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orig. Farbfotobericht Marine U-Boot Prien Nordsee 1941 Auction number: 0006615169 
End of auction: 12/16/25  at  12:37 PM a o clock    2 d. 9 h. 59 min. 10 sec.  
Number of bids: 0 Bids

Article Place: 83454 Anger (Deutschland)
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Condition: Used
Start of auction: 12/02/25  at  12:37 PM a o clock
Price: 99.95 €
Quantity: 1
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   kumelek (121) 
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      96,18% positively rated
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      City: 83454 Anger
      Country: Deutschland
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DESCRIPTION

Bunte Bilder von U-Minensuch- und Räum-Booten.

Von Kapitänleutnant Dr. Hand Katinßky.

 

Fünfseitiger Originaldruck von 1941.

 

Mit acht Farbfoto-Abbildungen nach Agfacolor-Aufnahmen:

 

Flaggensignale werden gesetzt. Aufnahme: PK Grimm (=Arthur Grimm, 1908 - ca. 1990).

 

U-Boot kehrt von der Feindfahrt in den Heimathafen zurück. Aufnahme: PK Grimm.

 

Der Bordhund. Aufnahme: PK Grimm.

 

Untersuchung einer von M-Boot geschnittenen Mine. Aufnahme: PK Kröncke.

 

Minenräumboot auf der Fahrt im Kanal. Aufnahme: PK Böttger.

 

Kapitänleutnant Prien gibt den ersten Bericht. Aufnahme: PK Kröncke.

 

Räumbootflottille in voller Fahrt im Kanal. Aufnahme: PK Kröncke.

 

Flaggensignale werden gesetzt. Aufnahme: PK Grimm.

 

Journalausschnitt in der Größe 165 x 250 mm.

 

Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.

 

Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% guarantee of authenticity - not a reproduction, not a reprint!

Visit any time.

 

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Deutschland: 4,00 Euro

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1933 – 1945, 1941, 2. Weltkrieg, 2. WK, 20. Jahrhundert, 3. Reich, Agfacolor, Armee, Besatzung, Blaujacken, Bordgeschütz, D-24103 Kiel, D-26382 Wilhelmshaven, Deutsche Geschichte, Deutsches Reich, deutsches U-Boot, Deutschland, Drittes Reich, Elitetruppe, England, Farbfotografie, Farbenphotographie, Feindfahrt, Feindfahrten, Flotte, Flottille, Freiheitskampf, Front, Frontgeschehen, Gefecht, Germany, Great Britain, Großbritannien, Großdeutschland, Heer, Heerführer, Heerwesen, Heldenkampf, Heldenleben, Heldentaten, Heldentum, Historically, Historisch, Historische Bilder, history, Hochsee, Hochseeflotte, III. Reich, Kampf, Kampfschiffverbände , Kapitänleutnant, Kommandant, konservative Revolution, Kriegsbilder, Kriegs-Bilder, Kriegsflotte, Kriegsführung, Kriegsgebiet, Kriegsgeschichte, Kriegsmarine, Kriegsschauplatz, Kriegsschauplätze, Kriegsschiffe, Landesverteidigung, Marine, Marinetruppen, Maritim, Matrosen, Militär, Militärgeschichte, Militaria, Militärmacht zur See, Nationalsozialismus, nationalsozialistische Bewegung, Nautik, naval, navy, Niedersachsen, Norddeutschland, Nordmeer, Nordsee, North sea, NS, Patriotismus, Reichsmarine, Rüstung, Schiffahrt, Schleswig-Holstein, Seefahrt, Seegefecht, Seekrieg, Seekriegführung, Seekriegswaffe, Seemann, Seeschlacht, Seestreitkräfte, Seewehr, Soldat, Soldaten, submarine, Taktik, Tapferkeit, Tauchboot, Technik, Technikgeschichte, Torpedo, Tradition, Truppe, U-Boot, U-Boot-Begleitschiffe, U-Boot-Besatzungen, U-Boot-Flotte, U-Boot-Krieg, Uniform, Unterseeboot, Untersee-Boot, Unterseeboots-Kommandant, Unterwasser, Unterwasserfahrzeug, Vaterland, Vereinigtes Königreich, Waffen, Waffentechnik, Wehrmacht, World War II, Zeitgeschehen

 

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Historische Informationen zum Artikel:

 

Arthur Grimm (* 21. Mai 1908 in Rehau, † nach 1990) war ein deutscher Fotograf. Er war einer der wichtigsten Bildreporter in der N.-Zeit.

Am 1. Mai 1933 wurde Grimm Mitglied der N.-Ortsgruppe Rehau (Oberfranken). Im August 1934 übersiedelte er nach Berlin. Vor dem Krieg machte Grimm Pressefotos von zahlreichen politischen Veranstaltungen der N. 1936 war er für die Standfotos und für zahlreiche Werkaufnahmen bei den Dreharbeiten von Leni Riefenstahls „Olympia“-Film zuständig. Unter anderem begleitete er Riefenstahl und ihr Team nach Griechenland. Im gleichen Jahr dokumentierte er als Bildreporter einer französischen Nachrichtenagentur den Spanischen Bürgerkrieg. Im März 1939 fotografierte er die aufgebrachte Menge am Straßenrand beim Einmarsch der Deutschen in Prag. Von Mai 1940 bis 1945 arbeitete er als Sonderführer einer Propagandakompanie für die Illustrierte „Signal“. Dort erschienen Fotoreportagen von ihm über den Krieg in Frankreich, auf dem Balkan und vor allem in der Sowjetunion.

Um 1945 verlegte er sein Atelier nach Wernigerode im Harz. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren bildete er dort unter anderem den später bekannt gewordenen Fotografen Horst Lang aus. Zu einem unbekannten Zeitpunkt kehrte er nach West-Berlin zurück und arbeitete bis 1984 erfolgreich als Standfotograf für Film und Fernsehen. 1955 war der ehemalige N.-Propagandafotograf Standfotograf des Spielfilms „Der 20. Juli“ (D 1955). Vor allem das ZDF gehörte zu seinen regelmäßigen Auftraggebern. Sein Atelier befand sich in der Englerallee in Berlin-Dahlem. Die letzten Jahre seines Lebens lebte er in Hamburg.

Bereits 1971 übergab er Teile seines Archivs an das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz (Berlin). Weiteres Material aus seinem Besitz wurde 1983 durch das „kpa“-Fotoarchiv gekauft, das wiederum 1998 in den Besitz der Bildagentur „Content Mine International AG“ in Köln überging.

Grimms älterer Bruder war der Regisseur Hans Grimm, seine Schwester Betti († 1989) war seit 1938 mit dem Regisseur und Produzenten Kurt Hoffmann verheiratet.

Bildbände

Leni Riefenstahl: Schönheit im olympischen Kampf. Berlin 1937 [der Band enthält neben zahlreichen Filmstills auch Fotos von Arthur Grimm, Rolf Lantin und Willy Zielke]

Ausstellungen

Regen, Niederbayerisches Landwirtschaftsmuseum: Das Bild vom Waldler im D. Reich, Fotografien von Hans Hubmann und Arthur Grimm (2000)

 

Günther Prien (* 16. Januar 1908 in Osterfeld; † frühestens am 7. März 1941 im Nordatlantik, südlich von Island) war ein deutscher Marineoffizier und U-Boot-Kommandant. Aufgrund seiner militärischen Erfolge galt er für die nationalsozialistische Propaganda als idealtypischer Kriegsheld. Seine Bekanntheit erlangte er vor allem wegen des am 14. Oktober 1939 erfolgreich durchgeführten Angriffs auf Scapa Flow, den Heimathafen der Home Fleet und einen in der Geschichte der deutschen Kriegsmarine seit 1919 bedeutsamen britischen Kriegshafen.

Leben

Elternhaus, Schulbildung

Günther Prien wurde am 16. Januar 1908 in Osterfeld in der Provinz Sachsen als Sohn des Amtsgerichtsrates Gustav Prien und Margarete Bohstedts geboren. Vom Vater sind später die Wohnorte Goslar und ab 1930 Hannover bekannt. Prien lebte seit seinem fünften Lebensjahr bei Verwandten, dem Notar Carl Hahn und seiner Ehefrau, in Lübeck. Er besuchte dort das Katharineum und später das Leipziger Königin-Carola-Gymnasium. Prien brach mit 16 Jahren den Besuch dieses Gymnasiums ab, das später, als er ein bekannter U-Bootkommandant geworden war, nach ihm benannt wurde, und ging zur Handelsmarine. Im Jahr 1927 war Prien in Leipzig gemeldet. 1931 bestand er die Kapitänsprüfung, war danach aber arbeitslos. Laut seiner späteren Autobiographie machte er für seine Arbeits- und Perspektivlosigkeit die Weimarer Republik verantwortlich und trat 1931 aus Verbitterung der NSDAP bei.

Militärischer Werdegang

Günther Prien trat am 16. Januar 1933 in die Reichsmarine ein. Er wurde in die Crew 31 eingegliedert und am 1. März zum Fähnrich zur See ernannt. Im Anschluss an die obligatorische Infanterieausbildung bei der Schiffsstammdivision der Ostsee auf dem Dänholm bei Stralsund absolvierte Prien vom April 1933 bis September 1934 Fähnrichslehrgänge an der Marineschule Mürwik und der Deckoffizierschule in Kiel. Bereits am 1. April 1935 wurde Prien, der zu dieser Zeit auf dem Leichten Kreuzer Königsberg fuhr, zum Leutnant zur See befördert. Im selben Jahr meldete Prien sich zur U-Bootwaffe. Dort absolvierte er bis Ende April 1936 eine U-Boot-Ausbildung, besuchte die U-Bootschule in Kiel und fuhr auf dem Schulboot U 3. Ab dem 11. Mai 1936 diente Prien als Erster Wachoffizier (I WO) auf U 26 unter Kapitänleutnant Werner Hartmann. In seine Bordzeit fielen mehrere Einsätze im Spanischen Bürgerkrieg. Von Oktober bis Dezember 1938 erhielt Prien die Baubelehrung für sein zukünftiges Boot U 47 bei der Germaniawerft in Kiel. Am 17. Dezember 1938 wurde ihm das Kommando über U 47 übertragen, das zur U-Flottille Wegener gehörte.

Am 1. Februar 1939 wurde Prien zum Kapitänleutnant befördert. Zu Kriegsbeginn patrouillierte Prien mit U 47 westlich von Bordeaux, nachdem das Boot schon am 19. August 1939 in Kiel ausgelaufen war. Die deutschen U-Bootkommandanten, die sich zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs auf See befanden, reagierten unterschiedlich auf die veränderten Umstände. Fritz-Julius Lemp, ein Crewkamerad Priens, versenkte mit U 30 das britische Passagierschiff Athenia, ohne das Fahrzeug vorher anzuhalten oder eindeutig identifiziert zu haben. Prien hielt sich jedoch an das Vorgehen nach U-Boot-Protokoll, was auch von Dönitz unmittelbar nach dem Athenia-Zwischenfall über Funk angeordnet wurde. Dementsprechend ließ Prien zunächst drei Schiffe neutraler Nationen ziehen. Am nächsten Morgen griff er den britischen Frachter Bosnia (2.407 BRT) zunächst mit Artilleriefeuer an. Nachdem die Besatzung von Bord gegangen und durch ein angehaltenes norwegisches Schiff in Sicherheit gebracht worden war, versenkte er das Schiff mit einem Torpedo. Auf dieselbe Weise versenkte er am folgenden Tag die Rio Claro (4.086 BRT) und versuchte es auch bei der Gartavon (1.777 BRT), die er aber schließlich mit Artilleriefeuer versenkte, da der abgefeuerte Torpedo versagt hatte. Am 15. September lief U 47 wieder in Kiel ein.

Scapa Flow

Der Angriff

Am 1. Oktober 1939 erhielt Prien vom Befehlshaber der U-Boote (BdU) Karl Dönitz den Auftrag, in den britischen Kriegshafen Scapa Flow einzudringen. Dönitz gab Prien mindestens 24 Stunden Bedenkzeit für die freiwillige Mission, doch Prien sagte schon am nächsten Tag zu. Dieser Auftrag glich einem „Selbstmordkommando“, da der Hafen schwer gesichert war, schon im Ersten Weltkrieg zwei deutsche U-Boote (SM U 18 und SM UB 116) bei einer ähnlichen Mission versenkt worden waren und der Angriff aufgrund der starken Strömung nur in Überwasserfahrt möglich war.

Als Angriffstermin wurde die Nacht vom 13. auf 14. Oktober gewählt, um die tiefe Dunkelheit einer Neumondnacht zu nutzen. Am 8. Oktober legte U 47 aus Kiel ab und begab sich auf die etwa 1100 km lange Fahrt. Trotz aller Widrigkeiten in Form von versenkten Blockschiffen, Netzsperren, Patrouillenbooten und unerwartet heller Nacht durch Polarlicht gelang Prien gegen Mitternacht das Eindringen in Scapa Flow in Überwasserfahrt. Gegen 1 Uhr schoss er drei Torpedos auf ein gesichtetes Großkampfschiff, jedoch explodierte nur ein Torpedo am Bug oder der Ankerkette des Schlachtschiffes HMS Royal Oak. Da die britischen Befehlshaber die Explosion nicht auf einen Angriff zurückführten, blieb es im Hafen ruhig. Dies nutzte Prien aus, ließ die Torpedorohre nachladen und schoß eine Viertelstunde nach dem ersten Angriff einen weiteren Dreierfächer, von denen alle Torpedos die Royal Oak trafen. Das Schiff sank dreizehn Minuten nach den Treffern. 833 Seeleute starben dabei.

Propagandistische Bedeutung

Bei der Rückkehr am 17. Oktober in Wilhelmshaven wurde die Besatzung von Dönitz und Großadmiral Erich Raeder schon am Kai begrüßt. Einen Tag später empfing Adolf Hitler die Mannschaft von U 47, nachdem er sie mit seinem Privatflugzeug nach Berlin holen ließ. Dabei wurde Prien das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, während die Männer seiner Besatzung mit dem Eisernen Kreuz Zweiter Klasse ausgezeichnet wurden. Der Empfang Priens und seiner Mannschaft war der erste einer ganzen Reihe von Empfängen. Prien wurde damit zum ersten deutschen Soldaten, den die NS-Propaganda zu einem reichsweit bekannten Kriegshelden stilisierte.

Priens Tat, von der sich die NS-Propaganda eine hohe symbolische Wirkung erhoffte, sollte die mystifizierte Selbstversenkung der Kaiserlichen Hochseeflotte in Scapa Flow von 1919 ausgleichen und sie in ein Idealbild für den U-Boot-Krieg transformieren.

In Scapa Flow hatte Prien in den Augen der nationalsozialistischen Tagespresse nicht nur eine „für unmöglich gehaltene militärische Leistung“ erbracht, sondern auch die als persönlichen und nationalen Ehrverlust erlebte Übergabe der „unbesiegte[n] deutschen Hochseeflotte“ aufgehoben. Diesen Aspekt hob Adolf Hitler beim Empfang Priens und der Verleihung des Ritterkreuzes hervor. Prien habe an einem Ort an dem „ein deutscher Admiral diese Flotte vor der letzten Schande bewahrt und gerettet habe … die stolzeste Tat, die überhaupt ein deutsches U-Boot unternehmen und vollbringen konnte“ vollbracht. Prien habe, so der Historiker Rene Schilling, den symbolischen Erfolg von 1919 in einen tatsächlichen Sieg verwandelt und außerdem die mit dem Aufstand der Matrosen 1918 begonnene Revolution bekämpft. Priens NS-Biograph Frank formulierte: Prien habe die „Schmach von 1918 an jenem Ort mit unerhörter Kühnheit gerächt.“

Nach der Ritterkreuzverleihung gab es eine Reihe von Empfängen für Prien und seine Mannschaft. Ein Auftritt in der Rundfunksendung Wunschkonzert für die Wehrmacht scheiterte an Terminproblemen. Das Wunschkonzert, das schon Erfolgsmeldungen verbreitet hatte, als sich U 47 noch auf dem Rückweg von Scapa Flow befand, brachte am Tag der Ritterkreuzverleihung einen längeren Wortbeitrag. Es wurde verkündet, dass Geld- und Sachspenden von über 50.000 RM für Prien und seine Mannschaft zusammengekommen seien. Für Prien und seine Mannschaft, die am Abend das Berliner Varietee Wintergarten besuchten, wurde die Sendung des Wunschkonzertes auf die Lautsprecheranlage des Theaters geschaltet und das Programm unterbrochen.

Städte und Gemeinden ehrten Prien. Die Stadt Hannover, Priens Vater war hierhin 1930 gezogen, machte ihn kurzerhand zum Hannoveraner. Prien ließ durch seinen Vater dem Hannoveraner Bürgermeister mitteilen, dass er wünsche, nicht als „Kitschfigur durch den Sensationswolf der Reporter“ gedreht zu werden. Das Leipziger Königin-Carola-Gymnasium, das Prien besucht hatte, wurde in seinem Beisein in Günther-Prien-Schule, Staatliche Oberschule für Jungen umbenannt. Lübeck, wo Prien lange gelebt hatte, organisierte einen Empfang im Rathaus mit tausenden jubelnder Menschen.

Die Autobiographie „Mein Weg nach Scapa Flow“

Prien veröffentlichte unter dem Titel Mein Weg nach Scapa Flow 1940 eine Biografie, die eine Auflage von 890.000 Exemplaren erreichte. Dies war der Platz 8 der Bestsellerliste in der Zeit des Nationalsozialismus. Übersetzungen erschienen in einer Reihe der von Deutschland besetzten Staaten, aber auch im franquistischen Spanien. 1941 wurde dieses Buch als Jugendbuch von der Reichsamtleitung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) mit dem Hans-Schemm-Preis ausgezeichnet. 1969 erschien eine englische Übersetzung im Verlag Allan Wingate-Baker (London & New York) unter dem Titel U-Boat Commander.

Hajo Neumann bezeichnet Mein Weg nach Scapa Flow als bekanntestes U-Boot-Buch des Zweiten Weltkrieges. Die Erzählstruktur sei nahezu prototypisch für die U-Boot-Memoiren, die sich auch in Nachkriegsveröffentlichungen von Wilhelm Schulz, Erich Topp oder Reinhard Suhren fänden. Der U-Boot-Krieg macht gerade ein Drittel des Buches aus. Prien schildert seinen Werdegang in der Handelsmarine, wo seinen Angaben nach arrogante Vorgesetzte und Naturgewalten dominierten. Er beschreibt den gesellschaftlichen Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen über den frühen NSDAP-Eintritt, den Reichsarbeitsdienst bis zum Ritterkreuz, wie es zum Idealbild der NS-Propaganda gehörte.

Propaganda und Alltagskultur

Prien wurde vielfältig propagandistisch genutzt und gehörte nach Angabe des Deutschen Historischen Museums zur Alltagskultur:

Als Mini-Bildheft für die Reihe „Helden der Wehrmacht“ des Winterhilfswerkes.

Als von Wolfgang Willrich gestaltete Sammelpostkarte für den Volksbund für das Deutschtum im Ausland, die Jugendliche für den Krieg begeistern sollte.

Als Grußpostkarte.

Als Propaganda-Brettspiel „Mit ‚Prien‘ gegen England“ erschienen bei Schmidt Spiele, in dem die Spieler als Kommandanten eines U-Boots auf Feindfahrt fungieren.

Als Namensgeber für Stuben bei der Kinderlandverschickung.

In deutschen Ortschaften wurden Straßen nach Prien benannt. In Lahnstein wurde die Rudolf-Heß-Straße, nach dem dieser sich am 10. Mai 1941 nach England abgesetzt hatte, in Günther-Prien-Straße umbenannt und behielt den Namen bis 1945. Eine Straße in einer in den letzten Kriegsjahren erbauten Finnenhaussiedlung in Schönberg (Holstein) trägt bis heute den Namen Günther-Prien-Straße.

Wolfgang Frank veröffentlichte 1941 nach eigenen Aufzeichnungen während seiner Tätigkeit als Kriegsberichterstatter an Bord und nach vorliegenden Kriegstagebüchern das Buch Prien greift an.

Weitere militärische Einsätze

Unternehmen Weserübung

Bei der Invasion in Norwegen und Dänemark (Unternehmen Weserübung) ab dem 9. April 1940 kam es aufgrund fehlerhafter Torpedos zur Torpedokrise. Als Prien einen britischen Transportverband mit acht Torpedos angriff und dabei die Geschosse versagten, beschwerte er sich in einem Bericht an den BdU, dass „man ihm nicht noch einmal zumuten solle, mit einem Holzgewehr zu kämpfen“.

Versenkung der Arandora Star

Im Juli 1940 versenkte das von Prien kommandierte U 47 den britischen Passagierdampfer Arandora Star. Unter den über 800 Toten war eine große Zahl Deutscher, die ins britische Exil geflüchtet waren, darunter der KPD-Reichstagsabgeordnete Karl Olbrysch. Die Versenkung führte zu einer Änderung der britischen Flüchtlingspolitik.

Verlust von U 47 und wahrscheinlicher Tod Priens

Am 24. Mai 1941 gab das Oberkommando der Wehrmacht bekannt, dass U 47 von einem Einsatz nicht zurückgekehrt war und mit Priens Tod gerechnet werden müsse. Diese Meldung beeinflusste die Stimmung im deutschen Volk, wie Berichte des SD belegen, die von einer allgemeinen Trauer sprechen. Das Propagandaministerium reagierte im Vorfeld der Bekanntgabe damit, die Todesmeldung in Erfolgsmeldungen einzubetten. Bis 1945 hielten sich Gerüchte, Prien habe überlebt und säße wegen Gehorsamsverweigerung im Gefängnis. 1946 erschien die amtliche britische Darstellung (The Battle of Atlantic, London 1946) mit der Bekanntgabe der Versenkung der U 47 durch Wasserbomben der Wolverine. Auf Nachfrage bei den britischen Behörden erhielten Priens Angehörige die gleiche Auskunft. Tatsächlich jedoch hatte HMS Wolverine das U-Boot U A attackiert, womit die tatsächliche Verlustursache wie der Untergangszeitpunkt von U 47 weiterhin spekulativ bleiben. Angenommen wird die Fehlfunktion eines eigenen Torpedos.

Bis dahin war Prien in seiner Laufbahn als U-Bootkommandant insgesamt 238 Tage auf Einsatzfahrt und versenkte dabei 32 Schiffe mit 211.393 BRT

 

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verfügte die Kriegsmarine über 57 U-Boote (auch als „Graue Wölfe“ bezeichnet), allerdings waren davon nur 39 für den Einsatz im Atlantik geeignet. Nach der Drittelregel (ein Drittel im Kampf, ein Drittel auf dem An-/Abmarsch, ein Drittel in der Überholung und Ausrüstung) waren demnach nur etwa 20 Boote um England herum im Einsatz.

Der Führer der U-Boote Dönitz versprach sich von der Wolfsrudeltaktik zusammen mit Funkmethoden, die im Ersten Weltkrieg nicht zur Verfügung standen, eine neue Art und Form des U-Boot-Krieges, der vorwiegend gegen Geleitzüge zu führen war. Die Grundkonzeption sah vor, auf Schiffsansammlungen mit zahlreicher, konzentrierter Sicherung (Geleitzüge) ein ebenso massiertes Rudel von U-Booten einzusetzen. In Front stehende U-Boote sollten durch verschlüsselte Funkmeldung an die Zentrale Fühlung an Geleitzügen halten und durch Rückmeldung beziehungsweise Mithören den anderen Booten des Rudels ermöglichen, dem Geleitzug zu folgen und ihn zu bekämpfen. Hierfür forderte er das 'Atlantikboot’ mit großen Reichweiten. Der Typ VII erfüllte diese Erwartungen und wurde zum „Arbeitspferd“ des deutschen U-Boot-Krieges.

Ein ähnliches Konzept verfolgten die USA. Ohne zentrale Führung operierten die amerikanischen Boote in kleinen Gruppen mit zumeist drei Booten, die „Wolfpacks“ genannt wurden.

An allen Kriegsschauplätzen der Welt erwiesen sich U-Boote als wirksame Waffe. Sowohl die Kriegsmarine wie auch später die US-Navy setzten U-Boote vorrangig im Handelskrieg ein, um die Logistik des Gegners zum Erliegen zu bringen. Nach Kriegseintritt der USA änderte die deutsche U-Boot-Führung das Kriegsziel von der Blockade Englands weg hin zu einer Strategie, mehr Schiffsraum zu versenken als der Gegner produzieren konnte. Damit waren die Einsatzorte zweitrangig und deutsche U-Boote kämpften in allen Weltmeeren, nur begrenzt durch technische und Versorgungsmöglichkeiten. Durch technische Fortschritte der Alliierten wie Radar, HF/DF-Funkpeilung, die Entzifferung der Enigma-Verschlüsselung, Bildung von Escortgroups (Geleitzug) sowie materieller Überlegenheit bei gleichzeitiger Überforderung der Ressourcen der Achsenmächte war der deutsche U-Boot-Krieg ab Mai 1943 aus historischer Sicht als verloren anzusehen. Durch Bekanntwerden alliierter Entwicklungen setzte bei den Achsenmächten ein Entwicklungsschub ein, der zwar zu spät kam, um den Krieg zu wenden, aber doch in allen Marinen, Luftwaffen und Heeren zu strategischen Änderungen führte.

Der Kriegsbeginn und die Prisenordnung

Die kriegführenden Mächte Großbritannien, Frankreich und Deutschland begannen bei Kriegsbeginn dort, wo sie im Ersten Weltkrieg aufgehört hatten. Die deutschen U-Boote hatten Befehl, sich im Handelskrieg an die Prisenordnung zu halten, nach der nur Handelsschiffe kriegführender Nationen oder mit Ladung aus oder für kriegführende Nationen versenkt werden durften und auch nur dann, wenn für die Sicherheit der Besatzung des Handelsschiffes gesorgt war. Ausnahmen galten für bewaffnete Handelsschiffe und solche unter Geleit von Kriegsschiffen. Durch diesen Befehl sollte insbesondere vermieden werden, die Vereinigten Staaten in den Krieg zu ziehen, was im Ersten Weltkrieg durch den uneingeschränkten U-Boot-Krieg geschah. Die alliierten Mächte begannen, ihre Handelsschiffe zu bewaffnen und Konvois zu organisieren.

Beim Einsatz gegen Kriegsschiffe bestand für die U-Boote keine Einschränkung durch Befehle. Günther Prien drang mit U 47 im Oktober 1939 in die Britische Flottenbasis von Scapa Flow ein und versenkte dort das Schlachtschiff HMS Royal Oak. Der britische Flugzeugträger HMS Courageous wurde durch U 29 im September 1939 versenkt. Diese Erfolge gegen britische Großkampfschiffe in der Frühzeit des Zweiten Weltkrieges überzeugten auch die Skeptiker in der Führung der Kriegsmarine vom militärischen Wert der U-Boote. In der Folge wurde der Z-Plan zugunsten eines U-Boot-Bauprogramms revidiert, allerdings mit Bauzeiten von einundzwanzig Monaten und einer Rate von zwanzig bis fünfundzwanzig Booten im Monat ab August 1941.

April bis Juni 1940 – Schlacht um Norwegen

Zu Beginn des Jahres 1940 zeichnete sich unter anderem durch den Altmark-Zwischenfall ab, dass die Neutralität Norwegens von Großbritannien nicht respektiert wurde. Vom OKM wurde deshalb Dönitz, dem Führer der Unterseeboote befohlen, alle verfügbaren Boote, sogar die Schulboote der Ausbildungsflottillen, zum Flankenschutz der deutschen Flottenverbände des Unternehmens Weserübung zu beordern und auf die Anmarschwege der britischen Flotte zwischen Schottland und Norwegen anzusetzen. Gleichzeitig beorderte die Royal Navy ihre U-Boote vor die norwegische Küste, um die deutschen Einheiten zwischen ihren Basen und Norwegen abzufangen. Während das Unternehmen Weserübung im Ergebnis ein deutscher Erfolg war, da Norwegen erobert wurde und bis zum Kriegsende besetzt blieb, war das Ergebnis zur See vorteilhafter für die Alliierten. Neben dem Verlust des Schweren Kreuzers Blücher durch norwegische Küstenbatterien, des Leichten Kreuzers Königsberg durch britische Flieger und zehn Zerstörern in Narvik durch die britische Flotte erlitt die Kriegsmarine auch Verluste durch alliierte U-Boote. Die Kreuzer Lützow und Karlsruhe wurden durch Torpedos der britischen U-Boote Spearfish und Truant schwer beschädigt, das Artillerieschulschiff Brummer durch die Sterlet versenkt. Außerdem wurden mehrere Nachschubfrachter vernichtet. Im gleichen Zeitraum hatten die deutschen U-Boote bei zahlreichen Gelegenheiten optimale Schusspositionen gegen britische Schiffe, konnten jedoch kaum Erfolge erzielen. Allein U 48 kam bei drei Gelegenheiten in optimale Position für Torpedoangriffe gegen britische Kriegsschiffe, ohne mit den abgeschossenen Torpedos Schäden zu verursachen. Ursache dieser Misserfolge waren Probleme mit den Magnetzündern der deutschen Torpedos, deren Tiefensteuerung durch Schleichluft (Zunahme des Drucks in den Torpedos während der Tauchphasen) gestört wurde und daher die Magnetzünder nicht mehr sicher auslösten (Torpedokrise).

Die Schlacht im Atlantik

Erste Phase: Juni 1940 bis Dezember 1940

Nach dem erfolgreichen Westfeldzug begann man 1940, an der Biskaya in Brest, Lorient, St-Nazaire und La Rochelle provisorische U-Boot-Stützpunkte zu errichten. Mit Hilfe von Zwangsarbeitern wurden diese Anlagen ausgebaut, es sollten Bunker für jeweils mehrere U-Boote entstehen, die auch Luftangriffen trotzen konnten.

Die U-Boote konnten dank dieser neuen Häfen an der Biskaya wesentlich schneller die Operationsgebiete auf den westlichen Zufahrtswegen zur britischen Insel erreichen. Die alliierten Konvois waren nur schwach gesichert aus Mangel an Geleitschiffen, die aufgrund der gescheiterten britischen Norwegeninvasion in den Reparaturwerften lagen. Dieser Zeitraum wurde von der Kriegsmarine als „erste glückliche Zeit“ der U-Boote bezeichnet, in der bei relativ wenigen eigenen Verlusten zahlreiche alliierte Schiffe versenkt werden konnten. Am erfolgreichsten waren dabei die Kommandanten Otto Kretschmer (U 99), Günther Prien (U 47) und Joachim Schepke (U 100), die von der deutschen Propaganda als Helden gefeiert wurden.

Am 17. August 1940 beantwortete Deutschland die britische Blockade mit der Erklärung der Gegenblockade. Das Blockadegebiet deckte sich ziemlich genau mit der Zone, deren Befahren der US-Präsident Roosevelt den amerikanischen Schiffen seit dem 4. November 1939 verboten hatte. Die U-Boote erhielten damit das Recht, innerhalb dieses Gebietes warnungslos zu versenken mit Ausnahme von Lazarettschiffen und Neutralen, die bestimmte, vertraglich vereinbarte Routen wie den „Schwedenweg“ benutzen mussten.

In dieser Zeit wurden ungefähr 4,5 Millionen BRT alliierten Schiffraums versenkt.

Zweite Phase: Januar 1941 bis Dezember 1941

Im Winter 1940/41 erschwerte schlechtes Wetter die Überwasserangriffe der U-Boote. Die Briten begannen, Radargeräte und Kurzwellenpeilung auf ihren Geleitschiffen einzusetzen und die Anzahl der verfügbaren Eskorten war durch ein gesteigertes Bauprogramm stark gestiegen.

Im März 1941 verlor die Kriegsmarine in nur einem Monat die drei „Asse“ Kretschmer, Prien und Schepke durch Tod oder Gefangennahme. Ab dem Sommer 1941 wurde verstärkt auf die Rudeltaktik gesetzt, wobei U-Boote als „Wolfsrudel“ Konvois orteten und koordiniert angriffen. Die oft zahlenmäßig unterlegenen Eskorten versuchten gewöhnlich, das erste geortete U-Boot vom Geleit abzudrängen, was den übrigen Rudelmitgliedern Gelegenheit zum Angriff auf die Handelsschiffe gab.

Gegen den Willen des Befehlshabers der U-Boote Karl Dönitz wurden U-Boote auch ins Mittelmeer entsandt, um den alliierten Nachschub nach Nordafrika zu unterbrechen.

Am 20. Juni 1941 meldete U 203 unter Kommandant Rolf Mützelburg die Sichtung des US-Schlachtschiffes USS Texas im Blockadegebiet. In dieser Situation erließ die deutsche Führung den Befehl an die U-Boote, Sicherungsfahrzeuge nicht mehr anzugreifen. Im Juli erteilte der US-Präsident Roosevelt der US-Navy den Befehl, deutsche U-Boote anzugreifen und wiederholte diesen Befehl im September 1941. Am 4. September 1941 wurde U 652 (Kommandant: Fraatz) 180 Seemeilen südwestlich von Reykjavík vom US-Zerstörer USS Greer mit Wasserbomben angegriffen und schoss in Abwehr zwei Torpedos. Die Abwehrmaßnahme wurde ausdrücklich durch die deutsche Führung gebilligt. Ähnliche Angriffe wiederholten sich zunehmend. Die USA gingen ohne erklärten Kriegszustand zu offenen Feindseligkeiten gegen deutsche U-Boote über.

In dieser Zeit versenkten die U-Boote etwa 3 Millionen BRT gegnerischen Schiffsraums.

Fortschritte in der U-Boot-Abwehr

Die Entzifferung der Marinecodes durch englische Mathematiker unter Leitung von Alan Turing führte eine Wende im Atlantikkrieg herbei. Bereits 1934 hatten polnische Mathematiker durch Zusammenschalten von sechs Enigma-Verschlüsselungsmaschinen Teilergebnisse erreicht, die später der britischen Funkaufklärungsbehörde (GC&CS) zur Verfügung gestellt wurden. Unter Anleitung des britischen Mathematikers Alan Turing wurde eine elektromechanische Entzifferungsmaschine, die Turing-Bombe, gebaut. Die Entzifferung des deutschen Marineschlüssels gelang schließlich im Juni 1941. Ermöglicht wurde dieses dadurch, dass die für die Entzifferung des Marineschlüssels notwendigen, im praktischen Betrieb befindlichen Walzen der Enigma-Maschine und Codebücher beschafft werden konnten. Den größten Fortschritt für die GC&CS brachte dabei die Aufbringung von U 110 am 9. Mai 1941 durch den britischen Zerstörer HMS Bulldog. Der britischen Admiralität fiel der gesamte „Schlüssel M“ einschließlich der beiden nur von der Kriegsmarine eingesetzten Walzen „VI“ und „VII“, das „Handbuch für Funk in heimischen Gewässern“, die entscheidend wichtigen „Doppelbuchstabentauschtafeln“, der Sonderschlüssel für Offiziere und die Karte mit den Marinequadraten für den Nordatlantik und das Mittelmeer in die Hände. Von nun an konnten die Briten den gesamten Funkverkehr zwischen Dönitz und den U-Booten mitlesen. Allerdings war für die Entzifferung der Funksprüche immer noch eine Zeit von 40 Stunden notwendig. Ab November 1941 wurde der Funkverkehr täglich durch die Briten mitgelesen. Eine längere Unterbrechung trat ein, als die deutsche Marineführung einen neuen komplexen Schlüssel, genannt Triton, einführte und die Enigma-Maschine um eine vierte Walze zur ENIGMA-M4 erweiterte. Triton konnte ab Ende 1942 aufgrund von Codebüchern, wie dem Kurzsignalheft und dem Wetterkurzschlüssel, die am 30. Oktober 1942 von britischen Seeleuten der HMS Petard vor dem Sinken aus U 559 geborgen wurden, entziffert werden.

Durch die Entzifferung des deutschen Funkverkehrs war es möglich, Geleitzüge um die Positionen deutscher U-Boote herumzudirigieren sowie durch Hunter-Killer-Groups (Einsatzverbände von Zerstörern und Geleitflugzeugträgern) Seegebiete gezielt nach U-Booten abzusuchen.

Ab 1943 verfügten die Alliierten zudem über „HF/DF“ genannte Kurzwellenpeilgeräte, die erstmals das Einpeilen funkender U-Boote von einem einzelnen Schiff aus ermöglichten. Hunter-Killer-Groups steuerten dann das gepeilte Boot an, versuchten es durch Wasserbomben zu zerstören oder wegen Sauerstoffmangels oder erschöpfter Batterien zum Auftauchen zu zwingen, so dass es an der Oberfläche zerstört werden konnte.

Eine weitere Abwehrmaßnahme gegen U-Boote war der Einsatz von Geleitflugzeugträgern als Eskorten von Handelsschiffskonvois. Dabei wurden zunächst eher provisorische Maßnahmen in Form der CAM- (Schiffe mit Flugzeugkatapulten) und MAC-Schiffe (Handelsschiffe mit einem behelfsmäßigen Flugdeck über den Ladeflächen) ergriffen, ehe 1942 mit der amerikanischen Bogue-Klasse kleinere Flugzeugträger speziell für die U-Jagd in Serie gebaut wurden. Die von den Geleitflugzeugträgern aus operierenden Flugzeuge dienten den Konvoikommodores zur Aufklärung wie auch zur Bekämpfung gesichteter U-Boote. Flugzeuge verfügten ab 1940 über Luft-Oberflächenradar, das im Laufe des Krieges fortlaufend verbessert wurde.

Ab Mitte 1942 verfügten alliierte Flugzeuge für Nachtangriffe über starke Scheinwerfer („Leigh Light“), die wirksame Nachtangriffe auf U-Boote ermöglichte, welche bis dahin nachts vor Luftangriffen sicher gewesen waren. Ein mit Radar entdecktes und von einem Leigh Light angeleuchtetes U-Boot hatte gewöhnlich keine Zeit mehr, vor dem Angriff abzutauchen. Als weiteres Ortungsmittel verfügten alliierte Flugzeuge zur U-Boot-Bekämpfung ab Kriegsmitte über Magnet-Anomalie-Detektoren (MAD), die eine Ortung untergetauchter U-Boote ermöglichten, allerdings noch häufig fehlerhaft waren. Als Verbesserung wurden Sonarbojen entwickelt, die die Fehlerquote von MAD-Ortungen verringerten. MAD und Sonarbojen werden in verbesserter Form auch heute noch in der U-Boot-Bekämpfung verwendet. Auf die erhöhte Gefahr für die U-Boote aus der Luft wurde die Flak-Bewaffnung der Boote verstärkt sowie Radardetektoren wie etwa das Metox-Gerät nachgerüstet, deren Entwicklung allerdings nicht mit den Verbesserungen des alliierten Radars mithalten konnte. Der von der deutschen Kriegsmarine entwickelte akustisch-zielsuchende Torpedo "Zaunkönig" war unzuverlässig und konnte leicht mit dem daraufhin auf alliierter Seite entwickelten Störsystem "Foxer" abgelenkt werden.

Dritte Phase: Januar 1942 bis Dezember 1942

Am 11. Dezember 1941, vier Tage nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, erklärte Hitler den USA den Krieg. Daraufhin änderte Admiral Dönitz sein Kriegsziel: Nicht mehr die Blockade Englands, sondern die Versenkung gegnerischen Schiffraums (Tonnagekrieg) und der Ort mit den größten Versenkungschancen bekamen Priorität. Langstrecken-U-Boote des Typs IX wurden zum Unternehmen Paukenschlag nach Amerika in Marsch gesetzt, wo sie in den ersten Januartagen 1942 eintrafen. Die zunächst schlecht organisierte US-Küstenverteidigung stand den Angriffen auf die Handelsschifffahrt hilflos gegenüber („zweite glückliche Zeit“). In dieser Zeit wurden mehr Schiffe mit den U-Boot-Kanonen versenkt als je zuvor. Als die Verteidigung im Frühjahr verstärkt wurde, weiteten die deutschen U-Boote ihr Einsatzgebiet in die Karibik und den Südatlantik aus. Die kürzer reichenden Typ-VII-Boote operierten zur gleichen Zeit im Nordatlantik in Rudeln und konnten so den Druck auf die Konvois aufrecht erhalten. Es kam im Laufe des Jahres zu mehreren großen Geleitzugschlachten.

Durch den Einsatz von Versorgungs-U-Booten (sogenannte Milchkühe), die Treiböl und andere Betriebsstoffe lieferten, waren bald auch die kleineren Typ-VII-Boote imstande, vor der amerikanischen Küste zu operieren.

Die Zahl der einsatzfähigen deutschen U-Boote war nunmehr weiter gestiegen, sie betrug Ende 1942 etwa 210. Insgesamt wurden 1942 über 8 Millionen BRT Schiffsraum versenkt, womit dieses Jahr das erfolgreichste im Tonnagekrieg der U-Boote war.

Vierte Phase: Januar bis Mai 1943

Das Jahr 1943 war der Wendepunkt im U-Boot-Krieg. Zu Beginn des Jahres errangen die deutschen U-Boote den letzten großen Erfolg, als Mitte März 1943 drei Wolfsrudel mit insgesamt 43 U-Booten südlich von Grönland 22 Schiffe mit 142.000 Tonnen aus den Konvois SC-122 und HX-229 versenkten und weitere 9 Schiffe mit 45.000 Tonnen torpedierten. Dabei profitierten sie auch davon, dass in dem Gebiet noch immer eine Lücke in der alliierten Luftüberwachung bestand.

Nachdem die Alliierten die Lücke südlich Grönlands in der Luftüberwachung des Atlantiks durch Stationierung von Langstreckenbombern auf Grönland und Island geschlossen hatten, war der gesamte Nordatlantik unter alliierter Lufthoheit. Hinzu kam die verstärkte Sicherung der Konvois. Der seit November 1942 amtierende britische Oberbefehlshaber der sogenannten Western Approaches, Admiral Max Horton, im Ersten Weltkrieg selbst ein erfolgreicher U-Boot-Kommandant, führte eine Reihe taktischer Änderungen in der Geleitzugsicherung ein, die die deutschen U-Boote immer mehr von Jägern zu Gejagten machten. Allein im Mai 1943 wurden 43 deutsche U-Boote versenkt. Dönitz stellte daraufhin den U-Boot-Krieg gegen Konvois vorübergehend ein und ließ die meisten U-Boote von den Rudeloperationen zurückrufen.

Fünfte Phase: Juni 1943 bis Mai 1945

Trotz der Erkenntnis, dass der U-Boot-Krieg im Atlantik für die deutschen U-Boote kaum noch Erfolgsaussichten bot, wurden bis zum Kriegsende weitere Boote losgeschickt, um große Mengen an Schiffen, Flugzeugen und Soldaten der Alliierten an die U-Boot-Bekämpfung zu binden. Als nach der Invasion in Nordfrankreich die Basen in Frankreich verloren gingen, wurden die U-Boote nach Norwegen verlegt. Auf die verbesserten Jagdtechniken der Alliierten reagierte die Kriegsmarine mit eigenen technischen Verbesserungen:

Der Schnorchel, eine niederländische Vorkriegsentwicklung, welche die Kriegsmarine zunächst nicht überzeugt hatte, wurde auf zahlreichen Booten nachgerüstet oder noch vor Fertigstellung des Bootes eingebaut. Bei den Typen XXI und XXIII war er als einziehbarer Teleskopmast in den Turm integriert. Bei den älteren Typen war der Schnorchelmast an der Steuerbordseite des Turms und wurde auf das Deck niedergelegt, wenn er nicht in Betrieb war. Er ermöglichte eine Unterwasserfahrt mit den Dieselmotoren, um die Batterien zu laden und das Boot zu durchlüften.

Weitere deutsche Neuerungen waren zielsuchende Torpedos, aus den Torpedorohren ausstoßbare Sonarstörkörper (Bold), sonarabsorbierende Rumpf- und Schnorchelbeschichtungen, aktive und passive Unter- und Überwasserortungsgeräte. Auch die Entwicklung neuer Bootstypen, wie des Typs XXI, und des Typs XXIII wurden forciert. Alternative Antriebskonzepte wurden erprobt (Typ XVII mit Walter-Turbine). Von diesen neuentwickelten Bootsklassen kamen jedoch nur noch wenige Typ-XXIII-Boote zu Erfolgen, die meisten neuen Boote waren bei Kriegsende noch in der Ausbildung.

Der Tonnagekrieg war jedoch wegen der zu späten deutschen Rüstungsbemühungen aus dem Rückblick entschieden: 1943 gingen insgesamt 287 deutsche U-Boote verloren, fast doppelt so viele wie zusammengerechnet in den drei Jahren davor, während die versenkte Tonnage abnahm: 1943 wurden nur noch 3,5 Millionen BRT versenkt, weniger, als die Alliierten durch Bauprogramme für standardisierte Schiffe (Liberty-Frachter) neu in Dienst stellten. Diese Entwicklung setzte sich bis zum Kriegsende fort: 1944 und 1945 wurden nur noch 1,5 Millionen BRT versenkt. Dem gegenüber standen 241 verlorene U-Boote im Jahre 1944 und weitere 153 U-Boote von Januar bis Mai 1945.

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