Heroldstrommels rufen die Hitlerjugend zum Appell.
Originaler Fotodruck von 1936.
Nach einer Aufnahme von Heinrich Hoffmann.
Größe 230 x 175 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.
Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!
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Historische Informationen zum Artikel:
Die Hitlerjugend oder Hitler-Jugend (abgekürzt HJ) war die Jugend- und Nachwuchsorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Sie wurde in der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 zum einzigen staatlichen Jugendverband mit bis zu 8,7 Millionen Mitgliedern (98 Prozent aller deutschen Jugendlichen) ausgebaut. Der totalitäre Anspruch sollte möglichst ungehemmt von Familie und Schule verwirklicht werden: „Die HJ will sowohl die Gesamtheit der Jugend, wie auch den gesamten Lebensbereich des jungen Deutschen erfassen.“ Dies galt seit Gründung des Bundes Deutscher Mädel (BDM) 1930 für beide Geschlechter. Der 1939 auch gesetzlich geregelte Pflichtdienst aller HJ-Angehörigen war nach dem „Führerprinzip“ organisiert und umfasste ideologische Schulung, gemeinsame Wanderungen bzw. Märsche und körperliche Übungen im Freien. Diese sollten schon die zehnjährigen männlichen Jugendlichen abhärten und langfristig auf den Kriegsdienst vorbereiten: „Was sind wir? Pimpfe! Was wollen wir werden? Soldaten!“ Das Einüben von Befehl und Gehorsam, Kameradschaft, Disziplin und Selbstaufopferung für die „Volksgemeinschaft“ gehörten zu den vorrangigen Erziehungszielen. Im Zweiten Weltkrieg versahen HJ-Einheiten spezifische soziale, polizeiliche und militärische Hilfsdienste und stellten in der Endphase des Krieges einen hohen Anteil der Kriegsopfer.
Heinrich Hoffmann (* 12. September 1885 in Fürth; † 16. Dezember 1957 in München) war ein deutscher Fotograf, der als Leibfotograf Adolf Hitlers bekannt wurde.
Kindheit, Jugend und Ausbildung
Heinrich Hoffmann wurde am 12. September 1885 als einziges Kind des Fotografen Robert Hoffmann und seiner Frau Maria Hoffmann (geb. Kargl) geboren. Im elterlichen Betrieb in Regensburg absolvierte er die Lehre. Sein Wunsch, Malerei zu studieren, scheiterte am Widerstand des Vaters. Dies verband ihn mit dem späteren „Führer“ Adolf Hitler; beide konnten ihren Traum von einem Kunststudium nicht verwirklichen. 1901 – er war 16 Jahre alt – begab er sich auf eine mehrjährige Wanderschaft und arbeitete bei verschiedenen Fotografen, unter anderem bei dem bekannten Fotografen Emil Otto Hoppé in London.
1906–1918
Im Jahr 1906 ließ er sich in München nieder und leitete gleichzeitig zwei Fotoateliers, unter anderem das bekannte Atelier Elvira. 1908 – nachdem ihm eine sensationelle Aufnahme eines Luftschiffunglücks gelungen war – beschloss er, Pressefotograf zu werden. Ein Jahr später – 1909 – eröffnete der mittlerweile 24-jährige ein eigenes Atelier in München und begann seine Karriere. 1911 heiratete Hoffmann in München Therese „Nelly“ Baumann, mit der er zwei Kinder hatte: Henriette (1913-1992) und Heinrich (* 24. Oktober 1916). Henriette heiratete am 31. März 1932 den Reichsjugendführer Baldur von Schirach. 1913 gründete er den Bilderdienst „Photobericht Hoffmann“, und spezialisierte sich auf Pressefotografien und Porträts. Auch leitete er einen großen Postkartenvertrieb und belieferte neben der Münchner Illustrierten Zeitung auch Agenturen in Berlin und im Ausland, so auch in Österreich.
Am 2. August 1914 – kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs – fotografierte Hoffmann die allgemeine Begeisterung auf dem Odeonsplatz in München. Auf dieser Schwarz-Weiß-Aufnahme sollte später Adolf Hitler identifiziert werden. Der Krieg ging jedoch nicht spurlos an Hoffmann vorüber. Im August 1917 wurde er als ungedienter Landsturmmann zur „Fliegerersatzabteilung I“ eingezogen und an die französische Front abkommandiert. Nach Ende des Krieges im Jahr 1918 nahm er seine Tätigkeit als Pressefotograf wieder auf und konzentrierte sich dabei auf die politische Revolution der Kommunisten in München.
Karriere im Nationalsozialismus
Hoffmann trat 1919 der rechtsextrem-völkisch orientierten Partei Einwohnerwehr bei und veröffentlichte die rechtskonservative Bildbroschüre Ein Jahr bayrische Revolution im Bilde. Gleichzeitig begann seine Freundschaft mit Dietrich Eckart, dem Herausgeber des Völkischen Beobachters. Im April 1920 trat der 34-jährige Hoffmann der NSDAP bei und übernahm den Alleinvertrieb der von Eckart herausgegebenen antisemitischen Hetzschrift Auf gut deutsch. Er begann Parteigrößen zu fotografieren, unter ihnen Hermann Göring, Rudolf Heß und bald darauf auch Hitler, dessen Leibfotograf er wurde.
Nach dem Hitlerputsch von 1923 erschienen Hoffmanns erste Hitlerporträts. Eines zeigt Hitler im Kreis seiner Mitgefangenen in der Festung Landsberg. Jedes Foto, auf dem Hitler sehr nahe zu sehen ist, stammte von Hoffmann. Im Jahr 1924 gab der Fotograf die Bildbroschüre Deutschlands Erwachen in Bild und Wort heraus und war 1926 an der Gründung des nationalsozialistischen Parteiorgans Illustrierter Beobachter maßgeblich beteiligt. 1929 operierte er als Repräsentant der NSDAP im Oberbayerischen Kreistag und gehörte seit Dezember 1929 dem Münchner Stadtrat an. Seine Frau Therese starb 1928. Seine zweite Ehefrau wurde Sofie Spork. Im Jahr 1929 ging in seinem Fotoatelier ein 17-jähriges Mädchen mit dem Namen Eva Braun in die Lehre. Eines Abends betrat Hoffmann mit einem Mann das Atelier. Der Fremde stellte sich mit „Herr Wolf“ vor. Nachdem er gegangen war, wollte Eva wissen, wer der Fremde war. Heinrich Hoffmann erklärte, dass es der „Führer“ der NSDAP, Adolf Hitler, sei. So lernten sich Hitler und Braun kennen.
Ab 1932 betrieb Hoffmann zunehmend propagandistische Bildberichterstattung. In seinem Verlag Heinrich Hoffmann. Verlag national-sozialistische Bilder beschäftigte er bis zu 300 Mitarbeiter und konnte durch den Vertrieb von Fotobildbänden im Dienste der NSDAP bald Umsätze in der Höhe von Millionen Reichsmark verbuchen. Da ihn diese Arbeit immer stärker forderte, legte Hoffmann 1933 sein Münchner Stadtratsmandat nieder. Im August 1937 war er in Hamburg maßgeblich an der Beschlagnahmung von Kunstwerken beteiligt, die in den Augen der Nationalsozialisten als „Entartete Kunst“ galten. Dieser Beschlagnahmungswelle fielen allein in der Hamburger Kunsthalle 770 Objekte zum Opfer. Im selben Jahr erhielt er von Hitler den Auftrag, die künstlerischen Exponate für die Große Deutsche Kunstausstellung auszuwählen. Dafür erhielt er bei der Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchener Haus der Kunst am 16. Juli 1938 von Hitler den Titel eines Professors. Anschließend wurde er Mitglied der Kommission zur „Verwertung der beschlagnahmten Werke entarteter Kunst“. Er hatte somit die Aufgabe, „entartete“ Kunstwerke gegen Devisen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ins Ausland zu verkaufen. Andererseits bediente er sich beim NS-Kunstraub, so enthält der „Vlug Report“ eine Liste von 30 Positionen, überwiegend Gemälden, u.a. aus der Sammlung Alfons Jaffé, die Hoffmann von Kajetan Mühlmann aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden von der Dienststelle Mühlmann erhielt. Im Januar 1940 wurde er Mitglied des Reichstages.
Im April 1945 setzte sich Hoffmann nach seinem letzten Besuch bei Hitler nach Bayern ab und wurde in Oberwössen von der US-Armee verhaftet.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs
Im Oktober 1945 wurde Hoffmann in das Gefängnis des Internationalen Militärgerichtshofs nach Nürnberg verlegt, wo er seine Archivbestände ordnen musste, um so Beweisdokumente für die Kriegsverbrecherprozesse zu sichern. Im Januar 1946 wurde das Entnazifizierungsverfahren gegen den „Leibfotografen“ und engen Freund Hitlers in München eröffnet. Hoffmann wurde zunächst als Hauptschuldiger (Gruppe I) eingestuft, Hoffmanns Professorentitel wurde annulliert; es gelang ihm jedoch immer wieder gegen die Entscheidung des Gerichts, das eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren forderte, Rechtsmittel einzulegen. Schließlich wurde er zu vier Jahren Haft und zur Konfiszierung seines gesamten Vermögens verurteilt. Nach seiner Entlassung aus der Haft im Jahre 1950 siedelte er sich in dem Dorf Epfach, 60 Kilometer südlich von München, an, wo er sieben Jahre später im Alter von 72 Jahren starb. Seine Witwe Erna lebte bis 1988 in dem gemeinsamen Haus mit dem ehemaligen Stummfilmstar Wera Engels zusammen.
In der Sowjetischen Besatzungszone wurden sämtliche Schriften und Bildbände Hoffmanns auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.
Der Begriff Reichsparteitag wird heute allgemein auf die Reichsparteitage der NSDAP bezogen, die von 1923 bis 1938 in Deutschland stattfanden und besonders ab 1933, in der Zeit des Nationalsozialismus, große Propagandaveranstaltungen der Staatsführung um Adolf Hitler bildeten.
Geschichte
Die ersten Reichsparteitage der NSDAP fanden 1923 (27. bis 29. Januar) in München und 1926 (3. bis 4. Juli) in Weimar statt. 1928 wurde der Reichsparteitag aus Mangel an finanziellen Mitteln abgesagt. Zwei weitere wurden 1927 (19. bis 21. August) und 1929 (1. bis 4. August) in Nürnberg abgehalten. Nürnberg wurde zunächst aus pragmatischen Gründen als Veranstaltungsort gewählt. Nürnberg lag zentral im Deutschen Reich und besaß mit dem Luitpoldhain eine für Großveranstaltungen geeignete Versammlungsstätte. Auch konnte die NSDAP bei der Organisation auf die in Franken gut organisierte Partei unter Gauleiter Julius Streicher zurückgreifen. Die Nürnberger Polizei stand der Veranstaltung wohlwollend gegenüber. Später wurde der Veranstaltungsort gerechtfertigt, indem die Reichsparteitage in die Tradition der Nürnberger Reichstage des mittelalterlich-kaiserlichen Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gestellt wurden.
Nach 1933 wurden sie als Reichsparteitage des Deutschen Volkes jeweils in der ersten Septemberhälfte in Nürnberg durchgeführt und dauerten in der Regel acht Tage lang. Nach der NSDAP-Ideologie sollte dabei die Verbundenheit von Führung und Volk bekundet werden. Das wurde zum Ausdruck gebracht durch eine jährlich wachsende Zahl von zuletzt mehr als einer halben Million Teilnehmern und Besuchern aus allen Gliederungen der Partei, der Wehrmacht und des Staatsapparates. Seit 1933 wurde jeder Parteitag unter einen programmatischen Titel gestellt, der sich auf bestimmte Ereignisse bezog:
30. August – 3. September 1933: Der Titel Reichsparteitag des Sieges nimmt Bezug auf die Machtergreifung und den Sieg über die Weimarer Republik (eigentlich: Kongreß des Sieges).
5. – 10. September 1934: Dieser Parteitag hatte zunächst kein Motto. Nachträglich wurde er Reichsparteitag der Einheit und Stärke, Reichsparteitag der Macht oder, unter Bezugnahme auf den Riefenstahl-Film Triumph des Willens, Reichsparteitag des Willens genannt (es gab auch die gleiche Bezeichnung für den Reichsparteitag, also Triumph des Willens).
10. – 16. September 1935: Reichsparteitag der Freiheit: Mit Freiheit war die wiedereingeführte allgemeine Wehrpflicht und damit einhergehende 'Befreiung' vom Versailler Vertrag gemeint.
8. – 14. September 1936: Reichsparteitag der Ehre: Durch die Rheinlandbesetzung wurde in den Augen der NSDAP-Führung die deutsche Ehre wiederhergestellt.
6. – 13. September 1937: Beim Reichsparteitag der Arbeit wurde Bezug genommen auf die Verringerung der Arbeitslosigkeit seit der Machtübernahme.
5. – 12. September 1938: Wegen des Anschlusses Österreichs an Deutschland wurde diese Veranstaltung Reichsparteitag Großdeutschland genannt.
2. – 11. September 1939: Der Name Reichsparteitag des Friedens sollte der Bevölkerung und dem Ausland den Friedenswillen Deutschlands dokumentieren. Er sollte am 2. September starten, wurde aber ohne Angabe von Gründen schon Ende August abgesagt. Am 1. September begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg.
Ablauf
Wichtigster Inhalt der Reichsparteitage war die fast religiös anmutende Ausrichtung auf Adolf Hitler. Er stand als von der Vorsehung gesandter nationaler Erlöser und Führer großen Menschenmengen gegenüber, die seine Reden hörten, ihm Eide schworen und an ihm vorbei marschierten. Als Sinnbild für die Volksgemeinschaft sollten sie die Stärke des deutschen Volkes demonstrieren. Die Besucher der Reichsparteitage ordneten sich freiwillig der Disziplin und Ordnung unter und sollten unter einem gemeinsamen Willen als "neues Volk" wieder auferstehen.
Wichtiger Bestandteil der Reichsparteitage waren auch zahlreiche Aufmärsche und Paraden aller Organisationen des NSDAP-Staates (Wehrmacht, SA, SS, Hitler-Jugend, Reichsarbeitsdienst, Bund Deutscher Mädel, u. a.) und die Verkündung von wichtigen Eckpunkten der nationalsozialistischen Ideologie. So wurden während des Reichsparteitages 1935 die Nürnberger Rassengesetze „zum Schutz des deutschen Blutes“ verkündet. Aber die Machtdemonstration der NSDAP-Verbände sollte sich nicht nur auf das Reichsparteitagsgelände abseits der Innenstadt beschränken. Die Vorbeimärsche der verschiedenen Formationen vor dem "Führer" auf dem im Herzen der Altstadt gelegenen Hauptmarkt - seit April 1933: Adolf-Hitler-Platz - verbanden das Parteitagsgeschehen eng mit der Stadt. Zahlreiche, nicht selten begeisterte Zuschauer säumten die Strecke der Marschierenden quer durch die Innenstadt. Auf dem Paradeplatz selbst wurden eigens Holztribünen aufgebaut. Die langen Züge der Massen durch die fahnengeschmückte historische Kulisse Nürnbergs stellten die gewünschte Verbindung her zwischen der ehemaligen "Stadt der Reichstage" und der "Stadt der Reichsparteitage". Die Partei ohne lange Geschichte bemächtigte sich der Vergangenheit des traditionsreichen Gemeinwesens.
Bei jedem Parteitag kam es auch zu nicht geplanten Ausartungen in der Nürnberger Innenstadt, da sich die hunderttausende Parteimitglieder nicht an den strengen, von der Parteiführung geplanten Ablauf binden ließen.
Zwischen 1935 und 1938 gehörte auch eine Festaufführung von Richard Wagners Meistersingern am Abend des Eröffnungstages mit zum Programm. Hitler war ein großer Bewunderer Richard Wagners und die Oper galt als Ausdruck der heroisch-deutschen Weltanschauung.
Reichsparteitagsgelände
Mit dem Ausbau des Parteitagsgeländes 1935 erhielt Nürnberg den Beinamen Stadt der Reichsparteitage, mit dem auch symbolhaft der Machtanspruch der Partei dargestellt werden sollte. Der Titel wurde zwar bereits zum Auftakt des Parteitages 1933 von Hitler proklamiert, jedoch mit einem ministeriellen Erlass erst 1936 offiziell. Das Gesamtkonzept für das 11 km2 große Reichsparteitagsgelände entwickelte Albert Speer von 1934 bis 1936, und ab 1935 wurde unter großem Zeitdruck begonnen, die Pläne zu verwirklichen, aber das Gelände wurde niemals ganz fertiggestellt. Mit der Luitpoldarena entstand der damals größte Aufmarschplatz der Welt für die SA und SS für 150.000 Teilnehmer, die Kongresshalle für 50.000 Besucher (nicht fertiggestellt), die seit 2001 das Dokumentationszentrum der Stadt Nürnberg beherbergt, das Zeppelinfeld – für 250.000 Teilnehmer und 70.000 Zuschauer gedacht – sowie eine große Fläche als Teilnehmerlager wurden fertiggestellt. Das Märzfeld mit Tribünen für 500.000 Zuschauer wurde nur zur Hälfte fertiggestellt. Das Deutsche Stadion für 400.000 Zuschauer geplant als größtes Sportstadion der Welt verblieb weitestgehend im Planungsstadium, lediglich ein Grundstein wurde gelegt und der Aushub wurde fertiggestellt. Der heutige Silbersee und Silberbuck (eine Halde aus Müll und Kriegstrümmern der ganzen Stadt) liegen auf dem Gelände und füllen die Baugrube. Die Steinausbauten der Luitpoldarena – wie Sie z. B. im Film Triumph des Willens von Leni Riefenstahl zu sehen sind – wurden bis auf die Ehrenhalle nach dem Krieg wieder abgerissen und renaturiert um die Umnutzung als städtische Grünfläche zu Naherholungszwecken zu ermöglichen. Die Flächen des Reichsparteitagsgeländes dienen auch heute verschiedensten Veranstaltungen.
Die Anlage sollte nach innen und nach außen den Machtanspruch des Regimes demonstrieren. Die Bauten sollten den Besuchern das Gefühl geben, an etwas sehr Großem teilzuhaben, aber gleichzeitig klein und unbedeutend zu sein. Sie unterstützten den Führermythos und sollten durch das Gemeinschaftsgefühl die Volksgemeinschaft stärken. Mit dem nächtlichen Einsatz von Flakscheinwerfern als Lichtdom (Erläuterungen mit zahlreichen Abbildungen (PDF) sollte die sakrale Atmosphäre der Veranstaltungen unterstrichen werden. Albert Speer war auch größtenteils für die Choreographie und den Lichtdom verantwortlich.
Propagandafilme
Über die Reichsparteitage von 1933 und 1934 drehte Leni Riefenstahl jeweils einen Propaganda-Dokumentarfilm. In Anlehnung an das Motto des Parteitages nannte sie den ersten Film Der Sieg des Glaubens. Dieser wurde jedoch nach dem Röhm-Putsch wieder aus dem Verkehr gezogen.
Die Propagandaveranstaltung von 1934 wurde von ihr mit 16 Kamerateams und über 100 Mitarbeitern zum Film Triumph des Willens verarbeitet. Für die wirkungs- und kraftvollen Bilder erhielt sie den Deutschen Filmpreis und die Goldmedaille in Venedig. Nach dem Krieg wurde die Aufführung des Films wegen Verherrlichung des Nazi-Regimes in Deutschland verboten. Die Ausstrahlung ist nur in staatlichen Museen mit einem Hintergrundkommentar erlaubt. Der Film wird unter anderem gelegentlich im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände kommentiert vorgeführt.
Ein weiterer Propagandafilm, der die Reichsparteitags-Thematik behandelt, ist Der Marsch zum Führer aus dem Jahr 1940.