Bewerber möglich, die das 29. Lebensjahr (Änderung 2011 von ehem. 25) noch nicht vollendet haben. Danach ist nur noch ein Einstieg als Berufssoldat in den Truppendienst möglich.

Offiziere

Offiziere des Truppendienstes und Sanitätsoffiziere

Offiziere bilden das Führungskorps der Bundeswehr. Zur Einstellung als Offizieranwärter benötigt man im Regelfall mindestens das Abitur oder Fachabitur. Im Truppendienst verpflichten sie sich zunächst für einen Zeitraum von 13 Jahren, wobei die Verpflichtungsdauer stufenweise erhöht wird. Sie durchlaufen eine 6- bis 7-jährige Ausbildung mit militärischen und zivilen Anteilen. Nach 12 bis 15 Monaten militärischer Grundlagen- und Führungsausbildung, die von den Teilstreitkräften individuell gestaltet wird, absolvieren sie gewöhnlich ein vierjähriges Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr. Dabei sollen sie einen Master-Abschluss erlangen. Nach dem Studium wird die militärische Ausbildung an den Offizier- und Truppenschulen fortgesetzt.

Piloten leisten mindestens 16 Jahre Dienst. Teilweise erhalten auch sie die Möglichkeit für ein Studium an einer Bundeswehruniversität.

Mit Ausnahme ziviler Vertragsärzte sind die Ärzte in der Bundeswehr Offiziere. Diese Sanitätsoffiziere werden meist als Sanitätsoffizieranwärter eingestellt. Sie verpflichten sich für 17 Jahre und studieren an zivilen Universitäten. Außerdem erhalten sie vor dem Studium eine dreimonatige soldatische Basisausbildung (je nach Teilstreitkraft zusammen mit Offizieranwärtern des Truppendienstes), die durch einen Offizierlehrgang im Studium und militärische Ausbildung nach dem Studium ergänzt wird.

Sofern entsprechende Eignung, Leistung und Befähigung besteht, können sich Zeitoffiziere zur Übernahme in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten bewerben oder werden von entsprechenden Vorgesetzten dafür vorgeschlagen.

Bewerber mit abgeschlossenem Studium können bei Eignung und vorliegendem Bedarf mit höherem Dienstgrad eingestellt werden. Sie absolvieren, abgesehen vom Studium, dieselben Ausbildungsabschnitte. Leistungsstarke Offiziere können sich für eine Übernahme als Berufssoldat bewerben.

Ehemalige Zeit- und Berufsoffiziere können den Status "Reserveoffizier" erhalten und im Rahmen von Wehrübungen Dienst leisten, u.a. auch im Rahmen von Auslandseinsätzen.

Auf Verwendungen mit höherer Verantwortung oder speziellen Aufgabenbereichen werden Offiziere in der Regel auf entsprechenden Lehrgängen vorbereitet. Besonders geeignete Offiziere erhalten die Möglichkeit an der General- bzw. Admiralstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr oder ähnlichen Einrichtungen anderer Staaten teilzunehmen.

Offiziere des militärfachlichen Dienstes

Feldwebeldienstgrade, die sich durch besondere Leistung und Befähigung ausgezeichnet haben, können in die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes wechseln. Wenn sie ausgewählt wurden, besuchen sie spezielle Lehrgänge an Fach- und Offizierschulen. Der höchste Dienstgrad dieser Laufbahn ist der Stabshauptmann oder bei der Marine Stabskapitänleutnant in der Besoldungsgruppe A 13. Im 39. Lebensjahr und im Dienstgrad Hauptmann kann der Antrag auf einen Wechsel in die Laufbahn Offizier Truppendienst gestellt werden.

Bundeswehrverwaltung

Die Bundeswehr beschäftigt derzeit in der Bundeswehrverwaltung und in den Streitkräften mehr als 90.000 zivile Fachkräfte (etwa 26.000 Beamte und etwa 64.000 Arbeitnehmer). Sie gehört somit zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben in Deutschland.

Diese sind in den verschiedensten Berufen und Aufgabenbereichen im gesamten Bundesgebiet eingesetzt und spielen eine wesentliche Rolle in der Verwaltung der Armee. Sie arbeiten somit als Dienstleister für die militärischen Organsiationsbereiche. Bis 2012 war die Bundeswehrverwaltung in die Territoriale Wehrverwaltung und den Rüstungsbereich sowie die kleinen Organisationsbereiche Rechtspflege und Militärseelsorge unterteilt. Seit 2012 bestehen die drei große Bereiche der Bundeswehrverwaltung: Personal (P), Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung (AIN), Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) und den kleinen Organisationsbereichen Rechtspflege sowie Militärseelsorge.

Berufsförderungsdienst (BFD)

Die schulische und berufliche Förderung der Soldaten bestimmt sich nach dem zweiten Teil des Soldatenversorgungsgesetz. Nach diesen Vorschriften ermöglicht die Bundeswehr den Soldaten (sowohl Soldaten auf Zeit, als auch freiwillig Wehrdienstleistenden und Berufssoldaten) sich während, am Ende und nach dem Ende der Dienstzeit für den zivilen Arbeitsmarkt höher zu qualifizieren oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen. Der Berufsförderungsdienst (BFD) unterstützt die Aus- und Weiterbildung finanziell beim Besuch von externe Maßnahmen und führt mit seinen Kooperationspartnern auch eigene, für den Soldaten kostenfreie Lehrgänge (internen Maßnahmen), durch. Der zeitliche Umfang des BFD-Anspruches sowie damit verbunden die Höhe des finanziellen Anspruchs eines Soldaten ist im Wesentlichen von der Verpflichtungsdauer in der Bundeswehr abhängig.

Im Rahmen der schulischen und beruflichen Förderung ist es zum Beispiel möglich das Abitur nachzuholen, sich beruflich neu zu orientieren oder ein MBA-Studium zu finanzieren.

Ferner unterstützt der Berufsförderungsdienst Soldaten auch bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitgeber. Unter bestimmten Umständen stellt er auch hier finanzielle Hilfen, wie den Einarbeitungszuschuss, zur Verfügung.

Für Maßnahmen der schulischen und beruflichen Förderung hat der BFD im Jahr 2011 rund 157 Mio. € aufgewendet.

Die Bundeswehr in der öffentlichen Wahrnehmung

Seit ihrer Gründung wird die Bundeswehr von einer kritischen Öffentlichkeit genau beobachtet. Dabei ging es zum einen um individuelles Fehlverhalten, zum anderen um die Institution Bundeswehr als Ganzes. Fehlentwicklungen wurden von Politik und Presse oft mit großem Echo in der Bevölkerung diskutiert. Die politische Debatte drehte sich in den Anfangsjahren um die Wiederbewaffnung selber, den nichtmilitärischen Aufbau der Bundeswehrverwaltung (Ernst Wirmers Zwei-Säulen-Konzept das sich im Grundgesetz niedergeschlagen hatte) und – ab 1990 – vor allem um die Auslandseinsätze.

Die Minister Franz Josef Strauß, Georg Leber, Gerhard Stoltenberg, Rudolf Scharping und Karl-Theodor zu Guttenberg verloren jeweils durch Affären ihr Amt; auch Manfred Wörner stand kurz vor dem Rücktritt. Die Minister Theodor Blank und Rupert Scholz hielten sich nur kurze Zeit im Amt. Franz Josef Jung trat im nachfolgenden Amt als Bundesminister für Arbeit und Soziales zurück. Deshalb gilt das Amt des Bundesministers der Verteidigung als „Schleudersitz für Politiker“.

In den 1950er bis 1970er Jahren gab es eine breite Diskussion über das Verhältnis der Bundeswehr zur Gesellschaft. Aspekte der Diskussion waren die Herkunft vieler Vorgesetzter aus der Wehrmacht, die Anwendung der Inneren Führung und das Verhältnis der Bundeswehr zu den Gewerkschaften. Im Zusammenhang mit dem Gewerkschaftserlass bat zum Beispiel der damalige Generalinspekteur, General Heinz Trettner, 1966 um seine Entlassung.

Benennung von Kasernen, Schiffen und weiteren Einrichtungen

Die Benennung von Kasernen und Straßen innerhalb von Kasernen, Einheiten und Schiffen nach historisch belasteten Militärangehörigen führte immer wieder zu Diskussionen in der Öffentlichkeit und in der Truppe. Auf Initiative verschiedener Bürger und Politiker kam es zu einer Reihe von Umbenennungen wie im Falle der früheren Generaloberst-Dietl-Kaserne (1995) oder des früheren Jagdgeschwader 74 Werner Mölders (2005). Zur Begründung von Umbenennungen wird üblicherweise auf Fehlverhalten der vormaligen Namensgeber und die Wertebindung der neuen Namensgeber verwiesen.

Nach Meldungen über „besondere Vorkommnisse“ mit rechtsradikalem oder rechtsextremem Hintergrund innerhalb der Bundeswehr 1998 wurde Kritik geäußert, dass das Bundesverteidigungsministerium es stets abgelehnt hat, sich bis auf die allgemeine Formel, dass die Wehrmacht als Institution für die Bundeswehr nicht traditionsfähig sei, offiziell der Diskussion um Verantwortung und Schuld der Wehrmacht zu stellen und eine Abgrenzung der Wehrmacht von der Bundeswehr und ihren demokratischen Grundlagen zu formulieren. Dadurch sei es versäumt worden, der Legendenbildung und der Argumentation von ewig Gestrigen den Boden zu entziehen.

Einem demokratischen Selbstverständnis der Bundeswehr sei zudem abträglich, so wird kritisiert, dass die vom Heeresamt herausgegebenen „Hilfen für den Gefechtsdienst“ die Ausbildung der Kampftruppen an Fallbeispielen des Zweiten Weltkrieges orientierten, indem sie bis 2009 auch Quellen des ehemaligen Pressechefs im NS-Außenministerium Paul Karl Schmidt, konkret aus dessen unter seinem Nachkriegspseudonym Paul Carell verfassten Bestseller „Verbrannte Erde“, enthielten.

Tote der Bundeswehr und Gedenken

Mehr als 3000 Bundeswehrangehörige starben seit 1955 im Dienst. An sie erinnert heute das Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin. Meist waren Unfälle die Todesursache; nicht wenige davon waren durch mangelhaftes Material, schlechte Ausbildung und teilweise ungenügende Dienstvorschriften verursacht. Dies betraf vor allem die im Aufbau befindliche Luftwaffe der 1950er und 1960er Jahre; allein in dieser Teilstreitkraft gab es bis 1993 insgesamt 813 „tote militärische Personen“. Die größten einzelnen Unfälle betrafen den Absturz eines C-160 TRANSALL Transportflugzeuges der Luftwaffe am 9. Februar 1975 auf Kreta mit 42 toten Soldaten sowie das U-Boot Hai der Marine, das am 14. September 1966 auf der Doggerbank sank. 18 Soldaten ließen dabei ihr Leben. Lediglich ein Besatzungsmitglied überlebte. Es wurde nach 14 Stunden im Nordseewasser von der Besatzung eines britischen Fisch-Trawlers geborgen.

Für die Toten der Teilstreitkraft Marine gibt es das Marine-Ehrenmal Laboe als zentrale Mahn- und Gedenkstätte. In Laboe liegen Gedenkbücher aus, welche die Namen der Marinetoten enthalten. Die Namen der Toten des Heeres und der Luftwaffe, darunter viele, die bei Unfällen mit dem Kampfflugzeug Starfighter starben, bleiben bisher weitgehend ungenannt. Ein Gedenken an sie findet zum Leidwesen vieler Angehöriger nicht statt. In aller Regel wurde in den Untersuchungsberichten solcher Flugunfälle als Ursache „menschliches Versagen“ angegeben.

Das Ehrenmal der Luftwaffe und der Luftfahrt befindet sich in der Nähe des ehemaligen Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck und wurde am 18. November 1962 eingeweiht.

Für die Toten der Teilstreitkraft Heer wurde 1972 auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz das Ehrenmal des Deutschen Heeres geschaffen. Es erinnert an die gefallenen Soldaten in den beiden Weltkriegen und die im Einsatz und im Friedensbetrieb ums Leben gekommenen Soldaten des Heeres.

Darüber hinaus nahmen sich über 3400 Soldaten im Dienst das Leben. Sie fanden keine Erwähnung im Ehrenmal der Bundeswehr, das im übrigen aufgrund einer lückenhaften Datenbasis auch manch anderen infragekommenden Namen nicht nennt.

Eine Schwierigkeit besteht dabei darin, in einer so genannten postheroischen Gesellschaft eine angemessene Form für das Gedenken an während ihres Dienstes ums Leben gekommene Soldaten zu finden.

 

 

Die Luftwaffe ist neben Heer und Marine eine der drei Teilstreitkräfte der deutschen Bundeswehr.

Geschichte

Gründungsjahre

Die ersten Freiwilligen der in den Anfangsjahren der Bundeswehr teilweise noch umgangssprachlich Bundesluftwaffe genannten Luftwaffe traten im Januar 1956 in Nörvenich in der Luftwaffenlehrkompanie ihren Dienst an. Im gleichen Jahr wurden zahlreiche Dienststellen aufgestellt und die Luftwaffe erhielt ihre ersten Luftfahrzeuge. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die fehlende Expertise im Aufbau einer modernen Luftwaffe zu kompensieren. Im verstrichenen Zehn-Jahres-Zeitraum seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten sich die Grundlagen der Führung und logistischen Versorgung von Luftstreitkräften, vor allem durch die umfassende Nutzung von Strahlflugzeugen und Flugabwehrraketensystemen, sowie durch die Fokussierung auf den Einsatz nuklearer Bewaffnung erheblich verändert.

Die Führung der Einsatzkräfte der Luftwaffe erfolgte zunächst durch die zwei Luftwaffengruppen Nord und Süd, die in Angleichung an die NATO-Struktur mit der britisch geprägten 2. und US-amerikanisch geprägten 4. Allied Tactical Air Force (ATAF), deren Verantwortungsbereich jeweils nördlich beziehungsweise südlich einer gedachten Linie Aachen–Kassel lagen, aufgestellt wurden. Das Allgemeine Luftwaffenamt, später in Luftwaffenamt umbenannt, war für zentrale Aufgaben zuständig.

1957 begann der Aufwuchs der Dienstbereiche der Luftwaffe. So wurden in Rendsburg Teile der Heeresflugabwehrtruppe übernommen, woraus die Flugabwehr(raketen)truppe der Luftwaffe entstand, das Lufttransportgeschwaders 61 wurde in Erding als erster fliegender Verband und das Jagdbombergeschwader 31 in Nörvenich als erster Kampfverband aufgestellt. 1958 wurden die ersten Wehrpflichtigen in die Luftwaffe einberufen, ein Jahr später nahm die Teilstreitkraft mit dem ersten Flugkörperverband (Flugkörpergruppe 11 in Kaufbeuren) mit dem taktischen, atomar bestückbaren Flugkörper Matador 1958 und dem ersten Jagdverband, dem Jagdgeschwader 71 in Ahlhorn mit Canadair F-86 Sabre, weiter Gestalt an. Die Luftstreitkräfte der Bundesrepublik bestanden aus der Luftwaffe und Teilen der Marine; ab 1956 begann auch die Aufstellung der westdeutschen Marineflieger.

Am 22. Oktober 1959 stürzten zwei F-84F-Kampfflugzeuge der Luftwaffe bei einem Übungsflug in der Tschechoslowakei ab, siehe hierzu: Jagdbombergeschwader 34.

1960 begann die Ausbildung der ersten Flugzeugführer auf der Lockheed F-104; im selben Jahr wurden die ersten „Starfighter“ in den Truppendienst übernommen. Die Ära dieses Waffensystems in der Luftwaffe endete erst 1991 mit dem „Last Flight“ einer F-104 auf dem Flugplatz Manching. Umstände der Beschaffung, Mängel bei der Einführung und eine Absturzserie führten Mitte der 1960er-Jahre in der Bundesrepublik zur Starfighter-Affäre. Als Lockheed-Skandal beschäftigte das problematische Flugzeug auch in anderen Ländern Politik und Öffentlichkeit.

Die erste große Umgliederung

Im Jahr 1963 wurde die Luftwaffe erstmals umfassend umgegliedert. Den beiden Luftwaffengruppenkommandos Nord und Süd wurden je zwei querschnittlich aufgestellte Divisionen und eine Unterstützungsdivision zugeordnet. Aus Sorge, dass bei einem Angriff des Warschauer Paktes die Verbände im Norden – insbesondere in Schleswig-Holstein – abgeschnitten würden, wurde die 7. Luftwaffendivision aufgestellt, die durch die Bandbreite ihrer unterstellten Verbände praktisch eine kleine Luftwaffe innerhalb der Luftwaffe darstellte.

Nachdem bereits seit 1956 zahlreiches Personal in den USA ausgebildet wurde, intensivierte die Luftwaffe ab 1966 dort ihr Engagement. Das Deutsche Luftwaffenausbildungskommando USA/Kanada im Fort Bliss in El Paso, Texas, später Deutsches Luftwaffenkommando USA/Kanada wurde aufgestellt, die Raketenschule der Luftwaffe als Ausbildungseinrichtung für das Personal der Flugabwehrraketen- und der Flugkörpertruppe an den gleichen Standort verlegt und auch die fliegerische Grundschulung wurde ab 1966 in den USA durchgeführt. Um 1960 begann auch die Planung zur Aufstellung eines Luftwaffenausbildungskommandos in Beja im südlichen Portugal, das jedoch nie die Bedeutung der Einrichtungen in den USA hatte. Es wurde zu Beginn der 1990er-Jahre aufgelöst.

Noch deutlich höher als beim Starfighter waren die innerhalb weniger Jahre eingetretenen Verluste an Material und Menschen beim Einsatz der ersten Jet-Generation der Luftwaffe; unter diesen Mustern waren Anfang 1966 fast 300 Totalschäden zu verzeichnen.

Aufstellung für die nächsten 20 Jahre – eine neue Luftwaffenstruktur

Das Jahr 1967 bedeutete den Beginn einer erneuten Umgliederungsphase der Luftwaffe, die bis 1970 andauerte. Mit der Einnahme der neuen Luftwaffenstruktur sollte die Führung der Einsatzverbände mit dem neu geschaffenen Luftflottenkommando ab 1970 aus einer Hand erfolgen. Die beiden Luftwaffengruppen Nord und Süd wurden aufgelöst und vier Luftwaffendivisionen in reine Luftangriffs- und Luftverteidigungsdivisionen umgegliedert. Dem Luftwaffenamt wurden das Lufttransportkommando mit den Lufttransportgeschwadern, das Luftwaffenführungsdienstkommando mit den Fernmelderegimentern des Fernmeldeverbindungsdiensts, des Radarführungsdiensts und der Fernmeldeelektronischen Aufklärung, und das Luftwaffenausbildungskommando mit den allgemeinen Schulen und den Ausbildungsregimentern unterstellt. Ebenfalls neu aufgestellt wurde das Luftwaffenunterstützungskommando, das mit den beiden aus den Unterstützungsdivisionen hervorgegangenen Luftwaffenunterstützungsgruppenkommandos Nord und Süd sowie dem Materialamt der Luftwaffe für die gesamte Logistik, einschließlich Instandhaltung und -setzung, sowie deren Ausbildung verantwortlich wurde.

Ab Ende der 1960er- bis in die 1980er-Jahre wurden diverse Waffensysteme in der Luftwaffe eingeführt, die zum Teil bis heute im Bestand sind. 1968 wurde die erste C-160 Transall ausgeliefert und 1974 erfolgte die Umrüstung auf die McDonnell Douglas F-4F Phantom II, zunächst beim Jagdgeschwader 71. Ebenfalls 1974 erfolgte der Erstflug des Tornados, der ab 1981 in die Truppe eingeführt wurde. Beide Luftfahrzeuge ersetzten die F-104. 1978 wurde der Alpha Jet eingeführt und 1985 begannen die Planungen für das Projekt „Jäger 90“, das Jahrzehnte später im Eurofighter mündete. Auch die Flugabwehrraketentruppe erhielt neue Waffensysteme. So wurden die Nike Hercules außer Dienst gestellt und 1986 die ersten PATRIOT- und 1987 die ersten Roland-Systeme eingeführt. Gegen Ende des Kalten Krieges dienten in der Luftwaffe mehr als 100.000 Soldaten.

Zusammenführung der beiden deutschen Luftstreitkräfte

Mit der Wiedervereinigung 1990 stand die Luftwaffe – wie auch die beiden anderen Teilstreitkräfte – vor massiven Herausforderungen. Die Integration der Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR musste – vor dem Hintergrund der geänderten Bedrohungs- und Finanzlage – bei einer gleichzeitigen Reduzierung von Personalstärke und Waffensystemen unter hohem Zeitdruck ablaufen.

Die in die Bundeswehr übernommenen ehemaligen Angehörigen der DDR-Luftstreitkräfte wurden mit verschiedenen Lehrgängen auf den Dienst in der Luftwaffe vorbereitet. Um die Auflösung der ehemaligen Luftstreitkräfte/Luftverteidigung und die Übernahme der Infrastruktur und Waffensysteme sowie die Integration der östlichen Bundesländer in die Luftverteidigung Deutschlands und der NATO zu unterstützen, stellte die Luftwaffe in Strausberg (Eggersdorf) die 5. Luftwaffendivision auf. Diese wurde 1994 nach Berlin-Gatow verlegt und in 3. Luftwaffendivision umbenannt. 1995 wurden die Luftwaffenverbände in den neuen Bundesländern der NATO unterstellt.

Die Einnahme der sogenannten Luftwaffenstruktur 4 bedeutete aber auch für die Verbände und Dienststellen in den westlichen Bundesländern erhebliche Veränderungen. Maßnahmen zur Umgliederung umfassten die Überführung des Luftflottenkommandos in das Luftwaffenführungskommando bei gleichzeitiger Unterstellung des Luftwaffenführungsdienstkommandos, des Lufttransportkommandos und der erneut aufgestellten zwei Luftwaffenkommandos Nord und Süd mit wiederum zu querschnittlichen Großverbänden umgegliederten Luftwaffendivisionen.

Mit der Ausphasung des Waffensystems Pershing entfiel ein Dienstteilbereich der Luftwaffe, mit der Abrüstung des Alpha Jets (bis 1997) wurden drei Jagdbombergeschwader aufgelöst.

Unvollendet: die Luftwaffenstrukturen 5 und 6

Beginnend im Jahr 2001 wurde die Luftwaffe im Rahmen der Einnahme der Luftwaffenstruktur 5 erneut massiv umgestellt. Geprägt war diese Phase durch Regionalisierung und Zentralisierung. Mit der Auflösung der Luftwaffenkommandos Nord und Süd erhielten die Luftwaffendivisionen wieder mehr Verantwortung. Ihnen wurden die Kampfverbände so zugeordnet, dass ein größtmöglicher regionaler Zusammenhang bestand. Im Bereich der Einsatzunterstützung wurden viele Aufgaben zentralisiert und von der Luftwaffe an die neu aufgestellten Organisationsbereiche Streitkräftebasis und Zentraler Sanitätsdienst übergeben.

2004 begann eine neue Ära für die Luftwaffe, als das Jagdgeschwader 73 den Ausbildungsflugbetrieb mit dem Eurofighter aufnahm, der zunächst die MiG-29 und die Phantom F-4F sowie später Teile der Tornado-Flotte ersetzen sollte.

Noch vor dem Abschluss aller Maßnahmen der Luftwaffenstruktur 5 ging die Luftwaffe 2005 zur Einnahme der Luftwaffenstruktur 6 über. Unter anderem gab die Bundeswehr hierbei mit der Auflösung des Lufttransportkommandos im Jahr 2010 Kompetenzen an das multinationale European Air Transport Command ab. Auch diese Luftwaffenstruktur wurde letztlich vor ihrer vollständigen Umsetzung durch neue Reformbemühungen überholt.

Seit 2007 beteiligt sich die Luftwaffe am ISAF-Einsatz in Afghanistan auch durch Aufklärung aus der Luft. Bis 2010 wurden hierfür Tornados, seit 2010 ausschließlich unbemannte Luftfahrzeuge genutzt.

Neuausrichtung der Bundeswehr

Die Neuausrichtung der Bundeswehr, die im Jahr 2010 eingeleitet wurde, führt zu grundlegenden Veränderungen in der Luftwaffe. Deutlich wird dies insbesondere in der völligen Umstrukturierung der Führungsorganisation mit Wegfall des Führungsstabs der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung. Am 26. Juni 2013 wurden das Luftwaffenführungskommando und das Luftwaffenamt sowie die nachgeordneten Kommandobehörden auf Divisionsebene, wie bislang die Luftwaffendivisionen, das Waffensystemkommando der Luftwaffe und das Luftwaffenausbildungskommando, aufgelöst. Zum gleichen Zeitpunkt wurden das Zentrum Luftoperationen der Luftwaffe, das Kommando Einsatzverbände Luftwaffe und das Kommando Unterstützungsverbände Luftwaffe neu aufgestellt. Bereits zum 1. Oktober 2012 wurde das Kommando Luftwaffe in der General-Steinhoff-Kaserne in Berlin-Gatow in Dienst genommen.

Auch bei den technischen bzw. logistischen Verbänden und Dienststellen kommt es ebenso wie bei den Einsatzverbänden zu erheblichen Veränderungen. Dies resultiert in erster Linie aus der verringerten Personalobergrenze der Luftwaffe und der Festlegung niedrigerer Umfänge der Hauptwaffensysteme. Teilstreitkraftübergreifende Aspekte der Umstrukturierung sind die Übernahme der Hubschrauber vom Typ CH-53 vom Heer bei gleichzeitiger Abgabe der NH90 und die Zusammenführung der Flugabwehr- und Flugabwehrraketenkräfte nach Auflösung der Heeresflugabwehrtruppe.

Am 1. April 2014 wurde das Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln-Wahn neu aufgestellt, das im Oktober 2014 arbeitsfähig sein soll. Es ist als eigenständiges Amt dem Bundesministerium der Verteidigung direkt unterstellt. Da die Luftwaffe einen großen Teil der ca. 500 Mitarbeiter stellt, Personal zum Betrieb des sogenannten Light Utility Helicopters beim Hubschraubergeschwader 64 ab 2015 erforderlich ist und da weiterer organisatorischer Anpassungsbedarf in der Teilstreitkraft erkannt wurde, kommt es zu einer ersten größeren Korrektur der eingeleiteten Maßnahmen der Neuausrichtung. Diese wird unter anderem in der erneuten Umstrukturierung der Führungsorganisation der Luftwaffe bis Mitte 2015 sichtbar und soll das Erreichen der festgelegten Dienstpostenumfänge bis Ende 2016 sicherstellen. Die beiden Kommandos Einsatz- und Unterstützungsverbände der Luftwaffe werden aufgelöst und durch das neue gemeinsame Luftwaffentruppenkommando ersetzt. Das Luftwaffentruppenkommando wurde zum 1. Juli 2015 aufgestellt.

Auftrag und Aufgaben

Die Luftwaffe bringt die besonderen Fähigkeiten von Luftstreitkräften zur Erfüllung des Auftrags der Bundeswehr ein.

In diesem Rahmen ist sie für die Überwachung und den Schutz des Luftraums über Deutschland zuständig. Dazu werden bereits im Frieden durch die Jagd- und Einsatzführungsverbände lufthoheitliche Aufgaben wahrgenommen. Sie hält Kräfte bereit, die in Konflikten und Kriegen zur Kampf- und Einsatzunterstützung militärischer Operationen von Heer und Marine und zur Bekämpfung strategisch bedeutender Ziele aus der Luft eingesetzt werden können. Insbesondere die Lufttransportverbände tragen zu humanitären Hilfeleistungen und Friedensmissionen der Vereinten Nationen und zu nationalen Such-, Rettungs- und Evakuierungseinsätzen bei.

Dienstbereiche

Die Luftwaffe lässt sich analog zu den Truppengattungen beim Heer grob in die folgenden Dienstbereiche untergliedern:

Flugabwehrraketendienst: Das Flugabwehrraketengeschwader 1 mit dem Waffensystem PATRIOT und MANTIS ist in der Lage, zugewiesene Lufträume gegen Flugzeuge, Hubschrauber, unbemannte Luftfahrzeuge und RAM-Ziele (Raketen, Artilleriegeschosse und Mörser) in allen Höhenbändern zu schützen. Durch die derzeitigen Umrüstungsmaßnahmen wird deren Fähigkeit verbessert, taktisch-ballistische Raketen zu bekämpfen.

Die Geschwader des Fähigkeitsbereichs Luft im Kommando Einsatzverbände der Luftwaffe unterteilen sich in die Kampf- und die Lufttransportverbände.

Drei Lufttransportgeschwader und ein Hubschraubergeschwader stellen mit der A400M, der Transall C-160 und der CH-53 die Versorgung von Verbänden aus der Luft in praktisch allen Einsatzgebieten sicher, in denen sich Kräfte der Bundeswehr befinden.

Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung leistet neben dem parlamentarischen Flugbetrieb einen wichtigen Beitrag für alle Einsätze deutscher und verbündeter Streitkräfte durch den schnellen Rücktransport von verwundetem Personal (Strategic Air Medical Evacuation) in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst. Durch die Umrüstung der Airbus A310 zum Tankflugzeug steht der Luftwaffe zudem eine Engpassressource zur Verfügung.

Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 und das Taktische Luftwaffengeschwader 31 mit seiner Taktischen Luftwaffengruppe „Richthofen“ stellen mit dem Waffensystem Eurofighter die Lufthoheit über Deutschland sicher. Im Einsatz werden sie zunächst – bis zum Aufwuchs der vollen Mehrrollenfähigkeit des Eurofighters – zum Schutz von Lufträumen und bei verbundenen Luftkriegsoperationen zur Begleitung von Transport- und Luftangriffskräften eingesetzt. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 ist der Ausbildungsverband für die Eurofighter-Piloten der deutschen Luftwaffe und des österreichischen Bundesheers.

Das Taktische Luftwaffengeschwader 33 ist mit dem Waffensystem Tornado ausgerüstet. Sein Aufgabenspektrum umfasst den Kampf gegen Luftstreitkräfte am Boden, Abriegelung aus der Luft, Luftnahunterstützung und die Sicherstellung der nuklearen Teilhabe. Aufgaben des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 sind die Luftaufklärung durch bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge sowie die Unterdrückung gegnerischer Luftverteidigungssysteme mit dem Tornado ECR.

Der Objektschutz der Luftwaffe umfasst neben der infanteristischen Sicherung von Objekten und Stellungen auch die logistische Unterstützung im Einsatzgebiet, den Brandschutz (militärische Feuerwehr) und den Pionierdienst (zum Beispiel zur Startbahnschnellinstandsetzung).

Der Fähigkeitsbereich Logistik/Nutzung im Kommando Unterstützungsverbände der Luftwaffe ist, in enger Zusammenarbeit mit der Industrie, für die Instandhaltung, Instandsetzung und Versorgung von Waffensystemen und von luftstreitkräftetypischem Gerät verantwortlich. Dazu zählen unter anderem auch fliegende Waffensysteme, Flugsicherungs- und Navigationsanlagen anderer Teilstreitkräfte. Zur Erfüllung dieser Aufgaben verfügt die Luftwaffe über spezialisierte Verbände und Dienststellen der Waffensystemunterstützungszentren 1 und 2 und über die Technischen Gruppen der fliegenden Geschwader.

Der Führungsdienst der Luftwaffe

stellt über den Führungsunterstützungsbereich der Luftwaffe die luftwaffenspezifischen IT-Anbindungen der Gefechtsstände, Stäbe und Verbände – auch im Einsatz – sicher und koordiniert bei Bedarf Unterstützung durch die Streitkräftebasis.

trägt zur örtlichen und überörtlichen Flugsicherung bei. Siehe auch Amt für Flugsicherung der Bundeswehr

überwacht über den Einsatzführungsdienst im Fähigkeitsbereich Boden des Kommando Einsatzverbände an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr unter Führung eines NATO-Gefechtsstands oder der Operationszentrale Luftwaffe durch eigene Radargeräte und/oder Zuschaltung ziviler Daten den Luftraum. Auf Grundlage dieser Informationen können Jagdflugzeuge der Alarmrotten geleitet werden, um Luftfahrzeuge abzufangen und zu identifizieren, beziehungsweise können Flugabwehrraketensysteme auf zu bekämpfende Ziele voreingewiesen werden. Durch eine verlegefähige Komponente kann diese Fähigkeit auch in Einsätzen eingebracht werden.

Organisation und Führung

An der Spitze der Luftwaffe steht der Inspekteur der Luftwaffe im Kommando Luftwaffe. Als truppendienstlicher Vorgesetzter seiner Teilstreitkraft untersteht er dem Generalinspekteur der Bundeswehr. Die Luftwaffe gliedert sich unterhalb des Kommandos Luftwaffe in das Zentrum Luftoperationen der Luftwaffe in Kalkar und das Luftwaffentruppenkommando mit seinem Sitz in der Luftwaffenkaserne Wahn am Standort Köln.

Zentrum Luftoperationen

Aufgaben

Das Zentrum Luftoperationen der Luftwaffe ist am Standort Kalkar/Uedem (Von-Seydlitz-Kaserne) beheimatet und aus dem Kommando Operative Führung Luftstreitkräfte hervorgegangen. Das Zentrum ist mit Aufgaben rund um die Planung von Luftoperationen betraut. Dies beinhaltet, dass luftwaffenspezifische Aufgaben der Operationsführung durch die Luftwaffe, wahrzunehmende nationale Aufgaben in Deutschland (u.a. Aufgaben der bisherigen Dienststellen Führungszentrale Nationale Luftverteidigung, Weltraumlagezentrum, Führungszentrum Luftwaffe) in einer Operationszentrale Luftwaffe zusammengefasst sind. Zur durchhaltefähigen Wahrnehmung der Aufgaben des Militärischen Nachrichtenwesens für die taktisch-operative Ebene im Einsatz ist ein „Air Intelligence Centre“ im Sinne eines Kompetenzzentrums für luft- und weltraumspezifische Intelligence-Angelegenheiten im Zentrum Luftoperationen aufgestellt. Darüber hinaus sind die Aufgaben zur Gestellung eines NATO-Hauptquartiers für Planung und Führung von Luftoperationen im Einsatzfall in das Zentrum Luftoperationen integriert.

Unterstellte Verbände/Dienststellen

Deutscher Anteil (DtA) an Allied Air Command Ramstein

Deutscher Anteil (DtA) an Joint Air Power Competence Centre

Deutscher Anteil (DtA) an EATC dem Europäischen Lufttransportkommando in Eindhoven, NLD

Deutscher Anteil (DtA) an NATO Airborne Early Warning & Control Force Command in Geilenkirchen

Deutscher Anteil (DtA) an AGS in Sigonella, ITA

Deutsche Anteile (DtA) an der NATO/EU-Organisation

Verbindungsorganisation der Luftwaffe zu Heer und Marine, wie zum Beispiel das Verbindungskommando zum Eurokorps oder zum Marinekommando

Luftwaffenunterstützungsgruppe Kalkar

Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück

Einsatzführungsbereich 3 in Schönewalde

Führungsunterstützungsbereich der Luftwaffe in Köln-Wahn

Luftwaffentruppenkommando

Aufgaben

Dem Luftwaffentruppenkommando unterstehen alle Einsatz- und Unterstützungsverbände der Luftwaffe. Es stellt sicher, dass für Einsätze fertig ausgebildete und ausgerüstete Luftwaffenkräfte zur Verfügung stehen und ist auch für deren Weiterentwicklung zuständig. Es hat jedoch keinen Auftrag zur operationellen Führung seiner unterstellten Kräfte. Diese würde im Einsatz durch multinationale Gefechtsstände der NATO oder der EU oder bei nationalem Einsatz durch das Zentrum Luftoperationen erfolgen. Bereits im Frieden sind Teile der Verbände NATO-assigniert.

Unterstellte Verbände/Dienststellen

Für seine Auftragserfüllung unterstehen dem Kommando direkt:

Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe in Köln-Wahn

Das Luftwaffentruppenkommando besteht aus den drei Fähigkeitsbereichen Luft (Fliegende Verbände), Boden (Bodengebundene Verbände) und Unterstützung (Unterstützungsverbände).

Fliegende Verbände

Taktisches Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich und Wittmund

Taktische Luftwaffengruppe „Richthofen“ in Wittmund, bis 2016 geplanter Aufwuchs zum Geschwader

Taktisches Luftwaffengeschwader 33 in Büchel

Taktisches Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel

Taktisches Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage

Taktisches Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau

Lufttransportgeschwader 61 in Penzing

Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf

Lufttransportgeschwader 63 in Hohn

Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim und Holzdorf

Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln-Wahn und Berlin-Tegel

Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe (Holloman AFB, Alamogordo, New Mexico)

Taktisches Ausbildungskommando der Luftwaffe Italien (Militärflugplatz Decimomannu, Sardinien)

Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme in Kleinaitingen Bayern

Bodengebundene Verbände

Flugabwehrraketengeschwader 1 „Schleswig-Holstein“ in Husum

Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ in Schortens

Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck

Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen und Heide

Luftwaffenausbildungsbataillon in Germersheim

Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn in Köln-Wahn

Unterstützungsverbände

Waffensystemunterstützungszentrum 1 in Erding

Waffensystemunterstützungszentrum 2 in Diepholz

DDO/DtA Nato Programming Center NPC in Glons, Belgien

Technisches Ausbildungszentrum Luftwaffe in Fassberg

Personal

Soldaten

Die Luftwaffe hat einen Personalumfang von etwa 29.000 Soldaten und ist somit nach dem Heer die zweitgrößte Teilstreitkraft. Alle Laufbahnen und Verwendungen stehen bei Eignung für die vorgesehene Stelle auch weiblichen Soldaten offen.

Da der in vielen Bereichen hohe Grad der Technisierung häufig eine entsprechende Spezialisierung und aufwändige fachliche Qualifikation erfordert, ist der Anteil von Unteroffizieren und Offizieren gerade in den fliegenden Verbänden sehr hoch.

Zivilpersonal

Der Umfang des Zivilpersonals wird in wenigen Jahren 5.950 Beamte und Beschäftigte betragen. Eine Verwendung dieser Kräfte erfolgt beispielsweise in hoher Zahl in der Instandsetzung und bei der Feuerwehr. Ziviles Personal hat gegenüber militärischem den Vorteil, dass es eine höhere Verfügbarkeit (Facharbeitszeit) im jeweiligen Aufgabenbereich hat. Anders als bei Soldaten entfallen bei ihm zahlreiche militärspezifische oder laufbahntechnische Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mit hohen Abwesenheitszeiten.

Dienstgrade/Uniform

Die Bezeichnung der Dienstgrade sind mit denen der Teilstreitkraft Heer identisch.

Der Feldanzug bei Luftwaffe und Heer ist grundsätzlich identisch. Zur Unterscheidung dienen beim Feldanzug an den Dienstgradabzeichen angebrachte stilisierte Schwingen statt den beim Heer üblichen farbigen Litzen.

Der Dienstanzug der Luftwaffe ist dunkelblau mit goldgelben Kragenspiegeln. Als Kopfbedeckung wird ein blaues Schiffchen oder eine blaue Schirmmütze getragen. Lediglich für die Objektschutzkräfte ist ein dunkelblaues Barett vorgesehen.

Ausblick

Am 20. September 2011 hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière bekannt gegeben, dass im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr geplant ist, die Anzahl der militärischen Dienstposten (d.h ohne die Soldaten, die sich in Aus- und Weiterbildung befinden) bei der Luftwaffe auf maximal 23.000 zu reduzieren. Davon sollen 22.050 Berufssoldaten/Zeitsoldaten und zwischen 500 und 950 Freiwillig Wehrdienstleistende (FWD) sein.

Ausbildung

Die Grundausbildung von Luftwaffenpersonal wird durch das Luftwaffenausbildungsbataillon an den Standorten Roth und Germersheim durchgeführt. Die Ausbildung des Führungsnachwuchses erfolgt an der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen bzw. Heide und der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck.

Luftwaffenoffiziere des Truppendienstes studieren wie die Offiziere der anderen Teilstreitkräfte in der Regel an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr, Offiziere des militärfachlichen Dienstes besuchen die Fachschule der Luftwaffe in Faßberg.

Für die fachliche Ausbildung ihres Personals unterhält die Luftwaffe zentrale Ausbildungseinrichtungen und -verbände. Flugzeugtechniker und Flugsicherungspersonal werden am Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe Abt. Süd in Kaufbeuren, Techniker für Hubschrauber am Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe Abt. Nord in Faßberg ausgebildet. Die Ausbildung des Personals des Einsatzführungsdienstes erfolgt beim Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück, die des Personals des Flugabwehrraketendienstes am Taktischen Aus- und Weiterbildungszentrum Flugabwehrraketen Luftwaffe im Fort Bliss in Texas.

Personal des fliegerischen Dienstes durchläuft zunächst gemeinsam eine Grundlagenausbildung bei der 3. Deutschen Luftwaffenausbildungsstaffel beim Airline Training Center Arizona in Goodyear, Arizona. Anschließend werden Jet-Piloten zum Euro NATO Joint Jet Pilot Training (ENJJPT) auf der Sheppard AFB, Wichita Falls in Texas und Waffensystemoffiziere zur 2. Deutsche Luftwaffenausbildungsstaffel auf der Pensacola in Florida versetzt. Zukünftige Tornado-Besatzungen werden anschließend beim Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe auf der Holloman AFB, Alamogordo in New Mexico zur Waffensystemausbildung zusammengeführt. Angehende Eurofighter-Piloten erwerben nach der Teilnahme am ENJJPT beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 in Laage die Musterberechtigung auf ihrem zukünftigen Kampfflugzeug.

Hubschrauberpiloten erhalten streitkräftegemeinsam ihre Grundlagenausbildung an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg. Transportflugzeugpiloten durchlaufen zunächst die fliegerische Grundlagenausbildung bei der 4./Lufttransportgeschwader 62 in Bremen, die mit der Lufthansa Flight Training GmbH zusammenarbeitet. Die Musterberechtigung erwerben Transall-Piloten bei der 3./Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf.

Für die Steuerung der lehrgangsgebundenen Ausbildung ist grundsätzlich die Kommandobehörde zuständig, der die entsprechende Ausbildungseinrichtung untersteht; die taktische, rollenspezifische Ausbildung liegt in der Verantwortung der Einsatzverbände.

Ausrüstung

Waffensysteme/Großgerät

Die Luftwaffe verwendet seit ihrer Aufstellung hauptsächlich Gerät, das in multinationaler Kooperation entwickelt oder von NATO-Staaten gekauft und/oder in Lizenz gebaut wurde. Eine Übersicht über Flugzeuge findet sich in der Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr.

Zahlreiche historische Exponate können im Militärhistorischen Museum Flugplatz Berlin-Gatow (vormals: Luftwaffenmuseum der Bundeswehr) in Berlin-Gatow besichtigt werden.

Derzeit verwendetes bodengebundenes Großgerät der Luftwaffe umfasst im Einsatzführungsdienst diverse Großradargeräte verschiedener Hersteller und die Waffensysteme PATRIOT und MANTIS, die dem Flugabwehrraketengeschwader 1 unterstellt sind.

Für die Jet-Ausbildung in den USA werden die Beechcraft T-6 und die Northrop T-38 als Schulflugzeuge eingesetzt.

Die Verbände des Lufttransports sind mit der A400M, Transall C-160 und mit Hubschraubern vom Typ CH-53 ausgerüstet.

Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung nutzt die Muster Airbus A340-300 VIP (2 Stück), Airbus A310 (6 Stück), Airbus A319CJ (2), Bombardier Global 5000 (4) und Aérospatiale AS 332 Cougar (3) insbesondere zum Personentransport. Eine besondere Rolle nimmt der A310 ein, der in der Version MRTT (4 von 6) zudem als Fracht- und Tankflugzeug und zum Transport von Verwundeten und Erkrankten eingesetzt werden kann.

Die Kampfverbände verfügen über den Eurofighter als Jagdflugzeug und den Panavia Tornado als Aufklärer und Jagdbomber und in der speziellen Rolle zur Unterdrückung gegnerischer Luftverteidigung. Zukünftig soll auch der Eurofighter in der Luft- Boden Rolle einsetzbar sein und somit Teile der Panavia Tornado Flotte ersetzen, hierzu sind ua. Präzissionsbomben vom Typ GBU-48 Paveway geplant. Seit 2010 betreibt die Luftwaffe drei geleaste Heron 1 und zwei Bodenstationen der Herstellerfirma Israel Aerospace Industries (IAI) aus Israel. Diese Luftfahrzeuge werden ausschließlich in Afghanistan eingesetzt.

Modernisierungsvorhaben

Die politische Kontroverse vor Entscheidungen zur Entwicklung und Beschaffung von Großgerät der Luftwaffe ist aufgrund der technischen Risiken und insbesondere der hohen Kosten groß.

Neben zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit sind die Projekte mit dem größten finanziellen Umfang die laufende Einführung des Eurofighters als Ersatz für die F-4F Phantom sowie für Teile der Tornado-Flotte und die Beschaffung des Airbus A400M als Nachfolgemuster für die C-160 Transall. Ursprünglich sollten 180 Eurofighter in drei Tranchen bestellt werden. Von den ursprünglich 68 Eurofightern der dritten und letzten Tranche wurden im Juli 2009 jedoch nur 31 Flugzeuge als Tranche 3A bestellt. Ob die restlichen 37 Maschinen der Tranche 3B noch beschafft werden, ist unklar. Auch der beabsichtigte Bestand von 40 A400M in der Luftwaffe ist noch nicht endgültig festgelegt, da auch hier die vertraglich vereinbarte Stückzahl darüber liegt. Derzeit sind vertraglich 53 Flugzeuge bestellt, die Luftwaffe beabsichtigt aber den Weiterverkauf von 13 Einheiten über den Hersteller. Im Januar 2015 wurde bekannt, dass durch Probleme bei der Rumpfmontage im Werk Bremen, gravierende Auslieferungsverzögerungen für 2015 zu befürchten sind, die den Zulauf der Maschinen erheblich verlangsamen.

Der ursprünglich geplante Ersatz der UH-1D der Luftwaffe durch den Transporthubschrauber NH90 in den kommenden Jahren wird durch die Übergabe dieses Luftfahrzeugmusters an das Heer als alleinigen Nutzer hinfällig.

Für die Signalverarbeitende Luftgestützte Weitreichende Überwachung und Aufklärung (SLWÜA) war die Einführung eines hochfliegenden unbemannten Luftfahrzeug – UAV mit großer Reichweite (HALE) des Typs RQ-4E Euro Hawk mit einem Aufklärungssystem (Integrated SIGINT System – ISIS) als Ersatz für die ausgesonderte Breguet Atlantic der Marine geplant. Im Jahre 2013 wurde das Projekt aus Kostengründen aufgegeben. Die Beschaffung eines Aufklärungssystems für mittlere Höhen (Medium Altitude Long Endurance – MALE) als Ergänzung zu den bemannten Flugzeugen (Tornado Recce) sowie als Nachfolger der geleasten Aufklärungsdrohne Heron 1 ist weiterhin geplant.

Eine schnelle Entscheidung, weitestgehend unbeachtet von der medialen Wahrnehmung, erfolgte zur Einführung von Luftfahrzeugen Airbus A340-300 (übergeben am 30. März 2011 und Anfang Oktober 2011), Airbus A319 CJ (übergeben im März 2010 und am 17. Juni 2010) und Bombardier Global 5000 (übergeben zwischen dem 22. September 2010 und dem 9. Januar 2012) bei der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung als deutliche Modernisierung im parlamentarischen Lufttransport.

Auf die zunächst geplante Einführung des Flugabwehrraketensystems MEADS wird mit Entscheidung vom Oktober 2011 vorerst verzichtet. Ob es einen Nachfolger für das derzeit genutzte Patriot System geben wird, wurde 2015 entschieden, mit der Folge, dass diese mit einer Stückzahl von 11 beschafft werden.

Fliegerhorste

Insgesamt stehen der Luftwaffe derzeit zehn aktive Fliegerhorste sowie drei militärisch mitbenutzte zivile Flughäfen zur Verfügung.

Kennzeichnungen

Hoheitszeichen: Als Hoheitszeichen auf Luftfahrzeugen und Gefechtsfahrzeugen der Bundeswehr wurde 1956 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss das Eiserne Kreuz festgelegt. Auf Luftfahrzeugen befindet sich zusätzlich die aufgemalte deutsche Flagge.

Flugzeugkennungen: Die Kennungen deutscher militärischer Luftfahrzeuge bestanden zunächst aus zwei Buchstaben, aus deren Kombination sich auf die Teilstreitkraft, den Einsatzbereich und das Geschwader schließen ließ, und drei Ziffern, die sich in der Regel aus der Staffelzugehörigkeit und der laufenden Nummer ergaben. Ab 1968 wurde das System dahingehend geändert, dass lediglich ein Rückschluss auf Typ und Seriennummer des Luftfahrzeugs möglich ist. Dazu werden für die Flugzeugkennungen zwei jeweils zweistellige Ziffernblöcke, die durch das Eiserne Kreuz getrennt werden, verwendet. Bei Angabe der Kennungen wird dabei das Kreuz als „+“ mitgeschrieben.

Einsätze

Kräftekategorisierung

Die Luftwaffe ist an allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt. Die Hauptlast tragen die Lufttransportverbände und die Flugbereitschaft BMVg mit der Verlegung von Personal und Material der Bundeswehr und befreundeter Staaten und der Bereitstellung der Fähigkeit zur Evakuierung von Verwundeten. Auch die Objektschutztruppe ist in nahezu allen Einsatzgebieten vertreten.

Darüber hinaus wurden und werden Kräfte der Luftwaffe im Rahmen ihrer jeweiligen Fähigkeiten eingesetzt:

Luftverteidigung

Die Sicherstellung der Lufthoheit über Deutschland ist eine Dauereinsatzaufgabe der Luftwaffe. Die Einsatzführungsverbände überwachen in Zusammenarbeit mit den angrenzenden Staaten und den zivilen Kontrollstellen den Luftraum. Unregelmäßigkeiten oder ungewöhnliches Verhalten eines Flugzeugs melden sie an ihren vorgesetzten Gefechtsstand, der dann entscheidet, wie weiter zu verfahren ist. Für eine nähere Überprüfung sind rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche im Norden (Wittmund) und im Süden (Neuburg an der Donau) jeweils zwei Jagdflugzeuge in hoher Alarmbereitschaft (QRA (I) – Quick Reaction Alert (Interceptor)). Diese Jäger können auch bei Luftnotlagen zur Unterstützung eingesetzt werden.

Im Rahmen der Überwachung des NATO-Luftraums wurden deutsche Jagdverbände und Soldaten des Einsatzführungsdienstes 2005, 2008, 2009, 2011 und 2012 zur Durchführung des Air Policing über dem Baltikum (Estland, Lettland und Litauen) in Litauen stationiert.

Lufttransport

Seit 1960 waren die Lufttransportverbände der Luftwaffe mit ihren Transportflugzeugen und Hubschraubern in jedem Jahrzehnt mehrfach im Rahmen von humanitärer Hilfe oder zur Katastrophenhilfe nahezu weltweit im Einsatz (zum Beispiel 1960 Marokko (Erdbeben), 1962 Iran, 1965 und 1969 Algerien, 1969 Tunesien (Hochwasser), 1973 Sahelzone, 1984 Äthiopien, 1988 Armenien, 1990 Russland, 1991 Irak (UNSCOM), 1992 Somalia (UNOSOM), 1992–1996 Bosnien-Herzegowina (UNPROFOR/IFOR/SFOR), 1994 Ruanda (UNAMIR), 1998 Sudan, 1999 Australien/Osttimor (INTERFET), 2000 Mosambik (Hochwasserkatastrophe), 2003 Kongo (Operation Artemis)).

Auch zur Amtshilfe und zur direkten Unterstützung deutscher Staatsbürger werden Kräfte des Lufttransports zum Einsatz gebracht. Hier können die Hubschrauber wertvolle Beiträge leisten (wie 1962 bei der Sturmflut in Norddeutschland, 1978/1979 dem Schneechaos in Norddeutschland, 1995/1997/2002/2006 bei der Hochwasserhilfe). Doch auch Flächenflugzeuge kommen zum Einsatz. Die C-160 Transall flogen mit Rüstsätzen (in der Folge der Waldbrände von 1975/1976 entwickelt) als Löschflugzeuge zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden:

1980 Frankreich

1983 auf Sardinien/Italien

1983 (bei Ehra-Lessien, Niedersachsen) und

1988 (bei Voigtei, Niedersachsen)

Die Flugbereitschaft BMVg unterstützte Evakuierungsoperationen (zum Beispiel 1998 in Eritrea) und holte unter anderem Opfer der Tsunami-Katastrophe 2004 in die Heimat.

Aufklärung

Im Rahmen von Amtshilfe unterstützte das Aufklärungsgeschwader 51 Behörden zum Beispiel bei der Suche nach vermissten Personen, Massengräbern aus dem Zweiten Weltkrieg oder als Unterstützung bei Katastrophen (wie 2002 nach der Flugzeugkollision von Überlingen und 1995 und 2006 bei den Hochwasserkatastrophen). In die Kritik geriet die Luftwaffe durch umstrittene Einsätze im Rahmen der Amtshilfe beim G8-Gipfel in Heiligendamm 2007.

Tornado-Aufklärungsflugzeuge der Luftwaffe wurden von 1995 bis 2001 in Piacenza (Italien) stationiert, um 1995 zunächst UNPROFOR (1995), IFOR (1995/1996) und SFOR (1996–1999) und im Kosovo-Krieg die Operation Allied Force (1999) und KFOR (1999–2001) zu unterstützen. Am 9. März 2007 wurde vom Deutschen Bundestag die Entsendung von sechs Aufklärungs-Tornados im Rahmen der ISAF-Mission nach Mazar-e-Sharif in Afghanistan beschlossen. Der Einsatz wurde am 30. November 2010 mit der Landung der Maschinen auf dem Heimatflugplatz beendet. Seit 2010 werden durch die Luftwaffe drei unbemannte Aufklärungssysteme vom Typ Heron 1 zur Unterstützung der Landstreitkräfte von Mazar-e-Sharif aus betrieben.

Kampfeinsätze

1991 erfolgte während des Golfkriegs im Rahmen der NATO-Operation Ace Guard die Verlegung von achtzehn Alpha-Jet-Jagdbombern des Jagdbombergeschwaders 43 als Teil der Allied Command Europe Mobile Forces (AMF) nach Erhac (Türkei) zur Sicherung der NATO-Südflanke gegen mögliche Angriffe des Irak. Zusätzlich wurden HAWK-Systeme des Flugabwehrraketengeschwaders 36 und Roland-Systeme der Flugabwehrraketengruppe 42 nach Dyarbakir und Erhac zur Verstärkung der Luftverteidigung in dieses Gebiet verlegt. Dies führte zu heftigen Diskussionen über die Zulässigkeit derartiger Auslandseinsätze und schließlich zu einer Klärung durch das Bundesverfassungsgericht am 12. Juli 1994.

ECR-Tornados des Jagdbombergeschwader 32 wurden mit der Unterdrückung der jugoslawischen Luftverteidigung in der Operation Deliberate Force 1995 zur Unterstützung von UNPROFOR und der Operation Allied Force 1999 während des Krieges gegen das ehemalige Jugoslawien beauftragt.

In Ausnahmefällen beteiligen sich sogenannte Austauschoffiziere der Luftwaffe an Einsätzen der Nationen, in denen sie verwendet werden. So wurde zum Beispiel ein deutscher Waffensystemoffizier einer Tornado-Staffel der Royal Air Force von Oktober 2009 bis Januar 2010 in Afghanistan eingesetzt.

 

 

Ein Hubschrauber ist ein senkrecht startendes und landendes Luftfahrzeug, das Motor­kraft auf einen oder mehrere Rotoren für Auftrieb und Vortrieb überträgt. Diese arbeiten als sich drehende Tragflächen oder Flügel, weshalb Hubschrauber zu den Drehflüglern zählen.

Nicht zu den Hubschraubern gezählt werden dagegen Mischformen aus Flugzeug und Drehflügler, beispielsweise Hybride aus Dreh- und Starrflüglern oder nicht senkrecht startende Luftfahrzeuge wie Tragschrauber oder Kipprotor­flugzeuge.

Das verbreitete Synonym Helikopter, kurz auch Heli, setzt sich zusammen aus altgriechisch ἕλιξ hélix „Windung, Spirale“ und πτερόν pterón „Flügel“ (Drehflügler).

Funktion

Die rotierenden Rotorblätter erzeugen durch die anströmende Luft einen dynamischen Auftrieb. Wie bei den starren Tragflächen eines Flugzeugs ist dieser unter anderem abhängig von ihrem Profil, dem Anstellwinkel und der Anströmgeschwindigkeit der Luft. Beim schwebenden Hubschrauber ist die Anströmgeschwindigkeit gleich der Umlaufgeschwindigkeit. Wenn ein Hubschrauber sich vorwärts bewegt, ändert sich die Anströmgeschwindigkeit, da sich Umlauf- und Fluggeschwindigkeit des nach vorne bewegten Blattes addieren. Beim zurücklaufenden Blatt subtrahieren sie sich, siehe auch die Skizze weiter unten.

Durch die Aerodynamik der Rotorblätter entstehen beim Flug asymmetrische Kräfte auf die jeweils nach vorne und nach hinten bewegten Blätter, die bei älteren Modellen durch Schlag- und Schwenkgelenke an der Befestigung, dem Rotorkopf, aufgefangen werden mussten. Neuere Konstruktionen kommen ohne diese Gelenke aus. Rotorkopf und -blätter bestehen bei diesen neueren Modellen aus einem Verbund von Materialien unterschiedlicher Elastizität (Elastomere sowie hochfeste und leichte Metalle wie Titan), welche die in Größe und Richtung sich ständig ändernden dynamischen Kräfte bewältigen können, ohne dass die Bauteile hierdurch Schaden nehmen. Ein solcher gelenkloser Rotorkopf wurde erstmals bei der Bo 105 durch Blätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einem massiven Rotorkopf aus Titan im Verbund mit Elastomeren realisiert. Beim EC 135 wurde dieser zum lagerlosen Rotorkopf weiterentwickelt, der sich bei den meisten Modellen durchgesetzt hat.

Blattverstellung

Die zyklische (auch rotationsperiodische) Blattverstellung – allgemein auch Blattsteuerung genannt – dient der Steuerung der Horizontalbewegung des Hubschraubers, die eine Neigung der Haupt-Rotorebene erfordert. Zum Einleiten oder Beenden von Vorwärts-, Rückwärts- oder Seitwärtsflug werden die Einstellwinkel der Blätter während des Umlaufs des Rotors (zyklisch) verändert. Das führt zu einer zyklischen Schlagbewegung der Blätter, sodass ihre Blattspitzen auf einer Ebene umlaufen, die sich in der beabsichtigten Richtung neigt. Der Auftrieb bleibt auf dem gesamten Umlauf konstant. Dementsprechend steht der Rotorschub, der den Hubschrauber trägt und vorwärtsbringt, im rechten Winkel zur Blattspitzenebene. Die im Schwebeflug rein senkrecht hebende Kraft erhält durch diese Neigung nun einen nach vorne treibenden Schub. Aufgrund des Rumpfwiderstandes neigt sich der gesamte Hubschrauber und damit auch seine Rotorwelle ebenfalls in Flugrichtung.

Wenn der Schwerpunkt des Hubschraubers (bei geeigneter Beladung) in Verlängerung der Rotorwelle liegt, geht der Schub bei jeder gleichbleibenden Fahrt durch den Schwerpunkt. Die Blattspitzenebene ist dann im rechten Winkel zur Rotorwelle, und Schlagbewegungen finden dann nicht statt. Sie gibt es nur bei anderen Schwerpunktlagen oder wenn die Fluggeschwindigkeit geändert werden soll.

Mit der kollektiven Blattverstellung oder Pitch verändert der Pilot den Anstellwinkel aller Rotorblätter gleichmäßig, was zum Steigen oder Sinken des Hubschraubers führt. Einfache Konstruktionen, etwa bei verschiedenen Elektroantrieben in Modellhubschraubern, ersetzen diese Steuerung durch eine Drehzahländerung. Nachteilig ist dabei die längere Reaktionszeit durch die Massen-Trägheit des Hauptrotors.

Die Rotorblätter werden meist mit einer Taumelscheibe angesteuert. Deren unterer, feststehender Teil wird vom Piloten mit Hilfe des „kollektiven“ Verstellhebels nach oben oder unten verschoben. Mit dem „zyklischen“ Steuerknüppel kann dieser wiederum in jede Richtung geneigt werden. Der obere (sich mit dem Rotor drehende) Teil der Taumelscheibe überträgt über Stoßstangen und Hebel an den Blattwurzeln den gewünschten Einstellwinkel auf die Rotorblätter.

Rotorvarianten und Giermomentausgleich

Man unterscheidet Einrotorsysteme, Doppelrotoren und vier Rotoren (Quadrocopter). Mit Ausnahme des Blattspitzenantriebs werden die Rotoren dabei stets durch einen Motor im Rumpf angetrieben. Dadurch entsteht an der Rotorachse ein Gegen-Drehmoment (Giermoment), das bei einem einzelnen Rotor eine gegenläufige Drehung des Rumpfes erzeugen würde. Um dieses zu kompensieren, werden verschiedene Konstruktionen benutzt:

Erzeugung eines seitlichen Gegenschubs durch einen Heckrotor, auch gekapselt als Mantelpropeller beim Fenestron, oder durch Schubdüsen beim NO-TAil-Rotor-(NOTAR)-System.

Zwei gegenläufige Hauptrotoren, deren Giermomente sich ausgleichen – durch Anordnung übereinander auf derselben Achse (Koaxialrotor), hintereinander (Tandem-Konfiguration) oder nebeneinander (transversal). Eine weitere Variante sind die ineinandergreifenden Rotoren mit nahe zusammenliegenden, zueinander schräggestellten Drehachsen beim Flettner-Doppelrotor. Beim Sikorsky X2 ermöglicht die Koaxial-Bauweise auch höhere Geschwindigkeiten in Kombination mit einem Schubpropeller, wie er erstmals 1947 beim Fairey Gyrodyne verwendet wurde.

Der Quadrocopter verwendet vier Rotoren in einer Ebene und erlaubt allein durch Verstellung von Pitch oder Drehzahl eine Steuerung um alle drei Achsen. Auf Basis dieser Technologie werden auch Muster mit 6, 8 und 12 Rotoren eingesetzt.

Nur selten (Cierva W.11), in der Planung (Mi-32) oder im Modellbau (Tribelle, Tricopter) traten Dreifach-Rotoren auf, bei denen das Drehmoment durch leichtes Kippen der Rotorhochachsen oder auch durch Schwenkbarkeit eines der Rotoren ausgeglichen wird.

Ebenfalls selten Blattspitzenantrieb, meist durch Rückstoß eines Gasstrahls.

Ein System mit zwei Rotoren ist zwar technisch die effizientere Konstruktion, da alle Rotoren zum Auf- und Vortrieb genutzt werden; während der Heckrotor im Schwebeflug etwa 15 % der Gesamtleistung kostet. In der Praxis hat sich aber weitgehend das Einrotorsystem mit einem Heckrotor durchgesetzt. Ökonomisch schlagen hier die niedrigeren Bau- und Wartungskosten bei nur je einem Rotorkopf und Getriebe ins Gewicht, da diese die beiden aufwendigsten und empfindlichsten Baugruppen eines Hubschraubers sind.

Heckrotoren gibt es in Ausführungen mit zwei bis fünf Blättern. Um den Lärm zu verringern, werden teils vierblättrige Rotoren in X-Form eingesetzt. Eine besonders leise Variante ist der Fenestron, ein ummantelter Propeller im Heckausleger mit bis zu 18 Blättern.

Meist wird der Heckrotor aus dem Hauptgetriebe über Wellen und Umlenkgetriebe angetrieben, sodass seine Drehzahl stets proportional zu der des Hauptrotors ist. Der Schub zur Steuerung um die Gierachse wird dann vom Piloten mit den Pedalen über den Einstellwinkel der Heckrotorblätter geregelt, analog der kollektiven Verstellung des Hauptrotors.

Während des Reiseflugs wird bei vielen Konstruktionen der Heckrotor dadurch entlastet, dass ein Seitenleitwerk das Giermoment weitgehend kompensiert. Dies wird meist durch Endscheiben an der horizontalen Dämpfungsfläche realisiert, die zur Rumpflängsachse schräg gestellt sind; bei einer einzelnen Seitenflosse in der Regel zusätzlich durch ein asymmetrisches Profil.

Notsteuerung und Autorotation

Sollte der Antrieb ausfallen, können Hubschrauber trotzdem noch landen. Dazu muss der Pilot in einen steilen Sinkflug übergehen, wobei der freilaufende Rotor durch die nun von unten nach oben anströmende Luft in Drehung gehalten bzw. möglichst beschleunigt wird, um den Drehimpuls zu erhalten oder zu erhöhen. Daraus resultiert eine Autorotation wie beim Tragschrauber. Ein Giermomentausgleich ist dabei nicht notwendig, da nur das Moment aus der Lagerreibung (im Hauptrotorkopf, Getriebe und Antrieb) auszugleichen wäre, das aber bis zur Landung nicht zu einem kritischen Anstieg der Gierrate führt. Eine solche Landung ist daher auch beim Ausfall des Heckrotors möglich, zum Beispiel bei Bruch der Antriebswelle für den Heckrotor, des Winkelgetriebes zum Heckrotor oder gar des ganzen Heckauslegers.

Kurz vor dem Aufsetzen wird nun der kollektive Einstellwinkel (Anstellwinkel) vergrößert und damit der Auftrieb erhöht, damit ein Aufsetzen ohne Schäden für Technik und Besatzung möglich wird. Der Verlust der Steuerung um die Hochachse und die Notwendigkeit, den richtigen Moment genau zu treffen, da der Drehimpuls des Rotors nur für einen Versuch ausreicht, macht dieses Manöver jedoch stets riskant. Weiterhin bedarf es einer Mindesthöhe über Grund, da beim Ausfall des Hauptantriebes ein Durchsacken unvermeidlich ist und auch Zeit benötigt wird, um in die neue Fluglage überzuleiten.

Steuerung

Ein Hubschrauber ist ein nicht eigenstabiles Luftfahrzeug – er hat vor allem im Schwebeflug und langsamen Flug stets die Tendenz, seine Fluglage zu verlassen und in die eine oder andere Richtung zu schieben, sich zu neigen oder zu drehen. Dies ist u. a. darin begründet, dass der Neutralpunkt über dem Rumpf und damit über dem Schwerpunkt liegt. Der Pilot muss diese Bewegungen durch kontinuierliche, entgegenwirkende Steuereingaben abfangen. Bei einer Fluggeschwindigkeit oberhalb von ca. 100 km/h verhält sich ein Hubschrauber ähnlich wie ein Tragflächenflugzeug und ist entsprechend einfach zu steuern. Besondere Gefahren beinhaltet die Landung, da bei einem Motorausfall in zu geringer Höhe nicht genug Reserven vorhanden sind, in Autorotation überzugehen. Bei der Bodenberührung kann die sogenannte Bodenresonanz auftreten, die sehr schnell zur Zerstörung des Hubschraubers führen kann.

Anders als im Starrflügel-Flugzeug sitzt der Pilot eines Hubschraubers in der Regel auf der rechten Seite. Zur Steuerung benötigt er beide Hände und Füße:

Mit der linken Hand kontrolliert er über einen Hebel die kollektive Blattverstellung (engl. Pitch). Im nebenstehenden Foto des Eurocopter-Cockpits ist dieser Hebel rechts von der Mittelkonsole bzw. links neben dem Pilotensitz zu sehen. Dabei wird die Taumelscheibe gerade über die Rotorachse nach oben bzw. unten geschoben und so der Anstellwinkel aller Rotorblätter des Hauptrotors in gleichem Maße geändert und damit der Auftrieb des Rotors erhöht oder vermindert. Dadurch steigt bzw. sinkt der Hubschrauber. Um bei Vergrößerung des Anstellwinkels der Hauptrotorblätter den Abfall der Rotordrehzahl durch die daraus resultierende Erhöhung des Luftwiderstandes zu verhindern, wird über diesen Hebel auch die Motor- bzw. Turbinenleistung erhöht. Das erfolgt entweder manuell mit einem Drehgriff am Hebel oder automatisch. Durch die Änderung der Motor- bzw. Turbinenleistung wird auch das erzeugte Drehmoment geändert, was ein Gegensteuern über den Heckrotor erforderlich macht.

Mit der rechten Hand kontrolliert der Pilot über den Steuerknüppel (im nebenstehenden Foto der S-förmig gebogene Knüppel mittig vor dem Pilotensitz) die zyklische Blattverstellung. Dadurch wird die Taumelscheibe geneigt und die Rotorebene entsprechend geändert und so die Bewegung des Hubschraubers um die Längs- (Rollen nach links oder rechts) und Querachse (Nicken nach vorne oder hinten) eingeleitet. Die mit dem Steuerknüppel über die Taumelscheibe an den Rotorkopf gegebenen Steuerbefehle ermöglichen auch Kombinationen von Nick- und Rollbewegungen.

Am Cockpitboden befinden sich zwei Pedale (im nebenstehenden Foto nur links unten neben dem Instrumentenbrett auf der Copilotenseite zu sehen), mit denen der Anstellwinkel des Heckrotors und damit die Bewegung des Hubschraubers um die Gierachse (Hochachse), also die Drehung nach rechts bzw. links, gesteuert wird.

Flugleistungen

Die Höchstgeschwindigkeit liegt meist zwischen 200 und 300 km/h, einige Kampfhubschrauber erreichen über 360 km/h. Der Geschwindigkeitsrekord liegt bei 472 km/h und wurde am 7. Juni 2013 mit einem Eurocopter X3 erzielt.

Die Höchstgeschwindigkeit wird dabei durch die Aerodynamik der Rotorblätter begrenzt: Das jeweils nach vorne laufende Blatt hat gegenüber der von vorn anströmenden Luft eine höhere Geschwindigkeit als das nach hinten laufende. Nähert sich nun das vorlaufende Blatt im Außenbereich der Schallgeschwindigkeit, kommt es dort zu Effekten wie Abfall des Auftriebs, starke Erhöhung des Widerstands und große Blattbeanspruchung durch Torsionsmomente. Dies äußert sich zum Beispiel in starken Schwingungen und erschwert so dem Piloten die Kontrolle über den Hubschrauber.

Für einen typischen Rotordurchmesser von 10 m bedeutet dies, dass der Rotor nicht mehr als ca. 10,9 Umdrehungen pro Sekunde bzw. 655 Umdrehungen pro Minute ausführen kann, ohne dass in den Außenbereichen der Rotorblätter die Schallgeschwindigkeit (343 m/s) überschritten wird. Typische Drehzahlen des Rotors im Betrieb liegen daher deutlich unter diesem Wert.

Häufig wird die Geschwindigkeit eines Hubschraubers jedoch durch das rücklaufende Rotorblatt begrenzt: Hier führt die Kombination aus hohem Anstellwinkel (zyklische Verstellung, s. o.) und geringer Strömungsgeschwindigkeit zum Strömungsabriss und damit zum Auftriebsverlust. Viele Hubschrauber kippen daher beim Erreichen der kritischen Geschwindigkeit zuerst auf die Seite, auf der sich die Rotorblätter nach hinten bewegen, bevor die nach vorne bewegten Blätter in den Überschallbereich gelangen.

Auch die Gipfelhöhe ist begrenzt und liegt typisch etwa bei 5000 Metern, wobei einzelne Modelle bis zu 9000 Meter erreichen. Der FAI-Höhenrekord von 12.442 m wurde im Juni 1972 von Jean Boulet mit einer Aérospatiale SA-315 aufgestellt. Erst im März 2002 wurde dieser durch einen Flug von Fred North mit einem Eurocopter AS 350 überboten (12.954 m), der allerdings bisher (2012) von der FAI nicht als offizieller Rekord anerkannt wurde.

Der Kraftstoffverbrauch eines Hubschraubers liegt bei gleicher Zuladung auf die Flugstrecke bezogen meist deutlich über dem eines Tragflächen-Flugzeugs.

Der Vorteil eines Hubschraubers aber liegt in der Fähigkeit, in der Luft stehen zu bleiben (Schwebeflug, auch Hover genannt), rückwärts oder seitwärts zu fliegen sowie sich im langsamen Flug um die Hochachse (Gierachse) zu drehen. Weiterhin kann er senkrecht starten und landen (VTOL) und benötigt daher keine Start- und Landebahn. Steht kein regulärer Hubschrauberlandeplatz zur Verfügung, reicht dazu bereits ein ebener und hindernisfreier Platz von ausreichendem Durchmesser.

Entwicklungsgeschichte

Eine Auswahl von Meilensteinen bei der Entwicklung des Hubschraubers. Die entsprechenden Bilder sind am Ende dieses Abschnittes in chronologischer Folge zusammengefasst.

Schon Leonardo da Vinci hatte um 1487–1490 in seinen sogenannten „Pariser Manuskripten“ Skizzen eines Hubschraubers angefertigt, aber erst im 20. Jahrhundert gelang die technische Umsetzung dieser Idee. Pioniere der Hubschrauberentwicklung waren u. a. Jakob Degen, Étienne Oehmichen, Raúl Pateras Pescara, Juan de la Cierva, Engelbert Zaschka, Louis Charles Breguet, Alberto Santos Dumont, Henrich Focke und Igor Sikorski:

Am 13. November 1907 hob Paul Cornu mit seinem 260 kg schweren fliegenden Fahrrad für zwanzig Sekunden senkrecht vom Boden ab – der vermutlich erste freie bemannte Vertikalflug. Er benutzte Tandemrotoren, die von einem 24 PS starken V8-Motor angetrieben wurden.

Ab 1910 löste Boris Nikolajewitsch Jurjew einige theoretisch-konstruktive Grundprobleme der Stabilität und des Antriebs und entwickelte die Taumelscheibe.

1913 konstruierte der Dresdner Ingenieur Otto Baumgärtel einen Senkrechtstarter, der durch Verlagerung des Schwerpunktes ohne besonderen Propeller Vorwärtsbewegungen vollführen konnte.

Am 11. November 1922 brachte Étienne Oehmichen erstmals sein Oehmichen No. 2 in die Luft, den wohl ersten zuverlässig fliegenden manntragenden Senkrechtstarter. Auf ihn geht der Heckrotor zur Stabilisierung des ganzen Fluggeräts zurück.

Bei der Entwicklung seines Autogiro gelangen Juan de la Cierva (Spanien) 1923 wesentliche Lösungen zur Stabilisierung des Rotors eines Drehflüglers, so z. B. die Schlaggelenke.

Am 18. April 1924 schlug der von Raúl Pateras Pescara entwickelte Pescara No. 3 den vier Tage vorher von Oehmichen aufgestellten Weltrekord für Rotorflugzeuge um das Doppelte und setzte dabei erstmals zyklische Blattverstellung ein, um den Hauptrotor zum Vortrieb zu nutzen.

In den frühen 1930er Jahren bauten Louis Charles Breguet und René Dorand mit dem Gyroplane-Laboratoire den ersten längere Zeit stabil fliegenden Hubschrauber. Er hatte Koaxialrotoren und hielt ab Juni 1935 alle internationalen Rekorde für Hubschrauber.

Die Focke-Wulf Fw 61, die zwei seitlich angeordnete Rotoren benutzte, konnte beim Jungfernflug im Juni 1936 eine Reihe von bisherigen Weltrekorden bei Hubschraubern brechen. Sie war zudem der erste Hubschrauber, mit dem eine Autorotationslandung gelang.

1941 war die deutsche Focke-Achgelis Fa 223 der erste in Serie gebaute Hubschrauber, ebenfalls mit zwei seitlich angeordneten Rotoren. Es folgten 1943 die Flettner Fl 282, ebenfalls mit Doppelrotor, und 1944 die Sikorsky R-4 „Hoverfly“ in den USA, die wie ihr Vorgänger Sikorsky VS-300 einen Einzelrotor zusammen mit einem Heckrotor verwendete.

Am 8. März 1946 erhielt die Bell 47 der Bell Aircraft Corporation, ein leichter zwei- oder dreisitziger Hubschrauber, als erster ziviler Hubschrauber die Flugzulassung in den USA. Seine Varianten waren bis in die 1980er Jahre und darüber hinaus weltweit anzutreffen.

1955 rüstete die französische Firma Sud Aviation ihren Hubschrauber Alouette II mit einer 250-kW-Turboméca-Artouste-Wellenturbine aus und baute damit den ersten Hubschrauber mit Gasturbinenantrieb, der heute von fast allen kommerziellen Herstellern verwendet wird. Lediglich Robinson (Robinson R22 und Robinson R44) und Brantly (Brantly B-2 bzw. Brantly 305) stellen noch Hubschrauber mit Kolbenmotoren her.

Die mit bis heute 16.000 Exemplaren meistgebaute Hubschrauberfamilie, die Bell 204 – militärisch Bell UH-1 genannt – startete am 22. Oktober 1956 zu ihrem Jungfernflug.

Die deutsche Bölkow Bo 105 wurde 1967 als erster Hubschrauber mit einem gelenklosen Rotorkopf zusammen mit GFK-Rotorblättern, die erstmals bei der Kamow Ka-26 zum Einsatz gekommen waren, ausgerüstet. Der Eurocopter EC 135 als aktueller Nachfolger benutzt eine weiterentwickelte Form, den sogenannten gelenk- und lagerlosen Rotorkopf. Dort wurden auch die Lager für die Blattwinkelverstellung durch ein aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehendes Drillsteuerelement mit Steuertüte ersetzt.

1968 startete mit der sowjetischen Mil Mi-12 der größte jemals gebaute Hubschrauber. Er verfügt über nebeneinander angeordnete Rotoren, ein maximales Startgewicht von 105 t bei einer maximalen Nutzlast von 40 t und 196 Passagierplätze. Nach drei Prototypen, die eine Reihe von Rekorden erzielten, wurde die Produktion eingestellt.

1977 fand der Jungfernflug des größten in Serie gebauten Helikopters statt, der Mil Mi-26, die bis heute produziert und eingesetzt wird.

Ab 1983 entstand mit der RAH-66 Comanche ein Kampfhubschrauber mit Tarnkappentechnik, dessen Fertigung jedoch kurz vor Erreichen der Einsatzreife 2004 gestoppt wurde.

1984 flog erstmals die Sikorsky X-wing, deren Rotor beim Vorwärtsflug angehalten und festgestellt wird und dann als zusätzliche Tragfläche dient. Wie bei anderen VTOL-Konzepten sollen damit gegenüber reinen Drehflüglern bessere Flugleistungen erreicht werden. Es blieb bei einem Prototyp.

Im August 2008 bewies der Sikorsky X2 im Erstflug die Tauglichkeit des mit neuesten Verfahren optimierten Koaxial-Rotors in Kombination mit einem Schubpropeller - dem Prinzip der früheren Tragschrauber. Zwei Jahre später erreichte er mit 250 Knoten True Airspeed (463 km/h) das Entwicklungsziel und überbot damit den bisherigen Geschwindigkeitsrekord um 15 %. Auch andere Hersteller erprobten ähnliche neue Hochgeschwindigkeits-Muster, so Eurocopter den X³ und Kamov den Ka-92.

Unfälle

Verglichen mit Tragflächenflugzeugen weisen Hubschrauber eine deutlich höhere Unfallhäufigkeit auf: Zwischen 1980 und 1998 verzeichnete die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bei Hubschraubern statistisch pro einer Million Abflüge 54 Unfälle mit sechs Toten, bei Tragflächenflugzeugen lediglich zehn Unfälle mit 1,6 Toten. Die Unfallursachen liegen dabei anteilig mit über 80 % im menschlichen Versagen.

Aus Sicht der Technik sind Hubschrauber nicht unsicherer als Tragflächenflugzeuge und werden unter den gleichen Zuverlässigkeitsforderungen ausgelegt und zugelassen. Die höhere Unfallgefahr kann mehr durch die Einsatzbedingungen erklärt werden: Rettungsdienste und Militär können einen Einsatzort nicht vorher bestimmen, Hindernisse wie Antennen oder Stromleitungen sind dem Piloten dann teilweise unbekannt. Einsätze im Hochgebirge, wie Lastentransport und Bergrettung, können wiederum durch die geringere Luftdichte und Abwinde den Antrieb an die Leistungsgrenze bringen. Bei dessen Ausfall sind zudem die Bedingungen für eine Autorotations-Landung häufig schlecht.

Optionale Seilschneider oberhalb und unterhalb der Heli-Kabine können in bestimmten Situation Seile abscheren, um Kollisionen zu retten. Seile von Stromleitungen, Mastabspannungen und Seilbahnen sind nur teilweise markiert und auf 50.000er-Detailkarten verzeichnet und stellen eine besondere Gefahr bei niedrigen Flügen dar.

Verwendung

Der Betrieb eines modernen Hubschraubers ist im Vergleich zu einem Flächenflugzeug mit vergleichbarer Zuladung deutlich teurer. Dennoch ergeben sich aufgrund seiner Fähigkeit, auf unvorbereitetem Gelände starten und landen zu können, eine Reihe von zusätzlichen Einsatzgebieten, unterscheidbar in zivile und militärische.

Zivile Verwendung

Die häufigste Verwendung in Mitteleuropa ist, gemessen am Flugstundenaufkommen, mit Abstand der Arbeitsflug. Dazu zählen die Überwachung von Strom-, Gas- und Öltransportleitungen, Flüge in der Land- und Forstwirtschaft, Außenlastflüge, Vermessungsflüge, Bildflüge, Waldbrandbekämpfung etc. Das Spannen einer Vorausleine für das Seilziehen einer Seilbahn, Freileitung oder Seilbrücke kann auch mit einem Modellhubschrauber erfolgen. Zum Trimmen von Baumbewuchs an Freileitungstrassen wird ein verdrehfest vom Helikopter hängendes Schwert mit acht großen Kreissägeblättern verwendet. Ein Militärhubschrauber wurde eingesetzt, um per Downwash außerordentlich starken Schneebelag, der Äste zum Brechen bringen könnte, von Bäumen entlang einer gesperrten Bahntrasse zu blasen.

Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld ist die Luftrettung mit dem Rettungshubschrauber, wofür es allein in Deutschland über 50 Stützpunkte gibt. Weitere Spezialisierungen stellen Intensivtransporthubschrauber, Großraum-Rettungshubschrauber, Notarzteinsatzhubschrauber und Bergrettungsdienst dar. Auch bei der Polizei und bei der Feuerwehr sind Hubschrauber zu einem wichtigen unterstützenden Faktor geworden.

Für den zivilen Passagiertransport werden Transporthubschrauber eingesetzt, etwa bei Bohrinseln, wo sie ein wichtiges Element der Logistik darstellen. Eine weitere Anwendung ist der Frachttransport, wenn Güter schnell direkt an einen bestimmten Ort zu bringen sind. Im Hochgebirge ist der Transport von Baumaterial und Bauteilen mangels geeigneter Landwege oft wichtig für die Errichtung und Versorgung von alpinen Einrichtungen. Gleiches gilt für Montagearbeiten an unzugänglichen Stellen; mitunter werden Hubschrauber dort auch als Baukran eingesetzt. Alpine Schutzhütten, die nicht mit Fahrzeugen erreichbar sind und bis in die siebziger Jahre mit Tragtieren oder bei schwierigeren Zugangswegen mit Trägern versorgt wurden, erhalten heute den Lebensmittelnachschub und die Entsorgung überwiegend mit dem Hubschrauber. In nichtmechanisierbaren steilen Weinbergen werden Pflanzenschutzmittel zum Teil von Hubschraubern versprüht. Im Touristikbereich werden Rundflüge und Heliskiing angeboten. Eine extreme Verwendung von Hubschraubern ist der Kunstflug, bei dem die hohe Belastbarkeit moderner Hubschrauberkonzepte, vor allem der Rotoren und deren Steuerung, demonstriert wird.

In Deutschland sind derzeit (Stand 2011) 773 Drehflügler bzw. Hubschrauber zugelassen. Sie haben alle die Kennzeichenklasse H, tragen also ein Luftfahrzeugkennzeichen der Form D-HXXX.

Militärische Verwendung

Neben dem überwiegenden Einsatz als Transporthubschrauber zum Truppentransport findet man als weitere typische militärische Anwendungen

den Kampf gegen Bodenziele

die Panzerabwehr durch spezialisierte Kampfhubschrauber wie den Eurocopter Tiger, den Hughes AH-64 oder den Mil Mi-24,

die Artilleriebeobachtung,

Combat Search and Rescue (CSAR, deutsch 'Suchen/Retten im Gefecht'),

die Luftabwehr (Bordkanone, Luft-Luft-Rakete) und

Einsätze bei der Marine zur U-Jagd, Seeaufklärung und Seenotrettung (SAR – Search and Rescue).

Technik-Artikel

Weitere Details zu Bauweise und Technik von Hubschraubern finden sich in diesen Artikeln:

Varianten der Bauweise zum Drehmomentausgleich

Heckrotor-Konfiguration – Hubschrauber mit seitlichen Rotoren – Tandem-Konfiguration – Koaxialrotor – Flettner-Doppelrotor – Blattspitzenantrieb

Verwandte Flugzeug-Bauweisen

Tragschrauber – Flugschrauber – Wandelflugzeug – Senkrechtstarter – VTOL

Rotor

Hauptrotor - Rotorkopf – Taumelscheibe – Schlaggelenk – Schwenkgelenk

Schwebeflug

Landevorrichtung

Hubschraubertriebwerk

Wichtige Hersteller

Europa:

Airbus Helicopters: Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, in der u. a. die deutschen Vereinigte Flugtechnische Werke (VFW) und Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) sowie Aérospatiale und Sud Aviation aus Frankreich aufgegangen sind. Airbus Helicopters beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter, im Jahr 2006 wurden 615 Hubschrauber neu bestellt, der Marktanteil weltweit beträgt etwa 30 Prozent. Aktuell sind etwa 9800 Hubschrauber in 140 Ländern in Betrieb.

Italien/Vereinigtes Königreich: AgustaWestland (früher Agusta in Turin, Westland Aircraft in Yeovil)

Polen: Państwowe Zakłady Lotnicze (PZL)

Russland: Mil, Kamow

Südamerika:

Brasilien: Helibras (Teil der Eurocopter-Gruppe)

Asien:

Indien: Hindustan Aeronautics Limited (HAL)

Afrika:

Südafrika: Denel

Nordamerika:

USA: Bell Helicopter, Robinson Helicopter, Enstrom, Schweizer Aircraft Corporation, Kaman, MD Helicopters (heute Teil von Boeing Helicopters), Sikorsky, Boeing Helicopters, Vertol (heute Teil von Boeing Helicopters).

 

If you want to translate the description above, please select your language



Description

A Bell 47 helicopter lands in the courtyard of the Sonthofen Orderburg (General Oberst-Beck Barracks).

 

100% original photo cover from the year 1957.

On Agfa-Brovira photographic paper.

 

From the estate of Army sports instructor Wolfgang R. from Biedenkopf (Hesse), born on April 25, 1910.

 

Handwritten inscriptions and dates on the back side.

 

Size: 103 x 73 mm.

 

With minimal aging and wear marks, with adhesive residues on the back, otherwise in very good condition.

 

Excellent Image Quality – extremely rare!!!

 

100%-Authenticity Guarantee – no later deductions, no reproductions, no reprints!!!

Visits are available at any time.

 

100% guarantee of authenticity - not a later print, not a reproduction, not a reprint!

Visit anytime.

 

Shipped only via registered post (optional delivery post and/or insured upon request).

Shipping cost for this item: 

Germany: 4.00 Euros

Europe: 5.00 Euros

World: 6,00 Euros

 

From the large image archive, more offers in my other promotions!!!

 

From a large archive, there are more interesting items in my other offers!!!

 

 

This offer is sold as a collectible item  - Copyright is explicitly NOT included in the purchase!!!

 

This offer is available exclusively as a collector's item, and no copyrights are being sold here.

 

 

More historical original photos can be found in my eBay shop!!!

 

For more original historical Vintage-Prints please take a look in my ebay-shop!!!

1957, 20th Century, 50s – Years, Aeronautics, Aviation, Agfa                            , Agfa-Brovira, air force, aircraft, Allgäu, Propulsion Systems, Drive Technology, Architecture, Army, Car, Autogyro, Automobile, Aviation, Bavaria, Occupation, Professions, Vocational Training, Professional Life, Officer, Officers, Profession Fields, Industries, BRD, Bromsilver, German Federal Air Force, Federal Republic of Germany, German Armed Forces, D-87527 Sonthofen,

German History, German Economic History, Germany, Service, Service Period, Multi-rotor aircraft, Inventions, Inventions, Vehicles, Vehicles, Military Telecommunication School and Army Technical School for Electrical Engineering, Fifties, Flying, Aircraft, Flying, Aviation, Air Forces, Flight Equipment, Aircraft, Air Machines, Air Machines, Airport, Drone, Aviation Technology, Air Force, Aviation, Pilot, Aircraft Technology, Photography, Fifties, General Beck Barracks, Germany, Gyrocrafts, Army,Armed helicopter unit, Home geography, Helicopters, Historical automobiles, Historical images, Historical vehicles, Historical aircraft, UAVs, Vehicles, Motor vehicles, War technology, Regional geography, Oberallgäu district, Photographs, Aviation, History of aviation, Aircraft, Military aircraft of the Bundeswehr, Air transport, Air transport technology, Luftwaffe, Mechanics, Military, Military equipment, Post-war Germany, Post-war period, NATO, Nostalgia, Oberallgäu, Officer schoolLuftwaffe, Oldtimer, Ordensburg Sonthofen, Local views, Local history, Local knowledge, Photography, Pilot, Regierungsbezirk Schwaben, Rotor, Armor, Drone aircraft, Silver bromide, silver gelatine print, Soldiers, Southern Germany, System Technik, Technology, Technology history, Technical troops, Drone aircraft, Transportation, Transport means, Transportation industry, Engine, Troops, Troop school, Military radio unit, UniformNon-commissioned officers, homeland, transportation, traffic incidents, means of transport, transportation industry, vintage print, weapons, types of weapons, weapon technology, reconstruction, rearmament, economy, economic history, Economic Miracle, contemporary events, history of the time

 

_________________________________________________________________________________________
Sales and Delivery Conditions
_________________________________________________________________________________________

A 100% authenticity guarantee for all offered items. Any reproductions that are offered will be clearly identified as such by me.

Books and albums are not checked for completeness unless explicitly mentioned. Normal age and usage marks, highlights, etc., are not listed but are included in the price.

 

Revocation under new EU law:

You have a basic right of return of 1 month after receiving the ordered goods. The buyer is responsible for return shipping costs up to 40,00 Euro. To maintain this deadline, simply send your cancellation request or item in time. The return must be made by post or as a package. Returns must be made within 1 month. Cash returns will not be accepted.


The purchase price will be refunded immediately.
The cancellation must be sent to: P. Welz, Krankenhausstr. 3, 83043 Bad Aibling, Tax No. 64 930 522 814

The sale and delivery of items from the period 1933 - 1945 is conducted in accordance with § 86 Abs. 3 and § 86a StGB. The buyer is obligated to purchase only items adorned with Nazi emblems and their organizations for historical and scientific purposes, and not in any way...
Utilize it as propaganda. Sales are conducted solely for civic education, combating unconstitutional and opposing efforts, scientific & contemporary enlightenment, and military history research. The buyer commits to strict compliance with these legal regulations upon ordering.

Payment:

The buyer is always responsible for payment, even when the order is placed under the name and contract of another person.

All payments must be made by check. Payments from Europe should be made via EU-standard bank transfer without fees. Payments via PayPal or moneybookers are accepted (incl. 8% fees charged by the buyer). Cash payments are not accepted.

Shipping:
Shipping is provided upon payment receipt (of the total amount) within one business day. The offer is irrevocable, and resale is not allowed. No obligation to deliver.
Shipping is only available via registered mail or insured package.

 

Historical information about the item:

 

Generaloberst-Beck-Kaserne

After the war ended, the western Allgäu was initially under French occupation, whose army leadership took control of the castle. Starting from February 1947, the US forces established a central training facility for the Special Unit US Constabulary there. In 1956, the castle became the property of the newly established German Army and was named after Generaloberst Ludwig Beck, a resistance fighter and former head of the army general staff.

Among other things, from 1964 to 1972, the Army Non-Commissioned Officers School I (HUS I) was located at the General Major Beck Barracks.

The General Oberst Beck Barracks, simply called the fortress by the soldiers stationed here and the local people, served until July 2009 for training and development, either at the Bundeswehr Field Ranger and Staff Service School or at the Bundeswehr Sports School branch in Sonthofen.

The German Armed Forces Field Scout and Staff Training School was moved to the Hannover site at the Emmich-Cambrai Barracks in mid-2009. After considerations by the Federal Ministry of Defense to abandon the fort and sell it for civilian use, State Secretary Christian Schmidt announced at a press conference on April 18, 2008 that the facility would continue to be used by the German Armed Forces.

As part of the fundamental German military reform decided in 2010, the 2011 stationing concept proposed reducing the number of posts at Sonthofen from 1120 (as of October 26, 2011) to 590. The Grünten and Hunter barracks in the city area were closed down, and the ABC and Self-Defense School was already moved from the Hunter barracks after the basic renovation of the Generaloberst-Beck Barracks to this location.

Further, the "Federal Army Safety Center" is located here, which was moved from the Faßberg Airfield.

In 2008, a negotiation process was conducted for the basic renovation, restructuring, and expansion of the barracks area, during which the Stuttgart office Wulf Architekten won the contract. The total construction costs were estimated at approximately 100 million Euro as of April 1, 2009. All construction activities are expected to be completed by the end of 2018.The foundation laying for the renovation and expansion of the barracks took place on May 3, 2016.

Rumors about extensive tunnel systems beneath the barracks do not reflect reality. There is only one tunnel leading to a currently vacant house beneath the barracks. Additionally, there are unfinished supply tunnels and underground firing ranges that remain unused. Like was common in compact barracks facilities at that time, the Ordensburg uses a local heating system.

Instead of digging deep foundations down to the supporting layers, some buildings were constructed by removing soil up to the stable layers and building several basement floors. Local support organizations (fire department, THW, and disaster relief services) occasionally use these no longer used areas for emergency drills.

The castle is under ensemble protection.

 

 

The Bell 47 (military designation Bell H-13, and for the US Navy, Bell HTL and Bell HUL until 1962) is a light two- or three-seat helicopter developed by Bell Aircraft Corporation. It received airworthiness certification in the USA on March 8, 1946, as the first civilian helicopter. Its variants were found worldwide throughout the 1980s and beyond. See also: 1960, 20.

Century, 1960s, Aeronautics, Air Force, Aircraft, Air Show, Propulsion Technology, Army, Autogyro, Autorotation, Aviation, Bavaria, West Germany, Bromsilber, German Federal Air Force, Federal Republic of Germany, German Armed Forces, D-82256 Fürstenfeldbruck, D-83022 Rosenheim, D-83026 Pang, German History, German Economic History, Germany, Rotating Aircraft, Single-Person Helicopter, Invention, Companies’ History, Flying, Pilots, Aviation, Aerial ActivitiesAircraft, flying device, aircraft, flying machines, airfield, flight control, flying sports, Rosenheim Flying Sports Association e.V. At the airfield D-83126 Flintsbach am Inn, aviation technology, flight force, aviation science, aircraft, aircrafts, aircraft pilot, aircraft technology, photography, large-scale flying days in Pang, gyrokopter, army, army flying unit, helicopters, helikopters, historical images, historical aircraft, helicopters, construction, war technology, light image, aviation, history of aviation, aircraft.German Federal Armed Forces aircraft, airspace, aviation sports, air transportation, air transport technology, Luftwaffe, machinery engineering, mechanics, military, military equipment, military technology, mini-hubschrappers, post-war period, NATO, Upper Bavaria, Luftwaffe officer school, local knowledge, OSL, photographic image, photography, pilot, rotor, armor, screw plane, sixties, silver bromide, silver gelatin print, soldiers, city history, system technology, technology, technology historyPropeller, Engine, Troops, Transportation, Vintage Print, Weapons, Weapon Types, Weapon Technology, Reconstruction, Rearmament, Economy, Economic History, Economic Miracle, Current Events, History of Time,

History

The development of the Bell 47 traces back to the Model 30 designed by Arthur M. Young, whose first flight took place in June 1943. Model 30 was the first helicopter developed and built by Bell.

This prototype already exhibited characteristics of the following types: the two-blade rotor with cyclic blade adjustment, the stabilizer rod arranged at a right angle to the rotor blades, and the partially covered grid tube structure.

After the prototype’s first flight on December 8, 1945, the production of the first mass-produced version began in 1946. The Bell 47A was a military version that was supplied to the US Air Force as the YR-13 and used by the US Navy as the HTL-1. Almost simultaneously, the 47B civil version of the helicopter was also manufactured. Additionally, experiments were conducted on a five-seat variant called the Bell Model 42, which never went into production.

The first model with the well-known Plexiglas cockpit (jokingly called “goldfish glass”) was the Bell 47D. The D was Bell’s first helicopter produced in mass production for military purposes. In the U.S. Army, this model was officially designated as H-13B, or in one case YH-13C, while in the Marine Corps it was known as HTL-2.The YH-13C for the military was a prototype model of an ambulance variant; later, some H-13B aircraft were converted into the final H-13C ambulance helicopter. On September 17, 1952, a Bell 47 D-1 (N167B) set the current world record for the longest flight distance in a piston-engine helicopter—195.80 km without any stopovers—as recognized by the International Air Sports Federation.[1] Other versions followed.In the 47J "Ranger," the chassis was fully equipped for the first time, while the 47G, with a new engine and additional fuel tanks along with its submodels, was the most successful unit in the 47 model line.

The Bell 47 was produced under license by both Agusta (Italy) and Westland (Great Britain) in Europe. As a result, it became one of the most widely used helicopters in the world. Until the mid-1970s, a total of 45 units of the Bell 47G-2 “Sioux” or Agusta/Bell AB 47G-2 were in use by the German Bundeswehr.

The Bell 47 was produced under license by Bei Kawasaki Heavy Industries in Japan starting in 1952. In addition, Kawasaki also brought to market a helicopter developed from the Bell 47, the Kawasaki KH-4.

Versions

Bell 47 versions and designations

Version US-military
Identification Drive Note

Bell 47A YH-13 (pre-1948: YR-13) (U.S. Army)
HTL-1 (U.S. Navy) no. b. --

Bell 47B (non-civil version) n.b. --

Bell 47B-3 (civil version) n.b. --

Bell 47D H-13B and H-13C (US Army)
HTL-2 (US NAVY) – unknown serial number; approved on February 25, 1948;
First "Goldfish Glass" cabin

Bell 47D-1 OH-13D (pre-1962: H-13D) and OH-13E (former H-13E) (US Army)
TH-13L (former HTL-4) (US Navy) n.b. --

Bell 47G OH-13G (former H-13G) (U.S. Army)
TH-13M (former HTL-6) (U.S. Navy) Franklin 6V4-200-C32 Boxermotor
with 147 kW (200 PS) --

Bell 47G-2 OH-13H (former H-13H) (US Army)
UH-13H (USAF) Lycoming TVO 435
with 191 kW (260 PS) Was also used by the German Bundeswehr

Bell 47G-2A standard model --

Bell 47G-2A-1 standard --

Bell 47G-3 serial number --

Bell 47G-3B OH-13S (US Army) Lycoming TVO-435
with 198,5 kW (270 PS) --

Bell 47G-3B-1 TH-13T (US Army) Lycoming TVO-435-25
a 198.5 kW (270 PS) helicopter for instrument flight training
equipped with
ADF, VOR, ILS, and MK (marking function) devices

Bell 47G-3B-2 standard model, Lycoming TVO 435 G1A Turbolader motor
with 206 kW (280 PS) variant for high-altitude flight

Bell 47G-3B-2A standard model standard model variant for flight at high altitudes and hot climates

Bell 47G-4 standard issue Lycoming VO 540 B1B3
with 224 kW (305 PS) --

Bell 47G-5 non-exclusive (civil version) Lycoming VO 435 B1A
with 195 kW (265 HP) --

Bell 47G-5A – no civilian version. The cabin was extended by 30 cm.
An agricultural spray helicopter

Bell 47H model --

Bell 47H-1 (civil version) – fully equipped chassis

Bell 47J UH-13J (former H-13J) (Army), TH-13N (former HTL-7), UH-13P (former HUL-1) and UH-13R (former HUL-1M) (US Navy), HH-13Q (former HUL-1G) (US Coast Guard) etc. Fully equipped fuselage
extended cockpit

Bell 47J-2 variant Lycoming VO-540-B1B with 260 HP --

The Agusta/Bell 47J-3 is not a (European model) prototype submarine hunting version of the Italian Navy;
however, it is only partially suitable due to structural disadvantages

XH-13F XH-13F Continental-Turbomeca XT51-T-3 Artouste I Experimental version for the US Army
Components of the Bell 204;
Bell’s first turbine-powered helicopter

 

 

The term "Bundeswehr" refers to the military forces of the Federal Republic of Germany, the Bundeswehr Administration, and other organizational units under the jurisdiction of the Federal Minister of Defense. Ministers and their ministries do not belong to the Bundeswehr but are part of the Federal Government.

The holder of command and authority in times of peace is the Federal Minister of Defense. In times of defense, this function is assigned to the Chancellor (Article 115b of the Basic Law). Since the deployment of armed forces requires a decision by the German Bundestag, the Bundeswehr is a parliamentary army.If the situation demands immediate action, the defense scenario may be determined by the Common Council as a prerequisite for the deployment of armed forces under the special provision of Article 115a, Paragraph 2 of the Basic Law. Under Article 115a, ParagraphArticle 4 GG refers to stricter conditions for a armed attack on the federal territory. The determination of a defense situation is considered to have been made only in cases where the federal authorities responsible for determining the defense situation are unable to act. Based on Article 35, paragraphs 2 and 3, as well as Article 87a, paragraph…4 In extreme circumstances ("ultima ratio," "state of emergency as a particularly dangerous situation of internal emergency"), GG may authorize the use of the German armed forces against extremely serious incidents, natural disasters, organized and militarily armed rebels, and threats of terrorism—including the proportional use of its military weapons—but not against demonstrating crowds.

The highest military advisor to the Federal Government is the Inspector General of the Bundeswehr with the rank of General or Admiral. He is a member of the Federal Ministry of Defense and serves as the commanding officer for all soldiers of the Bundeswehr. He is subordinate to the State Secretaries of the Defense Ministry, as well as to the Federal Minister (in times of peace) or the Federal Chancellor (in times of defense) (politically superior).

The German Armed Forces administration consists of the Territorial Armed Forces Administration and the Arms Sector. According to Article 87b GG, it is a separate federal administration with its own independent infrastructure from the armed forces, and is responsible for personnel replacement (except for military records, which are handled according to § 15

The task of the reporting authorities of the states is) and they are responsible for directly covering the military equipment and other supplies of the armed forces in accordance with the federal budget laws. Additionally, areas such as justice and military chaplaincy are part of the federal military.

History and Development

German Army until 1990

The former General Gerhard Graf von Schwerin was appointed on May 24, 1950, as Konrad Adenauer’s "Advisor on Technical Security Issues" to secretly prepare the establishment of West German military forces. On October 26, 1950, Konrad Adenauer appointed Theodor Blank as "Chairman of the Chancellor’s Office for Matters Related to the Expansion of Allied Troops."

This “Blank Office” became the seedbed for the later Federal Ministry of Defense. In the Himmerod Memorandum from October 1950, experts, including Wolf von Baudissin, provided crucial ideas for the conception and structure of the Bundeswehr.The seven officers from the 15-member Himmerod Expert Group who were transferred to the German Armed Forces, some of whom achieved top positions in the German military (General Inspectors, Inspectors of Military Branches) and in NATO (Chairman of the Military Council, high-ranking commanders), shaped the young German Armed Forces with the concepts developed in Himmerod.

This was important for the training of new defense personnel, who were initially deployed in semi-militarized service units and trained from March 16, 1951, in the militarily organized Federal Border Guard (BGS). The honorary declaration made to Chancellor Konrad Adenauer on January 23, 1951, by the then commander-in-chief of NATO forces, Dwight D. Eisenhower, regarding the soldiers of the Wehrmacht, was also crucial.

This made it possible to reintegrate former members of the Wehrmacht, as at that time there were only a few post-war recruits and almost no officers or non-commissioned officers who did not have service periods with the Wehrmacht available.

The establishment of the Bundeswehr and the rearmament of the Federal Republic on May 5, 1955, led to significant domestic political disputes, particularly between the SPD and CDU over whether it was morally acceptable for Germany to have military forces again after the Hitler dictatorship. On June 7, 1955, the Wehrverwaltung was established, and on November 12, 1955, the first 101 volunteers were sworn in.

The term “Bundeswehr” was chosen at the suggestion of FDP Bundestag representative Hasso von Manteuffel, a former Wehrmacht general. It originated from a word choice made by representative Daniel Friedrich Gottlob Teichert during the “Discussions of the German Constituent Imperial Assembly in Frankfurt am Main” in 1849.

On May 22, 1956, the overwhelmingly approved Military Constitution (Annex to Article 87a of the Basic Law) came into effect. On April 1, the Law on the Legal Status of Soldiers was enacted, and on July 21, the Military Service Law was implemented. To ensure a faster establishment of the Bundeswehr, the 2nd Law on the Federal Border Guard had already taken effect on May 30, 1956.

By this law, the Federal Minister of Defense was authorized to form units of the Bundeswehr from volunteer organizations of the BGS. From June 1 to 30, 1956, BGS officers had the opportunity to declare that they wanted to remain in the Federal Border Guard. Those who did not do so were automatically transferred to the Bundeswehr on July 1, 1956. The former BGS officers received a higher rank and faster promotion opportunities.In particular, former members of the Wehrmacht who worked at the BGS took advantage of this system, as they usually served at three ranks lower than in the Wehrmacht within the Federal Border Guard, whereas in the Bundeswehr, their rank was determined based on their last position in the Wehrmacht.

Thus, the formation of seven divisions initially ordered by the federal government at the beginning of November 1956 was essentially composed of former BGS officers and volunteers, some of whom had served in various Allied service units. Starting in 1957, the first conscripts joined the force. The BGS provided the foundation for the 2nd, 3rd, and 4th...Grenadierdivision, three music units, and the command level of the Panzer Recon Battalion 5 and the Panzer Communications Battalion 3. Due to a shortage of German Army uniforms and accommodations, the former Bundesgrenzschutz soldiers initially retained their previous equipment and stayed in the BGS barracks. They only had to remove the badge with the German Eagle from their left upper arm.

When the Bundeswehr was established, its officers and non-commissioned officers almost exclusively came from the Wehrmacht—some also from the Waffen-SS. In 1959, out of 14,900 Bundeswehr officers, 12,360 had already been appointed to positions in the Reichswehr or Wehrmacht, and 300 officers originated from the Waffen-SS.All officers at the rank of colonel and above were reviewed by the Personnel Evaluation Committee, a body composed of 38 public figures appointed by the President of Germany upon the recommendation of the Federal Government and with the approval of the Bundestag. In response to the accusation that all high-ranking officers had served in the Wehrmacht, Chancellor Adenauer said roughly, "The NATO does not take away 18-year-old generals from me."

The German Armed Forces explicitly does not see themselves in the tradition of the Wehrmacht; instead, they emphasize their own traditions as a democratic army composed of responsible citizens from 50 years of military history. However, soldiers and units from before 1945 are also considered valid traditions, provided they have exemplified freedom and justice through their actions.The main traditions lines from before 1945 include the Prussian reformers at the beginning of the 19th century and the military resistance against Hitler. The principles of tradition maintenance in the German Armed Forces are formally established in the 1982 Tradition Decree.

Reunification 1990

After the reunification, the German Armed Forces took over approximately 20,000 soldiers from the GDR National People's Army. Additionally, a small portion of the NVA equipment was taken over and is still in use to some extent today. However, large amounts of weapons and equipment were scrapped, sold, or given away, such as tanks to Turkey and MiG-29 aircraft from the NVA air force to Poland. Indonesia purchased 39 warships from the People's Marine.This sale of tanks to Turkey is a common point of criticism, as these tanks have been used to suppress minorities, such as the Kurds.

Bundeswehrreform and Transformation

The German military has had to adapt to changing conditions throughout its history. During the East-West conflict, the threat posed by the Warsaw Pact was decisive for the structure of the German military. After its end, a fundamental reform of the German military became necessary.

At first, it was necessary to align the possible remaining threats from Eastern Europe with the new challenges that were only vaguely outlined at that time. The domestic political discussions in Germany, which took place between 1990 and 1994 within what was called the “out-of-area debate,” also hindered a rapid and thorough reform. It was not until after the judgment of the Federal Constitutional Court on December...In July 1994, the conditions were established regarding the foreign deployments of the German Armed Forces, enabling the military to focus specifically on such tasks. However, primarily for domestic political reasons, changes were initially made in small steps.

Following the 1998 government change and the recommendations of the Weizsäcker Commission, the transformation under Federal Minister Scharping was significantly accelerated. However, not all reform approaches proved practical and financially viable. The initial military campaign against terrorism in response to the 9/11 attacks led to further revisions of the reforms.

Currently, it has become clear that it is no longer possible to define a permanent ideal state at the end of the reform, as was typical for previous German military reforms under the almost static conditions of the Cold War. Therefore, a thorough reform that would solve all problems in the German military at once cannot exist.The new security policy environment is undergoing rapid changes. These challenges will be addressed through a continuous adaptation process, known as "transformation," according to the new concept.

In this process, through continuous analysis and evaluation of all critical parameters, a method must be created to ensure the operational effectiveness of the German Armed Forces in a rapidly changing environment. The Transformation Center for the German Armed Forces (ZTransfBw), established in 2004, supports the BMVg in transforming the German Armed Forces.

Orders, Tasks, International Collaboration, and Assignments

Tasks and Assignments

According to Article 87a, Paragraph 1, Sentence 1 of the Basic Law, the Federal Government has the mandate to deploy military forces for defense ("The Federal Government deploys military forces for defense"). The tasks and assignments of the German Armed Forces derived from this mandate are conceptually outlined in the White Paper and undergo continuous changes, just as the geopolitical security situation evolves over time.

During the Eastern-West conflict, defending against attacks from the East was the main task of the German Armed Forces. Since 1990, its scope of responsibilities has changed significantly: in addition to traditional national defense, participation in overseas missions on a global scale has become more prominent.

The defense of the Federal Republic of Germany, according to former Defense Minister Peter Struck, "is not only carried out in Hindelang, but also on the Hindu Kush."

According to the 2006 White Paper, the German Armed Forces have been given the task,

to ensure external political capabilities,

contributing to stability in both European and global contexts,

to ensure national security and defense,

to contribute to the defense of allies and

to promote multinational cooperation and integration.

As tasks, they are defined in the Bundeswehr's design:

International conflict prevention and crisis management, including the fight against international terrorism,

Support from Alliance Partners,

Protecting Germany and its citizens,

Rescue and Evacuation,

Partnership and Cooperation,

Assistance services (Official assistance, natural disasters, extremely serious accidents).

The German Armed Forces in international alliances and organizations

According to Article 24 of the German Constitution, the Federal Government may establish a system of mutual collective security to maintain peace, while agreeing to limit its sovereign rights, in order to bring about and ensure a peaceful and lasting order in Europe and among the nations of the world.

NATO

The Federal Republic of Germany joined the NATO on May 9, 1955. During the Eastern-West Conflict, its military forces were firmly integrated into the NATO structure. After 1990, this fixed connection between parts of the allied national military forces and certain elements of the NATO command structure was abolished. Nevertheless, German military forces remain involved in the NATO military planning process.The NATO forces deployment is a self-imposed commitment, and NATO cannot force nations to maintain certain forces. As part of the NATO Response Force, the German Army is prepared to maintain up to 5,000 soldiers on high alert at any time.

Under the Alliance Incident, the NATO Treaty regulates Article 5 in conjunction with Article 115a GG to provide another deployment option for the German Armed Forces. The German Armed Forces can also be deployed when a NATO partner is attacked. The Alliance Incident was declared for the first time since 9/11/2001 after its establishment.

European Union

By developing its own European Security and Defense Policy (ESVP), the EU has acquired its own military operational capacity. According to the European Headline Goal of 1999 (EHG), member states were required to have 60,000 soldiers ready for a European intervention force that could be deployed for one year within 60 days.

Germany intended to deploy up to 18,000 soldiers for this purpose. As part of the adjusted Headline Goal 2010, the German Armed Forces participates in EU Battle Groups with various force compositions.

United Nations

In order to be able to rely on troops as quickly as possible when needed, the UN has established various “Standby Arrangements” with different countries. In 1999, Germany agreed to provide approximately 1,000 soldiers for the UN.

International Assignments

The German military provides approximately 7,000 soldiers for overseas missions (UN peacekeepers, humanitarian operations, disaster relief).

Due to the changed security situation since 1990, the German Armed Forces are also deployed in peacekeeping and security measures outside the Federal Republic of Germany. Right after the reunification, a heated debate about the use of the German Armed Forces outside the NATO territory began.

The first such deployments were in 1991 with the Operation Southern Flank, a mine clearance operation by the Navy after the Second Gulf War in the Persian Gulf, and in 1993 the deployment of a field hospital to Phnom Penh as part of a UN mission. Subsequent deployments took place in the Adriatic Sea (SHARP GUARD 1992–1996), in Somalia, and on the Balkans as part of the IFOR and SFOR missions. The constitutional validity of these deployments was determined in accordance with Article 24.2 GG (also within NATO or UN mandates) was clarified by the judgment of the Federal Constitutional Court on July 12, 1994. Furthermore, this judgment serves as the basis for the parliamentary reservation regarding the use of German armed forces abroad, which was formalized into law in 2005 through the Parliamentary Participation Act.Whether this reservation is only explicitly established by the judgment or is "introduced" through a broader interpretation of the constitution by the court, is controversial within the legal community.

Most ongoing projects are:

1999 under NATO command: KFOR (Kosovo Force), currently around 1500 German soldiers, within a permitted mandate limit of 3500 (formerly 8500).

Since 2001, the Operation Active Endeavour in the Mediterranean has been carried out to protect maritime traffic from terrorist threats, including German frigates, submarines, and fast boats.

Under U.S. command since January 2002: Operation Enduring Freedom as part of the anti-terrorism campaign. Initially involved naval presence in the Horn of Africa and special forces in Afghanistan. Currently only a naval operation (participation in OEF and OAE: 800 soldiers).

Germany's Participation in UN Missions in October 2008

UN-Mission Soldiers Military Observers Police Officers

UNAMA (Afghanistan) - 1 -

UNAMID (Darfur, Sudan) 1 - 6

UNIFIL (Lebanon) 240 - -

UNMEE (Ethiopia, Eritrea) - 1 -

UNMIK (Kosovo) - - 146

UNMIL (Liberia) - - 5

UNMIS (Sudan) 5 33 5

UNOMIG (Georgia) - 12 4

Since January 2002, the ISAF operation in Afghanistan has been under NATO command for peacekeeping purposes; currently there are approximately 4,100 German soldiers (the authorized limit is 5,350 soldiers instead of the previous 4,500. According to the Federal Prosecutor's Office in Karlsruhe, this is a non-international armed conflict.

Under EU command since December 2004: EUFOR (European Union Force in Bosnia and Herzegovina - Operation Althea), currently approximately 120 German soldiers (up to 2400 German soldiers possible as the authorized limit).

Since April 2005 UNMIS (United Nations Mission in Sudan) - Up to 75 unarmed military observers are dispatched to southern and eastern Sudan to monitor the peace agreement.

Since September 2006 – SEAROOM MONITORING OFFENSIVE OFF THE COAST OF LEBANON AS PART OF UNIFIL II, WITH FRIGATES, FAST BOATS, AND RESCUE SHIPS UNDER GERMAN LEADERSHIP. INCLUDING LAND UNITES FOR SUPPLY AND SUPPORT TO LEBANONIAN FORCES, APPROXIMATELY 460 SOLDIERS HAVE BEEN DEPARTED (MANDATE LIMIT: 2,400).

Since December 2008: Participation in the EU NAVFOR Somalia (Operation Atalanta) to protect ships transporting aid to Somalia under the United Nations World Food Program (Mission ceiling: 1400 soldiers).

Since 1990, a total of 98 soldiers have lost their lives in foreign deployments (as of September 1, 2012). Since its establishment, approximately 2,600 German military personnel have died while fulfilling their duties. After extensive discussion, the cornerstone for the German Army Memorial was finally laid on November 27, 2008, on the grounds of the Defense Ministry in Berlin. The ceremony was held on September 9, 2009.

Since the German military participated in the war in Afghanistan with troops, air force, and special units as part of the anti-terrorist war in 2001, discussions about the purpose and significance of its deployment have continued to arise. The majority of the population now opposes this deployment.

Use of military forces inside the country

The Basic Law allows for the use of the German Armed Forces to defend the Federal Republic of Germany abroad. For all other forms of deployment, including the use of the German Armed Forces on or over German territory, authorities are bound by basic law provisions under Article 87a, Paragraph 2.

If the constitutional requirements are met, the German military can carry out supporting functions related to ongoing police security measures. There are two possible approaches for this.

Under the principle of auxiliary assistance and organizational provision (subsidiarity principle), according to Article 35, Paragraph 2, Sentence 2 of the German Constitution, it is permissible for a country to request the "forces and institutions" of the armed forces to provide assistance in the event of a natural disaster or a particularly severe accident.According to current constitutional court rulings of the Federal Constitutional Court, the term "accident" can be interpreted broadly based on the purpose of the German military operation, namely effective disaster relief.

Another application of the German Armed Forces in domestic matters arises under Article 87a(4) GG in conjunction with Article 91(2) GG due to a threat to the population of the Federal Republic, as stipulated by the Basic Law through the Emergency Constitution and by emergency laws. This includes a threat to the existence of the Federal State or a state, or also to the liberal democratic constitutional order.

In any case, the provisions of Article 91, Paragraph 2 of the Basic Law must be fulfilled. According to this article, a threatened country must not be able or unwilling to protect its population or the liberal-democratic constitutional order, so that the use of military forces within the country remains constitutional. On the 17th...In August 2012, the Federal Constitutional Court ruled in a plenary decision that the use of military forces by the German Armed Forces within the country is permissible in "catastrophic emergency situations." This can only be done as a last resort, but not against demonstrating crowds or to shoot down hijacked airliners—both remain unconstitutional.

Organization and Structure

Leading Organization

The German Armed Forces is led by the Federal Minister of Defense as the holder of Command and Control Authority (IBuK). The Federal Ministry of Defense (BMVg), as the highest federal authority, supports him in this role. The Minister is assisted by two civil servants and two parliamentary State Secretaries. The Minister, the State Secretaries, and the Chief Inspector form the leadership team of the ministry together.The department subordinate to the Ministry is divided into military and civilian organizational units, each under the respective heads of the BMVg departments.

Troop and Administrative Leadership

Military Organizational Areas

Forces

Component Forces:

Heer

Luftwaffe

Marine

Force Structure

Central Medical Service

Civil Organizations Areas

Bundeswehrverwaltung, divided into three organizational areas

Personal

Equipment, information technology, usage, and

Infrastructure, Environmental Protection, and Services

Military Counseling

Federal Army Legal Services

General Inspector

The General Inspector is responsible for the overall design of military defense. This includes not only the planning of the Bundeswehr but also leading operations, for which he is personally accountable to the Minister. Additionally, he serves as the top military advisor to the Federal Government.

Deployment Management

The Federal Minister of Defense is responsible for leading all operations, until command and control authority is transferred to the Federal Chancellor in a defense situation.

The command chain for tasks remaining under national responsibility proceeds from the General Inspector, who is supported by the Strategy and Operations Department at the Federal Ministry of Defense regarding operational matters. It then passes through the German Armed Forces Operations Command in Potsdam (for all major and joint military operations) to the respective contingent commander in the operational area.Smaller units can be commanded by a unit of troops, as demonstrated by the responsibility of the naval command for the Operation Active Endeavour.

Personal strength and structure

Currently, there are 185,194 active soldiers in the military (as of November 2013):

Professional and Active Military Personnel: 175.625

Voluntary Military Service Personnel: 9,569

Of these, 910 are in the Ministry of Defense (0.5%); 45,133 are in the military base (24.4%); 19,515 are in the central medical service (10.5%); 62,013 are in the army (33.5%); 31,378 are in the air force (16.9%); 15,842 are in the navy (8.6%); 811 are in infrastructure, environmental protection, and services (0.4%); 1,662 are in equipment, information technology, and utilization (0.9%); 6,097 are in personnel (3.3%) and 2,833 are in other areas (1.5%).

The proportion of women totals 18,633 female soldiers (10.1%); 7,921 male and female soldiers are preparing for civilian careers.

The German Army's personnel structure has been adjusted over several stages since 1990 to meet changing requirements. According to the current Personnel Structure Model (PSM 2010), the German Army has approximately 250,000 troops and 75,000 civilian employees as part of its peace forces since 2010. About 20% of the troops are conscripts, while the rest are professional soldiers and temporary personnel.With the reorientation of the German Armed Forces, a new target figure was established since 2011. In the future, a total strength of up to 185,000 soldiers is planned, consisting of 170,000 active and professional soldiers, including reservists, as well as 5,000 to 15,000 volunteers serving in the military. During the Cold War, the German Armed Forces had a target strength of approximately 495,000 soldiers.After the reunification, a maximum limit of 370,000 soldiers for the German military was established under the Two-plus-Four Agreement. This determination remains legally binding under international law to this day.

Approximately 85% of soldiers do not transition into a professional military career after their service period, but return to civilian employment after completing their duty.

Since 2001, all career paths in the German military have been open to women without restrictions. On January 2, 2001, 244 women began their voluntary service with basic training. Previously, they were only allowed to work in medical services (since 1975 as officers, and since 1991 also in non-commissioned officer and enlisted ranks) and military music services (also since 1991).

Currently, over 18,000 female soldiers serve in the German military, approximately half of whom work in medical services. Together, they account for 10% of all soldiers. Their proportion is highest at around 30% in medical services (as of October 2007). Women receive preferential treatment during personnel measures if they possess equal qualifications, provided their share in medical services reaches 50% and in other military branches reaches 15%.

Half a million reserve soldiers of the German Army were allocated primarily to inactive units, mostly home defense battalions, which were intended to be activated in times of defense. As part of the restructuring into a combat force, these inactive units were dissolved. Since 2012, the German Army has replaced them with regional security and support troops at company levels.Each individual state command post of each federal state should be under the command of several of these companies. Approximately 90,000 reservists are planned to be included today

Positions in the "Reserve Force". These are used to meet the need for reservists and reserve women with specialized civilian professional qualifications that the military does not have structurally or in sufficient quantity. They are needed to ensure the readiness of units and services in peacetime and to maintain defense readiness.

referring to these “spooled service positions” so that they can be filled in the absence of the active soldier.

Civil-Military Cooperation Positions within the Country (ZMZ-I) located in liaison commands with civil regional authorities or in a few inactive units.

Even in foreign deployments, reservists—especially those with civilian specialized skills—are utilized. This includes specialist doctors such as women’s or pediatricians, who are not available in active service with the German Army, but whose expertise is particularly needed during humanitarian missions.

Rank Structure

In terms of career groups, 29.02% of all soldiers belonged to non-commissioned officer ranks in February 2012. 52.67% of all soldiers were in the non-commissioned officer career group, distributed as 19.73% in the non-commissioned officer rank without a pay card and as the largest proportion at 32.94% in the non-commissioned officer rank with a pay card. 18.31% belonged to the officer career group.

Considering the rank distribution among officers, out of a total of 37,506 individuals in this group, there were 4,801 Leutnante, 7,498 Oberleutnante, 11,764 Hauptleute/Kapitänleutnante, 3,853 Majore/Korvettenkapitäne, 8,142 Oberstleutnante/Fregattenkapitäne, 1,247 Oberste/Kapitäne zur See, and 201 soldiers who fall under the ranks of Generals and Admirals (the corresponding ranks for medical personnel are also included).

Media

The German Armed Forces have their own television and radio station. The Information and Media Center of the German Armed Forces (IMZBw) in St. Augustin operates the television station Bundeswehr TV, while the Operational Information Center (ZOpInfo) in Mayen runs the radio station Radio Andernach. Both stations are exclusively for soldiers and civilian employees of the German Armed Forces.

In addition, various print media are also available in the German Armed Forces, including the official weekly newspaper for the German Armed Forces titled “aktuell” and the magazine “Y” published by the Federal Ministry of Defense. There are also magazines such as “if – Journal for Internal Leadership” and “Military History - Journal for Historical Education”. The German Armed Forces also features its own Facebook page:

Regardless of the Federal Ministry of Defense, the German Army Association e. V., led by Colonel Ulrich Kirsch (start date: November 2013), also publishes its own magazine called "The Army".

The Integration of the German Army into the State

When establishing the Bundeswehr, it was ensured that the new military forces would neither achieve a socially and politically dominant position like in the Kaiserreich, nor form a state within a state like the Reichswehr, which had its own jurisdiction and was directly subordinate to the Reich President.

For this purpose, a number of instruments were created to exercise political and social control over the military forces. Special emphasis was placed on the “internal structure,” which was to be based on the new principles of Internal Leadership. The legal status of soldiers was also redefined in accordance with the values of a democratic legal state.

Parliamentary Inspection

The German Armed Forces are under the command of the Federal Minister of Defense, a civilian member of the federal government supported by the German Bundestag. The Minister of Defense is the only civilian who can give orders to soldiers. This ensures the political supremacy, meaning that politics take precedence over the military. This political supremacy requires that the principle of command and obedience also applies within the German Armed Forces.

In accordance with Article 80a, Paragraph 1, and Article 115a, Paragraph 1 of the Basic Law, parliamentary bodies decide whether a state of tension and defense situation has occurred.

The German Armed Forces is part of the executive branch. The Bundestag possesses special and significant powers to carry out comprehensive control over this armed institution. Parliamentary reservation applies; the Federal Government must obtain the consent of the Bundestag before deploying armed forces, unless an immediate intervention is required due to an imminent threat.His involvement in the issue of the use of the Bundeswehr has been regulated by the Bundestag in the Parliamentary Participation Act. Due to the parliamentary reservation, the Bundeswehr is considered a “parliamentary army”. The parliament has control mechanisms with significantly broader rights compared to the Bundeswehr, as compared to other areas of the executive branch such as the Federal Police, financial administration, or embassies.This refers to the special rights of the Defense Committee as an Investigative Committee, regarding the Federal Parliament’s Defense Officer, special provisions in budgetary law, and the unrestricted access rights of MdB to properties.

Defense Committee

While the Bundestag may establish an Investigative Committee on other matters (Art. 44 GG), the Defense Committee can itself declare itself an Investigative Committee (Art. 45a GG).

This enables members of parliament to examine any internal German military matter that the committee deems politically significant using all the tools of an inquiry committee—similar to police investigations—without needing to involve the entire Bundestag. As a result, relevant parliamentarians can monitor the German military more easily, without losing the necessary confidentiality.

German Bundestag War Ombudsmann

Article 45b of the German Constitution stipulates that, to protect fundamental rights and as an auxiliary body of the Bundestag in carrying out parliamentary oversight, a Defense Ombudsman of the German Bundestag is appointed. Therefore, the Defense Ombudsman is a body of the Bundestag, not of the German Armed Forces or the Federal Government. He investigates potential violations of soldiers' fundamental rights and breaches of the principles of internal leadership and reports to the Bundestag.

Additionally, he serves as a petition authority for all soldiers who may approach him directly, even under the protection of their identity, without following the service route.

Special provisions in household law

Article 87a, Paragraph 1 of the German Constitution stipulates: “The Federal Government must deploy military forces for defense. Their numerical strength and the basic structure of their organization must be determined from the budget plan.” The outcome of this regulation is the “Strength and Equipment Declaration” (STAN), which clearly shows the structure, scope, and equipment of each unit of the military forces.The total strength and organization of the military forces are determined annually by the Bundestag through the budget law. No other area of the executive branch has a similar regulation. This is intended to prevent the Bundesministerium der Verteidigung from increasing the military force size or reorganizing them for purposes not approved by Parliament, or establishing "military units" or special commands within the military forces.

Internal Leadership

The concept of Internal Leadership describes the complex leadership philosophy of the German Armed Forces. It is associated with the model of the citizen in uniform. This means that a soldier’s fundamental rights are restricted only to the extent required by military duties. For example, the right to free expression is only partially restricted by the principle of command and obedience (see: Superior Orders).

In particular, unlike soldiers from the Reichswehr, Wehrmacht, and soldiers from many other countries, German Bundeswehr soldiers have active and passive voting rights, the right to join political parties, and the right to form trade unions. Thus, they can participate politically in all areas of society and at all levels, including in the Landparliaments and the Bundestag.

The Internal Leadership should ensure the integration of the German military into society. It was developed by later General Graf Baudissin among other people and represents a significant difference from all previous German armies. The Internal Leadership Center is responsible for teaching, external communication, and further development.

The Legal Status of Soldiers

As citizens in uniform, soldiers generally enjoy the same rights as other citizens. Article 17a, paragraph 1 of the Basic Law stipulates the extent to which soldiers must surrender their fundamental rights. The military service obligations of German citizens are defined in Article 12a of the Basic Law, which serves as the legal basis for conscription.You are in a public-law military service relationship, which is aimed at ensuring constant readiness for defense against external attacks. The service obligations of soldiers are governed by the Soldiers' Law, and the right to practice religion is guaranteed.

The Military Complaint Regulation allows any soldier to file complaints regarding service-related, disciplinary, and administrative matters through official channels, without any adverse consequences for him. The complaint procedure provides the soldier with a legal avenue for resolution.

The punishment for service violations is regulated in the military discipline regulations. It specifies the measures that commanding officers and unit courts of justice may impose on soldiers who have violated their duties under the Soldiers' Law. Legally speaking, these measures are not punishments but work-related sanctions that are not recorded as prior offenses.The most severe measure that can be imposed by a military tribunal is immediate dismissal from service. Military tribunals consist of civilian professional judges and military observers. The second and final instance of military disciplinary justice is the Military Service Division of the Federal Administrative Court.

The Military Penal Law specifies the offenses that are punishable as military penal offenses. Military penal offenses that must be reported to the prosecutor’s office are regulated by specific regulations. These include desertion from the troops and disobedience. This law applies only to soldiers and is enforced through regular judicial proceedings. Only in the defense case can it be applied, as per Article 96

1 bis 3 GG: Own military courts shall be established, which are only authorized to punish acts committed outside the federal territory. These courts consist of professional judges and are under the charge of the Federal Minister of Justice. So far, the legal basis required for these courts has not been established.

Military Counseling

The independent military chaplaincy has access to all German military personnel and provides them with basic support. Similar to the Military Ombudsman, it also obtains information on the status and development of the German military.

Tod from Military Personnel

Since 1956, more than 3100 soldiers and civilian workers have died in service. They are remembered since September 2009 with a central memorial of the Federal Republic of Germany. The Memorial was built in the courtyard of the Bendlerblock in Berlin according to a design by Munich architect Andreas Meck.

In recent years, the regulations that must be applied in cases of death or service injury by U.S. military personnel during deployment have been significantly changed in favor of the affected individuals and their families.

Out of Service

The Law on the Regulation of Reuse after Deployment Incidents (Deployment Reuse Law, EinsatzWVG) guarantees a right to continued employment for soldiers and civilians who were severely wounded during German Armed Forces overseas deployments.

If a active soldier is unable to serve, his financial support consists of damage compensation and service period benefits, a compensation payment, and a pension from the German Pension Insurance. In addition, he receives an compensation of 80,000 Euro. Professional soldiers, due to an accident during service, receive an increased accident peace pay in addition to the one-time compensation.

This amounts to 80% of the respective pensionable salary grades from the next higher pay grade or a legally established minimum pay grade group.

Survivors Support

Support for the survivors of a conscript soldier who died in an emergency operation includes transitional assistance, death benefits, damaged property compensation, compensation payments, an award of 60,000 euros, and a survivor pension from the statutory pension insurance system. This applies to all accidents during operations, as well as illnesses caused by the unique conditions in the field.

The financial support for a widow or widower of a military personnel who died in an accident is 60% (30% for orphans) of the increased accident pension. This is based on a salary grade two levels above that of the deceased, with a flat pension rate of 80% of the eligible service earnings.

Radar systems as a sacrifice to the rays

Since around the year 2000, the German military has faced several thousand applications from former soldiers and civilian employees who suffered health damages due to military radar systems. From the 1950s to the 1980s, they were exposed to X-ray radiation from radar devices, which caused many of them to develop cancer.

In 2003, an expert commission (Radarkommission) issued recommendations for compensation, which also apply to former NVA soldiers. Many affected individuals complain that the German Armed Forces employ a delaying tactic.

External License Plates

National, Identification, and Command Marks

The emblem of the German Armed Forces is the Iron Cross, which is used as a military identification symbol by the Bundeswehr, especially on air and armored wheeled and tracked vehicles. However, the civilian vehicles of BwFuhrparkService GmbH display the Bundeswehr logo in blue/grey on the front doors along with the text "Bundeswehr".

After the German military initially lacked such a insignia when it was founded, President Heinrich Lübke provided troop flags to all "battalions and corresponding units" as a "visual symbol of shared duty to the people and the state." They are uniformly designed in black-red-gold color, with fringe edges, and feature the Federal Eagle in the version of the Federal Badge reserved for official purposes.

In their service buildings, the German Armed Forces fly the service flag of federal authorities. On military ships, the service flag of the naval forces is flown, while the civilian occupied aid ships of the German Armed Forces fly the federal service flag.

Superiors in command functions use specific command symbols, such as the Inspector-General’s staff, command flags, staffs, and wands.

Uniform

There are numerous different uniforms available for German military soldiers. In addition to the service uniforms of the branches of the armed forces, there are various work and combat uniforms, as well as special clothing for specific climate conditions, such as cold protection gear. The uniforms of the German military must be approved by the President of Germany (§ 4 Abs. 3 Soldier Law).

The individual regulations are established in ZDv 37/10 "Uniform Regulations for the German Armed Forces Soldiers".

Equipment

Between 2001 and 2006, global military spending increased by 30% (note that this increase was largely due to U.S. expenditures during the Iraq war). During this period, the German defense budget decreased by 9%. Since then, the budget has been nominally increased again. The current financial plan predicts a budget of 31.1 billion euros for 2009, which means German military expenditures have increased by 3.23 billion euros since 2006.

The price has risen by 11.59%. This includes, among other things, equipping the military for overseas operations. To this end, existing weapon systems have been upgraded, and new systems have been acquired. Additional costs arise from salary increases and the renovation of neglected barracks in West Germany.

Due to the varying requirements in different operations, the classification of military forces into intervention, stabilization, and support forces, and based on rapid technological advancements, equipment today is less homogeneous than in the past.

The shift of missions from purely domestic defense to overseas deployments has sparked a debate over the procurement policy of the Federal Defense Ministry, similar to that seen in other Western countries—especially the United States. In particular, a too-low budget and the purchase of equipment that is only used in symmetrical conflicts are criticized by the media.

The most important equipment programs of the German Armed Forces that will continue into 2015 and beyond include the procurement of:

140 Multi-purpose fighter jets Eurofighter

40 transport aircraft Airbus A400M

57 Anti-Army Helicopters Eurocopter Tiger

82 NH90 Transport Hubscrews

18 Marine helicopter MH90

16 unmanned SAATEG air vehicles of the MALE (Medium Altitude Long Endurance) class

350 Puma Infantry Tank

272 Radpanzer GTK Boxer

4 Fregatten F125

6 Corvettees of the Multi-purpose Combat Ship 180 Type

2 Joint Support Ships (JSS)

The newly acquired systems will replace the current active ones, but not in equal numbers; for example, 520 Marder tank destroyers will be replaced by only 350 Puma tank destroyers. This is possible because, on one hand, the new systems are significantly more powerful than the old ones, and on the other hand, the production volumes originally designed for the Cold War needs are no longer required.

As of 2011, the German Armed Forces had the following active equipment:

Heer (Bundeswehr):

218 Berg Tank

40 Bridge Laying Tanks

67 Defensive Missile System

29 Anti-aircraft Missile Systems

1149 Leadership/Functional and Transport Vehicles (partly for overseas operations)

460 Drones

350 Battle Tanks

148 Tank Artillery Units

83 Pioneer Tank

55 Rocket Launchers

523 Schützenpanzer

1558 Transport Panzer

Luftwaffe (Bundeswehr):

273 beam-driven combat aircraft

91 transport aircraft

German Navy:

15 Frigates

5 Corvettes

20 Anti-Mine Vehicles

10 Fast Boats

8 Scouts

4 Underwater Boats

Details can be found here:

List of Military Arms of the German Armed Forces

List of German Armed Forces chain vehicles

List of German Armed Forces Aircraft

List of Army bicycles

List of German Armed Forces Ships

Future Infantry Soldier

Kernweapons

Currently, an estimated 20 US nuclear weapons are located in Germany. They are stored under American surveillance inside the bunkers and under German surveillance outside the bunkers at a special ammunition depot on the Luftwaffe Airfield Büchel in Rhineland-Palatinate. This monitoring and other regulations ensure that the weapons remain under U.S. control until deployment.During the Cold War, there were numerous such special ammunition depots within the Bundeswehr bases. The approximately 130 nuclear weapons at the US Air Force base in Ramstein were removed, according to experts, in 2005. Today, the Air Force only trains at Büchel under the Nuclear Participation program for the use of nuclear weapons by Tornado fighter bombers; however, the training is conducted using dummy weapons only.The nuclear weapons belong to the U.S. military, and must be authorized by the President of the United States in a war situation. Germany has no authority over these weapons.

Privatization

As part of the German military reform and transformation, various efforts have been made to procure and maintain equipment from private companies. This includes most of the German military vehicle fleet. Since 2002, vehicle models for daily use by troops and administration, which are largely comparable to civilian vehicles, are managed by the BwFuhrparkService GmbH.

Furthermore, the unit will be supplied with uniforms and most personal equipment by the military clothing provider LHBw Bekleidungsgesellschaft mbH.

Similar approaches exist for the military properties. As the number of sites was reduced to 392, numerous properties were released for other, mostly civilian uses (conversion) or closed down.

On December 28, 2006, the German Armed Forces, together with Siemens Business Services GmbH & Co. OHG and IBM Deutschland GmbH, established the joint venture BWI Informationstechnik GmbH (BWI IT). The goal of this project is to modernize the IT infrastructure of the German Armed Forces in close collaboration with the industry. This includes 140,000 computer jobs, 300,000 phones, and data centers.

In its reports, the German Federal Accounting Office has repeatedly highlighted developing deficiencies in these areas and provided its assessments and recommendations.

Career Groups

The German Armed Forces offers applicants positions as time or professional soldiers, depending on educational background, professional training, and individual interests. If appropriate suitability is demonstrated, a transfer to a higher-level role is possible during service.

Generally, almost all soldiers first undergo a three-month general basic training program, whose contents are standardized across different military branches. In medical services, the soldier basic training lasts two months, followed by four weeks of specialized medical training.

Reservists and personnel of the German Armed Forces administration, who are deployed in military service positions, may undergo a shortened military training program. For officer candidates, there is no general basic training; instead, a customized, unit-specific training model is used, although it still includes general basic training components.

All ranks of soldiers are reserve personnel after their service period. They can actively serve in units, overseas deployments, district (BVK) and county liaison commands (KVK), or regional security and support forces (RSUKr) during military exercises.

Teams

After general basic training, military personnel typically undergo specialized basic training (SGA) or service position training (DPA), which can last from one to six months and may include various courses to enable them to be effectively deployed in the main unit.The type and scope of SGA as well as the additional training courses are largely based on the needs of the tribal unit, the requirements of the respective service position, and the soldier's enlistment period.

For military personnel, two types of service relationships can be distinguished:

Voluntary Military Service (FWDL): Service duration of 6 to 23 months. Intermediate levels are determined monthly.

Temporary Soldiers (SaZ): Since a new regulation in 2011, service duration varies between 2 and 15 years depending on the commitment period, with these range of periods being flexible (in exceptional cases, such as monthly increments, it can also be 8 years and 6 months).

Discussions are underway regarding extending the commitment period in team careers to up to 25 years.

In general, military personnel involved in team-based operations are not eligible for conversion to professional soldiers. However, an exception applies here, like in all career paths, when they are used as professional soldiers under the Employment Reciprocation Act (EinsatzWVG) after severe injury during service.

Second Lieutenants

Non-commissioned officers for general specialized duties

Non-commissioned officers in general technical services are employed as specialists. They must have at least an elementary school education and, if possible, a relevant vocational qualification. If this is not available, they may participate in civil professional training programs (ZAW). They are bound to serve for four or eight years.

Feldwebel of the General Special Services

In the career path of non-commissioned officers in general technical services, the conscript serves as a specialist responsible for a specific field, such as technology-related tasks. The duties are similar to those of a master in a civilian organization. This career path is intended for soldiers who are primarily interested in technical, administrative, operational, or medical services with leadership responsibilities.A period of twelve years of commitment is required (starting from January 1, 2010). The applicant must have a middle school education or a high school diploma, along with a vocational training program that is useful for the job. In some cases, they may complete this training during their apprenticeship.

Military Sergeant

Field officers in the military service work as immediate superiors after their training. To pursue this career, they must have at least a real school diploma or a vocational school diploma, along with completed professional training, and they are required to serve for twelve years. The training to become a field officer lasts approximately three years and varies significantly between different military branches.The military service is only available to applicants who have not yet reached the age of 29 (changed from 25 in 2011). After that age, only a career soldier position in the military service is possible.

Officers

Military Officers and Medical Officers

Officers form the leadership corps of the German Armed Forces. To become an officer candidate, generally, a high school diploma or specialized diploma is required. They enlist in the military service for a initial period of 13 years, with the service duration increasing gradually over time. They undergo a 6–7 year training program that includes both military and civilian components.After completing 12 to 15 months of military basic training and leadership education tailored by each branch of the armed forces, they usually proceed to a four-year degree program at one of the two German military universities. During this period, they are expected to earn a master's degree. After graduation, their military training continues at officer and unit schools.

Pilots must be at least 16 years old to serve. In some cases, they also have the opportunity to study at a federal military university.

With the exception of civilian contract doctors, doctors in the military are officers. These medical officers are usually appointed as medical officer cadets. They serve for 17 years and study at civilian universities.

In addition, they receive a three-month military basic training before studying (depending on their unit strength along with cadets in military service), which is supplemented by an officer training program during their studies and military training after graduation.

If there is appropriate suitability, performance, and capability, time officers may apply for joining the service of professional soldiers, or may be recommended for this purpose by their appropriate superiors.

Candidates with completed education can be appointed to higher ranks if suitable and there is a need for it. In addition to their studies, they complete the same training modules. High-performing officers can apply to become professional soldiers.

Former time and military officers can receive the "Reserve officer" status and serve in military exercises, including during overseas deployments.

Officers are typically prepared through appropriate training courses for roles with greater responsibility or specific areas of responsibility. Highly qualified officers have the opportunity to participate in general or admiral staff training at the German Armed Forces Leadership Academy or similar institutions in other countries.

Military Specialist Officers

Feldwebeldienstgrade who have distinguished themselves through exceptional performance and competence can transition into the ranks of military professional officers. If selected, they attend specialized training programs at technical and officer schools. The highest rank in this career is Staff Captain, or Naval Staff Lieutenant Commander in the salary group A 13. In 39.

The year of birth and the rank of Captain allow an application to be submitted for a transition to the Officer Service career path.

Bundeswehr Administration

Currently, the German Armed Forces employ more than 90,000 civilian professionals within the military administration and the armed forces (approximately 26,000 officials and about 64,000 workers). Therefore, it is one of the largest employers and training institutions in Germany.

These personnel are employed in various professions and areas across the entire federal territory and play a crucial role in military administration. They serve as service providers for military organizational units. Until 2012, the German Armed Forces administration was divided into territorial military administration, the arms production sector, as well as smaller organizational units such as legal affairs and military chaplaincy.

Since 2012, there have been three major departments within the German Armed Forces administration: Personnel (P), Equipment, Information Technology and Use (AIN), Infrastructure, Environmental Protection and Services (IUD), as well as the smaller organizational units of Justice and Military Chaplaincy.

Professional Development Service (BFD)

The educational and vocational support for soldiers is determined by the second part of the Soldiers' Welfare Act. According to these regulations, the German Army enables soldiers (both temporary soldiers, voluntary service personnel, and professional soldiers) to improve their qualifications for the civilian labor market during, after, and upon the end of their service period, or to update their existing knowledge.

The Career Development Service (BFD) provides financial support for training and further education when attending external programs. In collaboration with its partners, it also conducts its own free training courses for soldiers (internal programs). The duration of the BFD benefits and the associated financial amount that a soldier is entitled to depend primarily on the length of service in the German Army.

For example, within school and career support programs, it is possible to catch up on high school credits, find a new career path, or afford an MBA program.

Furthermore, the Career Development Service also helps soldiers find a suitable employer. Under certain conditions, it provides financial assistance, such as an onboarding subsidy, here as well.

In 2011, the BFD invested approximately 157 million € in school and vocational support measures.

The German Armed Forces in Public Perception

Since its establishment, the German military has been closely monitored by a critical public. This includes both individual misconduct and the entire institution of the German military. Deviations from expectations have often been discussed by politics and the press with significant public response.

In the early years, the political debate centered around the issue of rearmament itself, the non-military structure of the German military administration (Ernst Wirmers Two-Pillar Concept, which had been enshrined in the Basic Law), and—starting in 1990—mainly regarding foreign missions.

Ministers Franz Josef Strauß, Georg Leber, Gerhard Stoltenberg, Rudolf Scharping, and Karl-Theodor zu Guttenberg lost their positions due to scandals; Manfred Wörner was also on the verge of resigning. Ministers Theodor Blank and Rupert Scholz served only for a short time. Franz Josef Jung resigned from his position as Federal Minister for Labor and Social Affairs later on.

Therefore, the position of the Federal Minister of Defense is known as “a place for politicians to jump into.”

During the 1950s to 1970s, there was extensive debate regarding the relationship between the German military and society. Topics of discussion included the backgrounds of many commanders from the Wehrmacht, the implementation of internal leadership, and the military's relationship with trade unions. For example, in connection with the trade union decree, the then Chief Inspector General, General Heinz Trettner, requested his dismissal in 1966.

Renaming of barracks, ships, and other facilities

Renaming barracks, streets within barracks, units, and ships after historically significant military personnel has often led to discussions in public and within the military. At the initiative of various citizens and politicians, a series of renames have been implemented, such as the former General Major Dietl Barracks (1995) or the former 74th Fighter Wing Werner Mölders (2005).

The reasons for renaming are typically cited as the improper behavior of the previous name holder and the value binding of the new name holder.

Following reports of “special incidents” with right-wing or far-right origins within the German Armed Forces in 1998, there was criticism that the Federal Defense Ministry has always refused to officially discuss the responsibility and blame of the Wehrmacht, except for the general statement that the Wehrmacht as an institution for the German Armed Forces is no longer tradition-appropriate, and that a distinction should be made between the Wehrmacht and the

To formulate the German Army and its democratic foundations. As a result, it was missed to undermine the legend-making and argumentation of those who have been around forever.

It is also criticized that the "Support for Combat Service" documents issued by the Army Office, which focus on training troops using examples from World War II, were based on sources from former press chief Paul Karl Schmidt of the Nazi Foreign Ministry—specifically from his bestselling book written under the post-war pseudonym Paul Carell—which is considered detrimental to the German military's democratic understanding.

“Burned Earth,” contained.

Memorials for the German Army and Remembrance

More than 3,000 German military personnel have died in service since 1955. Today, the German Army Memorial in Berlin commemorates them. Most deaths were caused by accidents; many were due to poor materials, inadequate training, and sometimes insufficient service regulations.

This primarily referred to the air force forces that were in development during the 1950s and 1960s. In this branch of the military alone, a total of 813 “dead military personnel” occurred by 1993. The largest individual accidents involved the crash of a C-160 TRANSALL transport aircraft of the air force on Crete on February 9, 1975, resulting in 42 dead soldiers, as well as the submarine Hai of the navy, which sank on September 14, 1966, off the Dogger Bank. 18 soldiers lost their lives in these incidents. Only one crew member survived.It was rescued by the crew of a British fishing trawler after 14 hours in the North Sea waters.

For the fallen members of the Marine branch force, the Marine Memorial Laboe serves as a central memorial and remembrance site. In Laboe, there are memory books that contain the names of the Marine martyrs. The names of those who died in the Army and Air Force—including many who perished in accidents involving the Starfighter fighter jet—have remained largely unknown. A memorial service for them is not held due to the sorrow of many family members.

Generally, in the investigation reports of such flight accidents, "human error" was cited as the cause.

The Air Force and Aviation Memorial is located near the former Luftwaffe Air Base in Fürstenfeldbruck and was opened on November 18, 1962.

In 1972, a Memorial of the German Army was created at the Ehrenbreitstein Fort in Koblenz for the fallen soldiers of the Army branch forces. It commemorates the soldiers who died during both World Wars, as well as those who lost their lives while serving in combat or peacekeeping operations.

In addition, over 3,400 soldiers took their own lives while on duty. They are not mentioned in the Bundeswehr memorial, which also does not include other possible names due to a lack of complete data.

One challenge is finding an appropriate form for remembering soldiers who died while serving in a so-called post-heroic society.

 

 

The Luftwaffe, along with the Army and the Navy, is one of the three branches of the German Bundeswehr.

History

Founding Years

The first volunteers of the Luftwaffe—which in the early years of the German military was sometimes colloquially referred to as the Federal Air Force—started serving in the Luftwaffe Training Company in Nörvenich in January 1956. In the same year, numerous units were established, and the Luftwaffe received its first aircraft. A special challenge was compensating for the lack of expertise required to build a modern Luftwaffe.

During the ten-year period since the end of the Second World War, the foundations of air force leadership and logistical support have undergone significant changes, primarily due to the extensive use of jet aircraft and anti-aircraft missile systems, as well as the focus on the deployment of nuclear weapons.

The command of the Luftwaffe forces was initially handled by the two Luftwaffe Groups North and South. These groups were established in accordance with the NATO structure, consisting of the British-based 2nd and American-based 4th Allied Tactical Air Force (ATAF). Their respective areas of responsibility were located north and south of the Aachen–Kassel line.

The General Air Force Office, later renamed Air Force Office, was responsible for key tasks.

In 1957, the services of the Luftwaffe began to grow. Thus, parts of the Army Air Defense Force were taken over in Rendsburg, forming the Luftwaffe Air Defense (Rocket) Force. Lufttransportgeschwader 61 was established in Erding as the first flying division, and Jagdbombergeschwader 31 was set up in Nörvenich as the first combat division.

In 1958, the first conscripts were called up for service in the Luftwaffe. A year later, the tactical air force began to take shape with the first missile unit (Missile Group 11 in Kaufbeuren), using the tactical, nuclear-capable missile Matador in 1958, and the first fighter unit, the 71st Fighter Wing in Ahlhorn, equipped with Canadair F-86 Sabre.The Air Force of the Federal Republic consisted of the Luftwaffe and parts of the Navy; starting in 1956, the West German Naval Pilots were also established.

On October 22, 1959, two German Air Force F-84F fighter jets crashed during a training flight in Czechoslovakia. For more details, see: Jagdbombergeschwader 34.

1960 marked the beginning of training for the first aircraft pilots on the Lockheed F-104; in the same year, the first "Starfighters" were put into service with the military. The era of this weapon system in the Luftwaffe ended only in 1991, with the "last flight" of an F-104 at Manching airfield. Issues related to procurement, problems during implementation, and a series of crashes led to the Starfighter scandal in the Federal Republic of Germany in the mid-1960s.

As a Lockheed scandal, this problematic aircraft also caused political and public concern in other countries.

The first major reorganization

In 1963, the Luftwaffe was reorganized comprehensively for the first time. Two cross-departmental divisions and one support division were assigned to each of the North and South Luftwaffe Group Commands. In order to prevent the northern units—especially those in Schleswig-Holstein—from being cut off in case of a Warsaw Pact attack, the 7th…The Air Force Division was deployed, which represented practically a small air force within the overall air force due to the breadth of its subordinate units.

After a large number of personnel had been trained in the US since 1956, the Luftwaffe intensified its efforts there starting from 1966.

The German Air Force Training Command USA/Canada at Fort Bliss in El Paso, Texas, later known as the German Air Force Command USA/Canada, was established. The Air Force Rocket School was moved to the same location as a training facility for personnel in the anti-aircraft missile and missile units. Additionally, basic flying training began in the USA starting in 1966.In 1960, planning also began for the establishment of an Air Force training unit in Beja in southern Portugal, but it never had the same significance as the facilities in the US. It was dissolved in the early 1990s.

The losses of materials and personnel within a few years due to the use of the first jet generation of the air force were significantly higher than those with starfighters. Under these models, there were almost 300 total damages by early 1966.

Next 20-year plan – a new air force structure

The year 1967 marked the beginning of a new restructuring phase for the Luftwaffe that continued until 1970. With the adoption of the new Luftwaffe structure, leadership of operational units would be managed by the newly established Luftflottenkommando starting in 1970. The two Luftwaffe groups, North and South, were dissolved, and four Luftwaffe divisions were restructured into pure air attack and air defense divisions.

The Air Force Office was subordinated to the Air Transport Command with its air transport squadrons, the Air Force Command Service Command with its radio communication units of the Radio Communication Service, the Radar Command Service, and the Radio Electronic Reconnaissance, and the Air Force Training Command with its general schools and training units.The Air Force Support Command was also re-established. It is responsible for all logistics, including maintenance and deployment, as well as training, under the two Air Force Support Group Commands—North and South—which originated from the Support Divisions, along with the Air Force Materials Office.

From the late 1960s through the 1980s, various weapons systems were introduced into the Luftwaffe, some of which remain in service today. In 1968, the first C-160 Transall was delivered, and in 1974, it was upgraded to the McDonnell Douglas F-4F Phantom II, initially assigned to the 71st Fighter Wing. Similarly, in 1974, the first flight test of the Tornado took place, which was then incorporated into the force in 1981. Both aircraft replaced the F-104.

In 1978, the Alpha Jet was introduced, and in 1985, planning for the "Jäger 90" project began. This project evolved into the Eurofighter decades later. The air defense missile unit also received new weapon systems. For example, the Nike Hercules was taken out of service, and the first PATRIOT systems were introduced in 1986, along with the first Roland systems in 1987. By the end of the Cold War, over 100,000 soldiers served in the air force.

Combination of the two German air forces

With the reunification in 1990, the Luftwaffe – just like the other two military branches – faced massive challenges. The integration of soldiers from the East German National People's Army (NVA) had to be carried out under high time pressure, while also reducing personnel and weapon systems, given the changed security and financial situation.

Former members of the GDR air force who were transferred to the German Armed Forces were prepared for service in the air force through various training courses.

To support the disarmament of the former air force and defense forces, the takeover of infrastructure and weapon systems, as well as the integration of the eastern federal states into Germany’s and NATO’s air defense, the Luftwaffe in Strausberg (Eggersdorf) established the 5th Air Force Division. This division was moved to Berlin-Gatow in 1994 and renamed the 3rd Air Force Division. In 1995, the air force units were placed under the jurisdiction of the new NATO federal states.

The adoption of the so-called Air Force Structure 4 also brought significant changes to associations and agencies in the western federal states.

The measures for restructuring included transferring the Air Fleet Command to the Air Force Command, while simultaneously establishing the Air Force Service Command, the Air Transport Command, and two newly created North and South Air Force Commands, each organized into cross-cutting large units under the Air Force Divisions.

By emphasizing the Pershing weapon system, a service area of the Air Force was eliminated. With the decommissioning of the Alpha Jet (up to 1997), three fighter-bomber wings were disbanded.

Incomplete: Air Force structures 5 and 6

Starting in 2001, the Luftwaffe underwent a major restructuring within the framework of the Air Force Structure 5. This phase was characterized by regionalization and centralization. With the dissolution of the North and South Air Force Commands, the Luftwaffe Divisions regained more responsibility. They were assigned to combat units in a way that created the greatest possible regional coordination.In the area of operational support, many tasks have been centralized and transferred from the Air Force to the newly established organizational units of Military Base and Central Medical Service.

2004 marked a new era for the Luftwaffe, as the 73rd Fighter Wing began training flights with the Eurofighter, which was initially intended to replace the MiG-29 and Phantom F-4F aircraft, and later parts of the Tornado fleet.

Before completing all measures of Air Force Structure 5, the Air Force took over Air Force Structure 6 in 2005. Among other things, the German Armed Forces transferred their responsibilities to the multinational European Air Transport Command by dissolving the Air Transport Command in 2010. This Air Force Structure was eventually replaced by new reform efforts before it could be fully implemented.

Since 2007, the Luftwaffe has participated in the ISAF operation in Afghanistan through aerial reconnaissance. Until 2010, this was done using Tornado aircraft, and since 2010, only unmanned aerial vehicles have been used.

Reorientation of the German Army

The reorientation of the German Army, initiated in 2010, leads to fundamental changes in the Air Force. This is particularly evident in the complete restructuring of the leadership organization, with the Air Force Command staff being removed from the Federal Ministry of Defense. On the 26th

In June 2013, the Air Force Command Headquarters, the Air Force Office, as well as the subordinate command agencies at division level—such as the Air Force Divisions, the Air Force Weapon System Command, and the Air Force Training Command—were dissolved. At the same time, the Air Force Air Operations Center, the Air Force Operations Command, and the Air Force Support Commands were established anew. As of the 1st...In October 2012, the Luftwaffe command was put into service at the General Steinhoff Barracks in Berlin-Gatow.

Even among technical and logistical organizations and units, similar significant changes occur as with operational groups. This is primarily due to the reduced personnel ceiling for the Luftwaffe and the establishment of lower levels for major weapon systems.

Aspects related to cross-engine restructuring include taking over CH-53 helicopters from the Army while simultaneously handing over the NH90 aircraft, as well as consolidating anti-aircraft and anti-missile forces after the dissolution of the Army's air defense unit.

On April 1, 2014, the German Army Air Force Department was re-established in Köln-Wahn, with plans to make it operational by October 2014. It is a separate department directly subordinate to the Federal Ministry of Defense. Since the Air Force handles a large portion of the approximately

With 500 employees required to be assigned to operate the so-called Light Utility Helicopter for the helicopter squadron 64 starting in 2015, and considering further organizational adjustments needed within the military force, a major correction to the measures taken for the reorientation has been implemented.This will be particularly evident during the re-structuring of the Luftwaffe's leadership organization by mid-2015, and is intended to ensure the achievement of the established service personnel levels by the end of 2016. The two Luftwaffe command units for operations and support will be dissolved and replaced by the new joint Luftwaffe forces command. The Luftwaffe forces command was established on July 1, 2015.

Tasks and Assignments

The Luftwaffe brings the specialized capabilities of air forces to fulfill the mission of the Bundeswehr.

Within this framework, it is responsible for monitoring and protecting the airspace over Germany. This task is already carried out in times of peace by the hunting and deployment command associations. It prepares forces that can be deployed during conflicts and wars to support military operations by the army and navy, as well as to attack strategically important targets from the air.

In particular, air transport organizations contribute to humanitarian aid and peacekeeping missions of the United Nations, as well as to national search, rescue, and evacuation operations.

Areas of Service

The Luftwaffe can be broadly divided into the following service areas, similar to military branches in the Army:

Air Defense Missile Service: The 1st Air Defense Missile Wing, equipped with the PATRIOT and MANTIS systems, is capable of protecting assigned airspace from aircraft, helicopters, unmanned aerial vehicles, and RAM targets (missiles, artillery shells, and mortars) across all altitudes. Current modernization efforts are enhancing their ability to engage tactical ballistic missiles.

The air capability units of the German Air Force Operations Command are divided into combat units and air transport units.

Three Air Transport Winges and one Helicopter Wing provide air resupply for units located in virtually all operational areas where German military forces are present, using the A400M, Transall C-160, and CH-53 aircraft.

In addition to parliamentary flight operations, the Federal Ministry of Defense's air readiness makes a significant contribution to all military operations by German and allied forces through the rapid transport of wounded personnel via Strategic Air Medical Evacuation in collaboration with the Medical Service. By converting the Airbus A310 into a refueling aircraft, the Luftwaffe also gains a critical resource to overcome bottlenecks.

The Tactical Air Force Wing 74 and the Tactical Air Force Wing 31, along with their "Richthofen" Tactical Air Force Group, ensure air superiority over Germany using the Eurofighter weapon system. Initially, they will be deployed to protect airspace and to accompany transport and air attack forces during coordinated air warfare operations, until the Eurofighter reaches full multi-role capabilities.

The Tactical Air Force Squadron 73 is the training unit for Eurofighter pilots in the German Air Force and the Austrian Federal Army.

The Tactical Air Force Group 33 is equipped with the Tornado weapon system. Its mission scope includes fighting against ground air forces, air interdiction, air support, and ensuring nuclear participation. The tasks of the Tactical Air Force Group 51 include air reconnaissance by manned and unmanned aircraft, as well as suppressing enemy air defense systems using the Tornado ECR.

The Luftwaffe's object protection includes not only infantry security of objects and positions but also logistical support in the combat area, fire protection (military firefighters), and pioneer services (such as rapid repairs of takeoff runways).

The logistics/operation area within the Luftwaffe Command Support Units is responsible for the maintenance, repair, and supply of weapon systems and air force-specific equipment, in close collaboration with industry. This includes aircraft weapons systems, air traffic control and navigation systems from other military branches.

To carry out these tasks, the Luftwaffe has specialized units and departments from Weapon System Support Centers 1 and 2, as well as the Technical Groups of flying squadrons.

Air Force Leadership Service

It ensures the air force leadership support area's air force-specific IT connections for combat units, battalions, and organizations—even during operations—are secure and coordinated, providing support from the military base when necessary.

Contributes to local and national air traffic control. See also the Army Air Traffic Control Office

Monitored via the Operational Command Service in the Ground capability area by the Command Operations Force seven days a week, 24 hours a day, under the leadership of a NATO battle command or Luftwaffe operations center, using own radar equipment and/or by accessing civilian data to monitor the airspace.Based on this information, hunting aircraft belonging to the Alarm Rotsen can be used to intercept and identify aircraft, or anti-aircraft missile systems can be directed toward target areas to be attacked. This capability can also be implemented during operations through a deployable component.

Organization and Leadership

At the top of the Air Force, the Air Force Inspector is responsible for the Air Force Command. As a unit-level superior to his subordinate branches, he reports to the General Inspector of the Bundeswehr. Below the Air Force Command, the Air Force is divided into the Air Operations Center of the Air Force in Kalkar and the Air Force Troops Command, which has its headquarters at the Air Force Barracks Wahn in Cologne.

Zentrum Luftoperationen

Tasks

The Air Force Air Operations Center is located at Kalkar/Uedem (Von-Seydlitz Barracks) and originated from the Command for Operational Leadership of the Air Force. The center is responsible for tasks related to planning air operations. This includes air-specific tasks under operational leadership carried out by the Air Force, as well as national tasks in Germany (among others)

The tasks of the previous units—National Air Defense Command Headquarters, Space Operations Center, Air Force Command Center—are summarized within an Air Force Operations Center. In order to sustainably carry out the tasks of military intelligence at the tactical-operational level during operations, an “Air Intelligence Center” has been established as a competence center for air and space-specific intelligence matters within the Air Operations Center.In addition, the tasks for establishing a NATO headquarters for planning and command of air operations in emergency situations have been integrated into the Air Operations Center.

Subordinate Associations/Units

German Share (DtA) at Allied Air Command Ramstein

German Share (DtA) in the Joint Air Power Competence Centre

German Share (DtA) with the European Air Transport Command in Eindhoven, NLD

German Share (DtA) at the NATO Airborne Early Warning & Control Force Command in Geilenkirchen

German Share (DtA) in AGS in Sigonella, ITA

German shares (DtA) in the NATO/EU organization

Air Force liaison organizations with the Army and Navy, such as the Liaison Command for the European Corps or the Naval Command

Kalkar Luftwaffenunterstützungsgruppe

Deployment Management Area 2 in Erndtebrück

Deployment Management Area 3 in Schönewalde

Air Force Leadership Support Area in Köln-Wahn

Air Force Troops Command

Tasks

The Air Force Command is subordinate to all operations and support units of the Air Force. It ensures that fully trained and equipped Air Force forces are available for operations and is also responsible for their further development. However, it has no mandate for operational leadership of its subordinate forces.This would be carried out by multinational combat units of NATO or the EU, or during national operations through the Air Operations Center. Even in times of peace, parts of these forces are assigned to NATO.

Subordinate Associations/Units

For fulfilling his orders, the command directly oversees:

Koln-Wahn Air Force Air and Space Medicine Center

The Air Force Command consists of three capabilities areas: Air (Flying Units), Ground (Ground-Based Units), and Support (Support Units).

Flying Organizations

Tactical Air Force Wing 31 "Boelcke" in Nörvenich and Wittmund

Wittmund-based Taktische Luftwaffengruppe "Richthofen", planned to expand into a squadron by 2016

Taktisches Luftwaffengeschwader 33 in Büchel

Taktical Air Force Wing 51 "Immelmann" at Jagel

Tactical Air Force Wing 73 "Steinhoff" at Laage

Tactical Air Force Squadron 74 in Neuburg an der Donau

Lufttransportgeschwader 61 in Penzing

Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf

Lufttransportgeschwader 63 in Hohn

Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim and Holzdorf

Federal Defense Ministry Air Force Readiness Units in Köln-Wahn and Berlin-Tegel

Luftwaffe Air Training Center (Holloman AFB, Alamogordo, New Mexico)

Italian Air Force Tactical Training Command (Decimomannu Military Airport, Sardinia)

Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme in Kleinaitingen Bayern

Woven Networks

Flugabwehrraketengeschwader 1 „Schleswig-Holstein“ in Husum

Friesland Air Force Objects Protection Regiment in Schortens

Luftwaffe Officer School in Fürstenfeldbruck

Air Force Unteroffizierschule in Appen and Heide

Luftwaffenausbildungsbataillon in Germersheim

Lufwaffenunterstützungsgruppe Wahn in Köln-Wahn

Support Associations

Waffensystemunterstützungszentrum 1 in Erding

Waffensystemunterstützungszentrum 2 in Diepholz

DDO/DtA NATO Programming Center NPC in Glons, Belgium

Fassberg Air Force Technical Training Center

Personal

Soldiers

The Luftwaffe has a personnel strength of approximately 29,000 soldiers and is thus the second-largest military branch after the army. All career paths and positions are open to female soldiers if they are suitable for the designated role.

Since the high level of technologicalization in many fields often requires corresponding specialization and extensive professional qualifications, the proportion of non-commissioned officers and officers is very high, especially in flying units.

Zivilpersonal

In a few years, the number of civilian personnel will reach 5,950 officers and workers. These resources are used, for example, in large numbers for repairs and firefighting services. The advantage of civilian personnel over military personnel is their higher availability (specialized work hours) within their respective areas of responsibility.

Unlike soldiers, he no longer needs numerous military-specific or military retirement-related training programs with long absences.

Rank/Uniform

The designations for ranks are identical to those used by the Army branch forces.

The field uniform for the Luftwaffe and the army is essentially identical. To distinguish them, stylized wings are attached to the rank insignia of the field uniform, instead of the colored stripes commonly used by the army.

The Luftwaffe service uniform is dark blue with golden shoulder patches. A blue cap or blue helmet is worn as a head covering. Only for object protection personnel is a dark blue beret provided.

Future Outlook

On September 20, 2011, Federal Defense Minister Thomas de Maizière announced that, as part of the reorientation of the German Armed Forces, it is planned to reduce the number of military positions (i.e., excluding soldiers currently in training and further education) in the Air Force to a maximum of 23,000. Of this, 22,050 will be professional soldiers/non-commissioned officers, and between 500 and 950 will be volunteer military service members (FWD).

Apprenticeship

The basic training for air force personnel is conducted by the Air Force Training Battalion at Roth and Germersheim locations. The training of leadership cadets takes place at the Air Force Non-Commissioned Officers School in Appen or Heide, and the Air Force Officer School in Fürstenfeldbruck.

Air Force officers serving in combat duties study at one of the two German Armed Forces universities, just like officers from other military branches. Officers serving in military technical roles attend the Air Force vocational school in Faßberg.

For the professional training of its staff, the Luftwaffe operates central training facilities and associations. Aircraft technicians and air traffic control personnel are trained at the Technical Training Center of the Luftwaffe Abt. Süd in Kaufbeuren, and helicopter technicians at the Technical Training Center of the Luftwaffe Abt. Nord in Faßberg.

The training of personnel for the Operations Leadership Service is conducted at Operations Leadership Section 2 in Erndtebrück, while the training of personnel for the Anti-Air Missile Service takes place at the Tactical Training and Development Center for German Air Force Anti-Air Missiles at Fort Bliss in Texas.

Those entering the air force service first undergo basic training with the 3rd German Air Force Training Unit at the Airline Training Center Arizona in Goodyear, Arizona. Subsequently, jet pilots are sent to the Euro NATO Joint Jet Pilot Training (ENJJPT) program at Sheppard AFB in Wichita Falls, Texas, and weapons system officers are assigned to the 2nd German Air Force Training Unit at Pensacola, Florida.

Future Tornado pilots will then be brought together at the Luftwaffe Aviation Training Center at Holloman AFB in Alamogordo, New Mexico, for weapon system training. Aspiring Eurofighter pilots will obtain the type approval for their future fighter aircraft after participating in the ENJJPT at the 73rd Tactical Air Force Wing in Laage.

Helicopter pilots receive their basic training with the Army Air Force Weapons School in Bückeburg. Transport aircraft pilots first undergo basic flight training at the 4./Air Transport Wing 62 in Bremen, which works in collaboration with Lufthansa Flight Training GmbH. Transall pilots obtain their license at the 3./Air Transport Wing 62 in Wunstorf.

Generally, the command authority responsible for the course-related training is responsible for managing the relevant training facility; tactical and role-specific training falls under the responsibility of operational units.

Equipment

Waffensysteme/Großgerät

Since its establishment, the Luftwaffe has primarily used equipment developed through multinational cooperation or purchased and/or licensed by NATO countries. A list of aircraft can be found in the Bundeswehr’s aircraft inventory.

Many historical artifacts can be viewed at the Military History Museum Flugplatz Berlin-Gatow (formerly: Luftwaffe Museum of the Bundeswehr) in Berlin-Gatow.

The ground-based large equipment currently used by the Luftwaffe in operational command includes various large radar devices from different manufacturers, as well as the PATRIOT and MANTIS weapon systems, which are under the command of Fighter Missile Defense Wing 1.

For Jet training in the USA, the Beechcraft T-6 and Northrop T-38 are used as training aircraft.

The air transport associations are equipped with the A400M, Transall C-160, and CH-53 helicopters.

The Federal Defense Ministry’s aircraft readiness utilizes the Muster Airbus A340-300 VIP (2 units), Airbus A310 (6 units), Airbus A319CJ (2 units), Bombardier Global 5000 (4 units), and Aérospatiale AS 332 Cougar (3 units) primarily for passenger transport. The A310 plays a special role, and in the MRTT variant (4 out of 6), it can also be used as a cargo and refueling aircraft as well as for transporting wounded and ill personnel.

The combat units possess the Eurofighter as a fighter aircraft, the Panavia Tornado as an reconnaissance and fighter-bomber, and for specific roles in suppressing enemy air defense. In the future, the Eurofighter will also be available for air-to-ground operations, thereby replacing parts of the Panavia Tornado fleet. Specifically, GBU-48 Paveway precision bombs are planned for this purpose.

Since 2010, the German Air Force has operated three leased Heron 1 aircraft and two ground stations provided by the Israeli company Israel Aerospace Industries (IAI). These aircraft are exclusively used in Afghanistan.

Modernization Projects

The political controversy surrounding decisions on the development and procurement of large-scale aircraft equipment for the Luftwaffe is significant due to technical risks and, in particular, the high costs.

In addition to numerous measures to improve operational capability, projects with the largest financial investment include the ongoing implementation of Eurofighters as a replacement for the F-4F Phantom, parts of the Tornado fleet, and the procurement of the Airbus A400M as a successor aircraft for the C-160 Transall. Originally, 180 Eurofighters were intended to be ordered in three phases.

Of the original 68 Eurofighters in the third and last batch, only 31 aircraft were ordered as Batch 3A in July 2009. It is unclear whether the remaining 37 aircraft of Batch 3B will be acquired. The intended inventory of 40 A400M jets for the air force has also not been finalized, as the contract-specified quantity is higher than that.Currently, 53 aircraft have been ordered under contract, but the Luftwaffe intends to sell 13 units through the manufacturer. In January 2015, it was announced that due to issues with fuselage assembly at the Bremen plant, significant delivery delays for 2015 are expected, which will significantly slow down the production of these aircraft.

The original plan to replace the German Air Force UH-1D with the NH90 transport helicopter in the coming years will be abandoned once this aircraft model is handed over to the military as its sole user.

For the Signal Processing Air-Based Long-Range Monitoring and Intelligence Operation (SLWÜA), the introduction of a high-flying unmanned aerial vehicle with long range (HALE) of the RQ-4E Euro Hawk model equipped with an intelligence gathering system (Integrated SIGINT System – ISIS) was planned as a replacement for the Breguet Atlantic aircraft used by the Navy. In 2013, the project was abandoned due to cost reasons.

The development of a reconnaissance system for medium altitudes (Medium Altitude Long Endurance – MALE) as a supplement to manned aircraft (Tornado Recce) and as a successor to the leased reconnaissance drone Heron 1 is still planned.

A quick decision, largely ignored by the media, was made regarding the introduction of the Airbus A340-300 aircraft (delivered on March 30, 2011, and early October 2011), the Airbus A319 CJ (delivered in March 2010 and on June 17, 2010), and the Bombardier Global 5000 (delivered between September 22, 2010, and 9.(January 2012) at the Federal Ministry of Defense Air Operations Department as a significant modernization in parliamentary air transport.

The initially planned introduction of the MEADS anti-missile missile system will be postponed due to a decision in October 2011. Whether there will be a successor to the currently used Patriot system was decided in 2015, resulting in the procurement of 11 units of this system.

Fliegerhorst

In total, the Luftwaffe currently has ten active air bases and three civilian airports used for military purposes.

Labels

Emblems: As emblems on military aircraft and combat vehicles of the German Armed Forces, the Iron Cross was established in 1956 by then President Theodor Heuss. Additionally, a painted German flag is displayed on military aircraft.

Airplane Designations: The designations for German military aircraft initially consisted of two letters, from which the branch, service area, and squadron could be deduced, along with three numbers, which generally indicated the flight group affiliation and the serial number.

Since 1968, the system has been modified so that only an inference of the aircraft type and serial number is possible. Two two-digit blocks are used for each aircraft identification, separated by a Iron Cross symbol. When the identification is provided, the cross is written as “+”.

Assignments

Kräftekategorisierung

The Luftwaffe participates in all foreign operations of the Bundeswehr. The main burden is carried by the Lufttransportverbände and the Flugbereitschaft BMVg, which are responsible for moving Bundeswehr personnel and equipment, as well as friendly states' forces, and providing the capability to evacuate wounded soldiers. The Objektschutztruppe is also present in almost all operational areas.

In addition, Luftwaffe forces have been and are deployed according to their respective capabilities:

Air Defense

Maintaining air superiority over Germany is a long-term task for the Luftwaffe. The operational command units monitor the airspace in cooperation with neighboring states and civilian control stations. They report any irregularities or unusual behavior of an aircraft to their superior combat headquarters, which then decides how to proceed.

For further verification, two hunting aircraft are on high alert (QRA (I) – Quick Reaction Alert (Interceptor)) around the clock seven days a week, both in the North (Wittmund) and South (Neuburg an der Donau). These hunters can also be deployed for support in air emergency situations.

During the monitoring of the NATO airspace, German fighter units and personnel from the operational command service were stationed in Lithuania in 2005, 2008, 2009, 2011, and 2012 to carry out air policing over the Baltic States (Estonia, Latvia, and Lithuania).

Air Transport

Since 1960, the Lufttransportbünde of the Luftwaffe, along with their transport aircraft and helicopters, have been deployed nearly worldwide several times per decade for humanitarian aid or disaster relief (for example, 1960 Morocco (earthquake), 1962 Iran, 1965 and 1969 Algeria, 1969 Tunisia (floods), 1973 Sahel region, 1984 Ethiopia, 1988 Armenia, 1990 Russia, 1991 Iraq (UNSCOM), 1992 Somalia (UNOSOM), 1992–1996

Bosnia and Herzegovina (UNPROFOR/IFOR/SFOR), 1994 Rwanda (UNAMIR), 1998 Sudan, 1999 Australia/Ost Timor (INTERFET), 2000 Mozambique (Flood Disaster), 2003 Congo (Operation Artemis)).

Resources from air transport are also used for official assistance and direct support for German citizens. Helicopters can make valuable contributions here (such as in 1962 during the storm surge in Northern Germany, 1978/1979 during the snowstorm in Northern Germany, and 1995/1997/2002/2006 for flood relief). However, fixed-wing aircraft are also utilized.

The C-160 Transall aircraft flew with spare parts (developed as a result of the forest fires in 1975/1976) as fire-fighting planes to combat forest and land fires:

1980 France

1983 in Sardinia/Italy

1983 (in Ehra-Lessien, Lower Saxony) and

1988 (in Voigtei, Lower Saxony)

The BMVg Air Readiness Unit supported evacuation operations (such as in Eritrea in 1998) and brought back, among others, victims of the 2004 tsunami disaster to their home countries.

Education

As part of mutual assistance missions, the 51st Reconnaissance Wing supported authorities in tasks such as searching for missing persons, investigating mass graves from World War II, and providing assistance during disasters (like the 2002 aircraft collision in Überlingen, and the 1995 and 2006 floods). The Luftwaffe came under criticism due to controversial operations during mutual assistance efforts at the G8 Summit in Heiligendamm in 2007.

The Luftwaffe’s tornado reconnaissance aircraft were stationed in Piacenza, Italy, from 1995 to 2001. In 1995, they initially supported UNPROFOR (1995), IFOR (1995/1996), and SFOR (1996–1999). During the Kosovo War, they assisted Operation Allied Force (1999) and KFOR (1999–2001). On March 9, 2007, the German Bundestag approved the deployment of six reconnaissance tornadoes for the ISAF mission to Mazar-e-Sharif in Afghanistan.

The operation concluded on November 30, 2010, with the aircraft landing at their home airfield. Since 2010, the German Air Force has operated three unmanned reconnaissance systems of the Heron 1 type from Mazar-e-Sharif to support the ground forces.

Battle Positions

In 1991, during the Gulf War, eighteen Alpha Jet fighter bombers from Jagdbombergeschwader 43 were deployed as part of the Allied Command Europe Mobile Forces (AMF) to Erhac, Turkey, as part of the NATO South flank defense against potential Iraqi attacks.Additionally, HAWK systems from the Air Defense Missile Squadron 36 and Roland systems from the Air Defense Missile Group 42 were deployed to Dyarbakir and Erhac to reinforce air defense in this area. This led to intense debates regarding the legitimacy of such foreign deployments, which ultimately resulted in a ruling by the Federal Constitutional Court on July 12, 1994.

The ECR-Tornados of Jagdbombergeschwader 32 were tasked with suppressing the Yugoslav air defense during Operation Deliberate Force 1995 to support UNPROFOR, and during Operation Allied Force 1999 during the war against former Yugoslavia.

In exceptional cases, so-called exchange officers of the Luftwaffe participate in operations of the nations where they are employed. For example, a German weapons system officer from a Tornado squadron of the Royal Air Force was deployed in Afghanistan from October 2009 to January 2010.

 

 

A helicopter is a vertical takeoff and landing aircraft that transfers motor power to one or more rotors for lift and thrust. These rotors function as rotating wings, which is why helicopters are considered rotary-wing aircraft.

These do not count as helicopters, but mixed forms combining a plane and a rotorcraft, such as hybrids of fixed-wing and rotorcraft, or non-vertical aircraft like lift helicopters or tiltrotor aircraft.

The common synonym "Helicopter," also simply called "Heli," is composed of the ancient Greek ἕλιξ hélix meaning "spiral" and πτερόν pterón meaning "wings" (rotating-wing aircraft).

Function

The rotating rotor blades generate dynamic lift due to the air flow. Similar to the rigid wings of an airplane, this depends on factors such as their profile, angle of attack, and air flow velocity. In a hovering helicopter, the air flow velocity is equal to the rotational speed.

When a helicopter moves forward, the airflow speed changes, as the circulation speed and flight speed of the forward-moving blade add up. For the backward-moving blade, they subtract from each other; see the diagram below for more details.

Due to the aerodynamics of the rotor blades, asymmetric forces are applied to the forward and rearward moving blades during flight. In older models, these forces had to be absorbed by shock and swivel joints at the attachment and rotor head. newer designs do not use these joints.

In these newer models, the rotor heads and blades are made up of a composite material with different elasticities (elastomers as well as high-strength and lightweight metals such as titanium). This composite material is capable of handling the dynamic forces that change constantly in size and direction, without causing any damage to the components.Such a non-slip rotor head was first implemented on the Bo 105 using sheets of glass-fiber reinforced plastic and a massive titanium rotor head combined with elastomers. On the EC 135, this was further developed into a non-shafted rotor head, which has become widely adopted in most models.

Flip of the Blade

Cyclic (also known as rotational-periodic) blade adjustment – commonly referred to as blade control – is used to control the horizontal movement of the helicopter, which requires a tilt of the main rotor plane. To initiate or end forward, backward, or side flight, the blade settings are changed during the rotor's rotation (cyclically).

This causes a cyclic motion of the blades, so their tips move around a plane that tilts in the desired direction. The lift remains constant throughout the entire movement. Consequently, the thrust that propels the helicopter forward is at a right angle to the plane of the blade tips. The force that causes the hovering flight to rise vertically now gains a forward thrust as a result of this tilt.Due to the body resistance, the entire helicopter, and thus its rotor shaft, also tilts toward the flight direction.

When the helicopter's center of gravity (with appropriate loading) lies along the extension of the rotor shaft, thrust occurs through the center of gravity during constant flight. The blade tip plane then forms a right angle with the rotor shaft, and no shock motions take place. These occur only at other center of gravity positions or when the flight speed is changed.

By adjusting the collective pitch, the pilot changes the angle of attack of all rotor blades uniformly, which causes the helicopter to rise or descend. Simple designs, such as those in model helicopters with various electric drives, replace this control with a change in speed. A disadvantage is the longer response time due to the mass inertia of the main rotor.

The rotor blades are typically controlled using a pitch disc. The lower, fixed part of this disc is moved up or down by the pilot using the “collective” adjustment knob. With the “cyclic” control lever, it can be tilted in any direction.

The upper part of the gyrowheel that rotates with the rotor transfers the desired setting angle to the rotor blades through push rods and levers located at the blade roots.

Rotor variants and Drive torque compensation

People distinguish between single-rotor systems, dual-rotors, and four-rotors (quadrocopters). Except for the blade tip drive, the rotors are always powered by a motor located in the fuselage. This creates a counter-torque (driving moment) at the rotor shaft, which would cause the fuselage to rotate in the opposite direction if there was a single rotor. To compensate for this, various designs are used:

Creating a lateral counterbalance through a rear rotor, also encapsulated as a canopy propeller in the Fenestron system, or via thrust nozzles in the NO-TAil-Rotor-(NOTAR) system.

Two opposing main rotors whose torque values balance out – either arranged side by side on the same axis (coaxial rotor), one after the other (tandem configuration), or side by side (transverse). Another variant is the interlocked rotors with closely spaced, slightly inclined rotation axes in a Flettner double rotor.On the Sikorsky X2, the coaxial design allows for higher speeds when combined with a thrust propeller—a technology that was first used by Fairey Gyrodyne in 1947.

The quadcopter uses four rotors in a single plane, and by adjusting the pitch or speed, it can control movement across all three axes. Based on this technology, patterns with 6, 8, and 12 rotors are also implemented.

Rarely (Cierva W.11), in planning (Mi-32) or model building (Tribelle, Tricopter), triple rotors were used, where torque was balanced by gently tilting the rotor shafts or by rotating one of the rotors.

Rarely leaf propulsion, usually caused by recoil of a gas jet.

A system with two rotors is technically more efficient, as both rotors are used for lift and thrust; however, the rear rotor accounts for approximately 15% of total power during hovering. In practice, however, the single-rotor system with a rear rotor has largely become the standard.

Economically, the lower construction and maintenance costs are more significant with just one rotor head and gearbox per unit, as these are the two most expensive and sensitive components of a helicopter.

Heckrotors come in versions with two to five blades. To reduce noise, four-blade rotors are sometimes used in an X-shaped configuration. A particularly quiet variant is the Fenestron, a wrapped propeller in the rear extension with up to 18 blades.

Generally, the rear rotor is driven from the main transmission via shafts and a transfer gear, ensuring its speed remains proportional to that of the main rotor. The thrust used to control movement around the pitch axis is then adjusted by the pilot using the pedals based on the adjustment settings of the rear rotor blades, similar to the collective adjustment of the main rotor.

During flight, many aircraft designs reduce the rear rotor load by having the side fin largely compensate for the thrust moment. This is usually achieved using end plates on the horizontal damping surface, which are positioned at an angle to the fuselage axis; in the case of a single side fin, an asymmetric profile is also used additionally.

No Control and Autorotation

If the engine fails, helicopters can still land. To do this, the pilot must enter a steep descent, while the free rotating rotor is kept spinning or accelerated by the air flowing from below upwards, in order to maintain or increase angular momentum. This results in an autorotation similar to that of a paraglider.

A moment compensation is not required, as only the moment caused by friction between the storage rotors (in the main rotor head, gearbox, and drive system) needs to be balanced. However, this does not lead to a critical increase in the moment rate until landing. Therefore, such a landing is also possible even in the event of a failure of the rear rotor, for example when the drive shaft for the rear rotor, the angle gear for the rear rotor, or even the entire rear assembly breaks.

Just before deployment, the collective pitch angle is increased to enhance lift, enabling a safe landing with no damage to the equipment and crew. However, the loss of control around the vertical axis and the need to precisely hit the right moment—since the rotor's torque is only sufficient for one attempt—make this maneuver always risky.

Still, a minimum height above the ground is required, as a failure of the main drive will inevitably cause a crash, and it also takes time to transition to the new flight attitude.

Control

A helicopter is a non-self-propelled aircraft—it tends to deviate from its flight attitude and slide in one or another direction, tilt, or rotate, especially during hovering and slow flight. This is due, among other reasons, to the fact that the center of gravity lies above the fuselage. The pilot must counteract these movements through continuous, opposing control inputs.

At a flight speed above approximately 100 km/h, a helicopter behaves like a wing aircraft and is therefore easier to control. A special danger occurs during landing, as there is not enough fuel to perform an autorotation if the engine fails at too low an altitude. Upon touching the ground, the so-called ground resonance can occur, which can lead to the destruction of the helicopter very quickly.

Unlike a fixed-wing aircraft, a helicopter pilot usually sits on the right side. He needs both hands and feet to control the aircraft:

With his left hand, he controls the collective pitch using a lever. In the adjacent photo from the Eurocopter cockpit, this lever can be seen on the right side of the central console or next to the pilot seat. This causes the swash plate to move straight up along the rotor axisIt is pushed downward, thereby changing the angle of attack of all rotor blades of the main rotor in equal measure, and thus increasing or decreasing the lift of the rotor. As a result, the helicopter rises or falls. To prevent a decrease in the rotor speed due to the increased angle of attack of the main rotor blades, caused by the increased air resistance, the engine or turbine power is also increased through this lever.Either manually using a twist mechanism on the lever or automatically. By changing the motor or turbine power, the generated torque is also altered, which requires counter-control via the rear rotor.

With the right hand, the pilot controls the control stick (in the adjacent photo, the S-shaped control stick is curved and located centrally in front of the pilot's seat) to adjust the cyclic pitch. This causes the tail rotor to tilt, thereby changing the rotor plane and enabling the helicopter to move along the longitudinal (left or right rotation) and lateral axis (forward or backward tilt).

The control commands given to the rotor head via the throttle wheel on the control stick enable combinations of pitch and roll movements.

There are two pedals located on the cockpit floor (only visible at the lower left side next to the instrument panel on the copilot side in the adjacent image), which are used to control the pitch angle of the rear rotor and thus the movement of the helicopter around the gimbal axis (vertical axis), that is, the rotation to the right or left.

Performance Metrics

The maximum speed typically ranges from 200 to 300 km/h, while some combat helicopters can reach over 360 km/h. The speed record stands at 472 km/h, set on June 7, 2013, with an Eurocopter X3.

The maximum speed is limited by the aerodynamics of the rotor blades: the blade moving forward has a higher velocity relative to the incoming air from the front compared to the one moving backward. When the forward-moving blade approaches the speed of sound, effects such as loss of lift, a significant increase in resistance, and high blade stress due to torsional forces occur.

For example, it manifests as intense vibrations, making it difficult for the pilot to control the helicopter.

For a typical rotor diameter of 10 m, this means the rotor cannot rotate at more than approximately 10.9 revolutions per second, or 655 revolutions per minute, without exceeding the sound speed (343 m/s) in the outer areas of the rotor blades. Therefore, typical rotor speeds during operation are significantly below this value.

However, the speed of a helicopter is often limited by the recirculating rotor blade: Here, the combination of a high angle of attack (cyclic adjustment, see above) and low flow velocity leads to flow breakdown and thus lift loss.

Many helicopters therefore, when reaching a critical speed, first land on the side where the rotor blades move backward, before the forward-moving blades enter the supersonic range.

The peak height is also limited, typically around 5000 meters, with some models reaching up to 9000 meters. The FAI altitude record of 12.442 m was set in June 1972 by Jean Boulet using an Aérospatiale SA-315. It wasn't until March 2002 that this was surpassed by a flight by Fred North using an Eurocopter AS 350 (12.954 m). However, as of 2012, this figure has not been recognized as an official record by the FAI.

For a same payload, the fuel consumption of a helicopter on a flight route is usually significantly higher than that of a wing plane.

The advantage of a helicopter is its ability to hover in the air (known as hovering flight or Hover), fly backward or sideways, and rotate around the vertical axis (gimbal) during slow flight. Additionally, it can take off and land vertically (VTOL), thus requiring no runway.

If no regular helicopter landing area is available, a flat and obstacle-free area with sufficient diameter is sufficient for this purpose.

Development History

A selection of milestones in the development of the helicopter. The corresponding images are compiled in chronological order at the end of this section.

As early as 1487–1490, Leonardo da Vinci sketched designs for a helicopter in what are known as the “Pariser Manuscripts,” but it was not until the 20th century that this idea was brought to technical reality. Pioneers in helicopter development included Jakob Degen, Étienne Oehmichen, Raúl Pateras Pescara, Juan de la Cierva, Engelbert Zaschka, Louis Charles Breguet, Alberto Santos Dumont, Henrich Focke, and Igor Sikorski:

On November 13, 1907, Paul Cornu flew his 260 kg heavy flying bicycle straight up from the ground for twenty seconds – likely the first free manned vertical flight. He used tandem rotors powered by a 24 HP V8 engine.

Since 1910, Boris Nikolayevich Juryev solved several theoretical and constructive fundamental problems related to stability and propulsion and developed the Juryev disk.

In 1913, Dresden engineer Otto Baumgärtel designed a vertical starter that could move forward without any special propeller movement by shifting the center of gravity.

On November 11, 1922, Étienne Oehmichen flew his Oehmichen No. 2 for the first time—likely the first reliable man-carrying vertical takeoff aircraft. The tail rotor is used to stabilize the entire aircraft.

In the development of his autogiro, Juan de la Cierva (Spain) achieved essential solutions for stabilizing the rotor of a multi-rotor aircraft in 1923, such as the spool joints.

On April 18, 1924, the Pescara No. 3, developed by Raúl Pateras Pescara, broke the world record set by Oehmichen four days earlier for rotorcraft by doubling it. This was also the first time cyclic blade adjustment was used to enable the main rotor to operate at high speed.

In the early 1930s, Louis Charles Breguet and René Dorand developed the Gyroplane-Laboratoire, creating the first helicopter that could fly stably for a longer period of time. It featured coaxial rotors and held all international helicopter records starting from June 1935.

The Focke-Wulf Fw 61, which used two side-mounted rotors, broke a number of previous world records for helicopters during its maiden flight in June 1936. It was also the first helicopter to achieve an autorotational landing.

In 1941, the German Focke-Achgelis Fa 223 was the first mass-produced helicopter, also featuring two side rotors. Following this, in 1943 came the Flettner Fl 282, also with a double rotor, and in 1944 the Sikorsky R-4 "Hoverfly" in the USA, which, like its predecessor Sikorsky VS-300, used a single rotor combined with a tail rotor.

On March 8, 1946, the Bell 47, a light two- or three-seat helicopter owned by Bell Aircraft Corporation, became the first civilian helicopter to receive aviation certification in the USA. Its variants were found around the world until the 1980s and beyond.

In 1955, the French company Sud Aviation equipped its helicopter Alouette II with a 250 kW Turboméca Artouste turbine engine. This made it the first helicopter to use a gas turbine engine, which is still used by almost all commercial manufacturers today. Only Robinson (Robinson R22 and Robinson R44) and Brantly (Brantly B-2 and Brantly 305) still produce helicopters with piston engines.

The most widely built helicopter family to date, with 16,000 units built so far, the Bell 204 – militarily known as Bell UH-1 – made its maiden flight on October 22, 1956.

The German Bölkow Bo 105 was introduced in 1967 as the first helicopter equipped with a joystick-free rotor head, along with CFM rotor blades, which were also used for the first time on the Kamow Ka-26. The current successor, the Eurocopter EC 135, uses a refined version of this design, known as a joystick and bearing-free rotor head.In Dort, the storage compartments for the blade angle adjustment were also replaced with a drilling control element made of glass fiber reinforced plastic, along with a control bag.

In 1968, the Soviet Mil Mi-12 began production; it was the largest helicopter ever built at that time. It features rotors arranged side by side, a maximum takeoff weight of 105 tons, a maximum payload of 40 tons, and 196 passenger seats. After three prototypes set a number of records, production was discontinued.

In 1977 took place the maiden flight of the largest serial-produced helicopter, the Mil Mi-26, which is still produced and in service today.

Starting in 1983, the RAH-66 Comanche combat helicopter with camouflage technology was developed, but its production was halted just before reaching operational readiness in 2004.

In 1984, the Sikorsky X-wing was first introduced. Its rotor is stopped during forward flight and then used as an additional wing. Like other VTOL concepts, it is intended to achieve better flight performance compared to pure fixed-wing aircraft. It only became a prototype.

In August 2008, the Sikorsky X2 during its first flight demonstrated the viability of the coaxial rotor optimized with the latest techniques combined with a thrust propeller—the same principle used in earlier transport helicopters. Two years later, it reached the development goal with a True Airspeed of 250 knots (463 km/h), surpassing the previous speed record by 15%.Other manufacturers have also tested similar new high-speed models, such as Eurocopter's X³ and Kamov's Ka-92.

Accidents

Compared to wingplane aircraft, helicopters have a significantly higher accident rate: between 1980 and 1998, the Federal Aviation Accident Investigation Center (BFU) recorded 54 accidents with six fatalities per million takeoffs for helicopters, while wingplane aircraft had only 10 accidents with 1.6 fatalities. Over 80% of the causes of these accidents are attributed to human error.

From a technical perspective, helicopters are not less reliable than fixed-wing aircraft, and they are designed and licensed under the same reliability standards. The higher risk of accidents can be explained more by operational conditions: emergency services and military forces cannot determine the location of an incident in advance, and obstacles such as antennas or power lines are partially unknown to the pilot.

Operations in high mountains, such as cargo transport and mountain rescue, can also be pushed to their performance limits due to the lower air density and winds. Moreover, when this system fails, the conditions for a vehicle rollover landing are often poor.

Optional slingshores above and below the helicopter cabin can cut ropes in certain situations to prevent collisions. Ropes from power lines, mast tensions, and cable cars are only partially marked and recorded on 50,000-scale detail maps, posing a special risk during low-altitude flights.

Usage

Operating a modern helicopter is significantly more expensive compared to a surface aircraft with similar payload. Nevertheless, its ability to take off and land on unplanned terrain opens up a range of additional operational areas, which can be distinguished between civilian and military uses.

Civil Use

In Central Europe, by flight hours, the most common use is, by far, work flights. This includes monitoring power, gas, and oil pipelines, flights in agriculture and forestry, outdoor inspection flights, surveying flights, aerial photography flights, and forest fire suppression operations, etc. The tensioning of a leading rope for cable car, wire line, or suspension bridge can also be done using a model helicopter.To trim tree growth along overhead railway lines, a twisted sword suspended from a helicopter is used, equipped with eight large saw blades. A military helicopter was deployed to blow away extremely strong snow drifts along the closed railway track, which could cause branches to break, using downwash.

Another important application area is air rescue using rescue helicopters; in Germany alone, there are over 50 support bases for this purpose. Other specialized types include intensive transport helicopters, large-area rescue helicopters, medical officer rescue helicopters, and mountain rescue services. Helicopters have also become an important supporting factor for the police and fire departments.

For civil passenger transport, air taxi services are used, especially on islands where they serve as an important part of logistics. Another application is freight transport, when goods need to be delivered quickly directly to a specific location. In mountainous areas, the transport of construction materials and components is often crucial for the construction and maintenance of alpine facilities due to the lack of suitable land routes.The same applies to installation work in inaccessible locations; sometimes helicopters are also used as cranes there. The Alpine shelter tents, which cannot be reached by vehicles and were supplied with drags until the 1970s or with carriers for more difficult access routes, now primarily receive food supplies and waste disposal through helicopters. In non-mechanized steep vineyards, pesticides are sometimes sprayed using helicopters.In the tourist area, flight tours and paragliding are offered. An extreme use of helicopters is flight flying, which demonstrates the high load capacity of modern helicopter concepts, especially the rotors and their control systems.

In Germany, as of 2011, there are currently 773 multi-rotor aircraft or helicopters licensed for operation. All of them belong to class H, meaning they have a aircraft registration format of D-HXXX.

Military Use

In addition to being primarily used as transport helicopters for troop transport, other typical military applications include

Battle against Bodenziele

anti-tank defenses are provided by specialized combat helicopters such as the Eurocopter Tiger, the Hughes AH-64, or the Mil Mi-24,

artillery observation,

Combat Search and Rescue (CSAR, German for 'Search/Rescue in Combat'),

air defense (board guns, air-to-air missiles) and

Engagements with the Navy for U-boat hunting, maritime surveillance, and maritime rescue (SAR – Search and Rescue).

Technik-Article

More details on the design and technology of helicopters can be found in these articles:

Variations in construction method for torque balance

Heckrotor-Configuration – Helicopter with side rotors – Tandem configuration – Coaxial rotor – Flettner double rotor – Blade tip drive

Related Aircraft Construction Methods

Trapscraper – Flying Scraper – Transforming Aircraft – Vertical Takeoff – VTOL

Rotor

Main Rotor - Rotor Head – Shaft Disk – Pitch Shaft – Swivel Joint

Floating Flight

Landscape Device

Helicopter Engine

Key Manufacturers

Europe:

Airbus Helicopters: A subsidiary of the European aerospace company EADS. It includes companies such as the German VFW and Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), as well as Aérospatiale and Sud Aviation from France. Airbus Helicopters employs approximately 14,000 people. In 2006, 615 helicopters were ordered, and its global market share is about 30 percent.Currently, approximately 9,800 helicopters are in operation in 140 countries.

Italy/United Kingdom: AgustaWestland (formerly Agusta in Turin, Westland Aircraft in Yeovil)

Poland: State Air Industries (PZL)

Russia: Mil, Kamow

South America:

Brazil: Helibras (Part of the Eurocopter Group)

Asia:

Location: Hindustan Aeronautics Limited (HAL)

Africa:

South Africa: Denel

North America:

USA: Bell Helicopter, Robinson Helicopter, Enstrom, Schweizer Aircraft Corporation, Kaman, MD Helicopters (now part of Boeing Helicopters), Sikorsky, Boeing Helicopters, Vertol (now part of Boeing Helicopters).

 

Attention
This is an automatic translation of the user-description. The quality is that of a machine and not of a human being. So if you still feel unsure just contact the seller. Most of our sellers speak englisch

more items of this seller
Foto Straße Diedolshausen Elsaß Tote Leichen 8. 1. 1915
29.95 €    
Pressefoto Wehrmacht Pferd Stempel Schlott München 1941
19.95 €    

Register  |  Sell  |  My Site  |  Search  |  Service  |  Help  |  Impressum
© 2000 - 2026 ASA © All rights reserved
Designated trademarks and brands are the property of their respective owners. Use of this Web site constitutes acceptance of the User Agreement and Privacy Policy.
Militaria321.com assumes no liability for the content of external linked internet sites.