Dokumente vom Neubau der Reichskanzlei, dem repräsentativen Werk des Generalsbauinspektors Prof. Albert Speer.
Das Werk im Entstehen im Sommer des Jahres 1938.
Originaldruck von 1939.
Nach einem dokumentarischem Originalaquarell von Paul Herrmann.
Journalausschnitt in der Größe 260 x 205 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.
Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!
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Historische Informationen zum Artikel:
Paul Herrmann (geb. 5. Februar 1864 in München; gest. 1. Mai 1946 in Berlin-Schöneberg) war ein deutscher Maler und Radierer, zuletzt wohnhaft in Zechliner Hütte bei Rheinsberg in der Mark. (Es handelt sich hierbei um den Künstler, dessen Lebensdaten bisher entweder unvollständig oder mit falschem Todesjahr - 1940 bzw. 1944 - angegeben worden sind.)
Leben und künstlerischer Werdegang
Paul Lorenz Heinrich Herrmann, Sohn des Advokaten Dr. Georg Herrmann und dessen Ehefrau Emma Herrmann, geb. Schubart, wuchs in München auf. Nach dem Tode seines Vaters 1881 übernahm sein Onkel Paul Heyse (berühmter Schriftsteller und erster deutscher Nobelpreisträger für Literatur) die Funktion eines "Ziehvaters" und sorgte für die Ausbildung des jungen Paul bis zum 19. Lebensjahr. Heyse finanzierte die Ausbildung zum Architekten. Der junge Paul Herrmann wollte aber unbedingt Kunstmaler werden. So verwendete er die Kollegiengelder für die Malschule von Max Ebersberger.
Nach 1880 verdiente Paul Herrmann in Zusammenarbeit mit dem Zeichner und Maler Eduard Thöny sein Geld als Restaurator für Fresken und als Panoramamaler in Bayern und Schwaben.
Am 26. März 1883 schrieb sich Paul Herrman zu einem kurzfristigen Studium im Fachbereich Antikenklasse bei Professor Raab und Professor Löfz ein, siehe: Immatrikulation an der Akademie der Bildenden Künste München. Nach dem Zerwürfnis mit seinem Onkel Paul Heyse setzte Paul Herrmann für vier Semester das Studium beim Professor Ferdinand Barth an der Königlichen Kunstgewerbeschule München fort.
Paul Herrmann als Fresken- und Panoramamaler in Deutschland und Amerika
1893 nahm Paul Herrmann das Angebot von Joseph Ferdinand Keppler, Herausgeber des New Yorker Satiremagazins Puck, an, als Dekor- und Panoramamaler für die Weltausstellung in Chicago (World’s Columbian Exposition) mitzuwirken.
Von 1893 bis 1895 war Paul Herrmann u.a. in Chicago, in New York und in San Franzisco als Bildnismaler tätig.
Paul Herrmanns (auch unter den Namen Henri Herrmann, Henri Héran) erste künstlerische Periode als humoristischer Karikaturist in Paris
1895 kehrte Paul Herrmann nach Europa, in die Künstler-Großstadt Paris, zurück. Von Arsène Alexandre, dem Mitbegründer der Pariser Satirezeitschrift Le Rire: journal humoristique, angeregt, arbeitete er für dieses Blatt als Karikaturist und lernte dort u.a. den bekannten Mitarbeiter Henri Toulouse-Lautrec näher kennen. Da es in der Redaktion bereits einen Mitarbeiter namens Hermann-Paul gab, wurde für Paul Herrmann von der "Le Rire"-Redaktion ein anderer Name eingesetzt, um Verwechselungen auszuschließen. Zu anfangs wurde er "Henri Herrmann" genannt, später "Henri Héran".
Paul Herrmanns (auch unter den Namen Henri Héran, Henry Heran) zweite künstlerische Periode als Lithograph in Paris und Berlin
Unter dem Namen "Henri Héran" veröffentlichte Paul Herrmann in Paris im Laufe der Zeit seine Originalgraphiken und Illustrationen. In "Le Centaure. Recueil trimestriel de littérature et d'art (Vol. II). Paris, 1896" unterzeichnete er mit diesem Namen seine Holzschnittarbeiten Nymphe effrayée. Estampe en trois couleurs. Sie befinden sich in "The Cleveland Museum of Art". Als Mitarbeiter der deutschen Kunst- und Literaturzeitschrift "Pan" veröffentlichte er 1897 unter dem amerikanisch abgewandelten Namen Henry Heran eine Lithographie- und Farbholzschnittarbeit, die er Spielendes Meerweib (Playful Mermaid) nannte. Sie befindet sich im "Art Institut Chicago".
Weitere Lithographien Allégorie (Allegory) befinden sich in "The Cleveland Museum of Art", Fleur de Mai (May Flower): from L'Estampe Moderne" in der "National Gallery of Australia".
Paul Herrmanns dritte künstlerische Periode (auch unter dem Namen Henri Héran) als Illustrator und Radierer in Paris
Er gehörte zum Freundeskreis von:
Edvard Munch, dem er sich mehrmals als Modell "Mann mit rotem Bart" zur Verfügung stellte, vgl. Munchs Jealousy (1895) und weitere Eifersucht-Bilder. Begehrt ist heute noch das Poster: Doppelportrait Paul Herrmann und Paul Contard von 1896/97. Original befindet sich in der "Österreichischen Galerie Belvedere" in Wien.
August Strindberg, der in Paul Herrmann, der 1895 aus Amerika nach Paris eingereist war, den "Doppelgänger" von Francis Schlatter sah, ein in Amerika wirkenden Geisterheiler, der im selben Jahr 1895 spurlos verschwand.
Oscar Wilde, für den er 1897 mehrere Illustrationen anfertigte, u.a. zum Gedicht The Ballad of Reading Gaol. Den Einakter Salomé hatte Wilde bereits fertiggestellt und suchte dafür nach einem in Frage kommenden Illustrator. Er dachte dabei an Paul Herrmann, der sich angeboten hatte, das Poem zu illustrieren. Es kam aber nicht dazu, weil Herrmann zu langsam arbeitete und sich nicht an die Terminabsprachen hielt. Deshalb sagte er Herrmann ab und verzichtete bei der Buchlegung auf jede Art von Bebilderung. Dennoch hegte er bei Erfolg des Buches für später die Hoffnung auf eine luxuriöse Ausgabe mit ansprechenden Illustrationen. Herrmann muss sein Versagen jahrelang beschäftigt haben, denn 22 Jahre nach dem Tode Wildes, im Jahr 1922, veröffentlichte er zum Einakter "Salomé" ein eigenes Buch, darin ein Radierzyklus mit 6 Kaltnadelarbeiten. Georg Jacob Wolf: "Es ist Herrmanns prächtigste zyklische Schöpfung."
1900 hatte der Künstler Paul Herrmann unter dem Namen Henri Héran laut Ankündigung der Kunst-Zeitschrift La Revue blanche in der Galerie "Chez Hessèle, rue Lafitte, Paris" eine eigene Ausstellung u.a. als Symbolist des Fin de Siècle. Der Autor des Artikels, Charles Saunier, erklärt darin, warum Paul Herrmann den Künstlernamen Henri Héran gewählt hat. Der Künstler zeigte u.a. Radierungen mit Portraits von "Wagner", "Jules Valadon", "Strindberg", "Stéphan George", "d'Arthur Symons", "M. Dauthenday" und von sich selbst, Lithographien und Aquarelle mit Straßenmotiven von Paris und Rouen und Illustrationen zu Oscar Wilde und Stefan George. Zwei Aquarelle mit Straßenmotiven befinden sich heute im Besitz des Musée Carnavalet Paris.
Im September 1900 schenkte Herrmann unter seinem französischen Pseudonym Henri Héran dem Beethovenhaus Bonn für die Beethovenausstellung 1902 einen Probeauszug der Lithographie Ludwig van Beethoven (nach einer eigenen Zeichnung).
Bis 1906 blieb Paul Herrmann (Henri Héran) in Paris.
Paul Herrmanns vierte künstlerische Periode als Illustrator und Radierer in Berlin, Leipzig, München, Wien
Ab 1906 wechselte Paul Herrmann nach Berlin, um sich an der Innen-Dekoration bei der Fertigstellung des Hotels Adlon (bis 1907) zu beteiligen. Er übernahm die künstlerische Gestaltung von Wand- und Deckenmalereien. Das betrifft besonders die große Eingangshalle und das große Wandgemälde "Bacchanal" in der American-Bar. Zusätzlich schmückte er die Vestibülräume des Hotels mit seinen Bildern aus.
Im Eden Hotel, in der Deutschen Bank und in der Mitteldeutschen Kreditbank nahm er ebenfalls dekorative Ausgestaltungen von Wand- und Deckenflächen vor.
Verehelichte sich am 6. Oktober 1910 mit Luise Werber, geb. 3. April 1884. Geburt des Sohnes Paul am 11. Juli 1909 in München.
1914 wurde anlässlich seines fünfzigsten Geburtstages von Hans Wolfgang Singer ein Katalog mit 183 Nummern seiner graphischen Arbeiten veröffentlicht.
Am 6. Mai 1914 fand die erste Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik statt, kurz Bugra genannt, die Paul Herrmann mitgestaltete und an der er sich beteiligte, wofür ihm am 1. Juli 1914 die Goldene Leipzig-Medaille verliehen wurde.
Von Mai bis September 1914 stellte der Künstler im Saal 28c/d unter dem Titel "Graphische Ausstellung Paul Herrmann-Héran, Berlin" der "Großen Berliner Kunstausstellung" vom 11. Mai bis 27. September 1914 zahlreiche Kaltnadelradierungen, Radierungen und Roulette, Steindruck in Farben, Sandgebläse-Schabkunst aus wie Partie aus dem Park Monceau, "Gartentor in Venedig", Die Schieberin, "Blick aus der Villa Falconieri auf die Villa d'ESte in Frascati", "Ebenhausen bei Münster", Sta. Maria della Salute zu Venedig, "Judith", Bauernhaus in Barbizon, Parkfest, Beethoven-Bildnis, Baumstudie aus Ahrenshoop", "Schlehdornbüsche in Ahrenshoop", "Kloster bei Siena", "Die Zeit", "Bildnis von Frau P.H.", "Palastecke bei Vicenza", "Seitenkapelle in San Marco", "Der Blumenständer", "Tänzerin", "Althagen", "Die Jagd auf den Seeteufel", "Kaffeegarten II", "Neckerei", "Bildnis des Herrn Geheimrats Direktor Max Steinthal", "Das Gehölz (Wald in der Normandie)", "Margot ohne Hut", "Hof eines Hauses in der Rue de Seine", "Treppe in einem Venezianischen Hof (Studie)", "Margot", Adam und Eva, "Café in Paris", "Statue in der Villa Falconieri", "Stephan George", "Der Kuss", "Bildnis der Schauspielerin Paz Ferrer", "Zwischen Zeit und Ewigkeit", "Ancien Régime" Frauenkopf, "Die Sünde", "Traum", "Liebkosung".
Paul Herrmanns fünfte künstlerische Periode als Kaltnadel-Radierer und Schabkünstler
In Berlin verfeinerte der Künstler Paul Herrmann seine Technik als Kaltnadel-Radierer und Schabkünstler. So veröffentlichte er nach 1919 nach und nach Radier-Zyklen mit jeweils 6 Kaltnadelarbeiten. Neben der "Pflichtarbeit" für den verstorbenen englischen Dichter Oscar Wilde konzentrierte er sich dabei auf Werke des deutschen Klassikers Johann Wolfgang von Goethe.
Veröffentlichte Grafikmappen
1918/19 Erster Zyklus "Phantasien" Radierungen mit symbolischen Darstellungen von Leben und Tod, Krieg und Frieden
1919 "Sechs Kaltnadelarbeiten zur Legende vom Garten Eden". 1. "Adam", 2. "Geburt der Eva", 3. "Eva und die Schlange", 4. "Verführung", 5. "Triumph der Schlange", 6. "Verstoßen"
1921 Das Weib mit sechs Kaltnadelradierungen (mit einem Vorwort von G.J. Wolf), 1. "Übermut", 2. "Jugendfülle", 3. "Liebeserwachen", 4. "Werbung", 5. "Erfüllung", 6. "Mutter" (befindet sich in der Deutschen Nationalbibliothek)
1922 Salomé mit sechs Kaltnadelradierungen. 1. "Narraboth", 2. "Salome", 3. "Salome", 4. "Herodes/Salome", 5. "Salomes Tanz", 6. "Salome" (befindet sich im Lindenau-Museum Altenburg)
1923 Sechs Kaltnadelradierungen zu Liedern von Goethe, 1. "Die Spröde", 2. "Nachtgesang", 3. "Nähe des Geliebten", 4. "Auf dem See", 5. "Scheintot", 6. "Vor Gericht".
1924 Faust mit sechs Kaltnadelradierungen (das Original befindet sich in der Herzogin Amalia Bibliothek in Weimar, weiterer Zustandsdruck im Frankfurter Goethe-Haus Freies Deutsches Hochstift)
Es folgten wechselnde Ausstellungen als teilnehmender Künstler in Berlin und in seiner Vaterstadt München (u.a. ab 1918-1930 im "Glaspalast").
Während der Zeit des N. übernahm Paul Herrmann "Staatsaufträge", in denen er "Bauten des D. R." in Bildern festhielt. Diese Bilder wurden im Luftfahrtsministerium sowie in der Reichskanzlei aufgehängt.
Paul Herrmann im Haus der Deutschen Kunst in München: "Große Deutsche Kunstausstellung" (1937–1944)
1937: "Alt-Berlin 1936" (Aquarell), "Plenarsaal des Reichstags nach der Brandstiftung 27.2.33" (Aquarell)
1940: "Der Ponte Vecchio in Florenz" (Aquarell), "Frühlingstag im Münchner Hofgarten" (Aquarell)
1941: "Santa Maria della Salute" (Kaltnadelradierung), "Aussicht vom Schloss Belvedere in Wien" (Aquarell), "Feier des 9. November an der Feldherrnhalle in München" (Aquarell)
1942: "Die Zeit" (Schabkunst), "Und ihr habt doch gesiegt" (Aquarell), "Die Fahne" (Aquarell)
1943: "Weg zum Canaletto" (Aquarell), "Venedig" (Aquarell), "Der Zapfenstreich am Parteitag in Nürnberg" (Aquarell)
1944: "Deutsche Festung in Norwegen" (Aquarell), "Industriewerk" (Aquarell)
Anekdoten
Paul Herrmann (Henri Héran) und Henri Toulouse-Lautrec
Paul Herrmanns erstes Atelier in Paris war dürftig eingerichtet und für Kaufinteressenten mehr abschreckend als einladend. Eines Tages lernte Paul Herrmann den deutschen Kunsthändler Hans Weidenbusch kennen, der Herrmann in seinem Atelier aufsuchen wollte. Um einen möglichen Kaufinteressenten "einigermaßen" standesgemäß empfangen zu können, lieh sich Herrmann für die Zeit des Besuchs von seinen Freunden entsprechendes Mobiliar aus. Das Prachtstück war eine alte französische Kommode. Es kam zum Besuch, der Kunsthändler schaute sich interessiert um und war beeindruckt, besonders von der alten französischen Kommode. Er entschloss sich zum Kauf einiger Zeichnungen und Bilder, zeigte dann auf die Kommode, die er unbedingt erwerben wollte und machte ein sehr gutes Preisangebot. Paul Herrmann erschrak und redete sich damit heraus, dieses Möbelstück müsse er in Ehren halten, denn es sei ein Erbstück seines Vaters und unverkäuflich. Ein halbes Jahr später, Paul Herrmann hatte das geliehene Mobiliar seinen Freunden zurückgegeben und sich vom Geld neu einrichten können, erschien völlig überraschend Herr Weidenbusch in seinem Atelier. Er bestaunte die neue Einrichtung und war sehr verwundert darüber, dass das unverkäufliche Erbstück nicht mehr darin stand und wünschte vom Künstler Herrmann eine Erklärung. Der rückte zögernd mit der Wahrheit heraus und teilte ihm mit, dieses Möbelstück habe er sich für den ersten Besuch Weidenbuschs von Toulouse-Lautrec ausgeliehen. Dieses Geständnis hatte verkaufswirksame Wirkung. Der Kunstsammler Weidenbusch lernte so mit Hilfe Herrmanns den scheuen Henri Toulouse-Lautrec kennen und wurde über Jahre hinaus ein "wohlwollender Mäzen".
Paul Herrmann (Henri Héran) und Edvard Munch
Als der mittellose Edvard Munch in Paris wohnte und sich seine Mietschulden häuften, so dass sich der Wirt veranlasst sah, ihm zu kündigen, griff er zusammen mit Paul Herrmann zu einem Trick, bevor er das Haus verließ. Der Wirt hatte sich vor die Wohnungstür gestellt, um ihm die letzten Habseligkeiten abzunehmen. Paul Herrmann hatte sich in der Zeit unbemerkt auf die Straße gestellt und sammelte nach und nach die Gegenstände ein, die Edvard Munch ihm an einem Strick zum Fenster herunter ließ: Staffelei und Bilder. Während Paul Herrmann alles in Sicherheit brachte, öffnete Edvard Munch dem Wirt die Tür.
Paul Herrmann (Henri Héran) und August Strindberg
Der in Paris lebende menschenscheue August Strindberg fühlte sich verfolgt und erschien eines Tages "aufgeregt und verstört" bei Paul Herrmann und meinte, man wolle ihn bei sich im Hause mit tödlichen Gasen vergiften. Munch habe ihn schon beschwichtigen wollen, sei aber von ihm als "angeblicher Mitwisser des Komplotts" abgelehnt worden. Paul Herrmann roch im Hause Strindbergs tatsächlich "pestilenzialische Gase". Als das Bett zur Seite gerückt wurde, sah man, woran das lag. Eine in Verwesung befindliche Ratte wurde als "Urheberin des vermeintlichen Attentats" entlarvt.
Aussehen und Auftreten des Künstlers Paul Herrmann sorgten aus der Sicht des von Albträumen und Geistererscheinungen geplagten Schriftstellers August Strindberg zu verstörenden Irritationen. In dem literarischen Tagebuch Inferno. Kap. VII "Das Fegefeuer" (von 1897) beschreibt er ausführlich, wie er Herrmann (Name wird nicht erwähnt) als einen "amerikanischen Kunstmaler" durchschaut, der sich hinter der Fassade eines Weltbürgers versteckt, in Wahrheit völlig heruntergekommen sei und suggestive Kräfte entfalten könne. Schließlich erkennt Strindberg in ihm den "Doppelgänger" des Wunderheilers Francis Schlatter.
Paul Herrmann (Henri Héran) und Oscar Wilde
Paul Herrmann soll sich nach Aussagen Singers um den schwerkranken Oscar Wilde gekümmert haben, der nach seiner Haft im Jahr 1897, gesellschaftlich geächtet, nach Paris abgesetzt hatte und dort drei Jahre lebte. Er starb am 30. November 1900. Singer: "Herrmann war einer der sieben Menschen, die der Leiche Oskar Wildes das letzte Geleit auf den Weg zum Père La Chaise-Friedhof gab".
Paul Herrmann (Henri Héran) und Paul Contard
Auch Paul Herrmann, der in der Regel seine Werke direkt aus dem Atelier verkaufen konnte, litt unter der Künstlerseuche "Armut". So wohnte er für mehrere Monate, um Mietzins zu sparen, in einer Irrenanstalt beim Oberarzt Paul Contard.
Paul Herrmann (Henri Héran) und Stefan George
1889 soll Paul Herrmann in Paris den Dichter Stefan George kennen gelernt haben, da sie in derselben Pension wohnten. Er wollte ihm im Laufe der Zeit die Repräsentanten der neuen impressionistischen Malerei Manet, Monet und Renoir "nahebringen", was George jedoch rigoros ablehnte, weil er in diesen Arbeiten die "Auflösung der Kunst" sah. Auch Jahrzehnte später war Herrmann davon fest überzeugt, dass George "von bildender Kunst überhaupt nichts verstanden" habe. Dennoch legte er ihm Portraits vor, die er gemalt hatte, und so gelang es ihm 1897, von George ein Portrait mit Hilfe einer Sandgebläse-Schabkunst und Aquatinta anzufertigen. Singer: "... eine der schönsten Arbeiten... gehört zu den geschätztesten Werken deutscher Grafik." Dieses Portrait fand George "zu mephistophelisch im Ausdruck". Er hielt den Künstler Herrmann (Héran) für einen "krassen Zyniker". Für das Gedicht "Jahrestag" von George schuf der Radierer Herrmann (Héran), ebenfalls im Jahre 1897, einen Frauenkopf von ein und derselben Person, auf der einen Seite jung und auf der anderen Seite alt. Diese Illustration war George auf dem Postwege zugeschickt worden, der aber beteuerte, sie sei bei ihm nie eingetroffen. Seit 1977 weiß man, dass diese Aussage nicht stimmt, denn die Zeichnung ist im Nachlass Georges gefunden worden. Stefan George zählte wohl mehr aus Höflichkeit Herrmann (Héran) zu seinen "Freunden" (Brief vom 27. Februar 1998). Anfang 1900 erlaubte er es, ihn erneut zu portraitieren. Aber wegen einer "plötzlichen Abreise des Dichters" (Singer) wurde das Portrait nie fertiggestellt. Dafür schickte Herrmann ihm seine Beethoven-Lithographie von 1898 mit der sehr persönlichen Widmung: "meinem Freunde Stefan George".
Paul Herrmann (Henri Héran) und Emil Nolde
Paris 1900. Emil Nolde übergab bei seiner Abreise aus Paris Henri Héran (Paul Herrmann) ein Bild, das er rahmen lassen und Noldes Mutter zum Geburtstag nach Schleswig verschicken sollte. Er übernahm das dafür nötige Geld und das Bild von Nolde. Es handelte sich hierbei um die Kopie des Tizian-Bildes "Alfonso d'Avalos", das Emil Nolde aufwendig, zeitraubend und mit feinfühliger Sorgfalt im Louvre angefertigt hatte. Aus unbekannten Gründen schickte Paul Herrmann dieses Bild nie ab. Erst nach fünf Jahren erhielt Nolde es zurück. 1905 organisierte Paul Herrmann im Kunstverein zu Leipzig eine Ausstellung mit seinem graphischen Werk. Der in Leipzig tätige Jura-Privatdozent, Hans Fehr, ein Freund Emil Noldes, erfuhr davon, benachrichtigte den Präsidenten Adolf Wach des Kunstvereins, der daraufhin alle Werke Herrmanns beschlagnahmen ließ. Und so blieb Paul Herrmann nichts weiter übrig, als diese Tizian-Kopie herauszurücken, damit seine Ausstellung in Leipzig stattfinden konnte.
Mitgliedschaft und Auszeichnungen
Mitglied im Verein Berliner Künstler, Freie Vereinigung der Graphiker zu Berlin, Münchner Sezession
1914 Vorsitzender des Arbeitsausschusses der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft
1914 Sächsische Staatsmedaille, Großer Ehrenpreis der Stadt Leipzig, 1.Juli: Goldene Leipzig-Medaille als "Meister der Radiergraphik" für die Mitgestaltung und Beteiligung an der ersten graphischen Weltausstellung in Leipzig
19. Dezember 1940: Ehrenmitglied des Vereins der Maler, Bildhauer, Baukünstler und Kunstgenossen seit 1814
1. Mai 1941 Ernennung zum Professor
5. Februar 1944 Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft anlässlich des 80. Geburtstages des Künstlers
(Aus wikipedia).
Die Neue Reichskanzlei in der Berliner Voßstraße wurde zwischen 1934 (Planungsbeginn) und 1943 (Einstellung der Bauarbeiten) unter Adolf Hitler nach Plänen von Albert Speer als Ergänzung der alten Reichskanzlei und des 1928–1930 errichteten Erweiterungsbaus in der Wilhelmstraße gebaut.
Baugeschichte
Offiziell beauftragte Hitler am 11. Januar 1938 Generalbauinspektor Albert Speer mit einem Neubau entlang der gesamten Voßstraße, was einer Gebäudefront von 421 Metern Länge entspricht. Die Planungen hatten jedoch schon 1934 begonnen, und ab 1935 wurden die 18 Gebäude der Straße Stück für Stück aufgekauft. Das ebenfalls seit 1934 in Reichsbesitz befindliche Palais Borsig (Voßstraße 1) wurde nicht abgerissen, sondern in den Neubau integriert. Die Baupläne wurden von Hans Peter Klinke realisiert.
Abgerissen wurden dagegen bis 1937 die Gebäude Voßstraße 2–10. Das beinhaltete auch die Bayerische Gesandtschaft (Hausnummer 3), das Justizministerium (Hausnummer 4/5) und die Württembergische Gesandtschaft (Hausnummer 10). Erst mit der offiziellen Vergabe des Bauauftrages an Albert Speer wurde damit begonnen, die Gebäude westlich davon, Voßstraße 11–19 (darunter die Gauleitung Groß-Berlin der NSDAP und die Sächsische Gesandtschaft), abzureißen.
Ab Anfang 1938 wurde mit Hochdruck an der Vollendung der Neuen Reichskanzlei gearbeitet, um sie rechtzeitig zum jährlichen Diplomatenempfang am 7. Januar 1939 fertigzustellen. Jedoch gelang es nicht, alle Arbeiten termingerecht abzuschließen. Weitere Ausbaumaßnahmen zogen sich noch bis Anfang der 1940er Jahre hin. Die von Albert Speer nach dem Krieg in seinen Memoiren gegebene Schilderung, er sei Ende Januar 1938 zum „Führer“ gebeten worden und dieser habe ihm völlig überraschend eröffnet, Speer solle ihm eine Neue Reichskanzlei gestalten, ist sonst nicht nachweisbar.
Der Bau des in den ursprünglichen Plänen nicht vorgesehenen Führerbunkers begann erst 1943. Er lag auch nicht unter der Neuen Reichskanzlei, sondern zusammen mit anderen von Hitler genutzten Luftschutzräumen im Garten der Alten Reichskanzlei (Wilhelmstraße 77). Die Neue Reichskanzlei hatte zwar 1938 auch Luftschutzkeller erhalten, diese wurden allerdings von Personen aus der Umgebung aufgesucht.
Der Bau der Reichskanzlei kostete insgesamt 90 Millionen Reichsmark, was inflationsbereinigt in heutiger Währung etwa 370 Millionen Euro entspricht.
Architektur und Arbeitszimmer Hitlers
Bei der Konzeption der Neuen Reichskanzlei ging es Speer hauptsächlich um die architektonische Darstellung von Macht und Herrlichkeit von Führer und Reich. So schuf er mit der berühmten „Diplomaten-Route“ eine möglichst prachtvolle und langgestreckte 300 Meter lange Raumflucht: vom monumentalen „Ehrenhof“, über eine Vorhalle in den „Mosaiksaal“, den „Runden Saal“, die „Marmorgalerie“ endend im „Empfangssaal“ oder im „Arbeitszimmer des Führers“. Dieses Architekturkonzept griff auf die barocke Enfilade zurück, den repräsentativen, durch kostbar ausgestattete Räume führenden Weg zum absoluten Herrscher. Speer und Hitler wollten allerdings die barocke Prachtentfaltung noch übertreffen. Die Länge der „Marmorgalerie“ war gleich doppelt solang wie der „Spiegelsaal von Versailles“. Schließlich sollte die Neue Reichskanzlei den Anspruch auf eine deutsche Dominanz in Europa eindrucksvoll untermauern.
Das Arbeitszimmer Hitlers war der größte und prächtigste Saal des Gebäudes. Es hatte eine Grundfläche von knapp 400 Quadratmetern bei einer Höhe von fast zehn Metern. Nur die edelsten Materialien wurden verbaut: dunkelroter Limbacher Marmor, Palisander und Rosenholz für die Wände, Palisander für die Kassettendecke und Ruhpoldinger Steinplatten für den Fußboden. Der großzügig dimensionierte Schreibtisch war mit Intarsien verziert und die Platte mit rotem Leder bespannt. Der Kartentisch hatte eine aus einem Stück gefertigte fünf Meter lange und 1,60 Meter breite Marmorplatte. An den Wänden hingen wertvolle Gemälde in prächtigen Rahmen nach Hitlers Kunstgeschmack. Hitler nutzte dieses Büro hauptsächlich zu Repräsentationszwecken.
Ausstattung
Zur Ausgestaltung der neuen Reichskanzlei wurden von Albert Speer im Auftrag Hitlers zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker herangezogen. So wurde das Mobiliar der Machtzentrale eigens für diesen Bau von Hand gefertigt. Das galt auch für Silberbestecke und Tafelgeschirr, Gobelins und Vorhänge.
Zu den führenden Bildhauern gehörten
Arno Breker (Skulpturenschmuck am zentralen Hauptportal Die Partei [Fackelträger] und Die Wehrmacht [Schwertträger])
Josef Thorak (überlebensgroße Pferdebronzen auf der Terrasse zum Park)
Kurt Schmid-Ehmen (Hoheitszeichen: Reichsadler mit Hakenkreuz).
Die im Gebäude verbaute Technik entsprach dem damals modernsten Standard und umfasste unter anderem eine Klimaanlage und Rolltreppen im Büroflügel.
Reste der Ausstattung befinden sich heute unter anderem im Deutschen Historischen Museum Berlin (Schreibtisch und Globus aus Hitlers Arbeitszimmer), im Kreml in Moskau (Kronleuchter und Kandelaber), im Pentagon in Washington (Gemälde), im Museum Europäische Kunst im Schloss Nörvenich (die Skulptur Die Partei), und als ehemaliges Beutegut und Souvenir im Besitz ehemaliger alliierter Soldaten und deren Erben, sowie Privatsammlern (Möbel, Geschirr).
Eine der Pferdebronzen von Josef Thorak wurde zuletzt auf einem Kasernengelände der russischen Streitkräfte in Eberswalde gesehen. Ihr Verbleib nach dem Abzug der russischen Streitkräfte aus Deutschland in den 1990er Jahren war bis zum Jahr 2015 ungeklärt, ehe die beiden „Schreitenden Pferde“ am 20. Mai 2015 bei einer bundesweiten Razzia in Bad Dürkheim wiedergefunden wurden. Ebenfalls wurde dabei ein monumentales Granit-Relief von Arno Breker in einer Lagerhalle entdeckt, welches wohl für den nicht verwirklichten Triumphbogen bestimmt war.
Zerstörung
Bei den Luftangriffen auf Berlin wurde die Neue Reichskanzlei bis zum Kriegsende nur leicht beschädigt. Nach der Eroberung Berlins erbeuteten die sowjetischen Truppen einen der Reichsadler (Bronzearbeit von Kurt Schmid-Ehmen) aus der Reichskanzlei. Heute kann man ihn im Imperial War Museum in London sehen, nachdem die Briten diesen im Jahr 1946 von den Sowjets überreicht bekamen.
Als eines der zentralen Symbole der Macht Hitlers wurde der unterschiedlich stark zerstörte Gebäudekomplex der Neuen und Alten Reichskanzlei und des Palais Borsig von 1949 bis 1953 auf Befehl der Sowjetischen Kontrollkommission abgetragen.
Da nach 1945 in der DDR für repräsentative Bauten Saalburger Marmor (ein roter Kalkstein und im petrografischen Sinne kein echter Marmor) genutzt wurde,[7] wurde kolportiert, dass Boden- und Wandverkleidungen der Neuen Reichskanzlei, die zu Teilen ebenfalls aus diesem Material bestanden, wieder verwendet wurden. Dies betrifft die Foyers der Humboldt-Universität und des Alten Palais, den U-Bahnhof Mohrenstraße und die Sowjetischen Ehrenmale (im Treptower Park, im Tiergarten und in der Schönholzer Heide). Ein direkter Nachweis dafür liegt nicht vor.
In Roberto Rossellinis Film Deutschland im Jahre Null aus dem Jahr 1947 spielen einige Szenen in der Ruine der Neuen Reichskanzlei. In diesen ist zu sehen, dass bereits abschnittsweise die Bodenbeläge im Bereich der Marmorgalerie entfernt worden sind.
Bei Fundamentvorbereitungen für Neubauten an der Ecke Voßstraße und Ebertstraße wurden im Februar 2008 die Fragmente ehemaliger Fenstergewände oder Dachgesimse geborgen. Die Steine konnten der Neuen Reichskanzlei zugeordnet werden.
Heute erinnert eine Tafel der Stiftung Topographie des Terrors an das Gebäude.
(Aus wikipedia).
Berthold Konrad Hermann Albert Speer (* 19. März 1905 in Mannheim; † 1. September 1981 in London) gehörte zu den führenden Architekten und zentralen Organisatoren des Nationalsozialismus. Seit 1937 war er Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt und plante zahlreiche Monumentalbauten, die den NS-Herrschaftsanspruch unterstreichen sollten. Ab 1942 zunächst Reichsminister für Bewaffnung und Munition, leitete er bis zum Kriegsende die Kriegswirtschaft des Deutschen Reichs. Speer gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Angeklagten und wurde am 1. Oktober 1946 in zwei von vier Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Vor allem wegen seiner Autobiografie und der darin enthaltenen Apologetik gilt er als eine der umstrittendsten Personen des Dritten Reichs.
Leben
Albert Speer entstammte einem großbürgerlichen Elternhaus in Mannheim. Bereits sein Vater Albert Friedrich Speer und sein Großvater waren Architekten. Speer war der mittlere von drei Söhnen, sein älterer Bruder hieß Hermann (* 1902), sein jüngerer Ernst (* 1906, 1943 in Stalingrad vermisst). Er besuchte zunächst das Lessing-Gymnasium in Mannheim und studierte dann an der Universität Karlsruhe und von Frühjahr 1924 bis Sommer 1925 an der Technischen Hochschule München (heute Technische Universität München). Im Herbst 1925 wechselte er an die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg und bemühte sich vergeblich darum, in das Seminar von Hans Poelzig aufgenommen zu werden. 1926 wurde Speer Schüler Heinrich Tessenows und nach dem Diplom (1927) sein Assistent, was er bis Anfang 1932 blieb.
Architekt Hitlers
Nach eigenem Bekunden erwachte Speers Interesse am Nationalsozialismus im Dezember 1930 nach dem Besuch einer politischen Kundgebung in der Berliner Hasenheide, bei der Hitler als Redner auftrat. Einige Wochen später, am 1. März 1931, trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 474 481). Im selben Jahr wurde er Mitglied der SA, wechselte aber 1932 von der SA zur Motor-SS.
1931 beauftragte der Leiter der NS-Kreisleitung West in Berlin, Karl Hanke, den ihm als NSKK-Mann bekannten Speer damit, den Sitz der Kreisleitung, eine angemietete Villa in Berlin-Grunewald, umzubauen. Kurz vor der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 erhielt Speer ebenfalls über Hanke den Auftrag, das gerade von der Partei erworbene neue Gauhaus in der Voßstr. 10 für die Parteizwecke umzubauen. Anschließend verließ Speer mangels Aufträgen Berlin und ging zurück nach Mannheim. Er ließ sich dort als Architekt nieder, erhielt jedoch keine Aufträge.
Nach der Reichstagswahl am 5. März 1933, die nicht den erhofften Stimmzuwachs brachte, ernannte Hitler seinen Propaganda-Adlatus Goebbels zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Das bisherige Gebäude der Regierungspressestelle, das Leopold-Palais am Wilhelmsplatz (gegenüber der Reichskanzlei), ein klassizistisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das später von Schinkel umgebaut worden war, erhielt Goebbels als Sitz für sein Ministerium. Wieder wurde ein Architekt gesucht, der es innenarchitektonisch auf den Stil der Partei bringen konnte. Hanke ließ den Auftrag wiederum Speer zukommen und holte ihn zu diesem Zweck aus Mannheim nach Berlin zurück. Speer selbst beschreibt, dass er das Gebäude ohne größere Rücksichtnahme auf die historische Bausubstanz in der von Hitler und Goebbels gewünschten Weise umbauen ließ.
Über Hanke erhielt er wenig später auch den Auftrag, das Aufmarschgelände auf dem Tempelhofer Feld für eine der ersten NS-Massenaufmärsche am 1. Mai 1933 dekorativ herzurichten. Speer ließ sechs gigantische Hakenkreuzfahnen und drei Fahnen mit den kaiserzeitlichen Farben schwarz-weiß-rot hinter einer großen Rednertribüne (mit Platz für die gesamte Parteiführerschaft) aufhängen. Goebbels ließ den als anstellig und stilistisch auf Parteilinie befindlich erkannten Speer nun auch damit beauftragen, seine Dienstwohnung an der Königgrätzer Straße (heute Stresemannstraße) südlich des Brandenburger Tors innenarchitektonisch in gewünschter Weise zu modernisieren.
Goebbels war damit zufrieden und schlug Speer nun als architektonischen Gestalter für den geplanten Reichsparteitag in Nürnberg vor. Hitler gefielen Speers Vorschläge. Den Auftrag, die Dienstwohnung des Reichskanzlers in der Alten Reichskanzlei innenarchitektonisch zu verändern, erhielt zwar Hitlers damaliger Leibarchitekt Paul Ludwig Troost, der sein Büro in München hatte, doch Speer wurde als ausführender Bauleiter für diese Baumaßnahmen engagiert. 1934 starb Troost, und Speer übernahm dessen Aufgaben.
Ab 1934/35 entwarf Speer monumentale Bauten für die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg, die jedoch kriegsbedingt nur zum Teil realisiert wurden. Ab 1935 widmete er sich der Planung der Neuen Reichskanzlei in Berlin, deren Bau bereits seit 1934 im Gespräch war. Nach großflächigen, vorbereitenden Abrissarbeiten in den beiden Folgejahren begannen 1937 die Bauarbeiten, die sich samt aller weiteren Ausbaumaßnahmen noch bis in die vierziger Jahre erstrecken sollten.
Bei der Reichstagswahl am 29. März 1936 kandidierte er als Amtsleiter, erhielt aber kein Mandat.
Ebenfalls 1937 ernannte Hitler Speer zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt (GBI), dem eine gleichnamige Behörde unterstellt war. Speers Hauptaufgabe als Generalbauinspektor war der Umbau Berlins zur Welthauptstadt Germania. In diesem Rahmen sollte im Spreebogen mit der Großen Halle die größte Kuppelhalle der Welt entstehen.
Seit August 1941 war Speer Mitglied des Reichstages.
Städtebauliche Entwürfe für das „Dritte Reich“ und den Wiederaufbau
Albert Speer hatte sich in der Frühzeit des Regimes gegenüber Paul Schultze-Naumburg und dessen Heimatschutzarchitektur mit neoklassizistischen Konzepten durchsetzen können. Speer wurde zum führenden NS-Architekten in enger Kooperation mit seinem Bauherrn, Adolf Hitler. Dieser gab die programmatische Grundlinie für tiefgreifende städtebauliche Veränderungen vor. So sollte beispielsweise Hamburg als „Welthandelszentrum“, München als „Hauptstadt der Bewegung“, Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“ und Linz, wo Hitler begraben werden wollte, als „Patenstadt des Führers“ neuerrichtet werden. 1937 erteilte Hitler Speer den größten Auftrag, Planungen für den Umbau Berlins in die „Welthauptstadt“ Germania vorzulegen.
„Berlin ist eine Großstadt, aber keine Weltstadt. Sehen Sie Paris an, die schönste Stadt in der Welt! Oder selbst Wien! Das sind Städte mit einem großen Wurf. Berlin aber ist nichts als eine ungeregelte Anhäufung von Bauten. Wir müssen Paris und Wien übertrumpfen.“
– Adolf Hitler
Bereits 1940/41 waren eine Vielzahl von Fachpublikationen zum Wiederaufbau vorgelegt worden. Ab 1943 richtete Speer einen zentralen „Arbeitsstab Wiederaufbau zerstörter Städte“ unter seiner Leitung ein. Die hier vertretenen Architekten und ihre planerischen und baulichen Überlegungen spielten – mit Ausnahme von Speer selbst – noch Jahrzehnte nach Kriegsende eine wichtige Rolle. Ihre modernistischen Planungen kamen unter Verzicht auf die NS-Symbolik fast ausnahmslos zum Tragen.[4] Wichtige Ausnahmen, die auch in der DDR Walter Ulbrichts eine Rolle spielten, waren einige, Elemente des Heimatstil wiederaufnehmende Wiederaufbauplanungen, in Westdeutschland die Innenstädte von Münster (Westfalen) und Freudenstadt.
Rüstungsminister 1942 bis 1945
Wenige Stunden nach dem tödlichen Flugzeugabsturz von Fritz Todt (Februar 1942) ernannte Hitler Speer zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition (BuM) und zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Festungsbau, Wasser und Energie. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gehörte Speer zum engsten Kreis der nationalsozialistischen Machthaber. Er war in seiner neuen Position auch verantwortlich für die Zuteilung von Baumaterial an die Konzentrationslager. Der Name des Speer-Ministeriums wurde aufgrund der gewachsenen Aufgabenzahl 1943 in Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion (RuK) geändert. Albert Speer gelang eine massive Erhöhung der Rüstungsproduktion durch den Einsatz von Millionen von Zwangsarbeitern, die vor allem von Fritz Sauckel und SS-Gruppenführer Dr.-Ing. Hans Kammler rekrutiert wurden und die unter anderem die zur Wehrmacht eingezogenen Arbeiter ersetzten. Das Konzept der „Selbstverantwortung der Industrie“ wurde von Speer umgesetzt und die handwerkliche Fertigung von Rüstungsgütern in den ersten Kriegsjahren wurde durch einen industriellen Fertigungsprozess abgelöst.
Als Speer Ende 1942 die Meldung erhielt, dass sein Bruder Ernst in Stalingrad zu den eingekesselten deutschen Soldaten gehört, unternahm er nichts, um ihm dort herauszuhelfen, obwohl es ihm in seiner Stellung ein Leichtes gewesen wäre. Ernst kam wenig später im Kessel um.
Familie
Im Sommer 1922 hatte Speer die gleichaltrige Margarete („Margret“) Weber (1905–1987) kennengelernt, die aus einer Heidelberger Handwerkerfamilie stammte. Albert und Margret heirateten am 28. August 1928 in Berlin gegen den Willen von Speers Mutter, die die Schwiegertochter für „nicht standesgemäß“ hielt. Margret Speer brachte zwischen 1934 und 1942 sechs Kinder (Albert, Hilde, Margarete, Arnold, Fritz und Ernst) zur Welt. Einige von Albert Speers Kindern sind bekannte Persönlichkeiten. Sein Sohn Albert ist ebenfalls Architekt und wurde ein Stadtplaner von internationalem Rang. Seine Tochter Hilde Schramm ist Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige Abgeordnete der Alternativen Liste im Berliner Abgeordnetenhaus, 1989/90 war sie ein Jahr lang dort Vizepräsidentin. 2004 erhielt sie für ihr Engagement in der Stiftung „Zurückgeben“ zugunsten künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeiten noch unbekannter jüdischer Frauen den Moses-Mendelssohn-Preis. Sein 1940 geborener Sohn Arnold erhielt zunächst den Taufnamen Adolf, was später geändert wurde.
Speers Beziehung zu Hitler
Speer selbst war schon bei der ersten Teilnahme an einer Kundgebung mit Hitler von ihm und seinen Visionen, Idealen, seiner intuitiven Anpassungsfähigkeit und seinem Charme beeindruckt. Speer sagte später über sich und Hitler: „Wenn Hitler Freunde gehabt hätte, dann wäre ich bestimmt einer seiner engen Freunde gewesen“.[7]
Hitler wiederum fand in Speer den Architekten, der ihm in kürzester Zeit mit seinem organisatorischen Talent Großbauwerke erstellen und mit dem er über Kunst philosophieren konnte. Vor allem schätzte er Speers Loyalität. Hitler war an der Kunst im Allgemeinen, vor allem aber an Architektur interessiert und gewährte Speer alle möglichen Mittel für seine Bauten, was wohl der Traum vieler Architekten ist (Zitat Speer: „Für einen großen Bau hätte ich wie Faust meine Seele verkauft. Nun hatte ich meinen Mephisto gefunden.“). Speer hatte durchaus eigene Interessen und Ziele, die er als Architekt von Hitlers Bauideen noch am ehesten verfolgen konnte, so etwa die gigantomane Umgestaltung von Berlin in „die Welthauptstadt Germania“, ein Über-Rom und Über-Paris zugleich. Speer verkörperte das, was Hitler immer so gern gewesen wäre: Künstler und Visionär.
(Aus wikipedia).